Der Aicok Edelstahl Wasserkocher mit Temperatureinstellung im Test

Der Aicok Edelstahl Wasserkocher mit Temperatureinstellung im Test Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 5. Februar 2017 von 4

Letztes Update 05.02.2017: Bei Wasserkochern gibt es drei gängige Materialien: Kunststoff, Glas und Edelstahl. Darum war es in meinem Wasserkocher Test 2017 auch sinnvoll, in der Kategorie Wasserkocher mit Temperatureinstellung jeweils ein Material ins Rennen zu schicken.

Der Aicok Wasserkocher aus Edelstahl nutzt die Vorteile seines Materials ziemlich gut aus und hat auch ansonsten einige Designideen, die den anderen Kandidaten Camry CR 1242 (hier der Test) und sogar dem Klassenprimus Bosch TWK8613P (hier lang zum Bericht) fehlen.

Einstellbare Temperatur und viel Edelstahl
Aicok Wasserkocher

Ein Wasserkocher der einfach gut aussieht

Dennoch hat er ein paar Macken, allerdings muss ich das auch für viele andere Geräte sagen. Hier also ein Testbericht aus der Abteilung „Kann man machen, muss man aber nicht.“

So habe ich getestet

Der Aicok Wasserkocher war der letzte Testkandidat in meinem aktuellen Durchlauf und damit hatte ich auch schon eine gewisse Routine im Umgang mit dem Küchenthermometer von Habor sowie einem Arendo Stromzählergerät.

Beide Helfer erschienen mir notwendig, da so ein Wasserkocher eigentlich nur mit seinen technischen Werten (und der Handhabung) überzeugen kann, denn Wasser ist und bleibt immer Wasser.

In meinem Küchenlabor herrschten für den Aicok Wasserkocher Test folgende Bedingungen:

  • Ausgangstemperatur des Wassers: rund 19 Grad Celsius.
  • Füll- und Kochmenge: 1 Liter.
  • Festhalten der Kochzeit mit der Stoppuhr.
  • Leistungs- und Stromverbrauchsprüfung über den Stromzähler.
  • Messen der Wassertemperatur direkt nach dem Kochen und nach einer Minute Standzeit mit offenem Deckel.
  • Zusätzlicher Vergleich von eingestellter und tatsächlicher Temperatur bei 70 Grad Celsius.

So viel vorweg: Auch der Aicok bestätigte grundsätzlich die Regel, dass das Wasser nach etwa einer Minute Standzeit eine hervorragende Brühtemperatur für viele Zubereitungsmethoden erreicht.

Der erste Eindruck

Der Aicok Edelstahlwasserkocher mit Temperatureinstellung liegt in der Amazon Bestsellerliste für Wasserkocher aktuell auf Platz 13 und es befinden sich noch weitere Geräte aus dem gleichen Haus im Rennen.

Aicok Wasserkocher

Eine kurze Internetrecherche ergab, dass Aicok ein Unternehmen aus Shenzhen, China ist und angeblich von drei ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründet wurde. Das klingt erstmal nach Rock n‘ Roll und zeitgemäßem Produktdesign.

Als erstes ist mir aufgefallen, dass der Kocher trotz seiner Zusatzfunktionen und normalen Füllmenge angenehm kompakt ist. Der viele Edelstahl sorgt für ein ordentliches, aber angenehmes Gewicht und Kunststoff spielt nur am Griff und am Deckel sowie am Kalkfilter eine Rolle.

Auch die exzellente Tülle und der standstabile Sockel als Mix aus Edelstahl und Kunststoff sind mir sofort positiv ins Auge gefallen.

Aicok Wasserkocher Station

Alle Einstellungsmöglichkeiten für die Temperatur von 40 bis 100 Grad befinden sich auf dem Griff. Ich finde das irgendwie angenehmer, als wenn sie auf dem Sockel sind. Allerdings nehme ich an, dass es keine gute Idee ist, den Griff unter Wasser zu halten.

Die Knöpfe sind übersichtlich, eindeutig und ohne Physikdiplom zu bedienen. Schöne Sache: Der Aicok bringt wie der Styline eine Warmhaltefunktion mit.

Aicok Wasserkocher Einstellung

Das war es allerdings mit den positiven Eindrücken auf den ersten Blick. Denn der Aicok hat leider auch ein paar weniger positive Eigenschaften:

  • Die Skala ist zwar angenehm feinteilig, befindet sich aber unter dem Griff. Das ist für Edelstahl Wasserkocher normal, nervt aber trotzdem.
  • Der Deckel geht auf Knopfdruck recht schnell aber leichtgängig auf, doch der Knopf am Deckel verlangt eine Zwei-Hand-Bedienung.
  • Die Öffnung ist so ultra-mini, dass ich jetzt schon fürs Putzen Schwarz sehe.
  • Leider zieht der Wasserkocher sofort Strom, wenn ich ihn an die Steckdose anschließe. Das summiert sich.

Die Pro-Liste ist in diesem Fall aber auch nicht zu verachten:

  • 360 Grad Sockel mit gutem Stand.
  • gutes Gewicht.
  • gute Verarbeitung.
  • angenehmes Handling.
  • standstabil.
  • gut geformter Ausgießer.
  • flaches Heizelement.
  • Bedienknöpfe selbsterklärend.
  • Warmhaltefunktion.
  • Kalkfilter.
  • sehr wenig Kunststoff.

Ob euch das einen aktuellen Amazon-Preis von rund 50 Euro wert ist, weiß ich natürlich nicht (stand 20.01.2017). Doch bis hierher finde ich zumindest, dass der Aicok Edelstahl Wasserkocher wesentlich besser als der Camry CR 1242 ist.

An das überkluge Produktdesign (ausgenommen Kunststoff!) des Styline reicht er aber nicht heran.

Der Aicok Edelstahl Wasserkocher mit Temperatureinstellung im Einsatz

Wasser einfüllen, anstellen, fertig – der Aicok erfüllt seinen optischen Anspruch, dass er leicht zu bedienen ist. Er startet bei 100 Grad, ihr braucht aber nur einen anderen Knopf zu drücken, um das zu ändern.

Seine Betriebsamkeit vermeldet der Wasserkocher mit einer roten Leuchte und wie erwartet gibt es praktisch keine Geruchsentwicklung. Hier zeigt sich schon, warum Edelstahl und Glas meist als hygienischer als Kunststoff gelten.

Heißer Wasserdampf

Bei den Werten stehen die Zeichen auch auf einem leichten Vorteil für Edelstahl:

  • Die Nennleistung beträgt 2.200 Watt, tatsächlich waren es nur 1.880 Watt.
  • Nach dem Kochen liegt die Wassertemperatur bei 100,2 Grad Celsius.
  • Nach einer Minute sind es 95,1 Grad Celsius.
  • Zum Kochen brauchte der Aicok 3.34 Minuten.
  • Dabei hat er 0,108 kWh verbraucht.
  • Zusätzlich habe ich den Kocher vollständig auskühlen lassen und noch einmal 70 Grad eingestellt. Die tatsächliche Temperatur betrug 73,3 Grad Celsius.

Die Werte aller getesteten Geräte findet ihr im Vergleich im Ratgeber-Text: Wasserkocher Test.

Bei der Leistung war ich nach all den anderen Geräten nicht weiter überrascht und auch die anderen Werte entsprechen in etwa einem soliden Mittelfeld.

Im direkten Vergleich mit dem anderen Edelstahlkocher WMF Bueno (hier mein Bericht) erreichte der Aicok ebenso wirklich kochendes Wasser und wurde ebenso brühend heiß. Nur bei der Kochzeit zog der Bueno allen davon, weil er abseits jeder Nennleistung die höchste Power mitbrachte.

Im direkten Vergleich mit dem Kategoriesieger Bosch Styline muss sich der Aicok Edelstahl Wasserkocher ebenfalls mit dem zweiten Platz zufrieden geben, was vor allem an der niedrigen Leistung liegt.

Fassen wir die Performance des Aicok noch einmal zusammen:

  • mittelfeldprächtige Werte.
  • sehr gute Temperaturtreue.
  • sinnvolle Voreinstellungen.
  • leichte Bedienbarkeit.
  • Selbstabschaltung.
  • gutes Ausgießen.
  • keine Geruchsentwicklung.
  • Nennleistung entspricht nicht der tatsächlichen Leistung.
  • wird brühend heiß.

Gerade der letzte Punkt ist ein Grund, warum ich allen von Edelstahlwasserkochern abrate, die kleine Kinder oder Haustiere haben oder eher grobmotorisch veranlagt sind.

Die Reinigung

Ihr habt normal große Hände und benutzt normal große Handtücher? Dann dürfte es schwierig sein, den Aicok Edelstahl Wasserkocher auszuwischen. Denn die Deckelöffnung ist wirklich nicht größer als ein Mauseloch.

Nun weiß ich, das kaum jemand von uns das macht und wir sowieso alle viel zu wenig entkalken. Das Schöne am Aicok: Es sieht keiner von außen, wie es drinnen zugeht.

Dennoch mein Tipp: Entkalkt den Aicok öfter, denn die Komplettausstattung mit Edelstahl sollte immer ablagerungsfrei sein, um perfekt zu funktionieren.

Aicok oben offen

Aicok Wassertemperatur

Aicok Skala

Mein Testfazit:  Aicok Edelstahl mit Temperatureinstellung?

Wie ich bereits anfangs sagte, ist der Aicok Wasserkocher aus Edelstahl ein Gerät mit fast so vielen Contra- wie Pro-Argumenten und damit weder besonders klasse, noch besonders schlecht. Die wichtigsten Faktoren für mich sind:

Vorteile

  • kompaktes Gerät.
  • annehmbare Performance.
  • Temperaturtreue.
  • einfache Bedienung.
  • kaum Kunststoff.

Nachteile

  • wird mega heiß.
  • schwer zu reinigen.
  • Keine wirkliche Einhand-Bedienung.
  • zieht immer Strom.

In der Preisklasse um 50 Euro ist der Aicok vollkommen im Rahmen in dieser Produktkategorie.

Hier findet ihr ihn auf www.amazon.de.

Wie gut kann ich ausschenken?

Doch solltet ihr euch stets fragen, ob ihr die Temperatureinstellungen überhaupt nutzen werdet und ob sich diese Investition dann überhaupt lohnt.

Einstellbare Temperatur und viel Edelstahl
Aicok Wasserkocher

Ein Wasserkocher der einfach gut aussieht

Kommt ihr zu dem Ergebnis, dass ihr diese Funktionalität wollt, hat der Aicok gegenüber dem Testsieger Bosch Styline zumindest einen Vorteil: er kommt mit wesentlich weniger Kunststoff aus.

Habt ihr noch Fragen, Anregungen, Wünsche oder eine Meinung zu diesem oder anderen Tests? Dann hinterlasst mir gern einen Kommentar!

4 Kommentare
  • Maria-FernandaDiaz-Ortiz
    4 November, 2017

    Hallo! Ist dieser wasserkocher auch bpa free?
    Danke Schön !
    Mit freundlichen Grüßen
    Maria-Fernanda Diaz- Ortiz

  • Pali
    6 Februar, 2018

    Hallo, zieht der Wasserkocher wirklich immer Strom? In einer Amazon-Rezension wird der gegenteil behauptet. Wie ist es also?
    Vielne Dank im Voraus für die Erklärung.

  • Arne
    6 Februar, 2018

    Hallo Pali, wir haben den Verbrach gemessen. Das war unser Ergebnis.

  • Holodoc
    30 November, 2018

    Und was habt Ihr nun gemessen?

    Ein paar Werte wären schön nur zu schreiben wir haben gemessen nutzt wirklich niemandem.

Ich freue mich über deinen Kommentar

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