Philips EP2220/10 SensorTouch im Test | Frische Konkurrenz in der Einstiegsklasse

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Ist es nur mein Eindruck, oder hat Philips große Probleme, sich auf dem Vollautomatenmarkt zu behaupten? Es mag an der Übermacht von Marken wie DeLonghi oder Melitta liegen, dass es beim ehemaligen Muskelmann in Sachen Kaffeevollautomaten für Einsteiger in letzter Zeit nicht viel zu holen gab.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Arne

Ist es nur mein Eindruck, oder hat Philips große Probleme, sich auf dem Vollautomatenmarkt zu behaupten? Es mag an der Übermacht von Marken wie DeLonghi oder Melitta liegen, dass es beim ehemaligen Muskelmann in Sachen Kaffeevollautomaten für Einsteiger in letzter Zeit nicht viel zu holen gab.

Mit dem schlauchlosen Milchschaumsystem „LatteGo“ hat sich Philips zwar insbesondere bei der 3200 Serie gut positioniert, blieb aber ansonsten profillos, langweilig und ohne echten Eigenwert. Das war gerade bei der IFA 2019 besonders gut sichtbar.

Mit dem taufrischen Philips EP2220/10 SensorTouch könnte sich das Blatt allerdings wenden. Denn dieser kleine Automat für unter 300 Euro macht einem echten Klassiker in meinem Kaffeevollautomaten Test Konkurrenz:

Der an sich uralte DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B ist für mich ein Maßstab in Sachen guter Espresso und Milchschaum aus einer günstigen Plastikbude.

Nichts anderes bietet euch auch das Philips-Modell. Nur eben ein bisschen neuer, ein bisschen zeitgemäßer und mit einem vernünftigen Maß an Eigenheiten.

Damit wäre das Duell „Günstig vs. Günstig“ eröffnet. Wer das Rennen letztendlich macht, seht ihr im Testbericht. Und was ich zum Philips im Bewegtbild zu sagen habe, erfahrt ihr in meinem YouTube-Video.

Der Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat im Überblick

Plastik, Plastik und obendrauf noch eine Schippe Plastik: Wirklich jeder Quadratzentimeter auf der Oberfläche des Philips EP2220/10 SensorTouch besteht aus Kunststoff. Selbst sonst gern metallierte Details wie die Abdeckung der Abtropfschale gibt es hier nur aus Plastik.

CategoryDetails
HerstellerPhilips
NameEP2220/10
TypKaffeevollautomat
MahlwerkKeramik
Mahlstufen12
Vorprogrammierte Getränke2
GetränkeprofileNo
Wassertank1,8 l
Bohnenbehälter275 g
BedienungTouchscreen
Kaffeestärke einstellenJa
Temperatur einstellenJa
Kaffeemenge einstellenJa
WasserfilterJa
MilchschaumsystemManuelle Milchschaumlanze
2-TassenfunktionJa
GehäusematerialPlastik
Gewicht7.5 kg
Abmessungen37.1 x 24.6 x 43.3 cm

Das ist natürlich eine klare Eigenschaft der Preisklasse. Doch wenigstens stinkt diese Kunststoff-Arie beim Auspacken nach absolut nichts.

Der EP2220 wirkt ansonsten schon auf den ersten Blick wie eine geschrumpfte Variante des bereits erwähnten Philips 3200 Serie EP3246/70. Auch hier dominiert ein Touch-Tasten-Panel die Front.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Bedienung

Bei beiden Maschinengrößen tun die Tasten von Weitem so, als wären sie ein Display. Doch es gibt nur Hintergrundleuchten und ein paar Lichtskalen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir ein Display bei einem solchen Bedienfeld überhaupt nicht fehlt. Schließlich gibt es nicht allzu viel einzustellen und ihr erkennt genau, was ihr gerade tut.

Statt integriertem Milchschaumsystem ohne Schläuche erhaltet ihr beim 300-Euro-Gerät „nur“ eine manuelle Milchschaumlanze und könnt auch nur zwei Kaffeevarianten direkt zubereiten – Kaffee oder Espresso, das war’s. Bei der 3200er-Serie waren es allerdings auch nur vier.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Milch aufschaeumen

Übrigens leistet sich auch Philips mal wieder eine ordentliche Portion Kundenverwirrung, weil auf einer einzigen Amazon-Produktseite drei unterschiedliche Geräte zum unterschiedlichen Preis angeboten werden:

  • Philips EP2220/10 SensorTouch: Mein Testgerät
  • Philips 2200 Serie EP2221/40: Mein Testgerät in Klavierlack für 20 Euro mehr
  • Philips 3200 Serie EP3221/40: „Derzeit nicht verfügbar“ – keine Ahnung, wozu das gut ist

Was Philips grundsätzlich mit dem Vergleichsmodell von DeLonghi auf eine Stufe hebt, ist das feinteilig einstellbare Mahlwerk. Bei DeLonghi gibt’s 13 Stufen, hier sind es zwölf. Dort ist Edelstahl in Kegelform am Werk, hier sind es Keramikscheiben. Ob sich das irgendwie bemerkbar macht, sehen wir später noch.

Nach meinem Geschmack ist der Bohnenbehälter von Philips ein wenig überdimensioniert, doch ansonsten wirken alle Bestandteile sehr durchdacht. Hervorragend finde ich, dass ihr alle wichtigen Aspekte für guten KVA-Espresso (Temperatur, Füllmenge, Kaffeemenge) problemlos einstellen könnt. Da sind insbesondere hochwertige Vollautomaten meist wesentlich verzwickter.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Bohnenfach

Unter all diesen Voraussetzungen war es für mich von Anfang an klar, dass das Verhältnis von Preis und Leistung beim Einstiegsphilips absolut stimmt. Wie schon bei DeLonghi verzichtet ihr zwar auf den Komfort eines automatischen Milchschaumsystems, habt aber mit dem durchdachten Bedienfeld noch ein wenig mehr Übersicht – auch wenn ihr bei DeLonghi die Espressofaktoren feinteiliger verstellen könnt.

Philips EP2220/10 SensorTouch einstellen: Ein bisschen Umdenken

Aus irgendeinem Grund leistet sich Philips bei der voreingestellten Bezugsmenge einen eigenen Weg und setzt die Füllmenge wesentlich niedriger an als normal. Es ist schon eine Besonderheit, dass ich beim ersten Einstellen eines Vollautomaten die Bezugsmenge hochschrauben muss.

Als Einstellmöglichkeiten gibt es für die Kaffeemenge nur niedrig, mittel und hoch, wobei ihr die Höchstmenge noch fein regulieren könnt. Keine Ahnung, was der Sinn dahinter ist. Es klappt dennoch – nur nicht ohne Betriebsanleitung.

Ansonsten bleibt Philips beim Einstellen unaufgeregt und benutzerfreundlich, was ich in dieser Preisklasse für einen der wichtigsten Bewertungspunkte halte.

Mahlwerk einstellen: Typisch Kleinwagen!

Zwölf Mahlgradstufen und ein Scheibenmahlwerk aus Keramik sind eine echte Ansage – vor allem eine Kampfansage Richtung DeLonghi. Die Italiener protzen nämlich in allen Preisklassen mit 13 Mahlgradstufen. Das traut sich sonst tatsächlich keiner.

Genau wie DeLonghi scheitert aber auch Philips etwas in den feinsten Stufen, weshalb ich meinen Philips EP2220/10 SensorTouch analog zum DeLonghi-Modell lieber auf Stufe 3 von 12 habe arbeiten lassen.

hilips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Trester

Ein „Kleinwagen“, wie er hier vor uns steht, ist sehr anfällig für Verstopfungen, überforderte Pumpen usw. Das wollen wir nicht riskieren. Damit müssen wir auch ehrlich sein: Die große Mahlwerk-Range ist auch ein bisschen Marketinggeschwurbel, um Leute an die Einsteigerautomaten heranzuführen, die Ahnung von der Kaffeezubereitung haben.

Die Einstellung erfolgt über ein Drück-/Drehrad im Bohnenfach, das ihr nur im laufenden Betrieb verstellen solltet – und natürlich nur, wenn ihr Kaffeebohnen eingefüllt habt.

Espresso einstellen: Das schafft jeder

Im Kaffeevollautomaten Test habe ich mir angewöhnt, stets die ungefähren Einstellungen für einen doppelten Espresso zu nehmen, weil die meisten Geräte eine zu hohe Mindestfüllmenge haben. Das Problem hätte ich bei Philips zwar nicht gehabt, doch der Vergleichbarkeit halber habe ich mich einmal mehr auf rund 40 Milliliter geeinigt.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Espressobezug

Zusätzlich habe ich die jeweils dreistufige Skala nach oben geschraubt, also die Kaffeemenge und die Temperatur verändert. Das klappt über die eindeutig leuchtenden Tastenskalen hervorragend.

Espresso aus dem EP2220/10: Gelungen, aber nicht außergewöhnlich

Am meisten hat mich die Temperatur des fertigen Espresso begeistert, die nämlich endlich mal deutlich über den lauwarmen Plörren liegt, die euch die meisten Vollautomaten und auch Siebträgermaschinen aus der Einsteigerklasse anbieten.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Espresso bezogen oben

Mein Espresso ist relativ hell geworden und konnte auch nicht mit einer allzu eindrucksvollen Crema aufwarten. Da ich eine recht leichte Röstung verwendet habe, ist dies nicht unbedingt ein Maschinenproblem – auch wenn ich glaube, dass sich der zu grobe Mahlgrad bemerkbar macht.

Das Mahlwerk hat übrigens einen etwas erkälteten Klang und ist recht hochtönig, rödelt aber nur in mittlerer Lautstärke.

Im Vergleich dazu macht die Pumpe den größten Radau.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Espresso bezogen

Das ist ein altbekanntes Philips-Einsteigerproblem. Bekannte von mir haben ihren Philips-Automaten der HD-Klasse vor einigen Jahren deswegen wieder abgeschafft. Die waren in der Hinsicht aber auch empfindlich.

Milchschaum: Wenig kompliziert, ohne Profi-Anspruch

Bei einer manuellen Schaumlanze zucken viele zusammen. Doch mit einem anständigen Pitcher ist es kein Problem, brauchbaren Milchschaum von Hand zu machen. Beim Philips-Modell hängt ihr die Lanze mittig in die Milch, drückt den Schaumknopf, anschließend auf Start und wartet einfach ab, bis das Kännchen heiß wird.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Milch aufschaeumen fast fertig

Ohne viel Barista-Gewese bekommt ihr so ein anständiges Volumen mit einer brauchbaren Konsistenz hin. Ich könnte euch jetzt was von Tricks für besseren Milchschaum mit der KVA-Lanze erzählen, finde das hier aber Quark.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Milchschaum fertig

Denn die Lanze hat nur einen sehr begrenzten Aktionsradius und kann auch nur ein überschaubares Dampfvolumen erzeugen. Dies ist ein wichtiger Grund, warum Mikroschaum aus dem Einsteiger-KVA nur Glückssache sein kann. Macht es euch also nicht zu kompliziert, das Ergebnis wird die meisten von euch auch so freudig stimmen.

Reinigung: Unspektakulär sinnvoll

Über die grundsätzliche Reinigung und das Entkalken der Philips EP2220/10 SensorTouch muss ich nicht viele Worte verlieren. Das klappt unkompliziert und sicher.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Bruehgruppe herausgenommen

Wie immer könnt ihr die Brühgruppe reinigen, indem ihr die Maschine ausstellt, die Serviceklappe öffnet, die Brühgruppe entnehmt und unter Wasser abspült. Bei allen anderen Komponenten: Tresterbehälter, Auffangschale und Wassertank gilt ähnliches.

Um die Philips EP2220/10 SensorTouch zu entkalken, folgt ihr der Betriebsanleitung und haltet euch an die üblichen Angaben zur Wasserhärte. Ich habe übrigens jüngst ein passendes Video zum Thema „Entkalken“ gedreht – wie zu erwarten, mit der DeLonghi-Konkurrenz. Doch was dort gilt, gilt auch hier:

Ein besonderes Bienchen darf sich Philips für seinen Wassertank anheften. Denn der besteht aus einem leicht nachgebenden Kunststoff, ist aber gleichzeitig ausnehmend stabil.

Philips EP2220/10 SensorTouch Kaffeevollautomat Wassertank

Dieser Kunststoff sorgt dafür, dass ihr den Tank beim Entnehmen, Reinigen und wieder Einsetzen wesentlich sicherer im Griff habt. Außerdem habe ich den Eindruck, dass es euch dieser Kunststoff verzeiht, wenn er mal runterfällt. Fast jeder andere Wassertank ist da höchst splitteranfällig.

Mein Fazit: Nicht besser, aber genauso erfreulich

Ich hatte befürchtet, dass ich meinen gerade frisch restaurierten Ratgeber zum Kaffeevollautomaten Test wieder neu schreiben und dem Philips EP2220/10 SensorTouch einen verdienten Platz als bester Kaffeevollautomat unter 300 Euro zuweisen muss.

Diese Krone gehört jedoch weiterhin dem DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B – allerdings nur hauchdünn.

Das Philips-Modell ist ein Fitzelchen grobschlächtiger bei der Zubereitung und den Einstellmöglichkeiten, außerdem etwas lauter und im Trinkergebnis nicht ganz so durchschlagend überzeugend.

Dafür ist es jedoch wesentlich moderner und wirkt in eurer Küche nicht ganz so sehr wie die günstige Plastikbude, die sie nun einmal ist. Das sind zwar Äußerlichkeiten, aber die sind für viele wichtig. Außerdem finde ich, dass sich der Philips EP2220/10 SensorTouch intuitiver und übersichtlicher bedienen lässt.

Ihr müsst euch also entscheiden: Steht ihr eher auf einfache Bedienung oder sehr überzeugende Getränke-Ergebnisse? Sowohl der neue Philips als auch der olle DeLonghi sind in diesem Fall für euch da! Sagt, was ihr davon haltet – natürlich in den Kommentaren!

24 Kommentare

    Hallo ihr Lieben,

    vielen vielen Dank für euer Feedback und das Daumendrücken!
    Könnt ihr mir vielleicht noch sagen, ob eurer Meinung nach, vom Geschmack beide gleichwertig sind? Das wäre nämlich für mich natürlich nochmal wirklich wichtig. Ich bin nämlich der Meinung zu wissen, dass sich beide Mahlwerke unterscheiden (Philips: Keramikscheiben; Delonghi: Stahlkegelmalwerk) und daher noch etwas unsicher wie sich dies auf Geschmack und Qualität auswirkt. Außerdem bin ich gerade nicht komplett im Bilde über die Art der Reinigung beider Maschinen. Gibt es da irgendwelche Eigenheiten die es zu beachten gilt (z.B. Herausnehmbare Brühgruppe etc.) ? Ist eine Maschine vielleicht per Konstruktion langlebiger als die andere?
    Ich persönlich tendiere aktuell (trotz des minimal höheren Preises) zur Maschine von Philips, da meiner Meinung nach beide Maschinen gleichwertig erscheinen und die Maschine von Philips für mich vom Aussehen einfach irgendwie etwas mehr her macht. Allerdings möchte ich lieber die Maschine mit dem besseren Kaffee und den Einstellungsmöglichkeiten. Bei welcher der beiden Maschinen ist dies gegeben?

    Ich danke euch wirklich sehr für euren Rat! Schönen Sonntag euch!

    Antworten

    Hallo Arne,

    würdest du den Philips EP4321/50 (also der größere Bruder von dem EP2220/10) oder eher den Siemens EQ.300 TI355F09DE empfehlen?
    Zudem würde ich fragen, welcher ist lauter?

    Schöne Grüße
    Odo

    Antworten
    Arne

    Hallo Odo,

    vielen Dank für deine Frage an uns.
    Bezüglich der Lautstärke würden wir eher zu der Siemens EQ.300 tendieren. Die ist zumindest im Vergleich zu der EP2220/10 ein bisschen leiser. Ob Philips bei der EP4321/50 etwas geändert hat, können wir leider nicht sagen.

    Viele Grüße von deinem Team Coffeeness

    Antworten

    Hey Team Coffeeness,
    ich bin erst kürzlich auf euren Kanal und den Block hier aufmerksam geworden und muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin! Sehr informativ und wirklich anschaulich. Aber wie bin ich nun drauf gekommen? Also ich suche aktuell nach einem günstigen Kaffeevollautomaten für den täglichen Gebrauch. Ich bin aktuell noch Student und gerade in den heißen Phasen muss oft und gern mal ein Kaffee her. Darüber hinaus trinke ich sehr sehr gern Kaffee und wollte nun endlich doch mal etwas Geld für einen Kaffeevollautmaten in die Hand nehmen. Ich kann mich allerdings wirklich nicht zwischen dem Delonghi Modell (279€) und dem hier vorgestellten Modell von Philips entscheiden. Ich finde das Modell von Philips macht schon wirklich was her, aber mir ist natürlich der Genuss wichtiger als das Aussehen. Daher wollte ich euch einfach mal fragen, was ihr mir raten würdet. Ist der Geschmack wirklich so unterschiedlich? Welches Modell eignet sich eher für jemanden der wirklich gern starken schwarzen Kaffee und Espresso trinkt? Ich hatte auch noch ein Philipsmodell mit 4 Kaffeespezialitäten für gerade mal etwa 40€ mehr gesehen. Ich glaube das heißt Philips 3200 Serie EP3221/40. Wäre das nochmal das Geld wert?
    Vielen Dank bereits im Voraus! Und liebe Grüße 🙂

    Antworten
    Arne

    Hallo Leon,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Wir drücken dir jetzt schon mal ganz feste die Daumen, dass du die Prüfungsphasen gut überstehst und ein guter Kaffee kann da natürlich nochmal ordentlich Schub geben. Wir tendieren natürlich sofort zu unserem Dauerbrenner und Favoriten von DeLonghi (ECAM 22.110.B). Für wenig Geld bekommst du fantastische Qualität. Intuitiv hast du dir da schon das passende Gegenstück von Philips rausgesucht, dass bei uns ebenfalls mit voller Punktzahl davon gekommen ist 😉 Bei beiden Maschinen hast du für relativ kleines Geld super Einstellungsmöglichkeiten. Wir würden bei den beiden Maschinen die Angebote durchforsten und dann beim günstigeren zuschlagen, da der Preis ja ein Kriterium für dich ist. Zum Philips 3221/40 können wir absolut nichts sagen. Den hatten wir nicht im Test und können daher auch nicht feststellen, was der Unterschied ist.

    Viele Grüße von deinem Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo ihr Lieben,

    vielen vielen Dank für euer Feedback und das Daumendrücken! 🙂
    Könnt ihr mir vielleicht noch sagen, ob eurer Meinung nach, vom Geschmack beide gleichwertig sind? Das wäre nämlich für mich natürlich nochmal wirklich wichtig. Ich bin nämlich der Meinung zu wissen, dass sich beide Mahlwerke unterscheiden (Philips: Keramikscheiben; Delonghi: Stahlkegelmalwerk) und daher noch etwas unsicher wie sich dies auf Geschmack und Qualität auswirkt. Außerdem bin ich gerade nicht komplett im Bilde über die Art der Reinigung beider Maschinen. Gibt es da irgendwelche Eigenheiten die es zu beachten gilt (z.B. Herausnehmbare Brühgruppe etc.) ? Ist eine Maschine vielleicht per Konstruktion langlebiger als die andere?
    Ich persönlich tendiere aktuell (trotz des minimal höheren Preises) zur Maschine von Philips, da meiner Meinung nach beide Maschinen gleichwertig erscheinen und die Maschine von Philips für mich vom Aussehen einfach irgendwie etwas mehr her macht. Allerdings möchte ich lieber die Maschine mit dem besseren Kaffee und den Einstellungsmöglichkeiten. Bei welcher der beiden Maschinen ist dies gegeben?

    Ich danke euch wirklich sehr für euren Rat! Schönen Sonntag euch! 🙂

    Antworten

    Hallo Coffeness Team, Hallo Arne,
    vielen Dank für die ausführlichen Tests der Philips EP 3000er u. 2000er Reihe.
    Ich allerdings habe zur neuesten 4000er Reihe gegriffen und da die Schaumlanzen Version, also EP4321/50. Allerdings weiss ich nicht, ob ich das Dingens behalte, da ich ein weinig zwiegespalten bin, wo wir doch noch einen durchaus gut funktionierenden Tchibo esperto caffè 1.0 mit Americano Taste haben.

    Doch zunächst noch mal zu deinem Test und den Vergleich mit den Bezugsmengen und den scheinbaren Unterschieden zwischen den beiden Modellen, wo das 3000er Modell angeblich mehr Espresso ausgibt, als das 2000er, obwohl am 2000er die Bezugsmenge höher gestellt war.
    Da liegt ein Irrtum deinerseits vor. Hab mir die Stelle im Vergleichsvideo beider Modelle einige male angeseh´n und festgestellt, das du beim 3000er die Bezugsmenge auf 2 und am 2000er auf 1 hattest und beide Aroma Stufen auf 3.
    Denke mal das lag daran, das du da ein wenig durcheinander gekommen bist, da das 3000er noch ein Einstellungs Button rechts mehr hat und zwar für Cappuccino Milchmenge und die ganze Sache auch noch von hinten bedient hast.
    Beide geben bei gleicher Stufe 2 etwa 40 ml und auf Stufe1 etwa 30 ml aus 🙂

    Ansonsten teile ich deine Einschätzung voll und ganz!

    Warum ich dennoch die weitaus teuere 4000er Version (als ZweitGerät) geholt habe, liegt in der Abwägung des „Bedienkomfort“. Richtig ist, das mit der niedrigsten Version fast alles genau so produziert werden kann, wie mit der höchsten Modellreihen Version, aber…
    Die 4000er hat doch einiges mehr zu bieten. Haushalte mit mehr als einer Person sollten bedenken, das die 2xxx und 3xxxer Versionen nur die Speicherung einer Getränkeeinstellung erlauben, will der zweite oder Dritte im Haushalt eine andere, muss bei jedem Bezug von ein und dem selben Getränk alles neu „on the fly“ eingestellt werden. Vom „one Touch“ oder „Direktbezug“
    kann dann beim besten Willen keine Rede mehr sein. „One Touch“ können eh nur noch die wenigsten Automaten. Das artet heutzutage teilweise schon in Tip- und click Orgien aus, gerade bei Automaten im höheren Preissegment. Lediglich bei der Delonghi Dinamica plus kann man einen realen One Touch einstellen/programmieren….Daneben kenne ich nur noch einen Automaten der tatsächlich One Touch kann und das ist mit der preiswerteste, der Tchibo esperto Cafe 1.0. (gibt es leider nicht mehr mit Americano Taste)/bzw. 1.1- Getränke Button drücken und los geht´s…
    Wir sind nur ein Zwei-Personen Haushalt und haben unterschiedliche Präferenzen bei den Getränken und da sind die 3 Profile (2 speicherbare und ein Gastprofil) der 4000er Reihe schon hilfreich. Ich erwarte von einem Kaffeebereiter, der sich Vollautomat nennt, das er mir möglichst viele Arbeitsschritte abnimmt, gerade morgens im Halbschlaf 😉
    Zudem können die 2 und 3000er nur 30 ml Espresso, der 4000er zwar auch nur, aber der hat noch ne Ristretto Taste und über den „Customizer“ kann ich hier tatsächlich sage und schreibe 20 ml(!) einstellen, die so auch den Kaffeeauslauf verlassen. Das wäre für meine Frau wünschenswert, da sie ihren Americano gern etwas straff mag. Dazu noch 60 ml heisses Wasser, das wärs doch!?
    Aber Pustekuchen…Man kann bei Heisswasser zwar neben Temperatur auch die Bezugsmenge verstellen, aber leider nur in 50 ml Schritten und die geh´n erst bei 100ml los, also 100, 150, 200, 250, 300ml. Ja, was soll das denn?
    Ja, der 4000er hat ne Americano Taste, wie die anderen Versionen auch, aber da geht es weiter mit den Restriktionen. Während man beim Tchibo Automaten den Americano Bezug stufenlos live-programieren kann und zwar für Espresso ab 25 ml und Wasser ebenfalls stufenlos ab 25ml aufwärts, kann man beim Philips nur die Wassermenge in 20 ml Vorgabe-Schritten, beginnend bei 80ml minimum ändern. Der Kaffee-/Espresso Anteil steht fest bei ca. 40 ml. Was soll das denn bitteschön? Wer mit seinem Geschmack in diese Raster fällt, hat es gut. Wer nicht, hat an dieser Stelle Pech, so wie ich. Ein weiteres Kauf-Kriterium war die „variable“ Steam-Lanze, die gegenüber den anderen Versionen den Vorteil hat, das man zwischen heisser Milch und Milchschaum wählen kann. Das ganze wird an einem Stellrad der Lanze eingestellt. Zumindest das geht halbwegs zufriedenstellend. So kann man seinen Cappuccino wenigstens in der richtigen Reihenfolge bauen.
    Was mich an diesem Gerät auch etwas irritiert ist, das ich das Mahlwerk maximal auf Stufe 3 runterstellen kann. Weniger geht beim besten Willen nicht. Hier scheint ne Sperre zu sein oder das Rädchen ist nicht richtig montiert und ich bin schon bei Stufe 1, obwohl erst 3 angezeigt wird.
    Und ja sie ist laut, sehr laut. Dafür ist der Kaffee und Schaum schön heiss, kann auch nicht jeder Automat.
    Noch ein Hinweis aus gesundheitlichen Gründen!
    Bei Erstinbetriebnahme unbedingt die Brühgruppe ausbauen(!) und durch Spülen vom überschüssigen Silikonfett befreien!!! Meine Brühgruppe war dermaßen überfettet, einfach eklig. Danach zwei mal mit Entfetter Tabs das Reinigungsprogramm durchlaufen lassen. Auch Entkalken vor der ersten Tasse Kaffee ist empfehlenswert. Die ersten 6-10 Tassen wegkippen!!!
    Nach ca. 20 Tassen ist die Maschine eingefahren und der Kaffee schmeckt dann auch.
    Größere Kaffeepulverablagerungen neben der Brühgruppe konnte ich bisher nicht feststellen. Dafür wird die Brühgruppe nach dem Abschaltspülen scheinbar nicht richtig entleert. Bei Entnahme der Brühgruppe, läuft noch einiges an Wasser in die Führungsschiene des Wasserbehälters.
    Theoretisch bringt die EP4321/50 alles mit, aber praktisch gibt es zu viele Einschränkungen bzw. Kröten, die man schlucken muss. Sehr zwiespältig und so auch mein Urteil als Schulnote, gerade noch ne 2- mit Tendenz zur 3.
    Die Maschine werd ich wahrscheinlich nicht behalten…

    Schöne Grüße

    Antworten

    Kleiner Nachtrag zum Americano „Direktbezug“ beim Philips KVA
    Mir ist noch aufgefallen, das beim Americano nach dem Kaffee-/Espresso Bezug die anschließende Heißwasser-Ausgabe über die Brühgruppe erfolgt und nicht wie beim Tchibo esperto café 1.0 über den Heisswasser Bypass. So wird zwar die Brühgruppe schön sauber gespült, aber das „Spülwasser“ gelangt dann auch in den Kaffee. Da kann ich mir ja gleich nen Créma ziehen:( Zudem vergeht auch noch ne ganze Weile bis das Wasser dann mal aus den Auslauf kommt. Nach einem Americano könnte sich die Philips das Abschaltspülen sparen, denn die Brühgruppe ist ja schon sauber. Erkennt man daran, das beim Spülen vor dem Abschalten wirklich nur klares Wasser kommt, während nach einem Kaffee bzw. Espresso Bezug und anschließendem Abschalten, die Spülung mit Restkaffee versetzt ist.
    Das kriegt die Tchibo Maschine wirklich besser hin.
    Sorry!

    Antworten

    Hallo,
    nach 6 Jahren liefert meine DeLonghi ECAM keinen wirklich guten Kaffe mehr *gg*.
    Nun bin ich auf der Suche nach einer anderen günstigen Maschine.

    Ich schwanke zwischen der Phillips EP2220/10 und der Melitta Purista. Kurz war noch mal die Siemens Q3 in der engeren Wahl, aber eigenlich brauch ich keine Maschine die mehr kann wie Espresso und Kaffe.

    Meinen Mann stört bei der Melitta das viele Plastik, obwohl die DeLonghi ECAM auch ein Plastikstück ist. Oder sollten wir die gleiche Maschine nochmal kaufen? Über Siebträger hatte ich auch schon nachgedacht, aber dann bekommt der Besuch nicht, was er will. Alles nicht so leicht…

    Ich finde deine Seite sehr informativ und gut, leider erleichtert es mir aber den Neukauf dennoch auch nicht ;-).

    Vielleicht hat du nun DEN Tip für mich.

    Vielen Dank und LG aus Bayern – Gabi

    Antworten
    Arne

    Hallo Gabi, vielen Dank für deinen Kommentar und dein Lob :). Also solltest du dich nach wie vor zwischen den beiden KVA entscheiden wollen, tendieren wir zum Philips EP2220/10 SensorTouch da der Kaffee und der Espresso einfach gut sind und die Maschine euch hier absolut nicht enttäuscht. Wenn es dann doch mal ein Cappuccino oder ein anderes Milchgetränk sein soll, ist ja die manuelle Milchschaumlanze vorhanden. Da wir aber auch bekennende Fans von DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B sind und ihr ja nun sechs Jahre mit dieser Maschine zufrieden ward, wäre das natürlich auch eine Option. Wir wünschen euch jetzt schon viel Freude mit eurem neuen KVA – liebe Grüße von Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne
    Was ist der Unterschied zwischen dem Phillips EP1222/00 und dem EP2220/10.
    Möchte mir gerne einen KVA zulegen, bin aber echt am grübeln, weil ich nicht weiß welchen ich nehmen soll.
    Bei LIDL ist das Gerät jetzt im Angebot.
    Der 1220/00 liegt in der Farbe Rot bei 212,43€, in Schwarz bei 193.03€
    Bei Amazone gibt es den EP2220/10 für 292,43 €, allerdings nur in Schwarz.
    Was sind die Unterschiede, gibt es überhaupt welche, was rätst Du mir?
    Gruß

    Antworten
    Arne

    Hallo Heiko, vielen Dank für deinen Kommentar und die Frage an uns. Wir hatten nur die Philips EP2220/10 im Test daher können auch wir nur mutmaßen, was der Unterschied der beiden Maschinen ist. Nach längerem recherchieren sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die einzigen beiden Unterschiede ist der nicht mitgelieferte Wasserfilter sowie drei Aromaeinstellungen. Wir hoffen, dass hilft dir ein bisschen weiter. Liebe Grüe von deinem Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo, wir haben seit ca. 9 Monaten diesen Philips KVA, leider müssten wir ihn schon mal einschicken weil das Mahlwerk nicht mehr ging( war Garantiefall).
    Jetzt kam die Maschine zurück, das Mahlwerk ist lauter, und die Milchschaumdüse blubbert nur noch und macht keinen Schaum mehr. Warum blubbert es nur noch? Verkalkt oder was defekt?
    Gruß

    Antworten

    Wir trinken gerne aus grossen Tassen. Ich habe leider noch nicht die Optimale Einstellung gefunden. Entweder ist die Menge zu wenig oder schon fast bis zu dem Rand. Wie kann ich der Maschine meine individuelle Menge beibringen? Ich habe zwar das Modell EP2230/10, müsste die Einstellung gleich sein.

    Antworten
    Arne

    Hallo Rocky,

    danke für deinen Kommentar. Du stellst die Getränkemenge ein, indem du länger auf die jeweilige Getränke-Taste drückst, bis diese blinkt. Dann wird das Getränk bezogen und du drückst nochmal drauf, um den Bezug zu stoppen. Das merkt sich die Maschine nun. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Ist es normal, dass sich die Höchstmenge nicht erhöhen lässt? Bei der Einstellung für den Kaffee bricht die Maschiene automatisch an der voreingestellten Höchstmenge ab. Ich kann nur eine geringer Höchstmenge programmieren.

    Antworten
    Arne

    Hallo,

    vielen Dank für deinen Kommentar.
    Bei der Philips EP2220/10 kann man die Kaffeemenge nur niedrig, mittel und hoch einstellen. Die Höchstmenge kann man noch etwas regulieren aber dazu müsstest du die Betriebsanleitung zu Rate ziehen.

    Viele Grüße von deinem Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo, ich wüsste gerne wo man die Wassermenge noch erhöhen kann. Finde nichts in der Anleitung.

    Antworten

    Hey, ich möchte mir einen KVA zulegen und neige im Moment eher zu Philips, als zu DeLonghi. Für mich reicht ein „einfaches“ Einsteigergerät. Beim direkten Philipsvergleich bin ich nun auch noch auf den Philips 2200 Serie EP2231/40 gestoßen, der „nur“ 100,-€ mehr kostet, aber auch noch ein integriertes Milchsystem hat. Gibts da irgendwelche Erfahrungen? Lohnt sich das oder würde die Empfehlung weiter eher dem KVA EP2220/10 SensorTouch gelten? Oder gibt es ansonsten alternativ ein gutes Einsteigermodell mit Milchsystem? Vielen Dank und liebe Grüße!

    Antworten
    Arne

    Hallo Milupa,

    danke für deinen Kommentar. Der einzige Unterschied ist tatsächlich das Milchschaumsystem. Alles andere bleibt gleich. Das automatische System ist unserer Erfahrung nach sehr sehr laut im Zubereiten des Milchschaums. Das Ergebnis wird ansonsten gut, aber nicht sehr gut. Mit der Milchschaumlanze kannst du das Ergebnis halt besser kontrollieren. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Ich habe gelesen, dass der Kaffee aus dem Delonghi nach der Entkalkung einen 50x höheren Schwermetallgehalt hat, als im normalen Wasser erlaubt ist. Ist das immer noch so? Eine Schwermetallvergiftung sollte man wirklich ernst nehmen.

    Antworten
    Arne

    Hallo Reydy,

    danke für deinen Kommentar. Wir empfehlen generell IMMER nach dem Entkalken zwei bis drei Kaffeegetränke aus dem Automaten zu lassen und diese wegzuschütten. So bist du sicher, dass kein Reiniger etc. in deinem Getränk ist. Ansonsten müssten die DeLonghi-Automaten verboten werden, also das ist sicher nicht (mehr) so :). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hi, ich habe gelesen, dass die Philips Maschine des öfteren Mal das gemahlene Kaffeepulver im Innenraum verteilt, ist dir dazu was aufgefallen?

    Antworten
    Arne

    Hallo Deniz,

    danke für deinen Kommentar. Uns ist dazu nichts im Test aufgefallen. Kann aber auch erst nach einer Weile auftreten. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

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