Kaffeemaschinen mit Mahlwerk Test 2019: Der Aufstieg des Hybriden

Kaffeemaschinen mit eingebautem Mahlwerk sind sehr beliebt. Die entscheidende Frage ist wie gut funktionieren die Mahlwerke wirklich? Ich unterziehe den vermeintlichen Alleskönnern einen kritischen Test. Der aktuelle Testsieger ist die Beem Fresh Aroma Perfect Superior.

  • Severin KA 4811

    ab 88,98 EUR

    Gelungenes Durchschnittsgerät für den Durchschnittstrinker

    Sehr einfache Bedienung

    Umfangreiche Einstellmöglichkeiten

    Leichte Reinigung

    Fundamente guten Kaffees etwas unausgereift

  • Melitta AromaFresh

    116,58 EUR

    gelungene Maschine ohne Schnickschnack

    Sehr leicht zu bedienen

    Guter Kaffee auch bei schlechteren Einstellungen

    Ausbaubares Mahlwerk

    Wassertank fest verbaut

    Skalengröße stimmt nicht ganz

  • Russell Hobbs Buckingham

    119,99 EUR

    Hochwertige Verarbeitung zum stolzen Preis.

    Hochwertige Verbarbeitung mit viel Edelstahl

    Schwere, hochwertige Isolierkanne

    Auch Pulver-Betrieb möglich

    Sehr teuer

    Wassertank schmal und nicht herausnehmbar

    Schwierige Reinigung

  • AEG KAM 300

    178,09 EUR

    Konnte nicht überzeugen. Das schlechteste Mahlwerk im Test!

    Hochwertiger Eindruck durch viel Edelstahl

    Praktische 360°-Funktion

    Sehr große Maschine

    Viele verwirrende Bedienknöpfe

    Lauteste Maschine im Test

  • Die AEG KAM 400 im Test

    139,95 EUR

    So sollte ein Nachfolgemodell nicht aussehen!

    Einfache Bedienung

    Timer-Funktion

    Trinkbarer Kaffee (mit Abstrichen)

    Kaffeeeinstellungen problematisch

    Funktionsdetails übermütig oder nicht zu gebrauchen

    Für die Leistung viel zu teuer

Innovationen und neue Trends müssen auf dem Kaffeemarkt nicht immer mit einer Hipster-Hysterie und dem nächsten großen Ding für den Instagram-Account einhergehen. Im Gegenteil. Ich habe festgestellt, dass sich vor allem in einer an sich bescheidenen Nische etwas tut:

Immer mehr Hersteller gehen dazu über, Maschinen zu entwickeln, die das Beste unterschiedlicher Kaffeewelten vereinen, dabei aber den unbedarften Laien im Blick haben. Das gilt einerseits für halbautomatische Siebträgermaschinen, die das Vollautomaten-Prinzip auf echten Espresso übertragen.

Das gilt aber noch viel mehr für Kaffeemaschinen mit Mahlwerk. Diese Geräte nehmen die Maxime „nur frisch gemahlene Kaffeebohnen sorgen für guten Kaffee“ und stecken sie in die altbekannten Filterkaffeemaschinen, die praktisch jeder von uns bedienen kann.

Ihr müsst nichts zu Kaffeemühlen oder der optimalen Brew Ratio wissen und könnt trotzdem mit einer simplen Maschine einen optimalen Filterkaffee zaubern, der meilenweit über dem durchschnittlichen Qualitätsniveau liegt.

Diese Idee kommt (gerade in Deutschland) so gut an, dass immer mehr Hersteller ein eigenes Modell auf den Markt bringen. Doch an Testsiegern wie der Beem Filterkaffeemaschine Fresh Aroma Perfect Superior seht ihr auch, dass die scheinbar simple Hybridmaschine dennoch mit Sorgfalt und Kaffeewissen konstruiert sein sollte. Denn mit dem Einbau einer Kaffeemühle in eine billige Filterkaffeebude aus Plastik ist es nicht getan.

Darum findet ihr in diesem Ratgeber alle Infos zu einer spannenden Maschinenkategorie, der ich in den nächsten Jahren ein ziemlich großes Wachstum voraussage.

Die beste Kaffeemaschine mit Mahlwerk im Test

Noch ist meine Testauswahl relativ übersichtlich. Sie wächst aber stetig weiter, wenn ihr Interesse an weiteren Praxis-Checks habt. Zunächst habe ich mich darauf konzentriert, die Weiterentwicklung des Marktsegments anhand bestimmter Produktupdates abzubilden. So kamen in der zweiten Testrunde vorrangig Geräte unter meine Lupe, deren Vorgänger ich schon vor einiger Zeit untersucht habe.

Testsieger

Beem Fresh Aroma Perfect Superior

Die beste Kaffeemaschine mit Mahlwerk

toller Kaffee in jeder Einstellung

einfach zu bedienen

hoher Funktionsumfang

viel Edelstahl

durchdachte Features vom Profi designt

Wassertank fix

lautes Mahlen

Günstig bei Amazon
Best Product

Und bisher ist die Tendenz klar: Wer einmal etwas richtig macht, macht es auch ein zweites Mal.Wer einmal etwas falsch macht, kommt aus diesem Fehler nur schwer heraus. Darum war es fast folgerichtig, dass die Beem Filterkaffeemaschine Fresh Aroma Perfect Superior einen Testsieg einfahren konnte, nachdem mich die Beem Fresh Aroma Perfect Deluxe V2 bereits überzeugt hatte.

Bei all meiner grundsätzlichen Lobhudelei für die Marke war es klar, dass es sich die Melitta AromaFresh aus dem Stand auf dem zweiten Platz bequem machen konnte.

Die andere Seite der Medaille: Nach dem Blah-Ergebnis für die AEG KAM 300 hatte auch die AEG KAM 400 kaum Neues zu melden. Und die Philips Grind & Brew HD7769 ist aus einem fatalen Produktfehler heraus abgeschmiert.

Gibt es hier also keine Innovationen? Es gibt eher Innovatiönchen. Und wer einmal herausbekommen hat, wie man das frisch gemahlene Kaffeemehl in idealer Weise in die Kanne bekommt, sollte daran nichts mehr ändern.

Anders als in vielen anderen meiner Tests gibt es hier in dem Sinne auch kaum Subsieger. Denn die grundsätzliche Funktionalität ist immer gleich. Und die Voraussetzungen wie „gutes Mahlwerk“, „einfache Bedienung“ und „einfache Reinigung“ werden von allen Kandidaten in einem ziemlich engen Rahmen erfüllt oder eben nicht erfüllt.

Ich will trotzdem versuchen, ein paar Unterkategorien zu benennen und euch damit schon einmal einen Hinweis darauf geben, wie ihr bei der Auswahl eurer Maschine vorgehen solltet.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Ueberblick

Leiseste Kaffeemaschine mit Mahlwerk

Wo gemahlen wird, da kann es laut werden. Die relativ kompakten Maschinen setzen auf ein ebenso kompaktes Kegelmahlwerk und dabei auf das robuste Material Stahl. Trifft Metall auf Metall, stellt sich schnell eine ordentliche Geräuschkulisse ein.

Leises Mahlwerk

Philips Grind & Brew HD7766

Problematische Pflichtleistung, Schwächen in der Kür

Einfach zu bedienen

Hoher Funktionsumfang

Sehr leises Mahlwerk

Sinnlose/ umständliche Designeinfälle

Gleicher Mahlgrad in jeder Einstellung

Zu grobe Mahlung

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Je nachdem, wie gut die einzelnen Mahlwerk-Komponenten aufeinander abgestimmt sind, welche Legierung zum Einsatz kommt und wie erfolgreich die Isolierung nach außen funktioniert, gibt es wesentliche Unterschiede im Sound.

Dieser Sound bestimmt, zu welcher Tages- oder Nachtzeit ihr die Maschine benutzen könnt und wie schief oder gerade am Ende der Haussegen hängt.

Das Optimum in der aktuellen Testauswahl liefert hier die Philips Grind & Brew HD7769. Am anderen Ende der Skala rödelt die AEG KAM 400 los, als müsste ein ganzer Wald mit der Kettensäge abgeholzt werden.

Kaffeemschine mit Mahlwerk Philips leise

Die Kaffeemaschine mit Mahlwerk mit größter „Fehlertoleranz“

Eine Grundmaxime der Kaffeemaschinen mit Mahlwerk ist für mich, ob sie auch dann guten Kaffee zaubern, wenn ihr die möglichen Einstellungen nicht gut aufeinander abstimmt oder keine Ahnung habt, was ihr da tut.

Diesen Anspruch stelle ich zwar auch an Kaffeevollautomaten. Doch eben weil es hier mehr einzustellen gibt und mehrere wichtige Komponenten verändert werden können, wird dort von euch ein höherer Einsatzgrad verlangt.

Bei einer relativ simplen Konstruktion wie der Kaffeemaschine mit Mahlwerk will ich aber nicht erst das Handbuch studieren müssen, um brauchbaren Kaffee zu erhalten. Zwei Maschinen im aktuellen Test machen vor, wie das funktionieren sollte:

Der Testsieger Beem Filterkaffeemaschine Fresh Aroma Perfect Superior verzeiht sogar ausnehmend grobe Schnitzer bzw. macht in praktisch jeder Nonsens-Einstellung einen Kaffee, den ihr durchaus noch trinken könnt. Die Melitta AromaFresh kommt gleich danach. Hier seht ihr außerdem die Ausrichtung auf den unbedarften Zielkunden am besten. Eine ähnliche Einschätzung habe ich auch zur Severin KA 481.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Beem Wasser einfuellen

Nun ist „Geschmack“ immer eine Geschmackssache. Aber wir sind uns einig, dass es zwischen einer Blümchen-Plörre ohne nennenswerte Eigenschaften und einem starken, koffeinreichen Kaffee dann doch sicht- und schmeckbare Unterschiede gibt. Wiederum muss ich die beiden AEG-Maschinen hier negativ herausarbeiten.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Ähnlich wie der Geschmack ist auch der optimale Preis sicher Ansichtssache. Ungefähr ab 100 Euro geht es mit sinnvollen Kaffeemaschinen mit Mahlwerk los, ab etwa 130 Euro wird es richtig gut. Darum kann sich die Melitta AromaFresh hier auch besonders gut positionieren, weil sie nur knapp über 100 Euro kostet, aber Kaffee wie ein 140 Euro-Gerät abliefert.

Mein ehemaliger Subsieger Beem Fresh Aroma Perfect Deluxe V2 in dieser Kategorie wurde inzwischen von einem Modell abgelöst, das mit 140 Euro zwar nicht ganz günstig ist, dafür aber eine Thermoskanne mitbringt.

Toller Kaffee

Beem Fresh Aroma Perfect Superior

Die beste Kaffeemaschine mit Mahlwerk

toller Kaffee in jeder Einstellung

einfach zu bedienen

hoher Funktionsumfang

viel Edelstahl

durchdachte Features vom Profi designt

Wassertank fix

lautes Mahlen

Günstig bei Amazon
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Sollte der Nachfolger genauso gut wie der Vorgänger sein, ist auch hier ein Sternchen für das Preis-Leistungs-Verhältnis zu vergeben. Warum Thermoskannen besser als Glaskannen sind, erkläre ich euch später noch einmal.

Die benutzerfreundlichste Kaffeemaschine mit Mahlwerk

Hier habe ich eine gute Nachricht: Ausnahmslos alle Maschinen im Test haben eine einfache Bedienung im Blick. Lediglich bei Kleinigkeiten und Details wie dem Wassertank gibt es Unterschiede.

Abnehmbare Tanks, wie bei der Severin KA 4811, sind immer besser. Beknackt verbaute Tanks wie bei der Philips Grind & Brew HD7769 sind nervig, setzen aber die Benutzerfreundlichkeit insgesamt nicht empfindlich herab. Ihr müsst euch nur eine andere Putzroutine angewöhnen. Apropos …

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Severin

Beste Reinigung

Über die gute Reinigung von Kaffee-Equipment rede ich mir seit Jahren den Mund fusselig und teste diesen Aspekt deshalb ausnahmslos in allen Kategorien. Hier machen es sich die Hersteller der Kaffeemaschinen mit Mahlwerk häufig zu einfach – und ignorieren einfach das Mahlwerk.

Das gilt indes nicht für die Melitta AromaFresh. Hier könnt ihr nicht nur alle beweglichen Teile abnehmen und in die Spülmaschine tun, ihr könnt auch problemlos bis zum Kern des Mahlwerks vordringen und es gründlich von Kaffeeresten säubern. Schon dieser Fakt reicht aus, um die Melitta in diesem Zusammenhang als Sub-Testsieger zu krönen.

So haben wir getestet

Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob meine Testdesigns nicht zu frickelig und technisch sind. Darum passe ich die jeweiligen Tests auch mal an, wenn ich merke, dass ich zu verkopft an eine Kategorie herangehe.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Notizen

Dies ist auch bei Kaffeemaschinen mit Mahlwerk so. Hier bin ich früher mit einem Strommessgerät, einem Lautstärkemessgerät, einem Thermometer, einer Stoppuhr und natürlich meinem Testerwissen sehr ins Detail gegangen. Das seht ihr zum Beispiel im Test der Russell Hobbs Buckingham.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Hobbs

Ich will aber, dass alle meine Tests möglichst alltagsnah sind und habe mich deswegen in der neuen Testrunde erst einmal auf folgende Aspekte konzentriert´:

  • Wie lässt sich die Kaffeemaschine einstellen?
  • Wie lässt sich die Kaffeemaschine bedienen?
  • Welche Features liefert euch das Modell? Gibt es Extras, die überzeugen?
  • Wie laut ist das Mahlwerk?
  • Wie fein ist das Mahlwerk?
  • Wie lange braucht die Maschine für vier Tassen Kaffee?
  • Wie schmeckt der Kaffee?
  • Welche Temperatur hat er direkt nach dem Brühen?
  • Welche Temperatur hat er, wenn er eine Weile auf der Heizplatte steht?
  • Insgesamt: Wie gut ist der Kaffee, selbst wenn alle Einstellungen nicht ganz richtig sind?
  • Wie lässt sich die Kaffeemaschine reinigen?

Subjektive Dinge wie das Design oder Kleinigkeiten der Bedienung erkläre ich natürlich ebenfalls immer ausführlich, überlasse es aber euch, was ihr mit diesen Informationen macht.

Solltet ihr euch wieder detaillierte und technischere Tests wünschen, lasst es mich gerne wissen. Dann hole ich die Messgeräte wieder hervor.

Worauf achte ich beim Kauf von Kaffeemaschinen mit Mahlwerk?

Wie ihr es von Coffeeness gewohnt sein dürft, will ich euch auch in dieser Maschinenkategorie die wichtigsten Komponenten und Tipps zum Kauf einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk auf den Weg geben. Vieles von dem, was ich ausführe, deckt sich natürlich mit den normalen Kaffeemaschinen.

Aber das Mahlwerk bringt dann doch noch einige eigene Anforderungen ins Spiel, die ihr unbedingt kennen solltet. Ein erster Anhaltspunkt für eure Suche ist wie immer das Datenblatt in den Testberichten. Was ich dort unkommentiert festhalte, sagt viel über die Leistungsfähigkeit der Maschine:

Angabemögliche EinträgeErläuterung
Gerätenamelaut Herstellerachtet besonders auf die Zahlen; viele Hersteller bieten mehrere Geräte über eine Amazon-Produktseite an
MahlwerkKegelmahlwerk aus EdelstahlBisher ist mir noch keine andere Version untergekommen
MahlstufenZahlje mehr, desto besser
KannenmaterialGlas oder Thermoenorme Unterschiede in der fertigen Kaffeetemperatur
Maximale Portionsgröße in Tassen (groß/klein)Zahlhier verwirren die Hersteller mit verschiedenen Messeinheiten
Kaffeestärke einstellbarJa oder Neinmeist über eine „Bohnenskala“
Wassertank entnehmbarJa oder Nein„Ja“ ist immer (!) besser
Filterhalter entnehmbarJa oder Nein„Ja“ ist immer (!) besser
WarmhaltefunktionJa oder Nein„Nein“ wäre eigentlich besser. Aber es wird eben nachgefragt
Mahlwerk abstellbarJa oder NeinLässt sich die Maschine auch als normale Kaffeemaschine verwenden?
Größe Bohnenfach in gZahlje kleiner, desto besser fürs Aroma
Extraszum Beispiel Timer-Funktion, abnehmbarer Bohnenbehälter, Mahlwerk komplett auseinandernehmbar etc.Ihr entscheidet, was euch wichtig ist.
Maße in cmlaut Hersteller
Gewicht in kglaut Hersteller
Preis (Preis zum Kaufzeitpunkt)bei Amazon

Führen wir die wichtigsten Aspekte genauer aus und gucken uns an, wie das in den unterschiedlichen Testkandidaten gelöst wurde.

Mahlwerk und Mahlstufen

Eins ist klar: Mit dem Mahlwerk steht und fällt die gesamte Maschinenkategorie. Darum sollten wir ihm auch unbedingt sehr viel Aufmerksamkeit widmen. Dass stählerne Kegelmahlwerke praktisch alternativlos sind, habe ich bereits erwähnt. Daraus leitet sich erst einmal keinerlei Qualitätsaspekt ab, denn jedes Mahlwerk, ob nun Kegel oder Scheibe, ob Stahl oder Keramik, hat eigene Vor- und Nachteile.

Genau wie bei Kaffeemühlen solltet ihr euch aber angucken, in wie vielen Stufen ihr den Mahlgrad einstellen könnt. Je feiner die Abstufungen, desto genauer könnt ihr austarieren, wie der Kaffee extrahiert wird.

Grundsätzlich stimmt es, dass dunklere Röstungen gröber gemahlen werden sollten als hellere Röstungen. Diesen expliziten Hinweis liefert die Severin KA 4811. Das hat etwas mit der Kontaktfläche beim Extrahieren zu tun, wenn das Wasser auf das Kaffeemehl trifft.

Ich denke aber, dass dieses Spezialwissen bei Kaffeemaschinen mit Mahlwerk eine untergeordnete Rolle spielt und zu stark pauschalisiert wird. Viel wichtiger ist, dass die Hersteller häufig Bauteile verarbeiten, die nicht in der Lage sind, gleichzeitig fein(er) und gleichmäßig zu mahlen. Die gleichmäßige Korngröße ist einer der wichtigsten Aspekte für eine hervorragende Extraktion. Darum schaue ich hier im Test auch immer genau hin. Denn leider seht ihr dieses Können dem Gerät nicht an.

Je mehr Mahlstufen euch zur Verfügung stehen, desto größer ist auch die Chance, dass die Maschine den richtigen Mahlgrad erwischt. Denn tatsächlich leiden fast alle Geräte am Problem, dass sie selbst in der feinsten Einstellung recht grob ans Werk gehen.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Melitta Mahlgrad

Im Kanon der Zubereitungsmethoden gilt für Filterkaffee normalerweise der Mahlgrad „mittel“. Eigentlich meinen wir damit eine „mittelfeine“ Mahlstufe. Unter „mittel“ verstehen die meisten Maschinenhersteller aber offensichtlich eine Körnung, mit der man auch Kiesgruben auffüllen könnte und die eigentlich nur in einer Karlsbader Kanne Sinn ergibt.

Habt ihr zum Beispiel nur drei Mahlgradstufen zur Verfügung, wie etwa bei der Melitta AromaFresh, dann müssen diese Mahlstufen von vornherein sehr fein eingestellt sein, damit ihr überhaupt das optimale „Mittel“ finden könnt. Das ist hier auch halbwegs gelungen.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Mahlgrad

Aber schon bei der Severin KA 4811 mit fünf Mahlstufen hat die Mitte schon wieder Kiesgrubenqualität und kann auch in der feinsten Einstellung nicht ganz überzeugen. Bei einer Maschine mit 28 Mahlgradstufen wie der Beem Filterkaffeemaschine Fresh Aroma Perfect Superior macht das Einstellen natürlich sehr viel mehr Spaß und ihr trefft irgendwann sicher die richtige Stelle. Aber auch hier frage ich mich ernsthaft, wozu die ganzen groben Einstellungen wirklich gut sind.

Zum Mahlgrad herrscht bei Endanwendern so viel Verwirrung, dass ich euch mal eine etwas vereinfachte Eselsbrücke bauen will:

Die Korngröße sollte sich grundsätzlich immer nach dem Medium/Sieb/Filter richten, mit dem ihr den Kaffee zubereiten wollt. Das Korn muss dabei so groß sein, dass es nicht durch die Maschen/Löcher/Ritzen fallen kann. Das ergibt schon rein physikalisch-geometrisch Sinn.

Darum ist zum Beispiel der Mahlgrad für die French Press mit dem gröberen Sieb auch größer als für den Filterkaffee, der selbst bei Dauerfiltern durch ein extrem engmaschiges Porennetz extrahiert wird. Am gröbsten ist also der Mahlgrad für den Porzellanfilter in der Karlsbader Kanne, dessen Poren ausnehmend prominent sind.

Barista Arne mit seiner Sammlung an Frech Press Kaffeebereitern in vielen Größen

Als Hilfestellung für den optimalen Mahlgrad in der Kaffeemaschine mit (und ohne) Mahlwerk empfehle ich stets, euch ausnahmsweise mal eine Tüte gemahlenen Supermarktkaffee anzugucken. Ihr könnt sie ja beim Nachbarn leihen.

Die Krönung- oder Tchibo-Mische begegnet euch immer in Pulverform, nicht in einer Kiesgrubenqualität. Die Körnchen sind aber noch gut zu erkennen. Und wir sind uns sicher einig, dass Supermarkt-Kaffee-Briketts auf nichts anderes ausgelegt sind als auf den Einsatz in der Kaffeemaschine. Warum die Hersteller der Mahlwerkmaschinen diesem „Ideal“ in den meisten Fällen nur nahekommen, es aber nicht erreichen, ist mir teilweise ein Rätsel.

Das Schöne beim Mahlwerk bzw. bei diesen Maschinen ist für die Hersteller jedoch, dass der Laie keine Ahnung hat, ob sein Kaffee jetzt richtig gemahlen wird oder nicht. Mit einer halbwegs gelungenen Extraktion und einem halbwegs überzeugenden Kaffee in der Kanne ist er zufrieden gestellt. Dass es aber noch meilenweit besser ginge, fällt unter den Tisch.

Das Größenproblem beim Kaffeemehl ist indes nicht nur in dieser Kategorie vorhanden. Viele kleine, günstigere Kaffeemühlen haben die gleichen Schwierigkeiten, allerdings schon in Richtung Espressokörnung. Dies liegt an der Passgenauigkeit vom Positiv- und Negativ-Bauelement im Kegelmahlwerk.

Je enger sich diese beiden Bauteile aufeinander zuschieben lassen, desto kleiner wird das dazwischen gemahlene Korn. Diese Passgenauigkeit kann im Kegel aber nur durch sehr saubere Materialien und eine hohe Präzision erreicht werden. Das ist bei Scheiben ein wenig einfacher.

Super Materialien und Präzision kosten jedoch Geld, das in den relativ günstigen Kaffeemaschinen mit Mahlwerk nicht investiert wird – zumindest meist nicht. Was glaubt ihr denn, warum gute Kaffeemühlen allein schon um die 300 Euro kosten?

Aus all diesen Gründen spreche ich in dieser Kategorie auch von der „Fehlertoleranz“ der Maschine, obwohl der Fehler in der Maschine selbst zu suchen ist. Grundsätzlich könnt ihr aber davon ausgehen, dass ein Gerät mit mehr Mahlstufen immer näher an unsere Idealvorstellung von „Mittelfein“ kommt als eine Maschine mit weniger als fünf Stufen.

Kannenmaterial

In meiner Testauswahl stehen Kaffeemaschinen mit Glaskanne grundsätzlich gleichberechtigt neben den Geräten mit einer Thermoskanne. Das ergibt auch Sinn, schließlich sagt die Kanne nichts über die Zubereitungsfähigkeiten und den Kaffeegeschmack.

Allerdings würde ich bei einem Modell, das sowohl in einer Thermo- als auch in einer Glasversion zu haben ist, immer den Aufpreis für die Thermoskanne zahlen.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Beem Isolierkanne

Ihr denkt jetzt vielleicht, das liegt an meinem Wunsch, die Kanne nach dem Brühen auf die Kaffeetafel zu stellen und mir keine Gedanken um die Temperatur machen zu müssen. Das stimmt auch teilweise. Allerdings fängt meine Temperatursorge schon viel früher an.

Bei jeder Zubereitungsmethode, in der das Brühen in eine Tasse eine Rolle spielt, gilt immer die Maxime „Wärmt das Gefäß vorher an!“

Viele Kaffeevollautomaten bieten dafür eine beheizbare Ablage, bei einer Siebträgermaschine solltet ihr die Tasse kurz mit heißem Wasser aus dem Wasserauslass anwärmen.

Beim Handfilter auf der Glaskanne oder bei der Chemex machen wir dies indes nicht, da hier das fast kochende Wasser als Kaffee praktisch direkt ins Gefäß läuft und es sofort anwärmt.

Bei Kaffeemaschinen machen wir diesen grundsätzlichen Schritt meist ebenfalls nicht, aber hier ist es ein Fehler.

Wie ihr in den Testberichten an den Messungen zur Kaffeetemperatur direkt nach dem Brühen seht, kommt der Kaffee weit unter einer optimalen Brühtemperatur in der Kanne an. Wir müssen einerseits davon ausgehen, dass nicht alle Maschinen eine optimale Brühtemperatur von rund 96 Grad Celsius erreichen, sondern weit darunter agieren. Ist das Glas der Kanne dann kalt, ist der Temperaturabfall noch größer.

Da wir nicht immer eine ganze Kanne Kaffee kochen, dreht sich das Verhältnis von „heißer“ Flüssigkeit und kaltem Glas auch nicht immer um, der Kaffee verliert in Rekordzeit an Temperatur.

Dieses Problem habt ihr bei einer Thermoskanne nicht, da das Isoliermetall die Temperatur in der Kanne hält. Auch bei einer weniger optimalen Temperatur am Auslass kommt so wenigstens nicht noch eine Abkühlung durch das Kannenmaterial hinzu. Die Unterschiede zu Glas sind hier teilweise enorm.

Gleichzeitig hat eine Thermoskanne den Vorteil, dass sie zusätzliche Wärme speichert, wenn ihr sie vorher extra mit heißem Wasser ausspült. Sie gibt also noch minimal dringend benötigte Wärme an den Kaffee ab, ohne ihn wie auf einer Heizplatte weiter zu kochen.

Andererseits hat Glas aber den Vorteil, dass ihr die Menge immer kontrollieren könnt. Außerdem lässt sich so eine Kanne leichter reinigen. Vergessen wir auch nicht, dass Glaskannen günstiger sind und als Ersatzteil nicht so sehr ins Geld gehen wie ihre Thermokollegen.

Maximale Brühmenge pro Durchgang und Durchlaufzeit

Der Einfachheit halber geben viele Hersteller die maximale Kaffeemenge pro Brühdurchgang in Tassengrößen an. Je nach Modell gibt es nur große Tassenangaben, nur kleine Tassenangaben oder beide Versionen auf einer Skala.

Der Industriestandard für kleine Tassen ist 125 bis 150 Milliliter, bei großen Tassen redet man von 250 Milliliter. Behaltet das im Hinterkopf, um zum Beispiel die Angabe „12 Tassen“ und „Füllmenge 1,5 Liter“ bei der Beem Filterkaffeemaschine Fresh Aroma Perfect Superior zu dekodieren. Hier ist also von kleinen Tassen die Rede. Bei Melitta kommen in der AromaFresh bei zehn Tassen am Ende 1,25 Liter in die Kanne.

Wenn ihr nicht gerade eine Kaffeemaschine fürs Büro oder für die koffeinsüchtige Großfamilie sucht, finde ich grundsätzlich, dass eine kleinere Füllmenge die bessere Idee ist. Denn damit ist alles andere theoretisch auch kompakter – und ihr habt nicht das Problem mit der abfallenden Temperatur in der Kanne oder einem zu großen Vorrat an Kaffeebohnen im Bohnenfach.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Beem Superior

Viel interessanter ist für mich die Durchlaufzeit. Hier gilt das Motto „Eile mit Weile“. Habt ihr auch schonmal bemerkt, dass gerade billige Kaffeemaschinen für zwanzig Euro direkt nach dem Einschalten mit dem Brühen loslegen und auch praktisch sofort Kaffee ausspucken?

Und fragt ihr euch deshalb nicht auch, warum zum Beispiel ein Handaufguss wesentlich länger dauert als der Durchlauf in der automatischen Maschine? Die Antwort liegt auf der Hand:

Ein guter Brühvorgang im Filter ist davon geprägt, dass Wasser vorsichtig und gleichmäßig in der optimalen Temperatur auf das Kaffeemehl trifft, Zeit zum Durchdringen des Kaffees hat und dann in optimaler Weise den extrahierten Kaffee in das Gefäß transportiert.

Eine Plastikbude heizt das Wasser auf eine transportier- und extrahierbare Temperatur auf (was nicht dem Optimum entspricht), spuckt dieses Wasser schwallartig auf den Kaffee (was kein Experte tun würde) und lässt es quasi mit Nachdruck durch das Kaffeemehl laufen. Hauptsache, die Aufgabe ist schnell erledigt.

Gute Kaffeemaschinen (mit und ohne Mahlwerk) lassen sich Zeit und sind insbesondere am Wasserauslass so konstruiert, dass die Flüssigkeit gleichmäßig und langsam auf das Kaffeemehl trifft. Diese Sorgfalt schlägt sich dann meist in einem längeren Brühvorgang nieder. Und das solltet ihr honorieren.

Einstellmöglichkeiten

Mit steigendem Preis könnt ihr bei Kaffeemaschinen mit Mahlwerk auch mehr einstellen? Dieses Urteil lässt sich leider nicht pauschal treffen. Gerade bei der Kaffeestärke, die meist über eine Bohnenskala am Gerät indiziert wird, gibt es häufig nur drei Versionen. Das ist auch völlig ausreichend.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Mahlgrad einstellen

 

Denn über diese Funktion stellt ihr ein, wie schnell oder langsam das Wasser durch das Kaffeemehl fließt. Je langsamer dieser Vorgang, der über „Siebe“ im Auslass reguliert wird, desto stärker wird der Kaffee. Dabei gibt es meist nur die Einstellung „ganz auf“, „ziemlich zu“ oder „irgendwo in der Mitte“.

Wenn ihr dies wisst, hält euch übrigens niemand auf, hier noch ein bisschen zu tricksen. Stellt ihr zum Beispiel den Wasserschwall am Anfang auf langsam, dann könnt ihr eine Pre-Infusion simulieren bzw. das „Blooming“ aus dem Handfilter nachempfinden. Aufdrehen könnt ihr das Wasser danach immer noch. Mit etwas Übung kommt so mehr Aroma in die Tasse.

Ansonsten gibt es eigentlich nur noch stets die Einstellung, dass ihr die Maschine auch ohne Mahlwerk und mit Pulverkaffee nutzen könnt. Analog zu den Kaffeevollautomaten, die dies auch bieten, wüsste ich aber nicht, wozu man die Einstellung braucht.

Beim Testsieger 2019 Beem Filterkaffeemaschine Fresh Aroma Perfect Superior habt ihr noch ein Feature namens „intelligente Wasserzufuhr“ an Bord, das für diese Maschinenkategorie tatsächlich ungewöhnlich ist.

Toller Kaffee

Beem Fresh Aroma Perfect Superior

Die beste Kaffeemaschine mit Mahlwerk

toller Kaffee in jeder Einstellung

einfach zu bedienen

hoher Funktionsumfang

viel Edelstahl

durchdachte Features vom Profi designt

Wassertank fix

lautes Mahlen

Günstig bei Amazon
Best Product

Normalerweise kocht eine Kaffeemaschine (mit oder ohne Mahlwerk) solange weiter, bis das Wasser alle ist. Darum müsst ihr beim Einfüllen des Wassers auch so genau nach der Skala vorgehen. Bei Beem sagt ihr vorher, wie viele Tassen ihr kochen wollt, die Maschine „merkt“ sich das und zieht den exakten Wasserbedarf.

Ich mag diese Idee an sich, weil sie Dosierungsfehler eindämmt. Auf der anderen Seite könnt ihr hier aber auch weniger tricksen und am individuellen Kaffeearoma drehen. Denn über das Verhältnis von Wasser zu Kaffeemehl lässt sich hier viel herausholen.

Entnehmbare Bestandteile und Bauteile

Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass ihr den Filterhalter komplett aus der Maschine herausnehmen und wieder einhängen könnt. Dadurch entfernt ihr die gebrauchten Filter nebst Kaffeesatz ohne große Kleckereien.

Kaffeemaschine mit Mahlgrad Filter entnehmen

Ich bin auch ein großer Freund davon, wenn euch die Maschinen gleich einen Dauerfilter ins Paket packen. Das ist zum Beispiel bei der Philips Grind und Brew HD7769/00 und auch der Severin KA 4811 der Fall.

Selbst, wer nur einmal täglich eine kleine Kanne Kaffee kocht, produziert theoretisch 365 Tage im Jahr Papierabfall. Der ist zwar kompostierbar, aber eben auch nicht zwingend nötig. Dauerfilter sind allerdings nicht alle gleich hochwertig und bieten die gleiche optimale Extraktion. Eigentlich bin ich dabei ein Freund von Stofffiltern statt von Kunststoffvarianten.

Ich würde euch hier raten, das Zubehör bei jeder Maschine auszuprobieren und darauf abzuklopfen, ob es den für euch besten Kaffee extrahiert. Falls ja, spricht absolut nichts dagegen, beim Dauerfilter zu bleiben.

Falls nein, nehmt gute Papier- oder Stofffilter und spült sie vor jedem Brühvorgang noch einmal im Filterhalter mit heißem Wasser durch. Das vertreibt Staub- und Papierreste. Und auch dafür sollte man den Filterhalter einfach entnehmen können.

Beim Bohnenbehälter gebe ich die Füllmenge nur der Vollständigkeit halber an. Hier bin ich ein Fan des Understatements und bevorzuge die kleineren Behälter. Damit kommt man nicht in die Verlegenheit, die Bohnen im Fach den Feinden Licht, Luft und Temperatur auszusetzen. Mehr dazu erläutere ich im Text „Kaffeedose oder Tüte?“.

Eine doppelte Bohnenkammer, wie sie etwa in der Philips Grind und Brew HD7769/00 und der Philips HD7766/00 angeboten wird, klingt für viele oft wie ein schlagendes Kaufargument. So könnt ihr nämlich unterschiedliche Bohnen zum Kaffeekochen anwählen und müsst nicht jedes Mal den Behälterinhalt austauschen.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Doppelkammer

Ein doppelter Bohnenbehälter bei einem einfachen Mahlwerk ergibt aber nur wenig Sinn bzw. weniger, als man meinen möchte. Denn beide Röstungen gehen den exakt gleichen Weg und ein Mahlwerk läuft in einer solchen Maschinenkonstruktion nie komplett leer.

Darum habt ihr immer noch signifikante Reste der Vorgängerröstung in eurer neuen Mischung. Der Effekt ist zwar nicht tragisch, aber gerade wenn ihr zwischen normalem und entkoffeiniertem Kaffee wechseln wollt, solltet ihr euch dessen bewusst sein.

Darum sage ich: Schön, wenn es angeboten wird, nötig ist die doppelte Bohnenkammer nicht.

Nötiger finde ich da schon einen abnehmbaren Wassertank. Doch der ist – zumindest in meiner Testauswahl – eher rar gesät. Ihr erhaltet ihn zumindest beim Severin KA 4811. Lässt sich der Wassertank entnehmen, ist das Einfüllen wesentlich leichter und klappt ohne Umweg über die Kanne. Es wird weniger gekleckert und ihr könnt genauer dosieren.

Severin Kaffeevollautomat Wasserbehaelter draussen

Außerdem ist die notwendige Reinigung simpler. Der Wassertank wird gerne mal ignoriert und einfach kontinuierlich neu befüllt. Dadurch sammelt sich jedoch Kalk an, der irgendwann die Wasserzufuhr verstopfen kann. Außerdem hat „stehendes“ Wasser die unangenehme Eigenschaft, dass es ein Tummelplatz für Mikroalgen und ähnliches Zeug wird, das sich als Schmierfilm auf die Tankwände legen kann. Wollen wir das im Kaffee? Nein!

Extras: Der Timer

Die von vielen von euch stark nachgefragte „Timer-Funktion“ habe ich im Test unter den Extras laufen lassen, weil auch dieses Feature nichts damit zu tun hat, ob die Maschine guten Kaffee macht oder nicht.

Ich verstehe aber sehr gut, dass sie ein dickes Plus für euch ist. Abends programmieren und morgens zum Duft frischen Kaffees aufstehen – wer mag das nicht? Der Timer hat sich inzwischen so als Standard etabliert, dass er selbst bei günstigeren Maschinen zu finden ist. Nur, wenn es deutlich unter 100 Euro geht, könnt ihr das nun wirklich nicht mehr verlangen. Darum fehlt er zum Beispiel bei der Severin-Maschine.

Ein Timer sorgt aber auch dafür, dass die Maschine beständig Strom zieht und immer auf die aktuell richtige Uhrzeit programmiert sein muss.

Mit weiteren Spielereien halten sich die Hersteller hier bewusst zurück – denn eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk lebt gerade auch von ihrer Einfachheit. Wir wollen ja die Zielgruppe nicht vergessen. Nur manchmal gibt es solche Einfälle wie einen drehbaren Sockel bei der AEG KAM 400.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk drehbarer Sockel

Das soll das Einfüllen erleichtern und klingt in der Theorie ziemlich gut. In der Praxis nervt dieses Feature jedoch ungemein und ist nicht besonders stabil gebaut. Mein Motto lautet deshalb bei den Extras: Nehmt sie nicht als Maßstab, sondern nur als Gimmick, das funktionieren sollte.

Warmhaltefunktion

Ich warte auf den Tag, an dem diese Funktion aus allen Kaffeemaschinen verschwindet. Aber da kann ich lange warten. Irgendwer hat irgendwann einmal ausgerufen, dass Kaffee aus der Maschine gefälligst lange heiß sein soll und deswegen auf einer Wärmeplatte stehen muss.

Dabei wird das Gebräu gemütlich weiter gekocht und so zum zweiten, dritten, vierten Mal „gebrüht“. Mit jedem neuen „Brühvorgang“ sterben das Aroma und sicher irgendwo ein Igelbaby. Die Warmhaltefunktion ist für mich einfach eine echte Krankheit.

Aber ich teste sie natürlich auch und messe nach zehn Minuten auf der Platte, wie es um die Testtemperatur steht. Auch hier gibt es immer wieder große Unterschiede, teilweise fallen die Werte um fast zehn Grad.

Hin wie her: Lasst es sein! Brüht den Kaffee und trinkt ihn sofort. Wenn ihr mehr braucht, brüht mehr. Soviel Zeit muss sein, so viel sollte euch der Kaffeegenuss wert sein!

Preis

Was dürfen alle diese Features und Angaben denn nun unterm Strich kosten? Wenn ihr einen genauen Wert wollt, würde ich eine Spanne zwischen 130 und 150 Euro ansetzen. Darunter mangelt es den Maschinen meist an einem guten Mahlwerk, darüber ist ziemlich oft Geldschneiderei zu finden.

In meinen Recherchen zu den aktuellen Testmodellen habe ich jedoch eine große Preisbewegung in dieser Maschinenkategorie beobachtet. Da sie immer mehr Aufmerksamkeit erhält, müssen die Hersteller ein bisschen härter Wettbewerb betreiben. Das schlägt sich in schnellen Preisanpassungen und Preisaktionen nieder. Beobachtet also euer Wunschgerät ruhig ein wenig länger!

Wie funktionieren Kaffeemaschinen mit Mahlwerk und was ist der Unterschied zum Kaffeevollautomaten?

Die einzige Schnittstelle zwischen einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk und einem Kaffeevollautomaten ist eben jenes Mahlwerk. Ansonsten handelt es sich um zwei vollkommen unterschiedliche Maschinenkategorien. Das erkennt ihr schon an den wesentlichen Grundzügen der Funktionalität:

 Kaffeemaschine mit MahlwerkKaffeevollautomat
FunktionsprinzipAutomatische FilterkaffeemaschineAutomatische KVA-Espressomaschine
Wesentliche ArbeitskraftSchwerkraftDruck
Zubereitete KaffeevariantenNichts außer FilterkaffeeAlles außer Filterkaffee
Kannenweise KaffeeImmerNur als Sonderfunktion
MilchaufschäumerNeinJa
EinstellmöglichkeitenBegrenztUmfangreich
Notwendiges WissenslevelNiedrigHöher
ReinigungsbedarfMittelHoch
Sinnvolle Einstiegspreiseum 100 Euroab 300 Euro
ProgrammierbarRudimentärJa

Die Kaffeemaschine mit Mahlwerk liefert also das, was viele von euch bei einem Vollautomaten immer vermissen: den großen Pott Filterkaffee. Dafür müsst ihr allerdings auf alle anderen Annehmlichkeiten der Vollautomaten verzichten.

Auf die grundsätzliche Funktion kondensiert ist eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk für 150 Euro auch nichts anderes als eine Melitta Easy für 25 Euro:

Easy Kaffeemaschine

Ein Heizelement erhitzt Wasser, sodass es durch eine Leitung nach oben steigt und über eine „Düse“ über gemahlenen Kaffee in einem Kaffeefilter „gespuckt“ wird. Das Wasser sickert durchs Kaffeemehl, extrahiert dabei den Kaffee und der läuft über einen Auslass mit Tropfstopp in eine Kanne. Fertig.

Diese automatisierte Form der Handfilterung wird bei einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk verbessert, weil ein automatisches Mahlwerk eingebaut ist, das die Kaffeebohnen in einer voreingestellten Menge pro Tasse frisch mahlt.

Bis auf den Mahlgrad (in endlichen Stufen) habt ihr bei einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk aber nur wenige oder keine Eingriffsmöglichkeiten bei den Faktoren Mahlmenge, Wassermenge pro Tasse, Brühtemperatur etc.

Das ließe sich zwar über manuelle Tricksereien bewerkstelligen, aber dafür gibt es kaum einen Grund bzw. ist das nicht der Anspruch der Zielgruppe. Die will einfach bloß den Pott Kaffee, aber mit besseren Ausgangsbedingungen, haben.

Das wiederum schlägt sich in einem niedrigeren Preis und wesentlich weniger Aufwand als beim Vollautomaten nieder. Auch müsst ihr weniger wissen und können. Wo ihr euch beim Vollautomaten stets mit allen Aspekten der Kaffeezubereitung auseinandersetzen solltet und möglichst viel einstellen müsst, könnt ihr euch bei der Maschine zurücklehnen – sobald ihr den richtigen Mahlgrad gefunden habt.

Deswegen sage ich auch immer: Viele suchen eigentlich eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk, entscheiden sich dann aber für einen Kaffeevollautomaten. Denn die „neue“ Version der guten alten Filtermaschine ist noch nicht so bekannt. Doch sie liefert, wonach es dem Durchschnittskaffeetrinker dürstet.

Welche Vorteile und Nachteile hat eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk?

Treue Leser von Coffeeness wissen, dass ich ein Purist bin. Daran hat sich auch nach unzähligen Tests von Maschinen für die Kaffeezubereitung nichts geändert. Ich trinke Kaffee und Espresso grundsätzlich schwarz und am liebsten aus dem Handfilter.

Schon aus beruflicher Sicht beschäftige ich mich aber immer intensiv mit dem Einstellen der Maschinen und suche nach den optimalen Faktoren für den perfekten Filterkaffee oder Espresso-Shot.

Diese feinteiligen Einstellungen bietet euch eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk nicht. Vielmehr ist sie so konstruiert, dass ihr im Idealfall gar nichts machen müsst und dennoch guten Kaffee herausbekommt, der aber nicht den Barista-Standards entspricht. Dafür hat diese Kategorie aber eines der wichtigsten Grundprinzipien guten Kaffees umgesetzt:

Nur frisch gemahlener Kaffee kann guten Kaffee machen!

Das ist das Hauptargument für diese Maschinenwelt und setzt sie schon von Natur aus vor alle normalen Filterkaffeemaschinen. Außerdem bietet sie unbestreitbare Vorteile gegenüber vielen anderen Methoden:

  • Automatisches Brühen einer großen Menge Filterkaffee
  • Ihr braucht keine extra Kaffeemühle und damit weniger Platz auf der Arbeitsfläche
  • Ein paar Einstellungen beim Kaffeegeschmack sind immer möglich
  • „Zur Not“ könnt ihr auch fertig gemahlenes Kaffeepulver verwenden (aber nicht aus dem Supermarkt!)

Die Nachteile der Kaffeemaschinen mit Mahlwerk sind:

  • Eine begrenzte Mühlenqualität sorgt für hohe Lautstärke und zu grobe Mahlergebnisse
  • Die Maschinen sind für ihre Kategorie recht wuchtig und hoch
  • Die begrenzte Funktionalität zeigt sich bei unterschiedlichen Röstungen

Die hohe Lautstärke wurde im Test bisher nur von der Philips Grind & Brew HD7769 widerlegt, die sich erfreulich leise an die Arbeit machte. Auch die Philips HD7766/00 mit Glaskanne hatte einen soundtechnischen Vorsprung im ersten Testdurchgang.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Filter

Das Problem des zu groben Mahlgrads besteht aber durch alle Testgeräte hindurch. Hier zeigt sich die Endlichkeit geringer Abstufungen und die relativ grobschlächtige Herangehensweise an das Thema Filterkaffee.

Andererseits: Wenn ihr einmal eine Balance zwischen eurer Lieblingsröstung, den Maschineneinstellungen und den offensichtlichen Schwächen des Geräts gefunden habt, könnt ihr Kaffee bis zum Abwinken trinken – und zwar sehr viel auf einmal.

Dahinter steckt auch eine gewisse Einstellung zur Zielgruppe: Kaffeemaschinen mit Mahlwerk richten sich an Gewohnheitstiere, die ihre Lieblingsröstung in Massen zu sich nehmen und davon nur selten abweichen. Das ist keine Wertung, nur eine Tatsache!

Für das Ausprobieren kleiner Batches und Probierbeutel lohnt sich der Einsatz dieser Maschine schlicht nicht. Das ist eher schon ein Spielfeld der Vollautomaten.

Tipps und Tricks für mehr Kaffeearoma: Wie stelle ich eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk ein?

Der erste Griff sollte bei jeder Maschine zum Mahlwerk gehen. Und der Weg führt immer zum kleinstmöglichen Mahlgrad. Bei Maschinen wie der Severin KA4811 mit fünf Stufen kann das schonmal frustrierend sein. Aber auch bei einer AEG KAM 400 mit neun Stufen ist der feinste Grad oft noch zu grob.

Doch wenigstens bekommen die Maschinen auch bei diesen Einstellungen brauchbaren Kaffee hin. Und alles ist besser als der Kiesgruben-Look, den das Kaffeemehl in den gröberen (und damit komplett überflüssigen) Stufen zeigt.

Ich kann euch zudem aus meiner Testerfahrung sagen, dass die Kaffeestärke in der „mittleren Bohneneinstellung“ meist am besten ist.

Um das Wässrigkeitsproblem zu umgehen, dass ein zu grober Mahlgrad nach sich ziehen kann, würde ich mit der Wassermenge spielen. Wenn ihr vier Tassen kochen wollt, könnt ihr zum Beispiel nur Wasser für 3,75 Tassen einfüllen, aber fünf Tassen Kaffee auswählen. Nehmt ihr noch die Kaffeestärke dazu, gibt es tatsächlich mehr Einstellmöglichkeiten als auf den ersten Blick vermutet.

Zum „Einstellen“ gehört für mich auch, dass ihr die Kanne immer vorher mit heißem (!) Wasser ausspült und so anwärmt. Außerdem solltet ihr einen Papierfilter stets in seiner Halterung mit Wasser ausspülen, bevor ihr ihn zum Brühen benutzt. Dann öffnet und befreit ihr die Poren, lasst sie schon einmal etwas anquellen und spült Produktionsreste sowie Staub aus den feinen Löchern.

Welcher Kaffee kommt in die Kaffeemaschine mit Mahlwerk?

Wie immer lautet meine erste Antwort auf eine solche Frage: Es gilt das Prinzip „garbage in, garbage out“. Benutzt ihr schlechten Supermarktkaffee oder totgeröstete Starbucks-Kaffeebohnen in eurer Kaffeemaschine, kann das kein guter Kaffee werden.

Darüber hinaus eröffnet euch die Kaffeemaschine mit Mahlwerk aber die Möglichkeit, euch bei den Röstungen auszutoben. Die Filtermethode ist ziemlich gut darin, feinere und blumigere Aromen herauszuarbeiten, die bei anderen Zubereitungsarten etwas untergehen.

Das liegt daran, dass der Filter die vorlauten Öle und Fette stärker zurückhält, die sonst den Geschmack und das Mundgefühl dominieren. Allerdings ist die Extraktionsweise bei einem Hand- und einem Automatenfilter dann doch so unterschiedlich, dass die Maschine stärker die Zitruselemente betont und mehr Öle durchlässt.

Darum schmecken Automatenkaffees vielen Menschen auch so gut, die einen dichten, stärkeren und klareren Kaffeeeinschlag bevorzugen. Gebt euch aber einmal den Spaß und probiert zum Beispiel eine Fruchtbombe wie einen Yirgacheffe oder einen Sidamo aus der Filtermaschine. Das kann ein durchaus überraschendes Frische-Ergebnis liefern, das eure Meinung zu Filtermaschinenkaffee ändert.

Grundsätzlich bin ich jedoch der Ansicht, dass eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk perfekt für eine Bohnenkategorie ist, die ich jüngst „Kompromiss-Kaffees“ getauft habe. Diese Einordnung kam mir beim Test von Martermühle Kaffee in den Sinn.

Martermühle Probierpaket

Kompromiss-Kaffees beherrschen sowohl die dunkle und kräftige Stilistik als auch eine klar frische Komponente. Dieser wunderbare Gegensatz kann in einer Filterzubereitung hervorragend herausgearbeitet werden. Je nachdem, wie ihr an den Einstellungen herumtrickst, kommt mal die eine, mal die andere Aromatik stärker zum Tragen. Das macht diese Röstungen spannend und sorgt dafür, dass die Kaffeemaschine nicht nur langweiligen Kaffee mit Wumms ausspuckt.

Wie reinige ich eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk?

Bei einer normalen Kaffeemaschine reicht es schon, öfter mal einen Entkalkungsdurchgang ohne Kaffeepulver zu starten. So einfach ist das bei einem Gerät mit Mahlwerk leider nicht – auch wenn die Hersteller so tun, als wäre es das.

Bis auf die Melitta AromaFresh lassen sich unsere Testmodelle nur schwer oder gar nicht bis zum nackten Mahlwerk auseinanderbauen. Darum müsst ihr hier auch entweder mit Reinigungstabletten für Mahlwerke arbeiten oder wenigstens Staubsauger und Pinsel ans Bohnenfach ansetzen.

Ansonsten gilt praktisch immer: Was sich ohne Gewalt von der Maschine nehmen lässt, sollte auch täglich gereinigt werden. Dies kann unter fließendem Wasser oder in der Spülmaschinen erfolgen.

Ich habe es schon deutlich gesagt: Der Wassertank stellt sich hier ziemlich häufig als Achillesferse heraus. Denn meist ist er fest verbaut. Wenn das, wie zum Beispiel bei der Severin KA 4811, nicht der Fall ist, dann darf dieses Bauteil natürlich auch sehr gern und sehr oft in die Spülmaschine. Ansonsten solltet ihr euch die Mühe machen und den Tank täglich leeren und trockenwischen. Sonst brüht ihr schnell mit Mikroalgen-Wasser. Nommy!

Super Preis-Leistung

Severin KA 4811

Gelungenes Durchschnittsgerät für den Durchschnittstrinker

Sehr einfache Bedienung

Umfangreiche Einstellmöglichkeiten

Leichte Reinigung

Abnehmbarer Wassertank

Schmale Silhouette

Fundamente guten Kaffees etwas unausgereift

Günstig bei Amazon
Best Product

Sollte ich eine Kaffeemaschine mit Mahlwerk gebraucht kaufen?

Gegen den Gebrauchtkauf einer gut gepflegten Filterkaffeemaschine habe ich eigentlich nichts. Allerdings bin ich überzeugt, dass viele nicht wissen, wie ein Mahlwerk zu pflegen ist. Dann kauft ihr euch am Ende ein angeranztes Stückchen Technik, das nur noch minderwertigen Kaffee produzieren kann.

Bei der aktuellen Preisbewegung in diesem Segment ist die Chance sowieso viel höher, dass ihr für sehr wenig Geld ein nigelnagelneues Schnäppchen schießen könnt.

Wundert euch aber nicht, wenn eure neue Maschine irgendwie gebraucht aussieht. Minimale Wasserflecken oder Kaffeepulverrückstände sind ein Überbleibsel der obligatorischen Funktionskontrolle im Werk, wo die Qualitätsprüfer auch nichts anderes tun, als mit der Maschine Kaffee zu kochen.

Danach macht nochmal jemand alles sauber. Aber die Reste zeigen euch eben auch, dass selbst bei der gründlichsten Reinigung immer noch Rückstände in der Maschine bleiben. Bei gebrauchten Geräten ist dies noch wesentlich mehr und häufiger der Fall. Denn dort reinigt ja keiner nach Industrie-Qualitätskontrollen-Standards.

Welche Ersatzteile ergeben bei einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk Sinn?

Es tut mir manchmal im Herzen weh, wenn ich bei Geräten um die 100 Euro darüber philosophiere, dass sich hier bei einem Defekt eine Neuanschaffung lohnt. 100 Euro sind eben doch kein Pappenstiel. Aber leider ist das nun einmal eine Grundvoraussetzung der Marktwirtschaft.

Und auch der Maschinenwelt: Sollte hier wirklich ein technischer Defekt auftreten, dann ist die Reparatur eigentlich immer teurer als der Zeitwert der Maschine.

Etwas anders sehe ich das bei der Kanne, die insbesondere aus Glas gern mal als erstes kaputtgeht. Habt ihr eine Maschine gefunden, die zuverlässig tollen Kaffee macht, dann plädiere ich zum Ersatzkauf, wenn es denn welchen gibt.

Meistens müsst ihr hier direkt beim Hersteller nachschauen, auf Amazon werdet ihr schwerer fündig. Gerade große Consumer-Marken wie Melitta sind jedoch darauf bedacht, euch mit den entsprechenden Glaskannen zu versorgen. Bei Preisen um die 30 Euro müsst ihr selbst entscheiden, ob es euch das wert ist. Ich würde es lieber bezahlen, als gleich eine neue Kaffeemaschine zu kaufen.

Dauerfilter sind so günstig und von so vielen Drittanbietern zu haben, dass wir über dieses Ersatzteil eigentlich nicht diskutieren brauchen. Geht das mitgelieferte Produkt kaputt, kauft einfach ein neues und macht so weiter wie bisher.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk: Sinnlos, nette Spielerei oder das nächste große Ding?

Meine Einstellung zu Kaffeemaschinen hat sich in den vergangenen Jahren durchaus gewandelt. Denn hier gibt es inzwischen Modelle, die sehr sorgfältig auf die Zubereitung guten Kaffees bedacht sind. Von sprotzelnden Plastikbuden sind diese modernen Versionen meilenweit entfernt. Das kostet zwar, es lohnt sich aber auch.

Bei den Kaffeemaschinen mit Mahlwerk bin ich noch lange nicht so überzeugt. Zwar finde ich es großartig, dass das Mahlwerk als wichtiger Bestandteil guten Kaffees nun hier auf besonders leicht verständliche Weise an Bord ist. Aber viel zu oft wirkt das Bauteil noch wie ein Gimmick, das einen hohen Preis rechtfertigen soll.

Kaffeemaschine mit Mahlwerk Uebersicht mit Frau

Ich sehe hier aber auch riesige Entwicklungspotentiale und dass viele Hersteller mit jedem neuen Modell besser begreifen, worauf es in der Kategorie wirklich ankommt. Sollte sich diese Maschinenwelt durchsetzen – und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es so kommen wird – können wir hier noch Großes erwarten.

Ich freue mich auf eure Kommentare, Fragen und Meinungen!

14 Kommentare

    Sehr schön geschriebener Blog.
    Danke sehr!

    Antworten

    Alle Achtung,
    vielen Dank für die ausführlichen neutralen Informationen. Ich habe ca. 4/5 Jahre zufrieden eine Philips HD7740 benutzt, nun ist die Öffnungsklappe verrottet und hakt öfters.
    Das Mahlgut war mir etwas zu grob, so wie es auch Ihr Test ergibt. Nach Lesen Ihrer Recherchen ist für mich die BEEM wegen dem feineren Mahlwerk mein Favorit geworden.

    Antworten

    Vielen Dank für den Bericht, dieser erleichtert meine Suche nach einer neuen Maschine, hatte 1 Jahr eine BEEM und war sehr zufrieden, leider ist das Mahlwerk schon kaputt, da diese Firma nicht mehr existiert hilft mir auch keine Garantie.

    Antworten

    Hallo 🙂
    Nachdem meine alte Beem mit Mahlwerk (übrigens in grün) nach 8-9 Jahren den Geist aufgeben hat, war ich auf der Suche nach was neuem und da bin ich bei meinen Recherchen zwecks der Philips auf eure Seite gestoßen. Okay, ich gestehe, es ist dennoch ne ganz andere geworden das lag aber an dem abnehmbaren Bohnenbehälter und auch ein wenig an dem Design, was mich so an meine Großeltern erinnert… verrückt, ja.
    Vielleicht wollt ihr die ja auch mal in eure Testreihe aufnehmen 😉 es ist eine Melitta Aroma Fresh geworden und ihr Mahlwerk ist für mein Empfinden wesentlich leiser, als bei meiner alten geschmacklich, so als nicht Profi, finde ich die Ergebnisse mit der neuen auch super. Aber wie gesagt, mich würde schon interessieren, was ihr dazu sagt 😉

    Ich werde euch auf alle Fälle verfolgen, vielleicht erfahre ich ja noch etwas mehr…

    Liebe Grüße aus Oberfranken

    Antworten

    Hallo Arne,

    ich möchte noch meine Erfahrungen mit der BEEM bekannt machen.

    Nach knapp einem Jahr schaltete die Wasserheizung und Heizplatte nicht mehr ein.
    Rücksendung und Reparatur auf Garantie ohne Probleme.
    Die Maschine hat aber vor der Reparatur auch auf feinster Einstellung nur recht grobes Kaffeepulver produziert. Nach der Reparatur (ev. war es nur ein Austausch gegen eine andere Gebrauchte) mahlte sie sehr fein. Es gibt also auch bei BEEM entweder Fertigungstoleranzen oder eine möglich Feinjustierung im Gerät…

    Zur Haltbarkeit:
    Nach zwei Jahren täglichem Betrieb versagten die Tippschalter zur Zeit- / Programmverstellung. Da ich nie mit Timer Kaffee gekocht habe, kein großes Problem. Aber neuerdings schaltet auch der Einschalter für das Mahlprogramm nicht mehr zuverlässig. Die verbauten Mikroschalter sind vermutlich nicht sehr langlebig.
    Ich vermute, dass sich ein Einsenden und Instandsetzung nicht lohnt.

    Ansonsten schmeckt mir der Kaffee aus der BEEM immer noch sehr gut. Ich würde lediglich auf ein anderes Fabrikat wechseln, wenn ich von einer längeren Lebensdauer ausgehen könnte.
    Übrigens: Eine Edelstahlblende ist für mich nur eine Geschacksfrage. Hochwertige Kunststoffe können eine gleiche Qualität und Haltbarkeit erlangen. Und die Qualität im Inneren (z.B. verbaute Schalter) ist leider nicht erkennbar, bis es zum Schaden kommt.

    Antworten

    Hallo,
    wir haben auf Ihren Test hin die Beem Kaffeemaschine gekauft. Das Teil kam wurde getestet und wieder eingepackt. Ich weiß nun nicht ob Sie jemals guten Kaffee getrunken
    haben . Ich bevorzuge guten Kaffee, schwarz, stark und heiß. Diesen Kaffee kann man nur als „Plörre“ bezeichnen. So heißt Kaffee der nicht schmeckt in Sachsen. Übrigens kann es nicht liegen, er War keiner vom Discounter.

    Mit freundlichem Gruß
    Hartmut u. Christine Schreiber

    Antworten

    Hallo, ich bin auf der Suche nach eine Kaffemaschine wie die Phillips Gourmet aber mit Timer Funktion..kannst du da eine empfehlen?

    Ganz liebe Grüße und vielen Dank schonmal im Voraus.

    C.Ficke

    Antworten

    Die Philips 7769 hat ein Timer

    Antworten

    Hallo,
    danke für die ausführlichen Tests…was mich gerade vom Kauf der Philips HD 7766/00 abhält sind die schlechten Rezensionen auf Amazon. Was meinst du dazu?
    Wie ist die HD 7762/00 im Vergleich? Ist das Keramik Mahlwerk nicht besser?
    Wenn wir mal Preis- Leistungsverhältnis außer Acht lassen…welche wäre dann die Ultimative Kaffeemaschine für zuhause?
    Danke

    Antworten

    Hallo,

    ich bin auf der Suche nach einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk, Kanne und Espressofunktion. Außerdem sollte sie noch einen Timer besitzen.
    Leider habe ich bisher nur Modelle entweder mit Mahlwerk und Kanne aber ohne Espressofunktion; oder mit Mahlwerk und für Espresso aber ohne Kanne; oder mit Espresso und Kanne aber ohne Mahlwerk gefunden. Frage an den Fachmann, habe ich mal wieder eine Wunschvorstellung die es nicht gibt ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Bernd Steinbrecher

    Antworten

    Hallo, hatte Ca. 4 Wochen die Kaffeemaschine von Philips die 7766/00. Leider wollte sie immer nur entkalkt werden. Dampfte nur und der Kaffee wurde viel zu grob gemahlen. Kaffee Geschmack war super. Konnte sie ohne Probleme zurück geben. Jetzt suche ich eine neue mit Mahlwerk. Aber eine, die besser funktioniert. Kannst du mir einen Tipp geben.

    Antworten

    Hallo Arne,
    haben Sie die Beem Fresh Aroma Perfect V2 auch einem Langzeittest unterzogen? Ich habe jetzt die dritte dieser Kaffeemaschinen innerhalb eines Zeitraumes von knapp zwei Jahren (die erste gekauft – die anderen beiden im Austausch im Rahmen der Gewährleistung). Jeweils nach einem halben Jahr brühte die Maschine nur noch zwei Tassen und schaltete sich dann aus. Man muß dann die Maschine so oft wieder einschalten, bis die gewünschte Menge Wasser durchgelaufen ist. Eine nervenaufreibende Angelegenheit von zeitraubender Dauer. Die Maschinen wurden von mir nach Herstellervorschrift behandelt und auch nur mit Originalzubehör entkalkt und gereinigt.

    Antworten
    Arne

    Hallo Doris, danke für den Kommentar. Langzeittests mache ich nur selten. Also leider nein.

    Antworten

    Hallo Arne,
    kannst du was über den Testsieger ( ETM Testmagazin ), Gastroback 42711 Grind & Brew Pro, sagen ?

    mfg
    Martin

    Antworten

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