Siemens EQ.700 Test 2021: Brandneuer Kaffeevollautomat – die Preview!

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Normalerweise warte ich im Kaffeevollautomaten Test zumindest so lange, bis ein neues Modell wenigstens als Testgerät verfügbar ist. Doch der brandneue Siemens EQ.700, den ihr ab September kaufen könnt, stach mir aus verschiedenen Gründen so deutlich ins Auge, dass ich ihn schon vorab vorstellen wollte.

Normalerweise warte ich im Kaffeevollautomaten Test zumindest so lange, bis ein neues Modell wenigstens als Testgerät verfügbar ist. Doch der brandneue Siemens EQ.700, den ihr ab September kaufen könnt, stach mir aus verschiedenen Gründen so deutlich ins Auge, dass ich ihn schon vorab vorstellen wollte.

Dieser neue Siemens Kaffeevollautomat sieht nämlich so aus, als wollte sich die altehrwürdige Marke nach einer längeren Abstinenz mit Karacho zurückmelden und im gleichen Atemzug neu erfinden. Nicht nur optisch, sondern auch funktionell.

In diesem Preview-Artikel schauen wir auf die bisher bekannten Neuerungen und Neuigkeiten im Siemens EQ.700 und vergleichen ihn mit Klassikern wie dem Siemens EQ.6 und dem Siemens EQ.9.

Noch ist nicht allzu viel bekannt, die Maschine wird eher verschwurbelt beworben als anständig beschrieben. Aber ein Kaffeevollautomat von Siemens ist immer eine Erwähnung wert. Wenn er dann auch noch so neu erscheint wie der EQ.700, sollten wir schleunigst checken, ob er richtige oder falsche Erwartungen weckt.

Keine falschen Erwartungen gibt es indessen bei den richtigen Kaffeebohnen für dieses Gerät: Meine Coffeeness-Kaffeebohnen für Vollautomaten scheren sich nämlich nicht um Seriennummern oder Release-Notizen. Sie scheren sich um Nachhaltigkeit, exzellenten Espresso, Kaffee und Milchspezialitäten.

Der Siemens EQ.700 im Überblick: Kaffee aus dem Fluxkompensator

Als ich die Pressemitteilung zum Siemens EQ.700 erhalten habe, erinnerte mich die Kaffeemaschine sofort an zwei Dinge: den Siemens EQ.500 integral und jeden Blockbuster aus den Achtziger Jahren.

Wir haben im Team kurz debattiert, ob dieser kantige Retro-Look mehr Fluxkompensator oder mehr Hoverboard ist. „Zurück in die Zukunft“ ist er auf jeden Fall. Und das auf mehr als einer Ebene.

Der EQ.700 wirkt wie eine konsequente Weiterentwicklung der modernen Siemens-DNA, die schon im 500er-Modell einen Wechsel ankündigte. Die Bedienung und Gestaltung setzen jetzt stärker auf Lesbarkeit und Benutzerfreundlichkeit statt auf sleeken Edelstahl-Chic.

Das Auffälligste am kantigen Design mit Edelstahlfront ist zweifelsohne das riesige iSelect Display. Es ist eine klare Abkehr vom Drehrad-Tasten-Bilder-Konzept, das wir beim Flaggschiff-Modell Siemens EQ.9 plus benutzen.

Eher besteht eine Ähnlichkeit zur Siemens EQ.6 Series 700, bei der das coffeeSelect Display und Sensorfelder einen Hauch von wahrem OneTouch-Espresso erzeugen.

Ab jetzt wird bei Siemens jedoch auf einem echten 5-Zoll-Touchscreen herumgewischt, der mit großen Symbolen und sehr buntem Konzept die Bedienung vereinfachen soll. 

Ob er in Sachen Responsivität mit einem Smartphone mithalten kann, werden wir natürlich überprüfen.

Über den Milchschaum oder überhaupt den Kaffee aus diesem Kaffeevollautomaten sagt Siemens relativ wenig. Zumindest erfahren wir schon einmal, dass es eine aromaSelect-Funktion gibt, bei der ihr euren Kaffee entweder „mild“, „ausgewogen“ oder „markant“ genießen könnt. 

Ob es sich dabei um eine Regulierung der gesamten Extraktion oder nur um einen bestimmten Faktor wie den Druck oder die Brühtemperatur handelt, werden wir nach dem Kauf erfahren.

Der EQ.700 im Serienvergleich: Mehr Siemens als EQ.9 plus oder EQ.6 plus s700?

Schon bevor die erste Maschine in den Regalen steht, fängt Siemens bereits an, die neue EQ.700-Serie mit verschiedenen Versionen zuzumüllen. Zwar sind wir bei zwei recht unterschiedlichen Varianten, aber ich sehe erneut einen Tornado aus verschiedensten Mini-Abwandlungen auf uns zu rollen.

  • Der EQ.700 classic besitzt einen Cappuccinatore bei ansonsten gleichen Grundfeatures.
  • Der EQ.700 integral besitzt – Überraschung – einen integrierten Milchbehälter.

Die Integral-Version spinnt dabei das Integrationsprinzip des EQ.9 fort. Der Behälter befindet sich hier ebenfalls seitlich, halb eingepasst ins Gehäuse. Zum Classic zeigen sie den Behälter nicht. Ob er genauso wie beim Siemens EQ.6 s700 aus Edelstahl besteht – und überhaupt dabei ist – finden wir noch heraus.

Beide neuen 700-Varianten haben den Wassertank außerdem auf die Geräteseite verlagert, was generell für Siemens eine Neuerung und für die Kunden eine Freude ist. Allerdings müsst ihr beim Aufstellen nun daran denken, rechts und links genug Platz zum Füllen, Leeren und Umstecken zu lassen.

Wir wissen noch nicht, mit welchen Graden das Keramik-Mahlwerk an die Arbeit geht und ob das iAroma System mit „intelligentem Durchlauferhitzer, Wasserpumpe und Hightech-Brüheinheit“ wirklich „technische Perfektion von der Bohne bis zur Tasse“ erzeugt.

Das können wir erst beurteilen, wenn wir den ersten Espresso bezogen und die Milch aufgeschäumt haben. Noch steht auch der Preis nicht fest, was für mich (und euch) natürlich eine wichtige Beurteilungsquelle ist.

Wir müssen davon ausgehen, dass wir unter 1.000 Euro nicht wegkommen. Dazu steckt allein im Display viel zu viel neue Technik. Die Frage lautet jedoch, ob sich das Upgrade überhaupt lohnt.

Wie wir schon im Übersichtsartikel zu Siemens Kaffeevollautomaten festgehalten haben, werden der Siemens EQ.6 und der Siemens EQ.9 immer günstiger. Das trägt wesentlich zu ihrer Attraktivität als hochwertige Spitzengeräte bei. 

Reißt der EQ.700 hier allzu weit nach oben aus, wird es schwer, den Preis zu rechtfertigen, wenn sich die Technik dann doch nicht so weit fortentwickelt hat, wie uns das Display versichert.

Was wir vom Siemens EQ.700 Kaffeevollautomaten unbedingt wissen wollen

Bis wir von Siemens Antworten und das Gerät an sich erhalten, tappen wir erst einmal im Dunkeln. Doch es ist schon im Vorfeld klar, welchen Herausforderungen sich die Maschine stellen muss, um beste Bewertungen zu erhalten: 

  • Ist das Mahlwerk mindestens so leise oder sogar noch leiser als beim Spitzenreiter EQ.9?
  • Nimmt sich auch Siemens den Trend zum elektronischen Mahlwerk zu Herzen? Da dazu nichts in der Info steht, gehe ich nicht davon aus. In dem Fall interessieren mich die Mahlgrade im Keramikmahlwerk.
  • Hat Siemens bei der obligatorischen App und seiner „CoffeeWorld“ nochmal neue Spezialitäten an Bord? 
  • Wir wissen, dass sich der Siemens EQ.700 mit Alexa auch sprachgesteuert bedienen lässt. Aber wie sieht es abseits davon aus?
  • Werden Latte Macchiato, Milchkaffee, Cappuccino und Co so gut, wie wir es von der Marke Siemens gewohnt sind?
  • Was ist mit der Milchschaum-Temperatur? Siemens ist eher auf der kühleren Seite unterwegs. Und das nervt viele von euch.
  • Die automatische Reinigung des Milchaufschäumers wird im Vorabbericht deutlich betont – hält die Spülung, was sie verspricht oder handelt es sich nur um eine Reinigung nach Klassenstandard?

Der neue Edelstahl-Kaffeevollautomat macht jedenfalls schon einmal einen großartigen ersten Eindruck. Was davon am Ende übrig bleibt, werden wir bald erfahren!

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