Saeco Xelsis Kaffeevollautomat im Test

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Vielleicht liegt es daran, dass unser Coffeeness-Besuch auf der IFA 2017 so durchwachsen war, dass mich euer brennendes Interesse an einem Test des Saeco Xelsis Kaffeevollautomaten ganz schön umgehauen hat.

Saeco Xelsis im Test

Vielleicht liegt es daran, dass unser Coffeeness-Besuch auf der IFA 2017 so durchwachsen war, dass mich euer brennendes Interesse an einem Test des Saeco Xelsis Kaffeevollautomaten ganz schön umgehauen hat.

Denn zur Messe hatte ich festgehalten, dass das einzig wirklich Neue an dieser Linie aus dem Hause Saeco der Touchscreen mit seinen zahlreichen Rumfummel- und Einstellmöglichkeiten ist.

Toll Neuheit von der IFA

Saeco Xelsis Kaffeevollautomat

Tolle Neuheit von der IFA

Angenehme Betriebslautstärkaffee

Einfache Reinigung

Sehr einfache Bedienung / Zahlreiche Einstellmöglichkeiten

Sehr guter Milchschaum und Espresso

Schnellreinigung der Milchdüse erfolgt, wenn das Getränk noch drunter steht

Momentan noch etwas zu teuer

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Da wir aber auf der IFA keine Gelegenheit hatten, die Maschine auf Herz, Nieren und Kaffeegeschmack zu testen, habe ich das für euch schleunigst nachgeholt. Und muss sagen, dass mir die neue Xelsis-Reihe ziemlich gut gefällt. Das hat aber weniger mit den Einstellmöglichkeiten als mit den Ergebnissen zu tun.

Alle weiteren Kaffeevollautomaten Tests findet ihr auf diesem Link.

Wer keine Lust hat, meinen Worten lesend zu folgen, kann uns im Testvideo zur Saeco Xelsis dabei zugucken, wie wir touchen und ausprobieren, was das Zeug hält. Aber: Wie ich schon im Video sagte, habe ich in diesem Testbericht noch einmal ein paar neuere Erkenntnisse für euch parat. Lesen lohnt sich als auf jeden Fall.

Wer sich jetzt wundert, dass er den Namen Saeco Xelsis nicht erst seit der IFA kennt, hat Recht: Die Serie an sich gibt es schon eine ganze Weile. Wir hatten sie bisher nur noch nicht am Wickel. Aber die neuesten Geräte aus der 2017-Linie mit der Kennung SM sind dann doch noch einmal eine Kategorie für sich.

Die drei Ausführungen des Saeco Xelsis Kaffeevollautomaten im Überblick

Saeco kann es nicht lassen, ein neues Produkt immer gleich in verschiedenen Varianten auf den Markt zu werfen, die den Konsumenten erst einmal verwirren. Das kennen wir schon vom Saeco PicoBaristo.

Meist sind die Unterschiede aus technischer Sicht relativ minimal, schlagen sich aber preislich mehr als deutlich nieder. Den Saeco Xelsis Kaffeevollautomat mit SM-Kennung gibt es nun in drei Ausführungen, bei denen sich dieses Urteil mal wieder bestätigt.

In der Übersicht sehen die Unterschiede folgendermaßen aus (oder eben nicht aus):

Modell Saeco XelsisSM 7580/00SM 7683/00SM 7685/00
Abmessungen in mm (B/H/T)283 x 393 x 489283 x 393 x 489283 x 393 x 489
GehäuseKunststoffgehäuse mit KlavierlackfrontKunststoffgehäuse mit EdelstahlfrontEdelstahl
GewichtCa. 10,7 kgCa. 10,8 kgCa. 12,2 k
WasserfilterAquaClean FilterAquaClean FilterAquaClean Filter
Brühgruppe Herausnehmbar
DisplayLED Display mit WähltastenTouchscreenTouchscreen
Coffee EqualizerX
Programmierte Getränke121515
Nutzerprofile668
Kaffeestärke einstellen5 Stufen5 Stufen5 Stufen
Wasser- und Milchmenge einstellen
Mahlgrad einstellen12 Stufen12 Stufen12 Stufen
Temperatur einstellen3 Stufen3 Stufen3 Stufen
Auslaufhöhe75-148 mm75-148 mm75-148 mm
MilchsystemCappuccinatoreCappuccinatoreCappuccinatore
Reinigung MilchsystemHygieSteamHygieSteamHygieSteam
Wassertank1,7 Liter1,7 Liter1,7 Liter
Bohnenbehälter450 g450 g450 g
2 Getränke gleichzeitig

Auf der Philips-Saeco-Vergleichsseite zu diesen drei Modellen könnt ihr noch mehr Daten abrufen. Aber auch hier sind die Unterschiede eher gering.

Die wichtigste Rechtfertigung für die 200 Euro-Preissprünge zwischen den Modellen ist zuallererst das Material und damit der Eindruck, den die Maschinen hinterlassen. Bei der IFA haben wir festgestellt, dass so ein kompletter Edelstahllook zumindest optisch wirklich einen enormen Unterschied macht. Der SM 7685/00 wirkt schlichtweg wie aus dem Ei gepellt.

Der zweite wichtige Grund für den Sprung zwischen der SM 7580/00 und der SM 7683/00 ist natürlich der auch bei der IFA heiß beworbene „Coffee-Concierge“ auf dem Touchscreen-Display. Den hat das günstigste Modell nicht zu bieten, auch wenn die meisten Einstellungen genauso gut über die Direktwahltasten erledigt werden können.

Ansonsten bietet das teuerste Modell SM 7685/00 noch ein paar mehr Einstellmöglichkeiten, das Gerät an sich ist aber immer identisch.

Weil uns diese Unterschiede dann doch ein bisschen fipsig vorkamen und wir sowieso am meisten darauf schauen, wie was am Ende aus dem Auslass kommt, haben wir für unseren Test das günstigste Model der aktuellen Saeco Xelsis Reihe gewählt.

Für alle, die jetzt wegen des Coffee-Concierge-Tests enttäuscht sind: Dabei handelt es sich schlicht um eine Art der bequemeren Einstellung, nicht um eine außergewöhnliche Besonderheit, die den Kaffee irgendwie besser machen würde. Und bei der Saeco Xelsis SM 7580/00 erledigen wir das einfach über die anderen Knöpfe.

Saeco Xelsis SM 7580/00 Kaffeevollautomat: Das Wichtigste im Überblick

Ob ihr es nun mit Kunststoff oder Edelstahl habt: Die Saeco Xelsis Kaffeevollautomaten sehen in jedem Fall hochwertig aus und machen mit ihrer schlanken Bauweise auch in kleinen Küchen was her. Da kennen wir andere Klopper, die weit weniger leisten und dennoch einen eigenen Anbau benötigen.

Außerdem macht der Saeco Xelsis Kaffeevollautomat schlicht prima Kaffee. Und das von Espresso bis Latte Macchiato. Das liegt in meinen Augen vor allem daran, dass ihr hier ein hochwertiges Scheibenmahlwerk aus Keramik auf insgesamt 12 Stufen einstellen könnt.

Mahlwerk einstellen

Normal sind fünf oder sechs Positionen und das Mehr an Feinheit schlägt sich in einer besseren Extraktion und damit mehr Geschmack in der Tasse nieder. Gut, die Einstellmöglichkeiten bei Temperatur, Kaffee-, Milch- und/oder Wassermenge haben damit sicher auch etwas zu tun.

Aber da ein Kaffeevollautomat im Normalfall aus Sch… auch kein Gold machen kann, fällt es besonders auf, wenn ein Gerät von Anfang an auf den besten Voraussetzungen aufbaut.

Ob ihr nun auf die 12 voreingestellten Getränke des SM 7580/00 setzt oder unbedingt 15 „Kaffeespezialitäten“ haben müsst, die eine Zusatzausgabe von zwei- bis vierhundert Euro rechtfertigen, sei einmal dahingestellt.

Nicht dahingestellt werden kann aber, dass der SM 7580/00 Vollautomat wirklich einfach zu bedienen ist und selbst ohne große Vorkenntnisse angepasst werden kann. Das Ganze speichert ihr dann in einem der (ausreichenden) Nutzerprofile und die ganze Familie ist glücklich.

Display

Darum bin ich mir auch gar nicht so sicher, was der Coffee Equalizer noch groß besser machen soll. Er verlagert das Drücken der Tasten einfach auf den Touchscreen und macht das Einstellen so definitiv übersichtlicher. Das war es dann aber auch schon.

Obwohl, nicht ganz: Die beiden teureren Modelle erlauben es euch, im Coffee Equalizer auch noch die Reihenfolge von Kaffee und Milchschaum zu verstellen und zusätzlich die Milchschaummenge anzupassen. Und sie haben eine LED-Beleuchtung! Wooooow.

Grundsätzlich ist der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat in jedem Fall sehr gelungen, wie ihr an den Vor- und Nachteilen der Maschine ablesen könnt.

Vorteile des Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat

  • Hochwertiger Eindruck und sehr gute Verarbeitung
  • Kompakte Bauform
  • Ansehnliches Design
  • Angenehme Betriebslautstärke
  • Sehr einfache Bedienung
  • Zahlreiche Einstellmöglichkeiten
  • 12-fach verstellbares Mahlwerk
  • Entnehmbare Brühgruppe
  • Nutzerprofile
  • Einfache Reinigung
  • Sehr leckerer Kaffee schon in den Grundeinstellungen

Nachteile des Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat

  • Schnellreinigung der Milchdüse erfolgt, wenn das Getränk noch drunter steht
  • Momentan noch etwas zu teuer

Der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat im Einsatz

Bei der neuen Xelsis-Reihe fällt auf jeden Fall auf, dass sich die Produktdesigner Gedanken gemacht haben, wie man typische Probleme der Vollautomatenkategorie clever und für den Endnutzer unauffällig und unkompliziert lösen kann.

Das fängt schon beim Bohnenfach an. Das ist mit 450 g Füllmenge überaus geräumig, was natürlich dazu verführt, das Ding so richtig schön auf Vorrat vollzuknallen. Damit sich bei diesem eigentlichen No-No das Aroma nicht sofort verflüchtigt, verfügt der Deckel über eine Aroma Seal genannte Gummierung, die den Behälter relativ dicht abschließt. Vollknallen solltet ihr ihn trotzdem nicht.

Abtropfschale Xelsis

Im Video hatte ich die Einstellerei der verschiedenen Getränke etwas schnell abgespult. Das ist aber ein gutes Zeichen, denn es gibt wirklich kaum eine Einstellung, die ihr nicht sofort findet, einfach verschieben oder intuitiv erfassen könnt.

Nur die Sache mit dem „Geschmack“ war mir im Test ein absolutes Rätsel. Denn Kaffeestärke, Füllmenge und Temperatur basteln wir uns ja schon über andere Einstellungen zusammen. Nach langem Hin und Her (und kaum Unterschieden im geschmacklichen Ergebnis), bin ich zu dem Schluss gekommen, …

…dass ich es immer noch nicht weiß. Vielleicht könnt ihr damit eine Pre-Infusion starten, vielleicht könnt ihr damit sozusagen der Maschine klarmachen, welche Art von Röstung im Bohnenfach liegt. Kein Plan! Falls ihr wisst, was sich dahinter verbirgt, sagt es mir unbedingt!

Die Maschine ist insgesamt erfreulich leise, auch wenn sie definitiv mehr Krach verbreitet als zum Beispiel die von mir sehr gelobte Siemens EQ6. Apropos: Auch diese Maschine hat ein Upgrade erfahren, den Testbericht liefere ich ebenfalls sehr bald.

Die 12 Stufen des Xelsis-Mahlwerks aus Keramik stellt ihr super bequem über ein Rädchen im Bohnenbehälter ein. Wenn ihr von Anfang an tolle Ergebnisse in der Tasse haben wollt, empfehle ich die Position 2 von 12. Natürlich könnt ihr hier auch experimentieren.

Kaffeepulverfach

Warmhalte-Platte

Bohnenfach mit Dichtung

Espresso und Café Creme aus dem Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat

Wenn ihr euch viele meiner alten Kaffeevollautomaten im Test anguckt, habe ich fast immer nur die Könnerschaft in Sachen Espresso getestet. Und das haben mir viele von euch zurecht vorgeworfen. Denn nicht jeder will KVA-Espresso, vielleicht soll es auch mal „normaler“ Kaffee sein, um in den Tag zu starten.

Für mich ist „normaler“ Kaffee zwar ein Synonym für den Handfilter, aber ich kann gut verstehen, dass ihr damit einen Café Lungo oder Café Creme aus dem Vollautomaten meint. Schließlich habt ihr genug Geld für eine solche Maschine ausgegeben und wollt sie nun auch in all ihren Facetten nutzen.

Darum teste ich ab jetzt auch immer brav nicht nur den Espresso, sondern auch den Café Creme aus dem jeweiligen Testkandidaten. Und in beiden Versionen macht der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat auf jeden Fall Spaß

Espresso

Temperatur, Crema und Geschmack des Espresso aus dem Xelsis sind super. Besonders positiv fallen die hervorragende Temperatur und das sehr eigene Geschmacksprofil auf. Der Espresso ist überhaupt nicht bitter, unterstreicht vielmehr die Geschmacksnuancen der jeweiligen Bohnenmischung.

Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass ihr hier wahrscheinlich sofort merkt, wenn ihr billige Industriebohnen in die Maschine kippt. Denn hinter Bitterstoffen kann sich ein mangelhaftes Aromenprofil normalerweise gut verstecken. Geht es bei der Extraktion besonders fein zur Sache, fällt dieses Versteckspiel aus.

Xelsis Espresso

Saeco Xelsis Espresso Bezug

Saeco Xelsis Espresso Crema

Café Creme

Ich mag den Handfilter nicht nur deswegen lieber, weil ich ultracooler Kaffeeblogger bin. Üblicherweise ist ein Kaffeevollautomat ein Querschnittsprodukt, dass gerade den Körper eines ordentlich handgebrühten Kaffees ziemlich abschleift.

Oder anders gesagt: Was euch der Vollautomat anbietet, ist meistens ein sehr kompakt schmeckender Schluck Kaffee, dem es an Raffinesse und Schmatzigkeit fehlt. Intensiver habe ich mich mit dem Thema auch im Artikel zu Kaffee für Kaffeevollautomaten befasst.

Dieses Problem hat der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat erfreulicherweise nicht. Auch hier ist die KVA-Crema sehr gelungen und besonders der außergewöhnliche Körper, den der Kaffee auf der Zunge zeigt, hat mich überrascht. Rund, viskos, angenehm ölig, facettenreich. Prima.

Schwarzer Kaffee

Milchschaum aus dem Saeco Xelsis Kaffeevollautomat

Ich wage einmal zu behaupten, dass Milchschaum auf Knopfdruck für viele von euch das größte Argument ist, warum sie einen Kaffeevollautomaten kaufen wollen. Und auch da enttäuscht euch der Saeco Xelsis Kaffeevollautomat definitiv nicht.

Und das ist bei dieser Marke tatsächlich eine Neuerung, habe ich doch bei vielen anderen Testberichten immer wieder erwähnt, dass die Saeco-Kandidaten beim Milchschaum in irgendeiner Form versagen.

Doch auch der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat bleibt seinem Image zumindest im Detail treu:

Grundsätzlich ist der Schaum sehr solide und wird ohne großes Getöse zubereitet. Mit 65 Grad Celsius ist ein fertiger Latte Macchiato zumindest für mich auf perfekter Trinktemperatur.

ABER: Der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat reinigt nach jeder Milchschaumdüsenbenutzung diese mit einem kurzen Dampfstoß nach. Das ist auch löblich. Doof ist nur, dass dieser Dampfstoß sofort erfolgt, wenn das Getränk fertig ist. Und damit wird die ganze Suppe in das Getränk gepustet.

Stellt euch einfach vor, der Barista würde die Dampflanze an der Siebträgermaschine direkt in das mit fertigem Schaum gefüllte Milchkännchen mit der gleichen Methode säubern. Käme euch auch komisch vor, oder? Eben.

Milchbehälter Xelsis

Milchschaum und heiße Milch

Saeco Xelsis Latte

Die Reinigung

Wo wir gerade bei der Reinigung mit Wasserdampf sind. Da hat die neue Xelsis-Serie was Feines parat: die sogenannte HygieSteam Technologie. Hier könnt ihr auf Wunsch das ganze Milchsystem mit Wasserdampf durchpusten und müsst dafür nichts weiter machen, als den Schlauch in seine Halterung an der Seite stecken und auf den entsprechenden Knopf im Menü drücken. Das fetzt richtig.

Auch für den Rest der Reinigung habt ihr beim Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat und seinen Freunden keine Ausrede mehr. Wie ich schon sagte: Die Produktentwickler wollen es euch so einfach wie möglich machen.

Tresterbehälter, Abtropfschale und Wassertank lassen sich nach vorne entnehmen, sodass ihr die Maschine auf der Arbeitsfläche noch nicht einmal verschieben müsst.

Nur an die Brühgruppe kommt ihr wie üblich seitlich. Übrigens handelt es sich hierbei um das gleiche Modell, das in praktisch allen Saeco-Maschinen verbaut ist. Nur so ein Hinweis, falls ihr mal auf der Suche nach einem Ersatzteil seid.

Natürlich sind auch die entsprechenden Entkalker-Programme am Start. Wie in den oberen Preisklassen fast immer zu finden, könnt ihr das Entkalk-Intervall manuell verstellen und solltet es gerade in Großstädten auch tun.

Der beiliegende Kalkteststreifen verrät euch die Wasserhärte, die der besten Einstellung zugrunde liegt. Und ich würde diese Einstellung dann im eigenen Interesse immer (!) noch einmal nach unten verkleinern.

Trester Behälter

Brüheinheit

Fazit zum Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat

Was den Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomaten besonders oder herausragend macht, ist in meinen Augen nicht das, worum sich alles bei der Produktpräsentation dreht. Zwar ist ein Touchscreen mit einem Equalizer-Look für Spielfreudige eine feine Sache.

Aber dabei handelt es sich eben auch nur um Einstellmöglichkeiten, die wir so oder so ähnlich auch von Saeco schon tausendmal gesehen. Der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat ist vielmehr eine tolle Produktneuerung, weil er schlichtweg tollen Kaffee macht. Egal, was ihr an den Profilen oder Skalen herumfummelt.

Er sieht auch in seiner „Billigvariante“, die bei einem Preis von über 1.000 Euro natürlich keine ist, klasse aus. Er ist hochwertig und solide verarbeitet. Er bringt Leistung, die beim Kaffeemachen wirklich zählt:

  • Fein einstellbares Mahlwerk, das wirklich fein mahlt
  • Top Temperatur
  • Top Extraktion
  • Top Geschmack

Ob diese Leistung aus einem Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse kommt, ist eigentlich nur eine Designentscheidung. Beide sehen schick aus.

Xelsis im Barista Test

Ein bisschen bescheuert in seiner Funktionalität (Thema Dampfstoß) ist der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat zwar manchmal schon. Aber der Vollautomat, der ohne Macken auskommt, muss sowieso erst noch erfunden werden.

Andersherum kann auch der Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat das Rad sicher nicht neu erfinden. Und dafür ist er mir momentan noch etwas zu happig. Aber wir alle wissen genau, dass der Preis auch für Produktneuheiten schnell fällt. Dranbleiben lohnt sich also!

Toll Neuheit von der IFA

Saeco Xelsis Kaffeevollautomat

Tolle Neuheit von der IFA

Angenehme Betriebslautstärkaffee

Einfache Reinigung

Sehr einfache Bedienung / Zahlreiche Einstellmöglichkeiten

Sehr guter Milchschaum und Espresso

Schnellreinigung der Milchdüse erfolgt, wenn das Getränk noch drunter steht

Momentan noch etwas zu teuer

Jetzt bei Amazon kaufen
Best Product

Mein Tipp lautet aber in jedem Fall: Kauft euch entweder den günstigeren Saeco SM7580/00 Xelsis Kaffeevollautomat oder greift gleich zur Deluxe-Variante Saeco Xelsis SM7685/00.

Der Zwischenschritt namens Saeco SM7683/00 ergibt wirtschaftlich kaum Sinn: Er wirkt funktionell und designtechnisch so ein bisschen wie ein fauler Kompromiss. Zweihundert Euro mehr für ein bisschen mehr Edelstahl, ein bisschen mehr Touch-Gefummel und eine ansonsten gleiche Funktionalität ist einfach nichts Halbes und nichts Ganzes.

Was kann ich sonst noch für euch tun und testen? Habe ich etwas vergessen? Dann hinterlasst mir einen Kommentar. Gerne auch unter dem YouTube-Video! Schaut auch bei allen anderen Kaffeevollautomaten Tests vorbei.

30 Kommentare

    Hi Arne,

    wie wäre es mit einem Test des Quickmill Modell 3235,…ein Siebträger Halbautomat mit integrierter Mühle.

    Man hört von Qualitätsmängeln aber der Espresso soll gut sein….kann das selber leider nicht prüfen.

    Viele Grüsse Christian

    Antworten

    Hi Arne,
    es gab mal eine Royal Professional mit der habe ich ohne große Rep. ca. 85.000 Kaffee
    in 14 Jahren gemacht. Mit der Maschine konnte man Espr. , Kaffee lang oder kurz und
    Cappu. machen. Milch konnte über die Düse erwärmt werden, hot Water gab es auch.
    Das Mahlwerk hatte bereits 8 Stufen und die Stärke des Kaffee´s konnte ebenso eingestellt werden. Auch die Crema war über die in der Brühgruppe eingebaute
    Stahlkugel/Spiralfeder einzustellen. Auch für den Inst.-Kaffee gab es bereits ein Fach.
    Vorbrühen, Vormahlen, Temp. und Wassermenge konnte bereits alles eingestellt werden. Der Kaffee war super und die Maschine war ein Panzer. Nun habe ich mir eine Xelsis gekauft, der Kaffee ist ebenso gut, aber ich stelle fest, dass der Verbrauch pro Portion gegenüber der Professional, deutlich höher ca. 30% liegt, wenn man einen guten Kaffee möchte. Die Wassermenge ist auf 140ml begrenzt , somit benötigen große Tassen 2 Portionen oder man füllt mit Wasser auf, dann kannste den Kaffee vergessen. Was nützen mir 15 Programme wenn alle max. 140ml. Wasser bringen. Diese Tatsache fehlt im Prospekt. Ebenso wird für die Filter und Reinigungsartikel ein irrsinniges Geld verlangt, dass die Maschine im Unterhalt fast so teuer wird wie eine Kapselmaschine. Bei 5 Kaffee pro Tag und einer Standzeit von 5000 Portionen des Filters, verbleibt der Filter ca. 1000 Tage im Wasserbehälter. Was macht da wohl die Hygiene im Filter???? Wasserfilter sollten monatlich getauscht werden, dann wird´s aber richtig teuer. Da nützen die ganzen Spülprogramme nichts, der Wasserfilter ist hiervon unabhängig. Das sind die neuen Generationen von Geräten, teuer in der Anschaffung, teuer im Betrieb mit viel an Firlefanz und billigem Kunststoff. Das haben sich die Hersteller von den PC-Drucker – Hersteller abgeschaut, nur die sind im VK-Preis günstig, aber die Tinte kostet entsprechend. Der nächste Schritt der Hersteller von Kaffeemaschinen wäre dann, die Kaffeesorten vorzuschreiben und den Kaffeepreis zu bestimmen.
    Fazit: Lieber analog und gut, als digital und sch……
    die Xelsis läuft bisher ohne Probleme, aber ……..???

    Tschüss Sirius0112

    Antworten

    Hallo Arne,
    danke für den Test. Bisher kann ich das Ergebnis allerdings nicht bestätigen. Wir haben eine alte Jura (F50), die inzwischen immer häufiger nur nach gutem Zureden die korrekte Kaffeemenge ausspuckt. Die Qualität des Kaffees hat auch nachgelassen – ich habe so meine Probleme, was da in den Schläuchen so alles herumschwirrt… Deshalb haben wir die SAECO SM 7580/00 Xelsis gekauft. Aber was für ein Erschrecken, der Kaffee schmeckt total bitter, egal bei welcher Kaffeestärke, egal bei welcher sonstigen Einstellung (ich habe schon alles probiert außer der Verstellung des Malgrads). Ok, ich verwenden Kaffee aus dem Supermarkt (momentan von der Delikatessenlinie in München), es hat halt nicht jeder eine Rösterei um die Ecke…, aber derselbe Kaffee aus der Jura (mit all ihren Macken), schmeckt erheblich besser, überhaupt nicht bitter. Mache ich irgendetwas falsch? Ich will nicht mehr ewig viel herumprobieren, ich kann die Maschine noch zurückgeben..
    Irgendwie kann ich mir einfach nicht vorstellen, wie diese Maschine so viele gute Bewertungen bekommen kann.
    Danke für eine schnelle Antwort und liebe Grüße
    Karina

    Antworten

    Darf ich mal fragen warum du nicht eine Delonghi mit Milchbehälter testest? Die Magnifica ist die älteste Maschine… mehr als 10 Jahre.
    Der Hersteller hat aber ein neues Milchsystem auf den Markt gebracht und patentiert. Die Reinigung ist sehr einfach. Das sollte mal gezeigt werden und auch die Brühgruppe hat kein Kaffeeverlust wie bei anderen Herstellern, daher sind keine Reinigungstabletten und Fettlösertabletten nicht notwendig. Bei der Magnifica gibt es kein Thermoblock bei allen anderen Delonghis mit Milchbehälter schon.

    Antworten

    Hallo Arne,
    vielen Dank für deine tollen Videos. In Verbindung mit einem tollen Saturn-Angebot, haben wir zugeschlagen und den 7580/00 Xelsis gekauft.
    Die ersten 10 Versuche sind allerdings sehr ernüchternd. Wir haben ständig einen penetranten Plastikgeschmack in unserem Getränk (Latte, Cappuccino). Wir haben mehrmals die Düse und den Schlauch gereinigt, sowohl über das System als auch per Hand mit Spüli. Mittlerweile fällt uns auf, dass der Geruch im Glas identisch zu der „Wärmeplatte“ auf dem Gerät ist. Die wird sehr warm und riecht ein wenig nach verbranntem Plastik.
    Konntest du so etwas auch feststellen?
    Hast du vielleicht einen Tip für uns?

    Wir freuen uns über deine Rückmeldung.
    Liebe Grüße,

    Marie & Simon

    Antworten

    Hallo,
    Wir haben und gestern die xelsis gekauft und haben das selbe Problem wie drr Kommentargeber Simon und Marie.
    Geht das Gerät in Betrieb, stinkt die Küche ekelhaft nach Plaste/Weichmacher, der Geruch kommt von der Umrandung der Heizplatte oben drauf. Der Latte ist ungenießbar und schmeckt nach Plaste, definitiv der selbe Geschmack wie der beschriebene Geruch.
    Ein absolutes NoGo, besonders in dieser Preiskategorie.
    Kristina

    Antworten

    Hallo Arne, ich kann aufgrund deiner ausführlichen Tests leider nicht entscheiden welchen vollautomat ich nun kaufen soll. Wie trinken folgende Kaffee Sorten espresso Kaffee latte und normalen Kaffee. Nun steht die Entscheidung zwischen der saeco xelsis und dem siemens eq6. Welches der beiden Geräte würdest du empfehlen. Vielen Dank

    Antworten
    Arne

    Hallo Roni, manchmal werden einem ausführliche Berichte und ähnliche Automaten zum Verhängnis ;). Generell sind beide Geräte eine super Wahl, jedoch würden wir dir in deinem Fall (dank des etwas besseren Milchschaums und dem klasse Espresso) eher zur Xelsis raten. Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne melden. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

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