Der Russell Hobbs Essentials Standmixer im Test

Der Russell Hobbs Essentials Standmixer im Test Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 14. Oktober 2017 von 0

Der Marke Russell Hobbs bin ich zuletzt bei meinem Test für Filterkaffee-Maschinen begegnet. Damals sind wir im Streit auseinander gegangen. Ich habe es einfach nicht geschafft, das in der Maschine gemahlene Pulver automatisch in den Filter zu bekommen.

Umso gespannter bin ich deshalb, den Essentials Standmixer der Engländer zu testen.

Dabei fällt mir auf den ersten Blick direkt der Preis ins Auge. Bisher war Russell Hobbs für mich immer eine Marke im oberen Preissegment, die ziemlich teure Geräte produziert, welche nicht immer die erhoffte Leistung bringen.

Auf die Leistung gehe ich später noch genauer ein, aber der Preis ist mit 0.00 € schon mal günstig für einen Standmixer.

Hier könnt ihr euch den Russell Hobbs Standmixer auf www.amazon.de ansehen.

Schauen wir uns das gute Stück doch mal genauer an.

Erster Eindruck

Auf seinem Produktbild kommt der Mixer ziemlich edel daher. Eine hochwertige anmutende, feuerrot lackierte Basis, versehen mit einem Bedienknopf aus Edelstahl. Das macht schon mal einiges her.

Der Steuerknopf aus hochwertigem Edelstahl

Wenn ich mir die Bodenstation so angucke, erinnert sie mich übrigens irgendwie an den oberen Teil einer Coca Cola-Flasche.

Leider hält die Optik in der Realität nicht, was die Fotos in der Beschreibung versprechen. Einmal ausgepackt, wirkt der Mixer eher ein bisschen billig und definitiv nicht so edel wie auf den Produktbildern.

Was mir aber direkt gefällt, ist der massive Glaskrug, in dem später gemixt wird. Persönlich bevorzuge ich immer Glas. Es ist nicht nur besser für die Umwelt, es lässt sich auch sehr einfach reinigen.

Der Glasbehälter bekommt einen Umweltpunkt

Ein gut sitzender Gummideckel verschließt den Krug. In der Mitte dieses Deckels ist noch ein weiterer, kleiner Deckel eingebaut. Durch den kleinen Deckel könnt ihr während des Mix-Vorgangs Zutaten nachfüllen, ohne den ganzen Prozess zu stoppen. Dieses Detail gefällt mir, da ich nicht immer alles anhalten und den großen Deckel abnehmen muss.

Der Gummideckel mit praktischer Öffnung

Produktdaten

Nachdem ich euch meinen ersten subjektiven Eindruck geschildert habe, schauen wir uns doch mal die objektiven Fakten zu dem Gerät an.

Eintrag Wert
Nennleistung600 Watt
Max. Umdrehungen17.500 U/min
Anzahl Klingen4
Anordnung Klingensternförmig
Material BehälterGlas
Volumen Behälter*1,5 Liter
Mixstufen2
Pulse-Funktion
Smoothie-Funktion**X
Crushed Ice-Funktion***
Reinigung in der SpülmaschineX

* Maximalfüllmenge laut Hersteller

**voreingestelltes Programm mit fester Laufzeit

*** voreingestelltes-Pulse-Programm mit festen Intervallen

Die Herstellerangaben lesen sich gar nicht so schlecht. 600 Watt sind ganz ordentlich, wenn auch nicht außergewöhnlich. Die Anzahl der maximalen Umdrehungen liegt dagegen leider eher in der unteren Mittelklasse.

Vier Klingen sind für mich bei einem Mixer dringend notwendig. Jedenfalls wenn auch harte Sachen wie Eiswürfel oder Tiefkühlware gehackt werden sollen. Meiner Erfahrung nach geht das nicht nur einfacher, es ist auch besser für die Klingen.

Die starken Klingen

Mit 1,5 Litern Fassungsvermögen hat Russell Hobbs einen ordentlich großen Krug vorgesehen. Da lassen sich schon gute Portionen herstellen.

Ich persönlich finde auch die Pulse-Funktion immer hilfreich. So kann ich gezielt nachmixen, wenn ich größere Stückchen entdecke.

Der Mixer hat keine Smoothie-Funktion. Mich stört das nicht. Es ist natürlich nett, wenn man das Gerät anschaltet und es weiß dann selber, wann der Smoothie fertig ist. Ich bleibe aber auch mal ganz gerne daneben stehen und schaue mir die Entstehung an. Das hat zudem den Vorteil, dass ich noch mal schnell in den Prozess eingreifen und etwas verändern kann. Zum Beispiel mehr Beeren hinzufügen.

Was mich schon mehr stört: Kein Bestandteil des Mixers kann in die Spülmaschine. Ihr kommt also nicht darum herum, am Ende alles selber zu spülen. Ich nehme aber hier schon mal einen Teil meines Testergebnisses vorweg: Das geht bei diesem Mixer echt einfach.

Interessant ist der Preis für den Standmixer. Ich habe ihn für 35 Euro bekommen, derzeit erhaltet ihr ihn bei Amazon aber auch schon für 0.00 €. Unabhängig davon, ob ihr jetzt drei Euro mehr oder weniger zahlt, ist das ein sehr guter Preis für einen Mixer in dieser Größe. Ob der Preis auch nach dem Test gerechtfertigt ist, seht ihr weiter unten.

Befüllen

So, genug über theoretische Details und Herstellerangaben geredet, jetzt wird getestet. Denn häufig genug musste ich schon feststellen, dass die schönsten Angaben in der Praxis nichts mehr wert waren.

Ich fange mit meinem Test ganz vorne an, nämlich beim Befüllen.

Der Deckel lässt sich einfach lösen und ich sehe eine große Öffnung, in die ich ohne Probleme Zutaten hineingeben kann. Das Gute an der konischen Form des Kruges ist, dass alle Zutaten nach unten rutschen. So könnt ihr auch Kleinstmengen verarbeiten, ohne immer von oben nachschieben zu müssen. Das Schließen des Deckels klappt auch gut und das Ganze wirkt auf jeden Fall dicht.

Das befüllen des Mixers geht einfach von der Hand

Der kleine Deckel in der Mitte lässt sich einfach herausdrehen. Hier passen natürlich nicht so viele und große Zutaten rein wie durch den Hauptdeckel. Für die schon angesprochenen zusätzlichen Beeren, einen Schluck Wasser oder Milch, oder einen Eiswürfel reicht die Öffnung aber locker. Auch sie wirkt nach dem Schließen sehr dicht.

Performance

Zuerst teste ich das Gerät mit einem Apfel, einer Banane, sechs Eiswürfeln und 240 Milliliter Wasser.

Bananen sind immer gut

Nachdem alle Zutaten drin sind, beginnt das Mixen. Hier fällt mir als erstes auf, dass der Drehschalter zum Einstellen der Stufen recht schwergängig ist.

Schwergängig ist auch der Mix-Vorgang. Der Russell Hobbs hat ein paar Probleme und kommt nicht richtig in Fahrt.

Ich nehme den Behälter noch mal ab und schüttele die Zutaten ordentlich durch. Jetzt läuft er deutlich besser. Alles wird zum Messer hingezogen und dort ordentlich zerkleinert.

Kommt beim Mixen etwas schwer in Fahrt

Das Ergebnis ist in Ordnung. Die Masse ist gleichmäßig und lässt sich gut in meinen Becher gießen. Im Vergleich zum Vitamix Professional Series 750 und zum Philips HR2195/08 Standmixer Test ist der Smoothie aber stückiger geraten.

Beim Philips wird der Smoothie cremiger
Philips HR2195/08

Überzeugend in der Leistung, enttäuschend beim Realitätscheck der versprochenen Features

An dieser Stelle merkt man dann die geringe Umdrehungszahl, mit der der Russell Hobbs arbeitet. Was mich an dieser Stelle aber wirklich ärgert, ist die Watt-Zahl. Ihr erinnert euch, dass der Hersteller hier 600 Watt als Leistung nennt. Ich habe das mal nachgemessen und komme auf nur 250 Watt. Das ist nicht mal die Hälfte der Herstellerangabe und erklärt leider auch, warum das Gerät Eiswürfel nicht richtig klein bekommt.

Der fertige Smoothie sieht ganz gut aus

Zusammengefasst kann ich nach dem ersten Test also sagen, dass der Mixer weiche Zutaten gut verarbeitet, bei härteren aber Stückchen übrig bleiben.

Reinigung

Nach dem ganzen Spaß will der Mixer natürlich auch gereinigt werden. In den Produktdaten habt ihr schon gesehen, dass die Spülmaschine für diesen Job leider ausfällt. Also ran ans Spülbecken und Hände schmutzig machen.

Ich kann euch sagen: klappt super!

Wenn ihr den Mixer normal bedient, müsst ihr nur den Glaskrug sauber machen. Falls ihr auch regelmäßig die Bodenstation putzen müsst, kontrolliert häufiger mal den Deckel.

Die Bodenstation muss nicht oft gereinigt werden

Aber zurück zum Spülen. Ich brauche nur wenige Minuten und das Gerät sieht aus wie frisch vom Band gelaufen. Das liegt vor allem an den vielen Einzelteilen im Krug, die man auseinandernehmen und einzeln spülen kann.

Logischerweise könnt ihr die beiden Deckel abnehmen. Sie lassen sich sehr gut reinigen. Besonders vorteilhaft an diesem Standmixer ist aber, dass auch der Messerblock abnehmbar ist. So konnte ich die Messer reinigen, ohne mit dem halben Arm im Gerät zu hängen. Besonders angenehm fand ich dabei, nicht mit den Fingern zwischen den Messern herumfummeln zu müssen, um Reste darunter zu entfernen. Da ich den Messerblock abnehmen konnte, kam ich auch an den Boden des Kruges ohne Probleme dran.

Einmal mit Wasser reinigen

Apropos Messerblock: Macht vor dem Reinigen den Strom aus und passt an den Klingen auf. Diese können sehr scharf sein. Das gilt nicht nur für den Russell Hobbs, sondern für alle Mixer.

Alles in allem ist die Reinigung einfach und geht schnell. Sogar ohne Spülmaschine.

Testergebnis

Bevor ich euch mein Testergebnis im Detail präsentiere, fasse ich noch mal kurz die Vor- und Nachteile des Mixers zusammen.

Pro

  • Großer Glaskrug
  • Leicht zu befüllen
  • Solider Stand
  • Mehrere Mixstufen
  • Leicht zu Reinigen

Contra

  • Einfache Optik
  • Schwergängige Einstellung
  • Schwache Leistung bei harten Zutaten

Die Handhabung bewerte ich insgesamt mit 80 Punkten, also mit „Gut“.

Der Krug lässt sich leicht befüllen und der kleine Deckel ist auch gut zu bedienen. Allerdings geht der Knopf zum Starten und Einstellen der Stärke sehr schwer.

Die Mixleistung erhält von mir ebenfalls 80 Punkte und damit wieder ein „Gut“.

Bei kleineren und weichen Sachen funktioniert der Mixer tadellos. Sobald aber härtere Zutaten wie Eiswürfel ins Spiel kommen wird das Ergebnis sehr stückig.

Der Smoothie schmeckt koestlich

In der Kategorie Reinigung gebe ich dem Russell Hobbs 85 Punkte und damit ein „Sehr Gut“.

Ich ziehe hier Punkte ab, weil das Gerät nicht in der Spülmaschine gereinigt werden kann. Dafür geht die Reinigung mit der Hand super schnell und sehr einfach.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis bewerte ich den Mixer mit 90 Punkten – ausgezeichnet.

Für 0.00 € erhält man hier ein gutes Gerät, das sich gut für kleine Mix-Arbeiten eignet.

Einsatzgebiet

Nachdem ich den Mixer intensiv und ausführlich getestet habe, sehe ich sein Einsatzgebiet vor allem bei Einsteigern in die Welt des Selber-Pürierens. Wenn ihr mehr als Smoothies machen wollt, euer Gerät dabei aber nicht zu Höchstleistungen antreibt, seid ihr hier genau richtig.

Fazit

Ich bin positiv überrascht. Wie ihr der Einleitung ja schon entnehmen konntet, bin ich bei Russell Hobbs eher zurückhaltend. Die vergangenen Erfahrungen waren einfach zu prägend.

Hier könnt ihr euch den Russell Hobbs Standmixer auf www.amazon.de ansehen.

Zufrieden kann man sein

Dieses Mal aber hat mich die Marke aus England überzeugt. Mit ihrem Essentials Standmixer haben sie ein gutes Produkt zu einem sehr günstigen Preis auf den Markt gebracht. Kunden erhalten einen großen Mixer mit hygienischem Krug und allen elementaren Mix-Funktionen.

Zum Sammeln erster Erfahrungen beim Mixen kann ich den Russell Hobbs Essential Standmixer empfehlen.

Nicht so schüchtern. Ich freue mich von dir zu hören.

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