Jun
Ich fühle mich durch Bio Kaffee Pads verunsichert
Bio Kaffee Pads?
Was ich gar nicht verstehe ist, dass es einen Markt für „Bio Kaffee Pads“ gibt. Ich versteh das echt nicht.
Zertifizierung?
Alle Zertifizierungsprozesse von allen Siegeln in Ehren, aber neben einem Zertifikat muss für mich ein umwelt- und sozialverträgliches Produkt noch ein paar Grundeigenschaften mitbringen. Für mich sollte es so wenig verarbeitet sein wie möglich. Ich finde beispielsweise auch, schon in Scheiben geschnittene Bio-Champignons blöd.
Kompost?
Selbst wenn ich die gesamte „Aldi Amaroy Bio Kaffee Pads“ Packung (oder wie sie alle heißen) auf den Kompost schmeißen kann und sie drei Tage später eine Blume ist, schließen sich Pads und Bio für meinen Begriff von Bio aus, auch wenn sie alle offiziellen Kriterien erfüllen.
Ich warte auf die ersten „Bio-Kapseln“ und ökologische Alufolie und erfreue mich an Bio-Kaffees die ihren Namen verdienen.
No related posts.



20. June 2009 • 11:38 1 willi schrieb
Du hast recht ! Die Bioszene wandelt sich extrem, die Ketten machen billig-Bio, eu zertifiziert, bald ist nur noch der einzige unterschied das biozeichen!
kann es sein, dass der Kunde für “?” gehalten wird, oder ist er es wirklich.
will der Kunde überhaupt alles wissen, oder interessiert nur der Preis ?
20. June 2009 • 13:53 2 Arne schrieb
Hallo Willi, es ist echt unglaublich wie der „Bio-Markt“ in Deutschland gewachsen ist. Hier in Südspanien kennen die Menschen sowas nicht im Ansatz. Ich veranstalte gerade eine „Blog-Parade“ zum Thema „Kaffeekultur“, vielleicht hast du Lust mit zu machen!?
http://www.coffeeness.de/barista-blog/2009/06/14/blog-parade-von-kaffeekultur-und-kaffeesubkultur/
Gruß,
Arne
22. June 2009 • 19:21 3 Jörg schrieb
Hallo Arne,
irgendwie hast du sicher recht. Andererseits geht es auch darum, ökologische Standards in die Breite zu bringen. Dazu gehört dann auch der Convenience-Bereich. Dafür muss die öko-ethische Gürtellinie etwas nach unten verschoben werden.
Als Slow Food-Anhänger sehe ich das mit sehr ambivalenten Gefühlen. Siehe dazu auch meinen kommenden Artikel im Kaffee-Satz-Blog (http://kaffee-blog.maskal.de/).
Gruß
Jörg
23. June 2009 • 10:47 4 Annika schrieb
Hallo Arne,
ich kann auch nachvollziehen, dass gerade die Bioprodukte in Billig-Supermärkten wie Plus und Aldi dem Konsumenten nicht wirklich glaubwürdig erscheinen. Denn mit bio assoziiert man definitiv nicht Massenware und das sind Pads in meinen Augen schon.
)
Ich verstehe aber auch Jörgs Punkt: Bio muss auch im Convenience Bereich seinen Platz finden…der steckt in Deutschland aber noch in den Kinderschuhen ( evtl haben die Spanier den Begriff sogar noch nie gehört
Und: Ich verstehe Convinience Produkte als ganz frisch zubereitet – fertig zum Verzehr quasi. Pads sind zwar fertig zum “in die Maschine stecken”, aber wer weiß, wie lange das gemahlene Pulver schon in den Packungen steckte…?
Wirklich ein schwieriges Thema – ich kann mir noch keine abschließende Meinung darüber bilden…
Grüße,
Annika
24. June 2009 • 15:34 5 Arne schrieb
Hallo Jörg und Annika,
in der Tat ein schweres Thema! Als ich noch in Haseldorf lebte war alles einfacher. Da haben wir Eier und die Weihnachtsgans vom Nachbarn und die Milch vom Bauern im Dorf bekommen. Obst und Gemüse selbst angebaut
ein wenig. Kaffee habe ich da noch nicht getrunken! Gibt es irgendwo eine Übersicht von allen Zertifikaten und deren Kreterin?
Gruß,
Arne
9. December 2009 • 17:39 6 Michael schrieb
Bio heißt hier doch aber, dass der Kaffee als Bio-Kaffee angebaut wurde. Also im Erzeugerland eine gewisse ökologische Anbauweise verfolgt wird. Näheres zu Bio-Kaffee gibt es hier:
http://www.bio-kaffee.info/bio-kaffee.html
17. August 2011 • 11:50 7 Kaffeepads schrieb
Durch solche Produkte verliert vor allem die Bio-Produkte an Wert.
@ Miachel – Ja es kann doch sein, dass es sich hierbei um Kaffeebohnen handelt, welche ohne Chemikalien bearbeitet wurde. Aber wie sinnvoll ist es wirklich?