Espressomaschinen Test: Vergleiche die Testsieger 2019 | Der ultimative Ratgeber

Die Auswahl der richtigen Espressomaschine ist selbst für Kenner eine Herausforderung. Ich teste Siebträger auf Herz und Nieren und finde für euch Sieger in unterschiedlichen Kategorien. Die beste günstige Espressomaschine ist für mich aktuell die Sage the Bambino Plus.

  • La Pavoni Professional

    Eine sehr schöne Handhebelmaschine

    Unter 10 Minuten zum Aufheizen

    Gute Verarbeitung

    Sieht toll aus

    Muss abkühlen, bevor Wasser nachgefüllt werden kann

    Kann nach einiger Zeit überhitzen

  • DeLonghi La Specialista

    Bestes Preis-Leistungsverhältnis

    Weckt den Spaß an gutem Espresso – verlangt etwas Einsatz.

    Hochwertiger Hybrid aus Vollautomat und Espressomaschine

    Übersichtliche Einstellungsmöglichkeiten & Funktionen

    Sehr guter Milchschaum ohne Gefrickel

    Verlangt mehr Engagement und Justierung

Über die Jahre bin ich meinen professionellen Barista-Wurzeln ziemlich untreu geworden. Ich habe mich für euch mit allen möglichen Zubereitungsarten beschäftigt – nur nicht mit der Siebträgermaschine.

Dabei ist sie der Inbegriff der professionellen Kaffeekultur und die einzige Möglichkeit, einen echten Espresso zu zaubern. Doch sie hat ein Image-Problem: Der Endkunde schreckt vor dem Aufwand, dem Lernprozess und dem flankierenden Equipment zurück.

Das ist ein Grund, warum der Hype um die Kaffeevollautomaten derart groß werden konnte: Sie liefern ähnliche (!) Ergebnisse mit weitaus niedrigeren Hürden.

Andererseits taten die Hersteller von Siebträgermaschinen nichts dafür, dass sich etwas am Image ändert. Espressomaschinen sollten einen bestimmten Look haben, ein bestimmtes Preisschild tragen und eine ganz besondere Klientel ansprechen. Pfeif doch auf die Anfängertrottel!

Das hat sich nun geändert, und ich glaube, dass wir in ein neues Maschinenzeitalter eintreten. Denn die Hersteller werfen in einer Tour neue Espressomaschinen für den Consumer- und Einsteigerbereich auf den Markt. Auch in der preislichen Mittellage tut sich viel.

Die Kunden beschäftigen sich intensiv mit dem perfekten Zusammenspiel von Kaffeebohnen, Mahlgrad und Druck. Und finden dabei heraus, dass ihnen ein Vollautomat keine Perfektion liefern kann. Egal, wie sehr er sich anstrengt.

Auch gibt es mit den Hybridmaschinen nun eine ganz neue Gerätekategorie, die die Lücke zwischen Vollautomat und Profi-Siebträger schließen soll. Hier hat sich bisher die Sage Oracle Touch als beste Siebträgermaschine mit Mahlwerk profiliert.

Bei den echten Espressomaschinen habe ich viele neue Produkte für euch getestet und neue Sieger in Bereichen wie „Beste Espressomaschine für Einsteiger“ gefunden. Hier kann sich zum Beispiel die DeLonghi EC 685 Dedica als Nachfolger der 680 stark positionieren. Bei der Stiftung Warentest schneidet sie ebenfalls gut ab.

Eine recht neue Kategorie ist die „Beste Espressomaschine ab 300 Euro“. Gab es hier früher kein sinnvolles Angebot, kann ich euch nun zum Beispiel die Sage the Bambino Plus problemlos ans Herz legen.

Doch mit der La Pavoni Professional und der Rancilio Silvia führen zwei preisintensivere und hochwertige Modelle unangefochten das Feld an – und könnten dabei unterschiedlicher kaum sein.

Rancilio Silvia Test

Einen Gesamtspitzenreiter werdet ihr aber vergeblich suchen. Denn es gibt zig verschiedene Siebträgermaschinen, die nach unterschiedlichen Prinzipien funktionieren und unterschiedliche Wünsche erfüllen.

Es war an der Zeit, diesen Ratgeber und Leitartikel zu überarbeiten und euch brandneue Informationen zu folgenden Punkten zu liefern:

  • Welcher Typ Espressomaschine passt zu mir?
  • Welche Faktoren an der Espressomaschine sorgen für den perfekten Espresso?
  • Warum zaubere ich keinen anständigen Espresso aus dem Siebträger?
  • Vollautomat oder Siebträger: Was will ich wirklich?

Bevor ich euch meine Favoriten genauer vorstelle, noch eine kleine Erklärung: Ähnlich wie bei Vollautomaten teste ich bei Siebträgermaschinen nur “realistische” Geräte für den Endanwender.

Im Vergleich zu Vollautomaten können sehr gute Espressomaschinen locker 10.000 Euro kosten. Aber das sind Gefilde, in denen keiner von euch unterwegs sein dürfte. Darum setze ich ungefähr 1.500 Euro als absolute Schmerzgrenze für den typischen Endanwender an – und ignoriere erst einmal alles, was darüber liegt.

Die beste Espressomaschine unter 200 Euro: DeLonghi Dedica

Noch vor wenigen Jahren habe ich mir diese Kategorie komplett klemmen können. Denn die damals von mir getestete DeLonghi EC 680 Dedica war eine absolute Ausnahmeerscheinung. Andere Maschinen in diesem Bereich waren erstens selten und zweitens Schrott.

Tolles Einsteigergerät

Delonghi EC 680

Tolles Einsteigergerät

Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Klein & schlank

Schöne Edelstahlhülle

Einfache Bedienung

Preinfusion

Sehr schnelle Aufheizzeit

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Heute hat sich zwar das Angebot erhöht, doch der Schrottanteil ist ähnlich geblieben. Die Dedica als Einkreiser mit totalem Einsteigerformat liefert auch in der neuen Version DeLonghi Dedica EC685 weiterhin ordentlich ab, während selbst aus dem eigenen Hause keine Konkurrenz kommt.

Mit der DeLonghi ECOV 311.11 GR zum Beispiel hat sich das Unternehmen überhaupt keinen Gefallen getan. Ich prophezeie aber, dass sich in dieser Preisklasse demnächst noch einiges mehr tun wird – weil die Hemmschwelle bei diesem Preisschild so schön gering und das Interesse theoretisch groß ist.

DeLonghi EC 685.BK Espresso laeuft

Die beste Espressomaschine unter 500 Euro: Sage the Bambino Plus

Ab welchem Preisschild ihr ordentliche Leistung bei absoluter Einsteiger-Eignung erhaltet, zeigt die Sage the Bambino Plus. Sie liefert einen modernen Look, der seine Siebträger-Wurzeln aber nicht verneint und lässt sich in Sachen Temperatur oder Wassermenge überraschend gut regeln.

Sage The Bambino Plus Latte Macchiato

Für viele Einsteiger dürfte sicherlich auch die automatische Milchschaumlanze ein Argument sein, da ihr euch so den ganzen Lernprozess um die richtige Zubereitung von Milchschaum prinzipiell sparen könnt. Der Tamper ist zwar Mist und die Siebe sind ebenfalls nur für Einsteiger interessant.

Doch das ändert nichts am durchdachten Funktionsprinzip und der hochwertigen Umsetzung von Kaffeemehl in Espresso.

Die beste Hybridmaschine: Sage Oracle Touch

Mit der Sage Oracle Touch bin ich erst wirklich mit den Hybridmaschinen warm geworden. Denn sie hat es geschafft, einen vernünftigen Mittelweg zwischen Automatisierung und Lernprozess zu finden.

Espresso aus der Oracle Touch

Ihr werdet unweigerlich viel über die Zubereitung von Espresso im Siebträger lernen, seid aber nicht gezwungen, jeden einzelnen Schritt zu können, bevor ihr guten Kaffee erhaltet.

Für mich persönlich hat sie damit der durchaus guten (und günstigeren) Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS etwas voraus. Denn dieser Hybrid hat noch ein wenig mehr mit den typischen Problemen aller Kombigeräte zu schaffen.

Positiv erwähnen muss ich auch die DeLonghi La Specialista, die allerdings (bewusst) einen etwas anderen Weg als Sage oder Gastroback geht. Sie verschiebt den Zielgruppenfokus eher auf den Nutzer, der bereit ist, sich mit den Parametern der Espressozubereitung auseinander zu setzen.

Wer das nicht will, wird von der La Specialista ein wenig angezickt. Allerdings ist der Milchschaum aus der automatischen Schaumlanze ein absoluter Knaller und selbst dann perfekt, wenn ihr praktisch alles falsch macht, was man in dieser Hinsicht falsch machen kann.

In dieser Kategorie muss ich nichts prophezeien, hier bin ich mir sicher: Der Hybridmarkt ist für die Hersteller das nächste große Ding. Bei der IFA 2019 kam jeder Kaffeemaschinen-Anbieter auf irgendeine Weise auf dieses Thema zu sprechen. Der Konsens war eindeutig:

Hybride nehmen die Angst vor dem Siebträger – und sind deswegen schon jetzt bei den Kunden das nächste große Ding.

Die beste ambitionierte Siebträgermaschine: Rancilio Silvia

Wenn ich „ambitioniert“ sage, meine ich Espressomaschinen, die erstens danach aussehen, zweitens die Sache mit der Zubereitung sehr ernst nehmen und drittens bei den Bauteilen und der Hochwertigkeit keine Kompromisse eingehen.

Diese Kompromisslosigkeit resultiert jedoch auch in Herausforderungen, denen sich der Nutzer unweigerlich stellen muss.

Früher habe ich meinen persönlichen Favoriten Rancilio Silvia noch als klares Einsteigermodell vorgestellt. Aus Profisicht stimmt das immer noch. Angesichts der neuen Kategorisierungen allerdings nicht mehr so richtig. Als Einkreiser (siehe unten) ist sie günstiger als sehr hochwertige Maschinen mit einem anderen Wasserkreislauf-System.

Allein der Wassertank ist schon ein klares Einsteiger-Signal – zumindest in der Größe und Beschaffenheit wie bei der Silvia. Außerdem erkennt ihr an Details wie viel Kunststoff an Abdeckungen oder den Schaltern, dass noch Luft nach oben ist.

Dennoch bekommt ihr einen schönen Klopper von einem Siebträger, der mehr als ordentlich arbeitet, langlebig und robust ist und einen schönen altbackenen Siebträger-Look ohne Schnickschnack hat.

Rein von der Funktionalität wäre für viele die QuickMill Orione 3000 die bessere Wahl. Auch sie konnte in meinem Espressotest absolut überzeugen, zumal sie beim Thema Wassererhitzen ein paar clevere Ideen hat, die typische Einkreiser-Probleme auflösen sollen.

Dass ich mich trotzdem für die Rancilio entscheide, liegt nur an meinen Praxiserfahrungen mit beiden Maschinen. Ich „fühle“ die Silvia einfach mehr – und kann damit im Endeffekt auch besseren Espresso zaubern. Das bilde ich mir zumindest ein.

In dieser Kategorie habe ich die Zügel wirklich schleifen lassen. Meine Annahme war, dass ihr euch sowieso nicht für „teure“ und komplizierte Maschinen interessiert. Aber das war offensichtlich Quark, wie eure zahlreichen Kommentare gezeigt haben.

Um euch einen Überblick über die besonders beliebten Maschinen in dieser Kategorie zu geben, setze ich euch Links (wenn verfügbar) zu den Siebträgermaschinen, die positiv erwähnt wurden:

  • Nuova Simonelli Oscar II – futuristischer Look im Einsteiger-Zweikreiser für um die 800 Euro
  • ECM Classika II – schon recht alt, klassischer Einkreiser mit echtem Italien-Flair um die 1.000 Euro
  • Bezerra BZ10 – ähnliches Format (in jeder Hinsicht) wie die ECM
  • Quickmill Cassiopea 03004 – etwas leistungsstärker als die 3000

Ich habe unbändig Bock, in dieser Kategorie wieder Geräte zu testen. Dazu müsst ihr mir verraten, welche neuen Produkte oder Super-Klassiker ihr hier unbedingt sehen wollt. Wie ich schon sagte: Alles über 1.500 Euro fände ich für den typischen Kunden zu krass. Ansonsten, legt los und hinterlasst fleißig Kommentare!

Die beste Handhebelmaschine: La Pavoni Professional

Ich gebe zu, hier bin ich voreingenommen. Und ich gebe zu, dass eine Maschine wie die La Pavoni Professional ziemlich viel mit Angeberei zu tun hat. Denn Handhebel schaffen eine Notwendigkeit, für die es im Zeitalter der automatischen Geräte keinen Grund gibt.

Doch auch wenn die La Pavoni eine absolute Zicke ist und ihr sehr genau wissen müsst, wie ihr damit umgeht, habe ich bisher keine Handhebelmaschine bedient, die so exakten und hochwertigen Espresso liefern konnte.

Habt ihr hier ebenso begeisternde Alternativen entdeckt? Auch dann nehme ich gerne jeden Kommentar!

Mini, Hybrid, Klassiker oder Handhebel: Welche Siebträgermaschine passt zu mir?

Allein an der Tatsache, dass es keine definitiv beste Espressomaschine in meinem Test gibt, könnt ihr schon meine Grundeinstellung erkennen: Jede Kategorie ist für unterschiedliche Ansprüche gemacht. Früher bestand diese Kategorisierung (bei mir) aus drei klar abgrenzbaren Typen:

  1. Einkreisige Espressomaschinen
  2. Zweikreisige Espressomaschinen
  3. Espressomaschinen mit Dualboiler

Diese Einteilung bezieht sich auf die Art und Weise, wie das Wasser erhitzt wird und unter welchen Umständen es aus der Brühgruppe und der Dampflanze kommt. Eine andere Unterscheidung hätte beim ursprünglichen Schreiben gar keinen Sinn ergeben, weil die Hersteller auch nach diesem Schema vorgingen – oder nur billigen Schrott angeboten haben.

Wie schon mehrfach erwähnt, hat sich das grundlegend gewandelt. Lassen wir die Profigeräte mal außen vor, haben wir es mit wenigstens fünf verschiedenen Typen an Espressomaschinen zu tun, die jeweils eine ganz unterschiedliche Klientel ansprechen:

  1. Siebträgermaschinen um 150 Euro
  2. Espressomaschinen ab 300 Euro
  3. Klassische Siebträgermaschinen ab 500 Euro
  4. Hybridmaschinen als Mix aus Kaffeevollautomat und Siebträgermaschine
  5. Handhebelmaschinen

Wenn ihr auf der Suche nach einer Espressomaschine seid, halte ich es für wichtig, dass ihr beide Einordnungssysteme kennt und beherzigt. Dann seid ihr nämlich in der Lage, genau zu ermitteln, worauf es euch bei einer Siebträgermaschine ankommt.

Außerdem schadet es nie, ein paar Fachbegriffe und -konzepte zu kennen, damit ihr das Marketinggetöse mancher Hersteller dekodieren könnt. Hier habe ich in letzter Zeit so einiges erlebt!

Espressomaschinen um 150 Euro: Reicht der Minimalanspruch?

Ich persönlich würde allein schon aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht auf die Idee kommen, mir eine 150-Euro-Siebträgermaschine in die Küche zu stellen. Ihr könnt davon ausgehen, dass diese Versionen nicht lange halten. Außerdem können die billigen Bauteile weder den Druck noch die Temperatur oder Präzision (dauerhaft) erreichen, die es für den perfekten Espresso braucht.

So mancher von euch hat mir gesagt, dass er mit dieser Kategorie wirklich nur „geschnuppert“ und sich dann sehr schnell für ein Upgrade entschieden hat. Interessant dabei: Bisher ist niemand von der Siebträgermaschine zurück zum Kaffeevollautomaten gewechselt. Selbst nicht mit der billigsten Bude.

Für die Hersteller ist diese Kategorie besonders lukrativ, weil die Hemmschwelle, sich so ein Gerät zuzulegen, angesichts des niedrigen Preises gering ist. Wenn es hin ist, macht der angefixte Espressotrinker von selbst ein Upgrade in höhere Preisgefilde. Außerdem kann man hier mit bunten Farben und niedlichem Design für Punkte bei der Instagram-Crowd sorgen.

DeLonghi ECOV 311.GR Uebersicht Arne

Zu solchen Insta-tauglichen Fails zähle ich die DeLonghi ECOV 311.11 GR, die auf Fotos hübsch rüberkommt, aber ansonsten nichts gebacken kriegt.

Dass ich diese Kategorie dennoch erwähne, liegt hauptsächlich daran, dass der Markt von solchen Maschinen praktisch überrannt wird. Auch wenn ich etwa die DeLonghi EC 680 Dedica für ihr Preis-Leistungsverhältnis schätze, bewegen wir uns doch auf einem sehr niedrigen Niveau.

Was heißt das nun für euch? Ich fände es ziemlich cool, wenn irgendjemand eine Mitmach-Kaffeebar aufmachen würde, in der die Kunden selbst an den Siebträger dürfen. Dann gäbe es nämlich das Schnupper-Problem nicht mehr.

Eine (teure und eigene) Espressomaschine weckt Respekt, den euch 150-Euro-Buden nicht abverlangen. Darum ist es vollkommen okay, wenn ihr euch die wenigen guten Produkte in dieser Kategorie in die Küche stellt. Seid euch nur bewusst, dass der Wunsch nach einer besseren Maschine sehr schnell aufkommt.

Espressomaschinen ab 300 Euro: Startblock für frische Ideen

Was bei den Kaffeevollautomaten der Preisbereich zwischen 600 und 800 Euro ist, ist bei den Siebträgermaschinen die Kategorie ab 300 Euro aufwärts. Hier gibt es erstaunlich viel Innovationsfreude, die sich zum Beispiel in brauchbaren automatischen Milchschaumlanzen niederschlägt.

Ein sehr gelungenes aktuelles Beispiel ist die Sage the Bambino Plus, die für um die 350 Euro genau dieses Milchschaumsystem bietet und zusätzlich auch noch mit einstellbaren Temperaturen, einer regulierbare Wassermenge und einem ordentlichen Druck für guten Espresso punktet.

Sage the Bambino Plus Uebersicht Arne

Wenn ihr eine „ernsthafte“ Einsteigermaschine sucht, die die Espressozubereitung gleichzeitig lehrt und die Scheu davor nimmt, würde ich tatsächlich um die 300 bis 400 Euro investieren. Solltet ihr gerade frisch auf der Suche sein und mit der Sage nicht ganz warm werden (Espressomaschinen muss man “fühlen), wartet noch ein wenig.

Denn in dieser Preiskategorie wird der Konkurrenzkampf demnächst auf jeden Fall größer, Neuentwicklungen werden immer häufiger auf den Markt geworfen. Das ist auch gut für den Preiswettbewerb.

Espressomaschinen ab 500 Euro: Klassiker sterben nie aus

Die „alten“ Einsteiger-Empfehlungen Rancilio Silvia und QuickMill Orione 3000 sind in meiner Einordnung etwas weiter nach oben auf der Niveau-Skala gerutscht, weil sie erstens mehr kosten als die wirklichen Einsteiger und zweitens den Anfänger sicher stärker abschrecken.

Aber beide Maschinen genießen ihren Klassikerstatus nicht umsonst und haben zum Beispiel den 300 Euro-Produkten eine sehr hochwertige und langlebige Bauweise voraus. Dafür sind sie zwar etwas komplizierter und in Sachen Aufheizzeit teilweise lahmarschig.

Wenn ihr euch allerdings eine solche Maschine zulegt, sage ich voraus, dass ihr euch an anderes Modell nur dann zulegt, wenn ihr euch unsterblich darin verknallt. Steht die Silvia oder ein Verwandter in eurer Küche – und habt ihr euch mit allen Macken vertraut gemacht und eingepegelt – wären alle anderen Maschinen für den Normalnutzer nicht wirklich besser.

Da lasse ich gern mit mir diskutieren – es gibt genug Argumente für Hammermaschinen wie die Rocket Espresso Dual Boiler R58 (Liebe!!!).

Doch ein bisschen ist das wie mit dem Vergleich zwischen einem Smart und einem Lamborghini: Beides sind Autos, beide bringen euch ans Ziel, der Smart hat gegenüber dem Sportwagen viele Vorteile, aber der Lamborghini ist für viele Auto-iger als der Smart.

Hybridmaschinen: Der angesagte Remix

Den weitaus größten Alarm machen alle typischen Endkunden-Marken um ihre neuen Espressomaschinen mit Mahlwerk, die ich der Einfachheit halber Hybridmaschinen getauft habe.

Die Idee ist nicht ganz neu. Mit der alten Gastroback 42612 Design Advanced Pro G habe ich euch bereits 2015 einen solchen Remix kurz vorgestellt. Dann passierte jahrelang erstmal nichts.

Espressobezug bewundern

Und nun gibt es mit der verbesserten Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS nicht nur einen Nachfolger bei Gastroback.

DeLonghi ist jüngst mit der La Specialista als taufrischer Hybrid auf den Markt gekommen, während sich die Sage Oracle Touch bei mir besonders beliebt machen konnte.

DeLonghi La Specialista Lieferumfang

Auf der IFA 2019 habe ich ähnliche Entwicklungen auch beim Mühlenmeister Graef und bei den Schweizern von Solis befummeln dürfen. Ich würde fast behaupten, dass die Hybridmaschinen momentan der Trend in der Kaffeemaschinenwelt sind.

Das liegt an der cleveren Kombination aus zwei Maschinenprinzipien, die viele Vorteile hat:

  • Meist so einfach wie ein Vollautomat, aber echter (!) Espresso
  • Ihr braucht euch keine extra Kaffeemühle kaufen
  • Der Milchschaum wird weitestgehend automatisch zubereitet
  • Die Maschine automatisiert viele typische Espresso-Einstellungen
  • Eine Hybridmaschine ist fehlertoleranter
  • Das Gerät ist bei hoher Funktionalität recht kompakt
  • Der Kaffee muss nicht durch die Maschine – die Reinigung funktioniert besser

Allerdings handelt es sich eben auch um ein Kompromiss-Gerät. Viele Hersteller haben richtig erkannt, dass die Aufgabe dieser Kategorie ist, die Scheu vor dem Siebträger zu nehmen. Dieser Zwischenschritt hat damit natürlich auch Nachteile. Die decken sich weitestgehend mit den Vollautomaten:

  • Geht ein entscheidendes Teil kaputt, ist die ganze Maschine unbrauchbar
  • Die Bohnen werden immer miterhitzt
  • Ihr habt bei fortschreitenden Fähigkeiten weniger Einflussmöglichkeiten
  • Ein Update einzelner Komponenten (gerade der Mühle) ist nicht möglich

Schon rein zahlenmäßig überwiegen die Vorteile aktuell die Nachteile. Darum macht es mir auch sehr viel Spaß, die Hybridmaschinen zu testen. Preislich gesehen solltet ihr ungefähr mit einem Niveau wie bei der La Specialista einsteigen.

Mehr als für die Sage Oracle Touch würde ich aber nicht investieren. Denn es bleibt dabei: Wer sich eine Hybridmaschine kauft, wird irgendwann Lust auf einen echten Siebträger und eine individuelle Kaffeemühle bekommen. Das kann ich fast garantieren.

Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, wie lange es dauert, bis diese Lust zur Kaufentscheidung führt. Denn der Preis der Hybriden ist kein Pappenstiel, die Hemmschwelle für einen Wechsel also höher. Und die Geräte liefern nun einmal sehr ordentlich ab.

Abgesehen von Mühlenmacken oder Totalausfall gibt es rein zweckorientiert wenig Grund zum Wechsel. Der Espresso aus den guten Varianten fetzt, der Milchschaum meist noch mehr.

Der Image- und Angeber-Faktor spielt aus meiner Sicht daher eine recht große Rolle. Hybride sind toll, lassen sich aber beim nächsten Treffen der anonymen Espressojunkies nicht so cool begründen wie ein schnieker Siebträger-Klotz nach italienischem Vorbild.

Handhebelmaschinen: Geduld und ein bisschen Angeberei

Genau genommen sollte ich die Handhebelmaschinen nicht weiter ausführen. Und es hat einen Grund, warum ich die La Pavoni Professional als einziges Gerät im Espressomaschinen Test vorgestellt habe.

La Pavoni Professional

Denn Handhebelmaschinen sind eigentlich nur etwas für Manufactum-Opfer: Sie machen eine Sache unnötig kompliziert, kosten vergleichsweise abenteuerlich viel – sehen dabei aber hammermäßig gut aus und verbreiten in der Küche das Flair des wahren Kaffee-Connaisseurs.

Ginge es wirklich um mehr als Angeberei, hätte jede Kaffeebar nur Handhebel-Espresso im Angebot.

Die mechanische Arbeitsweise ist natürlich eine Verbeugung vor den ersten Espressomaschinen, die in der Lage waren, überhaupt Espresso nach unseren heutigen Qualitätsmaßstäben zu zaubern. Doch seitdem hat die „Automatisierung“ vieles einfacher und besser gemacht.

Schema Handhebelmaschinen

Grundsätzlich beziehen auch Handhebelmaschinen den Espresso mit einem Druck von 9 bar. Dafür müsst ihr zunächst den Handhebel nach oben drücken, damit Wasser den Kolben nach oben presst und als Widerstand dient (Abbildung 1).

Sobald das Wasser in die Brühkammer läuft, besteht ein Kontakt zum Espressomehl im Siebträger. Das ist gar nicht so schlimm. Denn wenn ihr noch ein paar Sekunden wartet, geschieht eine Pre-Infusion, die für die perfekte Extraktion hervorragend ist.

Sollte es sich um den ersten Bezug handeln, kühlt das Wasser schnell ab. Die Brühgruppe ist in der Regel massiv und nicht erhitzt. Sie muss also zunächst auf Temperatur gebracht werden. Dazu bietet sich ein Leerbezug an. Dadurch wird gleichzeitig der Siebträger durchgespült und ebenfalls erhitzt.

Auf dem zweiten Bild seht ihr, wie der Handhebel nach unten gedrückt wird und somit den nötigen Druck für den Bezug aufbaut. Da zu diesem Zeitpunkt kein Wasserkontakt mit dem Kessel besteht, ist die Temperatur am Siebträger geringer als die Temperatur des Kessels – und bestenfalls optimal abgekühlt.

Bis ihr soweit seid, dass ihr diesen Arbeitsablauf im Schlaf beherrscht und in jeder Lebenslage hinbekommt, vergeht sehr viel Übungszeit. Außerdem verzeiht euch eine Handhebelmaschine Fehler an der Mühle oder bei der Espressowahl nicht.

Doof ist auch, dass die Handhebelmaschine (insbesondere die La Pavoni) bereits nach wenigen Espressobezügen überhitzt und erst einmal ihre Ruhe braucht. Über Milchschaum braucht ihr hier gar nicht erst nachdenken. Allerdings gibt es auch einen guten Grund, warum die La Pavoni Professional aus meiner Küche nicht wegzudenken ist:

Wenn ihr wisst, was ihr tut, gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, wirkliche Spitzenleistungen aus der Espressobohne zu holen. Das kostet euch im Falle La Pavoni dann rund 600 Euro aufwärts bei Amazon. Und eben viel Zeit, Geduld und Muskelschmalz.

Einkreisige Espressomaschinen: Einstieg für Puristen

Kommen wir zu ersten „Profi“-Kategorie und einer Funktionsweise, an der ihr Espressomaschinen für Einsteiger auch dann erkennen könnt, wenn es kein offensichtliches Preisschild gibt.

Einkreiser tragen ihren Namen, weil derselbe Wasserkreislauf bzw. Kessel für die Zubereitung des Espresso und das Aufschäumen der Milch genutzt wird.

Das ist problematisch, weil zum Aufschäumen der Milch eine höhere Wassertemperatur als für den Espresso benötigt wird. Der Unterschied ist ziemlich groß: Für den Espresso braucht ihr Wasser bei rund 94 Grad Celsius, ordentlichen Wasserdampf gibt‘s erst zwischen 110 und 130 Grad Celsius.

So oder so muss die Maschine nach dem Espressobezug weiter heizen bzw. für die Zubereitung des nächsten Cappuccino oder Flat White erst einmal abkühlen. Klappt das nicht richtig, wird der Espresso beim nächsten Bezug bitter und falsch extrahiert. Logisch.

Außerdem dauern diese Heiz- oder Kühlvorgänge immer länger. Aber ein guter Cappuccino lebt davon, dass sich Milch und Kaffee möglichst sofort zusammentun. Andersherum lautet die Schlussfolgerung jedoch:

Wenn ihr ausschließlich Espresso – oder vielleicht noch Americano – trinkt, spricht nichts gegen eine einkreisige Espressomaschine!

Ich als oller Purist bin deswegen auch so ein großer Fan von der Rancilio Silvia. Als Einkreiser ist sie trotz hochwertiger Ergebnisse und Komponenten günstiger als die Konkurrenz. Genauso angenehm hat mich die SAGE SES500 the Bambino Plus für noch weniger Geld überrascht.

Sage the Bambino Plus Arne Happy

Wer das „Abenteuer Einkreiser“ auch als Milch-Fan eingehen will, sollte sich mit dem sogenannten Temperatursurfen beschäftigen. Dabei geht es um einen gekonnten Mix aus Wartezeit, Leerbezügen und Maschinenkenntnis. Genaueres erfahrt ihr im Kaffee-Wiki-Eintrag Temperatursurfen.

Eine recht gelungene maschinelle Lösung für das Temperaturproblem liefert die QuickMill Orione 3000, da sie die einkreisige Bauweise um einen Durchlauferhitzer ergänzt. Dieser liefert schneller einer stabile Dampftemperatur.

Zweikreisige Espressomaschinen

Wer sich aufmerksam den Teil über Einkreiser durchgelesen hat, der wird sich denken können, dass es sich bei Zweikreisern um Siebträgermaschinen mit zwei unterschiedlich temperierten Wasserkreisen handelt.

So können der Dampf zum Milchschäumen und das Brühwasser für die Espressozubereitung gleichzeitig und ohne Wartezeit entnommen werden.

Wie ihr in der Zeichnung erkennen könnt, befindet sich im Kessel Wasser mit einer Temperatur zwischen 110 und 130 Grad Celsius. Dieses Wasser wird zum Milchschäumen verwendet. Durch diesen Kessel verläuft ein Rohr.

Hier fließt Wasser hindurch, dass durch die Materialwahl des Rohrs und die Durchlaufzeit den optimalen Temperaturbereich für den Brühvorgang erreicht. Dieses Rohr trägt den Namen Wärmetauscher, oder auf Englisch „heat exchanger“. In vielen Foren wird aus Faulheit und Internettigkeit dafür die Abkürzung HX verwendet.

Allerdings besteht auch in diesem Rohr die Gefahr des Überhitzens. Das erkennt ihr daran, dass Dampf aus dem Siebträgerauslass quillt. Wir haben es also wieder mit einem ähnlichen Problem wie beim Einkreiser zu tun: Zu heißes Wasser sorgt für einen bitteren Espresso.

Anders als beim Einkreiser ist die Wassermenge im Zweikreiser-Rohr jedoch überschaubar. Dampft es also aus dem Siebträger, drückt ihr auf den Knopf für einen Espressobezug und lasst die heiße Brühe ab. Schöner Nebeneffekt: Dieses Wasser könnt ihr gleich zum Vorwärmen der Espressotasse nutzen.

Im Zusammenhang mit Zweikreisern fällt auch häufiger das Wort Thermosiphon. Dieses Bauteil kann beim Temperaturausgleich helfen. Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, schaut doch einfach in den Beitrag im Kaffee Wiki.

Das bekannteste Einsteigermodell unter den Zweikreisern ist die Oscar Nuova Simonelli, die heute in der zweiten Generation verkauft wird. Sie hat nicht nur einen außergewöhnlichen Look, sondern hinterlässt bei Fans auch in Sachen Kaffeequalität immer Eindruck.

Ihr Preisschild um 800 Euro zeigt euch, wie groß der Sprung von der einkreisigen zur zweikreisigen Espressomaschine im Normalfall ist.

Außerdem ist das Ding mit rund 17 Kilogramm Gewicht und einer sehr langen Aufheizzeit nicht gerade ein fixes Mini-Maschinchen. Zudem gibt es keinen Heißwasserauslass, keine optische Druckkontrolle über ein Manometer und keine standardmäßige Möglichkeit zur Druckreduzierung.

Wenn ihr Lust habt, euch richtig was zu gönnen, schaut euch zum Beispiel den Klassiker ECM Technika IV an. Der ist zwar inzwischen eher alt, aber ein gutes Anschauungsobjekt dafür, was ihr bei einer Investition von rund 1.600 Euro erwarten dürft.

Die ECM verwischt die Grenze zwischen Privat und Profi, sieht hammermäßig aus und ist ausnehmend hochwertig. Auch viele Bezerra Espressomaschinen sind eine Erwähnung wert.

Espressomaschinen mit Dualboiler

Die dritte „Profi-Kategorie“ bezeichnet Siebträgermaschinen mit zwei unabhängigen Boilern, die ich in der Zeichnung Kessel I und Kessel II nenne.

Das Spiel ist ähnlich wie beim Zweikreiser: Kessel I liefert Espressowasser und sorgt für den Druckaufbau, Kessel II liefert Wasserdampf-Temperaturen für Milchschaum. Die beiden Kessel beseitigen alle Probleme der Einkreiser und auch Zweikreiser:

  • Es gibt keine Wartezeit mit möglichen Qualitätsverlusten
  • Es besteht kein Überhitzungsproblem dank völlig unabhängiger Kreisläufe

Allerdings liefern die beiden Kessel ein anderes Problem: Je nach Nutzungsintensität lungert das Wasser länger im jeweiligen Boiler rum – es wird ja nur für eine Sache gebraucht. Und Wasser, das ständig erhitzt wird, wird dadurch nicht besser.

Ihr solltet also beim Dualboiler-Kauf unbedingt berücksichtigen, welche Kesselgröße am besten zu eurer Nutzungsintensität passt. Mein Motto: je kleiner, desto besser!

Bei den Empfehlungen zur besten Espressomaschine mit Dualboiler werde ich persönlich und höchst subjektiv. Als ich noch Student war und gerade erst mit Coffeeness begonnen hatte, gab es einen eigenen Spartopf für die Rocket Espresso Dual Boiler R58.

Sie kostet (im Oktober 2019) immer noch über 2.200 Euro, wiegt immer noch fiese 30 Kilogramm und hat dabei keinen Deut an Schönheit eingebüßt. Auch bei der Funktionalität schwärme ich wohl bis ans Ende aller Tage:

Die Brühtemperatur ist flexibel einstellbar. Die PID-Steuerung hat ein externes Bedienteil. Wie cool ist das bitte?! Damit könnt ihr die Wassertemperatur regulieren. Sie ist außerdem exzellent verarbeitet und leise.

Leider hat sie es immer noch nicht in meine Testküche geschafft. Weil ich erstens so viele andere Maschinen besitze und zweitens immer noch nicht sicher bin, ob sich das Preisschild und mein Coffeeness-Anspruch nicht doch irgendwie ausschließen. Was meint ihr?

Vielleicht noch ein Wort zu meiner Begeisterung über die PID-Steuerung. PID steht für Proportional-Integral-Derivative und ist einfach gesagt dafür verantwortlich, dass die Wassertemperatur beim Brühen IMMER konstant bleibt.

Dabei spielen drei Aspekte einander in die Hände und das Ganze ist furchtbar technisch. Aber merke: PID ist eine vorrangige Spezialität von Dualboilern und einfach tiptop. Vor allem, wenn ich wie bei der Rocket darauf Zugriff habe.

Mach mal Druck: Wie funktioniert eine Espressomaschine?

Wollte ich euch die Funktionsweise einer Espressomaschine bis ins Detail erklären, bräuchte ich das halbe Internet und ihr ein Ingenieursstudium. Das ist aber nicht nötig, um die grundsätzliche Funktionalität zu verstehen:

  1. Wasser wird in der Maschine erhitzt – je nach Aufbau in unterschiedlichen Kesseln, Rohren oder in einem Behälter. Siehe Einkreiser, Zweikreiser und Dualboiler
  2. Eine hochwertige Pumpe sorgt dafür, dass dieses Wasser nicht einfach aus dem Auslauf tröpfelt, sondern mit einem hohen Druck herausschießt.
  3. Das wichtige Gegenstück dazu, damit dieser Druck mit optimalen 9 bar für einen optimalen Espresso sorgt, ist der Siebträgerhalter. In ihm bilden eine genau bemessene Menge Kaffeemehl in genau der richtigen Körnung und mit der besten Verdichtung den Widerstand von unten

Wenn alle Komponenten perfekt zusammenspielen, entsteht ein Espresso aus folgenden Parametern:

  1. Mischung: Hochwertige Espressobohnen, gerne mit einem sichtbaren Anteil an Robusta Bohnen für eine extra stabile Crema
  2. Menge: Rund 7 g Kaffeepulver werden mit einer Wassermenge von rund 25 ml im Einzelbezug beschossen und extrahiert
  3. Mahlgrad: Feinstmögliche Einstellung, die nicht nur die optimale Extraktion, sondern auch die optimale Kontaktzeit von rund 25 Sekunden garantiert
  4. Maschine: Vom aufgebauten Druck werden idealerweise 9 bar abgerufen und mit einer Brühtemperatur von rund 94 Grad in den Siebträger befördert
  5. Mensch: Ordentliches Leveln und Tampen, sauberes Flashen und perfekte Einstellung der Maschine sind das Zünglein an der Waage.

Diese sogenannte 5M-Formel verändert sich in ihren Grundfesten nie, kann aber je nach Geschmack, Bezugsgröße, Kaffeebohnen oder Maschineneigenheit leicht variiert werden.

An dieser Formel seht ihr aber auch, dass die Espressomaschine nicht allein dafür verantwortlich ist, dass ihr Bock auf euren Espresso habt. Eine superteure Profi-Maschine produziert immer noch Mist, wenn ihr bei allen anderen Aspekten schludert oder minderwertige Qualität benutzt.

Darum gilt: Nicht die Espressomaschine macht den Meister, sondern die Übung und Sorgfalt!

Was ist das Geheimnis der Crema-Siebe?

Immer wieder rede ich im Espressomaschinen Test leicht abfällig von Crema-Sieben. Und suggeriere damit natürlich, dass ein Sieb nicht gleich ein Sieb ist. Tatsächlich lässt sich der Unterschied zwischen einer Espressomaschine für Einsteiger und einer Siebträgermaschine für Profis ziemlich einfach an den Sieben – und manchmal auch am Siebhalter – ablesen.

Dazu müsst ihr die Siebeinsätze nur umdrehen und befühlen:

Sind die Siebe doppelwandig aufgebaut und besitzen an der Unterseite nur ein paar kleine Löcher oder ein einzelnes Loch, handelt es sich um Crema-Siebe für Einsteiger.

Ist das Material einwandig und der gesamte Boden ein einziges Sieb, reden wir von der Profiversion.

Wie die Bezeichnung Crema-Sieb vermuten lässt, hat dieser Unterschied etwas mit dem so heiß diskutierten Espresso-Schaum zu tun. Mal unabhängig davon, ob die Crema für den Espresso wirklich so wichtig ist oder nicht: Sie ist ein perfekter Indikator dafür, ob bei der Zubereitung alles 5M-mäßig stimmt.

Einer der größten Wackelkandidaten ist dabei der notwendige Druck, der prinzipiell durch das Zusammenspiel von Maschinenleistung, Puckverdichtung, Mahlgrad und Kaffeemenge erreicht wird – also durch vier der fünf M-Aspekte. Und bei all diesen Aspekten bringen Einsteigermaschinen und Einsteigernutzer nun einmal nicht immer Spitzenleistungen.

Darum helfen die doppelwandigen Siebe mit kleinerem Loch dabei, diese Mängel auszugleichen und den notwendigen Widerstand gegen das Wasser aufzubauen. Es wird also ein bisschen getrickst, um wenigstens überhaupt von einem ordentlichen Espresso reden zu können.

La Pavoni Professional expresso

Sowas kommt dem Könner natürlich nicht in die Tüte. Der hat alles richtig gemacht und außerdem eine anständige Maschine vor sich, die er perfekt kalibriert hat. Er will eine vollständige, gleichmäßige und saubere Extraktion. Dafür braucht er ein vollständiges, gleichmäßiges und sauberes Sieb.

Wer dabei noch richtiger Ästhet ist, spart sich gleich noch die typischen „Ausläufe“ und greift zum bodenlosen Siebträger. Damit könnt ihr dem Espresso unmittelbar beim Extrahieren zusehen. Viele Profis sagen auch, dass es für den Kaffee gut ist, wenn die Flüssigkeit nicht mit zu viel Metall oder gar Plastik (Billig-Maschinen!) in Berührung kommt.

Dies wird wahlweise mit der Hygiene, der Bedenklichkeit bestimmter Materialien oder dem Temperaturabfall bei Metallkontakt begründet. Ich mag bodenlose Siebträger auch, bestehe aber vorrangig auf guten Sieben und einem Siebträger, der perfekt in der Hand liegt.

Siebträger vs. Vollautomat: Welche Maschine will ich wirklich?

Ihr fragt mich nicht nur sehr häufig, welche Siebträgermaschine ich empfehlen würde. Ihr fragt mich mindestens genauso oft, ob ihr eine Espressomaschine oder einen Kaffeevollautomaten in den Warenkorb legen sollt.

Die kurze Antwort wäre:

Ist mir vollkommen egal, Hauptsache, Ihr nehmt anständige Kaffeebohnen.

Die lange Antwort beginnt mit einer Gegenfrage:

Wie viel Engagement wollt ihr eurem Kaffee widmen?

Und das meine ich nicht nur in Sachen Lernbereitschaft, sondern auch in Sachen Zeit, Geld und Geduld. Eine Siebträgermaschine ist kein Nebenbei-Gerät, ein Vollautomat hingegen schon. Ein Siebträger kann Espresso, ein Vollautomat kann nur KVA-Espresso. Dieser Vergleich ließe sich ewig fortsetzen.

DeLonghi ECAM 23.455.b Espresso fertig Arne Happy

Weil das aber keinem hilft, habe ich euch lieber eine Art von Checkliste mit typischen Anfragen und der passenden Antwort gebastelt. Sollte hier noch etwas Wichtiges fehlen, schreibt mir gerne einen Kommentar!

  1. Ich habe von beiden Kategorie-Versionen keine Ahnung, habe aber großes Interesse an Espresso, Cappuccino und Co.
    Gäbe es nicht die Hybridmaschinen, würde ich sie als Antwort auf diese Frage glatt erfinden. In vielerlei Hinsicht sind sie wesentlich einfacher aufgebaut als der Vollautomat, verlangen aber auch nicht so viel Wissen wie ein Siebträger. Dicker Vorteil ist natürlich, dass sie die Mühle schon an Bord haben und meist über eine automatische Dampflanze verfügen. Auch der Tamper ist eingebaut. Und das Beste: Sie zaubern echten (!) Espresso.
  2. Ich probiere gerne unterschiedliche Bohnen und habe einen hohen Anspruch an meinen Kaffee
    Wenn du Espressobohnen und Espresso-Kaffee meinst, geht nichts über den Siebträger. Denn nur damit gelingt es, wirklich die Essenz aus den Zutaten zu kitzeln – ohne Kompromisse, ohne Faxen und genauso, wie es sich der Röster gedacht hat. Geht es um Filterkaffee und Kaffeebohnen, reden wir vom Handfilter. Ein Vollautomat liefert immer (!) nur Kompromisse und weder Espresso noch Filterkaffee.
  3. Ich liebe Espresso und Milchschaumgetränke, habe aber nur ein begrenztes Budget
    Auch wenn sich in Sachen sehr günstige Espressomaschinen viel tut, müsst ihr immer noch die Kosten für eine gute Kaffeemühle, einen anständigen Tamper, eine Knockbox und natürlich die Bohnen einberechnen. Da hat der All-in-One-Allrounder Vollautomat ein bisschen die Nase vorn. Allerdings haben Siebträger den enormen Vorteil, dass sie bei einer gewissen Qualität sehr lange halten. Geht zudem ein Bauteil kaputt, ist nicht gleich das ganze Ensemble im Eimer.
  4. Meine Familie ist bunt und voller unterschiedlicher Kaffeetrinker
    Wenn nicht alle absolute Kaffeenerds sind, rate ich zum Vollautomaten. Sonst wird’s zu kompliziert und es geht schneller was kaputt. Außerdem kann jeder am Vollautomaten sein eigenes Lieblingsgetränk programmieren. Auch das automatische Milchschaumsystem ist nicht zu verachten.
  5. Ich trinke ausschließlich Espresso
    Ganz klar Siebträger – von mir aus auch günstig. Vollautomaten zaubern zwar eine „Art“ von Espresso, den real deal gibt’s nur bei der Siebträgermaschine. Ein Kompromiss wäre die Hybridmaschine.
  6. Ich vergesse manchmal die Reinigungsintervalle
    Siebträger! Hier muss kein Kaffee durch die Maschine, es schimmelt weniger. Reinigungen und Entkalkungen sind trotzdem Pflicht – aber weniger aufwendig als beim Vollautomaten.
  7. Ich möchte morgens einen schnellen Kaffee trinken
    Kommt drauf an: Wenn du vorher viel Übung in den Siebträger-Ablauf investiert hast, geht es fast so fix wie mit dem Vollautomaten. Allerdings haben gerade hochpreisige Modelle eine längere Aufheizzeit. Der Vollautomat bietet also mehr Komfortpunkte für den Tagesstart.
  8. Ich suche eine Maschine für das Büro
    Auf jeden Fall Vollautomat! Viele Menschen mit unterschiedlichem Kenntnisstand und Anspruch fummeln an einer komplizierten Maschine mit viel Feinmechanik rum? Besser nicht!
  9. Ich will auf Instagram angeben
    Siebträger – was sonst?! Auch ohne Follower ist der Look unschlagbar und jede Küche sieht damit gleich wie ein Gourmettempel aus.

Welches Zubehör zur Espressomaschine muss ich kaufen?

Das Wörtchen muss macht schon deutlich, dass es bei der Investition in eine Espressomaschine leider nicht bleiben wird. Denn anders als bei Kaffeevollautomaten verfügt ihr hier nicht über eine eingebaute Kaffeemühle, sondern müsst sie extra kaufen.

Selbst, wenn ihr dieses Problem mit einer Hybridmaschine umgeht, werdet ihr nach ersten Versuchen mit dem mitgelieferten Zubehör merken, dass irgendwas zum absoluten Siebträger-Glück fehlt.

Darum will ich das wichtigste Zubehör zur Siebträgermaschine kurz vorstellen – ganz gleich, ob es obligatorisch oder optional ist:

  • Investiert in eine gute Kaffeemühle!

Besser noch … in eine exzellente Espressomühle. Viele automatische Einsteigervarianten haben meist das Problem, dass sie die Kaffeebohnen nicht fein genug für den optimalen Druckaufbau im Siebträger gemahlen kriegen.

Witzigerweise haben gute manuelle Espressomühlen wie meine Comandante (preisintensiv) oder die Porlex Tall Handkaffeemühle damit praktisch nie Probleme. Doch wer will sich schon für jeden Espressobezug einen Wolf kurbeln?

Comandante Handkaffeemuehle Espresso

Zwei Modelle aus meinem Kaffeemühlen Test zeigen euch, was ich unter einer exzellenten Espressomühle, die perfekt zum Siebträger passt, verstehe:

Das Preisschild beider Empfehlungen ist natürlich etwas heftig. Aber aus meinen Langzeittests weiß ich, dass diese Mühlen fast unkaputtbar sind. Außerdem findet ihr in dieser Preisklasse kaum homogenere Mahlergebnisse.

(Preislich) wesentlich tiefer stapelt ihr mit der Graef CM 800, die in unserem Team ebenfalls im Dauereinsatz ist. Sie hat inzwischen mehrere Upgrades durchlaufen und ist jetzt in der Generation Graef CM820EU vertreten.

Graef CM 800 ohne Schrauben

Die Graef 800er Reihe zeichnet sich vorrangig durch sehr gute Ergebnisse bei einem relativ geringen Preisschild aus. Die Mahlung erfolgt zwar nicht stufenlos, aber ist mit 40 Graden recht geräumig.

Allerdings ist der Zusammenbau – bzw. der Auseinanderbau für die Reinigung –umständlich. Und Reinigung ist hier eine häufige Aufgabe, weil es durch einen recht großen Kunststoffanteil viel statische Aufladung gibt. Dennoch: Mit Graef und der CM 8er-Reihe seid ihr erst einmal ziemlich gut versorgt.

Übrigens: Nur, weil ihr eine Hybridmaschine habt, heißt das nicht, dass eine externe Mühle überflüssig wäre. Bei der DeLonghi La Specialista beispielsweise spart ihr euch mit einer externen Kaffeemühle viele Umstellarbeiten, wenn ihr neue Bohnen ausprobiert. Das ist zwar kein Muss, aber ein Tipp.

  • Gönnt euch einen „echten“ Tamper

Ich muss es mal so sagen, wie es ist: Praktisch alle Siebträgermaschinen, die ich für euch schon getestet habe, bringen einen Tamper mit, der wie ein YPS-Gimmick wirkt. Die meisten Versionen liegen schlecht in der Hand, sind zu leicht und erzeugen damit nicht den notwendigen Anpressdruck von rund 15 kg.

Delonghi EC 680 Tamper Größe

Ohne diesen Druck gibt es aber keinen ordentlich verdichteten Kaffeepuck. Dann schießt das Wasser lässig durch den Kaffee, vielleicht fliegt der Siebträger ab, oder ihr dürft euch über eine Kaffeeschwemme beim Abnehmen des Siebträgers freuen. So oder so: Tamping saves the espresso!

Gibt es eine automatische Tamping-Station – was ein Merkmal der Hybriden ist – gelingt dies meist schon besser. Aber nicht immer kommt die Art von Verdichtung aus dem Tamper, die ihr euch wünscht. Oder die Mechanik hat einen schlechten Tag. Oder, oder, oder.

Oracle Touch Sage mit externe Brühgruppe

Ein ordentlicher Tamper ist ein Komfortpunkt, der nicht unbedingt die Welt kostet. Ich habe darüber nachgedacht, dazu auch einen Test zu machen. Was meint ihr?

Einen Favoriten habe ich hier bisher nicht. Wichtig ist mir, dass der eigentliche Stempel aus einer sehr schweren und glatten Legierung besteht, während der Griff so geformt ist, dass ich ihn perfekt in der Hand halten und ordentlich und ohne Schmerzen senkrecht Druck ausüben kann.

  • Vereinfacht euch die Arbeit mit einer Knockbox

Wie kommt der gebrauchte Kaffeepuck aus dem Siebträger? Geht es nach den Herstellern von Espressomaschinen, seid ihr auf euch allein gestellt. Entweder, ihr klopft das Ding auf dem Mülleimerrand aus (Igitt!), findet ein passendes Gefäß im Haushalt oder kauft euch eine Knockbox.

Der Witz an diesen Tischmülleimern für Kaffeereste ist der Quersteg, auf den ihr den Rand des Siebträgers schlagen könnt. Dadurch wird der Kaffeepuck in einem Rutsch aus dem Sieb befördert.

Dafür sollte die Knockbox standfest und möglichst schwer sein. Eine Gummierung oder ähnliches am Quersteg sorgt außerdem dafür, dass die Klopferei nicht so viel Radau macht.

Übrigens ist der spezielle Abklopfbehälter nicht nur eine Frage der Hygiene und Komplettierung der Kaffeestation. Er ist auch so etwas wie ein Kontrollgerät. An der Art und Weise, wie der Puck aus dem Siebträger kommt, und wie stabil er im Behälter landet, könnt ihr beurteilen, ob bei der Zubereitung alles geklappt hat.

Nach dem Tampern

Flatscht er feucht und wie Schlamm in den Behälter, ist das genauso falsch, als wenn er knochentrocken rausbröselt und sofort beim Auftreffen auf den Boden zerfällt. Ein optimaler Puck behält weitestgehend seine Form, bevor er austrocknet und zerfällt.

  • (Nur) als Milchmaler braucht ihr ordentliche Pitcher

Eine Milchkanne, die perfekt in eurer Hand liegt, ist kein Muss. Es sei denn, ihr wollt Meister der Latte Art werden. Alle anderen kommen mit den mitgelieferten Pitchern meist gut zurande. Fehlt das Kännchen allerdings, ist die Investition vergleichsweise gering, der Gewinn aber hoch.

Milch Pitcher haben die optimale Form zum Aufschäumen und sind absolut unempfindlich gegen Hitze und Wasserdampf. Bei so manchem Glas wäre ich mir da nicht sicher.

  • Wenn es unbedingt sein muss …

… und euch gar nichts mehr einfällt, was ihr euch noch kaufen könnt, macht ihr euch mit einer Tampermatte sicherlich eine ebenso große Freude wie mit einem schicken Kaffeepinsel aus Holz. Ihr könnt natürlich auch richtig in die Vollen gehen und die Kaffeepucks in eine echte Sudschublade befördern. Über die schönsten Espressotassen will ich gar nicht erst reden.

Bevor ihr aber Gimmicks kauft, investiert euer Geld immer (!) in exzellente Bohnen. Keine Supermarktware, keine Industrieröstung, keine Tüte aus undurchsichtiger Herkunft. Wendet euch an Röstereien, die fair und transparent mit ihren Beschaffungswegen und Bezugsquellen umgehen und sorgfältig an die Röstung gehen.

Diese Bedingung ist unverrückbar. Nicht umsonst ist die „Mischung“ der erste Faktor in der 5M-Formel.

Die wichtigsten Tipps für exzellenten Espresso aus dem Siebträger

Eine umfassende theoretische Einführung in die Zubereitung von Espresso in der Siebträgermaschine ist ziemlich sinnlos. Denn hier wie bei keiner anderen Kategorie gilt: Ihr müsst es machen. Immer und immer wieder. Außerdem ticken jede Maschine und jede dazu passende Mühle anders.

DeLonghi EC 685.BK fertiger Espresso vorne

Was ich euch dafür gern mit auf den Weg gebe, sind ein paar Tipps, wir ihr schneller zu tollem Espresso kommt und typische Fehlerquellen eliminiert.

  1. Ein hoher Robusta-Anteil hilft: Auch wenn die Robusta-Bohne im Vergleich zur Arabica gerade erst Fans gewinnt, ist sie für (italienisch orientierte) Espressotrinker keine Neuigkeit mehr. Denn italienische Röstungen sind meist mit einem recht hohen Robusta-Anteil versehen. Das sorgt für den nötigen Koffein-Kick und stabilisiert die Crema. Selbst wenn es im 5M-Universum etwas hakt, kann dennoch ein vollmundiger Espresso entstehen.
  2. Lernt die Betriebsanleitung auswendig: Bei vielen Vollautomaten oder anderen Gerätschaften sind die Funktionen selbsterklärend oder werden nicht gebraucht. Bei einer Siebträgermaschine solltet ihr euch intensiv mit der Betriebsanleitung beschäftigen und sie mehrmals (!) komplett durchspielen.
  3. Sucht den Fehler zuerst bei der Mühle: Die meisten Extraktionsfehler werden bereits beim Mahlen eingebaut. Es dauert sehr lange, bis ihr für eure Mühle den Sweet-Spot gefunden habt, an dem das Espressomehl sehr fein, aber eben nicht zu fein ist. Wenn kein Espresso aus dem Siebträger kommt, solltet ihr zuerst den Mahlgrad gröber stellen. Meist kann das Wasser dann nicht durch den Puck. Schießt es hingegen zu schnell und hell in die Tasse, gilt das Gegenteil. Und hilft all das nichts, überprüft erst einmal, ob eure Mühle wirklich was taugt.
  4. Übt mit einer Küchenwaage: Jeder frische Barista muss das Tampen erst einmal mit einer Küchenwaage üben. Nur so lernt er, wie sich der optimale Druck auf den Kaffeepuck anfühlt. Danach könnt ihr auf euer Muskelgedächtnis vertrauen. Wie wir schon gesehen haben, ist der notwendige Druck das A und O – also kümmert euch darum.
  5. Werdet zum Pedanten: Weiter unten findet ihr ausführliche Aussagen zur Reinigung einer Espressomaschine. Beherzigt sie und setzt sie vor allem eifrig um. Zwar muss bei einer Siebträgermaschine kein Kaffee durch die Innereien, dafür sind Kalk und andere wasserbezogene Dinge ein sehr großes Thema. Je öfter ihr Reinigungszwischenschritte erledigt, desto weniger habt ihr Probleme mit Kalk oder verstopften Sieben.

Siebträgermaschinen gebraucht kaufen: Gute Idee?

Bei den Kaffeevollautomaten predige ich stets, dass der Gebrauchtkauf keine gute Idee ist. Denn ihr wisst nie, wie die Maschine vom Vorbesitzer gepflegt wurde – und ob überhaupt.

Das gilt natürlich auch für gebrauchte Espressomaschinen. Allerdings gibt es hier den Vorteil, dass Kaffeemehl niemals durch die Maschine laufen muss. Es kann also auch nicht tief im Inneren schimmeln. Alle anderen Aspekte könnt ihr direkt sehen und ausprobieren – und solltet das vor dem Gebrauchtkauf immer tun.

Insbesondere bei sehr hochwertigen Espressomaschinen mit theoretisch langer Lebensdauer könnt ihr im Gebrauchtkauf ein Schnäppchen machen. Aber vom Blindkauf muss ich wie immer abraten. Meist zeigt sich auch im Gespräch mit dem Verkäufer, ob der was von seiner Maschine versteht und ihr den nötigen Respekt entgegengebracht hat.

Siebträgermaschine entkalken und reinigen: Einfach, aber notwendig

Im Vergleich zu Vollautomaten ist das Reinigen einer Espressomaschine ultraeinfach. Hier gibt es keine Milchschläuche, keine interne Brühgruppe, keine fest verbaute Mühle, die man mühselig auseinander frickeln muss.

Mahlwerk reingingen bei der Oracle

Das verleitet aber häufig auch dazu, es mit dem Säubern nicht ganz genau zu nehmen und die typischen Reinigungsschritte zwischen zwei Kaffeebezügen als ausreichend zu betrachten. Aber wo so viel Wasser im Spiel ist, kommt ihr natürlich auch um das Entkalken der Siebträgermaschine nicht herum.

Ich empfehle grundsätzlich bis zu sechs verschiedene Reinigungsschritte (je nach Maschine), die ihr unterschiedlich oft (und unterschiedlich intensiv) durchführen müsst:

Vor, zwischen und nach jedem Espressobezug

  • Schnellreinigen und Trocknen von Siebträgerhalter und Sieb
  • Evtl. Entfernen von Kaffeeresten an der Brühgruppe mit speziellem Pinsel
  • Flashen der Brühgruppe – kurz heißes Wasser ohne eingesetzten Siebträger durchlaufen lassen

Vor, zwischen und nach jedem Milchschäumen

  • Reinigen und Trocknen von Milchkännchen
  • Kurzes Flashen der Dampflanze mit Wasserdampf
  • Entfernen äußerer Milchschaumreste mit einem eigenen (!), feuchten und sauberen Lappen

Bei jedem Nachfüllen von Wasser

  • Kurzes Ausspülen des Behälters vor Neubefüllung

Nach jedem Nutzungstag

  • Flashen und Bürsten der Brühgruppe
  • Tiefenreinigung und Trocknung aller entnehmbaren Komponenten (Siebe, Siebträger, Wassertank, Milchkännchen, Abtropfschale, Tamper, Knockbox etc.)
  • Intensive Reinigung der Dampflanze

Je nach Einsatzhäufigkeit einmal wöchentlich

  • Rückspülen der Brühgruppe mit sogenanntem Blindeinsatz für den Siebträger

Je nach Einsatzhäufigkeit einmal monatlich

  • Rückspülen der Brühgruppe mit Blindeinsatz für den Siebträger
  • und speziellem Reinigungspulver zum Lösen festsitzender Kaffeeöle

Eines der wichtigsten Utensilien dafür ist das sogenannte Blindsieb bzw. der Blindeinsatz. Bei der Mini-Maschine Sage the Bambino Plus nennt sich das Ding „Reinigungsscheibe“. Die Aufgabe ist immer gleich: Sie verhindert, dass das Wasser aus dem Siebträger läuft und hält es in der Maschine.

Ich habe dafür auch schon mal die Bezeichnung „die Maschine gurgeln lassen“ gehört. Doof ist das nicht. Weil der Reiniger nirgendwo anders hin kann, rotiert er in der Brühgruppe und erledigt dort seine Aufgabe.

Das klingt alles ziemlich umfangreich und aufwendig, ist aber in der Realität meist in Sekunden erledigt und gehört bei entsprechender Routine fest zum Arbeitsablauf. Eine Siebträgermaschine zu reinigen ist wirklich kein Akt!

DeLonghi EC 685.BK Entkalker

Das Entkalken einer Espressomaschine klingt ebenfalls aufwendig. Aber genauso wie beim Vollautomaten ist es erstens weniger häufiger nötig und zweitens eine Routinesache. Die Entkalkungsintervalle richten sich selbstredend nach

  • Dem Härtegrad eures Leitungswassers oder verwendeten Wassers
  • Der Nutzungsintensität

Die gute Nachricht ist, dass eine Entkalkung viel einfacher als beim Vollautomaten ist und weniger häufig notwendig wird. Wir reden hier von Monatsintervallen, gerne auch von Quartalen.

Hier richtet ihr euch auch nach dem äußeren Erscheinungsbild. Wird’s kalkig im Kaffee, an den Siebträgern oder an der Brühgruppe, ist es schon fast zu spät.

Alles, was ihr zunächst tun müsst, ist den Entkalker in den Wassertank oder eine Schüssel zu geben und entsprechende Einweichzeiten für allen beweglichen Teile einzuhalten. Siebe und Siebträger sollten rund 30 Minuten einweichen, bevor sie anschließend gut nachgereinigt und abgetrocknet werden.

Der Wassertank wird ähnlich lange mit Entkalkerwasser stehen gelassen. Gleiches gilt auch für (abschraubbare) Milchschaumdüsenspitzen oder einen Heißwasserauslass mit Sieb.

Das Entkalken der Siebträgermaschine richtet sich ein wenig nach dem Aufbau des Geräts und der Bauweise (Einkreiser, Zweikreiser, Dualboiler etc.). Günstigere Einkreiser wie die Sage the Bambino Plus führen euch mit leuchtenden Tasten und bestimmten Tastenkombinationen durch den Vorgang, bei hochwertigeren Modellen nach klassischem Vorbild wird’s etwas komplizierter.

Ich rate daher dringend dazu, immer die Betriebsanleitung für eure jeweilige Maschine zu beachten.

DeLonghi ECOV 311.GR Bedienungsanleitung

In der ursprünglichen Fassung dieses Artikels habe ich darauf hingewiesen, dass ich gerne auf Chemie verzichte und Zitronensäure für das Entkalken nehme. Viele von euch haben mich dafür zurecht angezählt.

Ich habe nämlich beim Schreiben stets an meine La Pavoni Professional gedacht, deren Kessel nicht aus Aluminium besteht. Viele andere Siebträgermaschinen setzen aber genau auf dieses Material. Und das wird von Zitronensäure angefressen.

Darum lautet mein Tipp jetzt: Nehmt einen Entkalker, der vom Hersteller empfohlen wird. Ihr müsst nicht zwingend auf das Markenprodukt setzen, aber auf die gleichen Inhaltsstoffe!

Milchschaum aus der Espressomaschine: Eine Welt für sich

Dem (bisher) recht schwierigen Thema Milchschaum mit der Dampflanze habe ich im Milchschaum-Text einen eigenen ausführlichen Abschnitt gewidmet. Dort findet ihr grundsätzliche Hinweise, wie ihr fließfähigen, feinporigen und wohltemperierten Milchschaum mit dem recht komplizierten Lanzenverfahren an der Espressomaschine hinbekommt.

Allerdings muss ich trotz aller Fertigkeiten, die ich mir im Laufe der Jahre zum Thema manuelles Milchaufschäumen angeeignet habe, eines festhalten: Die automatischen Milchlanzen vieler günstiger Espressomaschinen oder der Hybriden finde ich großartig!

Zwar gibt es hier kaum einen Lerneffekt. Und nicht jede automatische Lanze liefert exakt das Ergebnis, das sich eine Milchmaler vorstellen würde. Aber Schaum wie aus der DeLonghi La Specialista oder der Sage Bambino muss man erstmal hinkriegen!

Sage the Bambino Plus Milch aufschaeumen

Was ich damit eigentlich sagen will: Rein manuelle Milchschaumlanzen sind zwar das Merkmal sehr hochwertiger Espressomaschinen – und ihre Beherrschung damit sowas wie ein Statussymbol.

Aber wenn diese Art des Milchschäumens einer der Gründe ist, warum ihr euch nicht an einen Siebträger traut, dann liefert die neue Generation an Consumer-Geräten endlich Abhilfe. Und hygienischer als mit einem automatischen System aus dem Vollautomaten ist das Ganze auch noch.

Datenblätter dekodiert: Worauf ihr beim Espressomaschinen Kauf achten müsst – und worauf nicht

Statt eines ellenlangen Fazits will ich euch zum Schluss noch ein paar Tipps auf den Weg geben, wie ihr Datenblätter oder Produktbeschreibungen für Siebträgermaschinen lesen solltet. Mir ist es wichtig, dass ihr euch nicht von den falschen Zahlen blenden lasst bzw. eine Maschine kauft, die ihr am Ende auch komplett nutzt.

  1. Einkreiser, Zweikreiser, Dualboiler: Wer Espresso schwarz trinkt, braucht nur einen Kessel und kann sich den Aufpreis für kompliziertere Prinzipien theoretisch immer sparen.
  2. Aufheizzeit: Je größer und detaillierter der Kesselaufbau bzw. die Maschine, desto länger ist die Aufheizzeit. Das sollte man dringend beherzigen, wenn man morgens wenig Zeit hat. Bei der Rancilio Silvia gehen zum Beispiel rund 20 Minuten ins Land, die Sage the Bambino Plus ist in drei Minuten fit.
  3. Pumpendruck: „Die hat 19 bar, die ist super“. Nee. Die kann 19 bar, abgerufen werden hoffentlich 9 bar direkt an der Brühgruppe. Analog zum Vollautomaten gilt: Ignoriert die Druckangabe, es sei denn, sie fällt negativ komplett aus dem Rahmen. Alles andere ist Megapixel-Mogelei.
  4. PID: „automatische Temperaturstabilisierung“. Dicker Pluspunkt, der euch bessere Ergebnisse liefert.
  5. Einwandige oder doppelwandige Filterkörbe: Doppelt hält zwar tatsächlich besser (den Druck), aber langfristig erreicht ihr mit einwandigen Sieben die besseren Ergebnisse. Schaut also nach, ob der Siebträger zum Austauschen mit „Profimodellen“ geeignet ist. Der Durchmesser des Siebträgers (in mm) ist hier eure wichtigste Hilfestellung
  6. Größe Wassertank: Hier habe ich nichts gegen ein paar Milliliter mehr. Durch das ordentliche Flashen usw. geht ziemlich viel Wasser durch die Maschine. Jedes Mal zum Hahn tigern wird mitunter nervig. Etwa bei der La Specialista als Hybrid war das Tankvolumen exzellent (trotz Dauereinsatz und unzähligen Bezügen)
  7. Mahlgrade: Selbstverständlich nur bei Hybriden wichtig. Klarer Fall: je mehr, desto besser!
  8. Auslaufhöhe und „Treppchen“: Ein hoher Auslauf ist super für Latte-Gläser. Aber näher ran an der Espressotasse ist wichtiger. Sonst sprotzelt es und der Kaffee wird schnell kalt. In diesem Fall solltet ihr auf „Treppchen“ oder ähnliche Vorrichtungen achten, die die Espressotasse näher an die Brühgruppe bringen.
  9. Maße: Beachtet vorrangig, dass ihr bei manuellen Milchlanzen Platz nach links oder rechts einkalkulieren müsst, sonst wird’s krampfig. Die Tiefe ist je nach Modell für die Entnahme des Tanks wichtig, die Höhe ebenfalls.
  10. Gewicht: Zweischneidige Sache: Bei einem geringen Gewicht steigt die Gefahr, dass sich die gesamte Maschine beim Einsetzen der Siebträger mitdreht. Für richtig schwere Klopper braucht ihr zwingend eine entsprechend stabile Unterlage. Wir reden hier von 20 kg und mehr.

Welche Tipps, Tricks und Fragen habt ihr noch parat? Ich freue mich über einen Kommentar!

54 Kommentare

    Lieber Arne Preuß,
    bevor mir total der Verstand verloren geht bzgl. Einkreiser/Zweikreiser, traue ich mich mal folgende Frage zu stellen.
    Wenn ich doch gar kein Milchschaum mit der Espressomaschine erzeugen möchte, sondern „nur“ Espresso machen möchte, genügt da nicht sowieso ein Einkreiser, oder mache ich jetzt einen Denkfehler ?
    Ich hoffe, dass Sie jetzt nicht den Kopf schütteln und sehe gespannt einer Antwort entgegen.
    MfG
    Bernd Knauf

    Antworten
    Arne

    Hallo lieber Bernd Knauf, bitte nicht den Verstand verlieren. Das ist genau richtig. Ich würde für für einen Haushalt, in dem nur Espresso getrunken wird, immer einen Einkreiser empfehlen. Der Klassiker wäre eine Rancilio Silvia:

    https://www.coffeeness.de/rancilio-silvia-test/

    Ein Zweikreiser oder Dualboiler ist nicht notwendig.

    Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo Arne,
    es gibt doch jetzt die Nuova Simonelli Oscar II als Nachfolgermodel des Oscar I.
    Der Siebtraeger wird jetzt aber gar nicht in der Webseite erwaehnt…..
    Kostenpunkt ist naemlich ebenso unter 1000 Euro und, was ich ganz nett finde, man kann die Füllmenge programmieren….

    Ich habe bis jetzt mit einer Saeco Nina Bar „gearbeitet“…. allerdings arbeitet die Saeco ja mit dem Crema-Siebtraeger, daher bin ich noch nicht wirklich bei einer Siebtraegermaschine angekommen….

    Ein Bericht über die Oscar II waere super….. ich liebaeugle naemlich schon ziemlich mit ihr….. allerdings waere die Siemens EQ 600 / 700 eher mein Fall, weil ich morgens einfach nur Kaffee brauche….. 😉

    Tolle Seite, wirklich wahr…. endlich mal auch Videos, die ein wirkliches Qualitaetsurteil abgeben und nicht einfach nur Werbevideos…

    Gruß Karin

    Antworten
    Arne

    Hallo Karin, vielen Dank für deinen Kommentar. Meine Espressomaschinen-Testseite hängt ein wenig hinterher. Danke für den Hinweis. Hier sind viele Aktualisierungen und Tests geplant. Die Tests und Videos ist leider recht aufwändig – aber ich bleibe dran! Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo,
    erst mal Glückwünsche zu deiner tollen Seite!
    Ich möchte dir aber einen guten Tipp geben beim Entkalken von Maschinen…
    Zitronensäure ist ein guter Entkalker für Wasserkocher und Co., leider greift sie auch gern Metalle an, besonders wenn man eine Maschine mit Alu-Erhitzer/Boiler hat(Meist bei Vollautomaten zu finden).
    Das Aluminium Oxidiert aus und das Material trägt sich mit der Zeit selbst ab (Hoher verschleiß.
    Zusätzlich kann das abgebaute Aluminiumoxid Düsen und Schläuche verstopfen!
    Bitte dieses berücksichtigen! Bei Vollautomaten NIEMALS mit Zitronensäure oder Essig Entkalken. Besser auf bewerte Produkte wie z.B. Durgol zurückgreifen, diese bilden auf dem (mit dem) Aluminium einen schützenden Mantel!
    Denke das Messing auch darunter leidet (Noch nicht ausprobiert).
    Habe leider schon viele Boiler von Vollautomaten tauschen müssen, weil die Besitzer mit Zitronensäure entkalkt haben!

    Ich freue mich auf weitere Beiträge auf dieser Tollen Seite!
    Mach weiter so!

    Antworten
    Arne

    Hallo Kai,

    danke für die guten Tipps und Hinweise. Es gibt auch einige Vollautomaten die ohne Aluminium auskommen. Bei Delonghi kommt es immer auf das Modell an. Aber ich denke es ist insgesamt eine gute Idee auf Zitronensäure zu verzichten, zumindest bei Vollautomaten. Meine La Pavoni Professional entkalke ich aber schon mit Zitronensäure. Danke für den guten Kommentar! Viele Grüße aus Berlin, Arne

    Antworten

    Moin Arne!

    Vielen Dank für deine super Seite und deine vielen Tests im YouTube-Channel. Echt klasse, wie du das betreibt!

    Allerdings muss ich dich um einen Rat bitten. Ich bin total unschlüssig.
    Ich wohne seit kurzem in einer eigenen Wohnung und möchte mich um einen Kaffeevollautomaten oder einen Siebträger bereichern.
    Einige werden nun mit dem Kopf schütteln, aber mein Budget habe ich mit ca. 300€ sehr gering eingestuft. Demnach habe ich mal die DeLonghi Ecam 22.11.0 B oder die Kombi DeLonghi EC680.M und Graef CM 702 in Betracht gezogen.
    Nun bin ich, als Anfänger, echt sehr unsicher, was mir besser liegt.
    Ich trinke sehr gerne einen Crema, manchmal auch Schwarzen oder Americano. Mich würde ein Siebträger reizen, allerdings habe ich „Angst“, dass ich danach enttäuscht bin, weil ich keine vernünftige Getränke hinbekomme.

    Was meinst nun du dazu, womit kann ich bessere Ergebnisse erlangen?
    Bzw. zu welchem Kauftipp rätst du mir?

    Viele Grüße Michi

    Antworten

    Hi Arne,

    dein Blog und die Videos sind großartig, mach weiter! Lange habe ich über die Anschaffung eines Siebträger nachgedacht, jetzt habe ich den Einstieg mit einer Delonghi 680 R und einer Graef CM 800 gewagt. Das Sieb der Delonghi habe ich abgefräst und das unhygienische Plastikteil gleich mit entfernt. Demnächst fräse ich den ganzen Siebträger bodenlos um.
    Gibt es für die Delonghi auch Edelstahl Siebträger die passen? Wenn nicht müsste ich die Graef Siebe nachkaufen…Aber Alu soll ja neuerdings gesundheitlich nicht so dralle sein.

    lg Thilo

    Antworten

    Hallo Arne! Kompliment für Deine tolle Seite!!!

    Möchtest Du nicht vielleicht mal Deine Meinung oder einen Test zum „Mainstreamsiebträger „DeLonghi EC 680 abgeben???

    Antworten

    Was hälst Du vom seperaten Milchaufschäumern in Verbindung mit 1 Kreis-Maschinen?

    Antworten
    Arne

    Hallo Rolf, das kannst du schon machen. Viele wollen das nicht aber es ist sicher eine Möglichkeit. Ich veröffentlich in ca. einer Woche eine neue Test-Kategorie zu Milchaufschäumern. Es gibt durchaus gute! Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo Arne
    Ich habe vor, mir eine siebträgermaschine zu kaufen .
    Ich will nur espresso herstellen. Für aufgeschäumte milch würde ich einen stilbruch in kauf nehmen und meinen autom. Wmf milchschäumer verwenden, der übrigens super funktioniert.
    Bin mehrfach um die ecm classica 2 (Einkreiser) rumgeschlichen und habe mir jedesmal überlegt ob ich so viel investieren muss. ( ca.1000.-) Eine Mühle kommt ja noch dazu.
    Jetzt habe ich die rancilio silvia bei dir entdeckt .
    Sie ist natürlich nicht so schön wie eine ECM.
    Trotzdem
    Welche nachteile/vorteile gibt es im vergleich zur ecm?
    Verwendete Materialien, Qualität, Langlebigkeit, Handhabung und service aber vor allem auch der Geschmack des erzeugten espressos sind mir wichtig.
    Danke i.V.
    Peter

    Antworten

    Hallo sehr coole Seite mit den Tests 🙂

    Könntest du mal die vorher von dir erwähnte Espressomaschine Advanced Pro G von Gastroback testen?

    Wäre mal interessant ob das EinsteigerModell was taugt.

    Viel3 Grüße

    Antworten

    Hallo Espressogemeinde
    Ich bin erst vor ein paar Tagen auf diese Seite gestoßen,auf der Suche nach Espressobohnen, und ich möchte ein paar Gedanken los werden.
    Das Problem mit dem Verkalken einer Espressomaschine habe ich schon vor ca. 15 Jahren
    für mich gelöst, und zwar damit, das ich nur destilliertes Wasser für Espresso und Cappuchino benutze. Erstens ist es das weichste Wasser welches man bekommen kann, auch weicher als Quellwasser, zweitens ist es somit der beste Geschmacksträger den
    es gibt und drittens stellt es bei diesen geringen Mengen auch keine Gefahr für die Gesundheit dar(Stichwort osmotische Reaktion).Und arm wird man auch nicht,
    obwohl es um ein vielfaches teurer als Leitungswasser ist. Stilles Mineralwasser ist sicher auch gut geeignet, aber es ist im Vergleich doch teurer und auch härter als dest. Wasser.

    Antworten

    Lass dir ruhig Zeit mit der Antwort, ich glaube kaum das du daran etwas aus zusetzten hast. Wenn ich aber noch was zum Besten geben darf, dann auf die Frage nach der richtigen Espressomaschine. Ich habe vor 16 Jahren nach wochenlangen Überlegungen
    eine Saeco Aroma Siebträgermaschine gekauft, die ich heute noch habe und die einen guten Espresso macht. Warum? Damals hatte ich noch keinen Rechner und um mir
    einen weitestgehend unabhängige Meinung bilden zu können, bin ich zur Stiftung Warentest gegangen. Auf Grund der Testberichte habe ich mich dann für diese Maschine
    entschieden und es nie bereut.Es kommt bei einer Espressomaschin NIE auf die Ästhetik
    an, sondern nur auf das was unten raus kommt.Das ist jedenfalls meine Meinung.

    Antworten

    Hey Arne,
    echt tolle website hast du da. Auf jeden Fall Daumen hoch dafür.
    Jedoch habe ich eine Frage und zwar ob du eher Vollautomaten oder Siebträgermaschinen bevorzugst.
    Deine Antwort würde mir sehr weiterhelfen,
    Danke im Voraus und viel Erfolg weiterhin.

    Antworten
    Arne

    Hallo Georg, ich nutze am liebsten meinen Handfilter. Ich persönlich würde aber, musste ich mich entscheiden, eine Espressomaschine zuhause haben. Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo Arne,
    vielen Dank für die informative Doku,
    ich trinke gerne verlängerten schwarzen Kaffee, in Spanien auch Americano
    genannt; besteht für mich zu einem Drittel aus einem guten, nicht bitteren Espresso und zu zwei Drittel aus heißem Wasser. Würdest du dafür auch einen Einkreisen empfehlen?
    danke und LG Julia

    Antworten

    Hallo Arne,
    diese Seite ist echt super übersichtlich und gibt mir als Einsteiger viele wertvolle Tipps!

    Ich trinke jeden Tag Kaffee. Meistens Filterkaffee, ich trinke aber auch sehr gerne Americano. Gerne wollte ich es mal mit einer Espressomaschine versuchen und damit auch Americano oder Cappuccino zubereiten.
    Da ich Einsteiger bin und erstmal testen wollte, ob Espressomaschinen etwas für mich sind, wollte ich mir die „Icona Vintage“ von Delonghi besorgen und nicht gleich zu viel Geld ausgeben, da ja auch noch eine gute Mühle her muss. Die Icona ist nicht nur sehr hübsch, sondern hat auch einigermaßen gute Testberichte. Denkst du, dass diese Maschine zum Ausprobieren ok wäre? Hab mich wirklich auch in das Design verliebt (ich weiß, man sollte nicht nur auf das Design schauen, aber die hat es mir echt angetan).

    Über deine Meinung dazu würde ich mich freuen.

    Viele Grüße
    Chririn

    Antworten

    Hallo Arne
    Ich würde mal gern deinen Kommentar zu meinem Vorschlag mit dem dest. Wasser
    vom 16.02. lesen.
    F. Hoffmann

    Antworten

    Hallo, Arne,

    Robusta-oder Arabica ,
    80% , 20% oder nur Robusta oder nur Arabica .
    Welchen Kaffee empfiehlst Du mir?
    Mit freundlichen Grüßen
    Wilfried Nieschk
    Unna

    Antworten

    Hallo Zusammen, ich brauche mal einen Tipp von Euch. Ich habe eine Pavoni Espressomaschine, wahrscheinlich 1. oder 2. Generation.
    Diese wurde letztes Jahr komplett überholt, seit 4 Monaten hat sie einen neuen Siebträger. Auch nach dem Entkalken spritzt der Kaffe und der Dampf überall aus, aber nicht da wo er soll……
    Kann mir wer helfen?
    Dankeschön
    Bea

    Antworten

    Hey Arne,
    ich wollte mal fragen ob du eine Meinung zur Bezzera BZ10 hast, und wenn ja wie die denn so ausfällt. Bin auf der Suche nach einer möglichst preiswerten, aber dennoch guten Siebträgermaschine, ich eigentlich ausschließlich Cappuccino bzw. Latte trinke, da wäre dann vermutlich eine Zweikreis-Maschine angebracht oder? Habe daheim noch keine Siebträgermaschine, aber arbeite halt auf der Arbeit (wo auch sonst) mit einer profesionellen, und nun soll der hochwertige Kaffeegenuss auch mal ins Eigenheim einziehen. Bis jetzt konnte ich eigentlich nur positives über die BZ10 im Internet finden.
    Vielen Dank schonmal für eine etwaige Antwort und liebe Grüße
    Wolf

    Antworten

    Hallo, Arne,
    ich habe zwar schon zweimal geschrieben, doch ich finde meine Anfragen nicht. Ich bin seit einigen Wochen im Besitz einer Siebträger-Kaffeemaschine. Wie Du schon beschreibst, ist es hier wichtig, sich mit der Maschine und der Zubereitung gut zu befassen. Mein Bezug zu Espressozubereitung hat sich positiv geändert. Mit Freude bereite ich mir morgens meinen Espresso oder Cappuccino zu.
    Doch was einfach nicht klappen will, das Espressopulver im Sieb zeigt sich sehr nass, heute hat es sogar am Siebausgang geklebt. Ich habe die einwandigen Siebe gekauft in der Hoffnung, dass das Pulver als trockene Konsistenz im Sieb verbleibt.
    Was muss ich anders machen?
    Herzlichen Gruß und danke im Voraus für eine Empfehlung – U.K.

    Antworten

    ich kommentiere :
    …..Beispielsweise von einem süchtigen Kaffeefreak, der einfach nach ein paar Jahren die nächstteurere Maschine kaufen will. Davon kann ich ein Lied singen….

    ……………………………………………………

    ich würde gerne eins deinen tollen Siebträger kaufen :))))

    Antworten

    Ich habe eine Frage zur Jura E8 bzw E9. Müssen diese regelmäßig zur Inspektion in die Firma und wenn ja, in etwas welchen Abständen.
    M.f.G.
    Dr. Glomme

    Antworten

    Ich habe einen Tipp für kalkarmes Wasser: Ich nehme die stillen Wasser von Black Forrest oder Volvic. Sie haben einen Calcium-Anteil von ca. 10 mg/l.
    Gruß Bruno

    Antworten

    Die Rancilio Silvia mag ja ganz guten Espresso herstelle sieht aber hässlich aus.

    Antworten

    Hallo Arne,

    was hälst du von der Lelit PL41 LEM? Die Lelit Maschine ist im Vergleich zur Rancilio Silvia nochmal deutlich günstiger, würde man das bei der Kaffee-Qualität bemerken?

    Antworten
    Arne

    Hallo Philipp, ich habe die PL41 LEM noch nicht selbst ausgibt getestet. Glaube aber sie ist eine gute Maschine. Ich persönlich finde die Silvia auch schöner. Das ist aber natürlich Geschmacksache. Beste Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo Arne!
    Hattest Du schon einmal die Zeit und das Vergnügen die ascaso steel uno pro zu testen? Oder kannst du allgemein etwas zu ascaso steel sagen? Ich schwanke zwischen der und der Rancilio Silvia. Danke übrigens für deine Videos, ich habe mir dadurch die De Longhi 680 gekauft, super Maschine; jetzt ist es aber Zeit aufzurüsten ;-D

    Antworten

    Hallo Arne, ich bin seit heute Besitzer einer Racilio Silvia, sowie einer Eureka Mignon Specialita Mühle. Nach den ersten Versuchen, läuft leider gar kein Espresso durch.
    Woran kann das liegen?

    Liebe Grüße Morten

    Antworten
    Arne

    Hallo Morten, meine ersten Ideen wären ein zu feiner Mahlgrad oder zu viel Pulver. Beste Grüße, Arne

    Antworten

    Hi Arne,
    Deine Test sind einfach SPITZE!!!!!!!!
    Ich habe mir die ECAM 23.420 für eine Ferienwohnung gekauft.SUPER!
    Nun will ich mir für Zuhause eine kaufen, die (einfacher für Cappuccino-latte Macchiato….)familienfreundlicher ist.
    Auf drei Vollautomaten hab ich meine Auswahl schon reduziert.
    Siemens EQ6 s700 oder Melitta Caffeo CI oder doch die teurere Miele CM 6350.
    Würde mich über Deine Meinung freuen.
    Lieben Gruß Olaf

    Antworten

    Hallo Kai, du machst da eine tolle Seite, danke!
    Wir haben bereits unser Studentendasein beendet und unsere Kitchenaid Artisan tut es nach 14 Jahren auch nicht mehr…
    Jetzt wollen wir uns verändern und brauchen Hilfe bei der Entscheidung:
    Bezzera BZ10 oder Rocket M Evolutione R?
    Die Rocket scheint ja zwischenzeitlich Probleme zu machen – bei der Vorführung im Laden war promt ein Druckmanometer kaputt… Dabei hätten wir uns gerne schon für sie entschieden. Oder nun doch die Bezzera? Was meinst du? Ist Vibration oder Rotation sinnvoll?
    Danke, wenn du dir Zeit für eine Antwort nehmen kannst. LG Peter

    Antworten

    Sorry, Arne…
    wie wurde denn nu aus Arne ,Kai‘?
    Das mussten die Espressodämpfe sein…
    Viele Grüße – Peter

    Antworten

    Hallo Arne und Coffeeness Team

    Als jemand, der (eigentlich) nicht so häufig Kaffee trinkt, aber dann doch lieber gut gemachten, bin ich auf eure Seite gestossen.
    Ich habe mir einiges an Wissen aneignen können, super und danke für die vielen Tipps.
    Noch bin ich ohne Mechanik mit French Press, Bialetti und Handfilter am verschiedenste Kaffee trinken. Doch geniesse ich auch gerne mal einen guten Espresso (dazu muss ich halt ausserhalb schauen). Eure Testberichte sind sehr aussagekräftig und ich habe mich hier in einem Fachgeschäft etwas umgeschaut. Hier in der Schweiz bin ich auf ein, wie ich finde, kleines schnörkelloses Schmuckstück gestossen: Zuriga E2
    https://zuriga.ch
    Leider hatten sie gerade kein Gerät da, sonst hätte ich vielleicht einen Espresso bekommen.
    Ich bin noch nicht so weit, dass ich mir einfach ein Gerät kaufe. Wie erwähnt, noch brauche ich nicht meine tägliche Tasse Kaffee 😀
    Wenn ihr also mal die Gelegenheit habt, die Zuriga E2 zu testen oder zumindest einen Espresso daraus zu geniessen, wäre ich über eure Meinung froh.

    Ansonsten bin ich auf weitere Tests und Berichte gespannt.

    Gruss aus der Schweiz
    Marten

    Antworten

    Lieber Arne,

    ich stehe kurz vor einem Invest in einen Siebträger. Bisher hatte ich die Jura 100 classic aus 2000, die Gaggia Classic BJ ca 2010 und zuletzt hatte ich ca 8 Monate eine Sage Barista Express getestet.
    Zur Auswahl stehen eine Rancilio Silvia, eine Ouick Mill Orione oder eine Sage Barista Express. Wir sind ein 2 Personenhaushalt. Unter der Woche trinke ich Caffee Crema, Abends Espresso. Meine Freundin am Wochenende Cappucciono. Also wenig Milchgetränke.

    Mit der Sage war ich zunächst zufrieden. Am Ende der Testphase hat die Maschine Druck aufgebaut, es kam aber durch dieses Doppelsieb kein Caffee. Erst nach Tausch zum „normalen“ Sieb gab es wieder Caffee. Die Mühle hat auch zum Ende des Test manchmal „leer gedreht“.
    Ins Auge habe ich zunächst die Siliva gefasst, die unterschiedlichen Aussagen zur langen Aufwärmzeit und die in den Kommentare dargestellten Umbauten der Maschine verunsichern mich. Auch die Kommentare zur 2. Wahl, der Orione verunsichern mich. Muss man die Maschinen als Nutzer denn unbedingt umbauen?

    Aktuell wird von Quick Mill Cassiopea Mod 3004 für 589 Euro angeboten. Was hältst Du von dieser Maschine?

    Lange Rede kurzer Sinn: Die Rancilio Silvia gefüllt mir aufgrund Technik-die Aufwärmzeit wäre mir mit 30 Min fast zu lange. Die Orione 3000 wäre die 2. Wahl. Allerdings verunsichert mich die Aussagen zum Umbau (irgendwelche Ventile etc.). Die Sage verunsichert mich aufgrund meiner TEsterfahrung. Aber wahrscheinlich lag es auch an der mangelnden Pflege.

    Was empfiehlst Du mir aktuell. Haben die Hersteller seit Deinen TEsts nachgebessert? Vielen Dank für die Hilfe

    Antworten
    Arne

    Hallo Rainer, die Quick Mill Cassiopea Mod 3004 ist ein solides Gerät. Ich finde die Rancilio Silvia einfach immer nicht sehr gut. Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo Arne,

    Habe als „Barista Einsteiger“ die letzten Tage sehr viel über Espressozubereitung gelernt und finde dabei deine Seite wirklich sehr infomativ und hilfreich. Vielen Dank dafür!
    Oben bin ich jetzt aber jetzt etwas irritiert über deine Aussage gestolpert, dass du die „Rancilio Silvia einfach immer nicht sehr gut findest“. Auf Deiner Seite ganz oben empfiehlst du aber genau diese Maschine? Oder habe ich da was falsch verstanden?

    Liebe Grüße
    Timo

    Antworten
    Arne

    Hallo Timo,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Das war wohl ein Fehler und soll „noch“ heißen… Also wir empfehlen die Rancilio Siliva ;). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne, deine Testberichte sind, wie ich meine, sehr ausführlich, nachvollziehbar und glaubwürdig. Glaubwürdig vor allem deshalb, weil es auch schlechte Bewertungen gibt. Und wenn sich aufgrund eines Testberichtes vielleicht der Eine oder Andere eine Maschine kauft, dann ist das ok. Überhaupt ist das hier die einzige „Kaffeeseite“, die ich kenne, die unterhaltsam und informativ ist.
    Leider gibt es ein bekanntes Kaffeeforum, in dem man Sprüche liest wie“Dieser Arne lebt von Affiliatelinks zu Amazon und wer 1 und 1 zusammenzählen kann, kann sich auch denken, dass man für hohe Klickzahlen möglichst Massenware empfiehlt, dementsprechend sieht sein getestetes Produktportfolio aus.“

    Na ja. who cares….

    Übrigens: Was hat es eigentlich mit diesem legendären „Blue Mountain Coffee“ aus Jamaica auf sich? Ist der wirklich die hohen Preise wert?
    Ansonsten: Weiter so!

    Antworten

    Hallo Arne, wir wohnen bei Frankfurt und haben uns letzte Woche eine wirklich schöne und gute Siebträger Maschine ECM Technika IV Profi zugelegt, nachdem unsere alte ECM (15 Jahre) so langsam den Geist aufgibt. In Frankfurt hat uns kein Laden so richtig überzeugt, deshalb sind wir nach Darmstadt (Farrarese) und haben unsere alte Maschine gleich zwecks Überprüfung dort gelassen, vielleicht rentiert sich die Reparatur ja und ich kann sie als Einsteigermaschine meinen Kids überlassen. Der Laden ist klein, die Inhaber aber kompetent, kein SchickiMicki Schnickschnack wie in Frankfurt. Ich vermute das unsere alte Maschine sehr unter dem sehr harten Wasser (21°dH) in unserer Ortschaft gelitten hat . In Darmstadt hat man uns e-Aqua (5 °dH) aus Italien empfohlen, angeblich perfekt für Espresso Maschinen . Der Kaffee aus der neuen neuen ECM schmeckt in Kombination mit den entsprechenden Qualitätsbohen und dem e-Aqua wirklich toll. Allerdings ist das Wasser in Plastikflaschen abgefüllt und sehr schwer in Hessen beschaffbar. Ich habe auch keine Lust permanent nach Darmstadt zu fahren und den Kofferraum mit Plastikflaschen zu füllen. Gibt es alternative „Espresso Wasser“ bzw. kann man Britta oder Ähnliches ohne Bedenken nutzen. Keinesfalls möchte ich die neue Maschine mit unserem Leitungswasser quälen. Im Voraus vielen Dank für eine paar gute Ratschläge.
    Besten Grüße aus Hessen
    Helmut

    Antworten

    Hallo Helmut, ich wohne ebenfalls in Frankfurt und lasse an meine Espressomaschine nur gefiltertes Wasser. Dafür habe ich mir einen Osmosefilter besorgt und installiert. Verkalkungsprobleme gibt es nicht mehr, und auch Tee schmeckt wesentlich besser.
    Gruss aus F Höchst
    Chris

    Antworten

    Hallo Arne, ich bin echt schlauer geworden durch deine Tests! Ob du dir wohl mal die spanische Ascaso Dream vornehmen würdest? In dem Preissegment wird man ja leicht misstrauisch, wenn das Gerät zu aufgebretzelt erscheitn. Über das Design kann man eh streiten – ich hätte es super gern in der Küche stehen. Aber es zählen ja letztlich doch immer die inneren Werte… Liebe Grüße!

    Antworten

    Hallo Arne,
    ein großes Lob für Deine ausführlichen Beschreibungen und pfiffigen Kommentare!
    Ich bin seit anderthalb Jahren stolzer Besitzer eines Dual Boilers (von, naja: Gastroback), der Barazza Sette 270W und genieße täglich (m)einen genial guten Espresso. 🙂

    Für das Problem mit der Beschaffung guter Bohnen habe ich schon zur Zeit, als ich nur eine Filter-Kaffeemaschine besaß, einen eigenen Weg gesucht und gefunden: Ich röste sie selber. Den Coffee Bean Roaster von Gene Café gibt’s zum Preis einer guten Mühle und rohe Bohnen verschiedenster Provenienzen gibt’s bei rohkaffeebohnen.com. Für einen super guten Espresso röste ich den „Espresso Firenze“ 15 Minuten bei 230°C . Übung erfordert der Roaster nur wenig und das zusätzliche Erfolgserlebnis ist unbezahlbar. 😀

    Perfekte Espressi wünscht Dir
    Klaus

    Antworten
    Arne

    Hallo Klaus,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Das finden wir echt klasse und vielen Dank für deinen kleinen Bericht darüber :). Lass uns doch gerne mal ein paar Bilder zukommen (info@coffeeness.de) Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne, ich habe mir vor 4 Wochen die empfohlene Delonghi Ecam 22.110 gekauft und bekomme nur bitteren Espresso der schlechter schmeckt als von dem Bialetti Herdkännchen. Verwende gute Bohnen aus deiner Empfehlung (bisher 5), habe den Mahlgrad, die Temparatur, die Intensität geändert aber immer noch keinen anständigen Espresso bezogen. Inzwischen etwa 100 Tassen versucht. Benutze die Maschiene mit Wasserfilter.Was mache ich falsch? Bitte um Hilfe, vertrage nur Espresso. Überlege aus Verzweiflung bereits den Espresso Handzufiltern.

    Antworten

    Hallo Arne,

    nach ausführlichen Studien habe ich mich für ein Siebträger System entschieden. Meine Frage ist nur welche der beiden eher gut für mich ist. Profil reine Espresso süffler, 6-12 Espressos zum Frühstück und gelegentlich Nachmittags noch 1-2. Die Maschienen zur Wahl sind die Quickmill Orione 3000 (Argument schnell beim Aufheizen aber schafft die 6-12 Tassen), Quickmill Carola (Argument Brühgruppe). Welche sollte ich nehmen? Würde mich über eine Antwort freuen.

    Danke und mach bitte noch lange weiter so. Bitte teste mal die Early Bird Bohnen.

    Antworten

    @Sebastian. Falls Du dich noch nicht entschieden hast: ich hatte 3 Jahre lang die Orione und hab jetzt auf die Carola gewechselt. Beides sind tolle Maschinen.
    Die Carola kann KEINE Milch schäumen! Mir ist das egal da ich nie Capucchino mache, höchstens Latte (mit Milch in Topf aufheizen), aber für viele ist das ein Killerkriterium…
    Die Orione ist super schnell heiss, ob sie 6-12 Tassen schafft weiss ich nicht. Sie ist eine super Einsteigermaschine, kaum Pflegeaufwand. Allerdings hat sie kein Expansionsventil, so richtig ideal ist das natürlich nicht (man könnte sie modden, aber ich hatte dazu keinen Bock…) Aber die Carola hat halt diese unglaubliche Haptik mit der E61 Brühgruppe (die dann natürlich auch ein richtig schönes Expansionsventil hat). Das ist schon was anderes. Und nach 30 Minuten ist sie auch heiss, also so lang ist das nicht. Die E61 kann standardmässig Pre-Infusion, wenn man das möchte. Sie hat auch eine PID, zwar umständlich einzustellen, aber immerhin – sie hat eine. Insgesamt würd ich sagen: mit der Carola ist ein besserer Espresso möglich und sie hat eine Ästhetik welche die Orione einfach nicht hat, aber sie dann halt schon ein „richtiger“ Siebträger, die Orione ist so ein bisschen „Einsteigerdroge“ mit vielen Vereinfachungen.

    Antworten

    Hallo Arne,
    ich finde deine Seiten echt toll und vor allem sehr informativ.
    Wir nutzen seit vielen Jahren einen Vollautomaten, der nun aber nach 12 Jahren ausgetauscht werden soll.
    Dabei bin ich natürlich auf den Espresso und die Espressomaschinen gestoßen. Wir trinken ganz gerne einen Espresso und noch mehr Capu.
    Ich bin ein völliger Neuling bez. Siebträger und Espressozubereitung. Deshalb steht die Delonghi Dedica natürlich mit auf der Liste.
    Wir trinken aber, vor allem, wenn Gäste da sind, auch Filterkaffee.
    Nun zu meiner Frage an dich oder an jemanden hier, der Ahnung hat 😉
    Gibt es auch Kombigeräte, die guten Espresso, Capu und Filterkaffe zubereiten können?
    Viele Geräte gibt es da anscheinend nicht? Warum zwei Geräte wenn es auch in einem geht.
    Ich vermute aber, es gibt kein Kombigerät, welches mit den echten Espressomasch. mithalten kann, oder?
    Ich habe nur folgende Geräte gefunden:
    Delonghi BCO
    Magimix 114..
    Rommelsbacher EKS 3010

    Antworten

    Hallo,
    tolle Seite von euch. Habe auch viel dazugelernt. Ich möchte mir eine Maschine zulegen, nur bin ich mir nicht so sicher, ob es ein Kaffeevollautomat oder Siebträgermaschine werden soll. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Natürlich wäre die Sage Oracle das beste, aber auch die teuerste. Da ich alleine lebe muss es kein High Tech Teil sein. Hab hier etwas ausgesucht. Philips ep3221/40 oder Sage SES 810 inkl. Sage Kaffeemühle. Natürlich sollte sie auch für morgens vor der Arbeit nicht zu langsam brühen. Milchschaum ist zweitrangig. Auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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