Jan
Endlich Barista!
Baristakreis
Ich war stolz jetzt auch zu dem elitären Baristakreis gehören zu dürfen. Für mich war klar, alle Starbucks Mitarbeiter waren überdurchschnittlich begabt, fleißig, intelligent und gutaussehend. Ich war mir nicht sicher, ob ich den Ansprüchen genügen würde.
Alles begann mit einer sehr freundlichen Begrüßung. “Hallo, du must Arne sein? Schön, dass du da bist!” So begrüßte mich die quirlige Christina. Komm mal rum. Die meinte die Kaffeebar. UND SCHON STAND ICH IM ALLER HEILIGSTEN!
Was mich in meiner ersten Zeit als Barista überraschte, war die unglaubliche körperliche Anstrengung. Ich war durch, hatte Muskelkater in den Beinen vom Laufen und im Gesicht vom Lächeln. Beides verging mit der Zeit. Nur mein Kopf tat nicht weh. Es gab zwar viel zu lernen, aber das viel mir leicht. Die Rezept aller Espresso-Getränke lernte ich im Handumdrehen. Aber ich wollte mehr.
Ich wollte alles aus meiner sicher sehr kurzen Zeit bei Starbucks lernen, was es zu lernen gab. Was kann ich noch lernen?
Die Antwort auf meine Frage brachte mir Philipp auf einem Tablett mit zwei verscheiden Kaffees. Er war einer der erfahrenen Baristas in meinem Store. (Mir ist in meiner gesamten beruflichen Laufbahn nie wieder ein Mensch begegnet, der so genau wusste, auf was es bei der Verkostung ankam. Philipp beherrschte nicht nur die Materie in Perfektion, sondern strahlte den Spirit des Kaffees gerade zu aus. Ein außergewöhnlicher Glücksfall für mich).
Mein erstes “Coffeetasting”
Bei meinem ersten Coffeetasting verglich ich nicht nur zum ersten Mal Kaffee, sondern ich trank das erste mal Kaffee. „Joa, der erste schmeckt wie Kaffee und der zweite wie starker Kaffee“. Ich wusste es nicht, jodoch sollte sich heraustellen, dass das meine erste Beschreibung von Kaffee war. Ich habe einen Unterschied geschmeckt. Ich konnt ihn nicht richtig beschreiben und habe wie üblich auf gebräuchliche Sprache zurückgegriffen. Aber der eine Kaffee war „stärker“ als der andere. Philipp wollte mir jetzt was von einer Apfelnote bei einem der beiden Kaffees erzählen.
Kann Kaffee Apfelaroma haben?
Ich war begeistert. Mir wurde klar, dass ich mit Übung meines Geschmackssinnes und Training der Beschreibung tiefen Zugang zur Materie bekommen konnte und daraus eine beliebig erweiterbare Erfahrung ziehen konnte. Von diesem Tag an verkostete ich mehr Kaffee als jeder andere den ich kenne.
Ich hoffe Ihr seid bei meinem nächsten Eintrag auch wieder dabei!
Arne



28. September 2010 • 12:44 1 noortje schrieb
Ich finde es super, ich arbeite bei Starbucks seit 4 Jahren, aber es ist übertrieben dass Starbucksmitarbeiter überdurchschnittlich begabt sind oder besser aussehend oder fleissiger als andere Mitarbeiter egal wo.und weiss nicht woher du das hast..
Ich hoffe du hast noch mehr freude daran gefunden Coffeetastings zu machen, es ist und bleibt ein Geschäft für Kaffee und solche Menschen wie du lassen es erhalten..