Philips HR3655 Hochleistungsmixer im Test: Wie cremig wird der Smoothie?

Philips HR3655 Hochleistungsmixer im Test: Wie cremig wird der Smoothie? Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 10. Oktober 2017 von 1

Heute steht der Mixer HR3655 von Philips vor mir auf dem Tisch. Der Name Philips bedeutet für mich grundsätzlich Qualität im Bereich der Küchenmaschinen. Für diese Wertigkeit ruft Philips normalerweise einen hohen, aber meistens gerechtfertigten, Preis auf. Hier könnt ihr euch den Mixer auf www.amazon.de anschauen. Er kostet gerade 143.99 €.

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Schauen wir mal, ob das hier genauso ist.

Erster Eindruck

In seiner Produktbeschreibung wirkt der HR3655 sehr robust und solide. Auf den Bildern erkennt man einen massiven Sockel, der Standfestigkeit ausstrahlt. Zudem soll der Krug mit zwei Litern Fassungsvermögen ziemlich groß sein.

Der Glaskrug ist riesig

Beim Auspacken bestätigt sich dieser Eindruck. Der Sockel ist wirklich riesig. Mit 17,5 Zentimetern Kantenlänge benötigt er eine relativ große Standfläche. Ich musste in meiner Küche erst mal Platz für ihn schaffen, aber ihr wisst ja, wie voll es bei mir ist.

Der Krug ist aus Glas und ebenfalls sehr groß, er fasst zwei Liter. Warum er so groß sein muss, erkläre ich euch weiter unten noch. Zusätzlich sind in dem Paket noch zwei To-Go-Becher enthalten. Beide haben 600 Milliliter Fassungsvermögen und sind aus PET hergestellt. Damit nähert sich Philips einem neuen Publikum an, da der Mixer so auch zum Herstellen von Smoothies genutzt werden kann.

Ein Spatel zum besseren Umfüllen des fertigen Produktes ist ebenfalls enthalten.

Der große Krug wird von einem Gummideckel verschlossen. Dieser sitzt auf den ersten Blick sehr gut. In der Mitte gibt es eine zusätzliche, kleinere Öffnung, um während des Mixvorgangs Zutaten nachzufüllen. Dadurch muss der Prozess nicht komplett unterbrochen werden. Auch der kleine Deckel verschließt seine Öffnung auf den ersten Blick sehr gut.

Sicher sitzender Gummideckel

Insgesamt finde ich den Look sehr ansprechend. Mich überzeugt dabei vor allem das cleane Design der HR3655. Alles wirkt sehr aufgeräumt und es gibt keine unnötigen Spielereien.

Produktdaten

EintragWert
Nennleistung1.400 Watt
Max. Umdrehungen35.000 U/min
Anzahl Klingen6
Anordnung Klingensternförmig
Material BehälterGlas
Volumen Behälter*2 Liter
Mixstufen10 / stufenlos
Pulse-Funktion
Smoothie-Funktion**
Crushed Ice-Funktion***
Reinigung in der Spülmaschine
Extras2 Trinkflaschen nebst Verschluss, Spatel
Ersatzteile erhältlich-
Preis in Euro143.99 €

* Maximalfüllmenge laut Hersteller

**voreingestelltes Programm mit fester Laufzeit

*** voreingestelltes-Pulse-Programm mit festen Intervallen

Die Produktdaten sprechen ganz klar für den HR3655.

1.400 Watt sind eine sehr gute Leistung, mit der man auch harte Gegenstände, wie Eiswürfel, klein bekommt. Die 35.000 Umdrehungen spielen in der Oberklasse mit und ermöglichen das schnelle Erreichen einer schön cremigen Konsistenz.

Mit seinen sechs Klingen erwischt der Mixer schnell und präzise alle Zutaten. Da kann sich kein Bestandteil davonstehlen, alle werden direkt zerkleinert.

Die 6 Klingen des Philips

Wie oben schon erwähnt, ist der große Krug aus Glas. Glas hat erstens einen positiven Effekt für die Umwelt, da es zu 100% recyclebar ist. Zweitens lässt es sich auch sehr gut reinigen und ist hygienisch. Ein klarer Pluspunkt also.

Der Mixer lässt sich in zehn Stufen verstellen. Das ist allgemein schon eine echt große Bandbreite. Meiner Meinung nach reicht die Hälfte der Stufen auch aus, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Schaden tut es mit Sicherheit nicht.

Smoothie-, Crushed-Ice- und Pulse-Funktion bietet der Philips HR3655 alle an. Damit nimmt er euch als Benutzer eindeutig einiges an Arbeit ab.

Die einfache Bedienung des Philips

Laut Angabe des Herstellers können alle Bestandteile des Mixers in die Spülmaschine – den elektronischen Sockel logischerweise ausgenommen. Das erleichtert die Reinigung enorm.

Mit 143.99 € ist der Mixer in seiner Klasse normal teuer. Ob er den Preis wert ist, will ich gleich mal testen.

Befüllen

Bevor ich Mixen kann, muss ich natürlich Zutaten in den Mixer füllen. Dabei arbeite ich erstmal mit den Zutaten für einen Frucht-Smoothie.

Das Befüllen klappt super einfach. Großen Deckel aufmachen und rein mit den Zutaten. Der Deckel schließt im Anschluss wieder dicht ab.

Befüllen mit Äpfeln

Durch den kleinen Deckel kann ich kleine Stücke Apfel und Wasser leicht nachfüllen. Er lässt sich einfach öffnen und wieder sicher schließen.

Performance

Bevor ich den Test starte, werfe ich noch einen Blick auf die Mindestfüllmenge des Kruges. Zum Glück, denn die habe ich noch lange nicht erreicht. Der HR3655 hat eine relativ hohe Mindestfüllmenge und braucht deshalb noch einiges an Flüssigkeit. Das finde ich aber nicht so schlimm, weil ich das fertige Produkt ja in die mitgelieferten Flaschen umfüllen kann.

Mit Wasser befüllen

Jetzt sind alle Zutaten drin und es kommt der Hauptteil des Tests. Ich starte den Mixer und er nimmt sofort seine Arbeit auf.

Nach einer kurzen Anlaufphase mixt der HR3655 sehr gleichmäßig in einer Tour durch.

Dabei fällt mir auf, wie sicher und fest der Mixer steht. Ich habe schon Geräte getestet, die ich mit voller Körperkraft festhalten musste, damit sie nicht von der Anrichte springen. Okay, ganz so schlimm war es dann doch nicht.

Dieser Mixer von Philips ist auf jeden Fall das genaue Gegenteil. Er steht ganz brav an seinem Platz, während die Messer in seinem Inneren mit hoher Geschwindigkeit die Früchte zerkleinern. Kurzum: der Mixer ist sehr standfest.

Los gehts mit dem Mixen

Natürlich habe ich an den Mixer auch mein kleines Messgerät angeschlossen. Ich will schließlich wissen, ob der Kollege wirklich so viel Power hat wie angegeben. Zur Erinnerung: Der Hersteller spricht von 1.400 Watt Nennleistung. Ich komme auf der höchsten Stufe allerdings nur auf 490 Watt. Das ist etwas mehr als ein Drittel.

Ich bin ehrlich gesagt unschlüssig, was ich jetzt mit diesem Ergebnis machen soll. Auf der einen Seite ist es natürlich viel zu wenig Leistung im Vergleich zu der Herstellerangabe. Auf der anderen Seite reicht die Kraft aus, um ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen.

Schwierige Sache, am besten ihr fällt euer eigenes Urteil.

Weiter im Test: Der Deckel liefert ein spritzfreies Ergebnis, das ist gut.

Der Motor des Philips läuft rund und gleichmäßig. Wie bei allen Geräten im Consumerbereich ist aber auch hier fraglich, wie lange der Motor die Belastung aushält. Da ich bis jetzt noch keinen Langzeit-Test mit dem Gerät durchgeführt habe, kann ich euch dazu noch keine abschließende Auskunft geben.

Der Motor hat einiges an Kraft

Ich halte aber auf jeden Fall fest, dass mir der Test bis jetzt sehr gut gefällt. Der Mixer hat ein sehr feines Ergebnis produziert, fast besser als der Philips HR2195/08, vergleichbar auf jeden Fall mit dem Vitamix.

Reinigung

Nach dem Essen wird erst abgewaschen!

Vielleicht kommt euch dieser Spruch aus eurer eigenen Kindheit noch bekannt vor. In diesem Moment ist er für mich wieder aktuell, denn die Reinigung des Mixers steht an.

Laut Hersteller sollen alle Teile spülmaschinengeeignet und der Messerblock abnehmbar sein.

Laut Hersteller vielleicht, aber nicht für mich. Ich stehe hier vor dem Gerät und bekomme das Ding einfach nicht aus dem Krug gelöst. Mit purer Gewalt will ich es nicht versuchen, dabei geht meistens was kaputt. Mit sanftem Zureden klappt es aber auch nicht. Ich muss leider feststellen, dass ich den Messerblock nicht gelöst bekomme. Nach einer kurzen Recherche erkenne ich aber, dass es wohl nicht an mangelnden Fähigkeiten meinerseits liegt. Viele Rezensionen bei Amazon handeln von diesem Thema und die meisten Leute bekommen die Messer auch nicht oder nur sehr schwer gelöst.

Gut, lassen wir die Dinger einfach drin und machen so sauber. Das wiederum klappt sehr gut und geht relativ schnell. Das Glas lässt sich einfach abspülen und auch die Messereinheit kann ich mit Wasser und einem Tuch gut reinigen.

Mit Wasser reinigen

Auch die beiden Deckel sind schnell abgeputzt.

Ich empfehle euch – wie immer – das Gerät möglichst schnell nach der Benutzung zu reinigen. Vielleicht sogar vor dem Essen? Wenn die Fruchtreste noch frisch sind, lassen sie sich leicht abspülen. Später müsst ihr dann richtig kratzen.

Testergebnis

Schauen wir uns mal die Vor- und Nachteile des HR3655 an, bevor ich euch mein Ergebnis präsentiere.

Pro

  • Solide Basis mit ruhigem Stand im Betrieb
  • Großes Gefäß aus Glas
  • To-Go-Becher
  • Ordentlich Power für ein gutes Ergebnis

Contra

  • Messerblock nur schwer lösbar
  • Relativ hohe Mindestfüllmenge
  • Benötigt viel Platz

Die Handhabung bewerte ich mit 90 Punkten, also mit „Ausgezeichnet“.

Der HR3655 von Philips lässt sich sehr einfach befüllen. Er bietet drei vorinstallierte Mix-Funktionen, die die Handhabung deutlich erleichtern. Seine einstellbaren Mixstufen ermöglichen eine individuelle Anpassung der Stärke an die Zutaten.

Die Mixleistung erhält von mir ebenfalls 90 Punkte und ein „Ausgezeichnet“.

Die Kombination aus Watt-Zahl und Umdrehungen pro Minute ermöglicht ein tolles Ergebnis. Die Zutaten werden schnell und problemlos zerkleinert und zu einem cremigen Smoothie verarbeitet.

Der Reinigung gebe ich 90 Punkte, ein „Ausgezeichnet“.

Die Reinigung an sich klappt schnell und einfach. Jedenfalls wenn man sie direkt nach Benutzung durchführt. Mich stört allerdings, dass der Messerblock nur schwer zu lösen ist.

sehr einfache Reinigung

Dem Preis-Leistungs-Verhältnis gebe ich 85 Punkte, ein „Sehr Gut“.

Der Mixer liefert für seine Klasse ein sehr gutes Ergebnis ab und das zu einem ordentlichen Preis. Für mehr Punkte fehlt ihm noch etwas Power.

Einsatzgebiet

Meiner Meinung nach ist der Philips HR3655 ein toller Mixer für ambitionierte Nutzer. Er liefert genug Power, um auch größere Aufgaben mühelos zu bewältigen. Dabei arbeitet er unauffällig und ist einfach zu bedienen.

Fazit

Ein tolles Gerät!

Von seinen Eigenschaften und dem Mix-Ergebnis her, hat der HR3655 durchaus das Zeug zum Testsieger. Alles in allem muss ich aber sagen, dass der Vitamix noch ein bisschen mehr fetzt. Das ist aber definitiv ein Vergleich auf sehr hohem Niveau. Hier gibt es den Mixer auf www.amazon.de. Er kostet gerade 143.99 €.

Ausgezeichnetes Mixergebnis

Alle weiteren Standmixer Tests auf Coffeeness im Überblick.

Der Philips ist einfach in der Bedienung und liefert ohne Probleme ein 1A- Ergebnis. Er ist kein Profi-Gerät, für den Privatgebrauch aber eine der besten Alternativen auf dem Markt. Dabei ist er auch noch zu einem vernünftigen Preis zu haben.

Ich kann euch den Kauf des Philips HR3655 daher echt empfehlen.

1 Kommentar
  • Henning
    5 März, 2018

    Ich habe einen Tipp für dich, wenn man beim Lösen der Messereinheit verzweifelt.
    Einfach den Glaskrug ins Gerät stellen. Dann aber nicht nach rechts, sondern nach links drehen. Dabei etwas druck von oben ausüben und das Gerät etwas festhalten.
    Schon hat man die Messereinheit losgedreht.

    Viele Grüße
    Henning

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