Kaffeemühlen Test | Die besten Kaffeemühlen für Filterkaffee bis Espresso

Wenn ihr guten Kaffee trinken wollt, kommt nach der richtigen Bohne gleich die optimale Kaffeemühle. Ich teste für euch elektrische und manuelle Modelle ausgiebig. Die beste Espressomühle ist die Baratza Sette 270W, für unterwegs empfehle ich als beste Handkaffeemühle die Comandante.

  • Rommelsbacher Kaffeemühle EKM 200

    Bestes Preis-Leistungsverhältnis

    38,46 EUR

    Gut für den Einstieg in frischen Kaffee

    Ordentliches Einsteigsgerät

    Hochwertiges Scheibenmahlwerk aus Stahl

    Feinjustierung ist möglich

    Weniger Leistung als hochpreisigere Mühlen

    Mahlwerk verkantet relativ leicht

Kaffeemuehlen Uebersicht alle Muehlen mit Arne

Im Grunde müsste ich das Coffeeness-Motto „Wer Kapselkaffee trinkt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ um einen wichtigen Fakt erweitern. Wer vorgemahlenen Kaffee trinkt, hat nämlich auch ein riesiges Problem.

Denn selbst die hochwertigste Kaffeebohne verliert schon wenige Minuten (!) nach dem Mahlen viel von ihren flüchtigen Aromen. Darum führt auch kein Weg an der Anschaffung einer ordentlichen Mühle vorbei.

Das Schwierige in dieser Kategorie:

Theoretisch müsstet ihr euch ein ganzes Arsenal an unterschiedlichen Mühlen zulegen. Denn für jede Zubereitungsmethode braucht ihr einen anderen Mahlgrad. Und nicht jedes Modell eignet sich gleichermaßen fürs Grobe und Feine. Außerdem handelt es sich um Equipment mit vielen Wenns und Abers.

Nichts an einer Mühle ist mal eben so erledigt oder gelernt. Darum werde ich im Kaffeemühlen Test auch so feinteilig und kümmere mich um die unterschiedlichsten Subkategorien.

Dabei schaue ich mir zum Beispiel auch den Unterschied zwischen einer Handkaffeemühle und einem elektrischen Modell an. Und nein, es geht nicht nur um den Stromanschluss.

Zusätzlich betrachte ich für euch, wie es um das Preis-Leistungs-Verhältnis stehen sollte und welche Rolle die Lautstärke spielt. Natürlich kommen wir auch hier auf das Thema Bauart des Mahlwerks zu sprechen – analog zu den Kaffeevollautomaten.

Ein Update dieses Ratgebers war längst überfällig, weil ich zum Beispiel mit der Baratza Sette 270W einen neuen Espresso-Favoriten gefunden habe und außerdem wieder verstärkt neue Mühlen für euch untersuchen werde.

Baratza Sette 270W Kaffeemuehle Daumen hoch

Zudem hat sich die Stiftung Warentest zum ersten Mal an diese Kategorie rangetraut. Und natürlich werde ich die frischen Testergebnisse für euch zerlegen. Ihr kennt mich – und meine „Liebe“ zu dieser Testinstanz.

Kaffeemühlen im Überblick – Bauweise, Eignung und die Frage nach dem Stromanschluss

Grundsätzlich folge ich einer klaren Überzeugung: Wenn ihr euch eine richtige Siebträgermaschine zulegt, sollte die passende Mühle mindestens genauso viel kosten und wirklich hochwertig sein. Für French Press, Handfilter und so weiter reicht auch ein günstigeres Modell. Allerdings denke ich bei “günstig” vielleicht etwas anders.

Wollt ihr es wirklich richtig machen, solltet ihr sogar zur Kaffeemaschine eine extra Mühle bestellen. Macht zwar keiner, doch es wäre konsequent.

Um überhaupt einen Überblick über die Mühlenwelt zu erhalten, solltet ihr euch mit den groben Kategorien vertraut machen. Im Allgemeinen unterscheiden wir:

Nach der Betriebsart

  • Manuell betriebene Handkaffeemühlen wie die Comandante machen zwar viel Arbeit und können nur kleine Portionen auf einmal mahlen. Dafür sind sie oft ausgewiesene Espressokönner, überall einsatzbereit und brauchen keinen Strom. Der Preis ist so eine Sache – siehe Comandante.
    Comandante C40 MK3 Nitro Blade Handkaffeemuehle Uebersicht close
  • Elektrische Kaffeemühlen nehmen euch die Arbeit ab – doch müsst ihr euch hier auf die Feinheiten des Mahlwerks verlassen. Das Angebot ist riesig, die Preisunterschiede auch. Und hier hat fast jedes Modell so sein Spezialgebiet. Für Espresso nehme ich zum Beispiel immer die Baratza Sette 270 W.

Nach dem Mahlwerk

  • Analog zu den Kaffeevollautomaten bringen kompaktere Mühlen meist ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl mit, während es in den preislichen Oberkategorien gern ein Scheibenmahlwerk aus Keramik ist.
  • Solltet ihr irgendwo das Wort Schlagmahlwerk in einer Produktbeschreibung lesen, vergesst das Gerät sofort wieder. Schlagmahlwerk ist nur ein anderes Wort für grottenschlechte Ergebnisse und unbrauchbaren Billigschrott.

Sobald ich für euch Kaffee- oder Espressobohnen teste oder eine Maschine ohne eigenes Mahlwerk untersuche, greife ich fast reflexartig zu einer Handkaffeemühle – und dann zu meiner geliebten Comandante. Ist die gerade anderweitig im Einsatz, dürfen genauso oft die Zassenhaus Quito oder die Porlex Tall ran.

Porlex Tall Uebersicht Arne

Obwohl die drei Versionen ein höchst unterschiedliches Preisschild und jeweils ihre eigenen Macken haben, vereinen sie die gleichen Vorteile, die auch für Handkaffeemühlen allgemein gelten:

  • Einfach zu bedienen und einzustellen
  • Einfach zu reinigen
  • Schneller Wechsel zwischen Bohnen möglich
  • Kompakt und robust
  • Häufig besonders gut im feinsten Mahlgrad
  • Sehen toll im Regal aus
  • Verbrauchen weder Strom noch Nerven

Am letzten Punkt mache ich ziemlich oft fest, ob die jeweils getestete Handkurbel-Mühle eine hohe Punktzahl erreicht oder nicht. Denn mit dem Schwerpunkt der Bauteile und damit dem Kurbel-Radius und der Handhabung entscheidet sich schnell, ob ihr Modelle wie die Porlex Mini oder die Grönenberg Mühle lange benutzt oder für immer in die Ecke feuert.

Wichtig ist in jedem Fall, dass ihr die jeweils von mir empfohlene Zubereitungsmethode zur Mühle beachtet. Denn etwa die Gefu Lorenzo ist eher im French Press-Bereich mit gröberem Mahlgrad bewandert, während zum Beispiel die Zassenhaus Quito noch feiner als Espresso-fein mahlen kann.

Zassenhaus Handkaffeemuehle Quito

Grundsätzlich können zwar alle Geräte alle Zubereitungsbedürfnisse erfüllen, doch an der Homogenität der Mahlergebnisse erkennt ihr die Unterschiede deutlich. Und für eine saubere Extraktion sollte jedes Kaffeekorn nun einmal die gleiche Größe haben. Das ist pingelig, aber wichtig.

Die beste günstige Handkaffeemühle

Ich habe keine Ahnung, warum der Preisunterschied zwischen der Porlex Mini und der Tall bei Amazon durchschnittlich gerade einmal zwei Euro beträgt. Damit machen sich die Japaner ein bisschen ihre USP-Argumente kaputt.

Allein diese zwei Euro sorgen aber dafür, dass die kleinere Version für 20 Gramm Kaffeebohnen die Krone als beste günstige Handkaffeemühle erhält. Genauso gut könnten wir aber auch die Porlex Tall für 30 Gramm Kaffeebohnen krönen.

Beide Versionen beeindrucken durch ein präzises Kegelmahlwerk aus Keramik (!) und liefern sehr homogene Ergebnisse ohne übermäßiges Kurbeln.

Porlex Mini Uebersicht

Dabei sind sie echte Allrounder, die vom groben French Press-Mehl bis zu Espressofeinheiten praktisch jede Zubereitung bedienen können. Solche Rundumschläge gehen zwar etwas auf Kosten einer konstanten Homogenität, doch das kann ich bei diesem Preis problemlos verschmerzen.

Die beste teure Handkaffeemühle

Könnte ich besser reimen als „Liebe-Hiebe“, würde ich ein elegisches Gedicht auf die Comandante verfassen. Denn diese Mühle begleitet mich seit dem ersten Test durch die ganze Welt. Und das wortwörtlich, denn ich nehme sich auf jede meiner zahlreichen Reisen mit.

Bisher ist mir keine Handmühle untergekommen, die präziser in allen Mahlgraden arbeitet und so perfekt funktioniert. Auch kenne ich kein Modell, das die Bohnen schneller durchjagt. Dafür sorgt nicht zuletzt die ausgeklügelte Kraftübertragung und ein doppelt kugelgelagerter Mahlwerkantrieb. Die Bohnen sind in jedem Fall schneller gemahlen, als euer Arm müde werden kann.

Comandante C40 MK3 Handkaffeemuehle Uebersicht Arne

Das wichtigste Manko ist natürlich der Preis. Das manuelle Modell kostet fast doppelt so viel wie eine Siebträgermaschine auf Schnupperniveau. Und leider wird sie auch nicht günstiger.

Darum finde ich, dass ihr die Comandante nur dann kaufen solltet, wenn ihr wie ich die ganze Zeit unterwegs seid und Kaffee überall genießen wollt. Oder wenn das Mahlen von Hand für euch auch zuhause eine meditative Angelegenheit ist.

Elektrische Kaffeemühlen im Test | Der Testsieger fürs Grobe

Sobald Stromanschlüsse und Motoren ins Spiel kommen, wird das Mühlenangebot noch unübersichtlicher und größer. Außerdem wird der Graben zwischen brauchbaren Geräten und Schrott immer tiefer.

Elektrische Mühlen sind natürlich wesentlich komfortabler in der Umsetzung, nicht aber unbedingt in der Bedienung und Präzision. Hier solltet ihr wie ein Luchs darauf achten, wofür die Mühle zu empfehlen ist. Und der Preis spielt leider oft eine entscheidende Rolle.

Nehmen wir als Beispiel die (alte) Tchibo Kaffeemühle, die baugleich mit der Severin KM 3873 ist: Trotz vieler Mahlstufen, aus denen ihr mit etwas Kreativität sogar noch mehr rausholen könnt, kriegt sie Espressofeinheit ums Verrecken nicht hin. Im gröberen Filter- und French Press-Bereich habe ich damit kaum Probleme. Ähnlich sieht es auch beim neuen Tchibo-Modell aus.

Diese Befunde gelten im Grunde auch für andere Modelle von Nivona, für die Rommelsbacher EKM 200 oder die Zassenhaus Kingston. Sie alle liegen auf einem Preisniveau weit unter 100 Euro und verschaffen euch zumindest einen sehr gelungenen Einstieg ins Thema frisch gemahlener Kaffee.

Zassenhaus Kingston Uebersicht Arne

Meine These lautet: Dieser Einstieg erfolgt weitaus häufiger mit Zubereitungsmethoden, für die es nur einen groben Mahlgrad braucht. Warum der so einfach und vergleichsweise günstig umzusetzen ist? Weil die Kegel bzw. die Scheiben nicht so ultranah zusammengebracht werden müssen – das kriegen auch günstigere Geräte hin.

Wollt ihr selbst beim einfacher zu erreichenden groben Mahlgrad keine Kompromisse eingehen, reden wir von Maschinen jenseits der 100 Euro und von Modellen wie der Mahlkönig Vario Home, der Graef CM 800 – und der Baratza Encore.

Die beste Kaffeemühle für French Press Kaffee

Man könnte meinen, dass gutes Kaffeemehl für French Press-Kaffee am einfachsten zu erreichen ist. Schließlich liegt es auf der Mahlgradskala eindeutig im groben Bereich. Hier beißt sich die Katze aber ziemlich oft in den Schwanz:

Je gröber die Kaffeekörnchen am Ende bleiben, desto deutlicher machen sich Unregelmäßigkeiten bemerkbar – nicht nur in der Extraktion, sondern auch bei so profanen Dingen wie den Krümeln, die in der Tasse landen.

Darum fallen (für mich) hier auch alle Kaffeemühlen unter 100 Euro flach und ich kröne die Baratza Encore zur besten French Press-Mühle. Sie ist ein echter Könner im groben Bereich, besitzt wenig statische Aufladung und lässt sich selbst als Laie professionell bedienen und umstellen.

Baratza Encore Uebersicht

Außerdem hat sie diesen ausgewiesenen Profi-Look, ganze 40 Mahlgrade und eine hohe Langlebigkeit. Lediglich die Lautstärke und das Übermaß an Kunststoff machen keinen Spaß. Für den Preis bei Amazon könnt ihr aber kaum mehr verlangen!

Die beste Kaffeemühle für Filterkaffee

Filterkaffee bzw. Kaffee aus der Chemex sind jene dankbaren Zubereitungsmethoden, die euch Fehler bei der Mahlung oder Mengenbemessung verzeihen. Darum kommen hier auch wesentlich mehr Geräte mit wesentlich unterschiedlicheren Preisschildern als beste Mühle infrage.

Das Medium Papierfilter gleicht so manches Problem mit der Homogenität unproblematisch aus. Grundsätzlich reden wir hier jedoch immer von einem mittelfeinen Mahlgrad.

Darum stehen mit der neuen Tchibo Mühle und der Baratza Encore auch zwei an sich ungleiche Partner nebeneinander. Die neue Tchibo-Mühle hat dabei den großen Vorteil, dass sie vergleichsweise günstig, kompakt und besonders einfach ist – und für Filterkaffeetrinker komplett ausreicht.

Tchibo elektrische Kaffeemuehle Uebersicht mit Filter

Die beste Kaffeemühle für die Bialetti

Ich finde, wir sollten viel öfter über den Espressokocher reden. Denn die uritalienische Zubereitungsmethode für starken Kaffee mit Espresso-Anleihen ist ausgesprochen unkompliziert, günstig und sehr dankbar.

In das Kaffeesieb, durch das das Wasser aus dem unteren Kannenteil nach oben in die „Kaffeekammer“ gedrückt wird, gehört Kaffeemehl mit einem Mahlgrad von mittel bis fein. Dieser sollte gröber als bei Espresso sein, jedoch stärker in diese Richtung gehen als die Filtermahlung.

Die Bialetti stellt so etwas wie einen Grenzstein für den Großteil der Mühlen dar, weil ihr benötigter Mahlgrad das höchste der Gefühle für viele Maschinen ist. Darum kann ich auch nicht anders, als erneut die Tchibo Mühle und die Baratza Encore zu nennen.

Denn auch hier gilt wieder: Top Homogenität ist in der Herdkanne eine feine Sache. Doch wenn’s mal etwas ungenauer wird, verzeiht euch die Bialetti auch das.

Die beste Espressomühle | Alle Testsieger

Allein der Wechsel zum Begriff Espressomühle für immer noch die gleiche Maschinenkategorie zeigt, dass wir es mit einer ganz besonderen Spezies zu tun haben. Denn Espressomühlen machen keine Kompromisse in den feinsten Mahlgraden.

Wie ich schon erwähnte, braucht es gute Bauteile und eine entsprechende Mechanik, um die Kegel oder Scheiben so nah zusammenzubringen, dass die Kaffeebohnen zu einem fast feinstaubigen Pulver vermahlen werden, in dem jedes einzelne Körnchen gleich groß ist.

Denn ein Espresso aus dem Siebträger erlaubt keinerlei Ungenauigkeiten – wenn ihr die Mahlung versaut, kann euch auch die beste Espressomaschine nicht mehr retten. Darum predige ich auch immer, dass ihr der Mühle noch mehr Aufmerksamkeit schenken solltet als der Auswahl eures Siebträgers.

Und ja, das kostet. Wir fangen bei rund 120 Euro und dem Evergreen Graef CM 800 an und arbeiten uns mühelos auf das Vier- bis Fünffache für die Knallermodelle Eureka Mignon und Baratza Sette 270W. Damit sind wir noch nicht einmal ansatzweise in den Fortgeschrittenen- und Profimodellen angekommen.

Eureka Mignon Uebersicht

Muss man ein solches Gewese um den Espressomahlgrad wirklich machen? Ja, muss man. Denn sonst könntet ihr euch die Investition und die Mühen in das Handwerk des Espressomachens gleich sparen.

Gerade in diesem Bereich werde ich – analog zur Renaissance der Siebträger – demnächst wieder mehr Geräte testen. Denn spannenderweise tummeln sich hier jetzt auch Hersteller, die sonst wenig mit Mühlen zu tun haben – siehe zum Beispiel DeLonghi mit der KG.52-Reihe.

Die beste günstiges Espressomühle

Ich habe die Graef CM 800 nie offiziell getestet, erwähne sie aber seit Jahren immer wieder positiv. Das liegt daran, dass ich sie an jede Person in meinem Leben verschenke, die sich von mir eine „einfache, aber gute“ Espressomühle wünscht.

Sie ist vergleichbar mit der Baratza Encore, beherrscht aber im Gegensatz zu dieser vor allem Espresso, während sei bei gröberen Mahlgraden etwas ungenau wird. Das Kegelmahlwerk ist sicher nicht leise, aber auch nicht ultranervig.

Bei der Einstellung habt ihr die Wahl zwischen 40 Mahlgraden, von denen die feinsten so fein werden, dass sogar die Siebträgermaschine (und die Mühle) stottert. Zudem ist sie offensichtlich auf den Einsatz mit Siebträgern ausgelegt, die ihr in eine spezielle Schiene hängt und per Kontaktschalter passgenau befüllt.

Graef schreibt zwar, dass das Ding einen „Antistatik-Einsatz“ hat, doch solltet ihr darauf nichts geben. Die Mühle besitzt recht viel Kunststoff, an dem das Kaffeemehl kleben bleibt. Darum „hustet“ sie auch ständig Mehl, wenn ihr sie anklopft.

Dennoch bin ich ein Fan dieser schnieken Espressomühle für Einsteiger, auch wenn sie meilenweit von jedem Profianspruch entfernt bleibt.

Die beste Espressomühle bis 300 Euro

Gute Nachrichten für Baratza-Fans wie mich: Mit der Baratza Sette 30 AP gibt es auch eine relativ günstige Einsteigerversion der revolutionären Espressomühle im Sieben-Format. Auch hier fällt das blitzschnell gemahlene Kaffeemehl direkt in den Siebträger, ohne sich mit dem Motor arrangieren zu müssen. Die Details dazu gibt’s im Testbericht zur Baratza Sette 270W.

Baratza Sette 270W Uebersicht Muehle

Wem das zu neumodisch und fancy ist, der wird den ewigen Klassiker Eureka Mignon sicher lieben lernen. Das Ding sieht absolut retro aus und macht bei Espresso wirklich keine Kompromisse. Außerdem ist viel hochwertiger Edelstahl im Spiel, was die Aufladung empfindlich verringert. Gäbe es die Sette nicht, würde ich immer noch mit der Eureka mahlen.

Die beste teure Espressomühle

Kurz mal Budder bei die Fische: Ich kann es sehr gut verstehen, wenn ihr den Preis für die Baratza Sette 270 (W) nicht zahlen wollt. Allzu oft habt ihr dazu sowieso keine Gelegenheit, weil das Ding ständig ausverkauft ist.

Aus gutem Grund: Sauberer, gleichmäßiger und professioneller lässt es sich für rund 500 Euro für die W-Version nicht mahlen. Da könnt ihr euch mit günstigeren Modellen noch so sehr anstrengen. Auch seid ihr bei der Dosierung gleich auf dem richtigen Dampfer, weil das „W“ für eingebaute Waage steht.

All das sind Feinheiten, die ihr erst ab einem bestimmten Kenntnisstand bemerkt bzw. zu schätzen wisst. Doch dann ist es wie mit dem Filmfehler: Einmal gegenwärtig, könnt ihr sie nicht mehr ignorieren.

Solltet ihr übrigens die Gelegenheit bekommen und eine Quamar M80E oder eine Mazzer Mini Electronic A gebraucht im Topzustand finden, empfehle ich auch diese beiden hochwertigen Mühlen.

Mazzer Mini Kaffeemuehle Uebersicht Arne

Ansonsten ist dieser Preisbereich etwas dünner besiedelt, schlicht weil es schwer ist, das Preisschild für Neulinge und Preissensible zu rechtfertigen. Meist orientieren sich Fortgeschrittene dann in Maschinenbereiche, die es bei Amazon nicht zu kaufen gibt und deren Namen abseits der Coffee Community kein Schwein kennt.

Kaffeemühlen für Espresso und Filterkaffee bei Stiftung Warentest

Gerade wollte ich beim Rewrite dieses Ratgebers großkotzig verkünden, dass die Stiftung Warentest zum Thema Mühlen vorsorglich die Klappe hält (weil sie keine Ahnung von nichts hat), da kommt ein knackfrischer Test auf den Markt. Im Heft 12/2019 wurden 15 Geräte untersucht, darunter auch Schlagmesser-Versionen.

Und zwar nicht zu knapp: Ganze sechs Vertreter mit Schlagmesser erzielten ein „Befriedigend“ bis „Ausreichend“. Wie schon anklang, treten wir diese Geräte gleich in die Tonne und tun so, als hätten sie nie existiert.

Mit Platz Eins – der Graef CM 800– kann ich mich gut arrangieren. Sie hat ein „Gut“ (2,1) erhalten, wobei die Lautstärke das Ganze nach unten gezogen hat. Außerdem wurde beim Mahlen in der Stiftung ebenfalls festgestellt, dass es im gröberen Bereich etwas mehr Probleme gibt als im Feinen.

Moment mal, sollte sich die Stiftung etwa endlich mal Mühe gegeben haben und ordentlich ans Werk gegangen sein?

Naja, fast. Denn auf dem zweiten Platz („Gut“; 2,3) kommt mit der Melitta Molino für unter 50 Euro bereits ein Modell, dass ich im großen Vergleich zwar nicht verdamme, aber auch nicht richtig empfehlen kann.

Melitta Molino Arne

Es ist ein absolutes Einsteigergerät, dass euch auch noch die Portionsgrößen vorschreibt und praktisch vollständig aus Kunststoff besteht. Die StiWa testet eben immer nach dem Munde des Massenmarkts, nicht nach den Maßstäben der Kaffeewelt.

Andere halbwegs nachvollziehbare Urteile gibt es zur Rommelsbacher EKM 300. Ich habe die Rommelsbacher EKM 200 getestet und fand sie ähnlich wie die Molino okay, aber nicht hundertpro überzeugend. Das Mahlwerk hatte so seine Probleme mit den Feinheiten und dem Rundlaufen.

Rommelsbacher EKM 300 Uebersicht

Für die schon erwähnte Baratza Sette 30 gab es ein „Mangelhaft“ bei der Sicherheit. Hier wurde festgehalten, dass die Isolierung nicht ausreichend ist und ein Kurzschluss möglich wäre.

Das ist der einzige Punkt, an dem die Stiftung stets ordentlich arbeitet: Sie untersucht Aspekte, die wir normalen Tester nicht untersuchen können – mangels Equipment und Expertise. Allerdings verraten sie nicht, was das bei der Baratza genau heißt und wie groß die Gefahr ist.

Dass ihr dem Test (wie üblich) nicht zu viel Vertrauen schenken sollt, zeigt sich einmal mehr an einem wichtigen Fakt. Ein User unter dem Text zum Testdesign hatte darum gebeten, dass die StiWa die letztendlich genutzten Mahlgrade veröffentlicht. Und zwar nicht allgemein, sondern für die jeweilige Mühle.

Und die Stiftung so:

Die Optimierung des Mahlgrades hängt von vielen Faktoren ab […] Da Kaffee ein organischer Stoff ist, reagiert dieser beim Öffnen auf Luftfeuchtigkeit und mit Sauerstoff. Daher können wir keine optimalen Mahlgrade mitteilen.

Merkt ihr was? Statt einfach zu sagen „Wir haben den und den Kaffee genommen und dabei dieses und jenes gemacht“, labern sie wieder um den heißen Brei herum und der interessierte Kunde ist genauso schlau wie vorher. Der Test kann also nicht nachvollzogen werden. Soviel dazu.

Was ist beim Kauf einer Kaffeemühle zu beachten?

Anders als die Stiftung sage ich euch sehr gerne, wie ich teste, welche Kaffeebohnen ich nehme und was ihr beachten müsst. Ist ja auch kein Geheimnis.

Am wichtigsten für den Mühlenkauf ist, dass das Gerät insgesamt ein stimmiges Konzept aufweist und in der Gesamtqualität überzeugt. Darum ist eine gute und günstige Handkaffeemühle wie die Zassenhaus Quito auch problemlos mit einem stilvollen Elektrogerät wie der Eureka Mignon vergleichbar – und genauso empfehlenswert.

Nimmt man das Konzept auseinander, müssen alle Mühlen idealerweise folgende Punkte erfüllen:

  • Der Mahlgrad lässt sich stufenlos verstellen
  • In der Mühle verbleibt nach dem Mahlen kein/wenig Kaffeemehl
  • Jedes einzelne Körnchen ist homogen und uniform
  • Motor und Mahlwerk heizen das Kaffeepulver nicht auf
  • Es gibt kaum/keine statische Aufladung
  • Die Mühle ist sicher, hochwertig und langlebig
  • Die Einstellungen sind logisch, nachvollziehbar und einfach umsetzbar

Ihr merkt vielleicht schon, dass man diese Forderungen einer Mühle nicht unbedingt ansieht. Das macht es ja so schwer, als Laie nicht auf die falschen Faktoren zu schielen – etwa auf den Preis.

Zumindest bei den angebotenen Mahlstufen könnt ihr euch relativ klar entscheiden, zumal mit steigender Wahlfreiheit ziemlich häufig auch die gesamte Produktqualität exponentiell zunimmt. Schaut außerdem darauf, dass als Hauptmaterial Edelstahl angegeben ist.

Baratza Sette 270W Mahlgrad einstellen

Das verringert die statische Aufladung und senkt gleichzeitig die Problematik, dass Bohnenreste von der vorherigen Mahlung in der Maschine verbleiben – Kunststoff „klebt“ nämlich wesentlich besser.

Dem Faktor „Hitzeentwicklung“ könnt ihr euch oft über Umwege nähern. Eine Kaffeemühle, die was auf sich hält, gibt eine Mahlleistung an. Bei der Baratza Sette 270 W beträgt sie zwischen 3,5 und 5,5 g/sek.

Je größer die Grammzahl vor der Maßeinheit, desto schneller fällt das Kaffeepulver in den Siebträger oder Auffangbehälter. Und damit wird kürzer an den Bohnen rumgemahlen, es kommt also zu weniger Reibungshitze.

Diese entsteht natürlich auch bei den manuellen Mühlen, wofür in vielen Fällen die Länge und Beschaffenheit der Kurbel verantwortlich ist.

Wenn diese doof konzipiert wurde, braucht ihr ewig, um eine anständige Umdrehung hinzukriegen und das Mahlwerk in Schwung zu halten. Und dann rödelt ihr auch lange am Mahlgut rum, das sich immer weiter erhitzt.

Oft hilft schon ein Blick auf die Produktbilder, auch wenn die letzte Instanz in Sachen Kurbelfreude bei manuellen Mühlen immer der Praxistest ist. Auf den Bildern seht ihr jedoch zum Beispiel, ob die Kurbel einen guten Handgriff hat und ein paar „Rundungen“ aufweist, die für bequemes Mahlen sorgen.

Das ist schwer zu erklären. Schaut euch mal die Kurbel der Comandante und vergleichsweise der Hario Small an. Ihr seht deutliche Unterschiede am „Griffknubbel“ sowie an der Kurbellänge und -form im Verhältnis zum Mühlenkörper. Die offensichtlich bessere Hebelwirkung zeigt sich bei der Comandante auch ohne prüfenden Test.

Hario Small Uebersicht Arne

Welche Mahlwerke gibt es?

Kommen wir kurz noch einmal zur Mahlwerkfrage und warum sie wichtig ist. Sie wirkt direkt auf unsere Forderung nach einer geringen Hitzeentwicklung beim Mahlen. Grundsätzlich gelten hier die gleichen Anforderungen und Materialansprüche, die ich immer wieder im Zusammenhang mit Kaffeevollautomaten predige. Trotzdem schauen wir noch einmal genauer hin.

Die Funktionsweise dieser Mahlwerke ist relativ selbsterklärend. Zwei Scheiben werden je nach Mahlgradeinstellung aufeinander zu oder voneinander weg bewegt und zermahlen die Kaffeebohnen zwischen sich.

Eine der konkaven Mahlscheiben wird meistens durch einen Motor angetrieben, die andere ist fixiert. Das Kaffeepulver wird durch Zentrifugalkräfte nach außen transportiert, dabei immer feiner und dann ausgeworfen.

Diese Bauweise steht bei Profis hoch in der Gunst, weil sie bei entsprechender Qualität der Bauteile und Verarbeitung für sehr homogene Ergebnisse mit niedriger Hitzeentwicklung sorgt. Dafür ist jedoch entscheidend:

  • Welchen Durchmesser die Scheiben haben
  • Und wie viele Umdrehungen diese Scheiben pro Minute hinkriegen

Größere Mahlscheiben erhitzen sich langsamer und schaffen mehr Kaffeebohnen auf einmal. Würden sie dabei langsam vor sich hin rotieren, hätte das aber keinen Sinn. Daraus ergibt sich auch der Nachteil: Mühlen mit Scheibenmahlwerk müssen größer sein – zumindest, wenn sie per Motor angetrieben werden.

Denn in der Comandante gibt’s ebenfalls Scheiben, doch die treibt ihr kugelgelagert von Hand an sehr schnell an.

Kegelmahlwerke machen nicht viel anders als Scheibenversionen. Allerdings sind hier zwei Kegelformen als Positiv und Negativ zugange. Die Kaffeebohnen fallen direkt nach unten, wenn sie die Kegelform vom breiten zum schmalen Ende durchlaufen.

Kegelmahlwerke sind kompakter und damit in sehr vielen Mühlen der unteren Preisklasse sowie bei zahlreichen Handversionen zu finden. Die besondere Form steht im Ruf, weniger Geschwindigkeit zum guten Mahlen zu benötigen, was die Hitzeentwicklung herabsetzt.

Das kann stimmen, muss es aber sicher nicht. Denn ein lahmarschiger Motor und ein minderwertiges Kegelmahlwerk bringen eben immer noch minderwertige Ergebnisse. Aber: Der Motor muss nicht ganz so hochwertig sein wie bei Scheiben, daher auch oft die Preisunterschiede.

Kegelmahlwerke haben aufgrund ihrer Bauweise häufiger (in Motorversionen) das Problem, dass ihr sie nicht stufenlos verstellen könnt. Andersherum schaffen Kegelmahlwerke viel öfter den Espresso-Grad, weil die Bohnen die gesamte „Länge“ der Kegel durchlaufen und so oft feiner gemahlen werden als in einer minderwertigen Scheibe.

An meinen Einschränkungen seht ihr aber auch, dass die Mahlwerksform allein absolut nichts über die Mahlqualität aussagt. Das Konzept aus Mahlwerk, Motor und Mühlenaufbau muss eben stimmen.

Genauso oft wie über die Form wird über die Materialien von Mahlwerken in Kaffeemühlen philosophiert. Ihr kennt meine Einstellung: Pauschal ist Edelstahl nicht schlechter als Keramik, auch wenn das Metall seine Nachteile hat.

Denn Metall ist immer erhitzungsfreudig. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Kegel oder Scheiben aus Stahl schnell mit ihrer Mahlarbeit fertig sind. Andererseits mag ich die stoische Robustheit von Stahl. Die Lautstärke dieses Materials ist tendenziell höher – doch je nach Isolierung merkt ihr das nicht unbedingt. Es kommt ja auch auf den Klang der Lautstärke an.

Meine aktuelle Lieblingsmühle, die Baratza Sette 270W, hat ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl. Soviel also zum vermeintlich minderwertigen Material.

Baratza Sette 270W Kaffeemehl

Hersteller kriegen stets Schnappatmung vor Stolz, wenn sie euch ein Keramikmahlwerk anbieten. Warum eigentlich? Keramik klingt erstens eleganter und damit hochwertiger als schnöder Stahl. Zweitens ist Keramik an sich ein extrem hartes, glattes und neutrales Material. Damit also theoretisch sehr nett zum Bohnenaroma und gut für ein schnelles Mahlerergebnis.

Das stimmt auch alles. Aber Keramik ist genauso paradox wie ein Diamant: Der ist auch so hart, dass er Glas schneiden kann, aber so brüchig, dass er beim Runterfallen zerschellt. Trifft nun ein sehr harter Fremdkörper auf ein Keramikmahlwerk, kann da schnell mal etwas abplatzen. Das hatte ich schon – mit einem unbemerkten Stein in meinen Kaffeebohnen.

Ich habe aber absolut nichts gegen Keramikmahlwerke – sehe nur keinen Grund, sie über Edelstahlversionen zu stellen.

Nur der Vollständigkeit halber will ich noch einmal kurz auf die Version Schlagmesser eingehen, von der die Stiftung Warentest so angetan ist und die euch im unteren Preissegment am häufigsten begegnet.

Ein schönes Beispiel, wie man Mühlen nicht ernst nehmen kann, ist die Caso Design Coffee Flavour Mühle – die ich natürlich nicht verlinke, weil ich sie wirklich keinem empfehlen kann.

Ein Schlag“mahlwerk“ funktioniert wie ein Standmixer – bzw. handelt es sich um nichts anderes. Auf einem Messerblock drehen zwei Messer, die je nach Größe des Behälters die Kaffeebohnen im Zufallsprinzip erwischen.

Bosch SilentMixx Pro Standmixer Klingen

Einige Teile werden pulverisiert, andere bleiben grob. Wie ich einigen Kommentaren entnehmen konnte, gibt es wirklich Menschen, die ihren Kaffee und Pfeffer mit der gleichen Mühle mahlen. Das ist der Punkt, an dem ich aufgebe.

Bei meinen Eltern flog tatsächlich noch ein altes Modell aus dem Haushalt meiner Oma herum. Krups Type309. Eines muss man den Teilen lassen, sie sind anscheinend unzerstörbar. Ich gehe davon aus, dass diese “Kaffeemühle“ schon eine Handvoll Jahrzehnte auf dem Propeller hat.

Die Kaffeemühle richtig einstellen

In einem Punkt gebe ich der Stiftung recht: Theoretisch müsstet ihr eure Kaffeemühle jedes Mal neu kalibrieren, wenn ihr eine neue Tüte Kaffee- oder Espressobohnen anfangt.

Das klingt überzogen, doch schon kleinste Unterschiede im Röstgrad oder der Bohnenoberfläche sorgen dafür, dass das fertige Kaffeepulver anders aussieht.

Das merkt ihr zum Beispiel daran, dass die neue Kaffeemischung plötzlich langsamer oder schneller aus der Mühle fällt – bei ansonsten gleicher Einstellung. Sie wird tatsächlich gröber oder feiner, ohne dass ihr was geändert hättet.

Nicht nur aus diesem Grund besitze ich mehrere Kaffeemühlen – ich habe einfach keine Lust, jedes Mal alles säubern und neu einstellen zu müssen. Wie sehr ihr dabei ins Detail geht, ist wahrscheinlich eine Ermessens-, Platz- und Geldfrage und hat vermutlich auch viel mit eurer Experimentierfreude zu tun.

Solltet ihr aber zum Beispiel genauso oft Espresso aus dem Siebträger wie einen Kaffee aus der French Press trinken, sind zwei Mühlen fast unverzichtbar.

Wollt ihr nicht gleich in die Vollen gehen, würde ich für die French Press-Bohnen eine Handmühle empfehlen und den Siebträger komfortabel mit der elektrischen Mühle befüllen. So mache ich es meist auch in meinen Bohnentests.

Und findet unbedingt einen (visuellen) Weg, euch die halbwegs optimalen Einstellungen für eine bestimmte Zubereitungsart zu merken. Denn der Ring oder das Rad an der Mühle sind schnell mal gedankenverloren verstellt – und dann geht die Einstellerei ohne Foto oder Markierung wieder von vorne los. Ist mir alles schon passiert!

Solis Barista Gran Gusto Espressomaschine Kaffeemehl Siebtraeger

Für die Optimierung des Mahlgrads müsst ihr euch natürlich besonders viel Zeit nehmen. Hier gibt es unterschiedliche Herangehensweisen für unterschiedliche Zubereitungsmethoden, da wir ja auch unterschiedliches Kaffeepulver benötigen.

Noch ein Hinweis für alle Mühlen mit Motor:

Verstellt den Mahlgrad immer im Betrieb und bedenkt, dass diese neue Einstellung erst einmal „greifen“ muss. Erst nach mehreren Bezügen seht ihr einen Unterschied bei der Geschwindigkeit und Körnung des Kaffeemehls. Verlasst euch hier auch auf euer Auge – der Wechsel ist selbst bei Feinheiten kaum zu übersehen.

Es ist zwar nervig, aber unausweichlich: Ob die Mühle wirklich richtig steht, seht ihr, wenn …. der Kaffee in der Tasse landet und ihr gekostet habt. Beim Espresso ist die Crema natürlich ein wunderbarer Wegweiser. Und bei Filterkaffee oder French Press?

Für Filterkaffee

Für Filterkaffee benötigen wir einen mittleren Mahlgrad – fangen also folgerichtig bei allen Mühlen mit sichtbarer Skala in der Mitte an.

Baratza Sette 270W Mahlgrad verstellen

Solltet ihr direkt auf dem Sweet Spot landen, seht ihr das an einem sehr körperreichen, aber nicht zu dunklen Kaffee, dessen Farbe je nach Röstung zwischen Bernstein und „geschwärztem Honig“ liegt. Bei der Filterung ist der Kaffeefluss zwar stetig, kommt aber nicht mit Schwung ins Gefäß.

Sollte das Wasser also durchrauschen, ist der Mahlgrad zu grob. Passiert auch nach dem Anfeuchten und Bloomen beim Aufgießen fast nix, ist es zu fein. Je bitterer der Kaffee aus dem Handfilter wird, desto (ungewollt) feiner ist der Mahlgrad. Bei zu viel Säure gilt Ähnliches.

Für Espresso

So einfach es ist, den optimalen Mahlgrad für Espresso in der Tasse zu sehen, so schwer ist es, ihn zu finden. Wenn wir von einem feinen Mahlgrad reden, heißt das nicht unbedingt, dass ihr eure Mühle auf die kleinstmögliche Einstellung justieren müsst.

Spätestens hier wird der Unterschied einer externen Mühle zu den Dingern, die in Vollautomaten stecken, deutlich: Da stelle ich immer auf die kleinstmögliche Variante und beschwere mich dennoch oft über zu grobe Ergebnisse.

Melitta Purista Espressobezug

Bei Kaffeemühlen seid ihr auf jeden Fall zu fein geraten, wenn das Pulver nur widerwillig und schon fast klumpig aus dem Mühlenschacht plumpst und dazwischen immer wieder große Pausen entstehen. Das ist nicht unbedingt ein gravierendes Mühlenproblem, nur könnt ihr diese Einstellung später im Siebträger vergessen.

Denn zu fein gemahlenes Pulver macht sich am Siebträger auf zweierlei Arten bemerkbar: Einerseits tröpfelt der Espresso nur sehr langsam und sehr dickflüssig in die Tasse. Andererseits ist die Crema sehr dunkel und wirkt wenig ausgeglichen. Solltet ihr kosten, werdet ihr sofort die knalligen Bitterstoffe und das völlig falsche Aromengerüst erkennen.

Bei einem zu groben Mahlgrad geht es sowohl an der Mühle als auch beim Espressobezug viel zu schnell zu. Ein sehr heller, fixer Kaffeestrahl ist ein unverrückbar deutliches Zeichen für eine Unterextraktion – und damit mit meist einen zu groben Mahlgrad. Die Crema ist kaum existent, der Kaffee ist schrecklich blass und dünn.

Noch stärker als bei anderen Zubereitungsmethoden rate ich bei der Mahlgradoptimierung für Espresso dazu, die Änderungen immer in den kleinstmöglichen Schritten vorzunehmen. Habt ihr ein stufenloses Mahlwerk, bewegt ihr den Regler nur mit einem kurzen Zucken von Daumen oder Finger – es sei denn, die Einstellung ist sowieso riesiger Quark.

Und dann beginnt ein mehrfach zu durchlaufender Kreislauf von Mahlgrad justieren – Dosierung überprüfen – Espresso beziehen – Kosten – Mahlgrad justieren …

DeLonghi ECAM 23.446.B Espresso fertig

Versteht ihr jetzt, warum ich zu mehreren Mühlen rate und beim Testen von mehreren Kaffeebohnen lieber öfter zur Handkaffeemühle greife?

Reinigung von Kaffeemühlen

Wo kein Wasser, da kein Schimmel von Kaffeeresten? Jein. Eine Kaffeemühle neigt sicherlich weniger zur Schmutzbildung als etwa eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk oder eben der Vollautomat.

Doch Kaffeebohnen sind ölige kleine Biester. Und Öl wird mit der Zeit ranzig. Nommy.

Darum müsst ihr auch Kaffeemühlen reinigen. Doch das ist ziemlich leicht. Es gibt zwei grundsätzliche Reinigungsrituale für das Mahlwerk:

  1. Mahldurchläufe mit speziellen Reinigungsgranulaten, Reinigungsbohnen o.ä.
  2. Auseinanderbauen und Aussagen

Den zweiten Teil mache ich einmal pro Woche, weniger starke Nutzer unter euch können das Intervall auch (etwas!) vergrößern. Und es ist saueinfach, die jeweiligen Bestandteile des Mahlwerks voneinander zu trennen.

Denn eines der beiden Bauteile (Kegel oder Scheibe) ist sowieso beweglich und lässt sich nach Betriebsanleitung von Hand aus der Mühle nehmen. Ist das geschehen, könnt ihr den Rest der Mühle mit einem Staubsauger und das bewegliche Teil nochmal mit einer Zahnbürste reinigen. Das war es im Grunde schon.

Die Granulatvariante ist ziemlich beliebt, weil sie die Angst vor dem Auseinanderbauen spart. Das ist okay, allerdings finde ich die manuelle Methode günstiger. Und ich kann mir sicher sein, dass ich es wirklich gründlich mache.

Kaffeemuehle Uebersicht Handmuehlen hoch

Ziemlich oft wird der Bohnenbehälter ignoriert , in dem sich jedoch am schnellsten Öl sammelt. Je nach Schmierfilm reicht sanftes Auswischen nicht. Baut das Ding ab, lehrt es aus, putzt es von Hand mit lebensmittelechter Seife und lasst es vor dem Wiedereinsetzen gut trocknen.

Mehr gibt es zu Kaffeemühlen (für den Anfang) nicht zu wissen. Oder doch? Hinterlasst mir jederzeit einen Kommentar!

51 Kommentare

    Hallo unser Sohn wünscht sich eine Kaffeemühle. Er hat eine Wmf Espresso Maschine. Was würdet ihr mir empfehlen? Danke

    Antworten
    Arne

    Hallo Dirk,
    vielen Dank, dass du dich an uns wendest. Die Eureka Mignon ist hier unser Liebling da sie leicht zu reinigen ist und alles schön im Siebträger landet. Wenn ihr eurem Sohn eine Mühle zum selber drehen schenken wollt, empfehlen wir die Porlex Tall Handkaffeemühle. Richtet eurem Sohn alles Gute zum Geburtstag vom Coffeeness-Team aus! Viele Grüße!

    Antworten

    Hallo Arne,Juergen aus Hamburg,ich moechte etwas zur Waermeentwicklung beim mahlen sagen:
    grundsaetzlich ist Keramik der beste Werkstoff fuer die Mahlscheiben,denn Keramik selbst wird nicht warm,und hat absolut keinen Abrieb.
    Was ganz wichtig ist :
    1- die Groesse der Bohne
    2 – der Roestgrad der Bohne,denn es werden im Massenmarkt Bohnen verkauft,die z.B lange nicht
    fuer jeden Kaffee Typ geeignet sind,auf Grund des Roestgrades und Groesse,also :
    gute Roesterei suchen,denn eine gute Roesterei laesst auch mit sich reden bezueglich der Themperatur,und Verweilzeit.
    siehe Beitrag ,ueber statische Aufladung in einem der Kommentare
    soweit ,so gut
    schoenen Tag
    Juergen aus Hamburg

    Antworten

    Hallo Arne, habe gerade eine Rancilio Silva V6 E 2020 gekauft und suche nun eine passende Mühle. Habe viele Tests – auch von dir – gelesen. Ich schwanke zwischen Eureka Mignon bzw. Eureka Mignon Silencio, und Baratza Sette 270W.
    Ich bin technisch leider nicht sehr begabt und befürchte bei der Reinigung bzw. Auseinanderbau dies nicht so richtig hinzubekommen. Die Bedienungsanleitungen habe ich mir schon runtergeladen. Klingt aber manchmal etwas kompliziert
    Was ist bei Defekten? Können diese Maschinen von seriösen Betreibern repariert werden?
    Oder muss z.B. bei der Baratza diese in die USA verschickt werden (teuer)?
    Was ratest du mir?

    Antworten
    Arne

    Hallo Klaus,

    danke für deinen Kommentar. Wenn du dir genug Zeit dafür nimmst, dann klappt das sicher. Kann tatsächlich manchmal ganz schön kompliziert sein. Für Reparaturen gibt es bestimmt einen guten Anbieter in DE. Damit haben wir uns aber bisher noch nie beschäftigt. Wir raten zur Baratza Sette 270W. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Kennst Du zufällig die Zassenhaus KP0000043020 Arabica Kaffeemühle oder kannst etwas dazu sagen? Im Netz kann ich so rein gar nichts über diese Mühle finden.

    Bei Zassenhaus sollte man doch nicht wirklich falsch liegen oder?

    Antworten
    Arne

    Hallo Kaffeeschlürfer,

    danke für deinen Kommentar. Die kennen wir leider nicht bzw. haben die noch nicht getestet. Zassenhaus macht sehr gute Mühlen, die Chancen stehen also gut, dass diese Mühle auch gut abliefert ;). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Danke für deinen umfangreichen Produktvergleich.
    Hilft mir sehr bei der Kaufentscheidung

    Beste Grüße,
    Philipp

    Antworten
    Arne

    Hallo Philipp,

    das freut uns sehr :). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne,
    Super Testberichte! Ich suche allerdings eine neue Kaffeemühle, die recht homogen arbeitet, tatsächlich aber für handgebrühten Filterkaffee. Mein Freund und Mitbewohner trinkt jedoch gerne Espresso mit unserer kleinen DeLonghi. Gibt es eine Mühle, die für beides geeignet wäre?

    Liebe Grüße,
    Saskia

    Antworten
    Arne

    Hallo Saskia,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Normalerweise empfehlen wir dazu eher zwei Kaffeemühlen (Für grobes und feines Kaffeepulver). Ein guter Kompromiss ist jedoch die Graef CM800: https://amzn.to/2Ra9Pge. Diese mahlt sehr homogen und hat alle Mahlgrade relativ gut drauf :). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne,

    meine kurze Frage:
    wie passt es zusammen, dass deine Empfehlung für den besten Kaffeevollautomaten (DeLonghi) gerade mal 500 Euro

    Das hieße doch, dass ich mir das selber vorher mahlen sparen kann, wenn es auch einfacher und günstiger geht.

    Hinweis: ich liieeebe Kaffee und bin noch in der Findungsphase, was für MICH die passendere Lösung ist, mein Lieblingsgetränk zuzubereiten, ohne eine zu große Summe zu investieren.

    Antworten

    Oh, mein Satz wurde nicht korrekt wiedergegeben!

    … für den besten Kaffeevollautomaten gerade mal 500 Euro lautet?

    Kann dann in der DeLonghi ein vernünftiges Mahlwerk verbaut sein???

    Antworten
    Arne

    Hallo Hartmut,

    wir haben dich trotzdem verstanden :). LG Team Coffeeness

    Antworten
    Arne

    Hallo Hartmut,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Kaffeevollautomaten sind für uns ein Kompromiss. Du bekommst weder einen „richtigen Espresso“ noch einen „richtigen Filterkaffe“ heraus. Dafür musst du unserer Meinung weiterhin auf Siebträger und Espressomühle setzen. Der DeLonghi macht seinen Job aber besonders gut, was eben den „KVA-Espresso“ etc. angeht. Das heißt natürlich nicht, dass der DeLonghi das höchste der Gefühle was Kaffee angeht ist ;). Starte lieber mit kleinen/mittelgroßen Siebträgern und einer guten Mühle. Da kannst du richtig experimentieren. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne,

    hast du die Macap 42D auch schon getestet? Ich kann mich zwischen der und der Quamar M80 nicht entscheiden-hast du einen Tipp für mich?
    Viele Grüsse
    Vali

    Antworten

    Moin Zusammen,

    bei Tchibo gab es zwei interessante Kaffeemühlen:

    1. eine elektrische Mühle mit Waage und Kegelmahlwerk:
    Die Mühle mahlt konstante Mengen (im Rahmen der Genauigkeit) und ist auch noch recht leise 🙂
    Bei zeitgesteuerten Mühlen veränderte sich die Mahlmenge bei Sortenwechsel/Mahlgradwechsel recht deutlich, hier hat das kaum Auswirkungen wie bei meiner bisherigen Mühle (Tchibo/Severin-Modell hier aus dem Test).

    Aktuell (31.12.19) ist sie noch im Online-Shop:
    https://www.tchibo.de/kaffeemuehle-elektrisch-p400134737.html

    2. eine Handmühle mit Keramik-Kegelmahlwerk:
    Die Mühle ist eher für kleine Mengen (bei mir für die Siebträgerzubereitung) mahlt aber deutlich einfacher und ist auch feiner einstellbar als die bisher von mir genutzte Rossmann Billig-Handmühle, die auch noch eine recht grobe Mahlgradeinsellung hatte.

    Leider ist die Mühle nicht mehr im Online-Angebot, Preis im Shop war 19.90 €

    Viele Grüße

    MiPla

    Antworten
    Arne

    Hallo MiPla,

    danke für deinen Kommentar. Die Tchibo Kaffeemühle (die elektrische) testen wir auch bald :). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Moin Arne,

    hast Du in dem großen Bild direkt über den Kommentaren rein zufälligerweise die von mir erwähnte Handmühle von Tchibo in deiner rechten Hand? Sie sieht jedenfalls genauso aus …

    BTW: ich gieße täglich 2 bis 3 Kannen gefiltert auf, da ist mir eine gleichmäßige Menge auch beim Wechsel der Bohnen wichtig (ist aus preislichen Gründen in der Regel industrieller „Supermarktkaffee“, wobei ich auch schonmal Pakete wegwerfe wenn der Kaffee geschmacklich daneben ist).
    Den gelegentlich genommenen handwerklich Gerösteten mahle ich nur mit der Handmühle. Zubrereitung entweder Filter oder Siebträger, im Sommer auch schonmal einen „Coldbrew“, der durch einen Filter abgegossen wird.

    Mit den beiden genannten Kaffeemühlen bin ich bisher sehr zufrieden.

    Antworten

    Hallo Arne, magst du mal die Sage Dose control Pro Kaffeemühle testen? Oder würdest du die Baratza Virtuoso empfehlen. Habe gehört, dass die Baratza Encore laut ist. Sonst würde ich die Encore nehmen. Vielleicht kannst du ja mal testen und mir eine Info geben. Vielen Dank

    Antworten
    Arne

    Hallo Eilert,

    danke für deinen Kommentar. Die Sage Dose Control Pro testen wir auf jeden Fall noch! Von der Virtuoso sind wir nicht sehr begeistert, dann lieber zur Baratza Sette greifen. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne

    Welche Mühle würdest du nur für Cold Brew vorschlagen?
    Lg Bilal

    Antworten
    Arne

    Hallo Bilo,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Für die Zubereitung eines Cold Brews eignet sich eine AeroPress wunderbar. Und dafür benötigst du relativ fein gemahlenes Kaffeepulver (jedoch nicht so fein wie beim Espresso). Als Handkaffeemühle würden wir daher die Zassenhaus Quito nehmen und als „normale“ die Eureka Mignon. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Rancilio Silvia ist angekommen 🙂 Baratza 270 oder Eureka Mignon…oder ????

    Danke

    Antworten

    Hallo Arne,

    ich habe mir eine Einsteiger Siebträgermaschine zugelegt und benötige noch eine Mühle, mit der ich weiterhin Pulver für Handfilter aber eben auch Espresso mahlen kann.
    Ich schwanke derzeit zwischen der Graef CM 800 und 702. Reicht die 702 auch für Espresso zum Einstieg? Die 702 hat ja anscheinend nur 25 statt 40 Mahlgrade, so richtig schlau wird man aus den Vergleichen bisher nicht. Oder hast du eine neue Alternative? Habe mittlerweile so ziemlich alle Tests durchgeschaut und in der Preisklasse nichts vergleichbares gefunden.

    Liebe Grüße
    Fabian

    Antworten
    Arne

    Hallo Fabian,

    danke für deinen Kommentar! Für den Espresso ist ein feiner Mahlgrad sehr wichtig, weshalb wir in der Preisklasse zur Graef CM 800 raten würden. Diese kann vom Espresso bis hin zur French Press alles mahlen. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne,
    über einen guten Freund ( Robert aus Sande) bin ich auf deine Seite gestoßen und wende mich jetzt mal gleich mit einer Frage an dich: ich brühe meinen Kaffee frisch im klassischen Melittafilter und mahle in einer Solis Scala 166. Daneben gibt es auch Espresso aus einer Saeco Siebträgermaschine. Was mich sehr nervt ist die hohe elektrostatische Aufladung meiner Kaffeemühle. Nach jedem Mahlvorgang muss ich die umliegendene Arbeitsplatte säubern. Welche Kaffeemühle könntest Du mir empfehlen? Ich möchte nicht unbedingt 2 Mühlen haben ( auch wenn das durchaus Sinn macht, wie Du schreibst. Aber das kriege ich bei der Landesregierung nicht durch). Eine Waage muss nicht zwingend dabei sein. Aber es wäre schon interessant, das mal genau auszuprobieren. Vorrangig geht es mir um die Elektrostatik und den perfekten Mahlgrad.
    Ilsen Dank für Deine Mühe
    Gruß von der Nordseeküste
    Ecki

    Antworten

    Hallo Arne,

    wie wunderbar, dass es dich und diese Seite gibt. Sehr informativ und wirklich hilfreich für mich. Ich selbst mag einfach Kaffee & Espresso von jeher sehr gerne und daher habe ich mich der „Einfachheit“ halber vor Jahren für eine Jura Impressa entschieden. Der Vollautomat hat mich treu begleitet und der Kaffee war auch meistens gut, abhängig von den verwendeten Bohnen.

    Nun haben Freunde vor längerem die Variante French Press und Handmühle entdeckt. Ein anderes „Trinkerlebnis“ und ich denke seit Monaten darüber nach, wohin denn meine Reise geht.

    Aufgrund akutem Kaffeentzug (Vollautomat ist hinüber) habe ich mich für den Handfilter entschieden und mir mein neues Erlebnis gegönnt. Ich nenne nun eine Commandante, einen Hario Glasfilter, nebst Kanne mein Eigen und ich komme aus dem Staunen und Freuen nicht mehr heraus. Kaffee Deluxe mit allen Sinnen. Ich bin begeistert.

    Die Handmühle ist teuer, das ist Fakt, aber ich mahle – nein ich schneide Kaffeebohnen, ein einfaches gleichmäßiges Kurbeln, aufsteigender Kaffeeduft und natürlich ein homogener Mahlgrad. Verarbeitung und Bedienung top und auch noch stylisch.

    Dann das Zelebrieren, Anfeuchten des Filter, Kaffee (oh riecht der gut) einfüllen, Wasser übergießen, Kaffee aufblumen lassen… warten… und dann kommt da ein rötlich schimmerndes Kunstwerk raus. – Grandios.

    Zu meinem Glück fehlt mir jetzt noch wirklich eine Feinwaage und ein anderer Wasserkocher. Was würdest du denn da empfehlen?

    Mein zweites Problem: Espresso. Mit dem Handfilter ja nun nicht wirklich, daher liebäugle ich mit einem Mokka (ja ich weiß kein Espresso), aber doch einfach und gut oder? Oder wäre doch der Siebträger die Qual der Wahl?

    Eine Empfehlung wäre toll.

    Liebe Grüße
    Nicole

    Antworten

    Hallo Arne.
    Vielen Dank für deine tolle Seite, sie ist für mich als „weg-vom-Kapselkaffee“ Mensch eine super Hilfe. Somit bin ich Einsteiger beim Handfilterkaffee. Ich habe mir den Hario V60 2 sowie die passende Kanne dazu geholt, und mir aus einer Rösterei einen leckeren Kaffee aus ganzen Bohnen geholt. Da ich noch nichts anderes habe, habe ich ihn mit meinem Multimixer „gemahlen“ – das Ergebnis kannst du dir vorstellen: homogener Mahlgrad sieht anders aus sprich das Wasser lief recht schnell durch den Kaffee. Nun meine Frage: Ich möchte mir eine Mühle holen, mit der ich 1-2 Portionen auf einmal mahlen kann. Sie soll nur für den Handfilterkaffee zuhause eingesetzt werden. Welche Art von Mühle ist da am sinnvollsten: eine Handmühle oder eine elektrische und welches Modell? Die Rezensionen bei Amazon sind leider keine große Hilfe…
    Liebe Grüße aus Paderborn,
    Andrea

    Antworten

    Hallo Arne,
    habe mich gerade durch den total spannenden und interessanten Artikel „gefressen“. Habe in meinem 1-Personen-Haushalt eine Nesspressomachine (Krups) für die bekannten und verteufefelten Alukapseln. Jetzt habe gelesen, daß es wiederbefüllbare Metallkapseln gibt. Möchte mir aus Umweltgründen solche Kapseln anschaffen.
    Brauche dann aber natürlich eine Kaffeemühle. Welche ist in diesem Fall empfehlenswert?

    Antworten

    Hallo Arne,

    deutlich verspätet zwar, aber dennoch fix ein Dankeschön an dich.

    Beste Grüße
    Nicole

    Antworten

    Hallo Arne,

    gerne schließe ich mich den vorherigen Kommentaren an und möchte auch ein Lob aussprechen.
    Da ich blutige Anfängerin (gewiss mit Suchtpotenzial) bin, habe ich mich schon durch die einzelnen Artikel gelesen und bin erstaunt & begeistert zugleich. Hier werde ich so manchen freien Moment verbringen…

    Nun aber eine Frage an dich, da ich mir eine (weitere) Mühle, nun allerdings für Espresso, anschaffen möchte, wüsste ich gerne welche du mir empfehlen kannst. Einerseits schwebt mir die Baratza Sette 270W vor Augen, andererseits die Mazzer Mini Electronic.

    Welche Empfehlung spricht du mir aus. Im kommenden Jahr möchte ich mir eine Siebträgermaschine gönnen, vor Augen habe ich einerseits eine Bezzera Magica oder Bezzera BZ 10, vielleicht gibt es in diesem Preissegment noch eine -bessere- Alternative?

    Espressolastige Grüße
    Nicole

    Antworten
    Arne

    Hallo Nicole, danke für den Kommentar. Die Mühlen sind beide sehr gut. Die Mazzer ist schwerer und wirkt deutlich hochwertiger. Die Sette ist schnell und praktisch. Ich glaube du würdest mit beiden nichts falsch machen. Beste Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo zusammen,

    ich hab mal eine Frage zum Reinigen von Kaffeemühlen. Jemand erwähnte hier Reis zu mahlen, aber soweit ich weiß soll man Reis nicht nehmen. Ich habe aber schon häufiger gehört, dass Leute Dinkel nehmen zum Reinigen. Hat jemand Erfahrung damit? Ich hab gehört, dass das auch Bestandteil diverser Reinigungsgranulate sein soll, die es ja recht teuer zu kaufen gibt.

    Ich hab eine Baratza Encore und trau mich nicht, sie zur Grundreinigung auseinanderzubauen. Normales reinigen (Mahlscheibe raus, bürsten, saugen u.s.w.) mach ich natürlich, aber das reicht auf Dauer nicht, weil sich auch drinnen mit der Zeit viel ansammelt und da kommt man ohne aufschrauben nicht ran.

    Falls sich jemand auskennt, wäre ich für Tipps sehr dankbar!! 😀

    Liebe Grüße,
    Anja

    Antworten

    Hallo Arne,

    Erst einmal ein großes Lob für Deine Seite. Ich finde sie sehr informativ und auch für Neueinsteiger in die Espessowelt wie ich einer bin sehr klar verständlich und nachvollziehbar. Ich habe hier schon viel gelernt und schaue immer mal wieder gerne vorbei.

    Du hast mir damit auch bei der Wahl meiner Siebträgermaschine geholfen: Ich bin jetzt seit einem halben Jahr stolzer Besitzer eine Quickmill Orione und damit super happy.

    Jetzt kommt der nächste Schritt: der Erwerb einer Espressomühle. Dabei schwanke ich zwischen der Eureka Mignon und der Quickmill 060 EVO.

    Obwohl Du ja auch die Quickmill Orione als Einsteigermodell bei den Siebsträgermaschinen lobst habe ich bisher noch keine Tests von Dir zur Quickmill Espressomühle gefunden. Gibt es dafür einen speziellen Grund? Als Neuling und Laie finde ich diese Mühle auf den ersten Blick sehr attraktiv: sie besitzt auch ein Edelstahlmahlwerk, hat eine Timerfunktion und passt optisch gut zur Orione. Außerdem besitzt sie einen Glasbehälter für die Kaffeebohnen, was vielleicht ein Vorteil bzgl. der Geschmacksneutralität und bei der Reinigung ist. Sie ist sogar etwas günstiger als die Eureka Mignon. Wie schätzt Du die Quickmill 060 EVO ein und zu welcher der beiden Mühlen würdest Du mir raten?

    Ich freue mich auf Deine Meinung.

    Gruß und weiter so!

    Silke

    Antworten

    Hallo
    ich hab nach langer Zeit handgebrühten Kaffee wieder entdeckt. Zum mahlen hat meine Freundin mir eine kleine Zassenhaus Lübeck geschenkt die für meinen Singlehaushalt auch voll ausreicht. Das Mahlen geht wirklich sehr einfach und braucht kaum Kraft. Nach meinem laienhaften Verständnis ist daseine gute Mühle. Nur, wie reinige ich die Mühle? Wie nimmt man die auseinander? Oder ist das gar nicht nötig? Reicht es hin und wieder etwas Reis zu mahlen um die zu reinigen?

    Antworten

    Hallo Arne,

    auch ich möchte dir für deine Mühen danken – sehr hilfreich deine Seite…
    Nun meine Frage: Ich habe eine Siebträgermaschine für Espresso / Kaffee gekauft (SOLIS Caffespresso Pro). Nun würde ich gerne den nächsten Schritt gehen und die Bohnen malen. Und zwar für Espresso als auch Kaffee Creme (bin aus der Schweiz, da heisst es nicht einfach Kaffee…). Gibt es denn wirklich keine kombinierte elektrische Mühle in hochwertig, in der ich Kaffeepulver als auch Espressopulver für meinen Siebträger malen kann??? Es bräuchte doch meiner Meinung nach nur entsprechend grossen Spielraum für den Mahlgrad. Sprich fein für Siebträger Espresso und etwas gröber für Siebträger Kaffee…?!
    Ich wäre dir sehr dankbar für dein Feedback,
    Gruss Thorben aus der Schweiz

    Antworten

    Ich benutze seit vielen Jahren eine elektrische Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk von Bodum. Habe zuletzt für die Frenchpress ziemlich grob gemahlen. Die statische Aufladung sorgte jedes mal für eine ziemliche Sauerei in der Küche. Egal ob die Bohnen von Tchibo, Mövenpick oder ähnlichen Herstellern stammten. Dann habe ich von der Kaffeerösterei Langen gelesen und dort bestellt. Die Bohnen werden erst nach Bestelleingang geröstet. Alle probierten Sorten waren spitzenmäßig. Und die statische Aufladung beim Mahlen war Vergangenheit.

    Antworten

    Lieber Arne,

    Ich finde deine Seite super, dein Enthusiasmus gefaellt mir am Besten, Du kommmts mir sehr-sehr autentisch vor.

    Ich bin ein Espresso-Fan, aber ich entdecke gerade die Welt von Siebtraegern, d. h. ich bin ein Anfaenger. Ich habe mich entschlossen, dass ich mir einen Bezzerra BZ 10 besorge (Ich habe auch den Rancicilio Silvia überlegt, aber ich denke ab- und zu würde ich auch sehr gerne Cappucinos für mich und meine Freunden vorbereiten – ohne langes Warten).

    Ich suche jetzt die passende Mühle dazu und hier möchte ich um deinen Rat bitten. Ich hesitiere gerade zwischen den Eureka Mignon Chom (unter 400 EUR) und den Mazzer Mini Elektronik (ca 730 EUR). Ich weiss, Du empfehlst immer, wenn man eine relativ teuere Maschine kauft, sollte man in eine entsprechend gute Mühle auch investieren. Aber ich als Anfaenger kann ich den Qualitaetsunterschied überhaupt merken? Lohnt es sich für einen Anfaenger gleich mit so einer teueren Mühle „beginnen“? Was meinst Du?

    Gruss und Danke,
    Lajos

    Antworten

    Herzlichen Dank für die ausführlichen und detaillierten Hintergrundinformationen.
    Ich kann jetzt nachvollziehen, warum aus meiner Espressomaschine nur Plörre herausge-
    laufen ist – Bohnen akzeptabel, Mahlgut ungenügend.
    Nochmals Danke
    Peter

    Antworten

    Hallo Arne,
    Den Melitta Molino für rund 35 € liefert auch ein sehr gutes Ergebnis für Handfilter oder Sowden Softbrew.

    Gr
    Henry

    PS. Eine sehr gute Seite.

    Antworten

    Du hast ja sehr interessante Beiträge auf deiner Seite. Eines würde ich aber gern noch wissen: wenn Du zum Campen eine Handmühle mitnimmst, ist dann auch ein Siebträger oder ähnliches im Gepäck?

    Antworten
    Arne

    Moin moin Lutze, nein nur meinen Handfilter und die AeroPress.

    Antworten

    Hallo Arne,
    per Zufall bin ich auf diese Seite gestossen. da ich auf der Suche nach einer kleinen, aber guten Kaffeemühle bin.
    Weihnachten naht und das Paket für die Kinder in New York muss bald abgeschickt werden. Dieses Jahr soll es guter Kaffee sein ( eine tolle Rösterei habe ich in Köln-Ehrenfeld gefunden) und die dazu passende Kaffeemühle. Ich brauche also dringend einen Tipp für eine solide, nicht zu teure Kaffeemühle, die auch nicht zu schwer sein darf und zuviel Platz wegnimmt. Dazu soll sie auch schönen Kaffee für kleinere Trinkmengen mahlen.
    Zuviel Wünsche auf einmal? Ich bin gespannt auf die Antwort.
    Danke und Gruß, Annette

    Antworten

    Hey Arne,
    ich bin nun auch stolzer Besitzer eine La Pavoni Professional 🙂 Jetzt fehlt mir jedoch noch eine Mühle, als Studentin schau ich natürlich viel auf Ebay. Dort könnte ich nun auch die Demoka M-203 gebraucht kaufen, der Besitzer meint jedoch, dass sie die letzten 3 Jahre im Keller stand.
    In deinem Artikel über Handmühlen schreibst du von dem „Flohmarkt-Handmühlen-Problem“. Gilt das auch für elektrische Mühlen? Der Besitzer meinte, dass er die Mühle davor nur leerlaufen gelassen hat.
    Alternative wäre eben die Graef CM 800neu… die ich jedoch nicht schön finde.
    Über deine Meinung wäre ich dir dankbar,
    Grüße aus dem Süden
    Lisa

    Antworten

    Hallo Arne,

    nach jahrelangem „Kontrollverlust“ wollte ich zumindest in Sachen Kaffee wieder Herr meiner Selbst werden und bin auf der Suche nach Informationen zu Kaffeemühlen auf Deine Seite aufmerksam geworden. In den letzten Tagen habe ich hier einige Stunden mit Lesen, Staunen und Lernen verbracht. Und das auch immer wieder mit einem Lächeln im Gesicht, weil Du fundierte Informationen nicht nur verständlich, sondern auch sehr unterhaltsam an den Mann bringst.

    Das vorläufige Ergebnis meiner Besuche auf „coffeeness.de“ steht nun in der Küche:
    Eine Baratza Encore, ein Hario Porzellanfilter nebst Filterpapier & Kanne – und natürlich Kaffee: Einer stammt aus einer kleinen Kölner Rösterei, der andere war (als Espressoröstung) bereits einmal Kandidat eines Deiner Tests: „Café Kogi“ oder „Urwaldkaffee“. Die erste Tasse Kaffee, gebrüht aus selbst gemahlenen, frischen Bohnen war mein kleines, persönliches Highlight des heutigen Tages und hat definitiv Lust auf mehr gemacht.

    An dieser Stelle daher ein dickes Lob für diese Seiten und ein herzliches Dankeschön für Deine Infos, Ratschläge und Tipps. Ich werde in jedem Fall gerne und regelmäßig hier vorbeischauen und mich weiter inspirieren lassen.

    Viele Grüße aus dem Rheinland
    Jörg

    Antworten

    Hallo Arne,

    als passionierter Teetrinker möchte ich nun auch Kaffee ab und zu trinken und diesen sozusagen für mich „entdecken“.

    Bei meinen Recherchen im WWW lernte ich auch deine Homepage wie deine sehr interessanten und informativen Beiträge kennen. Da ich meine Teezubereitung mit hochwertigen Schwarz- und Grüntees zelebriere, möchte ich dies auch bei der Kaffeezubereitung tun.

    Deshalb entschied ich mich für die Kaffeezubereitung mittels Handfilter und für entsprechende Produkte von Hario. Unschlüssig bin allerdings bezüglich einer Kaffeemühle.

    Die Auswahl in allen Preiskategorien ist relativ groß. Tests von Kaffeemühlen oder Bewertungen unter anderem auf allseits bekannten Shopseiten (zB. Amazon) haben zumindest meine Entscheidung leider nicht gefördert.

    Zunächst hatte ich die Graef CM 800, danach die Rommelsbacher EKM 300 und schließlich die Baratza Encore in meine engere Auswahl gefasst. Die erstgenannte Kaffeemühle nahm ich nach weiteren Recherchen aus meiner engeren Wahl, obwohl vielfach als Testsieger gekürt. Zwischen der Rommelsbacher und der Baratza kann ich mich nicht final entscheiden, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt zur Rommelsbacher tendiere.

    Sodann entdeckte ich deine Homepage mit dem ausgezeichneten Testbericht zur Baratza und deine grundsätzlichen Anmerkungen zu Kaffeemühlen. Dabei stellst du unter anderem die Severin KM 3873 vor. Nun habe ich neben der EKM 300 und der Baratza die Kaffeemühle von Severin in meiner engeren Auswahl.

    Meine Frage ist: Welche dieser drei Kaffeemühlen insbesondere hinsichtlich meiner nicht regelmäßigen Häufigkeit der Kaffeezubereitung ist zu empfehlen?

    Schlussendlich: Du schreibst allgemein zu Kaffeesorten – wenn ich mich richtig erinnere – dass Kaffees aus dem Supermarkt oder Discounter nicht zu empfehlen sind. Dies deckt sich mit meinen langjährigen Erfahrungen den Tee betreffend.
    Bei meinen Recherchen fiel mir das Kaffeefachwerk Berlin auf. Hast Du Erfahrungen mit den von dort angebotenen Kaffees? Wenn ja, würdest du diese empfehlen?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    Beste Grüße
    Hilmar
    aus Berlin

    Antworten
    Arne

    Hallo Hilmar,

    das Kaffeefachwerk habe ich noch nicht getestet. Ist aber sicher einen Versuch wert. In Berlin gibt es wirklich eine tolle Auswahl. Du kannst dir auch mal The Barn, Bonanza Coffee Heroes, Five Elephant oder die Flying Roasters anschauen. Die Graef CM 800 würde ich für den Handfilter ausschließen. Die Rommelsbacher EKM 300 und besagte Severin sehen sich so ähnlich – das wird kein Zufall sein. Ich denke dort hast du das gleich Mahlwerk. Die gibt es übriges auch noch mal günstiger von Tchibo. Die Baratza Encore habe ich mir gerade selbst für den Handfilter bis French Press geholt.

    Deswegen ist sie natürlich auch meine Empfehlung. Der größte Vorteil zu den anderen ist weniger statische Aufladung und dadurch weniger Dreck.

    Viele Grüße aus Berlin nach Berlin,
    Arne

    Antworten

    Hallo Arne,

    herzlichen Dank für Deine wertvollen Tipps. Du hast mir bei der Wahl der richtigen Mühle (und auch Siebträger-Maschine) sehr weiter geholfen!

    Weiter so 🙂

    Antworten

    Hallo ,

    nachdem ich einen Kaffee aus Guatemala geschenkt bekommen habe, habe ich gemerkt dass ich ja noch nie in meinem Leben wirklich Kaffee getrunken habe. Dennoch möchte ich meine Bohnen in Zukunft selber mahlen. Der Kaffee war aus einer Rösterrei und Frisch gemahlen.
    Zu der Frage welches Mahlwerk besser ist, ob nun Keramik oder Stahl wegen der hitze Entwicklung kann ich nur einen Tip geben. Keramik ware besser für eine lange Mahldauer eignen, wobei sich für kurze Mahlzeiten eher Stahl eignen würde un den Kaffee möglichst kühl zu halten. Desweiteren wenn das wirklich so wichtig ist das sich so wenig wie möglich hitze beim mahlen entwickelt dann würde ich vorschlagen den Kaffee und die sogar die Mühle im Kühlschrank zu lagern. Der elektronik tut das nicht weh, aber vorsicht vor Kondenswasser. Im Winter müsste das besser klappen, weil die kühl Luft draussen weniger wasser aufnehmen kann als warme Luft im Sommer. Ergo im Sommer hat man mehr Kondenswasserentwicklung.

    Grüße,
    Oli

    Antworten

    Also ich habe mich für die Severin KM3873 für etwa 60EUR entschieden, die Tchibo ist leider vergriffen. Leider kann ich deine Empfehlung bzgl. des Mahlgrades nicht teilen. Ich nutze den Grad 7 und erziele mit der richtigen Tassenanzahl-Einstellung (rechts an der Maschine) sehr gute Ergebnisse in Kombination mit einer French Press und schließe mich an.

    Also mich hat die Mühle überzeugt; jetzt muss ich nur noch die richtige Kaffeesorte für mich finden ;).

    Antworten

Ich freue mich über deinen Kommentar

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