Was erwarte ich von einem Kaffeehelden?

Die Bonanza Coffee Heroes

Hallo liebe Barista-Blog lesenden Kaffeefreunde. Mein Umzug von Gibraltar nach Berlin ist vollbracht. Dazu wird es sicher noch einen Artikel geben.

Sonntag war ich zu „Gast“ bei den „Bonanza Coffee Heroes“ in Berlin. Auf diesem Video stellen sich die „Heroes“ selbst und ihre Idee von einem perfekten Espresso vor.

Das Kaffeehaus verbirgt sich in einer Nebenstraße der Kastanienallee. Einer lebendigen und alternativen Straße, an der ihr Bio-Döner oder einen 24-7 Bio-Supermarkt finden könnt.

Sonntag

Es ist Sonntag und ich konnte nur einen Schnappschuss dessen, was die „Heroes“ machen, können, wollen und verkaufen ergattern. Ich habe an das „Bonanza Coffee Heroes“ Team vor einigen Wochen eine Mail geschrieben, in der ich vorschlug, dass wir uns austauschen und gemeinsam ein paar Kaffees verkosten könnten. Drei oder vier Wochen später bekam ich eine einsilbige Antwort, die mir nicht sehr interessiert klang. Schade!

Egal, einfach hingehen. Von mir aus sind es gute 25 Minuten zu Fuß. Der kleine Laden war rappel voll. Ein gutes Zeichen. Ich schätze, die Hälfte der Gesamtfläche war vollgestopft mit teurer „Kaffee-Hardware“, wie ich sehen konnte, nachdem ich mich an desorientierten Gästen vorbeidrängen konnte. Deren Schicksal mich kurz später bei der Suche nach der Kasse und dann beim Warten auf mein Getränk ereilte. Unübersichtlich, eng und voll beschreiben die Situation am besten.

Bei der freundlichen jungen Dame an der Kasse bestellten wir eine Kaffee-Latte mit einem extra Schuss Espresso und für mich einen doppelten Espresso (ich wollte unbedingt den ersten perfekten Espresso meines Lebens probieren).

Außerdem fragte ich:

  1. Ich: „Gibt es Kaffee in ganzen Bohnen?“
  2. Dame an der Kasse: „Ja, hier.“
  3. Ich: „Was für welchen denn?“
  4. Sie: (wirkt verwundert) „hier den, selbst geröstet.“
  5. Ich: „Super, wo kommt der denn her?“
  6. Sie: (noch verwundertet) „Kann ich dir nicht sagen.“
  7. Ich: „…schluck…“
  8. Sie: „Aber du kannst meinen Kollegen an der Kaffeebar fragen.“

Alles klar,

da es nur den einen Kaffee gab und ich mir auf jeden Fall einen mitnehmen wollte, kaufe ich natürlich einen. Also wurde ich ca. 11€ für 400g Kaffee los. Er trägt den gewöhnungsbedürftigen Namen „Milch Blend“ (weil der Espresso gut zu Getränken mit Milch passt?).

Beim Kollegen an der Kaffeebar erfuhr ich dann, dass es sich um einen Blend aus Kaffees aus Sumatra (und? Indonesien) und außerdem um einen Kenia AA und viele weitere Kaffees handelt, dass könne man aber auch nicht so genau sagen, weil sie die „Rezeptur“ ständig ändern würde.

Nach weiterem Fragen erfuhr ich auch, dass ich gerade einen Espresso Kaffee gekauft habe. So weit so gut.Mein doppelter  Espresso war gut und die Kaffee-Latte war hervorragend. Allerdings verzogen wir uns nach draußen, um ein wenig mehr Ruhe zu haben.

Den „Milch Blend“ stelle ich selbstverständlich vor. Ich bin gespannt und habe hohe Erwartungen.

Viele Grüße,
Arne

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