Yirga Cheffe von Maskal im Test

Yirga Cheffe von Maskal im Test Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 16. April 2009 von 2

“Kaffeemarathon” Test 3

Getestet wurde in der Frech-Press, 55g grob gemahlener Kaffee, auf 1L Wasser und 4 Minuten ziehen lassen.

  1. Maskal Yirga CheffeeName: Yirga Cheffee
  2. Shop: www.maskal.de
  3. Preis pro 250g: 5,10€
  4. Packungsgroße: 500g
  5. Röstdatum: Nicht vorhanden
  6. MHD: 28.05.2010
  7. Zahlungsweise: Rechnung
  8. Versanddauer: 3 Tage
  9. Verpackung des Kaffees: Mit Aromaventil

Erinnert euch bitte an die Checkliste einer Kaffeeverkostung (alle Streber schauen sich noch Wie schmecke ich? Teil 1 und an Teil 2;-)).

Geruch:

Als ich die schicke 500g Packung aufschnitt habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen hinein zu riechen. Ich muss zugeben, aus dem Riechen ist geradezu ein Hyperventilieren geworden ;-). Ich hatte etwas im Kopf, an das mich der Geruch erinnerte. Konnte es aber erst nicht erfassen. Dann war es mir klar: „Marzipan“. Die Bohnen rochen für mich nach Marzipan. Als ich den Kaffee gemahlen hatte, hatte ich immer noch den gleichen Eindruck. Beim fertigen Kaffee verlor sie diese Assoziation. Der Kaffee hat ein florales Bouquet. Einen vollen angenehmen Geruch.

Säure:

Säure ist vorhanden, leicht aber bestimmt. Sie fügt sich sehr schön in das Gesamtbild des Kaffees ein. Ich habe die Säure zwar als präsent aber als sehr sanft empfunden.

Körper, Mundgefühl und Aroma:

Der Yirga Cheffe hat einen mittleren bist vollen Körper. Sein Mundgefühl ist seidig und ich habe den Eindrück, dass er sehr fein „komponiert“ wurde. Es ist alles sehr stimmig. Den Charakter beschreibe ich als ausgewogen. Die Zitrusnote, die schon auf der Verpackung angekündigt wird, finde ich wieder.  Sie ist dezent und edel.

Abgang

Der Abgang ist überraschend schnell und klar, was dem Kaffee eine sehr milde Note gibt. Ich habe nach dem trinken ein sehr angenehmes, reines Mundgefühl.

Verträglichkeit:

OmaIch habe die Verträglichkeit an unser Urgroßmutter (Jahrgang 1920) getestet. Sie ist gerade zu Besuch. Sie liebt Kaffee, traut sich aber nur selten welchen zu trinken, da sie ihn sehr schlecht verträgt. Nachdem ich sie aufgeklärt habe, wie unterschiedlich verträglich Kaffees sein können, wollte sie unbedingt probieren. Siehe da, diesen Yirga Cheffe vertrug sie ohne jedwede Probleme. Oma und ich sind begeistert.

Perfect Pairing mit Litschis

Ich habe einiges zu dem Yirga Cheffe probiert.Kaffee und Litschi Blaubeeren, Erdbeeren, Johannesbeeren und Apfel; überzeugt hat mich aber nur die Kombination mit Litschis. Ich finde Litschis haben einen sehr interessanten aber leicht unnatürlichen Geschmack. Zusammen mit diesem Kaffee wurde der Geschmack der Litschi ein wenig gezügelt, im gesamten aber die fruchtigen und komplexen Noten verstärkt. So harmonierten sie hervorragend mit dem Kaffee. Die Kombination von Kaffee mit Früchten ist sicher für viele neu aber ein sehr interessantes Gebiet.

Beurteilung:

Am Anfang war ich ein wenig grummelig, weil ich die Kaffees nur in 500g Packungen bestellen konnte. Jetzt bin ich froh, dass ich mehr als 250g von diesem Kaffee habe. Ich finde, er ist der perfekte Kaffee um ihn Gästen als besonderen Kaffee vorzustellen, der sie doch nicht überfordert. Sein feines Bouquet und seine samtigen Zitrusnoten machen ihn zu etwas Besonderem. Als einzigen Nachteil muss ich anführen, dass ich ihn jetzt mit Oma teilen muss ;-).

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Danke Oma und viele Grüße an alle,

Arne

2 Kommentare
  • Jörg Volkmann
    17 April, 2009

    Hi Arne,

    was deine Tests sicherlich einzigartig macht, ist die Rubrik ‚Perfect Pairing‘. Damit holst du Kaffee raus aus den bisher üblichen Kategorien.
    Zu Recht: Warum sollte das Modell ‚was passt zu welchem?‘ auch nur für Weine gelten.

    Bin gespannt auf weitere Tipps.

    LG Jörg

  • Arne
    17 April, 2009

    Hallo Jörg,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Das Thema „Perfect Pairing“ war mir schon immer wichtig. Es ist interessant was funktioniert und toll schmeckt. Aber auch richtige „Anti- Pairings“ zu entdecken kann Spaß machen ;-). Ich werde mit Sicherheit noch viele exotische Kombinationen testen und vorstellen. Er ultimative Tipp ist: „alles ausprobieren!“:-)

    Viele Grüße

    Arne

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