Kolumbien El Zapote Kaffee Test

Kolumbien El Zapote Kaffee Test Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 26. April 2016 von 5

Kurz bevor ich nach Spanien aufgebrochen bin, erreichten mich noch zwei Varianten des Kolumbien El Zapote der Rösterei Sonntagmorgen.com.

Im Winter habe ich den tollen Kaffee-Adventskalender von Sonntagmorgen vorgestellt. Bei dieser Rösterei gibt es aber auch tollen Bohnenkaffee in größeren Packungen.

KategorieEintrag
RösterSonntagmorgen
HerkunftKolumbien
Aufbereitung1: halbtrocken 2: trocken
Preis10,59 € für 335 g
Ernte2015/2016
ParzelleEl Zapote
Lieferung2 Tage

Aller klar, die kommen selbstverständlich in das schon recht kaffeebohnenlastige Handgepäck.

Die Packungen sind die weißen, hinten versteckten. Sagen wir mal so, ein Design Wettbewerb lässt sich mit den Tüten nicht gewinnen. Aber es zählen natürlich die inneren Werte im Test. Wir sind hier nicht bei Instagram.

Ich muss das Shirt noch mal anziehen.

kaffeebohnen_test_kolumbien

Warum zwei Versionen Kolumbien El Zapote?

Ist das nicht die gleiche Bohne? Es handelt sich in der Tat um die gleichen Kaffeebohnen aber mit unterschiedlichen Aufbereitungsmethoden.

  • Eine der Kaffees ist trocken oder auch “Natural” aufbereitet.
  • Der andere ist halbtrocken aufbereitet, hier wird er “Honey” genannt.

Die Aufbereitung von Kaffee nach der Ernte, hat einen Einfluss auf seinen Geschmack. Die Kaffeekirschen werden gepflückt. Jetzt gibt es unterschiedliche Methoden die Kaffees weiter zu verarbeiten. Die häufigste Variante ist die sogenannte nasse (gewaschene) Aufbereitung.

Dieses Verfahren wurde aber bei keinem dieser beiden Kaffees angewendet, denn sie sind halbtrocken und natürlich (trocken) aufbereitet worden.

Bei beiden Methoden findet keine Fermentation statt. Bei der nassen Aufbereitung werden die Kirschen in einem Tank mit Wasser gegeben, wo der Gährungsprozess startet. Dadurch bekommen die Kaffees eine lebendige Säure.

Bei der trockenen Variante werden die Kaffeekirschen im Stück und in der prallen Sonne getrocknet. Bei der halbtrockenen Methode wird die Kirsche entpulpt, also vom Fruchtfleisch befreit und dann getrocknet. Das Ergebnis sind oft schwere und komplexe Kaffees mit weniger Säure.

Mehr zum Thema Kaffeeaufbereitung findest du hier.

Kaffee Test

kaffee_test_vergleich

 El Zapote - trocken aufbereitet El Zapote - halbtrocken
aufbereitet
GeruchSchwer: Nasse Sommerwiese. Dunkle Beeren. Wenig Süße. Leicht: Erinnert an eine Konditorei und Zitronen-Zuckerguss.
Körper und MundgefühlSeidig und sanft. Schmeichelt dem Gaumen. Voller KörperBewegung im Mund. Etwas weniger voller Körper.
Säure Keine Säure. Leichte Säure.
Geschmack Ein wenig erinnert er an Pflaumen. Aber mit wenig Säure und weniger Süße. Komplex.Tolles Aroma und ein Hauch von Zitrusfrucht. Komplex.
AbgangSchneller klarer Abgang. Langer rauchiger Abgang.

Früher habe ich den Kaffee oft in der French Press getestet. Jetzt bin ich zumeist zum Handfilter übergegangen. Heute habe ich den Kaffee Test und Vergleich zum ersten mal in der AeroPress gemacht. Es hat mir sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht. Es waren aber auch einfach interessante Kaffees.

Jedes Mal, wenn ich die AeroPress nutze, mache ich mir die gleiche Notiz: Mehr AeroPress nutzen.

kaffee_test_aeropress

Wir ihr seht, gibt es deutliche Unterschiede. Aber auch Gemeinsamkeiten. Ich habe getestet, ob die Kaffees gut zu frischem Orangensaft passen. Und siehe da, beide passen hervorragend! Sehr interessant. Es gibt auch Kaffees, bei denen diese Kombination nicht passt.

Das kann schon wichtig sein. Stellt euch vor, ihr macht für Freunde oder als Gastrom ein tolles Frühstück. Wenn der Saft jetzt nicht zum Kaffee passt, könnte der Gast denken, dass beides schlecht ist. Wenn die Kombination gut abgestimmt ist, wird ihm einfach beides schmecken. Und wem es schmeckt, der kommt wieder! Also aufgepasst, sonst frühstückt ihr bald nicht mehr alleine.

Auch die Kombination mit  Kokuswasser war sehr interessant.

El Zapote Kaffee Test Fazit

Mir haben beide Kaffees sehr gut gefallen. Überrascht war ich von der wirklich dominanten Süße des halbtrocken aufbereiteten „Honey“. So einen süßen Kaffee hatte ich lange nicht mehr auf der Zunge. Beide Kaffees sind komplex und passen in keine Schublade.

Der trocken aufbereitete “Natural” hat einen schönen, kurzen und sauberen Abgang und eine unbeschreibliche Schwere. Dunkle Beeren sind hier dominant aber ohne Säure und die starke Süße.

Besonders interessant ist es die beiden Kaffees direkt zu vergleichen. In der Aeropress aber auch im Handfilter waren die beiden Kaffees sehr empfehlenswert. Wenn ich mich für einen entscheiden müsste, würde ich den halbtrocken aufbereiteten „Honey“ wählen. Muss ich aber nicht!

Wenn ihr diese beiden Kaffees selbst vergleichen wollt, hier könnt ihr sie direkt bei Sonntagmorgen kaufen

5 Kommentare
  • John
    27 April, 2016

    Hi Arne,

    danke für die Tests. Es wäre hilfreich, wenn man das Datum des Blog-Eintrags bzw. des Tests noch sehen könnte. Oder habe ich es übersehen?

    Viele Grüße
    John

  • Arne
    27 April, 2016

    Hi John, danke für deinen Kommentar. Der Beitrag ist vom 26.04.2016. – Gestern. Ich glaube das Datum wird gerade nicht angezeigt. Viele Grüße, Arne

  • Ole Petznick
    12 Mai, 2016

    Hallo Arne
    Bin eigentlich Teetrinker ,habe mir aber für meine Gäste eine Perkolator und den von Dir empfohlenen Kaffee zugelegt .
    Mich interessiert ob Du Erfahrung mit einem Perkolator hast und wenn ,wie Du so ein Gerät beurteilst .
    Liebe Grüße Ole

  • Arne
    12 Mai, 2016

    Hallo Ole, ich höre gerne wie gut du deine Gäste versorgst. Ein Perkolator funktioniert wie ein Espressokocher (du hast aber den besseren Namen zu fassen). Darüber habe ich einiges geschrieben. Insgesamt eine spannende Sache. Leider wird der Kaffee recht heiß. Die so zubereiteten Kaffees haben zumeist wenig floralen Aromen und werden recht rauchig. Es ist aber eine schöne pure Zubereitung, mit tollen Geräuschen ;). Zu Ergänzung könnt noch ein Handfilter interessant sein. Viele Grüße, Arne

  • Ole Petznick
    13 Mai, 2016

    Vielen Dank für deine Antwort .
    Du würdest also den Handfilter vorziehen ?
    Ist es nicht so dass der Espressokocher mit Druck ,also mit Wasser dass tatsächlich sehr heiß ist ,funktioniert und der Perkolator “nur”mit kochendem Wasser arbeitet ?
    Ich habe mir ein Gerät bei Amazone zugelegt die deutsche Bezeichnung ist : Butler Kaffebereiter .
    Ausser den Beurteilungen finde ich es gut ,dass man kein Filterpapier benötigt .
    Wenn Du den Handfilter verwendest ,lässt Du dann das Wasser etwas abkühlen ?
    Liebe Grüße Ole

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