Espresso Test 2019: Die ewige Suche nach der besten Bohne

Auf Coffeeness teste ich seit 2008 Espressobohnen. So hat dieser Kaffee-Blog angefangen und diese Tests sind immer noch ein wichtiger Teil von Coffeeness. Die Auswahl des richtigen Espressos für den Siebträger oder den Kaffeevollautomaten ist nicht immer einfach. Hier stelle ich meine Favoriten vor.

  • Quijote Kaffee

    Arnes Empfehlung

    Bestes Preis-Leistungsverhältnis

    Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis

    Tolles Team

    Tolle Espressos

    Machmal ausverkaufte

  • mehrwert kaffee

    Arnes Empfehlung

    Tolles Projekt trifft auf tollen Kaffee und Unternehmer, denen wir ihre Mission glauben

    Transparent

    Nachhaltig

    Köstlich

  • Langen

    Tolles Preis-Leitungs-Verhältnis

    Beständige Qualität seit Jahren

    Viele Bio Kaffees

    Keine sehr fruchtigen Kaffees

  • Illy Espresso

    Für Supermarktbohnen relativ gut

    Zu teuer bei der Qualität

    Oft alt im Supermarkt

    Komische Werbeversprechen

Analog zum Leitartikel für den Kaffeebohnen Test benötigte auch dieser Ratgeber zum besten Espresso 2019 unbedingt mal ein Update. Denn mir ist etwas aufgefallen: Obwohl ich ein ausgemachter Fan heller Röstungen aus dem Handfilter bin, teste ich tendenziell mehr Espresso- als Kaffeebohnen. Ausreichend Verkostungs-Material ist also vorhanden.

Warum ist das so? Ich habe folgende Vermutungen:

  • Der Siegeszug der Kaffeevollautomaten hat Espressobohnen eine neue Bedeutung gegeben
  • Ihr liebt es stark, schwarz und konzentriert
  • Guter Espresso ist schwerer zu finden als guter Kaffee
  • Die Grenze zwischen Kaffee und Espresso ist fließend
  • Der Siebträger verdrängt zunehmend den Vollautomaten – auch in Einsteigerküchen

Ob das stimmt, möchte ich in diesem Ratgeber untersuchen. Wie versprochen, erfahrt ihr auch alles zu den besten Espressobohnen und findet heraus, wie ihr sie erkennt. Außerdem gehe ich kurz auf den Unterschied zwischen Kaffeevollautomaten und Siebträgermaschinen ein und erläutere, mit welcher Methode ihr wirklich das Beste aus euren Bohnen holt.

Viele Angaben, die ich hier mache, decken sich mit meinen Erkenntnissen aus dem Kaffeebohnen Test. Das ergibt Sinn, schließlich ist Espresso letztendlich nichts anderes als eine länger geröstete Form von Kaffee.

Kaffeeaufbereitung Roesten

Oder genauer gesagt: Eine Bohne, die zuerst ein idealer Filterkaffee war, wird mit etwas mehr Röstzeit zu einem ebenso idealen Espresso. Doch gerade diese Grenze verschwimmt immer mehr.

Was ihr hier nicht finden werdet, sind Empfehlungen für Supermarkt-Kaffee oder einen definitiven Testsieger. Denn auch wenn ich meine ewigen Lieblinge habe, kommen immer wieder neue Knallerbohnen in meine Küche. Ein paar davon stelle ich euch hier vor.

Formale Anforderungen an die besten Espressobohnen – Mach dich nackig!

Noch vor wenigen Jahren haben es reine Industrieröstungen wie der Lavazza Caffè Crema Dolce in meinen Test geschafft und wurden in eigenen Berichten von mir zerlegt. Das würde ich inzwischen nicht mehr tun.

Wenn überhaupt, dürfen solche Bohnen nur noch in Rant-Texten wie zum Supermarkt-Kaffee oder in Aufsätzen wie zum Thema klassisch-italienische Röstungen auftreten.

Eine audiovisuelle Ausführung dazu findet ihr auch im Video Espresso Test im Vollautomat: Supermarkt oder Rösterei?

Ich habe keine Lust, mehr Zeit und Aufwand in solche Angebote zu investieren, als nötig ist – nur, um euch letztlich davon abzuraten. Das hat nicht ausschließlich etwas mit offensichtlichen Qualitätsmerkmalen zu tun, die ich weiter unten noch ausführe.

Es hat vor allem damit zu tun, dass Kaffee ein einzigartiges Produkt ist, dessen Wert sich in der gesamten Wertschöpfungskette und schlussendlich auch im Preis niederschlagen muss.

Ein Beispiel: Der schon erwähnte Lavazza kostet im Supermarkt meist um die 14 Euro für das Kilo Espressobohnen. Der Superiore aus der fantastischen Tegernseer Kaffeerösterei kostet in der gleichen Packungsgröße 40 Euro.

Nun ist das Tegernseer Exemplar wirklich ein High End-Produkt. Doch es hat einen guten Grund, warum etwa auch der bescheidenere Bio-Espresso Grano Gayo von Coffee Circle erst ab 29,90 Euro pro Kilo zu haben ist:

Die besten Espressobohnen kommen von Herstellern, die sich in Sachen Beschaffungskette ihres Rohprodukts nackig machen und offenlegen, wer wie viel an einer Packung verdient. Sie zahlen den Kaffeebauern (!) bessere Preise, als es momentaner Weltmarkt-Preisstandard ist.

Espressobohnen Test Coffee Circle Gayo Close

Sie schalten unnötige Zwischenhändler aus und achten darauf, dass ihr Kaffee soziale, ökologische und formale Maßstäbe erfüllt. All das kostet wesentlich mehr Geld, als aus einer Packung für 14 Euro gerecht verteilt werden kann.

Und gerecht meint, dass die eigentlichen Produzenten des Kaffees angemessen für ihre Arbeit entlohnt werden. Keine Überraschung: Bei Industriemischungen verdient hauptsächlich der Markeninhaber.

Woher ich das weiß? Daher, dass ich über die Bohnen in der Supermarkt-Kaffeetüte nichts weiß!

Wenn ihr mal sehen wollt, wie heftig Fans bestimmter Super-Marken auf genau solche Erkenntnisse reagieren und mit welchen Argumenten dann gegengehalten wird, schaut euch die Kommentare zum Cream Diamonds Espresso Test an:

Da wird die Magenfreundlichkeit des Kaffees und ein Geschmack gelobt, der alle Trinker zufrieden stellt – außer mich. Der niedrige Preis ist auch immer wieder ein positives Argument. Genauso wie die Tatsache, dass soooo viele Amazon-Rezensionen was anderes sagen als ich.

Mein Fotobeweis vom Bohnenbild wird als „Montagsprodukt“ abgetan, während meine Objektivität angezweifelt und mir Schleichwerbung für gute Röstereien unterstellt wird.

Ich will‘s mal so sagen, wie es ist: Das ist keine Schleichwerbung. Das ist ein offenes Bekenntnis zu diesen Röstereien. Mit Megafon und Fanfare.

Denn nur wenigen Kommentatoren fällt auf, dass all die reflexartig abgefeuerten „Gegenbeweise“ etwas Fundamentales ignorieren:

Der „tolle“ CD gibt keinerlei Informationen zu seiner Herkunft und Entstehungsgeschichte und liegt mit 16 Euro pro Kilo weit unter einem verträglichen Standard. Aber Hauptsache, das Bäuchlein ist glücklich und die Verlobte mag ihn auch.

Auch wenn man es Arroganz nennen mag, bleibe ich bei meinem unverrückbaren Grundbekenntnis: Gegen eine solche Einstellung arbeite ich mit jeder Faser meines Seins und mit dem Projekt Coffeeness seit über zehn Jahren an!

Checklisten – Wichtige Infos über eine Bohne

Mal ganz abgesehen vom Geschmack und der Qualität – eine Bohne, die auch nur ansatzweise ernst genommen werden möchte, sollte folgende Faktoren erfüllen:

  1. Klare Angabe des Rösters: Wo und von wem wurde der Kaffee tatsächlich hergestellt?
  2. Klare Angabe der Herkunft: Das Land ist der Mindeststandard, noch besser sind Region, Stadt, Kooperative und Farm
  3. Klare Angabe der Kaffeefamilie: Handelt es sich um einen Mix aus Robusta und Arabica? Wenn ja, in welchem Verhältnis?Arabica und Robusta Unterschied
  4. Klare Angabe der Varietät: Welche Version der Arabica-Pflanze (oder Canephora) wurde überhaupt verarbeitet?
  5. Klare Angabe des Handelswegs: Großhändler, Importeur, Fair Trade (das Prinzip, nicht das Siegel!) oder Direkthandel?
  6. Klare Angabe der Aufbereitung: Wie wurden die Kaffeebohnen nach der Ernte in verkaufsfähigen Rohkaffee verwandelt?
  7. Röstdatum und -profil: Wann und wie wurde der Kaffee überhaupt geröstet?

Diese allgemeinen Anforderungen – und die dahinter stehenden Erklärungen – decken sich mit den Aussagen im Leitartikel zum Kaffeebohnen Test. Sie gelten schließlich für jede Art von Kaffee. Darum will ich hier auch nicht ausführlich darauf eingehen, nur ein paar Worte dazu verlieren, was ihr daraus ableiten könnt:

  1. Über die Herstellerangabe wird deutlich, ob es sich um ein Produkt mit vielen Vätern, langen Wegen und merkwürdigen Konzernstrukturen handelt. Eine gute Espressoröstung wurde direkt vom Anbieter am Unternehmenssitz verarbeitet. Oder anders gesagt: Röstort = Firmensitz = Verkaufsort = besserer Espresso. Die Angabe eines Rösternamens ist ein dickes Plus.
  2. Mit der Herkunftsangabe erhaltet ihr einen grundsätzlichen Fingerzeig zum Geschmack. Da sich zum Beispiel Espresso aus Brasilien von Region zu Region unterscheidet, sind kleinteilige geografische Angaben umso wichtiger. Sammelbegriffe wie „Lateinamerika“ haben nullkommanix Aussagewert.
  3. Kaffeefamilie und Varietät geben Aufschluss über den Geschmack und den Stil der Espressobohnen. Je größer der Canephora-Anteil, desto kräftiger wird die Angelegenheit (siehe unten).
  4. Zum Handelsweg habe ich eine klare Meinung: Siegel jeglicher Art sind mir vollkommen wurscht – da ihr sie eh nicht nachvollziehen könnt. Ein transparenter Direkthandel unter Beachtung ökologischer Maßgaben ist das Ideal.
  5. Über die Aufbereitung erfahrt ihr ebenso etwas zum tendenziellen Geschmack wie über die Varietät und das Land. Die trockene Aufbereitung liefert sehr süße Anklänge, die nasse Aufbereitung bildet eine Region hervorragend ab.
  6. Das Röstdatum ist eure Maßgabe für eine zentrale Forderung: Espressobohnen müssen frisch sein, damit sie überhaupt Sinn ergeben.Kaffeemarktplatz Test Amazon Vergleich Roestdatum
  7. Je enger das angegebene und tatsächliche Röstprofil beieinander liegen, desto klarer ist das handwerkliche Können des Rösters. Starke Abweichungen sollten euch stutzig machen. Genauso die Tatsache, dass es fehlt.

Speziell für Espresso gibt es unterdessen ein paar Eigenheiten in den formalen Anforderungen, die ich an dieser Stelle genauer ausführen möchte.

Robusta und Arabica im Espresso

Die Robusta-Bohne als direkte Schwester der Arabica ist eine ausgemachte Espresso-Eigenheit. Das kann sogar so weit gehen, dass wir es wie bei der Huber Robu Espresso Kollektion mit Bohnen aus 100 Prozent Robusta zu tun bekommen. Auch die Robusta-Variante von Happy Coffee ist eine echte Wucht.

Happy Coffee Sidamo Robusta Arne

Diese Wucht aus Schokolade, klaren Bitternoten und hohem Koffeingehalt kann eine absolute Sensation sein. Oder wie im Falle Zombie Kaffee komplett nach hinten losgehen.

Denn wie ich in meinem ausführlichen Text Arabica und Robusta Kaffee: Gemeinsamkeiten, Unterschiede und der Tanz um den Qualitätsbegriff festgehalten habe, trägt die Robusta-Bohne ihren Namen nicht umsonst. Korrekterweise müsste sie sowieso immer botanisch als Canephora bezeichnet werden.

Sie ist wesentlich erdiger und eckiger im Geschmack und in vielen Espressomischungen hauptsächlich dafür da, noch mehr Stärke und eine ordentliche Crema ins Spiel zu bringen.

Dieses „hauptsächlich dafür da“ verführt dazu, der Canephora weniger Aufmerksamkeit als dem Hauptakteur Arabica zu schenken. Und zum Beispiel davon auszugehen, dass ein exzellenter Espresso von einem etwas minderwertigeren Anteil Robusta schon nicht schlechter wird.

Die 100%-Mischungen beweisen aber, dass dieser scheinbare Qualitätsunterschied kompletter Quark ist. Und deswegen sollte eine Rösterei, die ihren Espresso mit Canephora pimpt, dabei genau die gleichen Maßstäbe an Qualität und Transparenz anlegen.

Hier finde ich es sogar noch wichtiger, dass neben dem Herkunftsland auch die Region und Farm genannt werden. Das gilt insbesondere für Canephora aus Vietnam: Das Land ist der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Erde und gleichzeitig größter Lieferant für Robustabohnen.

Auf extrem kleiner Fläche werden hier von ungemein vielen kleinen Kaffeebauernfamilien meist sehr minderwertige Bohnen angebaut, die tatsächlich nichts anderes können, als den Espresso aufzufüllen. Wirklich gute Erzeugnisse muss man mit der Lupe suchen. Das machen euch transparente Angaben leichter.

In der Robu-Kollektion von Huber Kaffee steckt zum Beispiel indischer Robusta von der Sirgoor Plantage. Die rumpeligere Bohne macht in Indien etwa 60 Prozent der Anbaufläche aus, hat aber wegen der Arabica-Expertise des Landes oft eine bessere Qualität. Witzig dabei: Reiner Arabica-Kaffee aus Indien ist ziemlich häufig eine große Enttäuschung. Das alles wisst ihr aber nur, wenn ihr wisst, woher die Canephora im Espresso wirklich stammt.

Huber Robusta Espresso mit 50%, 80% und 100%

Im Bohnen-Vergleichstext habe ich auch einen Punkt festgehalten, der uns nach meiner Ansicht in den nächsten Jahren immer mehr beschäftigen wird: Robusta ist wesentlich besser gegen den Klimawandel gefeit als Arabica.

Darum wird Robusta im Espresso auch in der Specialty Coffee Szene demnächst wohl eher die Regel als die Ausnahme.

Bis jetzt ist es eher Usus, sein Können als Röster mit Espresso unter Beweis zu stellen, der völlig ohne Robusta auskommt. Das hat nicht nur etwas mit dem besseren Ruf der Arabica zu tun, sondern auch mit dem Röstprofil.

Das Röstprofil – Dunkel war einmal

Wenn auf einer Bohnenpackung heutzutage unter Röstprofil „Espresso“ vermerkt ist, kann sich praktisch jede Schattierung dahinter verbergen. Denn die Zeiten, in denen ihr Espressobohnen ausschließlich an der bummsdunklen Farbe und der öligen Oberfläche erkennen konntet, sind (Gott sei Dank) vorbei.

Bei bummsdunkel und ölig lautet mein Urteil nämlich ziemlich häufig „Tod durch Röstung“. Richtig gut erkennt ihr das unter anderem im XO EFA Kaffee Test. Der soll übrigens eine mittlere Röstung darstellen. Muahaha.

XO Efa Bohnenbild

Eine sehr dunkle Röstung ist einerseits die perfekte Methode, um eine schlechte Bohnenqualität oder eine falsche Röstkurve zu kaschieren. Andererseits soll so Espresso im süditalienischen Stil entstehen, der hauptsächlich kräftig und bitter ist.

Der Trend geht – wenn es schon italienisch sein muss – jedoch ganz klar in Richtung Norden und damit zu einer helleren Röstung, die euch nicht so heftig anschreit und gleichzeitig mehr Facetten zeigt. Ein schönes Beispiel für diesen Stil ist der Black Ape Espresso von Quijote Kaffee.

Meine Favoriten orientieren sich sogar noch stärker am Handfilter-Trend und liefern ausnehmend fruchtige, säurebetonte Espressi. Und ja, das geht. Ich sagte ja schon, dass Kaffee und Espresso bei der Röstzeit meist nur Sekunden voneinander entfernt liegen – und auch ein wenig Einstellungssache sind.

Wie solch eine gelungene Unentschiedenheit aussieht, seht ihr zum Beispiel am sehr frischen Angelique’s Finest Espresso.

Angeliques fines Espresso Bohnen

Die Zubereitungsempfehlung – Sieb ist Trumpf

Meine Augenbrauen wandern stets reflexartig in die Höhe, wenn auf einer Packung Espressobohnen als Zubereitungsempfehlung ausschließlich der Kaffeevollautomat steht – oder gar mit Aufklebern wie „optimiert für Vollautomaten“ geworben wird.

Ich sage es immer wieder:

Einen Espresso erhaltet ihr ausschließlich aus der Siebträgermaschine!

Aus dem Kaffeevollautomaten erhaltet ihr einen KVA-Espresso. Der wird zwar ähnlich zubereitet, aber nicht genauso.

Der wesentliche Unterschied beruht auf dem Druck, der beim Brühen entsteht. Ein Vollautomat ist nicht in der Lage, Kaffee so fein zu mahlen, so gut zu verdichten und so viel Wasserdruck aufzubauen wie eine Espressomaschine nebst externer Kaffeemühle.

Das merkt ihr schon daran, dass ihr beim Siebträger Dinge wie das Mahlen und Verdichten (Tampen) von Hand nach ganz bestimmten Vorgaben erledigen müsst. Diese Vorgaben lauten: das Kaffeemehl muss staubfein sein; der Anpressdruck muss sehr hoch, gleichmäßig und mit einem perfekt austarierten Tamper erzeugt werden.

Arabica und Robusta im Coffeeness Vergleich

Der Vollautomat als Kompromissgerät kann weder die feinstmögliche Mahlgradeinstellung abliefern, da das feine Kaffeemehl die Leitungen verstopfen würde. Noch ist er in der Lage, auch aus diesem Grund, eine entsprechende Verdichtung des Kaffeepucks zu erzeugen.

Dass sich Espresso und KVA-Espresso optisch dennoch fast nicht unterscheiden, liegt daran, dass der Automat den Siebträger mit einem Trick nachahmt:

Die Crema, die oft ein Gradmesser für die Espressoqualität ist, wird beim Vollautomaten nach der eigentlichen Extraktion durch Quirle und Düsen erzeugt.

Beim Siebträger entsteht sie rein durch das Zusammenspiel von Kaffeemehl, Wasser, Druck und Temperatur – also während der Extraktion.

Was euch bei bestimmten Espressobohnen als Qualitätsmerkmal „optimiert für den Vollautomaten“ verkauft wird, ist meist eine verschwurbelte Angabe für einen Canephora-Anteil. Denn Robusta sorgt für eine stabilere Crema bzw. dafür, dass dieser Kaffeeschaum auch mit Quirlen und Co. leichter entsteht.

Davon abgesehen schließen sich Espressobohnen und Vollautomaten niemals aus. Die Bohnen können außerdem auch in ganz anderen Helfern zubereitet werden. Dazu komme ich weiter unten noch einmal genauer.

Den Füchsen unter euch fällt jetzt sicher auf, dass ich etwa beim Happy Coffee Test oder zum Rabenschwarz Espresso sage, dass sich die Auswahl gut im Vollautomaten macht. Ist das ein Widerspruch zum eben Gesagten? Nein. Eher eine Besonderheit bestimmter Espressomischungen:

Funktioniert eine Espressoröstung im Vollautomaten, dann in vielen Fällen besonders gut als Americano. Also als Espresso, der anschließend mit heißem Wasser aufgegossen wird.

Cafe Americano Zubereitung

In der reinen, konzentrierten Form merkt ihr im Direktvergleich Siebträger vs. Vollautomat viel schneller, dass es sich beim Kaffeeautomaten um ein Kompromissgerät handelt. Es „rasiert“ viel an den Rändern des Aromenprofils ab und nimmt dem Mini-Schluck Kaffee damit sein überzeugendes Profil.

Wenn ihr dieses rasierte Profil allerdings mit Wasser verlängert, renkt sich der Geschmackseindruck auf anderer Ebene wieder ein. Das lässt sich schwer beweisen und ist eher ein Erfahrungswert, den ich in vielen Tests gesammelt habe.

Außerdem profitieren solch passende Espressoröstungen für den Vollautomaten meist erheblich von Milch und Milchschaum. Klar, das ist auch beim Siebträger nicht anders.

Aber das Zusammenspiel von Kaffee und Milch funktioniert im Vollautomaten häufig besser, während ein und dieselbe Bohne im Siebträger zu einem Solokünstler heranwächst.

Auch das ist absolute Einstellungssache und jedem von euch überlassen. Doch das meine Einschätzung ganz gut ist, zeigt sich daran, dass sehr vorwitzig-spritzige Röstungen im Vollautomaten meist nicht funktionieren. Sie werden durch das „Rasieren“ schnell sehr sauer. Da hilft auch die Milch nix mehr.

Wie ich Espressobohnen Tests durchführe – Und was ihr davon habt

Früher war ich ein echter Snob und habe alle Espressobohnen Tests auf meiner La Pavoni Professional Handhebelmaschine durchgeführt. Auf der ollen Diva zeigt sich nämlich jeder Espresso in seiner reinsten Form.

La Pavoni Professional Arne

Das mache ich schon längst nicht mehr. Vielmehr bin ich dazu übergegangen, mich durch die gesamte Automaten- und Gerätewelt in der Espressoabteilung zu wühlen. Selbst die Herdkanne hole ich manchmal raus, wenn mir keiner etwas anderes vorschreibt.

Auch die recht neue Welt der Hybridmaschinen als Mix aus Siebträger und Vollautomat durfte schon für Espressobohnen Tests herhalten. So habe ich etwa den Schwarzwild Café Crème auf der DeLonghi La Specialista untersucht. Wie schon erwähnt, schmeiße ich auch gern den Kaffeevollautomaten an.

Am liebsten bleibe ich jedoch bei Espressomaschinen, wobei ich hier in jüngster Zeit reichlich Abwechslung hatte. Der Rabenschwarz hatte seinen Auftritt im Bezzera Matrix Top DE, der mehrwert Kaffee Test wurde unter anderem von der Solis Barista Gran Gusto begleitet.

Hier bin ich tatsächlich spielfreudiger als im Kaffeebohnen Test, wo es am Ende des Tages dann doch immer der Handfilter wird.

Handfilter Barista Arne

Ich bin nämlich zur Überzeugung gelangt, dass es euch überhaupt nichts bringt, wenn ich Espressobohnen nur auf der Profimaschine teste. Sie sollen schließlich im Alltag funktionieren. Nicht jeder will außergewöhnliches Equipment, sondern einfach guten Kaffee.

Außerdem bin ich so viel unterwegs, dass ich meine Tests bei den verschiedensten Bekannten mit der unterschiedlichsten Ausstattung durchführe. Und das zeigt auch, wie vielseitig Espresso sein kann. Von wegen immer nur bitter, schwarz und stark!

Ganz gleich, ob es sich um Vollautomaten oder um die Standard-Siebträgerausstattung handelt, gelten doch immer einige grundsätzliche Faktoren:

  • Der Mahlgrad muss (!) möglichst fein sein
  • Ich kalkuliere mit rund 7 bis 8 Gramm Kaffeemehl für einen Single Shot
  • Ich stelle eine Portion Espresso (wenn möglich) auf 25 bis 30 ml ein
  • Die Durchlaufzeit beträgt möglichst 25 Sekunden

Beim Vollautomaten müssen wir uns danach richten, was das Gerät hergibt. Bei der Siebträgermaschine können wir eingreifen wie es uns beliebt – und Rücksicht auf jedes kleinste Detail der eben genannten Faktoren nehmen.

Entfernen wir uns von den maschinellen Bedingungen, setze ich analog zum Kaffee Test stets die gleichen sensorischen Merkmale für die Untersuchung der Espressobohnen an. Hier gibt es jedoch naturgemäß Abweichungen zu den Standards, die Filterröstungen erfüllen müssen. Welche das sind, erfahrt ihr jetzt.

Ginge es nur nach den optischen Eindrücken zum Bohnenbild, wäre beispielsweise der exzellente fairLangen Espresso von Langen Kaffee einem Vergleichskandidaten wie dem Coffee Circle Grano Gayo unterlegen.

Lagen Kaffeebohnen

Die Langen-Bohnen sind etwas unregelmäßiger gefärbt und wirken im Gesamteindruck erheblich runzeliger als die Coffee Circle-Mischung. Dennoch erhalten beide in etwa gleich hohe Wertungen.

Kann das sein? Es kann. Bei Espressobohnen gelten zwar die gleichen Anforderungen an die Regelmäßigkeit und Frische der Bohnen.

Doch hier darf es schon deswegen zu Abweichungen kommen, weil etwa der Langen-Espresso einen Anteil Canephora mitbringt. Und Robusta-Bohnen sind kleiner und oft unregelmäßiger als Arabica-Bohnen, was in der Mischung ein unruhiges Bild ergibt.

Zudem ist eine satte, dunkle Farbe, wie wir sie sonst für Espressobohnen angesetzt haben, eben nicht mehr das Maß aller Dinge.

Vielmehr gehen Röster immer öfter dazu über, ihre Mischung aus unterschiedlichen Bohnenherkünften zusammenzustellen, die sie je nach Charakter einzeln rösten und erst danach zusammenbringen. Dann entsteht farblich schnell ein Flickenteppich, den wir dekodieren müssen.

Auf den Bildern zum Coffee Circle Grano Gayo seht ihr außerdem etwas, das für Espressobohnen typisch sein kann – aber nicht sollte. Eine stärkere Röstung sorgt dafür, dass sich die Kaffeeöle wesentlich leichter aus den Bohnen lösen als bei Filterkaffee.

Dieses Herauslösen bzw. „Schwitzen“ ist mitunter auch ein Anzeichen für

  • eine zu lange Röstung,
  • eine zu lange Lagerung oder
  • eine falsche Lagerung.

Im Coffee Circle-Fall trage ich Schuld an der Schwitzerei, weil ich den langen Sommer unterschätzt und den falschen Lagerplatz gewählt habe.

Im Beitrag zu klassisch italienischen Röstungen seht ihr allerdings ein Beispiel für eine schwitzende, ölige Mischung, deren speckiger Glanz schlicht auf die Verarbeitung zurückzuführen ist. Die Barbera-Bohnen hat auf jeden Fall der Tod durch Röstung ereilt.

Italienischer Espresso Barbera Bohnen auf Teller

 

Ein wenig Glanz auf Espressobohnen ist sicher kein Problem – und gilt vielmehr als typisches Qualitätsmerkmal. Doch stimmt es eben nicht, dass sie sich wie ein Stück ungekochter Schweinespeck anfühlen sollten.

Meine Aufgabe als Tester ist es, dem Glanz auf den Grund zu gehen und sehr genau zu überprüfen, ob das vernünftige Maß eingehalten wurde oder ob der Fehler andere Ursachen als den Röster hat.

Der Wandel im Espresso-Verständnis zeigt sich nicht nur an den helleren Röstungen, sondern für mich vorrangig im Duft. Habe ich früher in meinen Tasting-Notizen fast standardmäßig „Kakao“ oder „Zartbitterschokolade“ festgehalten, muss ich heute mein ganzes Vokabular bemühen und oft sehr lange schnüffeln.

Das finde ich ziemlich großartig, zeigt es doch, dass ein Espresso viel mehr ist als eine dunkle Wumms-Angelegenheit.

Mir bereitet es besonders Freude, wenn ein einziger Röster die ganze Bandbreite dieser Düfte in seinem Angebot abbildet. Das ist bei Quijote Kaffee der Fall, aber auch eine Spezialität der Flying Roasters. Oder, oder, oder.

Kaffeebohnen im Barista Test

Allerdings habe ich absolut nichts dagegen, wenn ein Espresso ausnehmend klassisch duftet und keinen Hehl aus seiner Tradition macht. Mir ist es dann nur wichtig, dass dem typischen Grundgerüst ein paar spannende Spitzen mitgegeben werden. Das funktioniert beispielsweise im Toffee-Stil mit etwas Orangen beim mehrwert Kaffee Furaha.

Ein Beispiel für einen langweilig-klassischen Geruch liefere ich euch beim KFE Bio Bonga Espresso Test.

Viele Röster betonen bei ihren Espressomischungen, dass sie säurearm sind. Ich glaube jedoch, dass diese Röstrichtung bzw. die Betonung auf einem Missverständnis beruht. Viele Kaffeetrinker sind überzeugt, dass sie Espresso aufgrund des geringeren Gehalts an Chlorogensäure besser vertragen.

Ob das stimmt oder nicht, ist erstens Einstellungssache und zweitens eine Frage für den Text Ist Kaffee gesund?

Außerdem schwingt in der Betonung der Säurearmut auch das bummsdunkle Röst-Erbe mit. Ein sehr kräftiger Espresso, der bereits mit Schokonoten und klaren Bitterstoffen auf sich aufmerksam macht, käme bei einer ebenso kräftigen Säure sofort aus dem Gleichgewicht. Es wird einfach too much – in jeder Hinsicht.

Wenn wir allerdings Säure als Frische interpretieren und uns vom klassischen Geschmack auch nur einen Hauch lösen, wird Espresso in meinen Augen erst richtig spannend. Ein dezent säurebetonter Espresso schmeckt nämlich wesentlich leichter und schafft es mit der Frische, euch immer wieder zu einem neuen Schluck zu animieren.

Quickmill Orione Arne Espresso

Das ist aber tatsächlich Traininigs- und Einstellungssache. Ich habe jedoch gemerkt, dass selbst überzeugte Dunkel-Jünger nach und nach immer mehr Gefallen am frischen Espressostil finden, solange der Einstieg sehr sanft verläuft. Gleichzeitig muss ich zugeben:

Ich stecke so sehr im Frische-Stil, dass ich mir nicht ganz sicher bin, welche Säurebetonung man Neueinsteigern „zumuten“ kann. Für mich zum Beispiel ist der Angelique’s Finest mit seiner mineralischen Frische eine optimale Alltagsentscheidung, die jedoch nicht unbedingt jeder teilt.

Darum bin ich auf euch angewiesen: In welchem Espresso hat euch sanfte Säure erfreut?

Ihr bleibt dabei, dass es eher klassisch und süß sein sollte? Dann liefert zum Beispiel der Mellow Hello von Mare Kaffee perfekt ab!

Bin ich bei Filterkaffeebohnen ein großer Freund unterschiedlichster Körper und Gefühlsakzente im Mund, bleibe ich bei Espressobohnen sehr klassisch. Schon die konzentrierte Extraktion in einem Mini-Schluck gebietet es, dass der Kaffee ein eindrucksvolles Mundgefühl mitbringt. „Dezenter Espresso“ ist für mich ein Widerspruch.

Ein guter Espresso findet im Idealfall im gesamten Mund gleichzeitig statt und legt sich mit samtiger Weichheit und vordergründiger Präsenz auf alle Rezeptoren. Besonders gut gelingt dies, wenn ich in den Tasting-Notizen von einem „runden Ball“ sprechen kann.

Dieser Vergleich macht deutlich, dass die Öle und Bitterstoffe wunderbar zusammengebunden sind und es keine Ausreißer gibt. Ein Espresso, der seinen Namen verdient, rollt in diesem Fall dann tatsächlich durch den Mund, ohne irgendwo unangenehm aufzufallen. Doch auffallen muss er.

Auch wenn dieses Korsett recht eng ist, zeigt sich jedoch bei guten Bohnen wie von der Tegernseer Kaffeerösterei viel Spielfreude.

Das merkt ihr, wenn ihr auf dem Getränk wortwörtlich herumkaut, ohne dass es euch jemand gesagt hätte. Dann werdet ihr nämlich dazu animiert, immer wieder neue Facetten zu entdecken. Andersherum schaffen es spritzige Varianten, insbesondere an der Zungenspitze und den Seiten, noch einen leichten Kick abzuliefern, der den Ball nicht wegprallen, aber ein wenig herumspringen lässt.

Ich weiß, das klingt jetzt besonders lyrisch. Doch genau diese Lyrik ist das Einzigartige im Bereich Espresso. Ich finde sogar fast, dass Körper und Mundgefühl die zentralen Elemente im Espresso sein sollten. Wie seht ihr das?

Im gleichen Maße wie ein Espresso ein präsentes Mundgefühl haben muss, finde ich, dass Abgang und Nachhall ebenfalls länger sein sollten. Zumindest länger als bei einem vergleichbaren Kaffee aus dem Handfilter. Denn der Espresso hat wegen seiner geringen Füllmenge nur eine kurze Chance, euch positiv im Gedächtnis zu bleiben.

Verabschiedet er sich dann ohne jeden Nachklang, ist diese Chance komplett vertan. Und das geht irgendwie am Selbstverständnis der Getränkekategorie vorbei. Der geschmackliche Fuß in der Tür, den jeder Espresso abliefern sollte, kann allerdings eine große oder kleine Schuhgröße haben.

So schließt sich der Kreis zum Kaffeebohnen Test: Abgang und Nachhall müssen perfekt zum restlichen Eindruck des Kaffees passen, damit der Espresso als runde, gelungene Sache von euch wahrgenommen wird.

Hier muss ich abermals auf die hervorragenden „Gemälde“ verweisen, die zum Beispiel Quijote Kaffee oder auch mehrwert Kaffee kreieren – von Anfang bis Ende durchdacht.

Kaffee Test Mehrwert Wikiendi Ueberblick

Espresso ohne Siebträger – Geht das?

Dieses Kapitel kommt euch vielleicht merkwürdig vor, weil ich ja weiter oben gesagt habe, dass ein Espresso nur aus dem Siebträger existieren kann. Das stimmt auch.

Allerdings heißt das nicht, dass die Espressobohnen ebenfalls nur im Siebträger – oder mit Abstrichen im Vollautomaten – funktionieren. Es gibt zwei Gerätschaften, die ich in diesem Zusammenhang genauer erwähnen muss.

Die Herdkanne

Einerseits ist die Herdkanne aus keiner italienischen Küche wegzudenken. Der Espressokocher nimmt sich die Siebträgermaschine zum Vorbild, löst die Aufgabe jedoch anders. Hier wird das Wasser in den Boden gefüllt, erhitzt und dank Physik durch einen leicht verdichteten Kaffeepuck über ein Ventil in den oberen Kannenbereich gedrückt.

Der dadurch entstehende Kaffee ist fast so konzentriert wie der echte Espresso, hat durch das Blubbern sogar eine minimale Crema und bringt typische Facetten klassischer Espressobohnen ziemlich gut zum Tragen. Sonst würden die Italiener die Bialetti nicht so hingebungsvoll benutzen.

Espressokocher Bialetti Edelstahl

Das Schöne an der Herdkanne ist für mich, dass ihr dafür absolut nichts können oder wissen müsst:

  • Wasser bis zur Markierung rein,
  • Kaffeepulver (möglichst fein gemahlen) bis zur Markierung in den Einsatz,
  • leveln und minimal andrücken,
  • auf den Herd,
  • fertig.

Damit entsteht zwar kein echter Espresso und viele Feinheiten können verloren gehen. Aber die Kanne schafft es irgendwie, auch gröbere Ungenauigkeiten auszugleichen und einer Espressobohne zumindest die Intention zu entringen, mit der sie geröstet wurde.

Klar, für den eigentlichen Test ist das meist zu ungenau. Doch ich habe mir fest vorgenommen, die Kanne mal wieder öfter einzusetzen – eben weil viele von euch Bock auf Kaffee à la Espresso haben, sich jedoch kein teures Equipment leisten wollen.

Die French Press

Die zweite Geräte-Idee klingt etwas abenteuerlicher. Denn es ist meine klare Empfehlung, Espressobohnen in der French Press zuzubereiten.

French Press Arne

Das widerspricht zunächst allen Zubereitungsparametern für Espresso. Wo der Mahlgrad für den Siebträger extrafein sein sollte, wird es in der Stempelkanne ziemlich grob. Wo ein Espresso nur rund 25 ml hat, liefert eine French Press gern einen ganzen Liter auf einmal. Bei einem Espresso müsst ihr vorher Tampen, in der Kanne schiebt ihr das Kaffeemehl erst nach der Ziehzeit zusammen.

Kann das gut gehen? Na klar! Der Witz an Espressobohnen aus der French Press ist, dass ihr mit den gröberen Zubereitungsparametern dafür sorgt, dass das sehr konzentrierte Aromenbild der Röstung in die Breite gewalzt und damit etwas abgeschwächt wird.

Das ähnelt ein wenig dem Ausrollen von Teig: Es geht viel Volumen in der jeweiligen Portion verloren, doch je nach „Gebäck“ ist eine knackigere, dünnere Oberfläche genau die richtige Wahl.

Als „Teig“ für Espresso aus der Stempelkanne eignen sich Röstungen, die sich am klassischen, mittelitalienischen Stil orientieren. Sie werden zu einem sehr kräftigen Kaffee, der sein Espresso-Zitat mit Freude im Knopfloch trägt. Dazu passt zum Beispiel der Coffee Circle Grano Gayo.

Alle „modernen“ Espressi mit klarer Frucht- oder Säurenote sind hier allerdings ein Wagnis, das schnell nach hinten losgehen kann. Solche Bohnen verlieren in der groben Kanne ihre Balance und schmecken ruckzuck sauer.

Dennoch: Wenn ihr das nächste Mal Espressobohnen kauft, solltet ihr die French Press nicht allzu weit wegstellen. Das kann nämlich sehr spannend werden.

Espressobohnen lagern – Mehr Zeit, gleicher Anspruch

Wir alle wissen, dass ein Röstdatum auf der Kaffeepackung nicht nur dazu da ist, um seriöser zu wirken und mehr Geld für die Bohnen verlangen zu können. Denn der Kunde muss wissen, wann sein Produkt entstanden ist.

Mit jedem Tag, den Kaffee nach dem Zeitpunkt der Reife in der Gegend rumlungert, verliert er an Qualität, Aroma und Geschmack. Da nehmen sich Kaffee- und Espressobohnen nichts.

Genauso wichtig ist der Lagerort. Er muss trocken, kühl und dunkel sein. Sonst geht es euren Bohnen wie denen, die ich jüngst falsch gelagert habe. Siehe zum Beispiel der mehrwert Kaffee Majaliwa. Sie schwitzen Kaffeeöle aus, die eigentlich in der Bohne bleiben und erst beim Extrahieren in der Tasse landen sollten. Doch wie gesagt: Das war meine Schuld.

Einen großen Unterschied zwischen Kaffee- und Espressobohnen gibt es beim Lagern dann doch noch – auch wenn beide gut verpackt in der Kaffeedose am besten aufgehoben sind.

Während Kaffeebohnen schon kurz nach dem Rösten ihren perfekten Reifezeitpunkt erreichen und dann schnellstmöglich getrunken werden sollten, kann man beim Espresso etwas geduldiger sein.

Je dunkler die Röstung, desto länger solltet ihr Espressobohnen nach dem Rösten noch liegen lassen. Ich veranschlage meist ungefähr einen Monat nach Röstdatum. So haben die Bohnen genug Zeit zum Ausgasen und können ihren optimalen Geschmack entfalten.

Dies ist jedoch nur ein Richtwert, den ihr individuell anpassen solltet. Wenn ihr dazu noch kein sicheres Händchen habt, empfehle ich einmal mehr die Mail an den Röster.

An den Antworten seht ihr schnell, ob der Anbieter über sein Produkt wirklich Bescheid weiß und Bock auf Kundschaft hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Siehe dazu unseren Kaffeemarktplatz Test.

Kaffeemarktplatz Test Arne Coffeeness

Espresso und Chlorogensäure – Weniger ist mehr

Auf den ersten Blick scheint es wie ein Widerspruch, dass der stark konzentrierte Kaffeeschluck als gesünder gilt als die übliche Tasse schwarzer Kaffee. Doch tatsächlich empfinden viele einen Espresso als bekömmlicher als einen Filterkaffee.

Man könnte meinen, dass die hohe Dosis Koffein des Espresso, wie wir sie beim Koffein Test im Labor haben diagnostizieren lassen, tendenziell herausfordernder für den Körper ist. Allerdings wird bisher ein anderer Stoff als „Problem“ verantwortlich gemacht.

Projekt Koffeinkick Labor Proben Uebersicht

Rohe Kaffeebohnen enthalten je nach Sorte recht viel Chlorogensäure, die einige Menschen nur schwer vertragen. Mit zunehmender Röstdauer sinkt der Anteil jedoch immer weiter ab. Darum klären viele Käufer die Frage Ist Kaffee gesund? auch zugunsten des Espresso.

Ich halte mich hier aber mit einer definitiven Antwort zurück. Denn Kaffee ist per se weder gesund noch ungesund. Es kommt immer darauf an, wie euer Körper drauf ist, worauf er empfindlich reagiert und welche anderen Probleme er hat, die von den Bestandteilen der Kaffeebohne beeinflusst werden könnten.

Alles, was zum Thema Gesundheit und Kaffee heute gesagt wird, ist immer eine Momentaufnahme des wissenschaftlichen Stands, die außerdem erheblich von Mythen, Vorurteilen und so manchem Unsinn beeinflusst ist.

Wenn ihr Espresso als bekömmlicher empfindet als Kaffee, dann ist das mitunter richtig. Schließlich müsst ihr euch wohlfühlen. Ein allgemeingültiger (und vor allem endgültiger) Beweis steht bisher jedoch aus.

Ist Espresso wirklich teurer als Kaffee?

Diese Frage sollten wir kurz näher beleuchten, weil darin viele Aspekte eine Hauptrolle spielen, die ich zum Thema Transparenz, Wertschöpfungskette und Nachhaltigkeit immer wieder ausführe. Außerdem hält sich das „Gerücht“ hartnäckig, Espresso sei teurer als Kaffee.

Rein theoretisch müsste das auch stimmen. Tut es aber nicht. Schuld daran sind, wie so oft, die unaufgeklärten Kunden. Und ein Missverständnis bei der Qualität

Insbesondere, als Kaffeevollautomaten zum Trend wurden und die ganze Welt plötzlich Bock auf ganze Bohnen bekam, schien der Preisunterschied zwischen Filterkaffee und Espressobohnen größer zu werden.

DeLonghi ECAM 23.455.b Espresso

Das mag auch kurzfristig so gewesen sein. Schließlich wollte jeder Hersteller – vor allem von Supermarkt-Kaffee – am Hype verdienen.

Wie es für den freien Markt typisch ist, regierte irgendwann wieder die Preissensibilität des Käufers, der auf günstige Marken schielte. Außerdem konnte man ihm nur schwer vermitteln, dass eine Espressobohne beim Rösten an Gewicht verliert und dementsprechend teurer sein müsste.

Darum kosten die Espressobohnen bei Anbietern wie Illy heute exakt genauso viel wie die Filtervarianten.

Italienischer Espresso Illy Spuckschluck

Das allerdings sollte euch zu denken geben. Denn je länger eine Kaffeebohne röstet, desto mehr verliert sie an Gewicht in Form von Wasser. Weniger Gewicht führt dazu, dass die Hersteller mehr Bohnen in ihre Tüte füllen müssen, um sich nicht der Verbrauchertäuschung schuldig zu machen.

Oder aber, sie setzen auf einen allgemein akzeptierten Trick: Zum Kühlen der Bohnen setzen sie statt auf kalte Luft auf kalten Wasserdampf. Die Feuchtigkeit zieht also zurück in die Bohnen, ihr Gewicht steigt wieder – und damit die Gewinnmarge trotz des gleichbleibend kundenfreundlichen Verkaufspreises.

Dieser Wassertrick gilt auch für industrielle Kaffeebohnen, wo der Wasserverlust jedoch geringer ist. Solange der finale Wassergehalt die gesetzlich vorgeschriebene Maximalkonzentration von 5 Prozent nicht übersteigt, ist rechtlich alles paletti.

Die Wassertrickserei sorgt also genauso für den durch die Bank weg stabilen Preis wie die Verwendung von besonders billig beschafften Bohnen ohne genaue Herkunft.

Bei echten Röstereien schwankt der Preis nicht nur bei unterschiedlichen Espressobohnen, sondern auch zwischen Espresso- und Filterröstungen. Hier gibt es keine Einheitlichkeit und auch keine klare Grenze zwischen den Röststilen.

Fakt ist nur, dass die Preise für Espresso oder Filterkaffee nie auf dem Supermarktniveau liegen. Und das ist richtig so. Initiativen wie The Pledge werden in diesem Zusammenhang immer wichtiger.

Schaut euch dazu auch unbedingt mein Interview mit Pingo und Katze von Quijote Kaffee bei YouTube an:

Was euch unterdessen genauso viel zu denken geben sollte, ist die Tatsache, dass gemahlene Bohnen im Supermarkt billiger sind als ganze Bohnen. Und ich meine nicht günstiger, sondern wortwörtlich billiger.

Zwar spielt auch hier der Hype um die Automaten wieder eine Rolle. Aber wie kann es sein, dass ein Produkt, das stärker verarbeitet ist als das andere, weniger Geld kostet? Im Falle der Kaffee- und Espressobohnen ist die Lösung ganz einfach:

Dem gemahlenen Kaffee sieht keine Sau mehr an, was da eigentlich verarbeitet wurde. Bruchbohnen, Schädlingsfraß, unregelmäßige Röstung, alte Reste? Kann alles rein!

Bei einer Tüte ganzer Espressobohnen, die nur aus Bruch und Fehlern bestünde, würde selbst der unaufgeklärteste Käufer Sturm laufen. Also müssen hier „hochwertigere“ Rohstoffe an den Start, die natürlich auch mehr kosten. Und dieser Preisunterschied wird direkt an die Kunden weitergereicht.

Das heißt jedoch nicht, dass man dem unaufgeklärten Käufer nicht doch noch so manchen Produktfehler unterschieben kann – er weiß es ja nicht besser.

Werft dazu nur mal einen Blick auf den Unterschied im Bohnenbild zwischen einem guten Happy Coffee Espresso und dem so beliebten Gorilla Kaffee.

Happy Coffee Robusta Bohnen

Beim „toten Affen“ habe ich aus einer Kilopackung Bohnen ganze 87,6 Gramm Bruch rausgesammelt. Das klingt erst einmal übersichtlich. Doch diese rund 9 Prozent an offensichtlich minderwertigen Rohstoffen machen bei einer Beispielrechnung von 16 Euro pro Kilogramm mal eben 1,40 Euro aus.

Gorilla Kaffee Bruch

Und diese 1,40 Euro pro Packung jubelt euch der Hersteller unter. Für ihn rechnet sich das hervorragend. Ihr schiebt damit nur den weiteren Verfall des Werts von Kaffee an. Klingt hart, ist aber leider wahr.

Was sind Crema-Bohnen?

Immer wieder fällt im Zusammenhang mit Espressobohnen der Begriff Crema-Bohnen oder Café Crema-Bohnen. Unter dieser Kategorie firmiert auch der eben schon genannte Gorilla Kaffee. Der Schwarzwild Café Crème trägt die Bezeichnung sogar im Namen.

Damit werden ebenfalls wieder Vollautomaten-Besitzer angefixt. Irgendeine Variante von „Creme-Kaffee“ ist dort stets fester Bestandteil des Getränkeangebots. Grundsätzlich sollen diese Crema-Kaffees den klassischen Filterkaffee ersetzen, den ein Vollautomat naturgemäß nicht zubereiten kann, der aber vom Kunden gewünscht wird.

Es braucht also Bohnen, die in einem Vollautomaten als Espresso-Imitierer funktionieren, aber gleichzeitig in einer größeren Füllmenge eure Geschmacksnerven nicht erschlagen. Auftritt für die Crema-Bohnen!

Dahinter verbirgt sich allerdings nichts weiter als eine nicht ganz so dunkle Espressoröstung, die oft einen (schon erwähnten) minimalen Anteil an Robusta mitbringt.

Erinnern wir uns: Robusta sorgt für eine stabile Crema (aaah!), ist aber ansonsten recht schwierig zuzubereiten. Darum kommt auch nur eine geringe Menge in die Mischung.

Viele Crema-Bohnen bestehen jedoch auch zu 100 Prozent aus Arabica. Im Kern geht es darum, dass die Crema-Mischung ausnehmend wenig Säure mitbringt. Denn diese wäre in einem länger extrahierten KVA-Espresso (und nichts anderes ist der Café Crema) viel zu mächtig.

Auf der anderen Seite der Geschmacksskala dominieren klassische Schokoladennoten, die zwar sehr schwer sind, jedoch ohne übermächtige Bitterstoffe auskommen.

Wiederum gilt also: Bei Crema-Bohnen handelt es sich um einen Marketingbegriff, der euch eher klassisch-geradlinige Espressobohnen verkaufen will, die im Vollautomaten besonders gut funktionieren.

Genauer untersucht habe ich dieses Thema im Beitrag Kaffee für Kaffeevollautomaten? Schümli oder Cafe Creme?

Espressobohnen – Neuer alter Hype?

Zum Abschluss möchte ich kurz laut darüber nachdenken, warum Espressobohnen ihren Marktanteil demnächst noch stark erhöhen und auch in Sachen Trendprodukt dem Filterkaffee wieder den Rang ablaufen könnten.

Denn Espressomaschinen kommen langsam von ihrem hohen Ross runter und nehmen auch den unbedarften Einsteiger ins Visier.

Das seht ihr an einer großen Zahl an Espressomaschinen im Einstiegssegment, die vergleichsweise günstig, sauleicht zu bedienen und dabei auch noch ziemlich kompakt sind. Günstig, einfach und kompakt waren gute Espressomaschinen bisher nie.

Im gleichen Maße, wie der Hype um Vollautomaten langsam abkühlt und eine Marktermüdung einsetzt, geht es bei Siebträgern gerade richtig ab. Mich freut das sehr, weil ich für euch nicht nur viele neue Maschinen testen kann, die Sinn ergeben. Siehe zum Beispiel die Sage the Bambino Plus oder auch die ultraschnuckelige Solis Barista Gran Gusto.

Sage the Bambino Plus Uebersicht Arne

Es bedeutet auch, dass sich bei den Espressobohnen viel bewegen wird. Die maßlose Spielfreude, die sich schon seit einigen Jahren beim Filterkaffee zeigt, dürfte sich demnächst auch in die Espressokategorie fortpflanzen.

Dann kann es natürlich passieren, dass die Röster hier ebenfalls erst einmal durchdrehen und dem dunklen Stil den Kampf ansagen. Aber „tee-artiger Espresso“ dürfte sich nur schwer durchsetzen. Darum skippen sie vermutlich diese Third Wave-Hysterie und liefern gleich eine breite Stilistik, wie wir sie aktuell bei den Kaffeebohnen sehen.

Ich freu mich drauf. Ihr auch? Was sind eure Espresso-Entdeckungen des Jahres und die ewigen Klassiker? Die Kommentarspalte wartet auf euch!

47 Kommentare

    Hallo,
    beim Test des Tchibo Espresso Automaten hattest Du geschrieben, dass DeLonghi für annähernd gleiches Geld bessere Qualität liefert und vor allem besseren Esspresso.
    Welche DeLonghi kannst Du empfehlen?
    Ich suche eine einfache Espressomaschine, für die ich kein extra „Diplom“ machen muss, für eine Ferienwohnung. Habe derzeit einen KVA.
    Sehr herzlichen Dank!
    LG
    Erika

    Antworten
    Arne

    Hallo Erika,

    danke für deinen Kommentar. Du bekommst für ungefähr den gleichen Preis die DeLonghi Ecam 22.110.b (https://www.coffeeness.de/delonghi-ecam-22-110-b-test/). Hat alles, was man braucht für einen fairen Preis und der Espresso und Milchschaum ist gut. Dafür braucht man zumindest unserer Meinung nach auch kein Diplom, da selbst die Eltern eines Kollegen (Keine Erfahrung mit KVAs) damit umgehen können ;). Liebe Grüße Team Coffeeness

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    Hallo Arne,
    als relativer Neuling in der Welt des guten Kaffees bitte ich gleich mal um Entschuldigung für meine wohl unprofessionellen Fragen. Da ich dazulernen möchte, scheue ich mich dennoch nicht. Ich vertrage Kaffee leider oft nicht gut und bin daher dazu übergegangen, meinen Kaffee aus Espressobohnen bzw. -pulver zu machen, was, wie ich auf deinen Seiten hier gelesen habe, durchaus nicht unüblich ist. Allerdings benutze ich dazu weder eine Maschine, noch einen Filter, da ich finde, dass mein Espresso-Kaffee am besten schmeckt, wenn ich das Pulver einfach mit heißem Wasser aufgieße und nach 1-3 Minuten durch ein Sieb abgieße. Nun habe ich gelesen, dass bei diesem Verfahren bestimmte Schadstoffe, die sonst in einem Papierfilter hängen bleiben würden, mitgetrunken werden.
    Kannst du hierzu etwas sagen? – Oder findest du dieses Verfahren aus anderen Gründen für nicht gut?

    Liebe Grüße
    Ilka

    Antworten
    Arne

    Hallo Ilka,

    besten Dank für deinen Kommentar. Unseres Wissens gehen da (auch bei diesem Verfahren) keine Schadstoffe ab! Ansonsten spricht rein gar nichts dagegen das Kaffeepulver abzusieben. Manche mögen lieber eine French Press, andere ein KVA, das ist alles Geschmackssache :). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne,
    du kannst natürlich nicht jede Rösterei in Deutschland kennen. Aber eine möchte ich dir doch mal ans Herz legen: http://www.speicherstadt-kaffee.de
    Ich arbeite hier um die Ecke und kaufe dort meinen Espresso. Die Auswahl an verschiedenen Kaffeesorten ist sehr groß. Der Kaffee wird hier jeden Tag „Live“ geröstet. Lebt natürlich auch von den Touristen der Hamburger Speicherstadt. Aber der Espresso ist echt gut. Über dein Urteil hierzu würde ich mich freuen.

    Gruß

    Gerd

    Antworten
    Arne

    Hallo Gerd,

    vielen Dank für deine Empfehlung. Die habe wir leider noch nicht getestet. Aber was nicht ist kann ja noch werden ;). In Hamburg empfehlen wir generell eher https://www.quijote-kaffee.de/. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Danke für die Tests, die du hier so machst 🙂

    Könntest du vllt den Lavazza Crema e Aroma testen? Mich würde deine Meinung dazu sehr interessieren.

    Danke dir schonmal im Voraus

    Antworten
    Arne

    Mehr Lavazza Tests verträgt mein Magen nicht. Das ist wirklich kein empfehlenswerter Kaffee!

    Antworten

    Ich habe einen absoluten Geheimtipp beizusteuern.

    Punero Guiseppe

    eine kleine Rösterei, noch recht kleines Unternehmen. Gibt auch viele verschiedene Sorten. Für Cafe Crema empfehle ich Punero- Elena, besonders aromatisch mit vielen Nunacen. Alle die bei mir bisher getrunken haben, meinten bester Latte Macchiato überhaupt.

    Auf Punero.de

    Antworten

    Hi Arne,

    finde jetzt nur den 2018er-Test. Bei Illy war ich auch total enttäuscht, weil er mir in meinem Lieblingscafé immer super schmeckt. Ich also Illy-Bohnen gekauft und nix ist. Die Bohnen total zerschreddert (im Café nicht) und geschmacklich null vergleichbar, wobei das natürlich auch immer an der Maschine liegen kann. Eine Gastro-Siebträger ist nun mal doch was anderes als meine kleine Melitta Caffeo Solo…

    Aber gut, muss ja auch zu Hause schmecken und so bin ich nach einigen Tests (auch Deine Empfehlungen) beim Espresso von Mount Hagen gelandet. Hattest Du den schon mal getestet? Ich finde ihn, wie gesagt, nicht. Man kriegt ihn am einfachsten bei Alnatura. Muss dazu sagen, dass ich Latte-Trinkerin bin.

    Also falls Du mal wieder was zum Testen suchst… Ich würde mich jedenfalls über Deine Meinung freuen.

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    Ich bin absolut Espresso Addicted.
    Tolle informative Seite. Und vor allem einmal echte Tests. Wenn ich schon immer die hohen Bewertungen von Discounter-Espresso und die Realität dann furchtbar unharmonisch ist denke ich mir auch, wer testet da eigentlich. Deine Espressotests sind sehr gut nachvollziehbar. Tolle Arbeit!

    Gruß aus Berlin,
    Alex

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    Ich bin einfach nur dankbar für diesen Test! Ich habe in den letzten 2 Stunden sehr viel über guten Kaffee gelernt.

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    Etwas mehr Sorgfalt beim Schreiben und etwas weniger Selbstbeweihräucherung täten der Seite gut.

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    Hi Arne!

    Erst einmal muss ich mich als totalen Anfänger im Kaffeebusiness outen. Meine Erfahrungen mit Kaffee fußen lediglich auf Kapseln bzw. Restaurantcaffees und dann oft nur mit viel Mich und Zucker à la Latte macchiato. Der reine Kaffee war mir immer zu bitter oder sauer (wobei ich mich nach ausgiebiger Lektüre deiner Seiten frage an wem das nun gelegen hat – an mir oder der Zubereitungsart bzw. der Qualität der Bohnen…)
    Auf deine Seite bin ich eigentlich erst aufmerksam geworden nach dem ich beschlossen hatte einen Vollautomaten anzuschaffen. Zum einen der Umwelt zu liebe aber auch wegen der einfachen Möglichkeit Kaffee/Milch-Mix Getränke herzustellen.
    Auf Grund deiner Tests habe ich die Melitta Caffeo Varianza in die engere Wahl genommen da sie eben auch die Möglichkeit bietet neben den „normalen“ Bohnen z.B. entkoffeeinierte Bohnen zu verwenden, was für unseren Besuch z.T. von Vorteil ist.
    Bei eB*y habe ich durch Zufall dann eine neue OVP Caffeo Barista in Edelstahl gefunden und erstanden noch unter dem Neupreis einer Varianza. Da kann man ja nicht nein sagen auch wenn es für unsere Zwecke auch eine Nummer kleiner getan hätte.
    Jetzt bin ich auf der Suche nach guten Bohnen und habe mich durch deine Tests gearbeitet. Insgesamt gesehen kann man ja mit kleinen Röstereien aus der Umgebeung nicht so viel falsch machen – besser als Supermarktkaffees sind sie ja scheinbar allemal.
    In unserer nähe habe ich auch eine vielversprechende Rösterei gefunden die ich wohl mal testen werde auch wenn ich nicht weiß ob mein „Geschmack“ gute Quallität erkennen würde. Vielleicht wäre es eine gute Idee als Vergleich auch eine von dir getestete Bohne zu besorgen…
    Ich hätte jetzt noch zwei Fragen:
    1. Meine Frau steht seit Nespresso auf die Kapselvarianten die mit Vanille bzw. Karamellaromen angereichert sind. Alternativ geht natürlich auch Sirup zum Aromatisieren. Jetzt lese ich bei vielen Kaffees von Geschmacksnoten wie Schokolde, Vanille, Karamell, … Ich schätze aber das man das nicht direkt vergleichen kann und diese Nuancen wie bei einem guten Wein nur unterschwellig zur Geltung kommen.?
    Nun habe ich bei der Rösterei in meiner Nähe auch aromatisierte Kaffees gefunden. ( http://boegl-kaffee.de/produkt-kategorie/aromatisierte-kaffees/ ) Hast du da schon Erfahrungen mit gemacht bzw. was ist deine Meinung dazu?

    2. Auf der Suche nach einem Entkoffeeinierten Kaffee der nicht durch Lösungsmittel sondern durch die schonendere CO2 Methode hergestellt wurde bin ich auf die Kaffeerösterei Klingler gestoßen die genau dieses anbietet. ( https://kaffeeklingler.de )
    Das Sortiment scheint auch ganz interessant (eben auch preislich) und die Seite ist so aufgemacht als wüssten sie was sie tun… Hast du von denen schon mal gehört und evtl. auch schon Erfahrungen gesammelt? Im Zweifel muss ich einfach mal dort bestellen und den Bohnencheck machen.

    Wenn du bis hier her durchgehalten hast, erst einmal Dankeschön! 😉
    Ich freue mich auf weitere Test und bin gespannt in wie weit ich den Kaffee nun nach dem Kapseldesaster neu kennen lernen werde. Vielleichtr schmeckt er dann ja auch ohne Milch und Zucker…
    Danke für die Prima Seite und immer weiter so!
    LG Jörn

    Antworten

    Tolle Tests und hilfreiche Hinweise mach weiter so.

    Ich hab zufällig deine Seite gefunden, da ich seit gestern eine Quickmill Carola habe.
    Bisher habe ich , seit über 24Jahren mit der Pavoni Professional auch prima Expresso gemacht.

    Ich bin gespannt ob ich jetzt mit der gleichen Bohen und Mahlgrad weit komme.
    Bisher bin ich eigentlich „meinem“ Röster (Dinzler) treu – regional bedingt.

    Ich freue mich schon auf weitere Tests und auch Kommentare.

    Rüdiger

    Antworten

    Hallo,
    testest du demnächst den Zombie Kaffee?
    Wäre intressant was du dazu sagst.

    Gruß
    Manuel

    Antworten

    Hallo, seit 2 Wochen bin ich im Besitz der kleinen Siebträgermaschine, DeLonghi EC 680 (das Budget lässt einfach keine teurere zu). Ich bin sehr zufrieden. Inzwischen bekomme ich auch einen guten Espresso hin und ebenso den Milchschaum. Was mich noch irritiert ist, dass das Espressopulver im Sieb (habe das Sieb mit mehreren Löchchen zusätzlich gekauft) nach dem Aufbrühen sehr feucht ist. In Deinen Beschreibungen gibst Du an, dass das Pulver eigentlich trocken sein müsste.
    Was ist mein Fehler in der Bedienung?
    Ich mahle die Kaffeebohne von Hand.

    Vielen Dank im Voraus für eine Rückmeldung. Das Zubereiten meines Cappuccionos wird inzwischen zur täglichen Zeremonie – SUPER. Derzeit habe ich die Espressobohnen von der TEGERNSEER KAFFEERÖSTEREI – sehr verträglich und schmackhaft.

    Antworten

    Moin.
    Ich kann den Utamtsi aus Bremen auch wirklich nur empfehlen. Ich durfte mal bei einer Verkostung teilnehmen und nicht nur der Kaffee hat überzeugt, sondern auch das ganze drumherum. Das geht weit über fairtraide hinaus.
    LG Heiko

    Antworten

    Shit, mein erster Eintrag war am Morgen nicht zu sehen… Bitte einfach löschen!

    Antworten
    Arne

    Hallo Sascha, es dauert immer ein wenig bis ich Kommentare moderiere. Da sind leider auch viele nicht so nett Sachen dabei. Ich habe jetzt deinen Kommentar bei der Silvia stehen gelassen. Beste Grüße, Arne

    Antworten

    Moin Arne!
    Probier mal den Bio Espresso India Verde von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur. Sehr schokoladig. Wir haben hier noch mehr brauchbare Röster wie z. B. 24°GRAD und Panama. Bestelle auch manchmal bei Utamtsi in Bremen. Lohnt sich immer, die Geschmacksnerven mit etwas Abwechslung zu verwöhnen!
    Danke für deinen Blog! Gesterm hat die Silvia meine alte Giada abgelöst.

    Viele Grüße aus Hannover,
    Sascha

    Antworten

    Hall Arne,

    wir haben uns nun als VA die Bosch VeroAroma 700 gegönnt und sind sehr zufrieden (auch dank deines Tests dazu) :))
    Wir kommen von der dunkelen Seite und trinken am liebsten „milde“ Sorten Kaffee. Jetzt mit dem VA trinken wir ausschl. Milchkaffee und Latte Macchiato. Bestellen möchten wir jetzt auch bei „Quijote“ aber welche Sorte wäre da passend für uns?

    Danke und mach weiter so!!! :)))

    Antworten

    Hallo Arne,

    gibt es denn deiner Meinung einen Preis-Leistungssieger unter den Espresso-Bohnen?

    Gruß,
    Timo

    Antworten
    Arne

    Hallo Timo, sagen wir es mal so: Ich bestelle meine Espresso bei https://www.quijote-kaffee.de/ ich finde dort ist das Preis-Leistungs-Verhälnis am besten! Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo Hr. Preuß,

    ich suche einen Kaffeevollautomaten so zwischen 600 bis 700 Euro vielleicht auch etwas mehr… habe aber echt keine Ahnung welchen Kaffeevollautomaten ich nehmen kann. Zu meiner Geschichte also ich bin Gastronom und habe eine Bremer Viva im Geschäft aber ich möchte mir eine kleine Maschine in die unsere Privat Küche stellen. Und hab eigentlich keine Lust mir irgendeine in die Küche zustellen wo ich mich nur rum Ärgere.. also meine Frau Trink gerne Cappucino und Latte … ich bin da eher der Espresso und Kaffeetrinker.. haben sie da einen Tipp und vielleicht bei der gelegenheit auch noch einen paar Richtig gute Bohnen im Kaffee und Espresso bereich..

    Danke schon mal
    Jürgen

    Antworten
    Arne

    Hallo Jürgen,

    für eine leichtere Auswahl des richtigen Kaffeevollautomaten habe ich einen Finder gebaut. In dem kannst du alle wünsche eingegeben und du bekommst den passenden Vollautomat mit Test von mir. Viele Spaß beim Ausprobieren:

    https://www.coffeeness.de/kaffeevollautomat-finder/

    Antworten

    Hallo, ich bin gerade von Nespresso und Senseo auf auf einen Vollautomten ( Siemens EQ.9 300 ) umgestiegen und recht enttäuscht, da der VA einfach keinen vernünftigen Crema kann. Einmal umrühren und er ist quasi weg.
    Da bin ich von Nespresso Dharkan verwöhnt….
    Mein Umstieg hat weder was mit Geschmack noch mit Umweltschutz zu tun. Das Alu ist nicht das Problem, sondern der Kaffee selber ist mit Anbau,Herstellung und Transport das Problem. Es ist einfach wirtschaftlicher mit einem VA ab ca. 4-5 Einheiten pro Tag. Aber was nützt mir das nun wenn der VA als eine Art Kompromiss keinen wirklichen Crema hinbekommt. Ein Tipp eines Bekannten ist fertiger, sehr fein gemahlener Espresso. Das muss ich noch testen, aber das ist ja nicht so ganz im Sinne eines Vollautomaten.

    Antworten

    Hallo,
    habe heute durch Zufall diese sehr informative Internetseite entdeckt.
    Ich habe seit 1992 eine Siebträgemaschine GAGGIA Classic Coffee. Die Maschine läuft immer noch problemlos, braucht jedoch für einen wohlschmeckenden Espresso eine fachkundige Hand, sonst wird das nichts.
    Mit der Crema habe ich meine Probleme, sie will mir nicht so recht gelingen.
    Wie ist denn Ihre Meinung zu der Maschine, gehört sie ausgetauscht oder kann man mit ihr einen guten Espresso zubereiten, der auch Ihrem Gaumen standhalten würde.
    Grüße
    Martin Künstler

    Antworten

    Hallo,
    bin heute zum ersten Mal durch Zufall auf diese Internetseite gestoßen und finde sie sehr interessant und informativ.
    Ich habe als Siebträgermaschine eine GAGGIA Classic Coffee, gekauft 1992. Die Maschine läuft immer noch ohne Probleme, braucht jedoch für einen guten Espresso eine fachkundige Hand sonst ist der Espresso nicht trinkbar.
    Wie schätzen Sie denn die Qualität der Maschine ein? Gehört sie ausgetauscht oder war es eine gute Anschaffung?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    Martin Künstler

    Antworten

    Hallo Arne,

    Deine Berichte sind gut recherchiert, nur in Punkto Bialetti möchte ich widersprechen!

    Millionen Espresso-Trinker benutzen eine Bialetti-Maschine weltweit und sind extrem zufrieden!

    Wir waren erst im Oktober 2016 in Neapel, wo wohl der stärkste/intensivste Espresso in jedem Kaffee zubereitet wird, und der Espresso aus der Bialetti steht dem kaum nach, wenn man Deine Tipps zum richtigen Espressokaffee, zur Mahlkörnung und dem Tampern beachtet!

    Also wehre ich mich dagegen, dass ein Espresso aus einer Bialetti kein Espresso wäre!!!

    Grüße Jörg

    Antworten

    Hallo, ich habe mir vor ein paar Monaten eine Melitta Caffeo Ci zugelegt und bin bisher sehr zufrieden damit!
    Ihr sehr ausführliche Test hat mir bei der Entscheidung für den richtigen Vollautomaten sehr geholfen!
    Nun bin ich auf der suche nach einem günstigen aber trotzdem guten Espresso, da wir ca. 3kg pro Monat verbrauchen.
    Zurzeit habe ich den Lavazza Pervetto mit dem ich aber nicht zu 100% zufrieden bin, da er mir zu wenig Körper und Aroma hat. Gerade bei Milchgetränken kommt der Lavazza nicht gegen die Milch an.
    Nun habe ich mir mal probehalber zwei verschiedene Tchibo Espresso gekauft.
    1. Tchibo Sizilianer art
    2. Tchibo Barista
    Ich weiß das du warscheinlich bei dem 2. Espresso wieder einen tierischen Hals bekommen wirst (auf Grund des Namens), aber mich würde auch mal deine Meinung zu diesen Espressos interessieren!
    Wäre echt super wenn du diese auch mal testen könntest.

    mfg
    Kevin

    Antworten

    hallo, ich hatte heute morgen nach einem Espresso Marke „Illy“ kritisiert : Aroma wie gekochte Bohen – also ungenießbar. Dose war frisch geöffnet. Jetzt 6 Stunden später schmeckt der Espresso aus derselben dose nach „Espresso“ etwas mild aber ok für mich als Espressoanfänger- Also dies zur Ergänzung, um fair zu bleiben. Wolf Herzog

    Antworten

    Hallo Arne,

    ein halbes Jahr und diverse Tassen später habe ich die Diva einigermaßen gezähmt. Der Tip Espresso Yirga Santos war super, den bestell ich nun regelmäßig.

    Crema ist wirklich nicht alles, der Geschmack ist auch so hervorragend, wenns mal nicht so hinhaut 😉

    Viele Grüße
    Kathrin

    Antworten

    Vielen Dank für deine ausgezeichneten Posts!
    Du es mehrmals vorkommt, wollte ich kurz darauf aufmerksam machen, dass du oft von „Wahre“ statt Ware schreibst.

    Gruß
    Jannis

    Antworten
    Arne

    Hallo Jannis, danke für den Kommentar. Ich habe versucht alle wahren Waren zu finden 😉 Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo,

    liegen schon Tests bzgl. eines koffeinfreien Espresso vor. Kannst du eine Empfehlung geben.
    Danke und Grüße
    Peter

    Antworten
    Arne

    Hallo Peter, ich habe vor ein paar Jahren entkoffeinierte Espressos getestet. Die gibt es aber leider nicht mehr auf dem Markt. Die sind aber auf meinet Test-Liste! Viele Grüße, Arne

    Antworten

    Hallo Arne ,

    Habe mich aufgrund deiner Vergleichstest für einen Siemens EQ 6 plus 700 Extraklasse VA entschieden…….dazu dann die von dir empholenen Espresso Bohnen von Happy Coffee……..eine tolle Kombination……….gibt es noch andere Sorten für den VA die du mir zum testen ans Herz legen würdest ? Trinke die gesamte Palette von Cafe Crema bis Latte…….

    Antworten

    Als frei fliegender Künstler konnte ich mir mit meiner Partnerin erst vor ein paar Jahren einen günstigen Vollautomaten gönnen, mit dem wir schon sehr zufrieden sind, vor allem bestückt mit dem Kaffe einer kleinen Kafferösterei um die Ecke.
    Nun vertrage ich aus Herzhytmusgründen kein Koffein mehr, leider, und bin seitdem auf der Suche nach einem akzeptabelen entcoffeinierten Espresso. Über alle diesbezüglichen Tips und Hinweise wäre ich sehr dankbar.

    Antworten

    Hallo Arne,

    ich bin selber ein großer Fan von Espresso und derzeit auf der Suche nach der ersten eigenen Siebträger Maschine. Einen Favoriten habe ich dabei schon ins Auge gefasst, muss aber gestehen, dass ich mich dafür zwar stundenlang durch das Internet gekämpft und recherchiert, aber nie mit einem echten Kenner über die Geschichte gesprochen habe.

    Das Objekt meiner Begierde wäre die (gottseidank sehr preiswerte) Bezzera Magica S MN und dazu eine Eureka Mignon Kaffeemühle.

    Kennst du diese beiden Geräte und was hältst du davon?

    Vielen Dank schon mal und ein großes Lob an deinen sehr lehrreichen Blog 🙂

    Kristian

    Antworten

    Hallo Arne,

    super Blog 🙂 Ich bin seit einiger Zeit stolze Besitzerin einer Pavoni und auf der Suche nach einer anständigen Gebrauchsanleitung 😉 auf deiner Seite gelandet. Deine Anleitungen haben mir schon sehr viel Generve und graue Haare erspart 😀
    Wäre eigentlich alles gut, hab nen richtig guten Espresso gefunden (nach gefühlten 1000 kg Testbohnen…), die Maschine macht auch, was ich will. Nur bekomm ich oft leider keine oder nur wenig Crema… Der Espresso schmeckt aber. Ich tamper was das Zeug hält, meine Bohnen sind frisch und hochwertig und die Kaffeemühle ist ebenfalls hochwertig. Nun hab ich den Doppelauslauf am Siebträger in Verdacht.. Könnte das sein? Ferndiagnosen sind natürlich nicht ganz so einfach, aber vielleicht hast du ja den ein oder anderen Tipp 😀

    Danke schon mal und viele Grüße aus Franken
    Kathrin

    Antworten
    Arne

    Hallo Kathrin, ich nutze einen bodenlosen Siebträger bei meiner Pavoni, aber nur weil der toll aussieht. Es liegt wahrscheinlich nicht am Doppelauslauf. Crema ist für einen guten Espresso nicht nötig und die Beschaffenheit der Crema hat auch sehr viel mit den Kaffeebohnen zu tun. Wenn der Espresso schmeckt ist es doch schon super. Das Tampern wird meistens überschätzt. Also sind die besseren „Schrauben“ der Mahlgrad und die Kaffeepulvermenge. Daran könntest du spielen. Aber versuch doch noch mal einen schönen süditalienischen Espresso mit 20-40% Robusta Anteil. Bei dem kommt die Crema wie von alleine. Sowas wie einen Espresso Yirga Santos von Coffeecircle. Den stelle ich auch bald vor. Oder alles von dunkle von Quijote Kaffee (hier habe ich über die Rösterei geschrieben). Der Espresso Yirga Santos hat aus der Pavoni bei mir so ausgesehen. Und durchgelaufen ist er auch gut. Viele Grüße aus Berlin, Arne

    Antworten

    Hallo Arne Preuß,

    auch ich habe Ihren interessanten Beitrag hier im Netz gelesen. Sehr informativ, und Kaffeefreunde wird es freuen, diese pasablen Tipps zu lesen bzw. zu nutzen.
    Nun … ich gehöre eher zu den Liebhaberinnen des koffeinfreien Kaffees. Nicht aus gesundheitlichen Gründen – da bin ich froh drüber. Nein, ich habe einfach nichts am Hut mit dem sogenannten „normalen“ Kaffee (aber schon immer nicht). Wobei er ja meist fantaschtisch duftet, vor allem bei der Zubereitung.
    Mein Mann mag die „normale“ Version besonders gerne (wir nutzen eine Kaffeemaschine für Pads und gemahlene Bohnen).
    Meine Frage nun: Wenn Sie bereits mehrere Marken – auch des koffeinfreien Kaffees – probierten, haben Sie einen Tipp für mich, welche Sorte koffeinfreier Espresso Sie ggf. begeistern konnte? Ich weiß, alles ist sowieso Geschmackssache. Denno … da bin ich offen für Neues.
    Eine Voraussetzung ist: Die Bohnen dürfen nicht auf chemischer Basis entkoffeiniert sein!! Ganz böse, wenn angeblich auch unschädlich … da muss ich eher müde lächeln. Habe mich deshalb von verschiedenen Kaffeeanbietern verabschiedet, da selbige mit chemischen Lösungsmitteln den armen Bohnen zu Leibe rücken.

    Freue mich auf Ihre Antwort.

    Wünsche Ihnen eine gute Zeit … und angenehme Kaffeepausen!

    Mit besten Grüßen

    Monika
    Berlin, Prenzlauer Berg

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    Arne

    Hallo Monika, danke für deinen Kommentar. Mit entkoffeiniertem Kaffee und Espresso habe ich mich leider schon länger nicht mehr beschäftigt. Das ist aber eine gute Idee! Ich werde auch wieder entkoffeinierte Bohnen testen. Bei den meisten Verfahren kommt Dichlormethan oder Ethylacetat zum Einsatz. Ich verstehe dein Umbehagen gut. Ich glaube es gibt eine Methode bei der nur CO2 genutzt wird. Ich werde ein paar Sorten testen. Gut für die Bohnen und den Geschmack sind die Methoden alle nicht. Viele Grüße aus der Langhansstr. 😉 Arne

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    hallo, sehr informative seite, toll… habe eine micro casa von elektra und es ist eine traumhafte maschine
    benütze ettli espresso ist auch super.
    beste grüße tobias brenner

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    Arne

    Hallo Tobias,

    danke für deinen Kommentar. Stimmt, das sind beides Schönheiten 🙂

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    Hallo, habe Dich gerade im Netz gefunden und bin beeindruckt von Deiner Arbeit. Ich selbst, trinke erst seit ca. 6 Jahren Kaffee und überwiegend Espresso. Hört sich im ersten Moment doof an, aber ich bin schon 41 Jahr und habe vor meinem 35. keinen Kaffee getrunken. Ich habe eine Verpackungsfirma (www.jochem-verpackungen.de) und hatte das Glück Herrn Krebs kennen zu lernen. Er ist der Gründer von MariaSole Kaffee. Er hatte ein Verpackungsproblem und so haben wir uns kennen gelernt. Von ihm lernte ich auch das Espresso trinken. Da es auf dem Markt soviel unterschiedlichen Kaffee gibt, habe ich vor ein paar Jahren beschlossen meinen eigenen Kaffee rösten zu lassen. So entstand die Firma KAFFEE OLE (www.kaffee-ole.de). Da mir Deine Filmchen sehr gefallen, hätte ich die Bitte, ob Du auch mal unseren Kaffee probieren willst. Dazu würde ich veranlassen, dass wir Dir von jeder Sorte (Espresso / Crema und Espresso Bio) Proben schicken. Würde mich echt interessieren was Du davon hältst. Hauptsächlich verkaufen wir den Kaffee im Freundeskreis und da sagt man, er sei sehr aromatisch 🙂
    Doch das sind Freunde und kaufen auch immer wieder, trotzdem denke ich, wird man hier nicht richtig beurteilen.

    Also wenn Du Lust hast, melde Dich einfach und wir besprechen alles weitere!

    Egal wie, mach weiter so sehr toller Block

    MfG
    Alex

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