DeLonghi PrimaDonna Kaffeevollautomat im Test: Oberklasse mit Identitätskrise?

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Wenn ich nicht einschlafen kann, zähle ich Kaffeevollautomaten. Meistens von DeLonghi. Die Italiener mit Hang zum Testsieger in meinem Kaffeevollautomaten Test sind nämlich ausgesprochene Experten im Zumüllen ihrer Maschinenserien.

Wenn ich nicht einschlafen kann, zähle ich Kaffeevollautomaten. Meistens von DeLonghi. Die Italiener mit Hang zum Testsieger in meinem Kaffeevollautomaten Test sind nämlich ausgesprochene Experten im Zumüllen ihrer Maschinenserien.

In den günstigeren Klassen hält sich das noch halbwegs in Grenzen. Doch je preisintensiver es wird, desto abenteuerlicher wird der Mix aus scheinbar identischen Maschinen. Und wenn wir bei DeLonghi PrimaDonna ankommen, geht es richtig ab.

Erst jüngst erhielt diese Reihe aus Oberklasse-Vollautomaten neuen Zuwachs. Mit den vier Versionen der PrimaDonna Soul gibt es nun mehr als ein Dutzend Maschinen unter dem PrimaDonna-Label.

Was das soll? Keine Ahnung. Aber selbst DeLonghi fällt auf, dass das schon ein wenig an Manie grenzt. Zumindest kann man die Kommunikation zum Soul-Launch so interpretieren.

Immerhin ist die Bezeichnung der verwendeten Kaffeebohnen für den Test identisch geblieben. Ich habe wieder unsere hauseigene Kreation rausgeholt und die Coffeeness-Bohnen vom Mahlwerk verarbeiten lassen.

Unser fair gehandelter, kräftiger brasilianischer Kaffee für Vollautomaten hat sein Aroma mit Schoko-Note wunderbar in der Maschine entfaltet. Mit welchen Geräte-Einstellungen das am besten klappt, verrate ich euch jetzt.

Auf jeden Fall sorgt das Durcheinander bei der Namensgebung für Verständnisprobleme. Man gucke nur mal in die Kommentare, die sich seit der ersten Auflage dieses Ratgebers unten angesammelt haben:

Ihr sitzt tage- und wochenlang vor den Maschinen und versucht heraus zu puzzeln, was eine 28.466 MB von einer DeLonghi PrimaDonna ESAM 6600 unterscheidet. Ihr fragt euch, ob sich ein Schnapperangebot für eine (offiziell nicht mehr verfügbare) Avant überhaupt noch lohnt. Und ihr wollt wissen, ob PrimaDonnas anderen Marken etwas entgegenzusetzen haben.

KategorieEintrag
TestmodellDeLonghi PrimaDonna Class
Brühgruppe herausnehmbarJa
GehäusematerialKunststoff matt
Verfügbare Farben/DesignsSilber, Schwarz, Weiß
MilchschaumsystemAutomatisch (LatteCrema System)
DisplayJa
AppJa
BenutzerprofileJa (6 Profile)
Wassertank2,0 l
Minimale Auslaufhöhe8,4 cm
Maximale Auslaufhöhe14,4 cm
MahlwerkKegelmahlwerk Edelstahl
Mahlgrade13 Stufen
BohnenfachNein
Elektronisches MahlwerkJa
KaffeepulverfachNein
KannenfunktionNein
Kaffeegetränke auf KnopfdruckEspresso, Kaffee, Long, Cappuccino,
Latte Macchiato, Milch
Kaffeestärke einstellbarJa (5 Stufen)
Temperatur Kaffee einstellbarJa (3 Stufen)
Temperatur Milchschaum einstellbarNein
2-Tassen-FunktionJa (keine Milchgetränke)
HeißwasserfunktionJa
Heiße-Milch-FunktionJa
Nur Milchschaum beziehenJa
WasserfiltereinsatzJa
Gewicht11 kg
Maße (Höhe x Breite x Tiefe)36,1 x 26,0 x 36,1 cm
Extras/SonstigesExtra Heißwasserdüse, Frontal herausnehmbarer Wassertank

Die kurze Antwort: Es ist gar nicht so wichtig, welche PrimaDonna es sein darf. Damit handelt ihr euch weder Probleme noch eine unbrauchbare Kaffeemaschine ein. Das weiß nur keiner so genau.

Im Vergleich zur sonst imagestarken DeLonghi-Palette fehlt es dieser vollgemüllten Serie eindeutig an Konturen und offensichtlichen Alleinstellungsmerkmalen. Das liegt aber nun mal nicht an den Maschinen selbst. Sie sind allesamt ausgesprochen hochwertig, vielseitig und funktionsstark.

Stellvertretend für die gesamte Serie habe ich den DeLonghi PrimaDonna Class ECAM 556.75.MS Kaffeevollautomat getestet und von meinem Erfahrungsbericht auch gleich ein YouTube-Video gedreht.

Außerdem habe ich den neuen PrimaDonna Soul schon vor der Markteinführung ausprobieren dürfen. Selbstverständlich auch im Video: Eines zum Test der Soul und eines nochmal für die App Steuerung und die Reinigung.

Beide DeLonghi Modelle sind ein Beweis dafür, dass die Italiener weder den Leistungs- noch den Preisvergleich scheuen müssen. Nur wird es Zeit, hier endlich mal ordentlich aufzuräumen.

Von DeLonghi PrimaDonna Class bis Elite: Die Serie im Überblick

Der größte Problemfaktor in Sachen PrimaDonna liegt im schieren Umfang an Kaffeevollautomaten, die unter diesem Label verkauft werden. Seit der ersten Version dieses Ratgebers sind zwar ein paar Automaten vom Markt verschwunden, die Auswahl ist dennoch reichlich. Derzeit gibt es:

Zusätzlich sind seit Oktober 2020 vier Varianten des PrimaDonna-Soul erhältlich. Der Delonghi PrimaDonna Avant hat wohl nicht genug Fans gefunden, genauso wenig wie der DeLonghi PrimaDonna S Deluxe. Beide gibt es offiziell nicht mehr.

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Wohlwollend könnte man diese Vielfalt einfach „Auswahlmöglichkeiten“ nennen. Realistisch gesehen wirkt es wie Beliebigkeit. Dabei wissen wir sehr genau, dass DeLonghi absolut eindeutige Kaffeemaschinen mit klarem Image herstellen kann:

Der DeLonghi Dinamica kennt nur eine Maschinenvariante. Denke ich an Dinamica, weiß ich sofort, um welches Gerät es sich handelt und warum es ein Preis-Leistungs-Sieger in der Kategorie Kaffeevollautomaten um 500 Euro ist.

Delonghi Dinamica Kaffeevollautomat Uebersicht

Mein ewiger Einstiegssieger DeLonghi ECAM 22.110.B hatte früher zwar sehr viel hausgemachte Konkurrenz, doch die spielt angesichts der Übermacht dieses kleinen, leistungsfreudigen Automaten in der Wahrnehmung praktisch keine Rolle.

Und bei PrimaDonna? Hier gibt es weder ein klares allgemeines Designkonzept noch eine klare funktionale Ausrichtung, die der Klasse ein wirklich eigenes Gesicht verleiht.

Schauen wir genau hin, soll hier vieles vor allem über die Namensgebung transportiert werden. Dabei hätten die Maschinen genug echte Argumente aus Funktion und Leistungsvielfalt zu bieten.

Was können DeLonghi PrimaDonna Kaffeevollautomaten?

Wer zu Maschinen mit Namen wie „Elite“, Class“ oder „Avant“ greift, sucht nach Luxusgefühlen aus Edelstahl und Kaffee. Billiger Cappuccino aus einem billigen Gerät? Auf keinen Fall!

Der Witz bei PrimaDonna ist jedoch, dass die Geräte ultraedel aussehen, meist aber mehr Kunststoff als Edelstahl mitbringen. Zumindest am Gehäuse. Im Inneren ist alles schnieke und ordentlich verbaut, die Komponenten wie die Brühgruppe fühlen sich hochwertig an.

Delonghi Primadonna Kaffeevollautomat Edelstahl

Darüber hinaus gibt es Funktionen und großartige Details im Überfluss. Ob ihr es nun mit einer DeLonghi ESAM 6900 (Exclusive), einer DeLonghi ESAM 6700 (Avant), einer Class, einer Delonghi Primadonna S Deluxe oder sonstwem aus der Linie zu tun habt – grundsätzlich erhaltet ihr stets:

  • 13-stufiges Kegelmahlwerk aus Edelstahl
  • Hochwertige Verkleidung und Verarbeitung
  • Intuitive Bedienung über ein Display mit mehr oder weniger „Touch“
  • Teilweise App-Anbindung
  • Sehr viele (stufenlose) Einstellmöglichkeiten
  • Für ihre Klasse angenehm kompakt
  • Leise und laufruhig
  • Sehr guter Espresso und Milchschaum
  • Breites Getränkeangebot

Jeder dieser Faktoren ist ein wichtiger Punkt in meinem Kaffeevollautomaten Test – und in jedem dieser Punkte zeigen sich die PrimaDonnas sehr gut bis hervorragend.

Auf der anderen Seite sind diese Punkte jedoch typische Oberklasse-Kriterien, eine klare Abgrenzbarkeit zu anderen Marken und Geräten aus derselben Preisregion gibt es kaum. Wie immer ist DeLonghi (teilweise) günstiger, die Funktionen sind (teilweise) moderner. Das ergibt jedoch kaum mehr als ein leistungsfähiges Blah.

Ginge es nach mir, würde DeLonghi ab sofort nur noch eine (oder vielleicht zwei oder drei) Maschinen in der Serie anbieten und dem neuesten Wurf den meisten Marketing-Platz einräumen.

DeLonghi PrimaDonna Soul Kaffeevollautomat Arne Uebersicht

Denn mit dem DeLonghi PrimaDonna Soul gibt es endlich klare Alleinstellungsmerkmale, eine klare Ausrichtung und vor allem überaus überzeugende Kaufargumente. Denk ich an die Soul, weiß ich sofort, was vor mir steht. Sie macht ihrem Namen nämlich alle Ehre und liefert euch beeindruckende Features, die die Seele von Kaffee auf Knopfdruck aufs nächste Level heben.

DeLonghi PrimaDonna Soul: Luxus, Oberklasse & die Vernunft

In meinem DeLonghi PrimaDonna Soul Test habe ich die Neuentwicklung zur IFA 2020 als „Realitätscheck für die Oberklasse“ und als „Luxus mit vernünftigerem Preisschild“ bezeichnet.

Schon optisch entfernt sich die Soul-Machine etwas weiter von ihrer namensgebenden Serie und schmiegt sich ganz offensichtlich an den Luxusschlitten DeLonghi Maestosa an.

Das bezieht sich nicht nur auf das große, moderne Display mit Touch, sondern vor allem auf die wichtigen inneren Werte. Und hier hat die PrimaDonna Soul ihren Seriengeschwistern einiges voraus:

  • Elektronisches Mahlwerk (!)
  • Viele Bedienvarianten von Display bis Coffee-Link-App
  • Kundenlieblinge wie Long Coffee im „Schwallbrühverfahren” (mit weniger Druck)
  • „Bean Adapt Technologie“

Das elektronisch steuerbare Mahlwerk, das wir im vergangenen Jahr beim Maestosa bewundert haben, kostet in der Soul nun nicht mehr über 2.000 Euro, sondern ist beim Verkaufsstart um die 1.000 Euro günstiger!

Ich glaube, dass die Soul nur deswegen auf der Bildfläche erschienen ist, weil sich die Maestosa mit zwei Mahlwerken und ihrem riesigen Preis einfach nicht verkauft. Bis auf Gewerbe, Büros oder ähnliche Einrichtungen braucht niemand so viel Leistung in seiner Küche.

Delonghi Primadonna Soul Kaffeevollautoma Latte Macchiato

Als „vernünftigere“ Consumer-Variante verführt die PrimaDonna Soul garantiert mehr Käufer. Vor allem, weil sie in all ihren Features mit voller Punktzahl abliefert: Espresso top, Milchschaum aus dem Latte Crema System top, Einstellmöglichkeiten per App und Display obertop, Reinigung super …

Einziges „Manko“ ist das etwas bescheuerte Marketing, das die nicht wirklich sinnvolle „Bean Adapt Technologie“ mit automatischer Anpassung an bestimmte Kaffeebohnen in den Vordergrund spielt.

Kaffee für Vollautomaten by Coffeeness

Kaffee entwickelt für den Vollautomaten

Bester Kaffee für den DeLonghi PrimaDonna.

Für Latte Macchiato

Espresso, schwarzer Kaffee

Schokoladig

Frisch geröstet

Zum Coffeeness Shop

Das klappt zwar, aber nicht immer ist die Intention klar. In meinem Test wurde nicht am Mahlgrad gedreht, sondern nur Menge und Temperatur verändert. Wir alle wissen, dass wir bei Extraktionsfehlern immer zuerst hier nachjustieren.

Sei’s drum, vielleicht werde ich mit der Funktion noch warm. Viel wichtiger ist sowieso alles andere, das euch die Soul-Machine im Überfluss anbietet. Ich jedenfalls bin ein riesiger Fan.

DeLonghi PrimaDonna Class: Immer noch klare Klasse

Delonghi Primadonna Class Arne Uebersicht

Mein ursprünglicher Test bzw. Ratgeber ist gerade einmal ein paar Jährchen alt. Doch der Stellvertreter-Automat PrimaDonna Class ist in seiner ursprünglichen Form nicht mehr erhältlich – zumindest nicht bei Amazon. Dort gibt es den Automaten nur noch als weiße Variante mit Kunststoff. Muss man mögen. Ich mag’s nicht.

Dennoch will ich euch meine Testerkenntnisse nicht vorenthalten, da ich dieses Modell für einen typischen (gelungenen) Vertreter der gesamten Serie halte.

Mit einem aktuellen Preis von um die 800 Euro liegt das weiße Modell inzwischen unter dem Klassendurchschnitt – es könnte sich also lohnen, zuzuschlagen.

Trotz des vermeintlichen Produktalters lesen sich die Features wie eine Bedienungsanleitung für einen ordentlichen Oberklasse-Automaten:

  • Wassertank und Milchbehälter nach vorne entnehmbar
  • Großes Display mit Touch plus Anbindung an die Coffee-Link-Ap
  • 13-stufiges Kegelmahlwerk aus Edelstahl
  • 3-stufig einstellbares Latte Crema System
  • Individuell programmierbare Milchschaum-Kaffee-Getränke
  • 6 Kaffeeprofile und 3 Benutzerprofile (+1 Gastprofil)
  • Extra anclipbare Heißwasser-Düse
  • Aktiver Tassenwärmer

Ein weißes Plastikgehäuse ist natürlich hochwertigem Edelstahl von der Brühgruppe bis zum Gehäuse unterlegen – was wohl auch den aktuellen Preis erklärt. Darum bestellen wir bei mehreren verfügbaren Varianten immer das Edelstahl-Modell.

Inbetriebnahme & Einstellmöglichkeiten

Ob nun Magnifica, ESAM 6708 oder eben PrimaDonna Class: Bei DeLonghi könnt ihr euch immer auf eine ultraleichte Bedienung verlassen. Jeder Automat der Italiener ist mehr oder weniger selbsterklärend. Mit einem großen Display, bunten Bildchen und den Spielereien in der App macht das richtig Spaß.

Genauso könnt ihr euch (meist) darauf verlassen, dass das fein tarierbare Mahlwerk mit seinen typischen 13 Stufen in der ultrafeinen Einstellung etwas zickt. Auch die Class bringt euch erst ab 1,5 von 13 dem perfekten Espresso näher.

An den Voreinstellungen für die Getränke an sich müsst ihr nicht viel schrauben, auch wenn es wie immer gilt, die Bezugsmenge für den Espresso nach unten zu korrigieren.

Alle Einstellungen (bis auf den Mahlgrad) lassen sich auch bequem über die App steuern. Deren Benutzeroberfläche ist intuitiv und aufgeräumt, allerdings zeigt die Class im Vergleich zu Soul oder Maestosa, dass die „veraltete“ Bluetooth-Verbindung noch etwas wacklig war. Allzu weit solltet ihr euch mit dem Smartphone nicht entfernen.

Das anklickbare Latte Crema-Milchschaumsystem mit den drei Stufen „fest“, „mittel“ und „feinflüssig“ (meine Benennung) war schon damals eine super Idee – und ist es geblieben. Auch wenn es den Barista in mir juckt, die feinflüssige Variante zu nehmen, erzielt ihr die besten Ergebnisse mit der mittleren Einstellung.

DeLonghi hält nicht allzu viel vom Hype um Scheibenmahlwerke aus Keramik und setzt selbst in der Oberklasse auf ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl.

Delonghi Primadonna Mahlgrad

Ich finde, dass gerade diese Marke ein hervorragendes Beispiel dafür ist, dass die Mahlwerkbauweise (fast) wurscht ist. Mehr dazu gibt’s in meinem Ratgeber Kaffeevollautomat mit Keramikmahlwerk.

Am wichtigsten ist sowieso, dass dieses Mahlwerk seinen Job hervorragend macht und trotz angeblich „minderwertigerer“ Qualität mit rumpeligeren Materialien angenehm klingt und wesentlich zum geräuscharmen Gesamteindruck der Class beiträgt.

Noch ein wichtiger (nerviger) Hinweis:

Wenn ihr den Hauptstecker zieht bzw. den Hauptschalter ausstellt, dann werden eure mühsam zusammengeklöppelten Benutzerprofile gelöscht. Ist doof, ich weiß.

Espresso & Milchschaum

Um Espresso und Milchschaum aus dem PrimaDonna Class Kaffeevollautomat zum Cappuccino eurer Träume zu vereinen, müsst ihr eine Mindestmenge an Kaffee und Schaum produzieren, bevor ihr das Ganze in eurem Profil speichern könnt.

Diese Produktion verläuft jedoch angenehm leise und offenbar sehr sorgfältig – keine Spritzer, kein Gerumpel und Gerödel.

Der Auslauf lässt sich sehr gut verstellen und liegt mit einer maximalen Höhe von 14,2 Zentimeter locker über dem Ikea-Glas-Standard. Die Mindesthöhe von 8,4 Zentimeter ist auch noch verträglich.

Für den damaligen Test habe ich einen recht dunkel gerösteten Espresso gewählt, dessen stärkeres Aromenprofil mit klarer Tendenz zur Qualität aus dem Siebträger in der Tasse gelandet ist. Genauso überzeugt war ich von Temperatur und meiner eingestellten Milchschaumkonsistenz.

Bester Kaffee für den DeLonghi PrimaDonna

Coffeeness Kaffee für Vollautomaten DeLonghi PrimaDonna

Wir haben einen Kaffee extra für Kaffeevollautomaten entwickelt. Er ist hervorragend geeignet für alle Getränke aus dem DeLonghi PrimaDonna. Das haben wir selbst getestet. So gelingt der Espresso, schwarzer Kaffee und Latte Macchiato. Hier geht es zu unserem Shop für unseren Kaffeevollautomaten Kaffee.

Denn mit altem und schlechtem Kaffee bringen auch die besten Einstellungen nichts. Nur wer oben was Gutes reinkippt, bekommt auch unten was Gutes raus!

Kaffee für Vollautomaten by Coffeeness

Kaffee entwickelt für den Vollautomaten

Bester Kaffee für den DeLonghi PrimaDonna.

Für Latte Macchiato

Espresso, schwarzer Kaffee

Schokoladig

Frisch geröstet

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Das sind die richtigen Einstellungen für unseren Kaffee mit dem DeLonghi PrimaDonna:

  • Wie auch bei den günstigeren DeLonghis, habe ich einen der feinsten Mahlgrade (2) gewählt. Achtung: Bitte den Mahlgrad immer nur bei laufendem Mahlwerk verstellen!
  • Wenn der Espresso nicht mehr läuft, sondern nur tropft, muss wieder etwas gröber (Stufe 3-4) gestellt werden.
  • Hinweis: Es kann immer 1-2 Getränke dauern, bis die neuen Einstellung richtig zu schmecken sind.
  • Der Espresso gelingt mit 25 ml am besten und die Kaffeestärke ist in der zweihöchsten Einstellung sehr gut. Wer es noch einen Ticken stärker möchte kann auf die höchste Kaffeestärke stellen. Manchmal kann es dann aber Probleme mit dem Bezug geben, weshalb ich eher die zweithöchste Einstellung empfehle.

Die Reinigung: Supereinfach & täglich

Ich mag es sehr, wenn euch ein Automat vorlaut daran erinnert, dass ihr ihn regelmäßig reinigen müsst. Der DeLonghi PrimaDonna Class Kaffeevollautomat weigert sich obendrein, einen weiteren Milchschaumbezug auszulösen, wenn ihr nicht zwischendurch eine (automatische) Spülung durchführt.

Das verführt allerdings auch ein bisschen dazu, die Milch nachzukippen statt den Milchbehälter zwischendurch mal zu reinigen. Daran müsst ihr euch jedoch selbst erinnern.

Delonghi Primadonna Wassertank

Insbesondere der nach vorne entnehmbare Wassertank ist ein klarer Hygiene-Faktor. Schließlich lässt er sich supereinfach entnehmen, ausspülen und wieder einsetzen. Wie immer am besten täglich!

Die Brühgruppe, die Abtropfschale und der Tresterbehälter gehören ebenso zum täglichen Reinigungsprogramm und sind genauso selbsterklärend ein- und ausbaubar.

Übrigens fällt euch spätestens beim Blick in den Tresterbehälter auf, wie trocken und kompakt die Kaffeepucks sind. Das ist immer ein Zeichen für eine durchdachte, gut funktionierende Maschine, die Wert auf exzellenten Kaffee legt.

Außerdem könnt ihr davon ausgehen, dass sich so weniger Schmodder in den Schläuchen und Windungen der Maschine absetzt. Das heißt aber nicht, dass ihr hier weniger putzen müsst. Das heißt es nie! Gleiches gilt für das Entkalken: Filter oder nicht – Es ist notwendig.

DeLonghi PrimaDonna Elite (Experience): Aktueller Klassenprimus?

Folgt man der Sortierung auf der (schrecklich überladenen) Herstellerseite, ist die DeLonghi PrimaDonna Elite momentan das Zugpferd der Serie. Das finde ich ein bisschen lustig, denn die Elite-Automaten gibt es entweder nicht mehr oder nur noch von Drittversendern bei Amazon.

Laut Hersteller stehen euch jedenfalls zurzeit drei mehr oder weniger verschiedene Versionen zur Auswahl:

  • PrimaDonna Elite Experience ECAM 656.85.MS
  • PrimaDonna Elite ECAM 656.75.MS
  • PrimaDonna Elite ECAM 656.55.MS

Die Experience hat dabei mit der Trinkschokoladen-Funktion (einem extra anclipbaren Quirl im Milchbehälter), einer Tee-Funktion (Heißwasserdüse) und der Fähigkeit zur Zubereitung von kaltem Milchschaum angeblich die meisten Pro-Argumente.

Der Quirl ist eine wirklich feine Sache, da er den Kaffeeautomaten praktisch zur Küchenmaschine umfunktioniert. Ich habe da mal eine Demonstration auf der Maestosa vorbereitet:

Ansonsten bleibt vieles beim Alten: App-Anbindung, buntes Touch-Display, 13 Mahlstufen, mehrere Benutzerprofile, toller Kaffee usw.

Wenn wir uns aber den Schwund bei Amazon angucken, ist die Elite wohl ebenso auf dem Weg nach draußen wie die Class – zumindest in ihrer jetzigen Form.

Kleine Anmerkung: Ich weiß, dass Amazon nicht der Nonplusultra-Händler ist. Allerdings ist die Präsenz dort ein guter Seismograf. Ist ein Hersteller dort mit einer Maschine nicht (mehr) vertreten, hat er entweder gute Gründe (Jura, Nivona …) oder das Gerät geht aus dem Sortiment!

Und wir wissen natürlich ebenso, dass ein angeblich „alter“ Kaffeevollautomat kaum als Ausschussware zu bezeichnen ist. Bis auf eindeutige Innovationen wie das elektrisch steuerbare Mahlwerk gibt es in dieser Maschinenwelt kaum lohnenswerte Neuerungen, die ein Upgrade rechtfertigen.

Solltet ihr also einmal einen Schnäppchen-Automaten sehen, der angeblich schon alt ist, könnt ihr dennoch beruhigt zuschlagen. Und das gilt auch für die Elite-Serie!

DeLonghi PrimaDonna S EVO: Heimlicher Verkaufshit?

Während es bei den anderen Vertretern der PrimaDonna-Klasse viel auszutauschen gibt, scheint der DeLonghi PrimaDonna S EVO ECAM 510.55.M ein Bestseller zu sein. Denn der Automat ist „schon“ seit 2017 auf dem Markt, im Vergleich zu seinen Brüdern aber problemlos bei Amazon erhältlich.

Wenn ich die Systematik richtig durchschaut habe, steht das „S“ für „Small“. Die Maße liegen tatsächlich etwas unter dem Durchschnitt der Klasse. Auch, wenn hier eh alle erfreulich kompakt sind.

Im Vergleich zu den größeren Varianten ist auch der Funktionsumfang etwas reduziert:

  • Touchdisplay „nur“ 2,8 Zoll (die großen bieten bis 4,3)
  • „Nur“ zwei Benutzerprofile (statt bis zu 6)
  • Kleinerer Wassertank (um rund 400 ml)

Wenn ich mir anschaue, was es hier gibt – oder auch nicht – finde ich den Preis zwar nicht total überzogen, sehe aber keinen echten Kaufgrund.

Dazu müssen wir nur mal in der Mittelklasse und beim DeLonghi Dinamica für um die 500 Euro vorbeischauen. Hier gibt’s in etwa die gleiche Grundtendenz mit teilweise wesentlich mehr Eingriffsmöglichkeiten. Gut, die Dinamica ist nicht appfähig. Aber wen interessiert das?

DeLonghi PrimaDonna Konkurrenten: Ein Funktions- & Preisvergleich

Wenn wir schon im eigenen Markenhaus genug Alternativen zu den meisten PrimaDonna-Modellen finden, müssen wir natürlich auch die Frage stellen, wie sich diese Serie im Vergleich zu völlig anderen Herstellern schlägt. Vielleicht finden wir dann das Alleinstellungsmerkmal?

Viele Erkenntnisse, die ihr hier findet, stammen aus den fleißigen Kommentaren, die ihr mir hinterlassen habt. Vielen Dank dafür! Und vor allem – macht gern weiter so! Eure Praxiserfahrungen helfen allen bei der Wahl des richtigen Kaffeevollautomaten!

PrimaDonna vs. Siemens: Die Eleganten

Wenn wir Siemens EQ 9 Kaffeevollautomaten gegen einen PrimaDonna ins Feld schicken, dann ist das Duell relativ ausgewogen. Beide Versionen sind hochwertig, robust, vielseitig und elegant. Allerdings punktet DeLonghi mit dem verstellbaren Milchschaumsystem und den zahlreichen Mahlstufen.

Außerdem haben viiiiele von euch ein Problem mit der Getränketemperatur bei Siemens, die bei DeLonghi auf jeden Fall höher liegt. Generell würde ich aber beiden Kontrahenten eine ähnliche Qualität zugestehen. Solange wir die PrimaDonna Soul außen vor lassen.

PrimaDonna vs. Jura: Das spannendste Duell auf dem Markt

Noch vor wenigen Jahren hätte ich DeLonghi und Jura Kaffeevollautomaten im Leben nicht verglichen. Inzwischen liegt dieses Duell absolut nahe. Denn beide Hersteller gehen bei den Innovationen mit den größten Schritten voran und bringen derzeit praktisch simultan die gleichen Ideen auf den Markt.

Nachdem wir gerade den Luxusschlitten Maestosa bewundert hatten, kam Jura mit dem noch etwas großartigeren Jura Z8 um die Ecke. Mit dem Erscheinen der PrimaDonna Soul wird es plötzlich auch von Jura eine „vernünftigere“ Version geben …

Jura Z8 Kaffeevollautomat Latte Macchiato Bezug

Wer hier wen nachäfft, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass Jura extrem hochwertig, langlebig und beliebt ist. Über die verdammte nicht herausnehmbare Brühgruppe will ich eigentlich nichts mehr sagen, aber es gehört für mich nunmal dazu.

Funktionell liegen beide Hersteller (fast) gleich auf, in Sachen Kaffeequalität ist Jura momentan unschlagbar. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis heißt der Gewinner jedoch einmal mehr DeLonghi.

PrimaDonna vs. Melitta: Snob gegen Familienfreund?

Bei {Melitta Kaffeevollautomaten} im Vergleich zu den PrimaDonnas wird besonders deutlich, wie sehr DeLonghi aufs Image setzt. Denn etwa der Melitta Barista TS Smart spielt in einer ähnlichen Liga wie die größeren und funktionsverliebten PrimaDonnas, wirkt aber wesentlich zugänglicher und intuitiver.

Das hat jedoch nur etwas mit dem Aussehen und der Marke Melitta zu tun. Hinter der Fassade ist der vermeintliche Snob von DeLonghi in mancher Hinsicht intuitiver und benutzerfreundlicher. Außerdem schlagen die Italiener die Mindener in Sache Funktionsfreude ebenfalls um Längen.

PrimaDonna vs. Miele: Nicht Snob genug

Gucken wir auf Miele Vollautomaten, gilt das Gegenteil wie im Vergleich zu Melitta: Hier sind die PrimaDonnas nicht Snob genug. Sie machen zwar einen auf aristokratisch, doch das bekommen die wunderschönen Miele Automaten wie der CM 7550 besser hin.

Funktionell und in der Bedienung liegen PrimaDonnas jedoch meilenweit vor Miele – zumindest, was die Intuition und Vielfalt betrifft. Meistens erhaltet ihr das alles auch zum wesentlich besseren DeLonghi-Preis.

PrimaDonna vs. Saeco: Stille Eintracht

Geht es nur mir so, oder redet kein Mensch mehr über Saeco? Mal abgesehen davon, dass die Philips-Submarke kaum noch beworben wird, ist es auch generell verdächtig ruhig um ehemalige Maschinenfavoriten wie den Saeco Xelsis geworden.

Saeco Xelsis fertiger Latte Macchiato Arne

Abseits der Wahlfreiheit beim Milchschaum haben die klassischen PrimaDonnas diesem stillen Klassiker jedoch eigentlich nichts voraus. Der Preis pendelt stark sich zwischen 800 und 1.000 Euro. Es gibt zwar (bewusst) keine App-Steuerung, doch dafür genauso viele Mahlgradstufen, Einstellmöglichkeiten und eine klare Bedienung.

Welche DeLonghi PrimaDonna Kaffeemaschine soll ich kaufen?

Kommen wir zurück zum Kernproblem:

Die meisten eurer Fragen zur PrimaDonna-Serie drehen sich um Vergleiche in der Nachkommastelle. Also auch um die Zahlenproblematik:

Ihr sucht nach einer Antwort, was der Unterschied zwischen einer DeLonghi 656.85, einer DeLonghi ESAM 6650 oder einer ESAM 6850 sein soll. Ihr schwankt zwischen Class, Avant oder Exclusive oder versucht, hinter die wirren Modellbezeichnungen zu kommen.

Mein Tipp: Lasst es am besten.

Denn generell ist jeder  DeLonghi PrimaDonna Kaffeevollautomat auf jeden Fall eine Kaufempfehlung. Und es ist total wurscht, welche Modellnummer hinter dem Hauptnamen steht. Es ist auch total wurscht, wie „alt“ die Maschine ist.

Fragt ihr mich nach der derzeit besten DeLonghi PrimaDonna Kaffeemaschine für das Jahr 2021, lautet meine Antwort eindeutig PrimaDonna Soul.

Sie ist nicht nur das aktuellste, sondern auch das innovativste Modell. Sie ist schön, schnell, stark im Geschmack – und der Preis ist mehr als in Ordnung.

Solltet ihr jedoch Schnäppchen für olle Kamellen wie einen ESAM 6750 oder einen 556.75 finden, dem Händler vertrauen und gerade wirklich einen neuen Automaten benötigen, ist auch das eine exzellente Wahl.

Nochmal: Ein Kaffeevollautomat ist weder ein Smartphone noch eine Konsole oder ein Fernseher – kaffee-iger als Kaffee geht nicht.

Die Updates in der Maschinenwelt beziehen sich in den meisten Fällen nur auf den Look und ein paar Bedienelemente. Nirgendwo wird das so deutlich wie in der PrimaDonna-Serie.

Ich warte darauf, dass DeLonghi hier endlich mal richtig entrümpelt. Denn dann könnten es die Automaten wirklich zu Ruhm bringen.

Ich bin weiterhin auf eure Erfahrungen gespannt: Welche PrimaDonna-Modelle sind eure Favoriten? Hinterlasst einen Kommentar!

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