Severin Milchaufschäumer Test – SM 3582 Induktion

Severin Milchaufschäumer Test – SM 3582 Induktion Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 5. Dezember 2016 von 7

In meinen Artikeln zum Thema Milchschaum und zu Alternativen für die Milchschaumbereitung habe ich sie dir bereits ausführlich erklärt: automatische Milchaufschäumer mit Induktion, die du nur anzuschalten brauchst, um brauchbaren Milchschaum zu erhalten. Heute im Test der Severin Milchaufschäumer. Alle Information über alle getesteten Aufschäumer findet du hier: Milchaufschäumer Test.

Testsieger automatische Milchaufschäumer
Severin Milchaufschäumer

Einfach und automatisch.

Der Severin SM 3582 ist im Grunde baugleich mit dem SM 9684, nur dass er mit seinem Schwarz-Edelstahldesign optisch einiges mehr hermacht als sein weißer Kollege. Ansonsten gibt es kaum Unterschiede, zumindest nicht aus Leistungssicht. Hier kannst du den Severin Milchaufschäumer auf www.amazon.de kaufen.

Beide können Folgendes:

  • Aufschäumen von 120 ml bis 260 ml Milch.
  • Erwärmen von 120 ml bis 500 ml Milch.
  • kaltes und warmes Aufschäumen.

Dabei versprechen sie:

  • kein Anbrennen.
  • leichte Reinigung.
  • schnelles Arbeiten.
  • leiser Betrieb.
  • selbstständige Abschaltung.

Soviel schon einmal vorweg: Der Severin SM 3582 Milchaufschäumer hält sich an seine Versprechen, die Frage ist nur, ob dafür eine Investition von rund 72 Euro (so der aktuelle Preis bei Amazon) lohnt.

Der erste Eindruck

Der SM 3582 Milchaufschäumer besteht aus einer Basisstation, die wie der Sockel eines kleinen Mixers aussieht. Diese Basis fühlt sich angenehm solide an und steht auf jeden Fall sicher auf dem Untergrund.

Dazu erhältst du den Behälter aus leichtem Edelstahl, den du einfach auf diese Station setzt. Die beiden Innenmarkierungen – eine für die Maximalmenge zum Schäumen, eine für die Maximalmenge zum Erhitzen – lassen erahnen, dass du mit dem SM 3582 nicht gerade eine ganze Kompanie versorgen kannst.

Ganz wichtig sind die beiden magnetischen Ringe, die du an der Rückseite der Basisstation findest. Die geriffelte Version ist zum Aufschäumen von Milch gedacht, der glatte Ring soll die Milch im Kännchen beim Erhitzen ohne Schäumen in Bewegung halten.

Der SM 3582 Milchaufschäumer ist im Grunde selbsterklärend und sieht zusammengebaut und einsatzbereit gar nicht mehr so klobig aus, wie es die Produktbilder und der Karton vermuten lassen. Das ist schon einmal ein dickes Plus, denn ich finde, dass gerade Spezialgeräte nicht allzu viel Platz wegnehmen sollten.

Die Vorbereitung

Severin ist so nett, darauf hinzuweisen, dass

die Unterseite des Milchkännchens und die Innenseite der Basis […] sauber und trocken sein [müssen].“

Das impliziert, dass du die Teile vor der ersten Anwendung einmal anständig säubern solltest. Und dem stimme ich uneingeschränkt zu, schließlich willst du keine Kartonreste oder Staub in deinem Schaum haben.

In der Betriebsanleitung steht außerdem:

„Wir empfehlen fettarme (1,5 % Fettgehalt) H-Milch zu verwenden. Die Milch muss kühlschrankkalt sein.“

Richtig leckerer, cremiger Milchschaum entsteht allerdings am besten, wenn du ein wenig mehr Fett ins Spiel bringst. Darum habe ich mich für diesen Test auch an eine Wiesen-Frischmilch mit 3,9 % Fettgehalt gehalten.

Die Milch muss immer kühlschrankkalt sein, damit die Induktionsspule genug Zeit hat, die Milch gleichzeitig zu erhitzen und aufzuschäumen, ohne dass sie verbrennt.

Wenn du wissen willst, warum Induktion eine gute Idee ist, kannst du das mit diesem Informationsblatt noch einmal genauer tun oder dir meinen Artikel zu automatischen Milchaufschäumern und ihrer Funktionsweise durchlesen.

Das Aufschäumen

Bevor du die Milch bis zur unteren (!) Maximal-Markierung in die Edelstahlkanne kippst, darfst du nicht vergessen, den passenden Ring (geriffelt) auf den Stutzen am Kannenboden zu setzen. Ich hab‘s beim ersten Mal vergessen und durfte die Milch in einem anderen Kännchen zwischenparken.

Der Ring ist magnetisch und dreht sich beim Erhitzen quasi auf einem Magnetfeld – was ein bisschen cool ist, wenn man mal darüber nachdenkt. Bevor du den Severin SM 3582 anstellst, musst du natürlich den Deckel aufsetzen.

Und dann brauchst du nur noch einmal auf den großen, blau leuchtenden Knopf drücken. Ich hatte erwartet, dass der Milchaufschäumer jetzt anfängt, mächtig Krach zu machen, aber er rödelt auf einem sehr angenehmen Geräuschlevel vor sich hin.
Dass sich die Milch in Schaum verwandelt, kannst du gut durch den durchsichtigen Deckel beobachten und zum Ende hin wird das Geräusch ein wenig dumpfer – ein gutes Zeichen dafür, dass der Milchschaum recht stabil sein wird.

Schon nach ungefähr einer Minute gibt der Severin ein Tonsignal von sich und schaltet ab – was ich persönlich prima finde. So kannst du dich nebenbei um andere Dinge kümmern, während der Milchaufschäumer arbeitet.

Das Ergebnis

Auf den ersten Blick kann mich der Milchschaum überzeugen. Er ist ein wenig kompakter, als mir persönlich lieb ist und hat fast Badeschaum-Qualität, allerdings ohne große Poren oder Löcher.

Zwar besitzt das Edelstahlkännchen einen Ausguss und einen angenehmen Griff, doch ist es zu grobschlächtig, um den Milchschaum ohne Kleckern direkt in die Kaffeetasse zu befördern. Also muss der Löffel ran.

Beim Umlöffeln zeigt sich die Grenze eines automatischen Milchaufschäumers: Die Milch ist nicht homogen durchgeschäumt, die (durchaus dicke) Schaumschicht schwimmt auf einem kleinen Milchsee. Mit Latte Art oder einem perfekten Latte Macchiato wird es also eher nichts.

Die Temperatur der Milch war mir persönlich etwas zu heiß, meine Mittester fanden die Temperatur allerdings genau richtig. Da der Severin SM 3582 eine automatische Temperaturkontrolle besitzt, wirst du daran aber auch nur wenig ändern können.

Der Milchschaum reicht etwa für zwei Tassen Cappuccino oder einen anständigen Milchkaffee – für mehr allerdings nicht.

Es gibt auch größere automatische Milchaufschäumer, wie zum Beispiel den Severin SM 9685, der mehrere Temperatureinstellungen und eine Aufschäummenge bis zu 350 ml erlaubt.

Die Reinigung

Wenn sich der Milchschaum in der Tasse befindet, zeigt das Testmodell noch eine seiner größten Stärken: Angebrannte Milchreste sind hier wirklich kein Thema. Du kannst den Behälter nebst Deckel einfach in die Spülmaschine tun und fertig.

Hier heißt es nur: Bloß nicht den Ring verbummeln! Ich habe ihn extra gereinigt, abgetrocknet und gleich wieder auf seine Halterung an der Basisstation gesetzt. Du kannst die Ringe bei Amazon zwar nachkaufen, aber dir diese Investition mit ein bisschen Umsicht sparen.

Außerhalb der Wertung: Was kann das Gerät noch?

Laut Hersteller darfst du den Milchaufschäumer auch für heiße Schokolade und zum kalten Aufschäumen von Milch benutzen. Das funktioniert, indem du den Betriebsknopf länger drückst, bis das Gerät drei Signaltöne von sich gibt.

Die Ergebnisse sind beim kalten Aufschäumen etwas rumpeliger, das Verhältnis von Schaum und reiner Milch ist am Ende noch etwas schlechter.

Bei der Schoki solltest du den Rühreinsatz (glatt) verwenden. Ein Pluspunkt ist, dass du die Milch und das Schokopulver einfüllst, den Rest übernimmt der Milchaufschäumer. Weil sich die Milch schnell dreht, klappt das Vermischen ganz gut.

Ich würde allerdings das Schokopulver (oder die Chai- oder Matcha-Mischung) vorher mit ein wenig Wasser anrühren, um nervige Klümpchen zu verhindern.

Für alle Kuhmilchhasser ist der Severin SM 3582 ebenfalls geeignet: Sojamilch schäumt hervorragend, Hafer ebenso. Die Ergebnisse mit Mandel, Dinkel, Reis und Kokos sind aufgrund ihrer Fett-Eiweiß-Struktur eher mau.

Mein Fazit: Lohnt sich der automatische Milchaufschäumer Severin SM 3582?

Schauen wir uns zunächst die Pro- und Contra-Liste für den Severin SM3582 an:

Vorteile

  • kompaktes, hochwertiges Gerät.
  • Der Milchaufschäumer macht fast alles alleine.
  • Du brauchst keine Vorkenntnisse.
  • Er ist leicht zu reinigen.
  • Er ist leise.
  • Er arbeitet schnell und sauber.
  • Der Milchschaum ist brauchbar.

Nachteile

  • Sehr begrenzte Schäummenge.
  • Spezialgerät.

Die Pro-Argumente sind schnell erklärt: Der automatische Milchaufschäumer Severin SM 3582 mit Induktion macht tatsächlich das, was der Hersteller verspricht – und das ist nicht bei jedem neuen Gerät selbstverständlich.

Am besten finde ich, dass sich hier jemand um die Hygiene Gedanken gemacht hat und alles dafür tut, dass du immer mit einem tiptop sauberen Gerät starten kannst. Die kinderleichte Anwendung spricht ebenfalls für den Milchaufschäumer.

Testsieger automatische Milchaufschäumer
Severin Milchaufschäumer

Einfach und automatisch.

Hast du erst einmal den Dreh mit den beiden Rühreinsätzen raus, kannst du den Severin auch morgens im Halbschlaf verwenden – also dann, wenn du deine Koffein-Milchschaum-Mischung am dringendsten brauchst.

Als Ergänzung zu einem Kaffeevollautomaten ohne Milchschäumfunktion ist der Severin also perfekt – wenn es schnell und einfach gehen soll.

Auf der anderen Seite stellt sich bei einem Gerät, das nur eine Sache (in begrenzter Menge) kann, natürlich immer die Kostenfrage. Die musst du mit dir selber ausmachen. Hier kannst du den Severin Milchaufschäumer auf www.amazon.de kaufen.

Darum mein Fazit: Wenn schon automatischer Milchaufschäumer, dann der Severin SM 3582 – oder einer seiner noch etwas leistungsfähigeren Verwandten. Alle Information über alle getesteten Aufschäumer findet du hier: Milchaufschäumer Test.

Hast du auch schon Erfahrungen mit dem Gerät? Hinterlasse mir gern einen Kommentar!

7 Kommentare
  • Nils Bluhm
    19 April, 2017

    Vielen Dank für Deine tollen Tests. Die beste Seite für wirklich gute Infos zu dem Thema Kaffee! Wir brauchen demnächst einen neuen Vollautomaten in der Firma. Ich werde diesen dann mal über deine Reflinks bestellen 😉

    VG

    Nils Bluhm

  • Istvan
    19 April, 2017

    Severin, die Rettung morgens und abends für Eltern von jungen Kücken!

    Unsere Kinder bekommen 2 mal am Tag ein Milchfläschchen. Die Severin ist hier sehr fix. Das Abwaschen der Niro-Kanne ist ein klax. Und auf das Piepsen sind die Kinder schon konditioniert. Da wissen sie, sie können aufhören zu maunzen weil Mama/Papa kommen bald mit der Milch.

    Die Severin ist demnach bei uns im Dauerbetrieb. Am Wochenende dann auch für Milchschaum der Kaffeetrinker. Robust, hat nach 3 Jahren keine Gebrauchsspuren und leistet was sie verspricht. Gut investiertes Geld!

  • Karin Lin
    20 April, 2017

    Hallo ihr 2,

    vielen Dank für den Test der unterschiedlichen Milchschaumherstellungen.
    Seit ein paar Wochen bin ich Besitzerin des Severin SM 9688 Milchaufschäumer, (500 Watt, Induktion, 700 ml, kaltes und warmes Aufschäumen, stufenloses Erwärmen) und kann nur sagen: es kommt DOCH auf die Milch an, wie gut oder schlecht der Milchschaum wird. Jedenfalls bei diesem Gerät. Ich habe diverse Milchs (? die Mehrzahl von Milch?) probiert, von vollfetter Weide-, Bio-, NoName-Milch über fettarme Weide-, Bio, NoName-Milch bis hin zur haltbaren Komponente dergleichen. Am besten gelingt der Schaum mit der 1,5 prozentigen Frischmilch von – äh, darf ich das hier nennen? – einer Molkerei mit „W“. Der Schaum ist total feinporig, weich fließend und hält stundenlang… Der Schaum mit der vollfetten Weidemilch dagegen ist blasig und hält nur ein paar Sekunden. Wahrscheinlich gibt es bei der Zubereitungsart (Lanzette/Siebträger und elektrischer Aufschäumer) unterschiedliche Einflüsse auf die Physe der Milch. Anders kann ich mir das auch nicht erklären.

  • Anja Banholzer
    10 September, 2017

    Sind am Überlegen, ob wir uns einen Milchaufschäumer zulegen sollen und lesen den Severin Milchaufschäumer – SM 3582 als Favorit heraus.
    Ich selber habe in letzter Zeit von Kuhmilch auf Hafermilch umgestellt.
    Funktioniert der Aufschäumer auch damit?
    Eine Antwort würde mich sehr freuen. vielen Dank

  • Klaus
    22 April, 2018

    Ist Milchschaum gleich Milchschaum?
    Bringen mechanische Geräte vergleichbares Crema wie die richtig guten Ergebnisse des „Dampfschäumens“

  • Arne
    23 April, 2018

    Hallo Klaus, 100% vergleichbar ist das nicht aber die Ergebnisse werde gut. Wenn du professionell Latte Art machen möchtest kommst du um eine Espressomaschine nicht herum.

  • Klaus
    26 April, 2018

    Danke Arne,
    Dass ich eine Espressomaschine brauche ist klar aber welche Methode bringt den besten Milchschaum, mechanisches Rühren oder Dampfdüse

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