Letztes Update Wasserkocher Test: 30.03.2017: Als Barista-Blog eures Vertrauens kümmere ich mich nicht nur um so offensichtliche Dinge wie Fragen und Antworten zum Thema Kaffeebohnen. Ich nehme auch gern jedes Werkzeug und jedes Gerät genau unter die Lupe, das ihr bei der Zubereitung von Kaffee (und Tee) benötigt.

In diesem (zugegeben ziemlich umfangreichen) Artikel geht es um Wasserkocher. Jeder von uns hat einen zuhause und macht sich im Normalfall sicherlich kaum Gedanken darüber, was es mit diesem Gerät auf sich hat – schließlich soll er nur Wasser kochen und fertig.

Wasserkocher Test Küche

Aber: Trinkfertiger Kaffee besteht zu rund 98% aus Wasser (zumindest bei mir) und es wäre fatal, darin nur das „Lösungsmittel“ zu sehen, in dem der eigentliche Kaffeegeschmack schwimmt.

Wasser hat selbst einen enormen Einfluss auf den Kaffee- (und Tee-)genuss und deshalb sollte jedes Gerät den Test bestehen.

In meinem großen Wasserkocher Test 2017 nehme ich mir alle Aspekte vor, die ein Testsieger, der den Namen verdient, erfüllen muss. Dabei geht es neben Material und Design der Geräte auch um den Stromverbrauch, die Kochzeit, das Handling und Extras, die Gerät A vor Gerät B setzen.

Natürlich soll auch die Reinigung nicht zu kurz kommen und ich will meine grundsätzlichen Favoriten etwas genauer vorstellen. Kurz gesagt: Jede Frage, die ihr jemals zum Thema Wasserkocher kaufen hattet, will ich hier versuchen, unterzubringen.

Inhaltsverzeichnis

Warum ist der Wasserkocher für Kaffee so wichtig?

Bevor wir über Wasserkocher reden, sollten wir erst einmal klären, warum ich mir diese Mühe überhaupt mache. Und damit wären wir bei der Frage, welche Rolle das Wasser bei der Kaffeezubereitung spielt.

Heißes Wasser ausschenken

Bei Testen - wie läuft das Wasser?

Ausschenken

Ausschenken geht auch nicht gut

Ausschenken

Auch das Ausgießen geht gut

Das Auskippen klappt gut

Wie gut kann ich ausschenken?

Wie gut gießt er aus?

Wissenschaftlich gesehen ist trinkfertiger Kaffee das Ergebnis einer Fest-flüssig Extraktion. Je nach Kaffeegetränk handelt es sich um eine Suspension, eine Emulsion und/oder eine Lösung. Ein Espresso ist dabei der Inbegriff dieses Dreiklangs:

  • Als Suspension enthält er unlösliche Kaffeeteile.
  • Als Lösung enthält er gelöste Kaffeepartikel.
  • Als Emulsion ist er eine gleichmäßige Mischung aus Öl und Wasser.

Wenn ihr Filterkaffee, French Press Kaffee oder den Espressokocher verwendet, verschiebt sich jeweils die chemische Zusammensetzung in die eine oder andere Richtung. Klar ist, dass Wasser dabei der Stoff ist, ohne den es einfach nicht geht.

Solltet ihr die Sache mit der Extraktion genauer wissen wollen, könnt ihr euch zum Beispiel dieses wissenschaftliche Exzerpt zu physikalisch-chemischen Parametern des Kaffeegetränks durchlesen.

Für uns ist an dieser Stelle nur wichtig, dass das Wasser bestimmte Eigenschaften mitbringen muss, damit die Extraktion anständig funktioniert:

  • Es braucht eine gewisse Temperatur, um Fette, Aromen und Moleküle zu lösen.
  • Es braucht eine gewisse Menge, die zur Zubereitungsart bzw. zur Kaffeemenge passen muss.
  • Es braucht selbst eine bestimmte physikalisch-chemische Zusammensetzung, die mit der Chemie des Kaffees harmoniert.

Wir greifen später alle diese Punkte beim Wasserkocher Test wieder auf. Die meisten von uns drehen sicherlich einfach den Hahn auf und kochen das Wasser, das aus der Leitung kommt. Das ist eine gute Entscheidung, denn perfektes Wasser für Kaffee ist selbst nicht vollkommen „blank“.

Meistens hört man nur von zu hartem Wasser, wenn es am Kaffee etwas zu meckern gibt. Dabei wird aber oft vergessen zu erwähnen, dass eine bestimmte Menge an Mineralien (und damit „Verunreinigungen“) im Wasser zwingend nötig ist, um das Kaffeearoma zu unterstreichen.

Das ist im Grunde nicht anders als beim Kochen oder Backen: Was süß schmecken soll, braucht Salz; Was salzig schmecken soll, braucht Zucker. Aus vielen Leitungen in Deutschland kommt ziemlich gutes, mineralhaltiges Wasser, das ohne Probleme in die Geräte wandern kann.

In manchen Gegenden – vor allem in den Großstädten wie Berlin – sorgen alte, viel benutzte Leitungen allerdings dafür, dass das Gleichgewicht an Mineralien im Leitungswasser gestört ist. Auch auf diesen Punkt kommen wir nachher beim Wasserkocher Test noch einmal zurück.

Kommt das optimale Wasser für Kaffee aus dem Wasserkocher?

Doch was kann es nun, das perfekte Wasser für Kaffee aus Filter, French Press, AeroPress und allem, wozu ihr Kocher braucht? Als Standard haben sich folgende Werte etabliert:

  • hoher Sauerstoffgehalt (zum Binden der Aromen).
  • perfekter Mineralgehalt (zum Entfalten der Aromen).
  • Wasserhärte von rund 8°dH (die Einheit heißt tatsächlich „deutsche Härte“).
  • pH-Wert von 7 (neutral).

Was das alles zu bedeuten hat, klären wir später noch genau. Sobald wir dieses chemisch perfekte Wasser auf „Betriebstemperatur“ für handgemachten Kaffee bringen wollen, kommt noch eine weitere wichtige Bedingung ins Spiel:

  • Die Wassertemperatur sollte immer zwischen 90 und 96 Grad Celsius betragen (je nach Zubereitungsart).

Ist das Wasser zu heiß, kommt es zur Überextraktion, ist das Wasser zu kalt, passiert das Gegenteil. In jedem Fall wird der Kaffee Mist. Nun kann man von einem simplen Wasserkocher nicht verlangen, dass er all diese Idealbedingungen für Wasser ausgleicht bzw. herstellt.

Doch ein paar Eckdaten für unseren Wasserkocher Test können wir daraus schon ableiten:

Erstes Zwischenfazit: Das müsste (!) ein idealer Wasserkocher Testsieger können

Sollte mir irgendwann einmal eine gute Fee über den Weg schlappen, die sich aus einem ominösen Grund auf Wasserkocher spezialisiert hat, würde ich mir von ihr einen Hybriden aus diesen Eigenschaften wünschen:

  • mit feinteiliger Temperaturwahl (für meine verschiedenen Kaffees)
  • mit perfektem Filter (gegen böses Berlin-Leitungswasser)
  • ultra niedriger Stromverbrauch (mehr Geld für gute Kaffeebohnen!)
  • minimale Kochzeit (mehr Zeit zum Trinken!)
  • ein Design, das mich nicht zum Heulen bringt
  • ein Handling, das ohne Wasserpfützen auf dem Tisch auskommt
  • Wasser, das möglichst besser schmeckt, als vorher (und nicht andersherum)
  • möglichst wenig Plastik (warum, klären wir noch)
  • ein gerechtfertigter (!) Preis
  • top Leistung bei jeder Füllmenge, die auch noch anständig ist
  • sorgenfreie Anwendung, bei der ich keine Angst vor Stromschlägen, Verbrühungen etc. haben muss

Ist doch nicht zu viel verlangt, oder? Wenn jetzt einer von euch sagt: „Arne, ich trinke Kaffee ausschließlich aus dem Kaffeevollautomaten, hasse Tee und nutze meinen Mini Wasserkocher höchstens für die Wärmflasche, ich lass das mit dem Lesen jetzt sein und geh lieber Joggen.“ …

…Dann führe ich noch fix ein paar Gegenargumente ins Feld, warum dieser Wasserkocher Test auch für dich gedacht ist:

  1. Ein gutes Gerät kann den Energieverbrauch und die Zeit beim Kochen (also von Speisen) signifikant senken.
  2. Kaffee aus dem Handfilter und seinen Kollegen ist in vielen Fällen besser als das Gebräu aus dem Automaten und macht mehr Spaß.
  3. Auch das mit dem Tee sollte man durchaus noch einmal überdenken.
  4. Hier gibt’s noch was zu lernen (hoffe ich).

Wie funktioniert ein Wasserkocher?

Bei www.amazon.de findet ihr Wasserkocher in allen Farben, Formen und Preisklassen. Grundsätzlich sind heute alle Geräte elektrisch. Das heißt, eine mit Strom gefütterte Wärmequelle erhitzt das Wasser. So weit, so einfach.

Früher diente eine Heizspirale – ähnlich einem Tauchsieder – zum Erhitzen, heute ist der Wasserkocherboden meist selbst eine „Herdplatte“, gibt damit mehr Wärme gleichzeitig frei und lässt sich außerdem leichter reinigen.

Darum mein erster Tipp: Sollte in eurer Küche noch ein Gerät mit Heizspirale stehen, wird es höchste Zeit, sich einen neues Gerät online zu bestellen!

Die Heizspiraltechnik ist ein echter Stromfresser, einfach störanfällig und damit für alle, die oft und viel Wasser kochen, ein Geld-Fass ohne Boden.

Was bestimmt den Preis der Wasserkocher?

Die großen Preisunterschiede, nicht nur bei Amazon, ergeben sich aus vielen Faktoren, die einen Wasserkocher zu einer guten Entscheidung oder eher einem Wegwerfprodukt machen:

  • Die Leistung (gemessen in Watt): je mehr, desto schneller ist das Wasser heiß
  • Die Füllmenge (immer in Verbindung mit der Leistung)
  • Das Material: Es gibt Geräte aus Edelstahl, aus Kunststoff und aus Glas. Allerdings sagt dies allein noch nichts über die Wertigkeit aus.
  • Die Verarbeitung (in Verbindung mit dem Material): So mancher Billig-Kocher aus vermeintlich hochwertigem Edelstahl ist mies isoliert. Sowieso günstiger Kunststoff kann zwar sehr hochwertig sein, ist es aber bei den meisten Geräten für wenig Geld nicht.
  • Die Extras: Wasserfilter, Temperaturanzeige oder gar Temperaturregler treiben den Preis nach oben. Ob diese Features funktionieren, ist aber keine Preis-, sondern eine Gerätefrage.
  • Das Design: Dass ein schicker Arendo mit Glas oder im Retro-Look mehr kostet als die 0815-Kunststoff-Bude vom Discounter um die Ecke leuchtet ein. Ob das gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt.
  • Die Marke: Bei einem schicken WMF Skyline zahlt ihr zweifelsohne auch die Marke mit. Ich könnte jetzt eine lange Abhandlung über Markenvertrauen schreiben, doch reicht in diesem Zusammenhang, dass sich viele Marken ihren Ruf nicht umsonst erworben haben.
  • Die Sicherheit: Einhand-Bedienung, große Füllöffnung, kabelloses Ausgießen, automatische Abschaltung etc. pp. – Sicherheit ist im Umgang mit kochendem Wasser natürlich enorm wichtig, doch treibt es grundsätzlich den Preis in die Höhe, je besser und innovativer die Hersteller dabei zu Werke gehen.

Implizit ergeben sich aus diesen ganzen Features auch Aussagen zur Effektivität eines bestimmten Wasserkochers, zum Stromverbrauch und zur Kochzeit. Auch die Langlebigkeit könntet ihr zumindest Pi-mal-Daumen abschätzen.

Kunststoff oder lieber Glas: Welche Rolle spielt das Material?

Obwohl wir uns bei Leistung oder Füllmenge sowie den Extras auf klare Aussagen (vorhanden-nicht vorhanden) und absolute Zahlen verlassen können, kann das Material einen Wasserkocher zum Hit oder zum absoluten Schrott machen.

Alle Wasserkocher

Man möchte meinen, dass ein Wasserkocher aus Edelstahl immer hochwertiger ist als der aus Kunststoff. Doch das stimmt nicht. Edelstahl ist ein prima Wärmeleiter. Das ist natürlich gut, um das Wasser im Kocher schnell zu erhitzen.

Wenn das Ding allerdings schlecht isoliert ist, leitet der Edelstahl die wertvolle Wärme fröhlich nach außen ab. Und das ist wiederum ganz schlecht für die Effektivität des Kochers, die Energiebilanz und die Kochzeit. Von möglichen Verbrennungen einmal ganz abgesehen.

Wasserkocher aus Glas

Solche Probleme hat ein Gerät aus Kunststoff natürlich nicht, weil Plastik schlecht leitet. Damit muss ein Plastik-Kocher allerdings beim Heizelement richtig reinhauen, um das Wasser ebenso schnell zu erwärmen wie ein gut isolierter Kollege aus Edelstahl. Und das kostet.

Die Rechnung günstiger Wasserkocher aus Plastik mit Knallerleistung kann also gar nicht aufgehen. Die Rechnung günstiger Edelstahlkocher mit Knallerleistung aber auch nicht.

Außerdem steht billiger Kunststoff immer wieder (gerechtfertigt) im Verdacht, den Wassergeschmack und die Gesundheit negativ zu beeinflussen, weil sich beim Kochen kleine Bestandteile aus der Oberfläche lösen können. Bläch!

Günstige Wasserkocher

Auch Edelstahl ist nicht immer neutral – hier kommt es auf die Güte der Verarbeitung und die Reinheit des Rohstoffes an. Und: Edelstahl ist an sich keineswegs rostfrei!

Darum sind Wasserkocher aus Glas der neueste Schrei und ein solcher steht auch in meiner Küche. Der macht erstens „ein wenig Disco“ (Zitat ich) und ist zweitens grundsätzlich geschmacksneutraler. Das Erhitzen erfolgt auf einer Edelstahl-Heizplatte, denn auch Glas leitet eher schlecht.

Doch die meisten kaufen sich einen aus Glas wohl eher aus optischen Beweggründen, schließlich sind diese Versionen wesentlich schicker als so manches schwarze Ungetüm. Und dem Wasser beim Brodeln zugucken zu können hat irgendwie etwas sehr Zen-mäßiges.

Was bringen Kalkfilter?

Kommen wir zurück zur deutschen Härte und zur Wasserqualität. An diesen beiden Punkten scheitert ein Kaffee ziemlich häufig, auch wenn ihr in Sachen Wassertemperatur, Mahlgrad, Kaffeemenge etc. alles richtig gemacht habt.

Leitungswasser in Deutschland hat einen unterschiedlichen Härtebereich. Dieser bemisst sich durch den Anteil von Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser, die wir meist ganz simpel zu Kalk zusammenfassen.

Wer mehr wissen will – dieser Artikel des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches klärt auf. Je nachdem, wie viele Kalk-Verbindungen durch die Rohrbeschaffenheit und andere Faktoren im Wasser enthalten sind, sprechen wir von hartem (über 9° dH) oder weichem (unter 8° dH) Wasser.

Dass Deutschland nicht gerade das berühmteste Kaffeeland ist, könnte auch mit der durchschnittlichen Wasserhärte zusammenhängen. Denn bei uns kommt das Wasser mit etwa 16 ° dH aus der Leitung.

Für Kaffee ideal wären allerdings Werte um 8. Lediglich im Saarland und in Sachsen ist die Wasserwelt noch in Ordnung. Ihr könnt übrigens den Härtegrad bei euch hervorragend auf der Seite des Wasserhärte Verzeichnisses ermitteln.

Wasser für Kaffee sollte weder zu weich, noch zu hart sein, denn die gelösten Mineralien sind wie das Salz in der Suppe und der Körper findet eine Ladung Kalzium und Magnesium auch prima.

Zu viel davon, und sie killen die feinen Säuren des Kaffees; zu wenig davon, und das Quellverhalten des Kaffeemehls verändert sich, eine Überextraktion erfolgt, die wiederum für viel zu viele Säuren und Bitterstoffe im Kaffee sorgt. Dieser Artikel im Crema-Magazin erklärt es noch detaillierter.

Auftritt für Wasserkocher mit Kalkfilter. Selbst bei vielen günstigeren Geräten ist ein Kalkfilter vorhanden. Ihr findet ihn als kleinen Siebeinsatz am Ausguss. Je nachdem, wie groß und feinmaschig dieses Sieb ist, werden Kalkverbindungen im Wasser gut oder eben schlechter zurückgehalten.

Deckel des Wasserkochers

Allerdings reicht bei Werten um 17 ° dH (in Berlin) so ein Sieb bei Weitem nicht aus, um wenigstens auf vertretbare, einstellige Härtegrade zu kommen. Darum benutze ich schon seit Jahren den bekannten Brita Wasserfilter, der mit seinen Wechselkartuschen wirklich für eine perfekte Wasserhärte sorgt.

Einige Wasserkocher mit Kalkfilter haben dieses Prinzip übernommen, so zum Beispiel der Russel Hobbs Purity, der den Brita-Filter gleich eingebaut hat. Das kostet zwar ein bisschen mehr, ist aber in den „Zentren deutscher Härte“ vermutlich eine gute Investition.

Bis hierhin also mein nächster Tipp:

Wenn euer Gerät kein Sieb als Kalkfilter mitbringt, wird es Zeit, einen neuen Wasserkocher zu kaufen! Es sei denn, ihr wohnt im Saarland oder in Sachsen.

Noch ein paar Worte zum pH-Wert. Auch dieser ist für den Kaffeegeschmack wichtig und völlige Neutralität (pH 7) wäre ideal. Die deutsche Trinkwasserverordnung ist hier ziemlich streng und es sind nur Werte zwischen 6,5 und 9,5 erlaubt.

Ihr müsst euch also kaum Gedanken machen, allerdings sorgen eher saure Werte (weniger als 7) für eine Betonung der Kaffee-Säuren, bei alkalischen Werten werden anderen Aromen betont.

Es reicht zu wissen, welchen pH-Wert euer Leitungswasser ungefähr hat, um entsprechende Kaffeeergebnisse zu erzielen. Wie? Nachfragen bei euren Wasserversorgern!

Brauche ich einen Temperaturregler?

Bei diesem Thema liefere ich euch mein Fazit gleich vorweg:

Hat ein Wasserkocher eine Temperaturanzeige, bin ich schon einmal ein riesiger Freund von diesem Gerät. Hat ein Wasserkocher Temperaturregler, bin ich grundsätzlich Feuer und Flamme.

In meinem Artikel zur Kaffeezubereitung und auch in vielen meiner Testberichte zu verschiedenen Zubereitungsgerätschaften spielt die Wassertemperatur immer wieder eine Rolle. Und ich kann es nicht oft genug betonen: Die Wassertemperatur muss IMMER zur Zubereitungsart passen.

Mit Temperatur Einstellung

Dabei reden wir oft von minimalen Unterschieden, die jedoch das empfindliche Gleichgewicht aus Mahlgrad, Kontaktzeit, Extraktionsmethode und letztendlich das Ergebnis beeinflussen.

Ich will euch kurz meine Lieblingszubereitungsarten, für die ihr einen Wasserkocher braucht, nebst entsprechender Wassertemperatur zeigen:

  • AeroPress: etwa 90° Celsius.
  • Handfilter: etwa 94° Celsius.
  • French Press: etwa 94° Celsius.
  • Chemex: etwa 96° Celsius.

Grundsatz eines Wasserkochers ist es, das Wasser direkt an den Siedepunkt bei 100° Celsius zu führen. Doch wer von euch weiß, wie lange man warten muss, bis das Wasser von 100 auf wenigstens 96 abgekühlt ist?

Meist wird eine Wartezeit von etwa 1 Min. veranschlagt, allerdings hängt der Grad der Abkühlung zum Beispiel davon ab, ob das Gerät aus Edelstahl oder Glas ist, wie er isoliert ist, ob ihr auf einer Almhütte kocht oder im Unterseeboot.

Was ich damit sagen will: Um eine Ahnung zu bekommen, welche Temperatur das Wasser hat, ist ein Wasserkocher mit Temperaturanzeige schon einmal ein dickes Plus. Meistens ist eine solche Anzeige gleich noch an einen Temperaturregler gekoppelt oder das Gerät besitzt eine Temperaturvorwahl-Tasten.

Dabei ist der Preis durchaus verträglich: Dieser Aicok Edelstahl Wasserkocher mit Temperatureinstellung, den ich für euch auch ausführlich getestet habe, kostet rund 50 Euro. Der Bosch Styline ist teurer und hat weniger Grad-Abstufungen, rockt aber ziemlich die Hütte, wie mein Test zeigt.

Meine Testberichte zeigen jedoch auch, dass eine Temperatur-Einstellung nicht immer stimmt, nicht immer sinnvoll umgesetzt wurde und eigentlich nicht nötig ist – zumindest, was die Grad-Abstufungen der meisten Geräte betrifft.

Auf der Linken Seite der Testsieger

Ich zumindest finde, dass bei einem Wasserkocher die Temperatur einstellbar sein kann, aber eine Anzeige finde ich an sich prima. Solltet ihr dafür kein Geld ausgeben wollen, müsst ihr euch entweder auf eure Erfahrung verlassen, oder ihr geht den Umweg über ein Küchenthermometer.

Ich benutze oft dieses Modell von Habor. Dieser Umweg bzw. eine rigorose Temperaturkontrolle lohnt sich auf jeden Fall und ihr werdet am Ende einfach besseren Kaffee erhalten.

Was ist eigentlich ein Teekocher?

Wer Wasserkocher online kaufen möchte, stolpert in den Suchergebnissen immer wieder über sogenannte Teekocher, die ich euch auch noch einmal kurz vorstellen will. Diese werden als einfache Methode angepriesen, um losen Tee direkt bei der richtigen Temperatur zu brühen und warm zu halten.

Ich langweile euch jetzt nicht mit einer ausführlichen Beschreibung und will nur soviel sagen: Ich bin grundsätzlich kein Fan von Teekochern – selbst wenn sie auch als Wasserkocher herhalten können.

Die meisten Teekocher sind schwer sauber zu halten, gegen Warmhaltefunktionen bei Heißgetränk-Automaten habe ich sowieso etwa (Stichwort: Überextraktion) und ich finde, anständiger Tee kommt ganz klassisch aus einer gescheiten Teekanne.

Außerdem wüsste ich nicht, warum ich mir ein solch spezielles Gerät ans Bein binden sollte, denn wenn der Kocher auch nur einmal für Tee verwendet wurde, ist er für Kaffee eigentlich nicht mehr zu gebrauchen.

Und wenn ich einen Kocher will, hole ich mir sicher keinen Teekocher, der auch als Wasserkocher herhalten kann. Darum mein Fazit: Nette Idee, aber in meinen Augen unnütz.

Update 3. März 2017: ich habe mir so ein Gerät in Form des Klarstein Assam Express einmal genauer angeschaut – und komme zu einem ähnlichen Ergebnis, wie ich es hier zusammengefasst habe.

Welche Hersteller liefern Qualität?

Zurück zu unserem eigentlichen Thema und den Herstellern, die Wasserkocher anbieten. Hier habt ihr die volle Markenauswahl. Sobald ein Unternehmen in irgendeiner Weise etwas mit Haushaltsgeräten zu tun hat, findet ihr sicher auch einen Wasserkocher dieser Marke.

Für meinen Wasserkocher Test 2017 habe ich neun Geräte unterschiedlichster Hersteller ausgewählt, die in meinen Augen das gesamte Spektrum an Funktionen und Leistung abbilden. Die neun Geräte sind:

Ich habe ziemlich viele Wasserkocher aus Edelstahl im Test, weil dieses Material theoretisch für die besten und schnellsten Ergebnisse sorgt. Vom Test ausgenommen habe ich Geräte, die entweder megateuer sind oder sich von anderen ähnlichen Geräten vor allem durch ihren Look unterscheiden.

Der WMF Skyline ist so ein Fall, bei dem mich die hochpolierte Oberfläche zum hohen Preis irritiert hat. Auch der WMF Lineo ist ziemlich teuer. Allerdings ist dieses Vorgehen natürlich subjektiv, weshalb etwa Kenwood Wasserkocher auch nicht im Test gelandet sind.

Natürlich könnt ihr euch auch für Braun oder Russel Hobbs (hier besonders im Retro-Look beliebt) entscheiden, aber mein Wasserkocher Test 2017 richtet sich eher nach „vernünftigen“ Merkmalen und irgendeine Auswahl musste ich ja treffen.

PS: Wenn es neue Geräte gibt, die aus einem bestimmten Grund von mir getestet werden, dann wird diese Liste natürlich erweitert.

Checkliste für den Wasserkocher Test 2017

Es wird Zeit, dass wir zur Sache kommen – zu den Kriterien, unter denen ich die Wasserkocher jeweils getestet habe. Dabei will ich euch noch nicht zu viel verraten, allerdings könnt ihr aus meinen Kriterien und den Erklärungen Schlüsse ziehen, worauf es beim Kauf von Kochern ankommt:

Material

Ob ein Wasserkocher aus Edelstahl, Glas oder Kunststoff ist, macht, wie wir gesehen haben, oft einen riesigen Unterschied. Diesen Punkt habe ich immer ins Verhältnis zur Verarbeitung und Isolation gesetzt.

Verarbeitung

  1. Fühlt sich das Gerät hochwertig an?
  2. Sind alle beweglichen Teile leichtgängig?
  3. Gibt es Verarbeitungsfehler o.ä.?

Leistung

Viele Wasserkocher unterscheiden sich vor allem durch ihre Wattzahl. Es geht bei etwa 500 Watt los und geht bis rund 3000 Watt. Dabei ist klar: Je höher die Leistung, desto schneller geht es mit dem Wasserkochen. Ich bin ein Fan von wenigstens 2.000 Watt Leistung, da ich viel Wasser koche. In diesem Zusammenhang muss aber immer die Füllmenge erwähnt werden:

Füllmenge

Wenn ihr einen Wasserkocher mit den üblichen 1,7 Liter Füllmenge habt, der aber nur 500 Watt mitbringt, könnt ihr ihn sofort wegschmeißen.
Solche Geräte betreiben aktive Geldvernichtung. Bei einem Reisekocher mit nur höchstens einem Liter Füllmenge ist das gerade noch so vertretbar. Aber diese Mini Wasserkocher gehören auch nicht in die Standardküche.

Isolation

Wird das Gerät außen heiß oder fühle ich kaum Unterschiede? Eine gute Isolation ist ein Zeichen dafür, dass die gute Heizwärme nicht sinnlos nach außen verpufft und zum Wasserkochen benutzt wird. Außerdem ist es sicherer.

Die Kochzeit

Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich nur Wasserkocher mit ungefähr gleicher Maximal-Füllmenge gewählt und jeweils einen Liter Wasser auf jeweils den Siedepunkt zur Ermittlung der Kochzeit erhitzt. So viel vorweg: Sollte euer Gerät nur etwa zwei Minuten dafür brauchen, habt ihr einen Hochleistungskocher am Start.

Noch ein Hinweis: Ich habe immer das möglichst kälteste Wasser aus dem Hahn genommen, weil warmes Wasser aus der Leitung (je nachdem, welche Art von Erhitzer bei euch vorhanden ist) in Sachen „Neutralität“ eher schlecht unterwegs ist.

Der Stromverbrauch

Setzen wir Leistung und Kochzeit ins Verhältnis, kann ein Power-Kocher wesentlich weniger Strom fressen als ein Gerät, dass den geringen Stromverbrauch einer niedrigen Wattzahl durch ewig lange Kochzeit wieder auffrisst. Und weil ich es wirklich genau wissen will, habe ich mir ein Arendo Strommessgerät zugelegt und bei jedem Kocher mitlaufen lassen. Gern geschehen!

Die „wirkliche“ Wassertemperatur

Bei allen Wasserkochern ohne Temperaturregler wird bis zum Siedepunkt erhitzt – oder? Das habe ich mit meinem Thermometer nachgemessen. Außerdem habe ich geschaut, ob jene Wasserkocher mit Thermostat unter dem Siedepunkt gehalten haben, was sie versprechen.

Das Abkühlverhalten

Wann erreicht denn das Wasser nun die beste Temperatur für meinen Kaffee? Ich habe jede Kochladung eine Minute mit offenem Deckel abkühlen lassen um zu sehen, was dabei mit der Temperatur passiert. Natürlich hängt das von vielen Faktoren ab, aber so habt ihr schon einmal ein Gefühl dafür. Dabei bin ich weder ein Fan davon, wenn das Thermometer rasend schnell fällt, noch davon, dass ich auch nach einer halben Stunde noch keine Ergebnisse sehe.

Wasser eingießen

Kann ich den Deckel mit einer Hand (per Knopf etc.) öffnen?
Lässt sich der Deckel weit öffnen und ist die Öffnung an sich groß genug?

Wasser ausgießen

Öffnet sich der Deckel langsam, damit mir auch ja kein heißes Wasser entgegen spritzt?
Geht beim Ausgießen etwas daneben oder landet alles sicher dort, wo es hingehört?

Kalkfilter

Bringt der Wasserkocher wenigstens einen rudimentären Kalkfilter mit?

Skala und Mindestfüllmenge

Ist die Wasserstandsanzeige möglichst kleinteilig und die Mindestfüllmenge möglichst gering?
Dieser Punkt ist gar nicht so unwichtig, denn ein guter Wasserkocher ersetzt den Messbecher und kann auch kleinere Mengen, die ihr vielleicht braucht, problemlos erhitzen. Die Bauart legt hier oft Beschränkungen auf, vor allem in den günstigeren Kategorien. Übrigens wird das Wasser nur bis zum Siedepunkt erhitzt, sodass theoretisch wenig von eurer abgemessenen Menge als Dampf entweichen sollte.

Der Komfort

Ist der Wasserkocher kabellos von seinem Sockel abnehmbar?
Lässt sich das Kabel aufrollen o.ä.?
Kann ich das Gerät von rechts und links oder sogar 360 Grad aufsetzen? (Linkshänder und Grobmotoriker wissen, warum ich das frage)

Die Sicherheit

Stehen Wasserkocher und Sockel sicher auf der Oberfläche?
Schaltet der Kocher automatisch ab? (Dies ist für mich ein KO-Kriterium, das jeder Kocher erfüllen muss)
Hat der Kocher eine Sicherheitsabschaltung, wenn er aus Versehen leer eingeschaltet wird?
Besitzt der Kocher LED oder Warnleuchten, die mir zeigen, dass er in Betrieb ist?

Sonderfunktionen

Gibt es eine Temperaturanzeige?
Gibt es eine Temperatureinstellung oder eine Vorwahl?
Hat er eine Warmhaltefunktion oder sonst irgendwelche Extras?

Wassergeschmack/-geruch

Auch wenn ich mir hier Laboruntersuchungen gespart habe: Schmeckt das Wasser nach dem Kochen entweder genauso oder besser als vorher? Oder andersrum: Könnte es sein, dass der Wasserkocher irgendwelche seiner Bestandteile ans Wasser abgegeben hat? Das lässt sich am Anfang am besten durch die Geruchsentwicklung beurteilen. Meine These war, dass Wasserkocher aus Glas und Edelstahl eigentlich kaum riechen sollten. Beim Arendo Primewater wurde ich eines Besseren belehrt (schrecklich traumatisch, lest im Bericht, warum!)

Reinigung

Kann ich alle wasserführenden Teile problemlos reinigen und entkalken? Hier müssen zwangsläufig alle Kocher mit Heizspirale passen, weil an die Windungen kein Mensch mal eben so dran kommt.

Design

Dies ist zwar nur ein höchst subjektives und eher nebensächliches Kriterium, aber alle Augenmenschen unter uns haben sicher mehr Freude an schicken Geräten als an einem Wasserkocher Design, bei dem uns schlecht wird.

Preis

Auch wenn der Preis der Wasserkocher theoretisch noch nicht viel über ihr Können aussagt, bin ich bei allzu niedrigen Eurowerten doch immer skeptisch. So viel sei schon einmal verraten: Beim günstigen Clatronic WK 3445 ist diese Skepsis mehr als berechtigt.
Letztendlich bewerte ich hier, ob sich der jeweilige Preis aus in der Leistung widerspiegelt – ob er es euch dann wert ist, müsst ihr selbst entscheiden.

Welche Wasserkocher waren Testsieger 2016 – und was können sie wirklich?

Das Thema Wasserkocher beschäftigt eine Menge Leute, wie ihr an den zahlreichen Tests sehen könnt, die ausgewählte Prüfinstanzen, Magazine und Blogs immer wieder vornehmen.

Da das Jahr 2017 noch jung ist und ich euch mit meinem ultimativen Wasserkocher Test sowieso die alternativlose Hitliste für dieses Jahr bieten werde ;), schauen wir noch einmal kurz darauf, was andere im vergangenen Jahr für einen gutes Gerät hielten.

Test bei Stiftung Warentest: Der Bosch Styline ist Testsieger

Ein Wasserkocher Test der Stiftung Warentest von 2016 liegt nicht vor, das letzte Mal hat sich unsere liebste Prüfeinrichtung damit Ende 2012 ausführlich beschäftigt. Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Studie:

  • Ein „Sehr gut“ hat sich kein Gerät abholen können.
  • Als Testsieger ging der Bosch Styline TWK8613 hervor, der überall mit einem soliden „gut“ überzeugte – aber auch seinen Preis hat.
  • Billige Wasserkocher unter 30 Euro hatten kaum eine Chance, allerdings erreichte der Clatronic WKS 3437 für rund 19 Euro wenigstens ein „befriedigend“. In meinem Test habe ich aber zum Vergleich die noch günstigere Variante gewählt.

Testsieger bei Ökotest

Auch unser Prüfinstitut für das gute Gewissen und die Gesundheit namens Ökotest hat sich über Wasserkocher hergemacht, zuletzt im November 2015 mit einem Update für 2017.

Hier stand natürlich im Vordergrund, ob die Testgeräte in irgendeiner Weise Schadstoffe ans Wasser abgeben und was sie sonst noch können. Die Ergebnisse:

  • Kocher mit Temperaturregler sind bei Weitem nicht so genau, wie die Hersteller versprechen. Das gilt vor allem für den recht teuren WMF Skyline Vario sowie für den laut Ökotest völlig sinnlosen Temperaturregler beim Severin WK 3369. Vieles davon kann ich auch für meine drei Testgeräte bestätigen.
  • Der Kenwood kMix hatte für zu hohe Chrom- und Nickelwerte im Wasser gesorgt.
  • Interessanter Aspekt: Wenn die Elektrik bei einem Wasserkocher verschraubt ist, dann kann man das Ding theoretisch problemlos reparieren und sorgt so Müll und Geldverschwendung vor.
  • Testsieger war auch hier der Bosch Styline TWK8613 zusammen mit dem noch wesentlich teureren KitchenAid Artisan.

Bestseller bei Amazon unter der Lupe

Die aktuelle Wasserkocher Bestsellerliste bei Amazon liest sich wie das Who is Who der Geräte, über die wir hier die ganze Zeit reden. Aber ein paar Einwände gegen diese Liste habe ich auf jeden Fall:

  • Mit dem Philips HD 4646 steht ein Wasserkocher aus Kunststoff an erster Stelle, der vermutlich eher aufgrund seines geringen Preises (rund 20 Euro) gewinnt. Allerdings bringt er 2.400 Watt bei einer Füllmenge von 1,5 Liter mit.
  • Der Clatronic WK 3445 steht auf Platz zwei und hier sage ich: Hört auf, nur auf den Preis zu gucken! Warum, sage ich im ausführlichen Gerätetest.
  • Interessant wird es ab Platz 4 mit dem WMF Bueno als Edelstahl Kocher sowie ab Platz 7 mit dem herrenlosen Wasserkocher exclusive (hinter dem sich laut meiner Erfahrung vermutlich der recht gute Adler AD 1225 verbirgt, wie mein Testbericht erklärt).
  • Die ersten 20 Plätze kosten jeweils fast nie mehr als 40 Euro und das zeigt mir auch, dass ihr beim Thema Kocher preissensibel seid – und ich für den Wasserkocher Test 2017 diese Messlatte berücksichtigen muss.

Kocher für jede Gelegenheit: Meine Empfehlungen

Nachdem ich andere Wasserkocher Tests ordentlich auseinandergenommen habe, will ich euch noch ein paar Empfehlungen und persönliche Testsieger in Kategorien auf den Weg geben, die ich bisher nicht ausführlich behandelt habe, nach denen mich viele Leser aber immer wieder fragen.

Reisekocher und kleine Wasserkocher

Viele von euch sind häufig auf Achse und fragen mich nach den perfekten Gerätschaften für Kaffee unterwegs (hier geht’s zu meinem Video zum Thema). Natürlich braucht ihr heißes Wasser und wenn ihr unterwegs eine Steckdose findet, sind Reisewasserkocher eine gute Idee (ansonsten tut es auch ein gescheiter Wasserkessel).

Reisekocher zeichnen sich durch kompakte Maße und eine entsprechend kleine Füllmenge bei geringer Leistung aus. Das wiederum wirkt sich günstig auf den Preis aus. Allerdings sollte der Kocher folgende Kriterien erfüllen:

  • Geräte aus Edelstahl halten theoretisch mehr aus und vertragen auch eine ungehobelte Behandlung unterwegs.
  • Eine Füllmenge von 0,5 Liter ist gut für das Platzangebot, 1 Liter oder mehr finde ich fast schon zu viel wegen der Maße.
  • Und bei Sicherheitsaspekten sollte es egal sein, ob Reisekocher oder nicht.

Ich finde zum Beispiel den Wasserkocher Severin WK 3646 ganz nett, der auch noch eine Spannungsumschaltung für verschiedene Länder mitbringt. Die hat der Kenwood Wasserkocher 0WJKM07602 leider nicht, ist aber auch ziemlich gut.

Wenn ihr zuhause oder im Büro wirklich nur Mini-Portiönchen Wasser benötigt, ist es eine Überlegung wert, etwas mehr Geld in kleines Gerät zu investieren, aber ich habe festgestellt, dass irgendwann jeder wenigstens einen Liter kochendes Wasser (zum Beispiel für Nudeln!) braucht.

Design Wasserkocher

Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass ich etwas skeptisch werde, wenn der Look ein Verkaufsargument für ein Gerät ist. Das ist auch bei einem Design Wasserkocher nicht anders. Hier führe ich gern die Geräte von Russel Hobbs oder auch KitchenAid ins Feld, die eine klare Retro-Schiene fahren und viel kosten.

Wer von euch nicht auf einen außergewöhnlichen Look abseits typischer Design Wasserkocher verzichten will, wird zum Beispiel bei einem Arendo relativ preiswert fündig und auch die eher unbekannten Klarstein erfüllen diese Vorgaben.

ABER: Für guten Kaffee bzw. anständiges Wasser ist das Design nebensächlich! Ihr solltet immer prüfen, ob hinter der hübschen Klappe auch etwas hinter steckt. Sonst ist das Ding Schrott.

Set mit Toaster

In vielen Küchen steht ein Wasserkocher und Toaster Set, das vielleicht noch von der passenden Filterkaffeemaschine begleitet wird. Solche Frühstückssets sind natürlich prima, wenn man alle wichtigen Geräte ohne Anspruch gleich zusammen haben will – dann ist das erledigt.

Als Berufsmeckerer und Kaffeefan bin ich aber erstens kein Freund von Filterkaffeemaschinen und zweitens auch kein Fan solcher Sets. Die Hersteller wollen daran verdienen und die scheinbare Preisersparnis ist meist gering gegenüber dem Einzelkauf.

Außerdem ist selbst bei teuren Toaster und Wasserkocher Sets aus Edelstahl und Co. nicht gesagt, dass alle Geräte ihre jeweilige Funktion bis zur Perfektion erfüllen. Um es kurz zu machen: Spart euch diese Sets und legt euch lieber das jeweilige Gerät genau nach euren Anforderungen zu.

Günstige Wasserkocher

Einen kleinen Abschnitt will ich noch einmal allgemein der Frage widmen, wie viel ein Wasserkocher kosten sollte. Natürlich gibt es hier Luft nach oben oder unten, aber weit unter 30 Euro solltet ihr einfach nicht ausgeben.

Denn bei billigen Modellen wurde an allen Ecken und Enden gespart und etwa beim Stromverbrauch löst sich die Kaufersparnis schnell in Wasserdampf auf. Außerdem gehen teurere Modelle tendenziell weniger schnell kaputt und je mehr Wasser ihr kocht, desto schneller amortisiert sich ein bestimmter Preis.

Günstige Wasserkocher

Beste Wasserkocher 2017?

Einen Wasserkocher aus Glas mit einem aus Edelstahl oder Kunststoff zu vergleichen, hat sicherlich etwas von Äpfeln und Birnen. Allerdings gibt es, wie wir gesehen haben, doch Kriterien, die alle Geräte erfüllen müssen.

Wenn ihr keine Zeit und keine Lust habt, jeden einzelnen Wasserkocher Test durchzuarbeiten und nur eine Hilfe braucht, welches Gerät ihr kaufen sollt, dann findet ihr hier meine Wasserkocher Kandidaten erst einmal im technischen Schnelldurchlauf.

Kleiner Hinweis, Disclaimer oder wie man das auch immer nennen will: Ich bin weder Wissenschaftler, noch herrschen in meiner Küche perfekte Bedingungen. Die folgenden Zahlen sind also erstens Näherungswerte und zweitens nicht durch zweite Messreihen abgesichert.

Sie sollen euch aber helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was auf einer Packung versprochen wird und was am Ende dabei herauskommt.

GerätNenn- leistung in Watt
Tatsächliche Leistung in Watt (2)
Wasser- temperatur
nach dem Kochen
in Grad Celsius
Temperatur nach einer Minute mit offenem Deckel in Grad Celsius
Kochzeit in MinutenVerbrauch in Kilowatt-stundeSonstiges
Arendo Primewater2.2002.02099,6
96,6
3.130,110-
Adler AD 12252.000
1.80099,194,23.50 0,117 
-
WMF BUENO2.4002.260 100,2


94,6
2.51 0,104
-
Severin WK 33641.800
1.65098,995,0 4.10 0,114-
Clatronic WK 34452.0001.82099,695,63.380,111-
Philips HD46462.4002.00098,894,43.040,107-
Bosch Styline2.400(1) 2.090



99,795,33.050,104
Temp. bei Einstellung 70 Grad Celsius: 73,2
Camry CR 12422.600 1.880 99.295,73.330,113 Temp. bei Einstellung 70 Grad Celsius: 77,6 
Aicok Edelstahl2.200
1.880 100,2 95,13.340,108Temp. bei Einstellung 70 Grad Celsius: 73,3
Klarstein Aquavita2.200 1.86099,094,63.300,108-
Klarstein
Assam Express
1.500 1.323
98,896,1 4.48 0,105 Temp. bei Einstellung 70 Grad Celsius: 75,5
  1. Als einziger Hersteller im Test hat Bosch darauf hingewiesen, dass es sich um eine Maximalleistung handelt. Realistischer sei eine Wattzahl um die 2.000. Darum auch der Punktsieg bei der tatsächlichen Leistung.
  2. Update 3. März 2017: Auch Klarstein weist eindeutig darauf hin, dass es sich bei den Leistungen um Maximalwerte handelt.
  3. Ich bin mir bewusst, dass die tatsächliche Leistung von vielen Faktoren abhängt. Aber ich bin mir auch sicher, dass ich nicht der einzige mit solchen Leitungen und Steckdosen bin. Was ich damit sagen will: Die Hersteller täten gut daran, bei ihren Zahlen ein bisschen realistischer zu sein (wenn ich das mal aus Kundensicht betrachte).

Einigen kann ich mich darauf, dass ich sowohl den Severin WK 3364 mit seiner langen Kochzeit, als auch den Camry CR 1242 aufgrund seiner kompletten Quatsch-Angaben und seiner Funktionsweise ausschließe.

Und: Die beiden günstigsten Testkandidaten von Philips und Clatronic haben ebenfalls verloren – Go Home, Plastik und Heizspirale (Clatronic)! Jetzt wissen wir, wer rausfliegt. Wer gewinnt?

Testsieger Wasserkocher aus Glas

Beim Thema Testsieger Wasserkocher aus Glas zeigt sich, dass die reinen technischen Werte nicht alles sind. Denn obwohl der Arendo Primewater grundsätzlich besser dasteht, finde ich den Adler AD 1225 einfach einen Hauch sinnvoller.

Günstig und schön
Adler AD 1225 Wasserkocher

Der beste Wasserkocher aus Glas im Test.

Warum, lest ihr ausführlich im Testbericht und im Schnelldurchlauf hier:

  • Er kostet mit rund 28 Euro knapp zehn Euro weniger als der Arendo.
  • Er besitzt einen Glasausguss statt einer Kunststoffeinfassung.
  • Einhand-Bedienung mit langsamer aufgehendem Deckel.
  • Keine Geruchsentwicklung bei erstem Kochen (der Arendo hatte nach faulen Eiern gestunken).
  • komfortables und wohldosiertes Ausgießen.
  • insgesamt stabiler als der Arendo.
  • leichter zu reinigen.

Testsieger Wasserkocher mit einstellbarer Temperatur.

Wäre das Leben ein Wunschkonzert, bestände der Bosch TWK8613P Styline aus weniger Kunststoff und mehr Edelstahl im Inneren. Dann wäre er zweifelsohne Gesamtsieger in allen Kategorien – trotz seines Preises von rund 63 Euro bei Amazon.

In meinem Testbericht könnt ihr detailliert nachlesen, was der Bosch Styline alles richtig macht. An dieser Stelle gibt es die Ergebnisse im Überblick:

  • top Handling
  • top Werte
  • die technischen Herstellerangaben stimmen mit der Realität weitestgehend überein
  • geringere Mindestfüllmenge
  • gute Sicherheit beim Benutzen
  • Tonsignal

Der Kunststoffkocher wurde von Ökotest als unbedenklich eingestuft, und ich bin grundsätzlich geneigt, diesem Urteil zu vertrauen. Wenn wir uns die direkte Konkurrenz in meiner zugegeben beschränkten Auswahl angucken, gibt es eigentlich keine Frage, warum er gewonnen hat:

Der Camry CR 1242 (den Testbericht findet ihr hier) ist ein komplett blödsinniges Gerät. Der Aicok Edelstahl Wasserkocher mit Temperatureinstellung (lest hier den Bericht) ist eigentlich gar nicht so schlecht, muss sich aber in vielen kleinen Dingen dem Styline geschlagen geben:

  • zieht Strom, auch wenn er nicht läuft.
  • wird außen wirklich richtig heiß.
  • braucht etwas länger.
  • hat nur eine sehr, sehr kleine Öffnung.

Darum heißt der Testsieger in der Kategorie Wasserkocher mit einstellbarer Temperatur Bosch TWK 8613P Styline.

Testsieger günstige Wasserkocher

Wenn wir die 30 Euro-Marke als Maßstab für günstige Wasserkocher anlegen, stehen für mich zwei Geräte auf dem Siegertreppchen:

  • Der Severin WK 3364.
  • Der WMF BUENO für rund 39 Euro.

Hier müsst ihr abwägen, ob ihr lieber rund 11 Euro mehr ausgebt und dafür Top-Leistung mit fieser Hitzeentwicklung bekommt. Oder ob euch annehmbare Werte mit neutralem Glas lieber sind.

Günstiger Wasserkocher mit viel Edelstahl!
Severin WK 3364

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Macht nur das nötige, aber das gut!

Den Severin WK 3364 für rund 29 nehme ich hier aus dem Rennen, weil er einfach zu langsam ist, obwohl er sonst kein schlechtes Einsteigergerät ist.

Update 3. März 2017: Der Klarstein Aquavita Wasserkocher hat sich ebenfalls ein kleines Krönchen als günstiger Wasserkocher verdient, weil er einen tollen Retrolook zum angenehmen Preis bietet. Die Performance ist gut, auch wenn es an kleinen Details mangelt. Dazu mehr im Testbericht.

Gesamtsieger: Mein neues Lieblingsgerät

Ginge es nur nach den Zahlen, wäre der WMF BUENO Wasserkocher wohl unangefochtener Testsieger. Und ich bin fast geneigt, ihm diesen Titel auch zu verleihen. Er hat nur so ein paar kleine Macken (wie mein Testbericht verrät), die mich wirklich stören.

Der Bosch TWK8613P Wasserkocher Styline

Der beste Wasserkocher im Test.

Der vielgelobte Bosch TWK8613P Styline hätte ebenso das Zeug zum Gesamtsieger, wie mein Test ausführt. Nur der Preis stört mich und ich bin trotz aller Lobeshymnen von Ökotest auf diesen Wasserkocher immer noch kein Freund von Kunststoff.

Was heißt das also für den Wasserkocher Test 2017? Ganz einfach: Es gibt in dem Sinne keinen Testsieger. Ihr müsst abwägen, was ein Wasserkocher für euch können soll, wie viel ihr ausgeben wollt und ob ihr Nachteile in Kauf nehmt, wenn der Kocher ansonsten euren Vorstellungen entspricht.

Dabei hilft euch vielleicht diese Tabelle:

GerätPreis bei Amazon zum Test Zeitpunkt 2017
Größter Vorteil
Größter Nachteil
Arendo
Primewater
38€Gute Leistung
Unsicherer Kunststoff
(nebst krassem Geruch)
Adler
AD 1225
30€Gute Materialkombi
Nur mittlere Leistungsfähigkeit
WMF BUENO40€Top Leistung
Wird ultraheiß
Severin WK 336429€Gutes EinsteigergerätMiese Leistung
Clatronic WK 344512€Preisentspricht nicht dem Gerätestandard
Philips HD464621€Günstige MarkenwareAlles voller Kunststoff
Bosch Styline
63€Top Funktionen
Preis
Camry
CR 1242
50€GlaswasserkocherKomplett sinnlose
Funktionalität
Aicok
Edelstahl
50€Gute Leistung
Wird ultraheiß und zieht immer Strom
Klarstein Aquavita42€Toller LookBedienung nicht Einhand
Klarstein Assam Express60€Ideal für Tee
Schwache Leistung

Tipps für den Umgang mit dem Wasserkocher

Jetzt aber genug mit trockener Theorie, lasst uns zum Ende noch einmal kurz zur Praxis der perfekten Kaffeebereitung kommen. Ich will euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wir ihr kleinere Macken eurer Kocher so ausgleichen könnt, dass am Ende ein anständiger Kaffee herauskommt.

Auf Temperatur bringen

  1. Wenn ihr kein Küchenthermometer zur Hand habt (ich empfehle und nutze dieses günstige Habor Haushaltsthermometer), lasst das fertig gekochte Wasser wenigstens 30 bis 60 Sekunden im Kocher ruhen. Dabei kühlt es meist schon auf sinnvolle Temperaturen ab.
  2. Nutzt voreinstellbare niedrigere Kochtemperaturen nur, wenn ihr euch sicher seid, dass der Wasserkocher diese Temperatur wirklich erreicht. Meine Wasserkocher Tests geben Aufschluss!
  3. Sorgt immer (immer! immer! Immer!) dafür, dass der Kocher kalkfrei und sauber ist. Ich selbst bin zwar ein bisschen entkalkungsfaul, aber nehmt euch das bloß nicht zum Vorbild.
  4. Gießt das Wasser aus dem Wasserkocher für die Handzubereitung am besten in den großartigen Hario Buono Wasserkessel um. Denn anständig dosieren (bzw. Kaffeemehl-benetzen) könnt ihr mit den grobschlächtigen Ausgüssen der meisten Wasserkocher nicht.
  5. Experimentiert ruhig ein bisschen mit unterschiedlichen Wassertemperaturen zu unterschiedlichen Kaffees und Zubereitungsmethoden.
  6. Kocht immer nur soviel Wasser, wie ihr wirklich braucht. Das spart Zeit und Stromgeld.

Welches Wasser soll ich nutzen?

Immer wieder lese ich in Fachartikeln oder Blogs davon, dass manche Barista für die Zubereitung von Kaffee destilliertes oder Mineralwasser nehmen. Die erste Variante finde ich schlichtweg falsch, weil ein paar Schwebstoffe und gelöste Mineralien eben unheimlich wichtig sind.

Die zweite Variante ergibt schon mehr Sinn, weil Mineralwasser erstens eine ziemlich gute Calcium-Magnesium-Mineralien-Struktur mitbringt und zweitens sehr sauerstoffreich ist. Sauerstoff bindet die Kaffeearomen im fertigen Getränk und der Kaffee schmeckt einfach voller.

Allerdings kostet eine Flasche Mineralwasser wesentlich mehr als ein Liter Wasser aus dem Hahn und es gibt einige Möglichkeiten, wie ihr das Beste aus der Leitung holt:

  • Sollte der Hahn längere Zeit nicht benutzt worden sein, lasst das Wasser ein bisschen laufen.
  • Nehmt nur kaltes Wasser.
  • Erhitzt es sofort nach dem Entnehmen, dann bleibt relativ viel Sauerstoff erhalten.
  • Kocht Wasser im Wasserkocher niemals zweimal auf.
  • Schüttet überschüssiges Wasser weg und startet jedes Mal frisch.

Wasserkocher reinigen

Wenn ich vom Wasserkocher reinigen rede, meine ich damit eigentlich nur, dass ihr immer möglichst schnell und ohne Hindernisse überzählige Wasserpfützen aus dem Kocher entfernen solltet. Das geht natürlich am besten bei einer glatten Oberfläche und einer flachen Heizplatte.

Aber seien wir ehrlich: Wer von uns macht das schon? Es ist wahrscheinlich nur reine Übungssache und wir sollten uns immer mit wirklich frischem Wasser belohnen. Gesundheitlich sollte so eine stehende Wasserpfütze im Kocher übrigens keine Probleme machen.

Wie Ökotest feststellte, hat aber zum Beispiel der Kenwood Wasserkocher kMix hier verloren, eben weil sich durch eine längere Standzeit Partikel lösten. Das darf unter keinen Umständen passieren.

Übrigens: Bei meinem Testloser Clatronic könnt ihr euch dessen auch nicht sicher sein und ich würde bei diesem Ding immer (!) das Wasser sofort wegkippen. Und ihn gar nicht erst kaufen.

Wasserkocher entkalken

Wie wir bereits beim Thema Wasserhärte festgehalten haben, ist das Wasserkocher entkalken eine Sache, um die wir in Deutschland tatsächlich nicht herumkommen. Das hat nicht nur etwas mit der geschmacklichen Qualität zu tun:

  • Mit jedem abgelagerten Kalkpartikel am Heizelement steigt der Strombedarf, den das Gerät zum Wasserkochen benötigt. Er braucht länger und frisst mehr Geld.
  • Es besteht die Gefahr, dass sich der Wasserkocher dabei übernimmt und kaputtgeht.

Kalk ist eine Verbindung, der man am besten mit Säure zu Leibe rückt. Ich würde immer auf Chemie verzichten und lieber zu natürlichen Hausmitteln greifen:

  • Essig ist zwar ziemlich gut, stinkt aber wie Hölle und man muss schon lange nachreinigen, damit der Geschmack aus dem Kocher verschwindet.
  • Zitronensäure wirkt nicht ganz so stark, darum braucht ihr mehr.
  • Kaiser Natron ist sowieso ein vielseitiges und günstiges Hausmittel, das wir alle öfter verwenden sollten.
  • Aspirin oder Gebissreiniger-Tabs sollen auch funktionieren. Ich habe aber keinen Bedarf, das auszuprobieren – Medikamente gehören nicht ins Kaffeewasser, auch nicht in Mikrospuren!

Egal, für welchen Entkalker ihr euch entscheidet, ihr solltet ihn immer mit etwa einem halben Liter Wasser im Kocher aufkochen, anschließend einwirken lassen und danach richtig gut nachspülen oder noch besser mehrmals eine Ladung frisches Wasser aufkochen.

Ich hänge immer meine Nase in den Wasserkocher um zu prüfen, ob wirklich nichts mehr vom Entkalker im Kocher ist. Danach koste ich das Wasser.

Und wie oft sollte man den Wasserkocher entkalken? Einmal wöchentlich wäre bei unseren Härtegraden eigentlich angesagt. Spätestens, wenn der Kalk euch aus dem Kocher zuwinkt, wird es höchste Zeit.

Und wenn das Ding gar nicht mehr kalkfrei werden will? Dann wird es wirklich Zeit, sich einen neuen Wasserkocher online zu bestellen. Genug Tipps habt ihr jetzt sicherlich parat.

Habe ich noch etwas vergessen, habt ihr eigene Tipps, Ergänzungen oder Einsprüche? Dann freue ich mich über euren Kommentar!

1 Kommentar
  • Boris
    23 March, 2017

    Mein Tipp, das Entkalkungsintervall zu verlängern, ist, nur die benötigte Menge Wasser zu erhitzen und nach Gebrauch den Behälter kurz austropfen zu lassen. Der Kocher ist dann schon nahezu trocken und die noch heiße Platte erledigt den Rest. Häufiger entkalke ich dann nur den herausnehmbaren Kalkfiltereinsatz in der Tülle.

Ich freue mich über deinen Kommentar

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