Standmixer. Klingt ungefähr so sexy wie alte Socken.

Smoothie-Maker. Wow, das ist hip, gesund und total cool.

Eigentlich ist beides aber dasselbe Produkt, nur in unterschiedlicher Ausprägung.

Damit herzlich Willkommen zum großen Standmixer Test 2017.

Die einleitenden Worte waren natürlich provokativ. Sie enthalten aber auch einen Funken Wahrheit. Seit die Smoothie-Bewegung aufgekommen ist, steigt die Zahl der verkauften Mixer stetig an. Wenn der traditionelle Standmixer dann noch als Smoothie-Maker betitelt wird, ist er fast automatisch ein Verkaufshit.

Standmixer im großen Test

Klar, dass bei so einer Situation auch schlechte Produkte auf den Markt gebracht werden. Ich will euch mit diesem Test helfen zu unterscheiden, welche Mixer ihr Geld wert sind und welche nur schönen Schein vorspielen.

Dabei habe ich mir die Bestseller auf Amazon vorgenommen und diese auf Herz und Nieren – oder auch auf Motor und Messer – geprüft.

Standmixer, Smoothie-Maker, Blender & Co.

Bei der Suche nach einem Standmixer werdet ihr ganz schnell auf verschiedene Ausführungen treffen. Wenn ihr in eurer Internetsuche nur das Wort „Mixer“ eingebt, bekommt ihr viele Ergebnisse, die mit eurem eigentlichen Suchgegenstand wahrscheinlich nicht viel zu tun haben.

Lasst uns über die Unterschiede sprechen.

Standmixer

Ich habe mich in meinem Test auf Standmixer konzentriert. Ein Standmixer wird zum Zerkleinern oder Pürieren von einzelnen Zutaten oder ganzen Speisen genutzt. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Basis (auch Sockel oder Bodenstation genannt) hat, auf der ein Krug fixiert wird.

Die Materialien für Sockel und Krug sind unterschiedlich. Am häufigsten findet ihr Kunststoff oder Edelstahl für die Basis und Glas oder Kunststoff für den Krug.

Ein echt massiver Glaskrug

Wie der Name schon sagt, steht der Standmixer an einem Platz in eurer Küche und arbeitet dort mehr oder weniger fleißig vor sich hin. Weder Station noch Krug sind für große Mobilität ausgelegt. Das ist ein Unterscheidungsmerkmal zwischen Standmixer, Blender und Smoothie-Maker, die ich euch gleich noch genauer vorstelle.

Der Standmixer verfügt meistens über einen starken Motor, um auch mit härteren Gegenständen wie Eiswürfeln fertig zu werden. Zudem hat er oft einen großen Krug, damit ihr entsprechende Portionsgrößen herstellen könnt.

Smoothie-Maker

Ein Smoothie-Maker ist quasi die kleine Schwester des Standmixers. Er hat einen anderen Aufbau, meistens weniger Leistung und ist häufig günstiger als ein Standmixer. Damit spricht er auch ein anderes Publikum an.

Ein deutlich sichtbares Unterscheidungsmerkmal zwischen Standmixer und Smoothie-Maker ist der Behälter, in dem gemixt wird. Beim Standmixer ist das ein Krug, beim Smoothie-Maker ein flaschenähnliches Gebilde. Dieses ist fast immer aus Kunststoff, damit das fertige Getränk direkt in eure Tasche to go gepackt werden kann.

Der Russel Hobbs 23470-56 im Test

Hier kommt der Aspekt der Mobilität wieder ins Spiel. Der Smoothie-Maker steht auch an einem festen Ort, so lange gemixt wird. Der Aufsatz kann dann aber bequem überallhin mitgenommen werden. Das ist bei einem massiven Glaskrug ziemlich schwierig.

Ein Smoothie-Maker fühlt sich mit weichen Zutaten wohler. Klar, Eiswürfel sind auch mal dabei, aber eher die Ausnahme. Da die Motoren von diesen Mixern meistens nicht so leistungsstark wie bei Standmixern sind, bekommen sie bei harten Gegenständen leichter Probleme.

Eiswuerfel duerfen auch nicht fehlen

Smoothies, Babybrei oder Püree sind klassische Anwendungsgebiete für einen Smoothie-Maker.

Die Funktionsweise von einem Standmixer und einem Smoothie-Maker ist aber grundsätzlich gleich. Sie zerkleinern ihren Inhalt zu einem mehr oder weniger gleichförmigen Püree.

Blender

Das unterscheidet sie vom dritten Typ Mixer, dem Blender. Hier wird es jetzt etwas kniffelig mit den Bezeichnungen.

Im amerikanischen Sprachgebrauch ist ein Blender das Pendant zu unserem deutschen Standmixer. Wenn ihr also in New York in den Haushaltsladen eurer Wahl geht und nach einem Blender fragt, bekommt ihr einen Standmixer.

Macht ihr dasselbe in Hamburg, gibt euch der Verkäufer einen Pürierstab oder Handmixer. Das sind natürlich zwei komplett unterschiedliche Gegenstände.

Wenn man es ganz genau nimmt, haben die Deutschen den Begriff des Blenders sogar besser verstanden. „To blend“ bedeutet im Englischen „etwas vermischen“. Genau das passiert beim Einsatz eines Pürierstabes oder Handmixers. Die Zutaten werden vermischt, behalten aber im Großen und Ganzen ihre Ursprungsform bei.

Wer von euch schon mal Kuchenteig gemacht hat, weiß wovon ich rede. Der Blender (deutsche Definition) mischt alle Zutaten durcheinander. Dabei wird aber nichts zerkleinert oder püriert. Gut, die Eier vielleicht. Aber die lasse ich mal außen vor.

Ein anderes klassisches Einsatzgebiet für einen Blender ist das Schlagen von Sahne.

Der Hauptunterschied zwischen einem Mixer (oder einem Smoothie-Maker) und einem Blender (Handmixer) liegt im Umgang mit den Zutaten. Der Mixer zerkleinert und püriert diese, der Blender vermischt sie. Beide haben also vollkommen unterschiedliche Einsatzgebiete.

Wenn ihr demnächst im Internet oder im Geschäft eurer Wahl auf den Begriff Blender stoßt, schaut genau hin, was dort wirklich angeboten wird.

Sonst wundert ihr euch am Ende, wie ihr mit den Rührstielen ein schönes Pesto zaubern sollt.

Hochleistungsmixer

Ich habe für euch auch Hochleistungsmixer getestet. Diese sind in der deutschen Durchschnittsküche nicht sehr häufig anzutreffen, weil sie meistens recht teuer sind. Ein Hochleistungsmixer erfüllt dafür häufig höchste Ansprüche an Leistung und Mix-Ergebnis. Diese so genannten Profi-Blender (da ist der Begriff wieder), sind meiner Meinung nach wirklich nur für Profis vorgesehen. Nicht, weil sie so schwer zu bedienen sind, sondern weil sie für einen dauerhaften und intensiven Betrieb gedacht sind. Dieser findet selten im normalen Haushalt und häufig nur in der Gastronomie statt.

Befuellen mit Aepfeln

Extraktor

Mit Sicherheit wird euch bei der Suche nach einem passenden Mixer auch ein Extraktor begegnen. Wahrscheinlich sieht er genauso aus wie ein Smoothie-Maker. Jetzt wundert ihr euch, wo denn dann der Unterschied liegt.

In der Produktbeschreibung wird ein Extraktor häufig damit angepriesen, dass er die Nährstoffe aus den Zutaten extrahiert und deshalb besonders gesunde Getränke herstellt.

Ich sage: Das ist reines Marketing-Blabla. Ein Extraktor – jedenfalls die Mixer, die sich so nennen – funktioniert genauso wie ein normaler Mixer. Ihr gebt Zutaten hinein und bekommt Püree wieder heraus. Natürlich werden durch das Mixen Nährstoffe extrahiert, die sonst in den festen Strukturen verbleiben. Das macht aber jeder Mixer so.

Lasst euch von diesem Begriff also bitte nicht blenden und schon gar nicht verunsichern.

Wichtige Faktoren für gesunde Rezepte aus dem Standmixer

Grundsätzlich ist ein Mixer dafür da, aus groben Zutaten feine Zutaten zu machen. Meistens sollen dabei verschiedene Zutaten auch noch vermischt und zu einem Einheitsbrei vermengt werden. Einheitsbrei meine ich hier übrigens nicht negativ.

Wenn ihr Spaß an der Sache habt, könnt ihr so auch euer eigenes Mett herstellen.

Interessanterweise wird das aber in der Werbung für Mixer nie erwähnt. Ein Mixer wird heutzutage immer mit gesunden Gerichten verbunden. Er ist fast zu einem Synonym für einen innovativen und gesunden Lebensstil geworden.

Das umso mehr, seit sich die Unterkategorie der Smoothie-Maker entwickelt hat. Niemand käme auf die Idee, seinen fettigen Schweinefleisch-Kartoffel-Mittagstisch in einer Smoothie-Flasche püriert mit zur Arbeit zu nehmen. Genau dasselbe passiert aber ohne Bedenken mit Apfel, Banane und Co.

Smoothie Mixer

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein großer Fan von gesunder Ernährung. Manchmal amüsiere ich mich aber doch ganz gerne über gewisse Ausprägungen in dieser Richtung.

Zurück zum Thema. Mixer werden sehr häufig für das Zubereiten von gesunden Speisen und Getränken genutzt. Ich frage mich, ob die Herstellung wirklich so gesund ist. Oder ob beim Mix-Vorgang selbst nicht schon viele gesunde Stoffe zerstört werden.

Ich nehme dazu das Beispiel der Smoothies.

Smoothies und vor allem grüne Smoothies stehen in dem Ruf, besonders gesund zu sein. Das sind sie auch wirklich. Ob sie allerdings ihren mittlerweile fast heiligen Status verdient haben, lasse ich mal dahingestellt.

Jetzt den fertigen Smoothie geniessen

Unbestritten ist aber, dass sie viele Mikronährstoffe enthalten, die sehr gesund sind. Die bekanntesten Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie liefern dem Körper beim Verzehr keine zusätzliche Energie, sind aber für diverse Ab- und Aufbauprozesse im Körper verantwortlich (z.B. Zellwachstum) und damit unerlässlich in der gesunden Ernährung.

Das Problem mit Mikronährstoffen ist, dass sie sehr empfindlich sind. Wärme, Licht und teilweise auch schon Luft mögen sie gar nicht gerne. Je länger sie also im Mixer bleiben, desto mehr positive Wirkung verlieren sie.

Das Vitamin C ist zudem ein Antioxidans (andere Vitamine auch). Antioxidantien sind wichtig, um Zellalterung zu verhindern und so die Gesundheit zu fördern, bzw. zu erhalten. Antioxidantien sind allerdings sehr hitzeempfindlich und ändern schon bei geringer Wärmezufuhr ihre Struktur. Sie sind dann nicht mehr für ihre eigentliche Aufgabe zu gebrauchen.

Gerade grüne Smoothies haben einen weiteren großen Vorteil. Durch ihre Gemüse-Komponente bringen sie noch mehr Vitamine und Mineralstoffe mit als reine Obst-Smoothies. Diese Stoffe sind in den Blättern von Spinat etc. enthalten. Wir können sie im normalen Gebrauch aber gar nicht ausreichend nutzen, da wir die Blätter nicht genügend klein kauen. Damit die Inhaltsstoffe freigesetzt werden, muss der Spinat nicht nur gekaut, sondern richtiggehend im Mund püriert werden. Dafür nehmen wir uns meistens nicht genug Zeit.

Der Mixer kann das für uns erledigen, weswegen grüne Smoothies auch einen so guten Ruf haben. Ganz plump gesagt, nehmen sie uns das Kauen ab. Etwas differenzierter betrachtet, helfen sie uns beim Freisetzen der gesunden Inhaltsstoffe. Dafür muss das Grüne aber wirklich klein gehackt werden.

Ich gebe zu, das war eine ziemlich lange Herleitung. Ich finde es aber wichtig zu wissen und zu verstehen, was man isst und worauf man achten muss.

Aus den gerade getätigten Aussagen könnt ihr auf jeden Fall einige Schlüsse ziehen, was euer nächster Mixer so können muss, wenn ihr gesunde Rezepte zubereiten wollt.

  • Mikronährstoffe wollen schnell verarbeitet werden.
  • Der Mixer darf für den Mix-Vorgang nicht lange brauchen.
  • Mikronährstoffe mögen keine Wärme.
  • Euer Mixer sollte keine Wärme und schon gar keine Hitze entwickeln.
  • Die Zutaten müssen ganz fein püriert werden, damit die wichtigen Mikronährstoffe freigesetzt werden.
  • Der Mixer muss ein fein-püriertes Ergebnis liefern.

Das sind doch mal gute Anhaltspunkte. Genau diese Kriterien habe ich beim Test auch in den Mittelpunkt gestellt.

Wichtige Komponenten beim Standmixer Kauf

Das Problem auf dem aktuellen Mixer-Markt ist, dass es ein Trendmarkt geworden ist. Die Nachfrage und damit auch der Absatz schießen in die Höhe. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein neues Buch mit neuen Smoothie-Rezepten auf den Markt kommt. Irgendwie wollen diese ganzen Rezepte ja auch hergestellt werden. Dazu brauchen die Leute dann einen Mixer.

Wo viel verkauft wird, mischen sich auch schnell Angebote unter, die keine gute Qualität haben. Der Markt für Mixer bildet da keine Ausnahme. Es gibt viele Anbieter, die einfach nur Schrott verkaufen, um den Trend mitzunehmen und Geld zu verdienen.

Dabei ist der Preis kein Indikator für Qualität. Ich hatte Geräte für viel Geld im Test, die wenig taugen. Ich durfte aber auch Mixer für wenig Geld testen, die eine ordentliche Leistung abgeliefert haben.

Damit der Mixer eurer Wahl optimale Ergebnisse liefert, muss er also Kraft haben, schnell arbeiten und trotzdem schonend zu den Zutaten sein. Schonend meine ich dabei in Bezug auf die Wärmeentwicklung.

Das Datenblatt des Produktes gibt euch eine erste Einschätzung, was ihr von dem Gerät erwarten könnt. Aber auch hier gilt das Prinzip von Schein und Sein. Einige Mixer haben tolle Daten, bringen aber trotzdem eine unterdurchschnittliche Leistung.

Falls ihr jetzt gerade verzweifelt, macht euch keine Sorgen. Alles wird gut. Ich stelle euch vor, worauf ihr bei den einzelnen Daten achten müsst. Außerdem habe ich alle Geräte auch in der Praxis getestet. Ich werde euch also bei jedem Mixer einzeln sagen, ob er seine Versprechen einhält oder nicht.

Motorleistung

Die Motorleistung ist der wichtigste Einzelindikator für die Gesamtleistung des Mixers. Deshalb betrachte ich sie auch immer als erstes.

Die Motorleistung teilt sich auf in die Komponenten Watt-Zahl und Umdrehungen pro Minute.

Anhand der Watt-Zahl könnt ihr einschätzen, wie der Mixer auf harte Zutaten, wie Eiswürfel, reagieren wird. Je mehr Power, desto leichter tut er sich mit harten Stoffen.

Bei allen Angaben solltet ihr im Hinterkopf haben, dass es sich um Herstellerangaben handelt. Wenn der Hersteller also 600 Watt verspricht, bringt der Mixer im Test vielleicht nur 250 Watt. So geschehen beim Russell Hobbs Essentials Standmixer.

Zufrieden kann man sein

Die Umdrehungen pro Minute geben euch einen Anhaltspunkt, wie schnell ihr zu eurem Ergebnis kommt. Wenn die Messer nur so durch die Zutaten fliegen, seid ihr logischerweise auch schneller fertig. Außerdem kann sich so ein besserer Sog entwickeln, der den Inhalt immer wieder zum Messerblock nach unten zieht. So wird alles gut durchmengt und alle Zutaten werden immer wieder zerkleinert.

Auch hierbei handelt es sich um Herstellerangaben. Bei der Ermittlung der Werte hat der Hersteller keine Vorgaben. Er kann als Test-Zutat also beispielsweise Wasser verwenden. Da erreicht ein Mixer natürlich viel höhere Werte, als wenn er sich durch Tiefkühl-Beeren arbeitet.

Wenn ihr die Motorleistung betrachtet, behaltet auch das Verhältnis von Watt-Zahl zu Umdrehungen im Auge. Die beiden Werte müssen harmonieren, sonst kann es schnell zu Schäden am Mixer kommen. Leistet ein Mixer bspw. 24.000 Umdrehungen bei 300 Watt, solltet ihr hellhörig werden. So eine Belastung kann der Motor auf Dauer nicht aushalten. Bei diesem Gerät könnt ihr nicht mit einer langen Lebenszeit rechnen.

Der Standfuss kann einfach gereinigt werden

Aber: Power ist nicht alles. Es kommt auch hier auf das Verhältnis an. Diesmal aber nicht zwischen Watt und Umdrehungen, sondern zwischen Watt und Volumen des Behälters. Ein Smoothie-Maker kann mit 300 Watt unter Umständen schon vernünftige Ergebnisse erzielen. Bei einem Krug mit zwei Liter Fassungsvermögen ist das allerdings viel zu wenig.

Umgekehrt macht es aber auch keinen Sinn, 1.200 Watt auf einen Smoothie-Maker loszulassen.

Am besten habt ihr immer im Hinterkopf, wofür ihr den Mixer nutzen wollt. Dann schaut ihr euch die Zahlen und deren Verhältnis zueinander an und schon habt ihr meistens eine gute erste Einschätzung, was der Mixer kann.

Klingen – Jetzt wird gemetzelt

Wir müssen die PS auch auf die Straße bringen. Das hat ein früherer Arbeitskollege immer gerne gesagt. Dieser Spruch kam meistens, wenn wir viele tolle Ideen hatten (die PS), diese aber nicht an den Mann gebracht haben (die Straße).

Warum erzähle ich das jetzt?

Bei einem Mixer ist es ähnlich. Der tollste Motor nützt nichts, wenn die Messer stumpf sind. Die Klingen spielen logischerweise eine ganz wichtige Rolle im Pürier-Vorgang.

Bei der Anzahl der Messer gilt nicht automatisch mehr ist besser. Die Mixer im Test hatten alle entweder zwei, vier oder sechs Klingen. Ich kann im Nachgang nicht sagen, dass eine bestimmte Klingenzahl immer ein bestimmtes Ergebnis hervorgebracht hat.

Die 6 Klingen in verschiedenen Positionen

Grundsätzlich gilt aber, dass mehr Klingen auch mehr Zutaten erfassen. Wenn ihr bei einem Gerät zum Beispiel sechs Klingen auf drei Ebenen übereinander angeordnet habt, werden diese ziemlich viele Zutaten erwischen.

Die Anzahl der Klingen und deren Anordnung könnt ihr vor dem Kauf selber kontrollieren. Beim Material müsst ihr euch aber auf die Herstellerangaben verlassen. Beim Schärfegrad auch, es sei denn ihr seid im Geschäft und der Verkäufer lässt euch die Klingen an einem Stück Papier testen.

Wie bei vielen anderen Eigenschaften auch, gibt es hier einige interessante Begriffe, die eindeutig mehr Marketing sind als wirkliche Beschreibungen. Einer davon ist „lasergeschnitten“. Bei einem Laser denkt man immer sofort an ein Hochtechnologie-Werkzeug, das unglaublich scharf und präzise schneidet. Eine schöne Assoziation für ein Messer also.

Allerdings sagt dieses Attribut rein gar nichts über die Messer an sich aus. Die Messer sind mit einem Laser aus einem großen Stück Metall heraus geschnitten worden. Das nützt aber rein gar nichts, wenn sie danach schlecht geschliffen wurden. Also: Nicht jedes Buzz-Word bringt auch wirklich etwas.

Der Behälter – Immer rein in die gute Stube

Am Behälter erkennt ihr sehr schnell den Unterschied zwischen einem Standmixer und einem Smoothie-Maker. Der Behälter des Mixers ist fast immer ein Krug, während auf dem Smoothie-Maker eine Art Flasche thront.

Entsprechend unterschiedlich ist auch die Größe des Behälters. Die Krüge im Test fassen alle mindestens 1,5 Liter. Die Flaschen alle 0,6 Liter. Das macht Sinn, da die Einsatzgebiete auch unterschiedlich sind.

Mit einem Mixer stellt ihr meistens große Portionen für mehrere Leute her, mit dem Smoothie-Maker auch mal nur eine Portion für euch selber.

Die Form der Krüge ist fast immer konisch, also nach unten zusammenlaufend. Das unterstützt den Sog der Zutaten nach unten, wo die Messer schon auf sie warten.

Der Glaskrug ist riesig

Die Flaschen sind meistens zylindrisch und laufen gerade. Einige Flaschen verengen sich in der Mitte leicht, damit ihr sie besser greifen könnt.

Der Behaelter aus Kunststoff

Alle Behälter haben Rillen oder Unebenheiten in den Gefäßwänden. Das ist nicht etwa unsauber gearbeitet, sondern soll so sein. Wenn die Rillen richtig eingearbeitet sind, führen sie die Zutaten zur Klinge und unterstützen so den Zerkleinerungsprozess.

Beim Material habt ihr die Wahl zwischen Glas und Kunststoff. Ich stelle euch die Vor- und Nachteile kurz vor.

Glas

Pro

  • Hygienisch
  • Umweltfreundlich
  • Beschwert den Sockel durch sein Eigengewicht und gibt so Stabilität
  • Wird nicht so schnell warm

Kontra

  • Nicht für den Transport geeignet
  • Schwer
  • Zerbrechlich

Kunststoff

Pro

  • Leicht
  • Gut für den Transport
  • Hält auch Schläge und Stöße locker aus

Kontra

  • Weniger Lebensmittelecht
  • Nicht umweltfreundlich
  • Unhygienischer als Glas

Die Wahl bleibt am Ende euch überlassen, ihr macht mit beiden Materialien grundsätzlich nichts verkehrt. Hier geht es mehr um den eigenen Geschmack und darum, wie ihr den Behälter einsetzen wollt.

Wenn ihr euch für Kunststoff entscheidet, achtet definitiv auf den Zusatz „BPA-frei“. Bisphenol A (BPA) ist ein chemischer Weichmacher, der bei der Plastik-Produktion verwendet wird. Er ist gesundheitsschädlich.

Zum Behälter gehört auch der Deckel. Bei Krügen sind immer zwei Deckel mit dabei, ein großer und ein etwas kleinerer, der in den großen hineinpasst. Dadurch habt ihr die Möglichkeit, während des Mixens noch Zutaten nachzufüllen, ohne den ganzen Krug öffnen zu müssen.

Der Deckel mit Loch zum spaeteren hinzufuegen von Zutaten

Bei Flaschen gibt es diese Möglichkeit nicht. Deshalb kommen Flaschen auch mit nur einem Deckel aus. Dieser ist häufig gleichzeitig ein Trinkaufsatz.

Das Material des Sockels – Solide muss es sein

Die Auswahl des Materials beim Sockel beschränkt sich auf Kunststoff oder Edelstahl. Wer noch andere Materialien findet, gebe mir bitte Bescheid.

Ich bevorzuge hier Edelstahl. Er ist robuster und schwerer. Zwei Eigenschaften, die hilfreich sind, wenn ein Gegenstand viel Dynamik ausgesetzt ist. Das ist bei einem Sockel der Fall, dort arbeitet schließlich der Motor.

Der Sockel ist aus Edelstahl

Ein Sockel aus Kunststoff kann bei hoher Leistung schon mal hüpfen. Das ist anfangs vielleicht lustig, am Ende aber gefährlich. Deshalb müsst ihr bei einem Kunststoff-Mixer immer eine Hand auf dem Gerät haben.

Einige Kunststoff-Mixer haben Saugfüße, um die Stabilität zu erhöhen. Das ist grundsätzlich eine gute Sache. Wenn sich ein Fuß aber löst, beginnt das Problem von neuem.

Aus diesem Grund und wegen der besseren Umweltverträglichkeit, rate ich euch hier zu Edelstahl.

Mixstufen – Aufdrehen bis zum Anschlag

Wie viele Mixstufen braucht ein guter Mixer?

Diese Diskussion hat schon so manche Forums-Seite gefüllt. Ich bin der Meinung, dass fünf Stufen ein gutes Mittel sind.

Bei weniger Stufen kann es sein, dass ihr euren gewünschten Pürier-Grad nicht genau trefft. Mehr Stufen sind meiner Ansicht nach überflüssig.

Aber wie gesagt, dass könnt ihr gerne für euch selbst entscheiden.

Von Mixern mit nur ein oder zwei Stufen bin ich aber kein Fan. Dort habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich nicht meine gewünschte Konsistenz erreicht habe. Die Einstellung war einfach zu ungenau.

Das Display zeigt die Mixstaerke an

Mir ist übrigens immer noch ein Rätsel, wieso Hersteller mit Mix-Stufen werben, die stufenlos einstellbar sind. Entweder ich habe Stufen oder das Gerät ist stufenlos. Ein bisschen schwanger sein geht ja auch nicht.

Sonderfunktionen

Viele Mixer haben noch Sonderfunktionen im Gepäck. Die bekanntesten und auch häufigsten sind die Pulse-, Smoothie- und Crushed-Ice-Funktion.

Bei der Pulse-Funktion wird der Motor kurzfristig auf sein Maximum beschleunigt. Kurzfristig bedeutet, so lange wie ihr den Knopf gedrückt haltet. Mit dieser Funktion könnt ihr kleine Impulse geben, wenn ihr bspw. gerade neue Zutaten in den Mixer gefüllt habt.

Die Smoothie-Funktion ist ein voreingestelltes Programm. Der Mixer läuft für eine bestimmte Zeit auf einer bestimmten Stufe. Im Idealfall so lange, bis der Inhalt des Mixers sich in einen Smoothie verwandelt hat.

Das Problem hierbei: Smoothie ist nicht gleich Smoothie. Wenn ihr Tiefkühl-Beeren und Nüsse mixt, braucht der Vorgang mit Sicherheit länger als bei Äpfel und Bananen. Eine zeitliche Voreinstellung ist also Unsinn.

Die Smoothie-Funktion ist für mich daher eher ein Marketing-Gag als ein wirkliches Feature.

Die Crushed-Ice-Funktion soll ganze Eiswürfel in kleine Eisstückchen verwandeln. Das passiert durch eine Aneinanderreihung von vielen kurzen Impulsen. Oder besser gesagt, soll passieren.

Eiswuerfel im Philips Hr219508

Denn in der Praxis ist diese Funktion nicht wirklich überzeugend. Bei normalen Haushalts-Mixern versagt häufig vorher der Motor oder die Eiswürfel werden so lange bearbeitet, bis sie geschmolzen sind. Dann sind sie zwar auch klein, aber naja.

Auch die Crushed-Ice-Funktion bekommt deshalb von mir den Stempel „Marketing-Feature“.

Je nach Hersteller gibt es noch mehr Sonderfunktionen. Sollten von denen wirklich welche sinnvoll sein, erfahrt ihr es im jeweiligen Testbericht. Häufig sind sie aber einfach nur Werbung.

Extras

Typische Extras sind ein zweiter Behälter oder Trinkaufsätze. Der Bosch MMB64G3MDE Standmixer SilentMixx bietet sogar ein Smoothie-Sieb und einen Häcksel-Aufsatz an.

Ich würde einen Mixer niemals wegen der Extras kaufen. Mich muss ein Gerät mit seiner Leistung und dem Mix-Ergebnis überzeugen. Ob eine zweite Flasche dabei ist oder nicht, ist mir erst mal herzlich egal.

Wenn ich aber zwei gleichwertige Geräte habe, nehme ich häufig das mit mehr Extras.

Ansonsten sind Extras für mich, ähnlich wie die Sonderfunktionen, mehr Marketing als wirkliche Funktion.

Reinigung

Das Wichtigste bei der Reinigung ist, dass sie kurz nach dem Mixen erfolgt. Egal was ihr zubereitet, ihr bekommt den Mixer viel einfacher sauber, so lange noch alles frisch ist. Sind die Zutaten einmal eingetrocknet, wird es ungleich schwieriger.

Ein wichtiges Kriterium bei der Reinigung ist für mich immer die Spülmaschinentauglichkeit. Ich finde es einfach angenehm, alles in die Maschine zu packen und das Säubern erledigen zu lassen.

Einen Nachteil gibt es dabei aber. Meistens stelle ich die Spülmaschine nicht direkt nach dem Mixen an. Deshalb trocknet der Inhalt meistens etwas an.

Egal ob mit der Maschine oder per Hand, die Reinigung wird deutlich gründlicher, wenn ihr den Mixer in seine Bestandteile zerlegen könnt.

Einmal von Hand spuelen

Am besten habt ihr nach dem Auseinanderbauen die Deckel, den Krug und den Messerblock einzeln in der Hand. Dann könnt ihr in alle Ecken und Kanten vordringen und auch den letzten Rest Schmutz noch entfernen.

Ersatzteile

Wenn ihr einen Mixer für 35 Euro erworben habt, lohnt sich der Gedanke an Ersatzteile nicht wirklich. Bei über 100 Euro für ein Gerät kann das schon anders aussehen. Falls ihr einen Vitamix Professional Series 750 euer Eigen nennt, solltet ihr definitiv eine Quelle für gute Ersatzteile haben.

Der Krug ist dabei das empfindlichste Stück. Nicht, weil er am schnellsten kaputt geht, sondern weil er meistens nur im Ganzen zu ersetzen ist. Das wird dann schnell ziemlich teuer. Klingen oder ganze Messerblöcke sind da schon deutlich billiger.

Übel wird es, wenn der Motor eures Mixers im Eimer ist. Wenn ihr nicht selber Elektroingenieur seid, bleibt da nur der Gang zum Fachmann. Das ist meistens sehr teuer.

Standmixer Test im Überblick – Was habe ich genau getestet?

In den bisherigen Punkten habe ich euch erklärt, worauf ihr beim Kauf eines Mixers achten solltet. Selbstverständlich sind diese Punkte auch die Hauptkriterien in meinem Praxistest.

In jedem Testbericht findet ihr ein Datenblatt, auf dem ich die wichtigsten Eckdaten des jeweiligen Mixers zusammengefasst habe. So habt ihr bei jedem Gerät eine identische Grundlage, um die Werte vergleichen zu können. Es handelt sich hierbei um eine reine Aufzeichnung, keine Bewertung.

Das Blatt ist folgendermaßen aufgebaut:

EintragMögliche WerteErklärung
NennleistungZahl in WattHerstellerangabe
Max. UmdrehungenZahl in U/minHerstellerangabe
Anzahl KlingenZahl-
Anordnung Klingenflach – sternförmig-
Material BehälterGlas – Kunststoff-EdelstahlBezieht sich auf den Behälter, nicht auf Deckel
Volumen BehälterZahl in LiterHerstellerangabe
MixstufenZahlHerstellerangabe
Pulse-Funktion✓ oder X-
Smoothie-Funktion✓ oder X-
Crushed-Ice-Funktion✓ oder X-
Reinigung in der Spülmaschine✓ oder XGilt für die lebensmittelberührenden Teile
ExtrasAngabe ExtrasZweiter Aufsatz, extra Klingenblock etc.
Ersatzteile erhältlich✓ oder X; Bezugsquellenangabe-
PreisZahl in EuroAmazon-Preis

Der Test war bei jedem Gerät aufs Neue interessant. Ich nehme wohl nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, dass ich überraschende Ergebnisse dabei hatte. Ein hoher Preis bringt eben nicht immer eine gute Leistung und gute Werte erzeugen nicht immer ein tolles Mix-Ergebnis.

Die Kandidaten

Die Auswahl meiner Test-Kandidaten hat sich an den aktuellen Top-Sellern bei Amazon orientiert. Ihr könnt von der Plattform begeistert sein oder sie hassen. Auf jeden Fall ist sie ein guter Indikator für Trends und angesagte Produkte.

Ich habe aber nicht einfach die bestverkauften Mixer genommen, sondern auch ein bisschen durchmischt. So konnte ich günstige und teure, einfache und vermeintlich edle sowie bewährte und neu auf dem Markt erschienene Geräte testen. Standmixer waren genauso dabei wie Smoothie-Maker.

So ist folgende schöne Mixtur an Testgeräten zusammen gekommen:

Die Preise auf Amazon ändern sich häufig. Hier seht ihr die jeweils tagesaktuellen Preise. Diese können natürlich von den Preisen zu unserem Kaufzeitpunkt abweichen.

Apropos Preise: Im Gegensatz zu anderen Plattformen haben wir alle Geräte selber gekauft und auch den vollen Preis bezahlt. Dadurch garantieren wir einen unabhängigen Test.

Der Testaufbau und das Testrezept

Ich habe bei diesem Test einige objektive Daten bewertet, aber auch meine subjektive Meinung mit in die Bewertung einfließen lassen.

Objektiv sind die auf dem Datenblatt erhobenen Fakten. Subjektiv sind die Bewertung des Mix-Ergebnisses, die Handhabung und die Reinigung.

Trotzdem habe ich mich bemüht, für alle Geräte dieselben Bedingungen zu schaffen. Der Testablauf sah deshalb immer wie folgt aus.

Theorieteil

  • Schilderung des ersten Eindrucks anhand der Produktbeschreibung
    • Form
    • Farbe
    • Sonstige Besonderheiten
  • Erster Eindruck beim Auspacken
    • Form und Farbe im Vergleich zur Produktbeschreibung
    • Größe des Sockels
    • Größe und erster Eindruck beim Behälter
    • Bedienelemente
    • Besonderheiten
  • Lieferumfang
  • Auflistung der Produktdaten

Praxisteil

  • Befüllen
  • Performance
  • Reinigung

Da ein wichtiger Teil der Bewertung das Mix-Ergebnis war, habe ich lange überlegt, was ich eigentlich mixen will.

Wenn ich nur Frozen Daiquiris gemixt hätte, wäre es wegen des vielen Eis für die kleineren Smoothie-Maker unfair gewesen.

Bei kleinen Smoothies als Testobjekten wären die großen Standmixer benachteiligt gewesen.

Ich habe mich daher für ein Rezept entschieden, das alle Mixer können müssen und das man problemlos in verschiedenen Portionsgrößen herstellen kann: einen Frucht-Smoothie. In meiner Variante bedeutet das: ein Apfel, eine Banane, sechs Eiswürfel und 240 Milliliter Wasser.

Alle Smoothie Zutaten

Für die kleineren Smoothie-Maker habe ich jeweils die Hälfte der Zutaten genommen.

Die Konsistenz des Ergebnisses ist gut vergleichbar und stellt ein Qualitätskriterium dar.

Die Banane im Ganzen ist etwas sperrig. Daher kann ich gut ermitteln, welche Behälter sich leicht befüllen lassen und bei welchen ich die Zutaten vorher bearbeiten muss. Das gilt auch für das Nachfüllen durch den kleinen Deckel bei einigen Mixern.

Die Zutaten für den Smoothie kann jeder im nächsten Supermarkt kaufen. Ich habe also kein exotisches Test-Design gewählt.

Am Ende jeden Tests berichte ich noch über Auffälligkeiten an dem jeweiligen Gerät.

Die Testergebnisse im Überblick

Bevor ich zu den Siegern in den einzelnen Kategorien komme, bekommt ihr hier einen Überblick über alle Ergebnisse. Zu den einzelnen Testberichten kommt ihr durch Anklicken des Gerätenamens.

GerätMixerartPreis
bei Amazon
MixergebnisReinigungGesamturteil
Philips HR 2195/08Standmixer
Glasaufsatz
Sehr gutSehr gutGute Leistung, hält aber nicht alles, was er verspricht – dafür zu teuer
AmazonBasics Mixer Mix & GoMix & Go
Smoothie Maker
GutBefriedigendWirkt insgesamt sehr billig und zeigt deutliche Schwächen bei der Langlebigkeit
Russell Hobbs 23470-56 Mix&GoMix & Go
Smoothie Maker
GutSehr gutTolles Einsteigerprodukt mit durchdachten Details und top Reinigung
WMF KULT pro Power StandmixerStandmixer
Glasaufsatz
Sehr gutSehr gutKraftpaket, das von Anfang an zeigt, dass es nicht ewig durchhält
Bosch MMB64G3MDE Standmixer SilentMixxStandmixer
Glasaufsatz
AusgezeichnetGutBietet clevere Features bei mittlerer Hochwertigkeit
Sinbo Smoothie MakerStandmixer
Glasaufsatz
BefriedigendGutNICHT KAUFEN! Sicherheitsrisiko!
Profi Cook PC-UM 1006 UniversalmixerStandmixer
Glasaufsatz
MangelhaftBefriedigendSchafft nicht einmal weiche Mix-Rezepte
Philips Avance Collection HR3655/00 StandmixerStandmixer
Glasaufsatz
(inkl. Mix & Go)
Sehr gutSehr gutToller Mixer für ambitionierte Haushalte
Vitamix Pro750 Power MixerStandmixer KunststoffaufsatzSehr gutSehr gutDer Maßstab im Profibereich, der vor allem durch lange Haltbarkeit überzeugt
Russell Hobbs EssentialsStandmixer
Glasaufsatz
GutGutGünstiger Einsteigermixer mit Macken
AEG PerfectMix SB 2400Mix & Go
Smoothie Maker
GutBefriedigendDurchdacht, mit Reinigungsproblemen
NutriBullet NBR-1240MMix & Go
Smoothie Maker
befriedigendSehr gutÜbertriebenes Preisschild für einen annehmbaren Mixer

Testsieger günstige Standmixer

In der Kategorie „günstige Standmixer“ gibt es zwei Sieger. Diese beiden repräsentieren jeweils einmal die Sparte Smoothie-Maker und die Sparte Standmixer.

Beide Testsieger kommen aus England und gehören zur Marke Russell Hobbs.

Preis-Leistungs-Sieger Standmixer
Russell Hobbs Essentials

Überraschend gelungenes Einsteigerprodukt aus dem Hause Russel Hobbs

Bei den Smoothie-Makern kröne ich den Russell Hobbs 23470-56 Mix & Go Steel Standmixer zum Sieger in dieser Kategorie.

Sein großer Bruder, der Russell Hobbs Essentials Standmixer schafft es unter den Standmixern zum ersten Platz bei den günstigen Standmixern.

Beide haben mich mit einem schönen Mix-Ergebnis und einer einfachen Reinigung überzeugt. Durch eine gute Leistung zu einem sehr kleinen Preis gewinnen sie diese Kategorie.

Testsieger Smoothie-Maker

Die Smoothies haben dem etwas angestaubten Image des Standmixers wieder neues Leben eingehaucht. Durch sie ist der Absatz an Geräten deutlich gestiegen. Grund genug, ihnen eine eigene Kategorie zu widmen.

Bester günstiger Smoothie-Maker
Russel Hobbs Mix & Go Steel

Günstiger kommt man kaum zu einem hochwertigen Smoothie Maker

Die Krone für den Sieg in der Kategorie „Smoothie-Maker“ erhält der Russell Hobbs 23470-56 Mix & Go Steel Standmixer. So langsam wird es auf dem Behälter des Mixers eng bei so vielen Kronen.

Der Engländer setzt sich um Haaresbreite vor dem AEG PerfectMix SB 2400 Mini Mixer durch. Am Ende war es die bessere Reinigung, die den Sieg für den Russell Hobbs gebracht hat.

Testsieger Hochleistungsmixer

Den Sieg in dieser Kategorie zu vergeben war ziemlich einfach, da nur ein Mixer angetreten ist. Der Vitamix Pro750 Power Mixer ist das einzige Gerät im Test, das die Bezeichnung Hochleistungsmixer mit Recht führen darf.

Philips Avance Standmixer

Toller Mixer für ambitionierte Nutzer

Der Sieg geht also an die Mixer-Kultmarke aus den USA.

Da dieser Mixer mit 881.42 € aber nur etwas für ausgewählte Haushalte ist, vergebe ich hier noch einen Sonderpreis. Dieser Preis geht an den besten „Nachwuchs-Hochleistungsmixer“.

Der Philips Avance Collection HR3655/00 Standmixer liefert eine insgesamt sehr gute Leistung ab und scheint lange zu halten. Mit einem Preis von 159.00 € ist er zudem auch für normale Haushalte erschwinglich.

Testsieger leise Mixer

Im Bereich der besonders leisen Mixer gab es zwei Konkurrenten. Den Philips HR2195/08 Standmixer mit seiner Quiet-Funktion und den Bosch MMB64G3MDE Standmixer SilentMixx, der die Stille schon im Namen trägt.

Bosch Standmixer SilentMixx

Überraschend leise, überraschend clever

Quiet wird im Hause Philips offenbar sehr dehnbar ausgelegt. Die so betitelte Funktion verdient ihren Namen auf jeden Fall nicht.

Der Sieg in dieser Kategorie geht deshalb eindeutig an den Bosch. Dieser bietet über alle Mix-Stufen hinweg ein wirklich angenehmes Geräusch-Niveau.

Testsieger gesamt

Bei der Wahl des Gesamt-Testsiegers werde ich ein Opfer meiner eigenen Testgeräte-Auswahl. Ich habe bewusst viele verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Funktionen und Einsatzgebieten gewählt. Unter diesen so stark unterschiedlichen Geräten einen Gesamtsieger zu finden, ist entsprechend schwierig.

Aus diesem Grund vergebe ich nicht eine Sieger-Krone, sondern gleich vier:

Fazit

Ich habe meine Sieger gekürt. Nach Kriterien, die für euch hoffentlich nachvollziehbar sind.

Dennoch bleibt die Frage, ob meine Testsieger auch für euch die richtigen sind. So wie jeder Mixer unterschiedlich ist, ist auch jeder Anspruch an einen Mixer verschieden.

Ich habe zum Beispiel starken Wert auf die Reinigung gelegt. Jetzt sagt ihr vielleicht, was interessiert mich das? Ich habe doch eine Putzfrau. Und schon ist mein Testsieger nicht mehr euer Testsieger.

Die Standmixer im Ueberblick

Bei einem bin ich mir aber sicher: Dieser Praxistest hat euch neue Informationen verschafft.

Ich musste bei meinen Tests feststellen, dass der Unterschied zwischen den Aussagen der Hersteller und der Realität sehr groß ist. Das gilt für positive, wie auch für negative Ausschläge. Die angegebenen Daten und Funktionen sind nur selten so wie beschrieben.

Deshalb sind Tests wie dieser so wichtig. Damit ihr eine weitere Entscheidungshilfe habt.

Wie ist das bei euch? Habt ihr auch schon mehrere Mixer getestet und dabei eine Sieger für euch gekürt?