WMF Kult X Mix & Go im Test: Eine laute Angelegenheit

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Der Smoothie-Trend reißt nicht ab und die Hersteller haben längst erkannt, dass sich deshalb auch spezielle Mixer im Mini-Format gut verkaufen.

Der Smoothie-Trend reißt nicht ab und die Hersteller haben längst erkannt, dass sich deshalb auch spezielle Mixer im Mini-Format gut verkaufen.

Das lockt natürlich viele hohle Marketing-Nüsse auf den Markt, bei denen ihr bloß den Namen und den Trendfaktor bezahlt. Beim WMF Kult X Mix & Go Smoothie Maker hatte ich diese Befürchtung auch. Schließlich müsst ihr bei der Marke ziemlich häufig tiefer in die Tasche greifen, ohne dass WMF auch bei der Leistung passend abliefert.

Erfreuliche Überraschung: Diesmal bekommt ihr tatsächlich ein ordentliches Gerät zu einem vernünftigen Preis. Wie die meisten Smoothie Maker kann auch der WMF-Knirps im Standmixer Test 2020 überzeugen, obwohl mal wieder nicht an Marketing-Bullshit gespart wurde.

Der erste Eindruck: Sexy and he knows it

Der WMF Kult X Mix & Go bringt alles mit, was zu einem ordentlichen Smoothie Maker gehört. Er ist kompakt und auf das Nötigste reduziert. Der Mixaufsatz taugt gleichzeitig als To-Go-Flasche, Deckel inklusive. Trotz hochwertiger Verarbeitung trägt der WMF-Mini dabei ein schlankes Preisschild von rund 30 Euro (Stand Dezember 2019).

WMF Kult X Standmixer Uebersicht Verpackung

Für den Fall, dass euch der elegante Look und die hochwertigen Bauteile nicht überzeugen, liefert euch WMF aufgebauschte Marketing-Begriffe, die nach mehr klingen, als sie sind:

  • Der Sockel brüllt euch „Cromargan“ entgegen und verweist damit auf die Edelstahloberfläche. Cromargan ist einfach nur ein kompliziert klingendes Wort für eine nicht ganz so komplizierte Legierung. Schick aussehen tut sie trotzdem.
  • Die mitgelieferte Trinkflasche besteht aus Tritan. Das lässt euch schon die Verpackung in Großbuchstaben wissen. Tritan ist ein typischer BPA-freier Kunststoff, der gerne für Mixgefäße verwendet wird. Mehr nicht.

Abseits davon hat WMF mit dem Kult X Mix & Go ein ordentliches Gerät gebaut, das genauso gut für sich selbst sprechen könnte. Im aktuellen Standmixer Test nehmen sich allerdings alle Smoothie Maker nicht viel – reduzierte Funktionalität bei kompakten Maßen ist ja auch nicht allzu schwer umzusetzen.

Der WMF fällt jedoch schon im Vorfeld dank seiner vier Klingen positiv auf, denn meistens gibt’s nur zwei. Erfahrungsgemäß bedeuten mehr Klingen ein besseres Mixergebnis.

WMF Kult X Standmixer Messer

Die Handhabung: Fix gemixt

Der klare Aufbau des WMF Kult X Mix & Go lässt keinen Platz für Interpretationen. Den Blick in die Bedienungsanleitung könnt ihr euch also getrost sparen.

Die Funktionsweise ist typisch Smoothie Maker: Ihr füllt eure Zutaten in die Flasche, schraubt den Messerblock wie einen Deckel auf und befestigt das Ganze am Sockel. Die Arretierung ist ohne viel Gefriemel schnell erledigt.

WMF Kult X Standmixer einrasten

Danach gibt’s für euch nicht mehr viel zu tun. Ihr haltet den Bedienknopf gedrückt und beobachtet, wie der kleine Mixer eure Zutaten in ein matschiges Pesto oder einen cremigen Smoothie verwandelt.

WMF Kult X Standmixer Bedienung

Der Mix & Go arbeitet schnell und effizient. Ihr braucht also keine Angst vor einem Fingerkrampf vor lauter Tastengedrücke haben.

Mixvorgang & Ergebnis: Ein cremiger Hörsturz

Während eure Finger beim Mixen sicher sind, solltet ihr euch Gedanken um eure Ohren machen. Der kleine Smoothie Maker ist mit rund 78 Dezibel im Test abenteuerlich laut und übertrifft sogar einige der Giganten im Testfeld, darunter auch seinen großen Bruder „WMF Pro Power“.

WMF Kult X Standmixer Lautstaerke

Leider ist das Geräusch auch noch nervtötend. Zum Glück müsst ihr die Geräuschkulisse nur kurz ertragen. Mit seinen vier Messern hat der Kult X Mix & Go sämtliche Zutaten in 30 bis 40 Sekunden perfekt zermanscht.

WMF Kult X Standmixer Zutaten

Das laute, aber schnelle Ergebnis: Ein wunderbar matschiges Test-Pesto – und das ohne zusätzliche Hilfs-Flüssigkeit neben dem Öl.

WMF Kult X Standmixer Pesto

Die Reinigung: Ab in die Maschine!

Die Reinigung ist bei den meisten Smoothie Makern ein schwieriges Thema. Die Mixaufsätze sind in der Regel so schlank, dass ihr mit der Hand schwer hineinkommt.

Zudem sind sie als To-Go-Flaschen oft einige Stunden im Einsatz. Während ihr einen großen Mixkrug direkt nach Gebrauch zumindest ausspült, können sich in den Flaschen Fett und Reste gut festsetzen.

Viele Kunststoffteile werden dann selbst in der Spülmaschine nicht mehr richtig sauber. Manchmal bleiben eingetrocknete Reste oder eine speckige Schicht zurück und hinterlassen beim nächsten Einsatz einen faden Beigeschmack.

Der Tritan-Kunststoff kann in dieser Hinsicht punkten: Er wird in der Spülmaschine einwandfrei sauber. Ihr könnt die Flasche nach einem Spüldurchgang bedenkenlos für einen neuen Einsatz verwenden.

Fazit zum WMF Kult X Mix & Go: Eleganter Schreihals

Grundsätzlich stehen die Smoothie Maker im aktuellen Standmixer Test alle auf ungefähr derselben Stufe. Der WMF Kult X Mix & Go stellt sich dazu. Er kann optisch punkten und liefert eine überzeugende Performance ab. Leider macht er dabei aber ordentlich Krach.

Dafür arbeitet er unheimlich schnell und liefert tolle Ergebnisse. Etwas besser gefällt mir der Russell Hobbs Mix & Go, weil ihr mit ihm auch freihändig mixen könnt und er nicht ganz so laut ist.

Insgesamt bringt der WMF Smoothie Maker dieselben positiven Eigenschaften mit wie seine Konkurrenten: kompakte Maße, schlanker Preis, einfache Bedienung. Er sieht dabei besonders elegant aus, könnte aber ruhig etwas eleganter klingen.

Was muss ein Smoothie Maker für euch unbedingt können? Lasst mir gerne einen Kommentar da!

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