Tchibo Kaffeevollautomat | Esperto Caffè im Test: Haha, guter Witz!

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Meine Beziehung zu Tchibo hat sich in den letzten Jahren immer wieder verändert. Manchmal finde ich das, was die Urmarke der deutschen Kaffeebar-Kultur produziert, gar nicht schlecht. Siehe meinen Tchibo Blonde Roast Test.

Tchibo Esperto Caffè

Meine Beziehung zu Tchibo hat sich in den letzten Jahren immer wieder verändert. Manchmal finde ich das, was die Urmarke der deutschen Kaffeebar-Kultur produziert, gar nicht schlecht. Siehe meinen Tchibo Blonde Roast Test.

Dann wiederum fallen mir die Haare aus, wenn das Unternehmen stolzgeschwellt verkündet, seine Kaffeepreise zu senken, weil ja der Weltmarktpreis für Kaffee auf einem historisch niedrigen Niveau ist.

Irgendwo dazwischen schafft es Tchibo, sich so „unauffällig“ zu platzieren, dass die Specialty Coffee-Welt hier wesentlich weniger draufhaut, als dies etwa bei Lavazza oder der Krönung der Fall ist. Mit anderen Worten: Meist tut Tchibo nichts richtig gut, aber auch nichts richtig falsch.

Dann wagen sie sich plötzlich mit Pauken und Trompeten aus der Deckung und präsentieren mit dem Tchibo Esperto Caffè vollmundig den „ersten eigenen Kaffeevollautomaten“. Sie wollen mir das Gerät für den Kaffeevollautomaten Test zur Verfügung stellen und sind offensichtlich von ihrer Maschine überzeugt.

Auch wenn das Logo von Tchibo eine Kaffeebohne ist, unterstütze ich lieber kleinere private Röstereien als Großkonzerne. Mein fair gehandelter Coffeeness-Kaffee ist in Kooperation mit einer der renommiertesten Deutschlands entstanden. Das kräftige Aroma mit schokoladiger Note entfaltet sich optimal in Kombination mit Vollautomaten. Die richtigen Geräte-Einstellungen für den Esperto habe ich euch aufgeschrieben.

Aus verschiedenen Gründen habe ich den Automaten doch in der Filiale selbst gekauft und die Überzeugung des Herstellers lieber komplett unabhängig auf die Probe gestellt. Diese Überzeugung ist nicht ganz falsch, auch wenn der Tchibo Esperto Caffè praktisch keinen Neuigkeitswert liefert – bis auf das Bohnenemblem auf dem verstellbaren Auslass.

Denn erstens ist das kompakte Gerät ohne Milchschaumsystem nur eine ziemlich nachgeäffte Variante des Melitta Caffeo Solo. Zweitens ist die Aussage „eigene Maschine“ glatt gelogen. Denn beim Esperto handelt es sich um ein Modell, das zu 100 Prozent baugleich mit einem länger existierenden Severin-Gerät ist.

Macht dieses Whitelabeln den Tchibo Esperto Caffè zu einem schlechten Kaffeevollautomaten? Nein. Aber zu einem schlechteren.

Falls ihr lieber glotzt statt lest, habe ich für euch bereits ein Testvideo auf meinem Coffeeness-YouTube Kanal hochgeladen.

Der Überblick – Schicker Fips

Ich wollte meinen Eindruck, dass dieses Modell eine Whitelabel-Version von Severin ist, nicht ohne Belege hinausposaunen. Also habe ich Tchibo angeschrieben. Von deren Seite kam nur: „kein Kommentar“. Ich übersetze mal: Wir haben keine Gegenbelege, also Ja.

Ich habe ja nichts gegen solches Vorgehen, finde es nur immer wieder lächerlich, wenn dem Kunden suggeriert wird, er kriegt was Ultraspezielles und Superneues. Das entspricht in etwa dem Marketing um sogenannte Crema-Bohnen oder dem Label „speziell für Vollautomaten“.

Bei Tchibo klingt das dann so:

Der erste Tchibo Vollautomat ist da! Entwickelt von unseren Kaffee-Experten, speziell abgestimmt für Tchibo Kaffees.

Hier hat keiner irgendwas entwickelt – und wie man eine Maschine „speziell“ auf eine ganze Reihe an Bohnen abstimmt, würde ich auch gern mal wissen.

Allerdings muss ich auch sagen, dass das offensichtliche Vorbild Severin KV8090 oft in vielen Shops teurer ist als die Tchibo-Variante. Der Unterschied schwankt aber deutlich und manchmal kostet Severin rund 40 Euro weniger als Tchibo.

KategorieEintrag
HerstellerTchibo
NameEsperto Caffè
ArtKaffeevollautomat
Brühgruppe herausnehmbarJa
GehäusematerialEdelstahl/Plastik
DisplayJa (Touch)
AppNein
BenutzerprofileNein
Wassertank1,1 l
Maximale Auslaufhöhe15,5 cm
MahlwerkKegelmahlwerk Edelstahl
Bohnenfach160 g (auf 300 g erweiterbar)
Zwei Bohnenfächer/-kammernNein
MahlgradeStufenlos
KaffeepulverfachNein
KannenfunktionNein
Kaffeegetränke auf KnopfdruckEspresso, Caffè Crema
Temperatur Kaffee einstellbarNein
Temperatur Milch(-schaum) einstellbarNein
2-Tassen-FunktionJa (nur Espresso & Caffè Crema)
HeißwasserfunktionNein
Heiße-Milch-FunktionNein
Nur Milchschaum beziehenNein
WasserfiltereinsatzJa
Gewicht7,5 kg
Maße (Höhe x Breite x Tiefe)40 x 18 x 31,5 cm

Außerdem erhaltet ihr den besten Preis, wenn ihr in der Tchibo-Filiale eine Kundenkarte vorlegt. Dann gibt es nochmal starke 50 Euro Rabatt. Aber bestimmt auch ungewollte Werbung ins Haus.

Doch wir wollen nicht nur sagen, was der Esperto im Vergleich zum Vorbild ist, sondern das Ding an sich bewerten. Und da kann Tchibo mit dem hochwertigen Eindruck sowie sehr viel Edelstahl an der Oberfläche durchaus punkten. Für ein Gerät dieser Preisklasse ist diese Materialwahl nicht selbstverständlich.

Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffe Kaffee Arne

Analog zum Caffeo Solo von Melitta verzichtet auch der Tchibo-Automat vollständig auf jedes Milchschaumsystem. Zudem bietet er auch nur drei Getränke-Versionen: Espresso, Caffè Crema, Americano.

Diese Varianten sind tatsächlich die drei einzigen klar abgegrenzten Stile, die ein Vollautomat hinkriegt. Alles andere – zum Beispiel Ristretto – ist jeweils nur eine Spielart der drei Hauptkategorien.

Insofern finde ich diese minimalistische Funktionalität auch absolut sinnvoll. Dieser Minimalismus drückt sich zudem gekonnt im sehr aufgeräumten Display mit wenigen Touch-Symbolen und der sehr geringen Breite aus.

Die andere Seite der Medaille: Der Wassertank und die Abtropfschale sind nicht gerade geräumig. Aber da ihr sowieso weniger Wasser benötigt (auch weil ihr keinen Wasserdampf für Milchschaum braucht), habe ich damit kein Problem.

Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffe Wasserbehaelter

Der Bohnenbehälter kann von seinem vergleichsweise fipsigen Fassungsvermögen von 160 Gramm per Einsatz auf 300 Gramm erweitert werden. Kann man manchen. Oder lieber nicht. Denn damit sieht das Gerät plötzlich sehr hässlich aus und wirkt wie mit halbem Hintern zusammengezimmert. Außerdem braucht ihr selten 300 Gramm Bohnen in einem Rutsch. Auf Büros ist dieser Vollautomat nicht ausgelegt.

Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffe Arne Enttaeuscht

Als große Besonderheit wird noch die „Intense+ Technologie“ angepriesen, die eine eigene Taste besitzt. Ohne Marketing-Quark könnt ihr damit nichts weiter tun, als die Kaffeestärke zu erhöhen. Kleiner Spoiler: Diese Taste wird zu eurem liebsten Freund bei der Anwendung.

Ein stufenloses Mahlwerk aus Edelstahl komplettiert den durchaus gelungenen Ersteindruck – vor allem zu diesem Preis. Nur das Marketing-Geblubber überschattet alles. Zumindest meiner Ansicht nach.

Mahlwerk und Espresso einstellen – Kleiner Kraftakt

Aus Effizienzgründen kam mein frisch erworbenes Exemplar des Tchibo Esperto Caffè noch am selben Tag bei unserem großen Koffein Test zum Einsatz. Irgendeinen Vollautomaten brauchten wir ja.

Während ich mit Rumhampeln vor der Kamera und Aufgießen diverser Kaffeeproben beschäftigt war, hatte sich Nadine von den Flying Roasters in Berlin-Wedding bereiterklärt, das Gerät startklar zu machen – also den Mahlgrad zu optimieren, die Einstellungen auf „Espresso“ zu trimmen und die richtige Balance für die Testbohnen zu finden.

So richtig fluffig lief das nicht, sie war danach reichlich genervt. Zwar konnte sie den Mahlgrad problemlos auf die feinste Stufe verstellen und hatte auch die Möglichkeit, die Mindestmenge für einen sauberen Espresso auf optimale 25 Milliliter zu senken.

Doch es kam immer nur Plörre raus. Die verarbeitete Kaffeemenge beim Tchibo Esperto Caffè ist ohne Intense-Taste immer zu niedrig. Und ihr habt hier leider auch keine Möglichkeit, das irgendwie feinteiliger zu ändern. Statt „Intense+“ sollte die Taste also „Normalnull“ oder so heißen.

Auch ist die „feinste“ Stufe des Mahlwerks für ein überzeugendes Ergebnis immer noch zu grob. Da zeigen beispielsweise die erschwinglichen Modelle von DeLonghi, was in dieser Preisklasse möglich ist. Auch dem direkten Konkurrenten Melitta Caffeo Solo ist das besser gelungen.

Bester Kaffee für den Tchibo Esperto Caffè

Coffeeness Kaffee für Vollautomaten Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffè

Wir haben einen Kaffee extra für Kaffeevollautomaten entwickelt. Er ist hervorragend geeignet für alle Getränke aus dem Tchibo Esperto Caffè. So gelingt der Espresso, schwarzer Kaffee und Latte Macchiato. Hier geht es zu unserem Shop für unseren Kaffeevollautomaten Kaffee.

Denn mit altem und schlechtem Kaffee bringen auch die besten Einstellungen nichts. Nur wer oben was Gutes reinkippt, bekommt auch unten was Gutes raus!

Kaffee für Vollautomaten by Coffeeness

Kaffee entwickelt für den Vollautomaten

Bester Kaffee für den Tchibo Esperto Caffè.

Für Latte Macchiato

Espresso, schwarzer Kaffee

Schokoladig

Frisch geröstet

Zum Coffeeness Shop

Das sind die richtigen Einstellungen für unseren Kaffee mit dem Tchibo Esperto Caffè:

  • Leider mahlt das Mahlwerk des Esperto Caffès zu grob. Somit muss die feinste Stufe auf jeden Fall eingestellt werden. Achtung: Bitte immer nur bei laufendem Mahlwerk verstellen!
  • Die Bezugsmenge habe ich glücklicherweise auf perfekte 25 ml einstellen können.
  • Ich empfehle IMMER die „Intense+”-Taste auszuwählen. Ohne diesen Extraschub an Kaffeepulver kommt meiner Meinung nach kein brauchbarer Kaffee zustande.

Der Espresso – Nach dem Geschmack des Tchibo-Kunden?

Trotz Intense+, wenig Wasser, feinstem Mahlgrad und kräftigen Bohnen war der Espresso nicht besonders körperreich. Ein klar wässriger Eindruck war bei jedem Schluck dabei.

Der Espresso war sicher keine Katastrophe, lieferte aber auch keinen so überzeugenden Gesamteindruck, dass mir das Gerät irgendwie positiv im Gedächtnis bleiben würde. Aber hey, vielleicht hätte ich Tchibo-Bohnen benutzen sollen. Dafür ist der Automat schließlich gemacht. Zwinker, Zwinker.

Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffe Espresso Close

Der Caffè Crema erinnerte ebenfalls eher an Omas Blümchen-Gebräu. Der Vollständigkeit halber habe ich noch den Americano getestet, der nicht nur heißer war als der Rest, sondern auch etwas mehr Geschmack ins Spiel brachte als der Crema.

Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffe Kaffee Frisch

Möglicherweise sind die Vorlieben des typischen Tchibo-Käufers da wirklich anders als meine. Das sage ich jetzt nicht mit Häme. Den Hersteller brauche ich da sicher nicht fragen, das fällt wohl wieder in die Kein „Kommentar“-Kategorie.

Reinigung – Alles ein bisschen kleiner

Die kompakten Maße des Tchibo Esperto Caffè sorgen zwar dafür, dass ihr die Auffangschale öfter reinigen müsst, ansonsten bietet ein kleines Gerät bei der Reinigung jedoch auch Vorteile.

Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffe Auffangschale

Die kleinen Bauteile finden selbst in vollen Spülmaschinen immer noch einen Platz. Und sind auch unter dem Wasserhahn oder im Spülbecken ruck zuck sauber. Alle wichtigen Dinge lassen sich hier gut entnehmen – auch die Brühgruppe. Erschreckt euch aber nicht. Sie wirkt zwar wie ein Gimmick aus dem YPS-Heft, ist aber echt.

Sie ist offensichtlich wesentlich kleiner als bei vielen anderen Kaffeevollautomaten im Test, erledigt ihren Job aber dennoch halbwegs gut. Und weil sie so klein ist, könnt ihr sie beim Abspülen perfekt von allen Seiten säubern, bürsten und schnell wieder trocknen.

Im direkten Vergleich mit Melitta zeigt sich nur noch einmal, dass etwas mehr Geld auch für hochwertigere Komponenten sorgt. Bei deren Brühgruppe hatte ich jedenfalls nie das Gefühl, es mit einer Comic-Beilage zu tun zu haben.

Zum Entnehmen müsst ihr nur eine Serviceklappe an der Seite öffnen. Ich würde euch empfehlen, beim täglichen Abspülen der Brühgruppe auch gleich den Bereich hinter der Serviceklappe zu reinigen. Da sammelt sich nämlich sehr schnell sehr viel Kaffeepulver an.

Fazit zum Tchibo Esperto Caffè – Mehr Klarheit, weniger Quark

Ich frage mich, warum man in der Kaffeewelt so darauf erpicht ist, als geschlossenes Markensystem wahrgenommen zu werden. In der Modewelt sind Kollaborationen an der Tagesordnung – und mit dem Label „Marke A x Marke B“ sogar ausnehmend hip.

Beide Marken profitieren von den Stärken der jeweils anderen und werden damit nur noch beliebter. Hätte eine „Tchibo x Severin“-Colab nicht den gleichen Effekt haben können? Was soll die Geheimniskrämerei? Ist Tchibo am Ende das Image von Severin gar zu piefig?

Tchibo Esperto Kaffeevollautomat Caffe Arne

Was auch immer der Grund ist, er sorgt für behämmertes Marketing, das sich oft als glatt geflunkert rausstellt. Und dies wiederum drückt den eigentlich ordentlichen Eindruck, den ich von einem Kaffeevollautomaten im Test habe, nach unten.

Der Tchibo Esperto Caffè ist brauchbar, zumal er ein angenehmes (und außergewöhnliches) Preisschild hat. Sein Look und seine reduzierte Funktionalität können überzeugen. Die kompakten Maße sind ebenfalls ein großes Plus.

Der Espresso könnte definitiv voller sein, dürfte aber vielen Leuten besser schmecken als mir. Es bliebe zwar zu diskutieren, ob ein Milchschaumsystem nicht irgendwie immer zu einem Vollautomaten gehört. Doch wie schon der wirklich überzeugende Melitta Caffeo Solo gezeigt hat, ist das wohl eine Glaubensfrage.

Hier könnt ihr den Tchibo Esperto Caffè beim MediaMarkt bestellen.

Keine Glaubensfrage ist aber, dass ich mir mehr Offenheit bei neuen Produkten wünsche. Kundenverarsche fetzt nicht. So könnte der Esperto beispielsweise problemlos über sein tolles Preisschild beworben werden. Oder über seinen schnieken Look. Oder seine kompakten Maße.

Welche Meinung habt ihr dazu? Kommentiert und diskutiert, was das Zeug hält!

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Wilfried
Wilfried
1 Monat zuvor

Zunächst einmal, herzlichen Dank für den Testbericht. Hätte ich mal besser vor dem Kauf gelesen 😉 Doch jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen: Hat hier noch Jemand Probleme mit der Anzeige das der Kaffeesatz-Behälter geleert werden muss? Meine Anzeige erlischt nicht mehr und trotz gründlicher Reinigung ist somit kein Kaffee machen mehr möglich. 🙁 Musste die Maschine heute zur Werkstatt schicken, da noch Garantie, wenigstens kostenlos.

Rainer
Rainer
4 Monate zuvor

Ich finde den Kaffee Automat in Ordnung, beim Säubern bemerke ich in der
Auffangschale immer jede Menge frisch gemahlenen Kaffee. Habe den Siebträger
beobachtet, es wird zu viel Kaffee hineingemahlen und wenn er nach rechts hinüber
schwenkt schubst er den hinunter. Das ist doch nicht normal oder.

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
3 Monate zuvor
Reply to  Rainer

Hallo Rainer,

danke für deinen Kommentar. Das hört sich nach einem Defekt an. Den würden wir zu Tchibo bringen und nach einer Reparatur oder einem Ersatz fragen. Liebe Grüße Team Coffeeness

Martin
Martin
26 Tage zuvor

same here…

Chris
Chris
4 Monate zuvor

Die Tchibo und die Severin werden wohl von Beko in der Türkei hergestellt, genau wie die Grundig, oder?

Albin
Albin
4 Monate zuvor

Nach Austausch von 4 (vier )Tchibo -– Qbo Kapselmaschinen, bin ich zu Kaffeevollautomat Esperto Caffe`gewechselt.
Schon von Anfang an gab es Probleme – wie
Wasser auffüllen blinkt nicht
Bohnen nachfüllen blinkt nicht
beim Entkalkungsvorgang blinkt `Wasser auffüllen` nicht und die Pumpe läuft weiter – ohne Wasser
Die Maschine wurde von Tchibo anstandslos ausgetauscht, jedoch gibt es dasselbe Problem jetzt wieder.
Gibt es irgendwie Abhilfe ?!?

Suse
Suse
2 Monate zuvor
Reply to  Albin

Beim Wasser nachfüllen ist immer darauf zu achten, dass der Wasserbehälter außen vollkommen trocken ist, damit die Sensoren den leeren Tank erkennen können. Das hatte ich anfangs auch falsch gemacht, bzw. nicht darauf geachtet. Seitdem ich den Tank trocken halte (und auch die Maschine, wo der Tank eingesetzt wird) funktioniert das „Wasser auffüllen“…
Was bei mir auch nicht funktioniert, ist das „Bohnen auffüllen“. Vielleicht hat hier auch jemand einen Tipp?
VG

RSBass
RSBass
7 Monate zuvor

Hallo Coffeness Team,
hallo Arne,

vielen Dank, für den Test zur Tchibo esperto caffè 1.0
Habe schon in verschieden Beiträgen hier zum besten gegeben, das ich die Tchibo Maschine habe und mit ihr sehr zufrieden bin. Leider ist dieser Test bisher genauso wenig in deiner Testauswahl verlinkt, wie der Test zur Delonghi la specialista.

Den Ausführungen von Jan Ole Schmidt habe ich grundsätzlich nichts hinzu zufügen. Sehr genau auf den Punkt gebracht!

Vielleicht ein wenig mehr im Detail:

Zum Schimmel:
Natürlich schimmelt die Maschine….,wenn man sie nicht regelmäßig reinigt, am besten täglich.
Aber wenn man sich an die tägliche Reinigung hält und die Pulverablagerungen im Brühgruppenbereich beseitigt, die Wasserauffangschale sowie Tresterbehälter sauber hält und über Nacht die Teile neben der Maschine stehen läßt, damit die Maschine „Durchatmen“ kann, gibt es auch KEINEN Schimmel.

Zudem habe ich mir angewöhnt, die Serviceklappe tagsüber neben die Maschine zu legen, wenn die Maschine nicht in Gebrauch ist. So kann die kondensierte Feuchtigkeit schneller entweichen.
Ja, auch „Kleinvieh“ macht Mist und sie saut ein wenig über den Durchschnitt. Das ist aber auch schon fast der einzige Nachteil. Ansonsten ist sie relativ pflegeleicht. Keine Spülorgien, nur beim Einschalten und dann aber gründlich und viel. Wenn man das Spülwasser in einem Becher etc. auffängt, gibt es aber so gut wie kein Wasser in der Auffangschale. Das schaffen nicht viele Automaten. Man könnte sogar die Startspülung abbrechen oder ganz abschalten, wovon ich aber dringend(!) abrate.

Zum Geschmack:
Der 25 ml Espresso ist durchaus sehr kraftvoll und schmackhaft und kommt auch ohne Intense+ Taste aus. Aber wer mag, kann dies natürlich tun.
Wer den Kaffee als zu wässrig empfindet, sollte mal die Bezugsmenge prüfen. Natürlich kann ich aus 15g Kaffeepulver mit dem relativ groben Mahlgrad, selbst in der feinsten Einstellung, keine 250 ml schmackhaften Kaffee erwarten, auch wenn der Automat diese Einstellung zuläßt. Bis 125 ml Wassermenge sollte der Kaffee auch schmecken. Für den großen Pott halt 2x 125ml beziehen mit insgesamt 30g Kaffee. Wem das zu wässrig ist kann bei jedem Bezug noch die +Taste drücken. Wenn das immer noch zu wässrig schmecken sollte, stimmt etwas mit der Maschine nicht (Punkt)
Die 15g Kaffee beziehen sich auf das gewogene Puckgewicht, nach 12 Stunden Verbleib im Tresterbehälter! Bei Verwendung der Intense+ Taste sogar noch mehr. Das nach 12 Stunden immer noch ein gewisser Wasseranteil vorhanden ist, sollte schon klar sein. Vermute mal, das der Trockenanteil so bei 13g bis 14g, je nach „Aromawahl“ liegt….und das bei der kleinen „Spielzeug“-Brühgruppe.
Die meist ganzen Puck`s, die im Tresterbehälter landen, machen auch optisch einen guten Eindruck. Die Kaffeepucks entsprechen etwa denen der Krups EA 9010 in Aussehen und Gewicht.
Bei der Krups Maschine werden die Pucks in der Menge und Gewicht elektronisch kalibriert, was man im versteckten Service Menü nachprüfen und ggf. neu kalibrieren kann. Hier schwankt das Gewicht des Pucks je nach Rezeptwahl zwischen 8g und 15g. So genau ist die Tchibo natürlich nicht. Die haut immer die gleiche Puckgröße raus…da bis auf die intense+ Zugabe keine weitere Kaffeemengenwahl möglich ist.

Die Brühgruppe:
Wer genau hinschaut, wird feststellen, das eigentlich nur ein Drittel der Brüheinheit entnehmbar ist. Die Kipp-/Dreheinheit und der obere Stempel mit Sieb verbleiben im Gerät und sollten natürlich mit gereinigt werden.
Beim Abspülen des entnehmbaren Teils der Brügruppe sollte wirklich intensiv gespült werden, auch von unten, wo sich eine ganz kleine Öffnung befindet. Die untere Seite sollte nach dem Spülen dann etwas in der hohlen Hand gestaucht werden, da sich mit der Zeit auch in der „verkapselten“ Einheit doch etwas Kaffeepulver sammelt, das durch die Öffnungen der orangenen Verschlüsse hinein kriecht.

Getränke Temperatur:
Morgens auf die Schnelle, komme ich mit der Temperatur ohne Vorwärmen zurecht, da man gleich ohne zu schlürfen das schwarze Getränk wohltemperiert geniessen kann.
a) Espresso: 25ml = 67 Grad
b) Espresso: 40ml = 69 Grad
c) Crema: 125 ml= 72 Grad
d) Americano 90 ml = 71 Grad
e) Americano 125 ml = 73 Grad

Doppelbezug
a) 69 Grad
b) 71 Grad
c) 75 Grad
d) 75 Grad
e) 76 Grad

Mit vorgewärmter Tasse/Becher Einfach Bezug
a) 72 Grad
b) 74 Grad
c) 76 Grad
d) 76 Grad
e) 77 Grad

Bei Doppelbezug mit vorwärmen keine Änderung, alles gemessen in der Tasse. Dürfte am Auslauf noch etwas höher sein. Thermometer nicht geeicht!

Haltbarkeit:
Auch mir war anfangs nicht ganz wohl bei dem Gedanken, sich so eine „White Label“ Maschine zu zulegen, da hier die Streuung von hui bis pfui immer recht weit ist und man schnell in den Sch…topf greift. Hatte aber Glück und bis heute tut sie klaglos ihren Dienst (3x Holz klopf).
Ja, der „Rep. Service“ scheint den Namen nicht zu verdienen, wie auch. Der Werkstatt werden wohl kaum großartig Austauschteile zur Vervügung stehen. Andererseits bekleckern sich auch andere markenspezifische „Spezialwerkstätten“ nicht gerade mit Ruhm. Ich habe leidvolle Erfahrungen mit Melitta u. Krups machen dürfen…Seitdem kommen mir keine preisintensiven Automaten mehr ins Haus.
Ich habe den Tchibo Automaten jetzt 1 Jahr täglich mehrmals in Nutzung und damals mit TchiboCard für 199,00 Euro, plus 1kg Tchibo Barista Espresso bekommen….und keinen Tag bereut!

One Toch:
Die Americano „one touch“ Bezugstaste ist vorbildlich und verdient ihren Namen zurecht, anders als andere Marken, denen eine Americano Taste entweder gänzlich fehlt oder im Untermenü versteckt ist. Wenn man diese dann auch noch frei programmieren kann und sowohl in Espresso-, als auch im Wasseranteil getrennt einstellen kann, dann geht es nicht mehr besser.
Kaum ein Automat auf dem europäischen Markt bietet so eine Taste als echte „One Touch“. Lediglich die neue Philips EPxxxxLatteGo Reihe, aber hier kann man im Höchstfall von Direktbezug sprechen, selbst wenn man den Americano so leidlich programiert bekommt, muss man mindestens zwei Tasten „drücken“, denn neuerdings haben viele Automaten noch eine Start/Stop Taste. So gesehn, ist die Philips Maschine wohl keine echte Alternative, die ich künftig ins Auge fassen könnte. So hoffe ich, das die eperto caffè 1.0 noch laaange ihre guten Dienste verrichtet.
Vielleicht kann man es ja im Ernstfall mit Teilen aus der Severin oder der baugleichen Grundig oder der spanischen Version, die es auch noch gibt, versuchen. Denn da gibt es vereinzelt tatsächlich Teile, solange die Elektronik nicht betroffen ist…

Immer mal was neues:

Leider, leider gibt es die Version 1.0 nicht mehr. Ich habe es überall versucht. Ich wollte mir noch eine Reserve Maschine sichern, falls meine aktive den Geist aufgibt. Zwar habe ich noch ein Jahr Garantie, aber das ist mehr im Sinn gedacht, denn weder mechanische noch elektronische Teile werden ernsthaft vorgehalten, deshalb auch die Eiereien der „Werkstatt“.
Abgelöst wurde die 1.0 durch die Version 1.1. Meist gibt es bei einem Update ja Grund zur Freude, aber in diesem Fall war das ein Schuss ins Knie. Ein schönes Beispiel, wie man etwas ansich gutes auch verschlimmbessern kann. Statt der Americano Taste, wurde eine „Doppio“ Taste installiert, mit der es jetzt möglich ist zwei Bezüge hintereiander zu beziehen. Also, wenn es nicht so traurig wäre, müsste man ja lachen. Das ging auch vorher, nur musste man die Rezepttaste nach dem Brühvorgang nochmals drücken. Wenn denn die Doppio Taste so wichtig ist, hätte man ja auch die vorhandenen Rezept-Tasten mit einer Doppel bzw. Dreifach-Belegung austatten können und gut wärs gewesen. Dann wäre es auch ein Mehrwert, aber naja…

Da gäbe es ja noch die esperto latte mit zusätzlicher Dampflanze, aber das ist so ein „Phantom“…
Einige berichten vom Totalversagen dieser neuen Einrichtung. Vermutlich ist die Dampflanze ein Rohrkrepierer und die ganze Esperto latte musste zurückgerufen werden, da „derzeit nicht lieferbar bzw. bestellbar“. Zumindest im Consumer-Tchibo-Shop. Selbst wenn diese Lanze mal funktionieren sollte, bezweifle ich, das die zufriedenstellend arbeitet. Wer es dennoch riskieren will, dem sei der spezielle Büroservice von Tchibo empfohlen (googeln), wo wahrscheinlich ausgesuchte Automaten aus der Auschuß-Serie handverlesen angeboten werden. Allerdings nützt da die TchiboCard nix. Da will man den vollen Preis von 291,00 Euro…

Viele Grüße

RSBass
RSBass
7 Monate zuvor
Reply to  RSBass

Korrektur zu den Getränke-Temperaturen
Erstbezug ohne vorwärmen
a) Espresso 25ml = 64 Grad
b) Espresso 40ml= 66 Grad

konnte meine eigene Klaue nicht lesen, sorry

RSBass
RSBass
7 Monate zuvor
Reply to  RSBass

Leider muss ich noch ne Korrektur einfügen.
Oben in meinem Haupt-Kommentar habe ich den Kommentar von Jan Ole Schmidt beigepflichtet, das war ein Irrtum. Gemeint war der Kommentar/Beitrag von Stefan Mertens, dem ich voll und ganz zustimme.
Sorry für die Verwechslung

schöne Grüße

RSBass
RSBass
7 Monate zuvor
Reply to  RSBass

Nachtrag zum Gewicht des Kaffee-Pucks
und meinen Rückschluss auf das Trockengewicht und den Kaffeeverbrauch.

Sorry, das ich mich nochmals einklinke. Es ist keinesfalls meine Absicht die Seite mit meinen Kommentaren zu zumüllen, aber das scheint mir doch nicht unwesentlich zu sein, geht es doch letztendlich um den Verbrauch an Kaffeebohnen.

Ist die Tchibo esperto caffe ein Kaffeebohnen-Fresser?
Wie gesagt, das Gewicht von 15g eines Kaffee-Pucks aus der Esperto caffe nach 12 Stunden Trocknung ist ein Fakt. Das vermutete Trockengewicht von 13 -14g ist natürlich nur eine Annahme. Die Restfeuchte kann durchaus höher sein und damit das Trockengewicht etwas niedriger (hoffe ich zumindest). Der Vergleich mit der elektronisch kalibrierten Menge im Krups Automat EA9010 hinkt, da hier die gemahlene (trockene)Pulvermenge des Mahlwerks gemessen wird und die variiert zwischen 8 und 15g, je nach Bezugsgröße und Aromawahl.
Wie auch immer. Leider hatte ich bei der Tchibo schon immer das Gefühl, das dieser kleine Apperat ein Kaffeefresser ist.
Habe irgendwo mal gelesen, das ca. 70-80 geröstete Kaffeebohnen ca. 6-8g gemahlenen Kaffee ergeben, der für eine Tasse Kaffee benötigt wird. Habe mir aber auch sagen lassen, das diese Menge einigen Automaten nicht reicht und gut und gern bis zu 12g und mehr verbrauchen.
Wieviel Pulver die Tchibo nun verbraucht, werde ich also noch austesten müssen und den Puck wirklich einige Tage austrocknen lassen….
Ein frisch gepresster und ausgeworfener Puck aus der Tchibo Maschine, wurde von mir aktuell gar mit 22g gewogen. Aus der Philips EP4321/50 wog hingegen nur 16g bei ähnlicher Einstellung (Espresso 40ml Standard/fest bei der Tchibo und Aroma Stufe 3/5 bei der Philips und gleicher Wassermenge.)
Werde nun beide austrocknen lassen und erneut wiegen und die Frage für mich beantworten.
(Ohne Nachfrage und ungebeten werde ich hier allerdings nichts weiter zum besten geben.
Werde nach einiger Zeit hier nochmal vorbeischauen und berichten, falls gewünscht.)

Ansonsten, vielen Dank für eure Geduld und Aufmerksamkeit 🙂

habe fertig…

schöne Grüße

Steffi
Steffi
7 Monate zuvor

Hallo,
erstmal vielen Dank für den aufschlussreichen Test!

Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass der äußere Rand beim Tassenaufsatz/Auffangschale leicht zerkratzt wenn es etwas größere Tassen sind (Schale ist ja auch eher eng bemessen von der Tiefe)? Ich meine nicht das Edelstahl sondern diesen Kunstoffrahmen (silber wie im Test oben) der um das Edelstahlsieb läuft.
Ich habe Bedenken bei Tassen die handgetöpfert sind und ggf unten nicht ganz glasiert sind, dass der Tonboden das Kunststoff sehr verkratzen könnte beim Rein- und Rausziehen der Tassen…
Falls jemand da Erfahrungswerte hat – gerne ehrlich her damit!
Vielen Dank

Alex
Alex
2 Monate zuvor
Reply to  Steffi

Hallo,

Ja, ist bei mir völlig verkratzt. Ist mir aber wurscht, Hauptsache der Kaffee ist gut.
Ich hab die Maschine des Preises wegen gekauft (Version 1.0) und die läuft und läuft. Mehrere Tasse pro Tag, immer mit Intense+ Taste und bisher ohne jegliche Macken.

Walter
Walter
1 Monat zuvor
Reply to  Steffi

Das liegt nicht an der schön polierten Edelstahlfläche der Tropfschale, sondern an der rauhen, nicht sehr glatten Standfläche der Tassen oder Gläser.

Klaus-Dieter Schwier
Klaus-Dieter Schwier
11 Tage zuvor
Reply to  Steffi

Wir besitzen mittlerweile zwei Tchibo Kaffeevollautomaten.
Der Grund ist:
Der erste mußte nach einem Jahr reklamiert werden.
Der zweite versagt nach drei Monaten seinen Dienst.
Es sind jeweils das Mahlwerk/Brühgruppe mit Kaffeemehl verstopft.
Das Kaffeemehl wird nicht nur in Auffangbehälter sondern im gesamten unteren „Behälterraum“ verteilt.

Jan Ole Schmidt
Jan Ole Schmidt
8 Monate zuvor

Hallo, in den etwas älteren Test schreibst du das die Maschine nicht für das Büro geeignet ist. Wir überlegen und mir 6 Personen einen Automaten anzuschaffen. Ist die Maschine dafür in der Lage oder arbeitet sie dann dauerhaft am Anschlag?

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
8 Monate zuvor

Hallo Jan, vielen Dank für deinen Kommentar. Mit sechs Personen sollte die Maschine aber fertig werden. Wenn jeder von euch 1-2 Kaffee am Tag trinkst, sind das nicht mehr wie 12 Kaffee am Tag. Das ist natürlich nicht wenig aber sollte die Maschine nicht überfordern. Gut finden wir auf jeden Fall die einfache Reinigung durch Spülmaschinenfeste Teile, was im Büro sinnvoll ist, da sich niemand ewig mit der Reinigung beschäftigen will. Viele Grüße von deinem Team Coffeeness

Stefan Mertens
Stefan Mertens
8 Monate zuvor

Hallo,
ich möchte den skeptischen Kommentaren ein paar Vorzüge des Gerätes entgegenstellen.
Ich traue mir vor allem zu, einen Vergleich zur hier höher eingeschätzten Melitta Caffeo Solo zu ziehen: Diese Maschine habe ich sehr geliebt und gefühlt 8 Jahre beinahe täglich genutzt und mehrfach generalüberholen lassen (Brühgruppe, Mahlwerk etc.), bis nichts mehr ging.
Die Tchibo-Maschine habe ich im April erworben und möchte hier alles im Vergleich zur Melitta (dem alten Modell) verstanden wissen.

– Tchibo Esperto Caffé ist noch kompakter.
– Das Gerät hat im Rahmen einer Aktion nur lustige 199€ gekostet.
– Wenn man die Intense-Taste einfach immer drückt (dauert 0.1 Sekunden), entfällt das Problem mit dem etwas wässrigen Geschmack in der Grundeinstellung.
– Die „Yps-mit-Gimmick-Brühgruppe“ ist in der Tat recht klein. Sie lässt sich dadurch sehr schnell reinigen und unproblematisch ausbauen und einsetzen.
– Der Innenraum lässt sich nicht leicht, aber viel leichter als bei Melitta reinigen.
– Magnete statt mechanischer Halterungen erleichtern das tägliche Handling.
– Die Maschine spült nicht automatisch bei jedem An- und Ausschaltvorgang – man kann spülen, wenn es nötig ist.
– Die Maschine verzichtet auf einen (teuren) zusätzlichen Kalkfilter – ein Vorzug?!
– Die Maschine benötigt kein zusätzliches Spülprogramm – ein Vorzug?!
– Der Bohnenbehälter (mit Aufsatz) sowie der ordentlich dimensionierte Wassertank erlauben die ungestörte Zubereitung vieler Tassen.
– (Prinzipiell ärgerliche) Werbetricks wie der, dass die Maschine eine Eigenkonstruktion von Tchibo und besonders gut geeignet für Tchibo-Bohnen sein soll, sind für die Funktionalität völlig unerheblich.

Sorgen machen mir die Berichte von Charlotte und Jürgen, wonach das Gerät anfällig für Schimmel sein soll – bei mir war das zum Glück noch kein Problem.
Sorgen macht mir auch die allgemeine Lebensweisheit, dass besonders kostengünstige mechanisch-elektrische Geräte oft fehleranfällig sind.
Und: Hoffentlich macht sich der im Vergleich zur Melitta deutlich geringere Reinigungsaufwand nicht irgendwann negativ bemerkbar.

Also: Melitta Caffeo Solo war prima, Esperto Caffé ist auch prima und etwas kleiner und praktischer.
Wenn die Maschine jetzt noch ein Jahr unfallfrei bis zur ersten Reparatur übersteht, dann hat sich der Kauf sehr bewährt.
Wer einfach heißen Kaffee ohne großen Aufwand trinken möchten und gerne auf alle Milch- und Aufschäumfunktionen verzichtet, der kann hier nicht so viel falsch machen.

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
8 Monate zuvor
Reply to  Stefan Mertens

Hallo Stefan,

vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und dass du auf ein paar tolle Punkte der Maschine aufmerksam machst. Wir geben dir natürlich absolut recht, dass nicht alles an der Tchibo Esperto Maschine schlecht ist und es ist natürlich alles auch immer Geschmacksache. Uns hat dieser KVA im Test nicht umgehauen aber für einen Aktionspreis von 199 € hast du einen guten Schnapper gemacht und wenn du mit dem Kaffee zufrieden bist, ist alles fein. Behalte beim reinigen der Maschine auf jeden Fall im den Bereich hinter der Serviceklappe im Auge um Schimmel zu vermeiden. Weiterhin viel Freude und liebe Grüße – Dein Team Coffeeness

Sarah
Sarah
10 Monate zuvor

Hallo,

ich habe mittlerweile das dritte Produkt von den Tchibo Kaffeevollautomaten. Zunächst noch die alte Version mit Americano und jetzt die „neuere“ mit Doppel Funktion. Bei ALLEN Maschinen passierte der gleiche Fehler. Die Maschine fängt an endlos Kaffee zu produzieren und hört gar nicht mehr auf, also nur wenn man manuell erneut auf die jeweilige (Touch-) Taste drückt. Jedes Mal rief ich beim Kundenservice an, der mir dann mitteilte, ihnen sei der Fehler nicht bekannt. Da es immer 2-3 Wochen nach Kauf der Maschine passierte, wurde mir geraten, dass ich diese einfach umtauschen soll, da ich mich noch innerhalb der 30 Tage mit Rückgaberecht befinde. Bei dem Umtausch der zweiten Maschine wurde mir dann vom Kundenservice gesagt, dass ihnen der Fehler doch bekannt sei, allerdings nur bei einer von 500 Maschinen auftreten würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so ein Pech habe und drei Mal eine Montagsmaschine abkriege. Zudem hat mir der Kundenservice auch immer wieder was anderes gesagt, je nachdem mit wem ich gesprochen habe. Mein Bruder hat die gleiche Maschine und ist auch total zufrieden mit dieser. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum die Maschinen bei mir diesen Fehler vorweisen, aber ich werde mich nach einem anderen Vollautomaten umschauen. Hat noch jemand eine ähnliche Erfahrung mit der Maschine gemacht?
Liebe Grüße,
Sarah

Kaffee-Konsumierer
Kaffee-Konsumierer
10 Monate zuvor

Vielen Dank für den launigen Test!
Wir haben seit etwa 3 Jahren das Schwestermodell von Severin im Büro. Hier zählt natürlich nicht der exquisite Geschmack, sondern Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. War ich anfangs doch ein wenig skeptisch (wenn die für den Preis die zwei Jahre durchhält ist es gut), so bin ich mittlerweile davon überzeugt, dem Team mit dem Kauf einen Gefallen getan zu haben. Bei etlichen Kaffees (125ml Crema im Pott) am Tag und mindestens wöchentlicher Reinigung funktioniert das noch heute sehr reibungslos und durchaus wohlschmeckend. Mittlerweile steht auch die Tchibo-Variante 1.1 daneben, um Wartezeiten nicht zu lang werden zu lassen. Der Kaffeegeschmack ist immer noch vergleichbar.
Wer die Maschine nun wirklich baut, ist doch relativ egal. Ich habe keine Ahnung, ob Severin das Gerät in China fertigt und OEMs bedient oder ob die das Gerät auch woanders fertigen lassen. Ich habe selbst einige Jahre Product-Management gemacht (ist schon was her) und kann mir vorstellen, dass geringe Abweichungen bei den Endprodukten vorhanden sind. Zwischen der Serverin und der Tchibo fällt mir beispielsweise auf, dass – neben optischen Gimmicks – die 2x-Funktion (beim 1.0 die Americana-Funktion) fehlt. Die benannte Caso hat einen Milchaufschäumer, läuft aber ganz offensichtlich vom gleichen Band. Und soweit ich informiert bin, lässt z.B. auch Jura fertigen. Vor etlichen Jahren gab es starke Bauähnlichkeiten mit AEG-Maschinen, die denselben Auftragsfertiger bemühten.

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