DeLonghi Magnifica Start ECAM 220.31.SB Kaffeevollautomat Test – Die Preview

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Never change a running system. Insbesondere, wenn es ein Selbstläufer ist. Seit über zehn Jahren hält der DeLonghi Magnifica S in meinem Kaffeevollautomaten Test die Pole Position als bester günstiger Kaffeevollautomat, als bester Kaffeevollautomat unter 300 Euro und als Referenzgerät für ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.

DeLonghi Magnifica Start Test

Never change a running system. Insbesondere, wenn es ein Selbstläufer ist. Seit über zehn Jahren hält der DeLonghi Magnifica S in meinem Kaffeevollautomaten Test die Pole Position als bester günstiger Kaffeevollautomat, als bester Kaffeevollautomat unter 300 Euro und als Referenzgerät für ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Vielleicht überrascht es nur mich, dass die Italiener diesen Evergreen-Status nun selbst angreifen. Der DeLonghi Magnifica Start ECAM 220.31.SB spielt nicht nur in derselben Preis-Liga, er ist auch in vielen Punkten mit seinem Vorbild identisch.

Da stellt sich natürlich zwingend die Frage, ob wir dieses Update brauchen und was es kann. Bevor das Gerät in meiner Küche ankommt, wir unsere Bohnen reinkippen und Kaffee, Espresso und Milchschaum machen, schauen wir vorab schon mal genauer hin.

Wir werfen einen kritischen Blick auf die Daten, vergleichen die (theoretische) Benutzerfreundlichkeit und fühlen dem italienischen Vollautomat im Vergleich zum Bruder auf den Zahn. Video, genauer Test und meine abschließende Empfehlung folgen!

Magnifica in neuem Gewand

DeLonghi Magnifica Start

13 Mahlgradstufen

Übersichtliche Bedienung

Magnifica S & Magnifica Start im Vergleich

Es versteht sich von selbst, dass wir zuerst überprüfen, wie viel Upgrade zum DeLonghi ECAM 22.110.B tatsächlich im Magnifica Start steckt.

Auf den ersten Blick wirken beide Vollautomaten im Grunde identisch: einfache Milchaufschäumdüse, kompaktes Gehäuse, Direktwahltasten, viel Plastik. 

Das neue Magnifica-Angebot wird vom Unternehmen als „Günstiger Einstieg in die Welt der Kaffeevollautomaten“ beworben und soll die „Essenz des Kaffees“ liefern. Also rudimentäre Technologie in einer anwenderfreundlichen Maschine. All das bietet jedoch auch der Magnifica S, der bei ein paar Einstellungen sogar die Nase vorn hat. Das zeigt eine kurze Übersicht der entscheidenden Daten:

 Magnifica StartMagnifica S
MahlwerkKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus Edelstahl
Mahlgrade13 Stufen13 Stufen
BedienungTouch-Bedienfeld mit DirektwahltastenDirektwahltasten und Drehschalter
KaffeegetränkeEspresso, Kaffee, Long Coffee, Doppio, HeißwasserEspresso, Kaffee, Doppios (Kaffee + Espresso), Heißwasser
Kaffeestärke3 Stufenstufenlos
Temperatur3 Stufen4 Stufen
Füllmenge20 bis 250 ml20 bis 250 ml
MilchaufschäumerMilchaufschäumdüseMilchaufschäumdüse
Zwei Getränke gleichzeitigJa (nur Kaffee)Ja (nur Kaffee)
Bohnenbehälter250 g250 g
Wassertank1,8 Liter1,8 Liter
Gewicht8,8 kg9 kg
Maße (H x B x T)35,0 x 24,0 x 44,0 cm34,0 x 23,0 x 43,0 cm

„Alle Modelle bereiten Kaffee, Espresso und Teewasser zu und besitzen einen traditionellen Milchaufschäumer für die Zubereitung von cremigem Milchschaum.“ 

Das reicht doch, oder?

Der Unterschied soll zwischen einer Long Coffee- und Doppio+ Funktion liegen. Einige Maschinen sollen auch Americano können. Das finde ich unheimlich lustig, da ihr gerade mit simplen Kaffeevollautomaten sowieso ganz einfach einen Americano zaubern könnt: Espresso zubereiten, Wasser drauf, fertig. 

Ich weiß schon jetzt, dass sie diese neun Automaten bald selbst vom Markt wegkürzen werden. In der Einsteigerklasse brauchen wir eine solch übertriebene Auswahl nicht. Wer am Ende als Start-Gewinner-Modell stehen bleibt, wird sich zeigen.

Moderne Technologien für die einfache Zubereitung

Am auffälligsten im Vergleich von Start und S ist natürlich das Touch-Bedienfeld, das die guten alten Drehregler und Knöpfe abgelöst hat. Ein Display gibt es immer noch nicht – aber nach meinen Erfahrungen braucht es das sowieso nicht, solange die Auswahl an Menüpunkten für ein Getränk eindeutig ist.

Dass Touch jetzt auch in der 300er-Klasse ankommt, ist natürlich eine feine Sache. Es sollte jedoch kein Selbstzweck sein. Physische Tasten sind schließlich treffsicher und sehr responsiv.

Andere Auswahl auf Knopfdruck

Die zweite Neuerung seht ihr an der Anordnung der Knöpfe: Der prominente Drehschalter für eine individuelle Kaffeepulvermenge hat das Feld geräumt und einer Long-Coffee-Funktion Platz gemacht.

Die vielen Magnifica-S-Einstellungen für die Menge an Kaffee waren vielleicht etwas übertrieben. Auf der anderen Seite hat mich Magnifica-Kaffee im Vergleich zu Espresso bisher nicht überzeugt. 

Vielleicht hat DeLonghi ja beim Brühprozess nachgeholfen, sodass nun Kaffee und Long Coffee wirklich mit dichtem Aroma überzeugen. Sollte das so sein, bin ich Fan.

Darüber hinaus ist die Magnifica Start-Maschine genau einen Kubikzentimeter größer, dafür aber um 200 Gramm leichter. Außerdem haben wir eine Temperaturstufe eingebüßt. 

Mit der Temperatur meiner Getränke hatte ich hier noch nie Schwierigkeiten, zumal ihr mit dem manuellen Milchaufschäumer sowieso selbst bestimmt, wie heiß oder kalt euer Latte Macchiato oder Cappuccino in eure Tasse kommen.

Nachhilfe für die Reinigung

Neben einer neuen Farbe scheint der DeLonghi dem Magnifica Start auch eine neue Qualität in Sachen Gehäuse und Teile verpasst zu haben. 

Aus der Bedienungsanleitung und der Vorab-Presseinformation erfahren wir, dass die Start-Auffangschale ausdrücklich in die Spülmaschine darf. Das betonen sie so oft, dass ich das Gefühl bekomme, hier haben Kunden zuvor mehrfach gemeckert. Gegen eine einfachere Reinigung haben wir natürlich nie etwas.

Ansonsten zeugt es in meinen Augen von viel Selbstbewusstsein, dass sich die italienische Marke bei ihrem neuesten Streich keinen Deut um ein modernes Design bemüht.

Wäre da nicht das Touch-Panel, könnte man problemlos glauben, dass der Magnifica Start genauso alt ist wie der Magnifica S. Nur eben in einer anderen Farbe.

Das Mahlwerk mit seinen Feinheiten, die Twin-Shot-Funktion für die Zubereitung zweier Getränke gleichzeitig und die essentiellen Eigenschaften für den Geschmack sind offensichtlich gleich geblieben.

Das möchte auch so sein. Spätestens hier gäbe es nämlich absolut keinen Grund, das funktionierende System zu verändern. 

Was wir vom Magnifica Start erwarten (können)

Aktuell ruft DeLonghi auf seinen eigenen Webseiten für den Magnifica Start einen Preis von 379 Euro auf. Es soll auch Modelle mit 359 Euro UVP geben. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welches ich bekommen werde.

Wie bei DeLonghi Kaffeevollautomaten üblich, wird dieser Preis sicher bald fallen. Ich glaube jedoch nicht, dass wir unter 300 Euro ankommen. Schließlich müssen Touch-Panel und Entwicklungszeit bezahlt werden.

Sollte der Magnifica Start dieselben Vorteile wie der Magnifica S beweisen – und vielleicht sogar alte Nachteile wie den dünneren Kaffee ausräumen – finde ich diesen Preis mehr als in Ordnung.

Schaue ich mir die Funktionen und das Innenleben an, akzeptiere ich für eine hohe Bewertung im Vergleich zum Magnifica S nur folgende Ergebnisse:

  • Der Espresso aus meinen Bohnen muss mindestens genauso gut werden
  • Der Kaffee sollte mehr Aroma haben und voller schmecken
  • Bedienung und Handhabung müssen noch einfacher sein als per simplen Knopfdruck – Anleitung nicht nötig
  • Der Milchschaum sollte sich trotz klassischer Düse gut zubereiten lassen
  • Alle Behälter von Abtropfschale bis Wassertank müssen leicht entnehmbar und gut zu reinigen sein
  • Das Mahlwerk darf gern leise sein

Ob ihr den DeLonghi Magnifica Start ECAM 220.31.SB kaufen solltet, wird sich zeigen. Ich bin sehr gespannt auf die Serie und freue mich insbesondere auf den Funktions- und Preisvergleich mit dem großen kleinen Sieger Magnifica S.

Welche Frage habt ihr an den Kaffeevollautomaten? Was interessiert euch bei dieser Maschine volle Kanne oder nicht die Bohne? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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