Amazon Basics Mixer Mix & Go – Was leistet das Eigenprodukt von Amazon wirklich?

Amazon Basics Mixer Mix & Go – Was leistet das Eigenprodukt von Amazon wirklich? Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 14. Oktober 2017 von 0

Amazon Basics ist eine Eigenmarke von Amazon, die Artikel für den Grundbedarf in verschiedenen Kategorien anbietet. Dazu zählen auch Küchenutensilien. Allen Amazon Basics Produkten ist gemein, dass sie vernünftige Qualität zu einem sehr günstigen Preis bieten wollen.

Ich habe mir den Amazon Basics Mixer Mix & Go ausgesucht um zu testen, ob Amazon dieses Ziel erreicht.

Erwarten darf man von diesem Standmixer jedoch nicht allzu viel.

Erster Eindruck

Beim ersten Blick auf die Produktbeschreibung sticht mir sehr viel grün ins Auge. Das soll mit Sicherheit Frische und Natur ausdrücken und dadurch den gesunden Aspekt der frischen Smoothies betonen. Ha Amazon, ich habe dich durchschaut.

Kleiner Spaß am Rande, aber es ist wirklich viel Grün zu sehen.

Der Mixer sieht mir auf den Bildern schon ziemlich nach Plastik und einer einfachen Verarbeitung aus. In der Standardausführung scheint er mit zwei Flaschen zu kommen. Der Look insgesamt ist ganz einem reinen Smoothie-Maker entsprechend. Es gibt keinen massiven Krug als Aufsatz, sondern einen schmalen Behälter, der gleich als Flasche genutzt werden kann.

Der Aufsatz kann gleich als Flasche genutzt werden

Ausgepackt bestätigt sich mein Eindruck. Der Mixer besteht wirklich nur aus hässlichem Plastik. Da nützt es auch nichts, wenn Amazon mit einer recycelbaren Verpackung wirbt. Der Mixer an sich ist eine komplette Umweltsünde – jedenfalls was sein Material angeht. Immerhin sind die Klingen aus Metall.

Davon abgesehen, leuchtet er auch in echt ziemlich grün. Wenn ich mal kurz ausblende, dass alles aus Kunststoff ist, sieht das Grün aber eigentlich ganz nett aus.

Der Amazon Mixer hat mit 13,5 Zentimetern Kantenlänge eine angenehme Breite und verbraucht nicht viel Stellfläche. Die Höhe von 40 Zentimetern ist schon recht hoch, dies ist hauptsächlich dem aufgesetzten Behälter geschuldet. Wenn ihr diesen nach Benutzung ablöst, könnt ihr den Mixer gut im Schrank verstauen.

Der gruene Standfuss aus Plastik

Zum Lieferumfang gehört noch eine zweite Flasche und zwei Trinkverschlüsse. So könnt ihr den fertigen Smoothie direkt vom Mixer in die Tasche packen und losgehen. Beide Flaschen fassen 600 Milliliter. Das reicht für eine Person locker aus. Für zwei Personen ist es auch noch okay, bei noch größeren Portionen müsst ihr mehrfach pürieren.

Produktdaten

Die Produktdaten haben mich ziemlich überrascht. Ehrlich gesagt hatte ich da mehr erwartet.

EintragWert
Nennleistung300 Watt
Max. Umdrehungenk.A.
Anzahl Klingen4
Anordnung Klingensternförmig
Material BehälterKunststoff BPA-frei*
Volumen Behälter**0,6 Liter
Mixstufen1
Pulse-Funktion
Smoothie-Funktion***X
Crushed Ice-Funktion****X
Reinigung in der Spülmaschine

* gesundheitsschädliche Chemikalie, die bei der Herstellung von Kunststoffen benutzt wird

** Maximalfüllmenge laut Hersteller

*** voreingestelltes Programm mit fester Laufzeit

**** voreingestelltes-Pulse-Programm mit festen Intervallen

Bei der Watt-Zahl musste ich doch glatt zweimal hinschauen. 300 Watt Leistung sind echt wenig. Die Umdrehungszahl wird nicht angegeben. Da bin ich mal gespannt, wie der Mixer härtere Zutaten klein bekommt.

Vier Klingen gibt Amazon an. Diese sind sternförmig angeordnet und zwei von ihnen stehen hoch. Eigentlich gute Voraussetzungen für den Mix-Vorgang.

Die sternfoermig angeordneten Klingen

Die Behälter sind aus BPA-freiem Kunststoff. Ich bevorzuge immer Glas, das bekomme ich hier leider nicht geboten. Bei Kunststoff ist die Gefahr relativ hoch, dass man beim Auskratzen Macken im Material hinterlässt. Das ist ziemlich unhygienisch, weil sich dort Keime sammeln können. Glas ist außerdem zu 100 Prozent recycelbar, Plastik nicht mal ansatzweise.

Der Mixer hat eine Mix-Stufe und eine Pulse-Funktion. Ihr könnt den Mix-Vorgang also starten und bei Bedarf kurzfristig richtig Gas geben. Vorgegebene Programme gibt es nicht. Mich wundert etwas, dass ein Smoothie-Maker keine Smoothie-Funktion hat. Aber sei es drum.

Die Flaschen und der Messerblock können in der Spülmaschine gereinigt werden. Sehr schön, das gefällt mir.

Mit 18.92 € ist der Mixer ziemlich günstig. Das ist ein typisches Merkmal der Amazon Basics Reihe. Der Preis wird mit Sicherheit auch durch das viele Plastik erreicht. Dieses ist nun mal günstig in der Produktion.

Sehen wir mal nach, ob der Mixer von seiner Leistung her mehr bietet, als der Preis erwarten lässt.

Befüllen

Das Befüllen mit meinen Probezutaten klappt durchschnittlich. Ich nehme einen halben Apfel, eine halbe Banane, Eiswürfel und Wasser. Meine Standardzutaten für einen Mixer-Test also.

Die halbe Banane passt in einem Stück in den Behälter. Das freut mich, weil es das Befüllen einfach macht.

Das Befüllen klappt mittelmaessig

Mir fällt auf, dass es keine Möglichkeit zum Nachfüllen während des Mixens gibt. Wenn etwas fehlt, bedeutet das also: Ausmachen, Aufdrehen, Nachfüllen, wieder Zudrehen und weiter Mixen. Ganz schön kompliziert. Je nachdem wie einfach sich der Behälter lösen lässt, kann es dabei auch schnell mal zu einer kleinen Sauerei kommen.

Eiswuerfel duerfen auch nicht fehlen

Immerhin sitzt der Deckel nach dem Schließen fest und die ganze Kombination lässt sich auch einfach auf den Sockel drehen.

Performance

Das Starten des Mix-Vorgangs geht ziemlich einfach. Sogar etwas zu einfach. Wenn ihr beim Festschrauben ein Stück zu weit dreht, geht der Motor schon an. Also nicht erschrecken an dieser Stelle. Mit leichtem Druck von oben wird die Pulse-Funktion aktiviert. Dann gibt der Mixer noch mal Vollgas. Wenn man bei 300 Watt von Vollgas sprechen kann.

Zum Stoppen müsst ihr den Behälter einfach nur nach rechts drehen. Dabei fällt mir auf, dass der Drehaufsatz mit Rillen auch nach dem Stopp noch weiter dreht. Das ist gar nicht gut. So kommt es zu Materialermüdung und wahrscheinlich auch schnell zu einem kaputten Motor.

Am Anfang des Tests hat der Amazon-Mixer noch etwas Probleme. Er bekommt nicht alle Zutaten gegriffen. Nach einer kurzen Eingewöhnphase kommt aber der gesamte Inhalt unters Messer.

Starten des Mixvorgangs

Das Ergebnis des Pürierens sieht beim ersten Ausschütten sehr gut aus. Die Zutaten sind sehr cremig geworden und bilden eine schöne homogene Masse. Beim weiteren Auskippen platscht es aber auf einmal in das fertige Püree. Der Mixer hat ein Stück Apfel nicht verarbeitet. Er kommt genauso raus wie er rein gegangen ist. Eine Enttäuschung an dieser Stelle.

Ich gebe dem Ganzen nochmal eine Chance und mixe fleißig nach. Das Ergebnis bleibt dasselbe. Ich bekomme ein ganzes Apfelstück. Das war natürlich nicht mein Ziel, als ich den Apfel in den Mixer gepackt habe.

Etwas arg stueckelig

Im Vergleich ist das Mix-Ergebnis ähnlich wie beim Russell Hobbs 23470-56.

Reinigung

Bei der Reinigung mache ich es mir so einfach wie möglich. Das bedeutet in diesem Fall, dass ich alle Einzelteile auseinander baue und in die Spülmaschine packe. Dort kommen sie sauber und heile wieder heraus.

Auch die alternative Reinigung per Hand klappt problemlos. Jedenfalls beim Putzen direkt nach der Benutzung. Wenn die Zutaten noch frisch sind, kann ich sie einfach Abspülen und bei Bedarf locker nachwischen.

Der Standfuss kann einfach gereinigt werden

Wenn ich mit dem Putzen warte – zum Beispiel bis ich ausgetrunken habe – wird es schon deutlich schwieriger. Da der Behälter sehr schmal ist, komme ich mit der Hand nicht bis zum Boden. Solltet ihr also zu spät spülen und die Reste schon angetrocknet sein, braucht ihr wohl eine lange Bürste. Oder ihr füllt den Behälter mit Spülmittel und Wasser und lasst alles einweichen.

Am besten also direkt nach der Benutzung und noch vor dem Trinken spülen. Ihr wisst ja: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Den Spruch wollte ich schon immer mal bringen.

Testergebnis

Für den günstigen Preis müsst ihr leider einige Abstriche bei der Qualität machen. Im Detail sieht das folgendermaßen aus:

Pro

  • Günstiger Preis
  • Einfache Reinigung

Kontra

  • Alles ist aus Plastik
  • Schwache Leistung
  • Nicht alle Zutaten gemixt
  • Kleine Öffnung

Die Handhabung des Mixers bekommt von mir 70 Punkte – „Befriedigend“.

Das Zusammen- und Auseinanderbauen klappt einfach und geht schnell. Was mir nicht gefällt, ist die fehlende Vorrichtung zum nachträglichen Hinzufügen von Zutaten. Dazu muss man alles wieder auseinandernehmen. Auch die Öffnung im Behälter finde ich zu klein.

Das Anstellen und die Puls-Funktionen lassen sich einfach durchführen. Das Ausmachen theoretisch auch, praktisch dreht die Vorrichtung aber noch nach.

Die Mixleistung bewerte ich mit 85 Punkten – „Sehr gut“.

Das Ergebnis ist sehr schön cremig und bietet eine durchgehend gleiche Konsistenz. Für Smoothies also ideal. Abzüge gibt es, da der Mixer nicht alle Zutaten verarbeitet hat. Die Pinienkerne kamen teilweise im Ganzen wieder heraus.

Fertig ist der Smoothie

Die Reinigung finde ich mit 65 Punkten „Ausreichend“.

Die Teile lassen sich gut auseinanderbauen und können alle in die Spülmaschine. Das ist ein ganz klarer Pluspunkt. Die Deckel haben aber viele Rillen, die nicht richtig sauber werden. Dort bleiben häufig Reste kleben. Die Behälter sind von Hand nur ganz schwer zu reinigen. Ich komme mit der Hand nicht bis zum Boden, was das Putzen deutlich erschwert.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist „Gut“ – 75 Punkte.

Der Amazon Basics Mixer ist sehr günstig. Die von ihm gezeigte Leistung ist alles in allem mittelmäßig. Das ergibt in Summe ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Einsatzgebiet

Der Mixer ist vor allem für Smoothies geeignet. Vielleicht noch für Milchshakes. Für alle anderen Zutaten oder Kreationen ist der Motor zu schwach.

Fazit

Die Ausgabe für den Standixer lohnt sich nicht wirklich – auch wenn sie klein ist.

Bereits ganz zu Beginn des Tests hat der Kunststoff-Look darauf hingedeutet, dass es beim Amazon Basics Mixer vor allem um einen günstigen Preis und Kostenersparnis geht.

Aepfel gehoeren in jeden Smoothie

Die Leistung ist für einen Smoothie-Maker solide. Einfache Smoothies ohne harte oder sperrige Zutaten lassen sich hiermit sehr gut herstellen. Das Nachdrehen im Anschluss an den Mix-Vorgang lässt jedoch nur eine kurze Lebensdauer erwarten.

Ich gebe für den Amazon Basics Standmixer keine Kaufempfehlung.

Er ist zwar sehr günstig, wird aber im Zweifel nicht lange halten. Da könnt ihr lieber etwas mehr Geld ausgeben und habt dann länger und mehr Spaß mit eurem Gerät.

Nicht so schüchtern. Ich freue mich von dir zu hören.

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