Siemens EQ 3 Kaffeevollautomat im Test

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Jetzt hatte ich den Siemens EQ 3 Kaffeevollautomaten endlich zum Testen zu Hause und kann meinen früheren Bericht von der IFA vervollständigen. Den findet ihr weiterhin unten auf dieser Seite. Außerdem empfehle ich unsere zwei Videos wenn ihr euch einen lebendigen Eindruck vom Siemens EQ 3 verschaffen wollt.

Der Siemens EQ 3 im Coffeness Test

Jetzt hatte ich den Siemens EQ 3 Kaffeevollautomaten endlich zum Testen zu Hause und kann meinen früheren Bericht von der IFA vervollständigen. Den findet ihr weiterhin unten auf dieser Seite. Außerdem empfehle ich unsere zwei Videos wenn ihr euch einen lebendigen Eindruck vom Siemens EQ 3 verschaffen wollt.

Braucht ihr noch einen besseren Überblick: Alle Kaffeevollautomaten Tests.

Der EQ 3 ist ein solider Kaffeevollautomat der Mittelklasse. Die markante Schaumlanze in der Mitte lässt ihn optisch aus der Reihe tanzen und ist auch technisch (fast) ein Alleinstellungsmerkmal.

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Die Optik ist wie immer Geschmackssache, aber praktisch ist das halbautomatische Milchschaumsystem auf jeden Fall. Es kommt ohne Milchbehälter aus, ist einfach zu reinigen und liefert sehr guten Milchschaum fast so bequem wie ein vollautomatisches System.

Was Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten betrifft, hat der Siemens EQ 3 eine solide Grundausstattung. Die Bedienung ist einfach und übersichtlich, was natürlich ein Pluspunkt ist.

Der Siemens EQ 3 kann zwei Espressos gleichzeitig zubereiten, aber keine zwei Milchschaumgetränke. Dazu muss ja der Rüssel in die Tasse tauchen.

Wer eine größere Anzahl von Cappuccinos oder Latte Macchiatos beziehen will, wird dafür eine Weile brauchen. Ich würde das Gerät daher nur für Singles, Paare oder Haushalte mit höchstens drei Kaffee trinkenden Personen empfehlen.

Unterschiede Siemens EQ 3 s300 und s500

Den Siemens EQ 3 Kaffeevollautomaten gibt es in zwei Varianten mit den Modellnummern s300 und s500. Der s300 ist die einfachere und günstigere Ausführung, die etwa 500 Euro kostet. Der s500 ist mit rund 700 Euro etwas teurer.

Jetzt streiten sich natürlich die Gelehrten, was die Unterschiede zwischen den beiden Modellen sind. Ich habe nur den s300 getestet, konnte also nicht jedes Detail selbst vergleichen. Aber ich wage zu behaupten, dass technische Unterschiede klein bis nicht vorhanden sind.

Siemens EQ 3 S500 Unterschiede

Der teurere Siemens EQ 3 s500 hat ein edleres Gehäuse. Die Front unter dem Kaffeeauslauf sieht nach gebürstetem Aluminium oder Edelstahl aus, darüber glänzt sie mit schwarzer Klavierlack-Optik. Beim s300 ist die Vorderseite einheitlich in silbernem oder schwarzem Kunststoff gehalten.

Der einzige technische Unterschied, der auf der Produktseite von Siemens auftaucht, ist ein sogenanntes “Aroma-Plus-Paket”, zu dem “z.B. die aromaIntense Kaffeestärke” gehört. Die präsentiert sich in der Gebrauchsanweisung in der Form, dass ihr bei der Kaffeestärke sechs statt nur fünf Kaffeebohnen einstellen könnt (Seite 14).

Jetzt weiß ich nicht genau, was sich dahinter verbirgt. Aber bei dem Preisunterschied von nicht einmal 100 Euro laut unverbindlicher Preisempfehlung ist klar, dass es keine aufwändigere Brühtechnik und höchstwahrscheinlich nur ein Unterschied in der Software sein kann.

Zusätzlich läuft der EQ 3 s500 bei Siemens unter “extraKlasse”, was Vorteile beim Service bedeuten soll. Das kann ich nicht beurteilen. Ich persönlich würde es vom aktuellen Preisunterschied und meinem Designgeschmack abhängig machen, ob es mir den Aufpreis für den s500 wert wäre.

Display und Bedienung des Siemens EQ 3

Ich probiere ja immer gerne aus, wie weit ich mich ohne Bedienungsanleitung mit einem mir fremden Kaffeevollautomaten verständigen kann. Beim Siemens EQ 3 ging das überdurchschnittlich gut. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass es sich um ein relativ simples Gerät handelt.

Das Display und die Tasten sind auf der abgeschrägten oberen Kante untergebracht. Am unteren Rand des Bedienbereichs findet sich je eine Taste für Espresso, Caffe Creme, Cappucchino, Latte Macchiato und “Milk” (Milchschaum). Darüber befindet sich mittig das kleine, schmale Display mit Text und Kaffeebohnen-Anzeige für die Kaffeestärke.

Wer also nach dem Auspacken so schnell wie möglich einen schönen Cappuccino beziehen will, kann sofort loslegen. Die Bedienungsanleitung wird aber spätestens dann interessant, wenn ihr eure eigenen Einstellungen vornehmen wollt.

Ihr könnt für jedes Getränk die Wassermenge, die Kaffeestärke und die Dauer des Milchaufschäumens verstellen und speichern. Außerdem lässt sich natürlich der Mahlgrad einstellen, aber der ist logischerweise für jedes Getränk gleich.

Espresso aus dem Siemens EQ 3

Mein Standard-Prozedere bei Kaffeevollautomaten-Tests ist, dass ich den Mahlgrad so fein wie möglich, die Stärke aufs Maximum und die Wassermenge auf 20 bis 25 ml einstelle. Ab Werk ist die Wassermenge meistens viel zu groß eingestellt. Nachdem ich das korrigiert und auch die anderen Einstellungen angepasst habe, komme ich bei den meisten Geräten einem Siebträger-Espresso am nächsten.

Beim Siemens EQ 3 hat es leider nicht nach Wunsch geklappt. Bei der höchsten Kaffeestärke fing der Bezug an zu stottern, der Espresso wurde nicht so schön und hatte fast keine Crema. Das Wasser kam nicht richtig durch.

Um einen guten Espresso zu bekommen, musste ich die Stärke erst wieder auf drei Bohnen herunterschrauben, also auf die goldene Mitte. Schade, dass der Automat nicht mit allen Einstellungen rund läuft.

Das ist allerdings gar nicht so selten. Oft sind zum Beispiel die feinsten Mahlgrade nicht nutzbar. Das war beim Siemens EQ 3 kein Problem. Nur fiel mir auf, dass das Kaffeemehl nicht so fein wird wie beim Siemens EQ 6 oder Siemens EQ 9.

Trotz allem war ich mit dem Espresso sehr zufrieden, als ich die richtigen Einstellungen gefunden hatte. Für einen günstigen Kaffeevollautomaten der Mittelklasse ein wirklich gutes Ergebnis.

Die Einstellung der Wassermenge passiert übrigens einfach durch einen Tastendruck, wenn die gewünschte Menge durchgelaufen ist.

Espresso Bezug

Milchschaum aus dem Siemens EQ 3

Das Milchschaumsystem hebt den Siemens EQ 3 mehr als alles andere von vergleichbaren Kaffeevollautomaten ab. Das gilt für die Optik, aber auch für die Funktion.

Eine Schaumlanze ist normalerweise die simpelste Lösung, die Kaffeevollautomaten für den Milchschaum mitbringen. Dementsprechend ist sie auch überwiegend bei Einsteiger- und Mittelklassemodellen zu finden.

Während eine Schaumlanze sonst aber für Handarbeit steht, ist das Aufschäumen beim Siemens EQ 3 weitgehend automatisiert. Ihr müsst die Lanze nur einmal runter- und nach dem Aufschäumen wieder hochschieben.

Milchschaum

Den Rest macht der Automat von allein. Der Kaffeeauslauf befindet sich ebenfalls in der Mitte, sodass ihr die Tasse nicht umstellen müsst, um einen Cappuccino oder Latte Macchiato zu bekommen.

Standardmäßig versetzt eine der Tasten “Cappuccino”, “Latte Macchiato” oder “Milk” die Milchschaumlanze in Aktion. Dabei ist jeweils eine andere Schäumdauer voreingestellt, die sich nach den geschätzten durchschnittlichen Getränkemengen richtet.

Das ist aber relativ egal, da ihr die Dauer für alle drei Funktionen bzw. Tasten frei verstellen könnt. Außerdem steht jederzeit die Milk-Taste zur Verfügung, um ohne Begrenzung eine beliebige Menge Milch aufzuschäumen.

Cappuccino

Der Milchschaum ist im Test sehr gut gelungen. Er wurde auf Anhieb schön fest, sah gut aus und hatte eine gute Trinktemperatur. Dazu musste ich wirklich nichts anderes tun, als ein mit Milch gefülltes Glas hinzustellen und die Lanze runter zu fahren. Wirklich super einfach.

Anschließend muss die Lanze gereinigt werden, aber da sie nur aus zwei kleinen Bauteilen besteht, ist auch das viel weniger Aufwand als bei einem System mit Milchbehälter und Schlauch.

Latte aus dem EQ 3

Kaffee aus dem Siemens EQ 3

Reinigung und Pflege des Siemens EQ 3

Die einfache Benutzung und Pflege der Milchschaumlanze ist einer der größten Vorteile des Siemens EQ 3. Sie lässt sich einfach mit der Hand aus der Halterung nehmen und dann noch mal in Hülle und Innenstück teilen, um sie bequem und gründlich abzuwaschen. Die beiden Teile dürfen auch in die Spülmaschine.

Etwas unpraktisch, aber unvermeidbar ist, dass die Schaumlanze direkt nach der Benutzung noch ziemlich heiß ist. Sie sofort mit der Hand abzunehmen ist keine so gute Idee. Ich würde mir wahrscheinlich angewöhnen, sie zu reinigen, wenn ich das nächste Mal in der Küche bin.

Wassertank EQ 3

Praktisch wiederum: Der Kaffeevollautomat lässt sich nach vorne hin öffnen. Ihr könnt die ganze Frontpartie aufklappen wie eine Tür, um den Tresterbehälter oder die Brühgruppe zu entnehmen.

Für das Innere der Brühgruppe ist das Reinigungsprogramm “Calc’nClean” zuständig, aber Siemens empfiehlt, sie zusätzlich von außen regelmäßig zu reinigen. Ganz grundsätzlich empfehle ich das auch. Deswegen bin ich bei Kaffeevollautomaten mit fest verbauten Brühgruppen immer skeptisch.

Auch das Gitter und Blech der Auffangschale an der Vorderseite und der Tresterbehälter sind spülmaschinenfest.

Tresterbehälter

Wie die meisten Kaffeevollautomaten lässt sich auch der Siemens EQ 3 mit einem Wasserfilter betreiben. Das ist zu empfehlen, weil das Gerät dann nicht so schnell verkalkt und der Kaffee besser schmeckt.

Damit sich das Entkalkungsprogramm immer in den richtigen Abständen zu Wort meldet, lässt sich in der Software die Wasserhärte einstellen. Das ist ebenfalls Standard.

Klappe für die Brühgruppe

Brühgruppe

Fazit: Origineller und solider Kaffeevollautomat der Mittelklasse

Ich hatte ja schon von meiner Begegnung mit dem Siemens EQ 3 auf der IFA gute Eindrücke mitgebracht. Die automatische Milchlanze ist mal was anderes und macht Sinn, der Funktionsumfang ist für die Preisklasse angemessen und die EQ-Baureihe von Siemens hat bisher noch nie enttäuscht.

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Beim eingehenderen Testen zu Hause hat sich für mich bestätigt, dass ich den EQ 3 bei passendem Geschmack und Bedarf durchaus empfehlen kann. Mit Bedarf meine ich, dass der Automat nicht der schnellste und nicht auf Akkordarbeit ausgelegt ist. Für mehr als drei regelmäßige Kaffeetrinker würde ich ihn nicht mehr empfehlen.

Der Qualitätsunterschied zum Siemens EQ 6 und EQ 9 wurde daran deutlich, dass der EQ 3 den Kaffee weniger fein mahlt und dabei lauter zu Werke geht. Für diese Preisklasse ist beides aber in Ordnung und nicht anders zu erwarten. Der EQ 3 ist nicht besonders leise, aber dank Keramikmahlwerk im Vergleich zu vielen Konkurrenzgeräten auch nicht laut.

Wenn ihr einen Kaffeevollautomaten in dieser Preisklasse sucht und in einem kleine Haushalt lebt, kann ich durchaus empfehlen, den Siemens EQ 3 in die engere Auswahl zu nehmen.

Bericht nach der IFA 2016

Ich war gestern auf der IFA und habe mir alle neuen Kaffeevollautomaten angeschaut. Komplett neu war der Siemens EQ. 3. Den wird es erst in ein paar Wochen für ca. 700€ auf dem Markt geben. Er hat einen „Rüssel“ oder besser eine Schaumlanze, die automatisch Milch frisch und direkt in der der Tasse aufschäumt. Ich bin bei der IFA eine ganze Weile bei Siemens geblieben und habe den EQ 3 ordentlich getestet.

Er funktioniert wunderbar –  auch wenn er ein wenig wie der „Brain Bug“ in Starship Troopers aussieht.

Testbericht – IFA

Den neuen Siemens EQ 3 habe ich gerade ausprobieren können, nachdem er mir am Messerstand gezeigt wurde. Es handelt sich um einen spannenden Kaffeevollautomat, bei dem wirklich einiges neu ist. Ansonsten gibt es bei den meisten Herstellern viele Scheininnovationen.

Siemens EQ 3 Test auf der IFA

Zum Beispiel neue Seriennummern und einige Software-Updates. Der Siemens EQ. 3 ist ein komplett neuer Kaffeevollautomat. Außerdem hat er ein spannendes Bedienkonzept und ein sehr interessantes Milchschaumsystem.

Es gibt eigentlich 4 große Unterschiede zu dem hier getesteten Siemens EQ 6 700.

  • Die Brühgruppe.
  • Das Milchschaumsystem.

  • Das Handling (Brühgruppe lässt sich von vorne entnehmen).
  • Größe und Format.

Milchschaumsystem

Das ist bei Siemens ganz neu. Es wird die Schaumlanze direkt in die Tasse mit der Milch gesteckt und aufgeschäumt. Das kannte ich bisher nur von dem Krups EA9010. Der würde auch immer mit „Der einzigartige Kaffeevollautomat mit IN-CUP Schaumsystem“ beworben. Jetzt gibt es auch bei diesem Patent einen weiteren Mitbewerber.

Siemens EQ 3 Schaumlanze

Siemens EQ 3 Milchschaum

Der Milchschaum steigt langsam im Glas auf. Dazu muss ich sagen, dass diese typischen Kunstoff-Messen-Becher wirklich nicht schön sind aber immerhin einen Einblick gewähren. Der Milchschaum und die heiße Milch hatten eine gute Temperatur und eine schöne Konsistenz. Mit ein paar weiteren Versuchen lässt sich damit sicher nahezu perfekter Milchschaum zubereiten. Das sehr gute Ergebnis hat mich überrascht.

Siemens EQ 3 Latte

Siemens EQ 3 Cappuccino

Der Espresso Bezug gelingt, wie ich es auch von anderen Siemens Geräten gewohnt bin, sehr gut. Ich habe den Siemens EQ 3 aber noch nicht zuhause getestet und deswegen kann ich jetzt noch keine genauen Tipps für die besten Einstellungen geben. Aber ihr könnt den EQ 3 auch noch nicht zuhause haben – der ist noch nicht auf dem Markt.

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Die Schaumlanze lässt sich nach der Nutzung einfach abziehen und gut reinigen. Alles in allem bin ich von der Funktionalität überzeugt. Allerdings handelt es sich mit dem EQ 3 sicherlich um ein Gerät für 1 bis höchstens 3 Personen. Hier kann der Bezug des Milchschaums auch immer nur direkt in der Tasse stattfinden. Das hat übrigens den großen Vorteil, dass auch nur diese Tasse schmutzig wird. Also habt ihr bei diesem Milchschaumsystem weniger Reinigungsaufwand.

Brühgruppe

Hier ist erfrischenderweise eine Innovation von Siemens intern zu beobachten. Während der EQ 6 700 noch eine Standard-Brühgruppe hatte (die beispielsweise auch in allen Melitta, Miele oder Bosch Geräten verbaut ist), ist in dem Siemens EQ. 3, sowie auch in dem neuen Siemens EQ. 9 Connect, eine im Hause Siemens entwickelte Brühgruppe zu finden.

Es handelt sich um eine Brüheinheit, die Siemens „Spindel-Brühgruppe“ nennt. Der greifbarste Unterschied zu Modellen, die bereits auf dem Markt sind ist, dass dort mehr Kaffeepulver hinein passt.

Das bedeutet der Kaffeepuck kann mehr gemahlenen Kaffee enthalten. Das ist ein Vorteil, weil so die Palette an Einstellungsmöglichkeiten größer wird. Durch eine höhere Kaffeepulvermenge kann beispielsweise bei dem Bezug eines längeren Espressos eine Unterextraktion vermieden werden und es gibt ein aromatischeres Ergebnis mit einem vollerem Körper und mehr Fülle.

Die neue Brühgruppe ist bei dem EQ 3, anders als bei dem EQ 9, von der vorderen Seite zu entnehmen. Das gleiche gilt für die Abtropfschale und den Tresterbehälter. Diese vordere Service-Klappe kannte ich bisher nur von einigen Delonghi Modellen, wie dem Delonghi ESAM 5500. Der ohnehin schmale Kaffeevollautomat kann so gut gestellt werden. Ihr müsst nicht an die Seiten ran.

Siemens EQ 3 Brühgruppe ausbau

Siemens EQ 3 Brühgruppe

Hier seht ihr auf der Linken Seite die noch im Siemens EQ 6 700 verbaute Brühgruppe. Auf der rechten Seite die neue im Siemens EQ 9 und EQ 3 verbaute Brühgruppe.

Brühgruppe Neu

 

Brüheinheit neu

Von der Reinigung gibt es keinen Unterschied. Beide können und sollten möglichst oft unter fließendem Wasser abgespült werden.

Reinigung

Auf Messen tun mir die Präsentierenden immer ein wenig leid. Jeder drückt unkontrolliert auf alle Knöpfe und die Kaffeevollautomaten müssen mehr Bezüge an einem Tag raushauen als sonst in einem Jahr. Die Auffangschalen und Tresterbehälter sind schnell voll und die Milch ist schnell verbraucht. Es gibt Kaffee umsonst und deswegen ist der Andrang unermesslich. Und die Klientel wird auch nicht gerade „geduldiger“, wenn es was umsonst gibt.

Ich hatte aber Glück und wir hatten viel Zeit mit dem EQ 3 alleine. Die Reinigung funktioniert sehr ähnlich wie auch bei den anderen Siemens Kaffeevollautomaten. Die Brühgruppe kann sehr leicht entnommen werden. Praktischerweise von der vorderen Seite. Das gleiche gilt für den Tresterbehälter und die Abtropfschale.

siemens_eq3_tresterbehaelter

Das ist für das tägliche Handling schon ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Geräte. Ich würde alle Teile unter fließendem Wasser abspülen und auf Reinigungsmittel verzichten. Zusätzlich sollten natürlich die vom EQ 3 vorgeschlagenen Reinigungdurchläufe beachtet und durchgezogen werden. Nur so wird die Brüheinheit auch von innen sauber.

Anders ist nur das Milchschaumsystem. Hier müsst ihr keinen Schlauch und keinen Behälter reinigen, sondern nur die Schaumlanze. Das ist weniger aufwendig. Insbesondere wenn ihr oft nur ein Getränk zubereitet, stelle ich mir so ein Milchschaumsystem sehr praktisch vor. Hingegen ist es sicher weniger gut für eine große Familie geeignet.

Display und Konsole

Siemens EQ 3 KnöpfeDas Display ist mehrfarbig und mehrzeilig und die Bedienelemente sind reduziert. Es können zwei Espressos gleichzeitig bezogen werden. Die Kaffeepulvermenge kann angepasst werden (siehe Bohnenanzahl). Die Konsistenz des Milchschaums wird durch „Latte Macchiato“ „Milk“ oder „Cappuccino“ bestimmt.

Siemens EQ 3 DisplayDas Bohnenfach und der Wassertank sind im Vergleich zu anderen Modellen von Siemens eher klein. Das führt aber auch insgesamt zu einem kleineren Format und ermöglicht das Aufstellen auch in einer kleiner Küche.

Insgesamt gefällt mir die Bedienung sehr gut. Natürlich muss ich dazu sagen, dass ich noch keine Alltagserfahrungen mit dem Siemens EQ 3 sammeln konnte.

Siemens EQ 3 Fazit

Der erste Eindruck vom Siemens EQ 3 ist sehr gut. Vor allem ist er was anderes, bei einem Markt von ansonsten sehr ähnlichen Kaffeevollautomaten, das ist natürlich auch gerade für mich und meine Tests wichtig. Ich kann noch nichts genaues zu den Einstellungen sagen aber war mit dem bezogenen Milchschaum sehr zufrieden.

Die Größten Vorteile des Siemens EQ 3 sind

  • Er lässt sich gut reinigne.
  • Er ist schön klein.
  • Er lässt sich sehr gut stellen.
  • Die neue Brühgruppe ist verbaut und sie lässt sich ausbauen.
  • Sehr guter Milchschaum.

Die Nachteile des Siemens EQ 3 sind

  • Er ist nicht für mehr als 3 Personen geeignet.
  • Er hat einen kleinen Wassertank.
  • Noch könnt ihr ihn nicht kaufen.

Zu dem Siemens EQ 3 werdet ihr auf Coffeeness auch bald noch mehr Informationen und natürlich auch Videos bekommen. Beim ersten „Antesten“ hatte ich, mit dem Siemens Team auf der IFA, auf jeden Fall schon recht viel Spaß und werde bald einen ausgiebigen Test nachschieben.

Siemens EQ 3 Test auf der IFA

63 Kommentare

    Hi Arne

    welche nicht „origonalen“ Entkalkungstabletten emphielst du?

    Lt manual ja weder Zitronen- noch Essigsäurehaltig

    Gruß

    schwimma

    Antworten

    Hab mir nach etlichen Tests – vor allem hier – die EQ3 als S300 gegönnt und es ist für meine Ansprüche die perfekte Maschine.
    Das praktische Milchsystem mit dem geringen Reinigungsaufwand ist allerdings in der Tat auch die größte Schwachstelle. Die Schaumqualität schwankt sehr stark. Man kann es korrigieren, wenn man während des Schäumens den Milchaufschäumer etwas dreht und festhält. Achtung: HEISS!
    Ich vermute, dass durch das häufig montieren/demontieren die Gummidichtung immer wieder mal falsch sitzt. Nach und nach wird das bestimmt auch ausleiern. Ich werde daher lieber schon mal Ersatz besorgen und einlagern.

    PS: Tolle Seite! Danke!

    Antworten

    jou das mit demMilchschaum kann ich bestätigen

    teilweise andere Ergebnisse bei 2 Tassen hintereinander

    nach Reinigung in der Spülmaschiene ( nur Lanze) am besten

    Antworten

    Lt BSH sollte man nur H Milch bis 1,5% nehmen- steht nicht in meiner Anleitung wie behauptet

    Antworten

    Hi Arne. Vielen Dank für die tolle Rezension. Haben den EQ3 gekauft und sind sehr zufrieden. Wir haben nur eine fehlende Funktion gefunden. Vielleicht hat hier jemand eine Idee. Ich trinke gerne Espresso und meine Frau Latte Macchiato. Was mache ich wenn mal einen Kaffee Crema trinken möchte? Mit Espressobohnen schmeckt der nicht so gut. Wie kriege ich einen schnellen Wechsel der Bohnen hin ?

    LG Marcel

    Antworten

    Hallo Arne,

    momentan gibt es die SIEMENS TI305506DE EQ.3 s500 im Angebot für 399,-€. Also fast die Hälfte günstiger als normalerweise.

    Die De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B gibt es aktuell für ca. 260,-€.

    Die De’Longhi ist ja bei Amazon sehr gut bewertet und auch bei deinem Test sehr gut bewertet worden. Die SIEMENS war bei deinem Test eigentlich auch gut weggekommen.

    Würdest du mir eher die De’Longhi oder die SIEMENS empfehlen? Eigentlich ist die SIEMENS ja in einer ganz anderen Preisregion und wäre für mich gar nicht in Frage gekommen. Bei dem Preisunterschied finde ich es nicht mehr so tragisch und interessant. Wie würdest du dich entscheiden, wenn der Preis genauso hoch wäre?

    Wäre super, wenn du mir noch morgen eine kurze Antwort geben könntest. Das Angebot gilt nur noch morgen. 🙂

    Vielen herzlichen Dank!

    Gruß,

    Dennis

    Antworten

    Hi Arne,

    Momentan gibt es die EQ 3 S500 für 400 Euro. Die De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B kostet momentan 270 Euro.

    Welche Maschine würdest du bei dem Preisunterschied empfehlen? Bzw. welche Maschine würdest du nehmen, wenn sie preislich identisch wären?

    Vielen Dank!

    Gruß,

    Dennis

    Antworten

    Hallo, ich habe im Febr.2018 den Siemens EQ.3 S300 gekauft. Grund für den Kauf:
    positives Fazit von coffeeness u. lt Siemens 15000 Bezüge in 2 Jahren.
    *
    Folgende Mängel sind bis Aug. 2018 aufgetreten:
    – Kaffeesatz im caffe crema
    – Espresso hat kaum crema und ist nicht heiß genug (hoher Malgrad und beste
    Kaffebohnen der Rösterei ‚Martermühle‘)
    – Fehler „Gerät neu starten“ kam teilweise täglich mehrmals
    *
    Siemens hat vor kurzen die Brüheinheit auf Garantie getauscht. Die ersten beiden Mängel sind immer noch vorhanden. Wir versuchen, das Gerät privat zu verkaufen.
    Freundliche Grüße
    Klaus Fickenscher

    Antworten

    Hallo zusammen,

    da unsere Gaggia Brera so langsam nach ca. 15000 Bezügench denn Geist aufgibt sehe ich mich nach Alternativen um. Leider stehe ich meistens schon um 4 Uhr auf und brauche einen Automaten der den Nachbarn nicht aus dem Bett schmeißt. Auf den EQ3-Videos hört man beim Brühvorgang ein Klopfen welches mir schon ziemlich laut vorkommt. Könnte hier jemand seine subjektiven Erfahrungen beschreiben? Als Konkurrent zur EQ3 sehe ich die DeLonghi 23.420.
    Besten Dank schon mal vorab!

    Antworten

    Hallo,

    ich bin mit dem EQ3 sehr zufrieden, sehe aber überhaupt keinen Unterschied zwischen den hergestellten Cappuccino und beim Latte Macchiato … wer hat eine Idee?

    Grüße
    Peter Mustermann

    Antworten
    Arne

    Hallo Peter, ich glaube er ist nicht wirklich da 😉

    Antworten

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