Gaggia Anima Prestige Test: Retro-Kaffeevollautomat oder Vintage?

Moin! Ich bin Arne. Nach einigen Jahren als Barista habe ich mich einer Mission verschrieben: mehr guten Kaffee unter die Leute zu bringen. Dafür stellen mein Team und ich eine breite Wissensbasis zum Thema Kaffee für euch bereit.

Wie wir testen | Unser Team

Es nicht so, dass ich mich an jede Kaffeemaschine und jeden Kaffeevollautomaten Test erinnere. Aber eine spezielle Version sucht mich immer wieder heim:

Es nicht so, dass ich mich an jede Kaffeemaschine und jeden Kaffeevollautomaten Test erinnere. Aber eine spezielle Version sucht mich immer wieder heim:

Der Gaggia Anima Prestige sieht in Gehäuse und Bedienung nicht nur exakt wie der Saeco Incanto und der Philips 5000 LatteGo aus. Er ist tatsächlich im Grunde dasselbe.

Doch während der Anima gerade erst auf den deutschen Markt dringt und die europäische Eroberung von Gaggia Kaffeevollautomaten einläuten soll, sind Incanto und Philips-Kaffeemaschine jeweils bereits mehr als sieben bzw. fünf Jahre alt.

Das macht sie zwar nicht schlechter. Trotzdem müssen wir die Frage stellen, warum Kunden den Gaggia Anima Prestige Vollautomat kaufen sollten. Er bringt weder einen Touchscreen noch andere moderne Spielereien mit. Er sieht aus, als ob er ins Museum of Super-Automatic-Machines gehört. 

Trotzdem kann ich mich am Ende auch für diese Produkt-Variante erwärmen. Denn Qualität hat offensichtlich kein Verfallsdatum. Schon gar nicht, wenn ihr die richtigen Kaffeebohnen in den Bohnenbehälter kippt.

Klassiker unter neuem Namen

Gaggia Anima Prestige

Dritte Auflage des Incanto-Erfolgs.

Hochwertig mit viel Edelstahl

Einfache Bedienung

Heiße Getränke

Kräftiger Epresso

Schöner Milchschaum

Preis-Leistungs-Verhältnis passt nicht

Kleinigkeiten stören die Anwendung etwas

Gaggia Anima Prestige im Überblick: Alte Liebe (aus Edelstahl) rostet nicht

Vor sieben Jahren konnte mich ein Gerät mit reichlich Edelstahl an und in der Maschine noch hinter dem Ofen vorlocken. Heute auch. Denn während selbst etwa teuerste Jura Kaffeevollautomaten nur mit Kunststoff-Hülle zu haben sind, bietet uns Gaggia ein stabiles Edelstahlgehäuse bereits in der Mittelklasse.

Auch können wir genauso gut über das olle Zweifarben-LCD-Schwarz-Weiß-Display mit physischen Knöpfen meckern – oder uns klarmachen, dass eine solche Kaffeemaschine von wirklich jedem bedient werden kann. Ob mit oder ohne Automatic-Erfahrung. „One Touch“ können wir hier wörtlich nehmen.

Während sich ein Wisch-und-Weg-Touchdisplay in Ober-, Unter- und Nebenmenüs mit vielen Einstellungen verliert, bekommt ihr bei Gaggia genau das, was draufsteht:

  • Espresso

  • Espresso Lungo als Kaffee à la Italien

  • Cappuccino

  • Latte Macchiato

„Milk Froth“ und heißes Wasser lassen sich über ein Zusatzmenü ebenfalls beziehen. Brauchen wir mehr? Eigentlich nicht. 

Im Funktionsumfang hebt sich dieses System zwar kaum von der absoluten Einsteigerklasse zum noch günstigeren Preis ab. Dafür können wir unseren Milchschaum automatisch aus einer voll integrierten Milchkaraffe beziehen und haben trotzdem eine superkompakte Kaffeemaschine vor uns.

Gaggia Anima Prestige
Testmodell

Gehäusematerial

Edelstahl

Verfügbare Farben/Designs

Edelstahl

Milchschaumsystem

Automatisch (Integriert)

Lautstärke (eigene Messung)

69,5 dB

Brühgruppe herausnehmbar

Display

Touch

App

Benutzerprofile

Wassertank

1,8 l

Minimale Auslaufhöhe

11 cm

Maximale Auslaufhöhe

15 cm

Mahlwerk

Keramikmahlwerk

Elektronisches Mahlwerk

Bohnenfach

250g

Zwei Bohnenfächer

Mahlgrade

5 Stufen

Kaffeepulverfach

Kannenfunktion

Kaffeegetränke auf Knopfdruck

6

Kaffeestärke einstellbar

5 Stufen

Temperatur Kaffee einstellbar

3 Stufen

Temperatur Milchschaum einstellbar

2-Tassenfunktion

Heißwasserfunktion

Heiße-Milch-Funktion

Nur Milchschaum beziehen

Wasserfiltereinsatz

Gaggia Anima Prestige

Gewicht

7,5 kg

Maße (Höhe x Breite x Tiefe)

22,1 x 34 x 43 cm

Sonstiges

Aktueller Preis

549,00 €

Alle Spezifikationen

Gaggia Anima Barista Plus, Gaggia Anima Class & Co: Welche Unterschiede gibt es in der Serie?

In schönster Vollautomaten-Tradition ist auch die Gaggia-Anima-Serie mit unterschiedlichen Geräten vollgestopft, die mehr oder weniger das Gleiche können, aber ihre Existenz irgendwie rechtfertigen (müssen). Ihr habt die Wahl zwischen

  • Gaggia Anima mit Dampflanze und ohne Edelstahl-Gehäuse

  • Gaggia Anima Deluxe mit Cappuccinatore, aber ohne programmierten Cappuccino oder Latte

  • Gaggia Anima Barista Deluxe mit professioneller Dampflanze

  • Gaggia Anima Class als Prestige-Variante ohne Edelstahl-Gehäuse

Die Möglichkeit einer professionellen Dampflanze habe ich schon beim Vergleich des Gaggia Cardona Prestige mit seinen Kollegen gefeiert, weil dieses Bauteil wirklich Milchschaum nach eurem Geschmack machen kann. Kakao, Chai oder Matcha sowieso.

Trotzdem finde ich die integrierten Versionen in diesem Fall generell besser, weil sie das Versprechen einer One-Touch-Kaffeemaschine gelungener einlösen.

Cadorna Prestige vs Anima Prestige

Gaggia Cadorna Prestige Uebersicht

Der Gaggia Cadorna Prestige kopiert zwar keinen mir bekannten Kaffeevollautomaten von Anno Knips, sieht aber genauso oldschool aus wie sein Anima-Pendant. 

Der Zusatz Prestige sagt auch hier, dass wir es mit einer integrierten Milchkaraffe zu tun haben. Da der Cadorna nochmal rund 300 Euro mehr kostet als der Gaggia Anima Prestige, kann er auch mehr:

Er liefert insgesamt 14 Getränke auf Knopfdruck, darunter auch Ristretto oder Cortado. Das Display ist etwas größer und einen Hauch moderner. Die Knöpfe haben eine schöne Touch-Oberfläche mit gutem Druckverhalten.

Darüber hinaus sind es eher Kleinigkeiten wie ein herausziehbares Espresso-Tray unter dem Auslauf, die den Cadorna Prestige zu einem schönen – aber klobigen – Kaffeevollautomaten machen. 

Außerdem sind auch hier die Getränke richtig heiß – ein Feature, das bisher alle Gaggia Kaffeevollautomaten ausgezeichnet hat. Ist der Cadorna damit das bessere Produkt? Finde ich dennoch nicht. Denn auch er hat das Problem, dass er im Vergleich zu Preiskonkurrenten aller anderen Marken aus der Zeit gefallen wirkt.

Anima Prestige vs Accademia

Gaggia Accademia Uebersicht mit Arne.

Der Gaggia Accademia lässt sich als Kaffeevollautomat für fast 2.000 Euro ganz sicher nicht mit dem Anima Prestige vergleichen. Das rot-schwarze Design erinnert vielmehr an den Gaggia Magenta Milk

Das breite Angebot an Funktionen und Zubehör orientiert sich insgesamt wesentlich stärker an modernen Konkurrenten, der Accademia bringt sogar viele Kleinigkeiten mit, die ihn einzigartig machen. 

Anima Prestige vs Saeco PicoBaristo

Spätestens beim Vergleich dieser beiden Maschinen beißt sich die Katze in den Schwanz: Der Saeco PicoBaristo ist als Nachfolger des Incanto selbst schon wieder ziemlich alt, trotzdem jedoch insgesamt etwas moderner als der Anima – da dieser sich schließlich am Incanto orientiert.

Der PicoBaristo ist einer jener Klassiker, die einfach langlebig sind. Mit bunten Touch-Tasten und den üblichen guten Einstellungen der Mittelklasse ist dieser Saeco Kaffeevollautomat ein echtes Arbeitstier.

All das können wir jedoch auch vom Anima Prestige sagen. Dabei kosten PicoBaristo und Anima Prestige derzeit häufig fast dasselbe. Habt ihr die Wahl, ist der PicoBaristo in Sachen Preis-Leistung aus meiner Sicht automatisch kundenfreundlicher.

Ist der Gaggia-Preis angemessen?

Der Gaggia Accademia mit allen Getraenken.

Die meisten Gaggia-Automaten sind in Deutschland bisher nicht erhältlich, weil der Hersteller von Italien zunächst Richtung USA gegangen ist, dort mächtig Boden gut gemacht hat und nun erst einmal wieder den Weg zurück nach Europa finden muss. 

Mit einem aktuellen Preis von fast 700 Euro lehnt sich der Gaggia Anima Prestige bei geringer Verfügbarkeit für eine solche Kaffeemaschine ein bisschen weit aus dem Fenster:

Für dasselbe Geld bekommen wir wesentlich modernere Geräte aller Marken im Kaffeevollautomaten Test. Zu meinen Empfehlungen mit reichlich Funktionen und zeitgemäßer Bedienung gehören zum Beispiel der Siemens EQ.500 integral und der DeLonghi Dinamica Plus.

Aber: Bei Gaggia bekommen wir das, was schon der Incanto und das Philips-Modell hinbekommen haben: eine hohe Lebensdauer mit ordentlicher Standfestigkeit und selbstbewusst-verlässlicher One-Touch-Zubereitung. Stahl ist eben etwas anderes als billiger Kunststoff.

Doch warum gibt es diese Drillinge überhaupt? Es ist kein Geheimnis, dass Saeco zu Philips gehört. Gaggia über Saeco ebenfalls. Trotzdem finde ich es schräg, dass die ollste Kamelle der gesamten Konzernpalette zum dritten Mal herausgekramt wird.

Übrigens geht es in anderen Gaggia-Serien mitunter nicht moderner zu. Varianten wie Velasca, Babila oder Naviglio sehen allesamt so aus, wie Kaffeevollautomaten ganz am Anfang ihrer Karriere aussahen. 

Gaggia Anima Prestige einstellen: Wer nix kann, kann alles einfacher

Die Bedienknoepfe beim Gaggia Anima sind einfach angeordnet.

Knopf kurz drücken – euer Espresso oder Cappuccino wird zubereitet. Knopf lang drücken – euer Espresso oder Milchgetränk kommt so lange aus dem Kaffeeauslauf, bis ihr erneut drückt und damit die gewünschte Füllmenge eingespeichert habt. Das ist fast alles, was ihr rund um die Zubereitung im Gaggia Anima Prestige wissen müsst.

Für die Kaffeestärke stehen euch fünf Stufen zur Verfügung, für den Mahlgrad im Keramikmahlwerk ebenfalls. Ich habe für Espresso und Kaffee bzw. Espresso Lungo jeweils die stärkste Stufe und den zweitfeinsten Mahlgrad gewählt.

Das Mahlwerk ist mit 69,5 Dezibel übrigens weder besonders laut noch besonders leise. Wenn ich mir die Bewertungen anderer Gaggia-Maschinen durch den Kopf gehen lasse, ist der Anima definitiv eines der angenehmeren Geräte. 

Gaggia Anima Prestige Mahlgrad einstellen

Dass dieses definitiv nicht runderneuert wurde, sehen wir übrigens an einem kleinen Detail, das im Alltag ins Gewicht fallen könnte: Der Kaffeeauslauf lässt sich nur innerhalb einer engen Spanne verschieben und reicht nicht bis zu einer sicheren „Espresso-Auslaufhöhe“ herunter.

Platscht der Kaffee von sehr weit oben in eine kleine Tasse, ist das weder gut für die Crema noch für die Temperatur. Da hilft auch automatisches „Zubehör“ wie Pre-Brewing (Vorbrühfunktion) nicht viel. 

Beim Gaggia Cadorna gibt es dafür ein schönes kleines „Espresso-Tablett“ zum Rausziehen, beim Anima wäre ein solches Zubehör noch viel angebrachter. So müsst ihr euch bei einer kleinen Tasse vielleicht mit einer umgedrehten großen Tasse als Podest behelfen.

Kaffee & Espresso: Klassisch italienische Stärke

Der Gaggia Anima Prestige beim Espresso Bezug.
Die Crema im Detail vom Gaggia-Espresso.

Als Erfinder der Espressomaschine macht Gaggia seinem Image alle Ehre und liefert uns einen dichten, dicken und zartbitteren Espresso-Geschmack, der viel von Italien und klassischer Stärke erzählt.

Das reißt mich zwar nicht zu jubelnden Rezensionen hin, weil es für meinen Geschmack etwas an Raffinesse und aromatischer Farbe fehlt – aber viele Kunden lieben diesen Stil zurecht.

Brühgruppe und Mahlwerk sowie der Rest der Maschine bilden jedenfalls ein System, das prächtig funktioniert. Wenn euch die Sache doch etwas zu kräftig ist, lasst ihr den Mahlgrad in Ruhe und stellt stattdessen das Kaffeepulver etwas herunter.

Richtig gut gefällt mir zudem die Temperatur. Ob bei Espresso oder Kaffee. Auch wenn ihr sie in drei Stufen einstellen könnt, ist das kaum nötig. Wer sich sonst über zu kalte Getränke beschwert, wird bei allen Modellen von Gaggia endlich glücklich.

Bester Kaffee für den Gaggia Anima Prestige

Coffeeness Kaffee für Vollautomaten Bester Kaffee für den Gaggia Anima Prestige

Wir haben einen Kaffee extra für Kaffeevollautomaten entwickelt – auch für alle Getränke aus dem Gaggia Anima Prestige. Wir haben getestet: Espresso, schwarzer Kaffee und Latte Macchiato erhalten eine kräftige Zartbitternote. Hier geht es zu unserem Shop.

Auf den Kaffee kommt es an: Kippt ihr oben was Gutes rein, kommt unten was Gutes raus!

Kaffee für Vollautomaten by Coffeeness

Das sind die richtigen Einstellungen für unseren Kaffee mit dem Gaggia Anima Prestige: 

  • Stellt das Keramikmahlwerk auf eine feine Stufe (etwa 2 von 5 in den Hauptstufen)

  • Achtung: Immer nur bei laufendem Mahlwerk verstellen!

  • Espresso mit 40 ml, Kaffee mit 120 ml über Memo-Function (lange Knopf drücken) speichern

  • Kaffeestärke auf 4 von 5, wer es superkräftig mag auf 5 von 5

  • Die Temperatur ist auch ohne Einstellung richtig heiß – ansonsten gibt es drei Stufen

Milchschaum: Plötzlich modern

Der Gaggia Anima Prestige schaeumt Milch auf.
Der Gaggia-Milchschaum im Detail.

Ich kann mich nicht mehr genau an den Milchschaum-Stil aus Incanto oder PicoBaristo erinnern. Das schlauchlose Philips-System hatte definitiv ein paar Schwierigkeiten.

Ich vergleiche dies nur, weil der Anima das One-Touch-Milk-Versprechen auf erstaunlich moderne Weise einlöst. Mit meinen Kaffeebohnen werden beide Milchgetränke zu einer süß-sämigen Angelegenheit, die meilenweit von alten Bauschaum-Bewertungen entfernt ist.

Die Milchkaraffe als Zubehör ist zwar ebenfalls keine neue Erfindung, aber vielleicht wurde ein neues Ventil eingebaut. Spätestens hier bin ich (erneut) Fan dieser Maschine.

Ein Latte Macchiato aus dem Gaggia Anima Prestige.

Eine Sache stört aber doch: Bevor der Milchschaum für einen Cappuccino oder Latte ins Gefäß läuft, sprotzelt eine ordentliche Portion Wasser aus der Düse. 

Das macht zwar im Ergebnis keinen großen Unterschied. Aber dieses Problem ist definitiv oldschool und wurde bei anderen Marken und Maschinen längst behoben.

Reinigung: Ein bisschen Einsatz, bitteschön!

Gaggia Anima Prestige Bruehgruppe
Gaggia Anima Prestige Bruehgruppe herausnehmbar

Im Review-Video zur Anima-Kaffeemaschine zeige ich verschiedene Stellen, an denen sich Kaffeepulver im Gerät ansammelt. Das passiert automatisch, sobald ihr zum Beispiel eine Auswahl bzw. Zubereitung abbrecht, den Mahlgrad etwas ruppig wechselt oder zu sehr auf die automatische Reinigung vertraut.

Dass ich euch all diese Reste so gut zeigen kann, zeigt aber auch, wie gut ihr die Gaggia Anima Prestige auseinandernehmen und gründlich säubern könnt – zusätzlich zum jeweils angesagten Reinigungsprogramm.

Vom Bohnenbehälter bis zur Brühgruppe sind alle Teile super erreichbar und leicht auszubauen bzw. auszuwischen. Achtet insbesondere auf das Milk-Frother-Ventil am Milchbehälter – also den Übergang zwischen Maschine und Karaffe

Hier kann sich Milch absetzen, die nach und nach die Düsen verstopft. Geht öfter mit einem Schwamm an die Sache und entfernt angebackene Milch. Mehr ist es eigentlich nicht. 

Viel Zeug und Zubehör ist jedenfalls nicht notwendig, um diese Kaffeemaschine sauber zu halten. Auch das spricht für ein eigentlich altes Produkt.

Gaggia Anima Prestige: Klassiker-Empfehlung für Minimalisten?

Mit den guten Ergebnissen aus meinen Kaffeebohnen, all den Erfahrungen rund um die einfache Bedienung und den vielen Produktinformationen, die definitiv für diesen One-Touch-Klassiker sprechen, sollte der Gaggia Anima Prestige trotz seines Alters volle Punktzahl erhalten, oder?

Wäre er der erste seiner Art, vielleicht. In zweiter Auflage könnte man das auch noch hinargumentieren. Doch wenn uns dieselbe grundlegende Maschine zum dritten Mal als neues Produkt verkauft wird, werde ich grantig.

Klassiker unter neuem Namen

Gaggia Anima Prestige

Dritte Auflage des Incanto-Erfolgs.

Hochwertig mit viel Edelstahl

Einfache Bedienung

Heiße Getränke

Kräftiger Epresso

Schöner Milchschaum

Preis-Leistungs-Verhältnis passt nicht

Kleinigkeiten stören die Anwendung etwas

Denn im Vergleich zu anderen Maschinen im Kaffeevollautomaten Test 2024 gibt es keinen Grund für ihre Existenz:

Nach dem Saeco Incanto, dem Philips 5000 und dem PicoBaristo ist eine unveränderte Auflage desselben Design-Funktions-Prinzip etwa sieben Jahre später nicht mehr zeitgemäß.

Im Reigen der Gaggia Kaffeevollautomaten steht euch mit dem Gaggia Magenta Milk (oder der Prestige-Version) ein moderneres Gesamtkonzept zur Verfügung, das ebenfalls schönen automatic coffee nach allen Regeln der Kunst beherrscht. 

Andersherum macht die Anima-Kaffeemaschine immer noch alles richtig, was ihre Vorgänger bereits richtig gemacht haben: Langlebigkeit und Hochwertigkeit, kompakte Maße, aufgeräumte Bedienung, heißer Kaffee, schöner Milchschaum, gründliche Reinigung.

Der Punktabzug in Sachen Modernität wird nie verschwinden. Der Punktabzug in Sachen Preis vielleicht schon. 

Sollte es beizeiten Anima-Angebote um vielleicht 400 Euro geben, könnt ihr beruhigt zuschlagen und eurer Retro-Küche ein schnuckeliges Highlight aus dem vergangenen Jahrzehnt verpassen, das euch durchaus das nächste Jahrzehnt begleiten könnte.

Wie haltet ihr es mit modernem Design und zeitgemäßen Funktionen? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Dein Kaffee-Experte
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Arne Preuss

Moin! Ich bin Arne. Nach einigen Jahren als Barista habe ich mich einer Mission verschrieben: mehr guten Kaffee unter die Leute zu bringen. Dafür stellen mein Team und ich eine breite Wissensbasis zum Thema Kaffee für euch bereit.

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