Als Barista hat man es nicht immer leicht! Teil 2

Vor einiger Zeit habe ich über die „anspruchsvollen“ Gäste aus meiner Barista Zeit berichtet. Weil das gut angekommen ist, habe ich jetzt noch weiter in den „Verdrängungsschubladen“ meines Gehirns geforscht und bin fündig geworden.

1. Ich komme gerade aus dem Keller…

…als ich sehe, dass eine junge Dame ihren Kinderwagen direkt vor dem einzigen (gut sichtbar gegenzeichneten) Notausgang geparkt hat.

Ich: „Entschuldigung, der Kinderwagen steht vor dem Notausgang“. (Ich zeige auf das grüne Schild mit dem hysterisch weglaufenden weißen Männchen drauf).

Die Dame: „Das war ja mal wieder klar.

Ich: „Ähhh, ich kann den auch gerne woanders hinschieben.

Die Dame: „Du fasst meine Sachen nicht an.

Ich: “ …Alles klar, es wäre echt gut wenn Sie den Woanders hinstellen können, sonst wird es im Notfall gefährlich.

Sie: „Es ist doch kein Notfall.

Ich: (mit leicht erhöhtem Blutdruck und ansetzender Migräne) „Jaah“ (ich gehe dann erst mal schnell weiter und hole sehr tief Luft).

Als ich das nächste mal in die Richtung schaue, packt die Dame zusammen. Sie unterhält sich mit zwei älteren Damen. Als ich wenige Minuten später den Tisch neben dem jetzt freien Notausgang abräume, spricht mich eine der älteren Damen an:

Also ich finde es nicht in Ordnung, dass sie die junge Frau rausschmeißen, nur weil sie einen Kinderwagen hat.

Die zweite Dame ergänzt: „Kein Wunder, dass die Deutschen keine Kinder mehr bekommen.

Dazu habe ich in dem Moment nichts gesagt und ich bleibe besser dabei!

Ein junges Mädchen…

…(ca. 15) klagt über schlimme Bauchschmerzen.

Das Mädchen: „Das tut echt weh und erst seit ich hier die Getränke getrunken habe.

Ich: „Oh nein, was hast du denn getrunken.

Ihre Freundin: „Zwei große Kaffee Latte und zwei Cappuccino …ach ja, und eine Bionade-Ingwer.

Ich denke mir im Stillen, davon würde ich auch Schmerzen bekommen. Dann bin ich schnell verschwunden, um alles zu kontrollieren. Alle mhds waren in Ordnung, ich habe alles probiert, alles war gut. Ich schnell zurück. Mit einem Telefon bewaffnet.

Ich: „Wie geht es dir? Soll ich einen Rettungswagen rufen?

Das Mädchen: (das war übrigens der erste Moment in dem sie wirklich krank aussah) „Um Gottes Willen, nein.

Ihre Freundin: „Uns würden schon zwei Freigetränke reichen.

Da war es schon

Jetzt muss ich weiter in den Schubladen kramen, aber es kommen sicher noch weiter verschollene Geschichten ans Tageslicht!

Viele Grüße,
Arne

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

3 Kommentare
Neueste
Älteste
Inline Feedbacks
View all comments