Philips HR2195/08 Standmixer im Test

Philips HR2195/08 Standmixer im Test Ergebnis

Wenn ihr euch näher mit Küchengeräten befasst, kommt ihr an der Marke Philips nicht vorbei. Die Holländer stellen viele Helfer für den Alltag in der Küche her und überzeugen dabei häufig mit Qualität.

Zu den Geräten zählen natürlich auch Standmixer. In einem anderen Test habe ich mir bereits den Philips HR3655 Hochleistungsmixer genauer angesehen. Heute widme ich mich dem Philips HR2195/08 Standmixer.

Erster Eindruck

Der Philips sieht in der Produktbeschreibung genauso aus, wie ich mir einen klassischen Mixer vorstelle. Massive Basis und ein großer Krug für viele leckere Sachen.

Die Basis scheint dabei aus Edelstahl zu sein, was einen hochwertigen Eindruck macht. Der Krug sieht mir nach Glas aus. Das verstärkt diesen Eindruck noch mal.

Die Basis ist aus Edelstahl

Das schwarze Accessoire, das aussieht wie ein Chirurgenwerkzeug aus dem Mittelalter, ist wohl der Spatel.

Als ich den Karton öffne, sehe ich einen wirklich sehr massiven Mixer. Mit 22 x 30 Zentimetern Bodenfläche braucht der Philips ziemlich viel Standfläche. Räumt also schon mal den Toaster zur Seite. Damit das schwere Gerät sicher steht, hat es vier Saugnäpfe unter dem Sockel.

Die vier Saugknöpfe sorgen für Stabilität

An der Front des Sockels befinden sich die Bedienelemente. Dort sehe ich drei Knöpfe für verschiedene Funktionen und einen Drehregler. Mit dem Regler könnt ihr den Mixer an- und ausschalten sowie die Stärke einstellen.

Der Krug ist aus massivem Glas und ordentlich schwer. Das gefällt mir gut. Ich bevorzuge Glas wegen seiner Umweltverträglichkeit und der besseren Hygiene. Es lässt sich einfach besser reinigen und bekommt nicht so schnell Macken wie Kunststoff. Diese Macken sind häufig eine schöne Ablagestelle für Keime.

Die massive Art des Krugs gefällt mir ebenfalls. Für mich ist das immer ein Zeichen für eine handwerklich gute Verarbeitung.

Sehr gut verarbeiteter Glaskrug

Das ganze Gerät ist mit Sockel und Krug knappe 40 Zentimeter hoch. Damit passt es nicht unter jeden Schrank. Der Platz für den Mixer will also wohl gewählt sein.

Zum Krug gehört logischerweise auch ein Deckel. Dieser ist aus Gummi und hat in seinem Zentrum noch einen kleineren Deckel verbaut. Ich bin ein Fan von diesen kleinen Deckeln, weil man dort auch während des Mixvorgangs noch Zutaten nachfüllen kann.

Praktischer Deckel

Produktdaten

EintragWert
Nennleistung900 Watt
Max. Umdrehungen21.000 U/min
Anzahl Klingen6
Anordnung Klingensternförmig
Material BehälterGlas
Volumen Behälter*2 Liter
MixstufenMehrere/stufenlos
Pulse-Funktion
Smoothie-Funktion**
Crushed Ice-Funktion***
Reinigung in der Spülmaschine
ExtrasTeigschaber, „Quiet Mode“✓ (Hersteller)
Ersatzteile erhältlich✓ (Hersteller)
Preis in Euro70.90

* Maximalfüllmenge laut Hersteller

** voreingestelltes Programm mit fester Laufzeit

*** voreingestelltes-Pulse-Programm mit festen Intervallen

Das liest sich doch ganz ordentlich.

900 Watt bringt der Philips als Leistung mit. Das ist nicht die Champions League, aber schon eine ganz ordentliche Kraft. Kombiniert mit den 21.000 Umdrehungen erwarte ich da ein gutes Mix-Ergebnis.

Der Standmixer hat sechs Klingen in seinem Messerblock. Diese sind interessant angeordnet. Zwei stehen hoch, zwei stehen runter, zwei stehen gerade. Mit dieser Anordnung erwischen die Messer die Zutaten auf jeder Ebene.

interessant angeordnete Klingen

Der Glasbehälter kann zwei Liter Inhalt fassen. Das sind umgerechnet fast sieben Smoothies. Oder sehr viel Pesto. Je nachdem, was ihr Mixen wollt.

Auf jeden Fall könnt ihr mit so einer Füllmenge ordentliche Portionen produzieren.

Die Stärke des Mixers könnt ihr mit dem Drehregler am Sockel stufenlos verstellen. Die drei Knöpfe unter dem Regler sind für die drei Funktionen Pulse, Quiet (Smoothie) und Crushed-Ice. Mit der Pulse-Funktion könnt ihr die Messer kurzfristig auf Höchstleistung bringen. Smoothie und Crushed-Ice sind vorinstallierte Programme, die selbstständig eine bestimmte Zeit lang laufen. Bei Crushed-Ice arbeitet der Motor mit Intervallen, die Messer drehen sich also abwechselnd normal und sehr schnell. Alle Funktionen führt der Philips automatisch aus.

Alles lässt sich einfach einstellen

Besondere Freude kommt bei mir immer auf, wenn ich bei „spülmaschinengeeignet“ einen Haken sehe. So auch bei diesem Gerät. Ihr könnt also alle Teile abnehmen und spülen lassen.

Mit 70.90 € ist der Mixer durchschnittlich teuer. Ob der Preis gerechtfertigt ist, werde ich dann später nach dem Testen beurteilen.

Befüllen

Der Deckel lässt sich leicht öffnen und gibt eine große Öffnung frei. Ich kann alle Zutaten einfach hinzugeben, ohne sie vorher zerkleinern zu müssen. Das gefällt mir sehr gut. Für den heutigen Test nehme ich Apfel, Banane, Eiswürfel und Wasser. Wenn ihr schon mehr Testberichte von mir gelesen habt, wisst ihr, dass das meine Lieblingszutaten sind, die ich in jedem Test verwende.

Äpfel müssen immer rein

Beim Schließen des Deckels bekomme ich aber ein Problem. Er sitzt nicht richtig. Ich bekomme ihn nicht so weit runter gedrückt, dass die obere Gummilippe sauber mit dem Krug abschließt. Das gefällt mir nicht. Mit etwas Druck, Rütteln und gut Zureden bekomme ich den Deckel im Anschluss dann doch dicht auf den Krug. Es ging aber definitiv sehr schwer.

Funktioniert nun ordentlich das Mixen

Das Aufsetzen des Behälters ist ähnlich schwer wie das Schließen des Deckels. Nachdem ich mich an den Markierungen an Sockel und Krug orientiert habe, geht es deutlich leichter

Performance

Das Starten des Mix-Vorgangs geht einfach. Ich drehe den Schalter nach rechts und das Gerät springt an. Je weiter ich nach rechts drehe, desto mehr kommt der Philips in Fahrt. Die Bedienung klappt sehr einfach und bedarf auch keiner weiteren Erklärung.

Jetzt mix er was das Zeug hält

Was mich dabei besonders interessiert, ist die Quiet-Funktion. Bis jetzt ist der Mixer nämlich ziemlich laut.

Ich drücke also die Leise-Taste. Das Ergebnis ist nicht wirklich überzeugend.

In der Produktbeschreibung steht, dass diese Funktion besonders für den Betrieb am frühen Morgen entwickelt wurde. Wahrscheinlich, um den Partner oder die Nachbarn nicht zu wecken.

Bei der jetzt immer noch vorhandenen Lautstärke würde ich den Mixer morgens allerdings nicht laufen lassen. Er ist immer noch sehr laut. Die Quiet-Funktion ist bei mir demnach durchgefallen.

Der Mixer hat ein sehr feines Ergebnis produziert. Leider hing ein Viertel Apfel die gesamte Zeit fest und ließ sich nicht überreden, in die Messer zu springen. Die Eiswürfel hingegen wurden sehr gut verarbeitet.

Sehr feines Ergebnis

Reinigung

Nach dem Mixen, Putzen nicht vergessen. So ähnlich ging doch der Spruch damals beim Zähneputzen immer.

Ich halte mich auf jeden Fall dran und beginne mit der Reinigung. Dazu baue ich den Krug und den Messerblock auseinander und packe alles in die Spülmaschine.

Heraus kommt ein sauberer Mixer. Keine Reste und kein Ölfilm, alles ist sauber und bereit zur nächsten Nutzung.

Ich teste natürlich auch noch die Reinigung per Hand. Das Auseinanderbauen bleibt logischerweise dasselbe. Mich freut dabei besonders, dass ich den Messerblock einzeln säubern kann. Das reduziert das Risiko von Schnitten ganz massiv. Da der Block ausgebaut ist, komme ich auch ohne Probleme an den Boden des Krugs heran. Da dieser sehr groß ist, muss ich noch nicht mal meinen Arm verbiegen.

Einnmal spülen

Die Reinigung klappt also maschinell und von Hand super.

Testergebnis

Im Großen und Ganzen hatte ich viel Spaß beim Testen und bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Pro

  • Gutes Mix-Ergebnis
  • Einfache Bedienung
  • Einfache Reinigung

Kontra

  • Sehr laut
  • Nachfüllen schwierig
  • Beworbene Funktionen überzeugen nicht

Die Handhabung des Philips bewerte ich mit 80 Punkten – „Gut“.

Das Befüllen durch den großen Deckel klappt super. Die Bedienung ist einfach und bedarf keiner Erklärungen. Auch das Umfüllen vom Krug in einen anderen Behälter nach dem Mixen geht einfach von der Hand. Abzüge gibt es für das Befüllen durch den zweiten Deckel während des Mix-Vorgangs.

Die Mixleistung ist mit 85 Punkten „Sehr Gut“.

Das Ergebnis hat mich überzeugt. Ihr erhaltet eine schöne, cremige Masse bei der alle Zutaten sauber püriert wurden. Leider funktioniert das nur bei großen Mengen. Für kleine Portionen ist der Mixer nicht so gut geeignet.

Die Reinigung bekommt von mir mit 95 Punkten ein „Ausgezeichnet“.

Alle Teile lassen sich einfach auseinanderbauen und dann schnell und unkompliziert säubern. Das gilt sowohl für die Spülmaschine als auch für die Handwäsche. Bei beiden Methoden hat man schnell wieder einen sauberen Mixer, der auf seinen nächsten Einsatz wartet.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für mich „Befriedigend“ – 70 Punkte.

Die Leistung des Philips ist ansprechend, das habt ihr meinem Bericht bisher wahrscheinlich schon entnommen. Der Preis ist aus meiner Sicht aber zu hoch für das, was schlussendlich geboten wird.

Einsatzgebiet

Ich würde den HR2195 vornehmlich für Smoothies und Milchshakes einsetzen. Dann aber auch am besten nur, wenn ihr wirklich große Portionen macht.

Fazit

Der Mixer überzeugt mit seiner Leistung. Er liefert ein tolles Mix-Ergebnis ab. Hier findet ihr den Mixer auf www.amazon.de.

Allerdings werden besonders seine zusätzlichen Features beworben, wie die Quiet-Funktion. Leise ist an der Quiet-Funktion wirklich nichts. Im Realitätscheck fallen die beworbenen Zusatzfunktionen also durch. Aus diesem Grund halte ich den Preis auch für nicht gerechtfertigt.

feiner Kerl aber etwas zu teuer

Aus meiner Sicht ist der Philips HR2195 Standmixer ein super Gerät zu einem eigentlich vernünftigen Preis.

Aber: Ihr zahlt trotzdem mehr, als anhand der gezeigten Leistung eigentlich sein müsste.

2 Kommentare
  • Christian
    19 Oktober, 2017

    Ich glaube, ihr habt bei den den Philipps- Mixern die Bilder vertauscht 😉

  • Arne
    19 Oktober, 2017

    Danke für den Hinweis! Ahhhhrg! -_-

Ich freue mich über deinen Kommentar

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