Russell Hobbs Mix & Go Steel im Test

Russell Hobbs Mix & Go Steel im Test Ergebnis

Nach meinem letzten Test mit dem Russell Hobbs Essentials Standmixer, hat sich meine ansonsten negative Meinung zu dieser Marke zum Glück geändert.

Die Engländer können zu günstigen Preisen vernünftige Qualität abliefern.

Im heutigen Test sehe ich mir an, ob das auch für den Mix & Go Steel Standmixer gilt. Ihr findet den Russell Hobbs Mix & Go auf www.amazon.de. Gerade kostet er 29.45 €.

Alle Standmixer Tests auf Coffeeness im Überblick, findet ihr unter diesem Link.

Erster Eindruck

Der Mix & Go Standmixer sieht auf den Produktbildern sehr hochwertig aus. Der Sockel scheint aus Edelstahl zu sein, gepaart mit ein bisschen Plastik.

Der Behälter hat die typische Form von To-Go-Bechern: lang und schmal, in der Mitte etwas zusammenlaufend. Er ist wahrscheinlich aus Plastik. Etwas anderes habe ich bei Smoothie-Bechern zum Mitnehmen jedenfalls noch nicht erlebt.

Der schmale Behaelter

Was mir auf den ersten Blick fehlt, ist ein Startknopf. Ich bin gespannt, wo ich den am ausgepackten Exemplar dann finde.

Nach dem Auspacken ist klar: Meine Einschätzungen nach Betrachten der Bilder treffen zu. Der Sockel ist bis auf zwei Ringe oben und unten komplett aus Edelstahl. Das verleiht dem Mixer ein robustes und hochwertiges Aussehen. Mit 23 x 17 Zentimetern Bodenfläche ist der Sockel weder Riese noch Zwerg. In die meisten Küchen wird er ohne Probleme hineinpassen. Die Höhe von knapp 26 Zentimetern ist angenehm. Damit kann man den Russell Hobbs unter jeden Küchenschrank stellen.

Der Sockel ist fast komplett aus Edelstahl

In meiner Version werden zwei Flaschen mit Trinkverschlüssen mitgeliefert. Diese sind aus Kunststoff und fassen jeweils 600 Milliliter Inhalt.

Einen Anschaltknopf finde ich auch jetzt nicht. Ich habe aber so eine Vermutung, wie das Gerät funktioniert. Die werde ich nachher im Praxistest mal ausprobieren.

Mich erinnert der Russell Hobbs übrigens an den AEG Perfect Mix SB 2400 Mini Mixer. Beide haben einen ähnlich hochwertigen Look und eine vergleichbare Ausstattung.

AEG Perfect Mix Mini Mixer

Leistungsstarker kleiner Mixer mit eingeschränkter Anwendungsempfehlung

Produktdaten

EintragWert
Nennleistung300 Watt
Max. Umdrehungen23.500 U/min
Anzahl Klingen2
Anordnung Klingenflach
Material BehälterKunststoff BPA-frei
Volumen Behälter*0,6 Liter
Mixstufen1
Pulse-Funktion
Smoothie-Funktion**X
Crushed Ice-Funktion***X
Reinigung in der Spülmaschine
Extras2 Trinkflaschen inkl. Trinkverschluss
Ersatzteile erhältlich✓ (Amazon)
Preis in Euro30

* Maximalfüllmenge laut Hersteller

** voreingestelltes Programm mit fester Laufzeit

*** voreingestelltes-Pulse-Programm mit festen Intervallen

Die ersten drei Werte in der Tabelle lassen mich stocken.

300 Watt sind eine sehr geringe Leistung für einen Mixer. Ich bin gespannt, wie sich der Standmixer nachher bei harten Zutaten schlägt.

23.500 Umdrehungen hingegen sind ein guter Wert. Damit kann das Gerät ordentlich Rotation erzeugen. Damit werden die Zutaten nicht nur ordentlich durchgewirbelt, sie werden auch immer wieder schön nach unten gezogen. So kann der gesamte Inhalt nach und nach püriert werden.

Was mich hier stört, ist die Kombination aus wenig Leistung und vielen Umdrehungen. Aus meiner Erfahrung heraus ist das sehr anstrengend für den Motor und kann schon relativ schnell zu Abnutzungen und Verschleiß führen. Das kann ich abschließend aber erst nach einem Langzeit-Test beurteilen.

Wie das Mixen mit nur zwei Klingen funktioniert, interessiert mich wirklich sehr. Mehr hat der Russell Hobbs nämlich nicht. Eigentlich fängt für mich der richtige Mix-Spaß erst bei vier Klingen an. Ich will das aber an dieser Stelle noch nicht bewerten und lasse mich später gerne eines Besseren belehren.

Der Mixer muss mit nur zwei Klingen auskommen

Wie oben schon vermutet und dann auch gesehen, sind die Flaschen aus Kunststoff. Grundsätzlich bevorzuge ich immer Glas. Es ist hygienischer und umweltfreundlicher. Bei Mix & Go-Bechern macht Kunststoff aber durchaus Sinn. Die Flaschen sind so leichter zu transportieren und sie gehen viel schwerer kaputt. 600 Milliliter Inhalt sind für die geplante Verwendung vollkommen ausreichend. Für größere Gesellschaften müsst ihr aber mehrmals mixen.

Der Mixer hat nur eine Mix-Stufe. Mit der Pulse-Funktion könnt ihr den Messerblock für eine kurze Zeit zusätzlich maximal beschleunigen. Ich wundere mich bei solchen Tests immer, warum ein Smoothie-Maker keine Smoothie-Funktion hat. Aber egal, dann muss ich halt selber aufpassen, wann das Getränk fertig ist.

Es folgt meine Lieblingsnachricht in jeder Produktbeschreibung. Alle Bestandteile können in die Spülmaschine. Der Sockel natürlich nicht, aber das sollte erstens klar sein und zweitens sollte der überhaupt nicht dreckig werden.

Für einen Preis von 29.45 € ist das bisher ein beachtlicher Lieferumfang und vor allem ein hochwertiges Erscheinungsbild.

Ich freue mich auf den Praxisteil dieses Tests.

Befüllen

Die Öffnung der Flasche ist erwartungsgemäß klein. Ich wähle für diesen Test meine Lieblingszutaten Apfel, Banane, Eiswürfel und Wasser. Diese Zutaten verwende ich bei jedem Test, um die Ergebnisse miteinander vergleichen zu können.

Zutaten fuer meinen Smoothie

Alle Zutaten gehen gut in den Behälter rein, die Banane habe ich vorher halbiert.

Als alles drin ist, drehe ich den Messerblock auf die Flasche. Er sitzt gut, lässt sich einfach drehen und verschließt die Flasche gut. Es fehlt mir allerdings eine Öffnung, durch die ich während des Mixens zusätzliche Zutaten hinein geben kann. So muss ich den gesamten Vorgang stoppen, alles auseinanderbauen, die fehlende Zutat nachfüllen und dann wieder alles zusammensetzen. Das ist umständlich und gegebenenfalls werde ich mich furchtbar einsauen.

Auf gehts mit dem Mixen

Auf dem Sockel sitzt der Messerblock mit Flasche auch sehr gut und ordentlich fest. Es kann also losgehen mit dem Mixen.

Performance

Mittlerweile weiß ich auch, wie ich das gute Stück anstelle. Ich muss einfach nur den Messerblock einrasten lassen und ab geht die wilde Fahrt. So kann ich den Mixer auch frei vor sich hin arbeiten lassen. Ich sollte natürlich in der Nähe bleiben, aber grundsätzlich könnte ich jetzt ein paar Liegestütze machen. Kleiner Scherz am Rande.

Einfach einrasten lassen

Mit leichtem Druck auf den Behälter wird übrigens die Pulse-Funktion aktiviert.

Der Mixer ist ziemlich laut. Ich rate euch dringend davon ab, eure Smoothies damit morgens um sieben herzustellen. Das könnte Ärger mit den Nachbarn oder eurem Lebenspartner geben. Vielleicht auch mit eurem Hund. Aber ich schweife ab.

Zu Beginn will der Russell Hobbs noch nicht richtig. Ich schüttele ihn ein paar Mal durch – jetzt läuft es besser. Das Ergebnis des Pürierens ist sehr gut. Ich gieße eine schöne Creme auf meinen Teller. Im Vergleich zu seinem optischen Pendant, dem AEG SB 2400, ist das Ergebnis einen Hauch stückiger. Das klärt dann auch die Frage, ob ein Mixer mit nur zwei Klingen gut mixen kann. Ja, kann er. Den Beweis sehe ich gerade vor mir auf dem Teller.

Ein ordentliches Ergebnis

Reinigung

Grundsätzlich haben viele Mix & Go-Becher ihre größte Schwachstelle bei der Reinigung. Durch die Reliefs auf der Flasche bieten sich innen Angriffspunkte für Dreck und Schmutz. Auch das Lösen von Öl gestaltet sich immer wieder schwierig.

Der Russell Hobbs ist da anders. Ich baue alle Teile auseinander und packe sie in die Spülmaschine. Heraus kommt ein ziemlich sauberer Behälter. Ich hätte keine Bedenken, damit direkt das nächste Pesto zu mixen. Für einen Frucht-Smoothie würde ich aber wahrscheinlich noch mal mit der Hand nach wischen.

Apropos Hand. Natürlich teste ich auch die Reinigung per Hand. Es hat ja nicht jeder den Luxus einer Spülmaschine zu Hause.

Geht gut zu reinigen

Da ich den Messerblock einzeln spülen kann, habe ich hier kaum Probleme. Die zwei Klingen stören beim Wischen nicht und alles wird einfach sauber.

Die Flasche geht auch einfacher zu putzen als ihr Gegenstück von AEG. Wegen ihrer Form komme ich hier besser mit der Hand hinein und kann so alles reinigen.

Testergebnis

Bisher finde ich den Standmixer für seinen Preis wirklich gut. Sehen wir uns die Bewertung mal im Detail an.

Pro

  • Einfache Handhabung
  • Hochwertige Optik
  • Günstiger Preis

Contra

  • Wenige Funktionen
  • Relativ laut

Die Handhabung des Russell Hobbs finde ich „Sehr Gut“ – 85 Punkte.

Alle Bestandteile lassen sich einfach miteinander verbinden und schließen sauber ab. Das Befüllen klappt gut und auch das Mixen funktioniert problemlos. Abzüge gibt es für die fehlende Öffnung, um während des Mixens Zutaten nachfüllen zu können.

Die Mixleistung ist ebenfalls „Sehr Gut“ – 85 Punkte.

Bei meinem Probe-Smoothie erhalte ich eine schön cremige Konsistenz. Diese hat noch ein paar kleine Stückchen, deshalb gibt es an dieser Stelle leichten Abzug.

An sich sehr cremig aber ein bisschen stueckelig

Die Reinigung klappt „Sehr Gut“ – auch 85 Punkte.

Alle Teile können in die Spülmaschine, das ist immer gut. Auch die Reinigung per Hand klappt einfach und lässt sich mit etwas Spüli und einem Schwamm schnell erledigen.

Nicht so gut gefallen mir die kleinen Reste, die bei Mix & Go-Bechern häufig an der Innenseite übrig bleiben. So auch bei diesem Modell.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit 90 Punkten „Ausgezeichnet“.

Ihr bekommt hier einen hochwertigen Mixer mit einer sehr guten Leistung und einem großen Lieferumfang für 29.45 €. Das ist wirklich ausgezeichnet.

Einsatzgebiet

Der Russell Hobbs Mix & Go ist ein gutes und günstiges Einsteigerprodukt. Er eignet sich besonders für Gelegenheitsmixer. Ich bezweifle, dass der Mixer sich im Dauereinsatz lange halten wird. Dazu ist das Verhältnis von Watt-Zahl und Umdrehungen zu schlecht.

Fazit

Der Mixer hat im Test ein tolles Mix-Ergebnis geliefert. Dazu hat er einen hochwertigen Look und ist gut verarbeitet. Das alles gibt es in diesem Fall schon für 29.45 €. Ihr findet den Russell Hobbs Mix & Go auf www.amazon.de.

Alle Standmixer Tests findet ihr hier im Überblick.

Ich stelle also fest: Günstiger kommt ihr kaum zu einem hochwertigen Smoothie-Maker.

Sehr ordentlich das Geraet

Ich empfehle den Russell Hobbs als Gelegenheitsmixer. Er kann dann immer mal wieder zeigen, was er kann und es droht nicht so schnell der Verschleiß von Motor und Getriebe.

Wenn ihr euch jetzt fragt, ob ihr den Russell Hobbs oder lieber den AEG SB nehmen sollt, kann ich euch nicht wirklich helfen. Beide haben vergleichbar gute Testergebnisse und beide sehen ähnlich aus. Das ist am Ende dann wohl eine Geschmacksfrage. Die kann ich euch zum Glück nicht beantworten.

Nicht so schüchtern. Ich freue mich von dir zu hören.

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