Großer Milchaufschäumer Test

Letztes Update: 30.03.2017: Insgesamt schneiden die meisten Geräte gut ab. Es gibt natürlich unterschiedliche Arten von Mlichaufschäumern, deswegen ist es wichtig zu differenzieren. Ich habe in 4 Kategorien unterschieden.

  • Elektrische (automatische) Milchaufschäumer, die mit Induktion arbeiten.
  • Milchaufschäumer als Zauberstab, also Batteriebetrieben.
  • Manuelle Milchaufschäumer, hier ist weiter Handarbeit gefragt.
  • Milchschaum mit Kaffeevollautomaten – hierbei gibt es wiederum drei Arten, darauf gehe ich später in diesem Artikel noch ein.

Zunächst möchte ich die Testsieger der jeweiligen Kategorie präsentieren

https://www.youtube.com/watch?v=ocNYGGTMsGA&t

https://www.youtube.com/watch?v=xAXUu8vykwQ

Inhaltsverzeichnis

Testsieger: Automatische Milchaufschäumer

Severin Milchaufschäumer SM 3582 ist das aktuellste Modell des Herstellers aus dem Sommer 2016. Modelle wie der SM 9684  oder SM 9685  haben schon einige Jahre auf dem Markt hinter sich. Zu den älteren Modellen finden sich auf Amazon deutlich mehr Bewertungen, das bedeutet aber nicht, dass die Besser sind.

Hier gibt es meinen ausführlichen Test: Severin Milchaufschäumer Test.

Severin Milchaufschäumer im Test

Ich würde immer zum aktuellsten Modell greifen. Der Severin Milchaufschäumer funktioniert schnell und schaltet sich von alleine ab. Es können nur Milchmengen bis 250 ml zur Zeit geschäumt werden. Die Schaumqualität ist gut. Das erklärt auch, warum Severin seit Jahren Marktführer ist. Mehr zu elektrischen Milchaufschäumern erfahrt ihr später in diesem Artikel. Hier könnt ihr den Severin Milchaufschäumer SM 3582 auf www.amazon.de anschauen.

Testsieger: Milchschaum mit Zauberstab

Hier hat mir der ScanPart Milchaufschäumer am besten gefallen. Auch weil er einfach günstig ist. Ganz ehrlich, diese Schäumer sind nichts fürs Leben. Sie können alle, egal in welcher Preisklasse, verbiegen. Ich finde ein günstiger Zauberstab für Milchschaum ist die richtige Wahl. Hier findet ihr den ScanPart Milchaufschäumer auf www.amazon.de.

Stab Testsieger

Für alle, die auch gerne mehr Geld ausgeben wollen, sollten sich gleich einen automatischen Milchaufschäumer gönnen. Die nehmen zwar mehr Platz weg, haben aber eine höhere Lebensdauer und sind deutlich komfortabler.

Hier gibt es meinen ausführlichen Test: ScanPart Milchaufschäumer Test.

Vergleiche und Test zu allen Patenten von Milchaufschäumern findet ihr hier noch später in dem Artikel.

Testsieger: Manuelle Milchaufschäumer

Hier ist noch ein wenig Handarbeit gefragt.

Milchaufschäumer Quallitaet Barista

Die Bodum Milchaufschäumer sind in gewohnt guter Qualität. Genau wie die Bodum Kaffeebereiter. Dieses Patent wird geliebt und gehasst. Wie ihr die besten Ergebnisse erzielt, erfahrt ihr später in diesem Artikel. Die Bodum Milchaufschäumer sind günstig auf www.amazon.de zu erstehen und erfreuen sich hoher Beliebtheit.

Hier gibt es meinen ausführlichen Test: Bodum Milchaufschäumer Test.

Testsieger: Milchaufschäumer im Kaffeevollautomat

Bei Kaffeevollautomaten muss man manuell, mit Cappuccinatore oder mit automatischen Milchaufschäumern arbeiten.

Miele CM 6350 Barista Arne

Dazu erfahrt ihr alles in einem Hauptartikel über Kaffeevollautomaten. Den Miele CM 6350 habe ich hier ausgewählt, weil bei ihm die Produktion des Schaums besonders gut und besonders schnell klappt. Es handelt sich um ein schönes Gerät, dass aber recht hochpreisig ist. Den Testbericht zum Miele CM 6350 finde ihr hier. Ihr findet aber auf Coffeeness auch Vollautomaten Tests in allen Preisklassen.

Für wen ist welcher Milchaufschäumer die richtige Wahl?

Die meisten, die nach einem Milchaufschäumer suchen, suchen ein automatisches Modell, das schnell, einfach und ohne dabei stehen zu müssen, funktioniert. Also der “klassische” elektrische Schäumer mit Induktion. Hier wird die Milch auch schon automatisch auf die gewünschte Temperatur gebracht.

Diese gibt es mittlerweile von unzähligen Herstellern und verschiedenen Preisen. Meiner Erfahrung nach solltet ihr aber über 50€ ausgeben, um einen anständigen Milchaufschäumer zu bekommen, mehr geht natürlich immer. Für alle, die weniger ausgeben wollen, würde ich lieber einen Zauberstab empfehlen, das bedeutet aber natürlich wieder mehr Handarbeit. Übrigens wurden auch schon auf faz.net Milchaufschäumer getestet.

Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen sind wiederum viel größer und teurer. Ein Zwischending sind dann noch die manuellen Milchaufschäumer. Hier braucht ihr keine Batterien und keinen Strom. Deswegen finde ich diese auch echt gut. Im weiteren werden wir die Vorzüge, Nachteile und die Bedienung von allen System durchgehen und meine Testsieger genauer vorstellen.

Elektrische Milchaufschäumer: Was leisten die Schaumschläger?

Ich bin großer Milchschaum-Fan, wie ich dir in meinem Milchschaum-Ratgeber bereits ausführlich erklärt habe. Doch ist es meist gar nicht so leicht, die perfekte Konsistenz und Temperatur zu finden, um aus Milch fluffigen Schaum zu machen.

Um dir die Schaumschlägerei zu erleichtern, bieten bekannte (und weniger bekannte) Hersteller automatische Milchaufschäumer an, die dir die sonst notwendigen Schritte abnehmen. Alles, was du tun musst, ist Milch einfüllen und auf einen Knopf drücken. Wie diese Geräte funktionieren und worauf du achten solltest, erfährst du hier.

Severin Milchaufschaeumer Milch

Severin Milchaufschäumer Spülmaschine

Wie funktionieren automatische Milchaufschäumer?

Oder anders gefragt: Wie wird Milch eigentlich schaumig? Einfach erklärt durchmischt Luft die Eiweiß- und Fettmoleküle der Milch. Molekulare Verbindungen sind von Natur aus stur. Also brauchen sie ein wenig Nachhilfe. Und diese Nachhilfe bietet Wärme.

Wenn du es ganz genau wissen willst, kannst du dir eine Dissertation zum Thema Milchschaum online durchlesen (Sachen gibt’s). Automatische Milchaufschäumer machen also nichts anderes, als Milch zu erhitzen und sie gleichzeitig mit einem Rührstab in Bewegung zu bringen.

Automatische Milchaufschäumer Test

Automatische Milchaufschäumer Milchschaum

Elektrisch oder Induktion: Wo liegt der Unterschied?

Unter dem Begriff elektrische Milchaufschäumer werden alle Techniken zusammengefasst, für die du entweder eine Steckdose oder Batterien benötigst. Das gilt auch für Behälter-Schäumer, bei denen zum Beispiel eine Heizplatte am Geräteboden erwärmt wird.

Die Induktionstechnik ist bei automatischen Milchaufschäumern die beste Wahl und funktioniert im Grunde wie beim Herd. Ein magnetisches Wechselfeld erzeugt Wärme, um die Milch im Behälter zu erhitzen.

Testsieger automatische Milchaufschäumer
Severin Milchaufschäumer

Einfach - automatisch.

Gleichzeitig dreht sich im Gerät eine Schäumspirale, welche die nötige Luft unter die Milch schlägt. Dass die besten automatischen Milchaufschäumer auf Induktion setzen, hat einen Grund: kaum eine andere Technik erzeugt so schnell und sparsam abgestimmte Wärme, wie du in diesem Artikel zur Induktion nachlesen kannst.

Was müssen gute automatische Milchaufschäumer mitbringen?

Auch wenn verschiedene Geräte grundsätzlich ähnlich funktionieren, solltest du dich beim Kauf von bestimmten Merkmalen leiten lassen. Folgende Faktoren spielen zumindest in meiner Erfahrung eine große Rolle:

  • Das Fassungsvermögen.
  • Die Reinigung.
  • Die Milchschaumstruktur.
  • Die Temperatureinstellungen.
  • Die Handhabung.
  • Der Preis.
  • Milchschaumstruktur.

Rollen wir das Feld von hinten auf und schauen uns zunächst an, was am Ende aus dem Milchaufschäumer kommen sollte. Denn Milchschaum ist eben nicht gleich Milchschaum. Er reicht von locker und fließfreudig für Latte Art bis zum kompakten Schaum.

Eines ist aber immer ein No-Go: ein Wolkengebilde, das mit seinen riesigen Poren und der festen Konsistenz eher an Badeschaum erinnert. Alle Geräte, die ich bisher getestet habe, können zumindest in diesem Punkt meine Erwartungen erfüllen.

Fassungsvermögen

In diesem Punkt weichen automatische Milchaufschäumer besonders gern voneinander ab. Vom winzigen Schlückchen aus 120 ml Fassungsvermögen bis zu komfortablen 260 ml, wie zum Beispiel beim Severin Milchaufschäumer SM 3582, ist alles möglich.

Bevor du jetzt zu Recht darauf hinweist, dass die Severin mit einem Fassungsvermögen von 500 ml wirbt: Es besteht ein Unterschied, ob du Milch einfach nur erhitzen oder aufschäumen möchtest. Du musst bei der Auswahl also auf beide Milliliter-Angaben achten.

Beim Erhitzen braucht die Milch kaum zusätzlichen Platz, während sich beim Aufschäumen das Volumen fast verdoppeln kann.

Darum gleich ein Sicherheitstipp: Fülle die Milch wirklich nur bis zum (hoffentlich vorhandenen) maximalen Füllstrich auf.
Wenn du keine Lust hast, für jede Tasse Kaffee eine neue Portion Milchschaum anzusetzen, dann ergeben Mini-Geräte meist wenig Sinn. Zumal es immer eine Zeit braucht, bis der Schäumer wieder einsatzbereit ist. Vom Putzen zwischendurch ganz abgesehen.

Die Temperatureinstellungen

Kommen wir zurück zum Thema Induktion vs. Elektrik und damit zur wichtigen Temperaturfrage. Reden wir etwa vom Klassiker heiße Milch mit Honig befinden wir uns in anderen Celsius-Regionen als beim Milchschaum.

Gute Geräte bieten dir die Möglichkeit, zwischen einer hohen Temperatur zum Erhitzen und einer moderaten Temperatur zum Schäumen zu wählen. Induktion ist wiederum im Vorteil, weil du innerhalb von Sekunden gradgenau zwischen zwei Wärmestufen wählen kannst. Das Magnetfeld braucht weder eine Vorwärmzeit, noch strahlt es nach dem Wechsel zusätzliche Hitze ab – eben weil es keine Wärme speichert.

Die oft beworbene Kaltschaum-Funktion ist eine angenehme Spielerei, um Eiweißshakes oder Iced Coffee ansprechend zu präsentieren. Auch Cocktails kriegen damit einen netten Dreh. Allerdings sind die Ergebnisse immer instabil – weil der Nachhilfelehrer Wärme fehlt.

Luft allein reicht eben nicht aus, um die Milchstruktur aufzulösen und neu zusammenzusetzen. Wenn du Kinder hast, kannst du damit aber ganz bestimmt punkten – zum Beispiel mit fluffigem Kakao.

Automatischer Milchaufschäumer

Milchaufschäumer Anzeige

Die Handhabung

Unter diesem Punkt verstehe ich mehrere Faktoren:

  • Das Gerät muss selbsterklärend sein,
  • braucht eindeutige Beschriftungen und Bedienelemente,
  • sollte leise und schnell schäumen,
  • robust und sicher auf der Arbeitsplatte stehen,
  • isolierte Griffe oder ähnliches besitzen
  • und beim Ausgießen nicht kleckern.

Mit anderen Worten: Ein guter automatischer Milchaufschäumer ist zuverlässig und kinderleicht. Hier lohnt es sich immer, meine Testberichte durchzulesen. Hersteller versprechen manchmal mehr, als sie halten.

Der Preis

Automatische Milchaufschäumer gibt es bereits ab etwa 25 Euro und sie können locker die 100 Euro-Marke knacken. Nach meiner Erfahrung solltest du mindestens 50 Euro investieren, um wirklich ein gutes Gerät zu erhalten.

Das lohnt sich natürlich nur, wenn du Milchschaum-Fan bist und außerdem auf Schäume zum Kochen usw. stehst. Hast du nur ab und zu Lust auf geschäumte Milch (oder vielleicht Barista-Ambitionen) sind andere Methoden sowieso die bessere Wahl.

Welche Hersteller gibt es?

Nespresso, Bosch, Philips … Praktisch jede Marke, die im Kaffeegeschäft vertreten ist, bringt automatische Milchaufschäumer auf den Markt. Als Klassenprimus hat sich Severin etabliert und ist in der Amazon-Bestsellerliste gleich mit mehreren Geräten vertreten:

  • Severin SM 9684
  • Severin SM 9685

Gerade das letztgenannte Gerät gehört zu meinen absoluten Favoriten und ich erkläre dir gern genau, warum das so ist: Severin Milchaufschäumer Test.

Arendo, eine eher unbekannte Marke, hat sich mit ihrer„milkcloud“-Serie viele Freunde gemacht. Diese Modelle sind etwas für anspruchsvolle Einsteiger, die nur wenig Milchschaum auf einmal machen wollen. Denn durchschnittlich 100 ml Aufschäumvermögen sind wahrlich nicht die Welt.

Für wen ist ein automatischer Milchaufschäumer gedacht?

Milchaufschäumer sind überaus praktisch, wenn du eine brauchbare Milchschaumhaube auf den Kaffee oder Espresso ohne Aufwand zaubern willst. Das klappt aber nur, wenn der elektrische Helfer folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • Er hat eine große Füllmenge (zum Schäumen UND Erwärmen).
  • Er benötigt wenig Zeit.
  • Er lässt sich leicht reinigen.

Ansonsten lohnt weder die Investition noch das Einschalten.

Wofür kann er genutzt werden?

Milchaufschäumer nur für Milch? Langweilig. Viel mehr Spaß macht er, wenn du ihn ab und zu „zweckentfremdest“:

  • Für Heiße Schokolade. Wer kann dazu schon Nein sagen?
  • Für Eiweißshakes. Dazu solltest du das Pulver aber vorher in Wasser anlösen.
  • Für Cocktail-Toppings. Mit Half & Half (halb Vollmilch, halb Sahne) aus dem Milchaufschäumer machst du White Russian-Fans glücklich.

Eischnee ist zwar ebenfalls möglich, allerdings übernehmen Hersteller dafür keine Haftung. Nur, falls deine Küchenmaschine mal den Geist aufgibt.

Die Bedienungsanleitung: Wie gehe ich am besten vor?

  1. Wenn du dein Gerät das erste Mal auspackst, solltest du alle Teile, die mit der Milch in Berührung kommen, abwaschen. Das spült Rückstände von der Oberfläche, die du ganz sicher nicht im Schaum haben willst.
  2. Danach müssen diese Teile gut abgetrocknet werden, sonst schäumt sich die Maschine einen Wolf. Ein Blick in die Bedienungsanleitung (wie von meiner empfohlen Severin) hilft natürlich am Anfang immer.
  3. Setze alle Teile nach Anleitung zusammen, wähle den passenden Einsatz (geriffelt zum Schäumen, glatt zum Erhitzen) und setze ihn ein. Erst dann kommt die Milch ins Spiel.
  4. Danach unbedingt den Deckel nicht vergessen und auf den Betriebsknopf drücken. Und dann heißt es abwarten und Kaffee machen. Sobald der automatische Milchaufschäumer fertig ist, nimmst du ihn am Griff (Achtung, der Rest ist meist heiß!) von der Basis.
  5. Hersteller empfehlen, den Schaum auf den Kaffee zu löffeln. Das empfehle ich auch, weil die meisten Milchaufschäumer eher unhandlich sind.
  6. Kleiner Trick: Schwenke die Milch vor dem Löffeln noch einmal vorsichtig im Schäumer durch und klopfe kurz damit auf eine ebene Oberfläche. Das schließt eventuelle Luftlöcher und macht den Schaum wunderbar kompakt und cremig.

Automatische Milchaufschäumer erfahrung

Welche Milch kann ich aufschäumen?

In meinem Artikel zum Thema Milchschaum findest du alle gängigen Milchvarianten und ihre Schäumeigenschaften. An dieser Stelle nur so viel: Bringt das Gerät genügend Power mit, kann ein automatischer Milchaufschäumer mit fast jeder Variante umgehen.

Am besten klappt es mit

  • Vollmilch bzw. H-Milch.
  • Fettarmer Milch.
  • Hafermilch.
  • Sojamilch.

Hersteller Severin empfiehlt für seine Maschinen:

„ fettarme (1,5 % Fettgehalt) H-Milch zu verwenden. Die Milch muss kühlschrankkalt sein.“

Das kann ich für alle Geräte unterschreiben. So hat der Schäumer genug Zeit, Luft in die Flüssigkeit zu schlagen, bevor die Milch überhitzt. Eigentlich sollte das nie passieren, da sich Milchaufschäumer abschalten, sobald die richtige Temperatur erreicht ist.

Für das Kaltschäumen, das bei vielen Geräten möglich ist, sollte die Milch etwas fetter sein. Eiweiß- und fettarme (pflanzliche) Drinks, wie aus Kokos oder Reis, sind jedoch immer widerspenstig, ob du nun heiß oder kalt schäumen willst.

Mit anderen Worten: fettfreier kalter Schaum sieht für wenige Sekunden annehmbar aus und fällt dann in sich zusammen. Okay, fettreicher kalter Schaum auch. Ein bisschen Temperatur ist eben nie verkehrt.

Wie viel Milch kann ich auf einmal zubereiten?

Hier spielen zwei Markierungen im Behälter eine Rolle: die Mindest- und die Maximalmenge (zum Schäumen). Diese sind natürlich je Milchaufschäumer unterschiedlich, allerdings solltest du immer (!) mindestens bis zur Minimalmarkierung auffüllen.

Ist nämlich zu wenig Flüssigkeit im Gerät, kann der Rühr- bzw. Schäumeinsatz seinen Job nicht machen. Die Milch erhitzt, backt am Boden fest, verbrennt, großes Chaos, alle traurig. Kippst du allerdings zu viel hinein, kannst du schon einmal den Lappen bereit legen.

Milchaufschäumer vom Discounter

Aldi und Lidl sind auch schon ins Milchschaum-Geschäft eingestiegen. Die Hausmarke Aldis heißt Quigg. Der Milchaufschäumer kann allerdings nur relativ traurige 150 ml Milch zubereiten.

Das Gerät von Lidl nennt sich “SILVERCREST® Milchaufschäumer SMA 550 A1” – nicht gerade ein zugänglicher Name. Der kann auch nur bis zu 125 ml Milch aufschäumen, nimmt sich aber ansonsten gegenüber dem Discounter-Kollegen nichts.

Der günstige Preis bringt dir also wenige Vorteile, auch wenn an den Produkten selbst nichts auszusetzen ist – zumindest bei einem Blick auf den Funktionsumfang.

Automatische Milchaufschäumer: Was sind meine Erfahrungen?

Nichts (!) geht über sorgfältig zubereiteten Milchschaum mit der Dampfdüse. Hier kannst du erstens variieren, zweitens wichtige Faktoren selbst beeinflussen, drittens einen auf Barista machen. Aber wer hat schon immer Zeit, Lust oder die Skills? Eben.

Für alle die einfach, einfachen Milchschaum brauchen, ohne selbst viel macht zu wollen, ist ein ist der automatische Milchaufschäumer die richtige Wahl.

Die Reinigung

Hygiene und Milchschaumbereitung sind Kernthemen in jeder Barista-Ausbildung, da Milch das keimbildungsfreudigste Element der gesamten Kaffeewelt ist.

Wenn sich ein automatischer Milchaufschäumer also nicht ohne Probleme in möglichst leicht zu reinigende Einzelteile zerlegen lässt, dann ist er Schrott. Traumhaft ist es natürlich, wenn diese Teile in die Spülmaschine wandern können.

Aber auch wenn das nicht geht, sollten die Hersteller alles dafür tun, dir die Reinigung zu erleichtern – zum Beispiel durch gute Antihaftbeschichtungen, wie du sie bei Arendo oder Philips findest.

Das lösen von angesetzter Milch

Milchschaum lecker, Kaffee auch, Beine hoch und relaxen? Lieber nicht. Je schneller du dich um die Milchreste kümmerst, desto weniger musst du später putzen. Gleich ein kleiner Dämpfer: selbst in Super-Antihaftbeschichtungen setzt sich gern einmal Milch fest.

Die Rühreinheit und den Behälter solltest du nach jeder Nutzung unbedingt von Milchrückständen befreien. Zwischen zwei Schäumdurchgängen reicht eine Warmwasserspülung.

Die richtige Reinigung erfolgt mit Spülmittel. Oder noch besser in der Spülmaschine, wenn das Gerät dies erlaubt. Ist dann immer noch eine unschöne Milchschicht vorhanden, lass in jedem Fall die Finger vom Stahlschwamm oder dem Messer.

Besser funktionieren klassische Hausmittel wie Backpulver, Essigessenz oder Salz. Die werden in Wasser aufgekocht, in den Schäumbehälter gefüllt und kühlen darin ab. Anschließend solltest du natürlich noch einmal gut nachwischen und -spülen!

Mein Fazit: Milchaufschäumer sind klasse für alle, die fluffige Milch lieben und sich wenig Gedanken um die Zubereitung machen wollen.

Batteriebetriebene Milchaufschäumer: Die Zauberstäbe unter der Lupe

Ich weiß, dass sich nicht jeder teure Geräte zulegt, um den besten Kaffeegenuss der Welt zu finden. In meiner Küche teste ich deshalb gern für dich Produkte, die mit wenig Aufwand (und noch weniger Geld) tolle Ergebnisse zaubern sollen.

Batteriebetriebene Milchaufschäumer, auch Zauberstab genannt, sollen Milchschaum einfach aufquirlen können. Doch was kannst du von einem Gerät erwarten, das wenig kostet, kompakt ist und mit Batterien läuft? Ich habe es für dich getestet.

Batterie Milchaufschäumer erfahrungen

Wie funktionieren batteriebetriebene Milchaufschäumer?

Im Grunde ist ein batteriebetriebener Milchaufschäumer ein elektrischer Quirl. An einem dünnen Stab aus Metall sitzt eine runde Spule, die auf Knopfdruck schnell und in engen Bahnen in der Milch kreist.

Mit Drehzahlen von bis zu 11.500 U/min schlägt der Quirl Luft in die Milch. Theoretisch funktioniert das mit kalter und heißer Milch. Allerdings stabilisiert Wärme die Schaumstruktur, für die du bei diesem Gerät selber sorgen musst.

Welche Hersteller bieten batteriebetriebene Milchaufschäumer an?

Die Amazon-Bestsellerliste für batteriebetriebene Milchaufschäumer bietet dir eine bunte Mischung an Geräten von alten Bekannten – wie Severin oder Clatronic – und Herstellern, von denen du wahrscheinlich noch nie gehört hast – wie Xavax oder Bestron.

ScanPart Milchaufschäumer

Die günstige Variante.

Eines der wichtigsten Argumente für die Milchaufschäumer ist ihr Preis. Er reicht von rund fünf bis etwa 30 Euro. Es gibt aber keinen Grund, mehr als 15 Euro für einen solchen Zauberstab auszugeben, wie das beliebteste Gerät bei Amazon beweist.

Der ScanPart Milchaufschäumer, den ich für dich getestet habe und für eines der besten Produkte aus dieser Kategorie halte, kostet nur rund acht Euro und macht genau, was er verspricht: passablen Milchschaum.

Meine Erfahrungen mit einem batteriebetriebenen Milchaufschäumer

Ob du dir nun einen ScanPart oder ein anderes Gerät kaufst, ist eigentlich egal, wenn es dir nur darum geht, ab und zu ein Tässchen Milchschaum zuzubereiten. Knallerergebnisse wie mit der Dampfdüse kannst du sowieso nicht erwarten.

Allerdings gibt es durchaus Tricks, die den Schaum verbessern und das Beste aus dem Stab herausholen. Die Geräte halten aber meist nicht lange, was man bei dem Preis verkraften kann. Aber ständig neue Milchaufschäumer kaufen ist auch wieder Quatsch.

Was ich damit sagen will: Wenn der tägliche Latte Macchiato zur deiner morgendlichen Grundausstattung gehört, solltest du dich auf jeden Fall nach anderen Geräten, wie einem automatischen Milchaufschäumer umgucken.

Scanpart Milchaufschäumer

Welche Milch kann ich aufschäumen?

ScanPart spricht folgende Empfehlung aus:

„Für das beste Ergebnis nehmen Sie bitte 1,5%ige Milch“

Das ist zwar nicht falsch, aber nur die halbe Wahrheit. Guter Milchschaum entsteht, wenn Wärme Fett- und Eiweißmoleküle so umbaut, dass sich Luftbläschen in der Milch halten. Je mehr Fett und Eiweiß vorhanden sind, desto stabiler wird der Schaum. Und besser schmeckt er auch.

Da die Wärme der Knackpunkt ist, kannst du eigentlich jede Milch mit einem batteriebetriebenen Milchaufschäumer traktieren, selbst pflanzliche Alternativen. Sojamilch zum Beispiel schäumt wie verrückt, Hafer ebenso.

Nur ein paar Milchsorten und Ersatzdrinks wollen mit diesem Gerät auf Teufel komm’ raus flüssig bleiben. Dazu gehören:

  • Kokos- und Reismilch, die kaum Fett mitbringen.
  • Mandel- oder Cashewmilch – haben zwar viel Fett, aber wenig Eiweiß.
  • Hirsemilch – schon der Eigengeschmack schreckt ab.
  • H-Milch mit weniger als 1 Prozent Fett – hier fehlt dem Milchaufschäumer meist die Power.

Welche Temperatur sollte die Milch haben?

Kalter Milchschaum ist sinnlos. Punkt. Natürlich kannst du batteriebetriebene Milchaufschäumer mit kalter Milch nutzen und dir einen Wolf schäumen. Doch nach kurzer Zeit wird das fluffige Gebilde in sich zusammensinken. Und fiese Poren hat es außerdem.

In warmer Milch mit einer Temperatur von rund 70 Grad sieht die Sache schon ganz anders aus. Ob du die Milch im Topf oder der Mikrowelle erwärmst, ist egal. Pass aber auf, dass sie nicht zu heiß wird, sonst kannst du den Milchschaum ebenso vergessen.

Wie viel Milch kann ich auf einmal schäumen?

Es kommt darauf an, welches Gefäß du zum Schäumen benutzt. Barista verwenden Milchkännchen aus Edelstahl, weil sie erstens die Wärme gut halten und zweitens einen idealen Durchmesser haben.

So bleibt der Wirbel, der beim Schäumen entsteht, begrenzt und die Milch kann sich nach unten verfestigen.

Oder anders erklärt: Versuch mal, mit einem kleinen Quirl einen Pool aufzuschäumen. Das funktioniert nicht, weil sich die Flüssigkeit immer wieder vom Acker machen kann und die Luftbläschen einfach keinen Halt finden.
Wenn du eine kleine Portion Milchschaum in einer kleinen Tasse zubereitest, funktioniert dies ganz gut. Am besten ist, wenn du die Tasse erwärmst und eine hohe Version statt der Milchkaffee-Schale benutzt. Denn Milchschaum braucht ein wenig Platz im Gefäß, um sich (nach oben!) auszudehnen.

Willst du mehr Schaum, solltest du den Zwischenschritt über das Kännchen gehen oder die Milch in einem kleinen, hochrandigen Topf erwärmen und schäumen.

Einen Cappuccino oder Latte kannst du damit auf jeden Fall zubereiten, ab zwei Portionen wird es schwierig – schon allein, weil es länger dauert als mit der Düse oder dem automatischen Schäumer.

Wie benutze ich batteriebetriebene Milchaufschäumer?

Gerät ausgepackt, Batterien rein und ab in die Milch? Ganz so einfach, wie das Gerät aussieht, ist es leider nicht. Zumindest, wenn dein Milchschaum am Ende den Namen verdient haben soll.

Am besten hältst du dich an folgende Schritte:

  1. Spüle das Gerät mit heißem Wasser ab. Vorsicht: Nur der Quirl sollte mit Wasser in Berührung kommen, der Korpus ist meist nicht wasserfest.
  2. Trockne das Gerät gut ab, denn Wasser ist der Feind jedes Milchschaums.
  3. Mach ein paar Trockendurchläufe, damit du ein Gefühl für den Druckpunkt des Einschalt-Knopfes und das Handgefühl des Milchaufschäumers bekommst. Hier unterscheiden sich die einzelnen Geräte erheblich.
  4. Erhitze die Milch, bis weißer, leichter Dampf aufsteigt. Im Zweifel hilft dir ein Milchthermometer dabei, die richtige Temperatur abzupassen.
  5. Setze den Milchaufschäumer so auf die Oberfläche, dass die Spule geradeso unter der Oberfläche liegt und schalte den Milchaufschäumer ein.
  6. Ziehe die Spule ein bisschen nach oben, damit das Gerät die Oberfläche anreißen kann.
  7. Anschließend heißt es warten und dabei immer dafür sorgen, dass die Spule kurz unter der Oberfläche liegt. Es bringt also nichts, mit dem Zauberstab im Topf oder der Tasse herum zu rühren.
  8. Ob dein Milchschaum brauchbar ist, merkst du am Geräusch und am Wirbel. Wird der träger und das Geräusch dumpfer, bist du auf einem guten Weg.
  9. Spüle den Quirl sofort ab, sonst verwandeln sich die Milchreste in einen angetrockneten Keim-Alptraum.

Im Grunde unterscheidet sich die Milchzubereitung mit dem Zauberstab kaum vom Schäumen mit der Dampfdüse.

Noch ein Wort zur Spritzgefahr: Die ist natürlich hoch, wenn du an der Milchoberfläche hantierst. Darum ist das Einschalten mit eingetauchter Spule auch so wichtig. Ein Geschirrtuch über dem Gefäß verhindert, dass du am Ende wischen darfst.

Batterie Milchaufschäumer Test

Batterie Milchaufschäumer Milchschaum

Milchaufschäumer Cappuccino

Welche Batterien brauche ich?

Die meisten batteriebetriebenen Milchaufschäumer benötigen zwei AA-Batterien, die du wechseln kannst. Das ist auch nötig, denn der Aufschäumer wird schon nach wenigen Anwendungen langsamer.

Bei guten Geräten ist es kein Problem, das Batteriefach zu öffnen. Von Aufschäumern, die dafür ein Ingenieurstudium verlangen, solltest du sowieso die Finger lassen. Das lohnt weder das Geld noch den Aufwand.

Mit Batterien ist es indes wie mit allen Geräten: Wer billig kauft, kauft zweimal. Sobald dein Milchaufschäumer häufiger zum Einsatz kommt, solltest du schon im Interesse deines Geldbeutels (und der Umwelt) auf Akkus setzen.

Hochwertige Versionen haben mehr Leistung und eine höhere Lebensdauer. Akkus für Bohrmaschinen unterscheiden sich kaum von jenen für Milchaufschäumer, weshalb du in diesem Artikel zum Grundwissen über Akkus mehr erfahren kannst.

Wie robust sind batteriebetriebene Milchaufschäumer?

Ein dünnes Metallstäbchen, das von einem Motor im Kreis gedreht wird – stabil klingt anders. Machen wir uns nichts vor, die meisten batteriebetriebenen Milchaufschäumer sind dafür bekannt, ziemlich schnell den Geist aufzugeben.

Oft liegt es daran, dass Wasser bei der Reinigung mit dem Korpus in Kontakt kommt, der nicht wasserfest ist. Oder der Stab löst sich aus der Ankerung. Oder der Quirl schlägt einmal zu oft gegen die Kännchenwand. Oder, oder, oder.

Eines ist klar: Batteriebetriebene Milchaufschäumer sind von Natur aus darauf programmiert, kaputt zu gehen. Zwar sind die guten Produkte wesentlich robuster, aber auch sie passen irgendwann.

Wie reinige ich batteriebetriebene Milchaufschäumer?

Über das Thema Hygiene und Milch könnte ich lang und breit philosophieren, denn verkeimte Reste sind so ziemlich das letzte, was du in deinem Kaffee willst.

Das stellt sich bei einem Batterie-Schäumer oft als Herausforderung dar, weil du den Stab bei den meisten günstigen Geräten nicht abnehmen kannst. Die Spule selbst braucht ebenfalls ein bisschen Muskelschmalz, damit du Milchreste aus den Windungen kriegst.

Fast genauso wichtig ist, dass du die gewaschenen Teile penibel abtrocknest, denn Wasserreste torpedieren jeden Schäumversuch und sind ebenso keimbelastet wie ihre Milchkollegen.

Mein Fazit: Für wen ist ein Stab-Schäumer empfehlenswert?

Zu Zauberstäben habe ich ein gespaltenes Verhältnis – schon allein, weil ich Milchschaum so liebe. Die Ergebnisse sind durchaus okay, wenn man weiß, wie es geht. Allerdings finde ich sie viel aufwendiger, als einfach meine Dampfdüse anzustellen.

Doch damit wären wir wieder bei meiner Grundaussage: Nicht jeder hat ein Barista-Arsenal zuhause und will sich auch keines anschaffen. Und für den seltenen Milchschaumgenuss reichen batteriebetriebene Milchaufschäumer allemal aus.

Manuelle Milchaufschäumer: Lecker Schaum mit Muskelkraft?

Mein Motto lautet: Wer besten Kaffeegenuss will, muss selbst Hand anlegen. Das ist vielleicht ein Grund dafür, warum ich Kaffee aus der French Press so klasse finde, wie ich in meinem Artikel zu dieser Methode bereits ausführlich erklärt habe.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis ich mich der manuellen Seite der Milchschaumbereitung widme – und damit den Milchaufschäumern, die nicht auf Strom, sondern auf Muskelkraft setzen.

Was du über die Geräte wissen musst, und ob du dir schon einmal ein Abo fürs Fitnessstudio zulegen solltest, erfährst du hier.

Milchaufschäumer Quallitaet Barista

Wie funktionieren manuelle Milchaufschäumer?

Ein bisschen hinkt der Vergleich, aber ein manueller Milchaufschäumer ist eine Mischung aus French Press und Luftpumpe. Optisch jedenfalls sind die Geräte von der handelsüblichen French Press-Kanne kaum zu unterscheiden.

Der Kaffeebereiter arbeitet mit einem Sieb, das du nach einer gewissen Ziehzeit langsam nach unten drückst in diesem Video zeige ich dir, wie es geht.

https://www.youtube.com/watch?v=9606TDVFneA&feature

Der Milchaufschäumer ist genauso aufgebaut, nur dass du das Sieb wie bei einer Luftpumpe auf und ab bewegst.

Durch dieses Pumpen schlägst du Luft unter die Milch, das Sieb durchwirbelt alles und am Ende soll cremiger Schaum entstehen, der weitaus feinporiger ist als jener, den du etwa mit einem batteriebetriebenen Milchaufschäumer zauberst.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der manuelle Milchaufschäumer braucht weder Steckdose noch Batterien und du kannst selbst viel dafür tun, dass das Ergebnis perfekt wird. So viel vorweg, einen Tennisarm holst du dir nicht, wenn du auf ein paar wichtige Details achtest.

Welche Hersteller bieten manuelle Milchaufschäumer?

Eine Faustregel kannst du dir merken: Sobald ein Unternehmen in Sachen French Press unterwegs ist, ist der manuelle Milchaufschäumer aus dem gleichen Hause nicht weit. Darum findest du bei Amazon gute alte Bekannte wie Bodum, Bialetti und Cilio.

Die Bestsellerliste wird von einem Bialetti-Gerät angeführt, der Tutto Crema. Und ich finde, das ist auch richtig so. Denn dieser manuelle Milchaufschäumer erfüllt gleich mehrere Voraussetzungen:

  • Er bringt ein Doppelsieb mit, was das Aufschlagen erheblich erleichtert und den Schaum stabiler macht.
  • Der Korpus besteht aus antihaftbeschichtetem Aluminium. Du kannst die Milch direkt darin auf dem Herd erwärmen und danach aufschäumen.
  • Er ist in zwei Größen für unterschiedliche Schäumbedürfnisse erhältlich.
  • Der Sieb-Knauf ist ziemlich groß und handlich.
  • Der Preis ist mit rund 20 Euro für ein so stabiles Produkt vollkommen okay.

Die Italiener machen es dir leicht und bieten dir einen manuellen Milchaufschäumer, der alles dafür tut, dass die Schaumschlägerei möglichst schnell vorüber ist.

Was macht gute manuelle Milchaufschäumer aus?

Die Frage ist berechtigt: Wenn sich French Press und Handaufschäumer doch so ähnlich sind, kann ich nicht einfach meine Bodum-Kanne zum Milchaufschäumen nutzen? Kurze Antwort: Kannste machen, ist aber Blödsinn.

Testsieger manuelle Milchaufschäumer
Bodum Milchaufschäumer

Einfach mit der Hand.

Die Verschiedenheiten siehst du kaum, aber vor allem die Siebe unterscheiden sich bei beiden Versionen. Die French Press ist eben für das Herunterdrücken und Aussieben des Kaffeemehls gemacht, der Milchaufschäumer für das Aufschlagen.

Darum solltest du beim Kauf der manuellen Milchaufschäumer besonders auf die Siebe achten:

  • Zwei Siebe mit etwas Abstand zueinander sind besser als eines – dann geht’s schneller
  • Das Sieb ähnelt grundsätzlich einem Wagenrad, wobei mehrere Speichen besser sind als wenige.
  • Diese Speichen sind sozusagen die „Peitsche“ für die Milch.
  • Feinmaschige Netze sorgen dafür, dass die Luft gleichmäßig in der Milch verteilt und der Schaum am Ende cremiger wird.

Ansonsten gelten die gleichen Qualitätskriterien wie für eine French Press:

  • Stabiles Gehäuse aus temperaturbeständigem Material
  • Hitzeunempfindliche Griffe
  • Ein stabiler und waagerechter Boden
  • Ein gut sitzender Deckel mit tiefem Rand gegen Überschwappen
  • Ein komfortabler Knauf (Was hier natürlich noch wichtiger ist)
  • Ein anständiger Ausguss
  • Vollständige Zerlegbarkeit ohne Aufwand

Während ich Glas bei einer French Press (schon aus Kontrollgründen) für das bessere Material halte, ist ich beim Milchaufschäumer Metall auch eine gute Wahl. Das hält die nötige Wärme, die du für guten Milchschaum brauchst, einfach besser. Allerdings sieht du das Ergebnis nicht. Was wiederum ein Nachteil gegenüber Glas ist.

Außerdem kannst du so ein Metallkännchen fast manchmal direkt auf den Herd stellen, bei einer Cilio sogar auf ein Induktions-Modell. Bei der Tutto Crema von Bialetti klappt das leider nicht.

Die Glasmodelle dürfen – wenn sie aus stabilem Laborglas sind –in die Mikrowelle wandern, hier hast du allerdings weniger Einfluss auf die optimale Milchtemperatur. Andererseits sind sie meist günstiger als ihre Metallkollegen, die Unterschiede sind jedoch überschaubar.

Zwar setzen viele jedes beliebige Glasmodell ebenso häufig auf den Herd, doch kann ich dies nicht guten Gewissens empfehlen, weil es eben doch irgendwann springen kann. Nur, wenn der Hersteller ausdrücklich darauf hinweist, würde ich dies machen.

Meine Erfahrungen mit manuellen Milchaufschäumern

Die meisten haben sicherlich Bedenken, dass man mit einem solchen Milchschaumpumper eine Menge falsch machen kann – ähnlich wie bei anderen manuellen Zubereitungsmethoden für Kaffee. Beim Testen ist mir die Produktion von gutem Milchschaum aber sehr leicht gefallen. Ich glaube das bekommt jeder hin, der seine Arme heben kann.

Wie viel Kraft und Zeit kostet mich das Pumpen?

Wie ich bereits erwähnte, ist der Kraftaufwand nicht allzu hoch. Im Gegenteil solltest du lieber vorsichtig zu Werke gehen, sonst kann auch der beste Deckel die Milch nicht halten – und die schäumt nun einmal am besten, wenn sie heiß ist.

Bei den nötigen Pumpstößen haben die Hersteller jeweils ganz eigene Vorstellungen. Für die Bialetti sollen 15 Pumpstöße ausreichen, bei Bodum werden laut Kundenaussagen etwa 25 fällig.

Ich empfehle bei allen Varianten Pumpen nach Augenmaß. Das richtet sich natürlich auch nach der Milchmenge, die du gleichzeitig aufschäumen willst.

Welche Milchsorten kann ich schäumen?

In meinem Artikel zum Thema Milchschaum habe ich bereits übersichtlich erklärt, dass du wirklich jede Milch aufschäumen kannst. Je mehr Fett und Eiweiß sie enthält, desto stabiler und cremiger wird der Milchschaum.

Es ist also völlig egal, ob du lieber H-Milch oder Sojamilch, Hafer oder fettarme Milch verwendest. Hauptsache ist, du sorgst dafür, dass die Milch vor dem Schäumen auf rund 60 Grad erwärmt wird. Die Temperatur erkennst du am dünnen, weißen Dampf.

Bei Bodum sieht die Sache teilweise etwas anders aus. So empfehlen sie für den Mini-Schäumer Chambord:

„Für beste Ergebnisse verwenden Sie eiskalte fettfreie oder fettarme Milch und stellen anschließend den Glasbehälter mit der aufgeschäumten Milch kurz in die Mikrowelle.“

Mit dieser Empfehlung habe ich mehrere Probleme: Erstens macht fettfreie Milch zwar Milchschaum, der ist allerdings nicht besonders cremig. Zweitens schäumst du dir bei eiskalter Milch einen Wolf.

Und drittens hat nachträgliche Hitze auf Milchschaum in etwa den gleichen Effekt wie ein Bunsenbrenner auf Eischnee: Die Sache wird ziemlich fest und steif. Also: Vorher erhitzen ist immer die bessere Idee.

Wie viel Milch kann ich auf einmal schäumen?

Die unterschiedlichen manuellen Milchaufschäumer erhältst du in unterschiedlichen Größen. Der eben erwähnte Chambord in der Mini-Version reicht gerade einmal für 80 ml Milch, während du im großen Chambord 250 ml verarbeiten kannst.

Von Cilio und Bodum gibt es große Schäumer mit einem Fassungsvermögen von rund 800 ml. Bei Bialetti rechnet man in Cappuccino-Tassen, was übersetzt auf ein Fassungsvermögen von 500 ml (3 Tassen) oder 1000 ml (6 Tassen) hinausläuft.

Für welche Größe du dich entscheidest, ist nicht unwichtig. Denn ein Milchaufschäumer kann nur funktionieren, wenn du ihn wenigstens zu ¼ füllst. Willst du nur fix eine Tasse Cappuccino zubereiten, geht in einem großen Schäumer eine Menge Milch sinnlos drauf.

Andererseits ist die Füllangabe nur ein Maximalwert, den du am besten stets unterschreitest. Denn bei all dem Gepumpe wird die Milch ordentlich in Wallung gebracht und schwappt gern einmal über. Auch hat Milchschaum ein größeres Volumen.

So bedienst du manuelle Milchaufschäumer

Kommen wir zur beliebten Rubrik „Was nicht in der Betriebsanleitung steht“ und damit zu den Tricks und Tipps, die ich dir zum Umgang mit einem manuellen Milchaufschäumer geben kann.

  1. Bevor du loslegst, reinigst du erst einmal alle Teile gründlich. Schraube die Siebe (wenn möglich) auseinander, reinige den Behälter und trockne die Stücke dann gut ab. Vergiss nicht: Wasser ist der Feind des Milchschaums.
  2. Erst einmal einstimmen: Vor dem ersten richtigen Durchlauf machst du ein paar „Trocken“-Übungen. Dabei checkst du (mit Wasser im Behälter), in welcher Position (und auf welcher Unterlage) der Schäumer am sichersten steht (Bodum ist hier übrigens so nett und liefert gleich einen Korkuntersetzer mit).
  3. Jetzt noch einmal alles trockenlegen und dann kannst du starten.
  4. Fülle die Milch wenigstens bis zur unteren Markierung, maximal bis zum Oberstrich auf. Jetzt geht es ab auf den Herd oder in die Mikrowelle – der Deckel bleibt ab! Sobald 60 Grad erreicht sind, nimmst du den Deckel, setzt ihn möglichst gerade von oben auf und senkst das Sieb langsam in die Milch.
  5. Jetzt musst du deine perfekte Pump-Position einnehmen (dafür auch die Trockenübung) und den Deckel gut festhalten.
  6. Führe die Siebe ohne Kraftanstrengung in gleichmäßigen Bewegungen durch die Milch. Das Tempo darf ruhig ein wenig schneller werden, solange du im Blick hast, dass das Sieb niemals ganz aus der Milchoberfläche auftaucht. Sonst drückst du deine bisherigen Anstrengungen beim nächsten Eintauchen platt.
  7. Das treibst du so lange, bis sich ein offensichtlich cremiger Schaum mit mehr Volumen als vorher gebildet hat.
  8. Mehr Pumpen macht festeren Schaum? Teilweise. Wenn sich einmal eine gute Struktur gebildet hat, solltest du möglichst bald mit dem Pumpen aufhören. Um die Struktur zu festigen, lässt du den Schaum im Behälter kurz stehen.
  9. Vorsicht beim Abnehmen des Deckels – hier spritzt es manchmal gern, weil sich durch das Pumpen leichter Überdruck bildet.
  10. Bevor du den Schaum umfüllst, solltest du das Kännchen noch einmal schwenken und auf einer festen Oberfläche abklopfen. So schließt du die Poren, der Milchschaum glänzt und von Luftbläschen keine Spur.

Schon an dieser langen Gebrauchsanweisung siehst du, dass es eine Weile dauert, bis du den Dreh raus hast. Wenn du eher der visuelle Typ bist, bald wird es auch noch ein Video Test zu der Bialetti Tutto Crema geben. Hier ein paar Fotos von meinem Test des Bodum Milchaufschäumers:

Bodum Milchaufschäumen

Manueller Milchaufschäumer Test

Manuelle Milchaufschäumer im Test

Wie funktioniert die Reinigung?

Bei der Hygiene gehören manuelle Milchaufschäumer für mich zu den Favoriten. Auseinandernehmen, in die Spülmaschine, zack fertig.

Weil es keine stromführenden Komponenten gibt, brauchst du dir darüber auch keine Gedanken machen, wenn du das Teil vorher unbedingt unter fließendem Wasser abspülst.

Wer die Siebe, die durch ein Schraubgewinde am Platz gehalten werden, abschraubt, vergisst bei mehrteiligen Versionen schnell, in welcher Reihenfolge sie aufgesetzt werden. Diese Reihenfolge gibt es nicht ohne Grund. Ein Vorher-Foto spart dir eine Menge Zeit.

Mein Fazit: Für wen ist so ein Manueller empfehlenswert?

In Sachen Stabilität und damit Langlebigkeit sind gute manuelle Milchaufschäumer anderen Versionen, wie etwa den batteriebetriebenen ziemlich überlegen. Eben weil alles ohne Strom oder Schalter oder elektrische Kontakte funktioniert.

Manuelle Milchaufschäumer Quallität Latte Art

Die Ergebnisse können auch überzeugen, wenn du erst einmal weist, wie es geht. Bei rund 20 bis 30 Euro kannst du jedenfalls wenig falsch machen, wenn du Milchschaum möchtest, ohne dir einen Barista-Maschinenpark zuzulegen.

Eine Aussage von Bodum halte ich allerdings für völligen Humbug:

„Bei einem manuellen Aufschäumer wird die Milch nicht vom Dampf zerdrückt, was einen dichteren und noch genussvolleren Schaum bereitet.“

Schöneren Schaum als mit der Dampfdüse kann man kaum zaubern, oder hast du schon einmal einen Latte Art-Weltmeister oder Barista mit einer Pump-Kanne hantieren sehen? Eben.

Vorteile

  • kein Strom notwendig.
  • kaum Vorkenntnisse nötig.
  • stabile Geräte zum annehmbaren Preis.
  • cremiger Milchschaum.
  • leicht zu reinigen.

Nachteile

  • Zwischenschritt (Erhitzen) notwendig.

Wie wird der Milchschaum - Bodum

Milch aufschäumen mit Kaffeevollautomaten

Natürlich gibt es auch Kaffeevollautomaten, die Milchschaum zubereiten können. Das funktiniert aber je nach Hersteller und Preisklasse sehr unterschiedlich. Außerdem gibt es Vollautomaten, bei denen der Milchbehälter integriert ist und welche, die ein externen Milchaufschäumer haben. Insgesamt funktioniert das Milchaufschäumen mittlerweile sehr gut mit Kaffeevollautomaten aber es gibt doch immer wieder Geräte mit besonders guten und weniger guten Ergebnissen. Aber jetzt zu den drei Typen von Milchaufschäumern.

Kaffeevollautomaten mit Schaumlanze

DeLonghi ECAM 22.110.B LanzeDies sind meistens die günstigsten Kaffeevollautomaten. Die Einstiegsgeräte von Delonghi und Krups haben solche Lanzen. Anders als bei Espressomaschinen haben Kaffeevollautomaten weniger Power, sind aber viel schneller Einsatzbreit. Außerdem ist in den Lanzen meistens noch ein wenig extra Kunstoff verbaut. Wer einen günstigen Vollautomaten sucht, der eine Lanze hat, der sollte sich mal den  DeLonghi Magnifica ECAM 21.110. anschauen. Auf dem Link findet ihr einen ausführlichen Test.

Hier noch mal ein Beispiel, bei dem uns das Aufschäumen nicht geglückt ist. Das ist untertrieben, es gab eine regelrechte Explosion. Das ist übrigens der Krups EA8108 und den würde ich euch nicht empfehlen. Ich lasse das Video an der entsprechenden Stelle starten.

https://www.youtube.com/watch?v=d9hBJEb3_qo#t=11m06s

Kaffeevollautomaten mit Cappuccinatore

Jura Impressa c60 MilchHierbei handelt es sich schon um die Vorstufe zu einem vollautomatischem Milchschaumsystem: der sogenannten Cappuccinatore wird direkt an einem Milchbehälter oder oder Milchtüte angeschlossen. Auch der Milchschaumbezug gelingt automatisch. Aber die Tasse muss nach dem Bezug des Espressos umgestellt werden. Das bedeutet, ihr könnt kein Getränk mit nur einem Knopfruck zubereiten.

Oft rangieren diese Geräte auch schon in einer ähnlichen Preisklasse wie die Vollautomaten mit automatischem Milchschaumsystem, deswegen würde ich eher zu diesen raten. Getestet habe ich die Jura Impressa c60, die ist mit einem Cappuccinatore ausgerüstet, hat im Test aber schlecht abgeschnitten.

Kaffeevollautomaten mit automatischem Milchschaumsstem

Das sind natürlich die einzigen richtigen Kaffeevollautomaten, denn sie funktionieren auf Knopfdruck voll automatisch. Auf meiner Testseite findet ihr mittlerweile zahllose Beispiele von guten Geräten dieser Art: Kaffeevollautomat Test.

Als Testsieger habe ich in diesem Artikel den Miele CM 6350 vorgestellt, es gibt aber auch noch viele günstigere gute Modelle anderer Hersteller. Die Miele Vollautomaten sind wirklich gut aber auch recht teurer. Wer günstige Geräte sucht, könnte positiv von Melitta überrascht werden. Die Melitta Caffeo CI hat gut im Test abgeschnitten, gerade was den Milchschaum angeht.

Philips HD 8829 MilchschaumDen günstigsten Kaffeevollautomaten mit vollautomatischem Schaumsystem gibt es von Philips. Nicht wundern, die gehören zu Saeco – naja, eher umgekehrt. Der Philips HD8829 ist auf jeden Fall gerade eines der günstigsten Modelle und hat gut im Test abgeschnitten. Das einzige, was ich an dem Milchschaumbezug auszusetzen hatte, war seine Lautstärke.

Alles über Espressomaschinen findet ihr woanders

Milchschaum EspressomaschineWie ihr gesehen habt, habe ich Espressomaschinen erst mal weg lassen, diese haben eine Schaumlanze und somit auch, wie einige Kaffeevollautomaten, ein manuelles Milchschaumsystem.

Der Pitcher muss mit der Hand beim Aufschäumen gehalten werden.

Für alle, die sich dafür interessieren, sind diese Artikel genau das richtige. In diesem Artikel versuche ich auch noch die Technik zu erklären, damit ihr möglichst guten Schaum mit eurem Siebträger produzieren können.

Milchaufschäumer Test 2016 – die Ergebnisse

Wir ihr gesehen habt, ist das ein recht langer und ausführlicher Artikel geworden. Mit anderen Worten, es gibt sehr viele Wege Milch in heißen Schaum zu verwandeln. Automatisch, elektrisch oder händisch – es kommt immer auf die Ziele, das Budget und vor allem dem Platz in der Küche an.

Severin Milchaufschäumer im Test

Nach meinen Tests bin ich unentschieden. Ich finde alle Arten haben ihre Vor- und Nachteile.  Zum Schluss fasse ich euch noch mal zusammen, welche Art von Milchaufschäumer für euch die richte Wahl ist:

  • Automatische Milchaufschäumer: Du hast ein wenig Platz aber wenig Zeit. Die Milch sollte schnell und ohne viel Arbeit zubereitet werden. Außerdem hast du nicht mehr als 3 Personen zu versorgen. Testsieger: Severin Milchaufschäumer Test.
  • Batteriebetriebene Milchaufschäumer: Du hast wenig Platz und möchtest nur für dich alleine Schaum schlagen. Die Milch machst du dir gerne am Herd warm. Außerdem bist du niemand der vergisst neue Batterien zu kaufen. Testsieger: ScanPart Milchaufschäumer Test.
  • Manuelle Milchaufschäumer: Für dich kommt auch nur eine Handkaffeemühle in Frage. Du bist der Manuelle-Typ und Strom findest du blöd. Die Milch wird natürlich auch auf dem Lagerfeuer warm gemacht. Testsieger: Bodum Milchaufschäumer Test.
  • Kaffeevollautomaten und Siebträger: Milchaufschäumer? Als extra Gerät? Das ergibt deiner Meinung nach keinen Sinn. Du hast eine große Küche und möchtest auch große Geräte die nach Möglichkeit alles können. Nach dem besten Modellen hast du dich selbstverständlich schon auf Coffeeness informiert.

Ich hoffe der Artikel war hilfreich für euch. Milch interessiert natürlich noch wie ihr eine Milch zu Schaum verwandelt? Habt ihr Tricks auf Lager oder könnt ihr meine Anleitung noch weiter ergänzen? Ich freue mich immer über Kommentare!

1 Kommentar
  • Arne
    9 March, 2017

    Test

Ich freue mich über deinen Kommentar

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