DeLonghi Maestosa im Test | 2500 Euro für einen Vollautomaten …

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Gerade habe ich im Leitartikel zum Kaffeevollautomaten Test philosophiert, dass sich die besten Kaffeevollautomaten momentan im Bereich zwischen 500 und 800 Euro tummeln, da kommt DeLonghi um die Ecke und knallt euch ein 2500-Euro-Gerät auf die Theke.

DeLonghi Maestosa Uebersicht

Gerade habe ich im Leitartikel zum Kaffeevollautomaten Test philosophiert, dass sich die besten Kaffeevollautomaten momentan im Bereich zwischen 500 und 800 Euro tummeln, da kommt DeLonghi um die Ecke und knallt euch ein 2500-Euro-Gerät auf die Theke.

Der DeLonghi Maestosa ist so neu, dass es ihn bisher nur bei Media Markt gibt. Das Coffeeness-Team hat das Ding bereits auf der IFA 2018 als Beta-Gerät kennengelernt – und war ziemlich fasziniert. Denn der Maestosa ist der erste Kaffeevollautomat der Welt mit elektronisch verstellbarem Mahlwerk.

Innovation pur.

DeLonghi Maestosa

Game Changer mit riesigem Preisschild.

Zwei elektronische (!) Mahlwerke

Hervorragender Espresso und Milchschaum

Ausnehmend hochwertige Verarbeitung

Super gestaltete App

Tolle Spielereien möglich

Der (gerechtfertigte) hohe Preis

Jetzt bei Mediamarkt kaufen
Best Product

Ja, und? Rechtfertigt das den Preis? Jein. Einerseits handelt es sich um eine echte Revolution. Andererseits muss der Vollautomat natürlich in allen Testfaktoren ordentlich vorlegen, damit die Kalkulation stimmt. Kann er das? Findet es heraus!

DeLonghi Maestosa Kaffeevollautomat im Überblick – Überzeugend eitler Fatzke

Irgendwie ist es mein neues Hobby, manisch auf den Testgeräten rumzutatschen. Im DeLonghi Maestosa Testvideo (dem ersten von vielen!) habe ich mir dafür besonders viel Zeit gelassen, weil dieser Premium-Vollautomat mit reichlich Edelstahl wirklich ausgesprochen hochwertig verarbeitet ist.

Das Ganze erinnert nicht nur haptisch an Espressomaschinen wie die Rancilio Silivia. Auch das Gewicht beider Geräte ist nahezu identisch. Ein Vollautomat mit fast 17 Kilo Eigengewicht ist eine absolute Ausnahme. Zum Vergleich: Das Premium-Modell Miele CM 6350 wiegt beispielsweise unter 13 Kilo.

KategorieEintrag
HerstellerDeLonghi
NameEPAM 960.75.GLM Maestosa
ArtKaffeevollautomat
Mahlwerk2 x Scheibenmahlwerk aus Edelstahl
Mahlgrad-Einstellungen„adaptiv“
Voreingestellte Getränke> 20
Individuelle Getränkeprofile6
Größe Wassertank2,1 l
Größe Bohnenbehälter290 g (2 x)
Steuerung/DarstellungFarbiges TFT-Touch-Display
Kaffeestärke einstellbarJa (5)
Temperatur einstellbarJa (4)
Füllmenge einstellbarJa (4)
WasserfilterJa
MilchschaumsystemIntegriert oder Dampfdüse
2-TassenfunktionJa
GehäusematerialEdelstahl
Gewicht 16,8 kg
Maße 29,0 x 46,8 x 40,5 cm

Für den Preisvergleich und Test kann uns das Gewicht aber erst einmal schnuppe sein. Viel wichtiger ist, was euch DeLonghi für den schmerzhaft vorlauten Preis so anbietet. Und das ist eine ganze Menge:

  • Zwei getrennte elektronische Scheibenmahlwerke aus Edelstahl
  • Farbiges, klappbares TFT-Touchdisplay (5 Zoll)
  • Integriertes Milchschaumsystem plus Heißwasserdüse und Mixkaraffe
  • Mehr als 20 voreingestellte Getränke und 6 individuelle Profile
  • Jede Komponente (Temperatur, Füllmenge, Schaumkonsistenz, Kaffeemenge) recht feinteilig einstellbar
  • Vollständige Steuerung über App möglich

Über die Besonderheit der Mahlwerke reden wir gleich. An dieser Stelle ist erst einmal wichtig, dass es zwei sind. Denn dann werden die Bohnen aus den zwei getrennten Fächern niemals vermischt. Das ist auf jeden Fall ein HighEnd-Feature, das einen wichtigen Teil des Preises ausmacht.

DeLonghi Maestosa Bohnenfaecher

Auch das Touch-Display ist nicht zu verachten. Ob es eine kleinere Version nicht auch getan hätte, lasse ich mal dahingestellt. Auf jeden Fall habt ihr viel Touch-Platz und die Menüs sind großzügig und übersichtlich. Die Klappfunktion ist sicher nur ein Gimmick, doch finde ich das für die Bedienung ziemlich komfortabel.

DeLonghi Maestosa Display aufgeklappt

Auf der IFA 2019 hatte DeLonghi den Maestosa wieder im Gepäck und dieses Mal einen Promoter engagiert, den man konstant knuddeln wollte. Denn er hat uns die Funktionen der speziellen Mixkaraffe mit einer solchen Begeisterung präsentiert, dass man Lust bekam, die Maestosa nur deswegen zu kaufen.

Im Grunde verwandelt sich der Kaffeevollautomat damit in einen All-in-One-Quirl, mit dem ihr heiße und kalte Schokolade, Eiskaffee und einen ganzen Haufen anderer Spielereien zubereiten könnt. Der Promoter versicherte uns, dass er darin auch schon ein Snickers für seine Tochter in Milch geschmolzen hat.

DeLonghi Maestosa Shake aus Mixkaraffe

Bei den Einstellungen und funktionellen Features reißt die Maestosa zwar nicht nach oben aus, liefert euch aber umfangreiche Eingriffsmöglichkeiten in praktisch alle Aspekte von Kaffee und Espresso – und das genauso gut am Gerät wie in der übersichtlichen App.

Lasst euch aber nicht zu sehr von den mehr als 20 voreingestellten Getränken blenden. Hier werden Einzel- und Doppelportionen sowie mehrere Teewassertemperaturen einzeln abgefeiert.

Wirklich erwähnenswert ist vorrangig die Long Coffee-Funktion für ein größeres Kännchen Kaffee in einem Rutsch, dessen Zubereitung recht nah am typischen Filterkaffee liegt – zumindest in Sachen weniger Druck und Brühzeit.

Wenn wir die Mahlwerke mal außen vor lassen, entspricht der DeLonghi Maestosa in etwa ähnlich hochwertigen Vollautomaten wie dem Siemens EQ.9 (mit Connect-App) oder noch stärker dem Miele CM 7550.

Miele ist für sein Premium-Image berühmt-berüchtigt und ich habe schon viele positive Erfahrungen mit den hochwertigen Maschinen sammeln dürfen.

Doch DeLonghi arbeitet erst seit kurzem am Bild als HighEnd-Anbieter, weswegen ich auch der Meinung bin, dass die Maestosa wesentlich härter arbeiten muss, um den Preis zu rechtfertigen. Das mag sehr subjektiv sein, doch so funktioniert nun einmal Branding.

Den Maestosa einstellen – Teamwork für Einsteiger

Kommen wir zum Punkt Revolution und damit den elektronischen Mahlwerken in der Maestosa. Bisher galt folgender Grundsatz: Um den Mahlgrad zu verstellen, musstet ihr die beiden Kegelkomponenten oder Scheiben per Drehkopf aufeinander zu-, oder voneinander wegbewegen. Es gab keine sinnvolle Möglichkeit, das elektronisch zu steuern.

Die Argumente: Eine solche Steuerung würde einen Kaffeevollautomaten größer, schwerer und teurer machen, zudem gab es keine Möglichkeit, die Mahlung sinnvoll mit den anderen Funktionen (etwa der Brühgruppe) zu verknüpfen.

Dieses Problem hat der DeLonghi Maestosa jetzt offensichtlich gelöst. Hinter dem sexy Dumpfbacken-Marketingbegriff „Adaptive Grinding Technologie“ verbirgt sich nicht nur eine manuell steuerbare Mahlgradeinstellung über Touch oder App, sondern auch die Tatsache, dass sich das jeweils angewählte Mahlwerk gern allein justiert.

Damit fällt schon einmal einer der wichtigsten und schwierigsten Elemente für perfekten Espresso aus dem Vollautomaten weg, vor dem Anfänger immer wieder ratlos stehen. Und ja, das ist genial.

DeLonghi Maestosa Espresso von oben

Damit ihr dennoch das Gefühl habt, Herr und Meister eurer Maschine zu sein, könnt ihr euch bei jedem Aspekt der Espresso- und Kaffeezubereitung austoben und an übersichtlichen Skalen rumfuhrwerken.

Wollt ihr die Temperatur einstellen, habt ihr zum Beispiel vier Möglichkeiten, bei der Kaffeestärke sogar fünf. Bei der Wassermenge seid ihr relativ frei, ein einfacher Espresso ist schon ab 20 Milliliter zu haben.

Ihr seid völlig frei, ob ihr lieber das Touch-Display bemüht oder gemütlich von der Couch mit der App ans Werk geht. Ich finde, dass gerade bei der Ersteinstellung der Maestosa die vollständige Steuerung über App ein riesiges Pro-Argument ist.

DeLonghi Maestosa Bedienung Touch-Display

Denn sie ist nicht nur ausnehmend übersichtlich, sondern erlaubt euch zum ersten Mal in der KVA-Geschichte eine vollständige elektronische Einstellung.

So gehen Maschine und Benutzer fast so etwas wie eine Symbiose ein. Nur das Problem „Tasse drunterstellen nicht vergessen“ ist immer noch nicht gelöst.

Die Bedienungsanleitung – Schön, dass sie da ist ….

…. Aber so richtig nötig ist sie nicht. Die Anleitung der Maestosa ist vollgepackt mit Infos zur Maschine, doch ich komme viel besser ohne zurecht – gerade in der App.

Dass die Kaffeemaschine generell etwas komplizierter ist, dürfte klar sein. Die On Board-Menüs machen euch das Lernen aber einfacher als die Bedienungsanleitung.

Es lohnt sich dennoch, mal in die Bedienungsanleitung als PDF reinzuschauen, um zum Beispiel herauszufinden, wie ihr die Brühgruppe am sichersten entnehmt oder was zu tun ist, wenn es eine Fehlermeldung gibt.

Espresso – Der Tod der schlechten Bohne

Für hibbelige Tester mit dem Hang zum überkritischen Herumprobieren ist der DeLonghi Maestosa nichts. Nicht einmal den Mahlgrad müsst ihr verstellen, um einen anständigen Espresso zu bekommen! Wo gibt’s denn sowas?!

DeLonghi Maestosa Espressobezug

Ihr müsst nur die App herunterladen (oder den Espresso im Menü finden), die gewünschte Menge und die Temperatur einstellen und das richtige Mahlwerk ansteuern. Dann kommt der Espresso ausnehmend leise und sogar mit Fortschrittsanzeige in die Tasse.

Nicht nur im Testvideo habe ich zwei völlig unterschiedliche Espressobohnen verwendet, um zu schauen, ob der Kaffeeautomat tatsächlich so adaptiv ist. Ja, ist er. Er hat beide Aromaprofile sauber herausgearbeitet – und trotz unterschiedlicher Bohnenumstände die gleiche Menge mit exakter Extraktion und Temperatur produziert.

Ihr könnt also langfristig gar nicht anders, als euch für den Maestosa mit anständigen Bohnen in akkurater Röstung einzudecken. Denn hier merkt ihr noch schneller und mit noch weniger Wissen, dass Scheißbohnen auch immer einen Scheißkaffee produzieren. Egal, wie teuer die Maschine ist, durch die sie laufen.

Umso beknackter wirkt hier das obligatorische Kaffeepulverfach, das sogar mit einem Messlöffel für vorgemahlenes Kaffeepulver ausgestattet ist. Zwei Bohnenfächer, zwei babyeierleichte Mahlwerke in geringer Lautstärke – wozu um alles in der Welt wäre vorgemahlener Kaffee noch nötig?

DeLonghi Maestosa Kaffeepulver Fach

Milchschaum – die Sekundenverwirrung

Beim integrierten Milchaufschäumer habt ihr die Wahl zwischen vier Schaumstufen und könnt die Menge verstellen. Allerdings war der Programmierer wohl verkatert. Denn er hat dem Schaumvolumen keine Mengen- sondern eine Zeitangabe verpasst.

Frage: Welche Umrechungsformel gilt für eine „Milchmenge“ von 17 Sekunden?

Zwar denken Baristas beim Espresso in Durchlaufzeit und nicht Menge, aber Milchschaum hat schon von Hause aus andere Fließeigenschaften. Hier kommt ihr ums Ausprobieren und den ein oder anderen Schwabber-Unfall nicht herum.

Im Video habe ich es nicht gemerkt, später schon: Mal wieder wird hier der Cappuccino „falschrum“ produziert. Es kommt also erst Milchschaum in die Tasse, bevor der Espresso draufgekippt wird. Das ist wohl ein technisches Problem, doch handelt es sich damit um einen Latte Macchiato – egal, was das Display behauptet.

DeLonghi Maestosa Latte Macchiato Milchschaum

Das Ganze passiert aber wirklich abenteuerlich leise. Und ich finde es außerdem ziemlich gut, dass der Milchschaumauslass einen eigenen „Arm“ hat, den ihr individuell über dem Gefäß platzieren und auf Wunsch beiseite hebeln könnt. Das lässt euch viel Freiraum bei den gewünschten Gefäßen.

DeLonghi Maestosa Milchsystem Arm ausgeklappt

Noch so ein cleveres Detail ist die kleine Nachfüllklappe für den Wassertank. Da ihr diesen nur nach vorne entnehmen könnt und dafür eine Serviceklappe öffnen müsst, spart ihr euch mit der Klappe längere Unterbrechungen.

ABER: Das verführt natürlich dazu, das Ding immer wieder auf diese Weise nachzufüllen. Das sorgt schneller für Algenbildung als bei einem Wassertank, den ihr besser entnehmen könnt.

Uneingeschränkter Hammer ist aber die Möglichkeit, euch das automatische Milchschaumsystem komplett zu sparen und über die anklickbare Heißwasserdüse Wasserdampf zu beziehen. Damit habt ihr die volle Kontrolle über die Milchschaumkonsistenz und Temperatur und könnt euch wie ein echter Barista fühlen. Außerdem sorgt so eine Schaumlanze für weniger Dreck und Milchrückstände.

Dafür müsst ihr aber ein Zugeständnis an den Aktionsradius der Düse machen. Diese bewegt sich nicht so frei auf einem Kugellager wie bei einer guten Siebträgermaschine. Sie ist also eindeutig nur ein Zusatzangebot – aber eines, auf das ich ab und zu garantiert gerne zurückkommen werde!

Heiße Schokolade aus dem Vollautomaten – Bestes Argument für Spielkinder

Kommen wir kurz zur anklickbaren Mixkaraffe. Ich muss dem DeLonghi-Promoter recht geben: Das Ding macht unheimlich Spaß. Ihr könnt fast jeden flüssigen Krempel damit mixen oder eben einen Schokoriegel eurer Wahl zum Shake verarbeiten. Der Promoter-Drink besteht am liebsten aus Banane, Milch und Bailey’s. Nom.

DeLonghi Maestosa Mixkaraffe Bananenshake

Der eigentliche Witz ist aber, dass der Maestosa den Mix auf Wunsch und Tastendruck langsam erhitzt und je nach Getränk fluffig aufplustert.

Ich nenne das Ganze Kaba-Funktion. Ja, das ist eine Spielerei. Nein, kein Mensch braucht das. Aber kein Mensch braucht auch wirklich einen Vollautomaten. Die Mixkaraffe, die ihr anstelle des Milchschaumsystems anklickt, ist jedoch ein hervorragendes Argument, um den Preis des Maestosa vor euch selbst zu rechtfertigen.

DeLonghi Maestosa Mixkaraffe

Reinigung des DeLonghi Maestosa – Bitte etwas Respekt!

Auch wenn der DeLonghi Maestosa in vielen KVA-Punkten besser ist als der Durchschnitt: Bei der Hygiene verlangt sie euch etwas mehr ab. Schließlich müsst ihr hier nicht nur ein, sondern zwei Mahlwerke sauber halten und zudem auch noch sehr viel Zubehör reinigen.

Ein Wasserfilter ist zwar an Bord, doch könnt ihr davon ausgehen, dass auch hier öfter mal ein Reinigungsprogramm nach entkalken schreit. Und ich finde auch, dass so manches Bauteil ein bisschen blöd versteckt ist.

Anders gesagt: Ihr habt für das Teil rund 2500 Euro bezahlt – behandelt es also auch entsprechend mit Reinigungsrespekt!

Brühgruppe und Wassertank – Das Matroschka-Prinzip

Wie ich schon erwähnte, müsst ihr euch zum Wassertank über die Serviceklappe vorarbeiten. Die Brühgruppe erreicht ihr erst, wenn ihr das erledigt habt und noch eine weitere Serviceklappe an der Seite öffnet.

Ich habe den Verdacht, dass diese Matroschka-Bauweise der Tatsache zu schulden ist, dass in einem recht durchschnittlich großen Gehäuse wesentlich mehr Technik untergebracht werden muss. Darum werden oft zu reinigende Bestandteile auch etwas umständlich „gestapelt“.

DeLonghi Maestosa Bruehgruppe herausnehmen

Mein Appell lautet hier noch einmal: Vergesst nicht, dass der Wassertank nicht nur aus der Nachfüllklappe besteht, sondern täglich geleert, gesäubert und getrocknet werden sollte.

Wenn ihr schonmal dabei seid, macht doch einfach noch die zweite Klappe auf, holt die Brühgruppe raus und spült sie unter Wasser ab. Schwer ist das nicht, nur ein bisschen umständlich.

Maestosa entkalken

Wie üblich sagt ihr dem Kaffeeautomaten am Anfang, welche Wasserhärte bei euch herrscht, damit er euch sagen kann, wann er entkalkt werden will. Das Ganze dauert mit rund 45 Minuten etwas länger, was grundsätzlich auf Gründlichkeit hindeutet.

Außerdem ist der Wassertank mit 2,1 Liter nicht gerade klein und muss beim Entkalken mehrfach vollständig durchgeleert werden.

DeLonghi Maestosa Wassertank

Trotz der Zeitinvestition gilt auch hier: 2500 Euro !!! – also bitte respektiert den Wunsch des Maestosa nach Sauberkeit!

Kleinteile und Zubehör reinigen

Die Formel ist simpel und klug: Da viele Teile des Maestosa ausgetauscht werden können, lassen sie sich auch gut reinigen. Schließlich könnt ihr etwa die Heißwasserdüse mal schnell unter heißem Wasser durchspülen, ohne die Maschine dafür nutzen zu müssen.

So ziemlich jedes bewegliche und unempfindliche Bauteil darf in die Spülmaschine – wie zum Beispiel alle Bestandteile der Mixkaraffe sowie der Tresterbehälter.

DeLonghi Maestosa Trester

Mein Fazit zum DeLonghi Maestosa – Eine Preisfrage?

Um auch nur eine halbwegs vergleichbare Bewertung für den DeLonghi Maestosa Vollautomaten abzugeben, sollten wir kurz mal vergessen, was er kostet.

Innovation pur.

DeLonghi Maestosa

Game Changer mit riesigem Preisschild.

Zwei elektronische (!) Mahlwerke

Hervorragender Espresso und Milchschaum

Ausnehmend hochwertige Verarbeitung

Super gestaltete App

Tolle Spielereien möglich

Der (gerechtfertigte) hohe Preis

Jetzt bei Mediamarkt kaufen
Best Product

Dann steht da ein absolut durchdachter und vielseitiger Kaffeevollautomat vor uns, der in praktisch jedem Bereich in der absoluten Oberliga spielt. Tatsächlich kann da kein Gerät im Kaffeevollautomaten Test mithalten – egal, wie viel Mühe es sich gibt.

Das liegt nicht nur am elektronischen Mahlwerk, sondern auch an der durchdachten Steuerung und einer App, die nicht überflüssig sondern sauklug ist. Das liegt an den vielen Zubehörteilen, die den Vollautomaten fast zur ausgewachsenen Küchenmaschine machen. Und es liegt an der kompromisslos hochwertigen Verarbeitung und den kompromisslos guten Tassenergebnissen.

DeLonghi Maestosa Latte Macchiato und Espresso im Vergleich

Jetzt denken wir uns das aktuelle Preisschild wieder dazu. Und schon werde ich ein wenig weniger euphorisch. Sollte irgendjemand auf diesem Planeten so viel Geld in einen Vollautomaten investieren?

Ganz ehrlich: Nein. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür – Vollautomaten um die 500 Euro begeistern mich schließlich genauso oft.

Der DeLonghi Maestosa darf den Preis aber gerechtfertigt verlangen, weil er der einzige mit diesem Gesamtpaket an Features ist. Das ist das Gesetz des Marktes. Ich bin mir jedoch hundert pro sicher, dass der Rest der Herstellerbande bald nachziehen wird – selbst, wenn die Maestosa kein Verkaufshit wird.

Denn ein elektronisches Mahlwerk ist einfach der nächste logische Entwicklungsschritt in der Vollautomatenwelt. Und wenn alle mitmachen, wird sich der Mondpreis der Maestosa bald erledigt haben.

Mit jedem Euro weniger wird meine Meinung „Geile Maschine, aber braucht ihr nicht“ auf jeden Fall mehr ins Wanken kommen. Rein nach meiner Erfahrung halte ich einen Preis von um die 1.800 Euro langfristig für realistisch.

Das ist immer noch meilenweit von einer „vernünftigen“ Kaffeemaschine entfernt. Aber ich glaube, so richtig um Vernunft geht es im Bereich über 1.000 Euro eh nie. Oder?!

Was sagt ihr? Wir treffen uns in der Kommentarspalte!

29 Kommentare

    Anfang Mai 2020 haben wir uns nach einem neuen KaffeeVollautomaten umgeschaut —
    der Vorgänger SIEMENS hat nach 7 Jahren den Geist aufgegeben.
    Neu – wir wollten mögl. einen KVA mit 2 Mahlwerken – da meine Frau koffeinfreie Bohnen will, ich aber die koffeinhaltigen möchte .. so sind wir schnell zu dem Delonghi Maestosa Gerät gekommen — Design sehr schön, hochwertig — aber der Preis halt auch ….
    gekauft haben wir dann den Mastosa und ..sind hell begeistert — was ein toller Geschmack bei Kaffee, Cappuccino, Espresso …..
    und — meiner Frau war besonders wichtig – die problemlose Reinigung innen —
    alle Vorgängergeräte haben innen viele viele Ecken, Einbuchtungen, Verstrebungen — die nur sehr aufwendig zu reinigen sind ( kommt sicher auch von den verwendeten Kunststoffteilen )
    … hier durch die stabilen Edelstahlteile ist innen wirklich alles glatt — super super gut zu reinigen
    — ich hoffe dieses Gerät begeistert und begleitet und noch viele Jahre

    Antworten
    Arne

    Hallo Gerhard,

    danke für deinen Kommentar. Ja, der Maestosa ist wirklich ein tolles Gerät. Ganz viel Spaß und Genuss damit! Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Dann oute ich mich auch mal als ein Käufer dieses völlig sinnlosen Produkts… 🙂

    Ich habe das Teil als Aussteller mit einem gehörigen Rabatt gekauft. Die meisten MSH-Märkte, so sie es denn überhaupt dahaben, haben offenbar auch immer nur genau den Aussteller da und bestellen es dann auf Kundenwunsch. Macht wahrscheinlich auch Sinn. Problem bei mir ist, dass wenn ich mich einmal zu sowas entschlossen habe, bin ich ungeduldig… 🙂 Das Ding war nichtmal am Strom angeschlossen und hatte im Statistik-Menü überall 0 stehen, insofern konnte man da nicht viel falsch machen.

    Grundsätzlich macht ein KVA in dieser Preisklasse zweifellos keinerlei Sinn, denn das, was rauskommt, kann auf gar keinen Fall so viel besser sein als das aus einer Maschine, die die Hälfte (oder ein Viertel oder noch weniger) kostet. Und so isses natürlich auch. Man kauft sich dieses Teil nicht, weil man sich eine geschmackliche Offenbarung erhofft. Selbst die Mixkaraffe ist nicht neu, sondern war auch schon bei früheren, hochpreisigen (aber halt nicht soo hochpreisigen) Delonghis dabei. Nein, man kauft sich das Teil, weil es einfach nur schei*e geil aussieht, wie ein Panzer verarbeitet ist und es einfach unglaublich viel Spaß macht, damit herumzuspielen. Und weil man auch nach Tagen/Wochen immernoch nette Kleinigkeiten entdecken kann, wie z.B. dass auf dem Display eine Warnung erscheint, wenn beim Von-der-Seite-Auffüllen des Wassers der Tank voll ist. Hatte mich anfangs gefragt, wie verhindert wird, dass ich da zu viel reinkippe und der Tank überläuft.

    Letztlich also genau dieselben Gründe, die andere Leute dazu bringen, sich einen Porsche zu kaufen. Der bringt einen (bei Einhaltung der Verkehrsregeln) auch nicht schneller oder besser zum Ziel – es macht halt einfach nur deutlich mehr Spaß! 😉 Ich persönlich fahre übrigens Skoda – für einen Porsche UND die Maestosa reicht’s leider nicht… 🙂

    Die einzige Sache, die nicht so recht ins hochpreisige Bild passt, ist die Tatsache, dass man es bisher nicht geschafft hat, die iOS-App an die mit dem iPhone X eingeführte neue Bildschirmgröße anzupassen. Das ist ein ziemliches Armutszeugnis für den – zweifellos externen – App-Entwickler.

    Eine Frage hätte ich dann aber auch noch: Die Sache mit dem adaptiven Mahlwerk habe ich irgendwie noch nicht so richtig verstanden. Was genau bedeutet „adaptiv“? Bezieht sich das einfach nur darauf, dass der Mahlgrad nicht mechanisch, sondern quasi „elektronisch“ übers Menü angepasst wird, oder, dass sich die Maschine tatsächlich automatisch auf die Bohnen einstellt, einen aus Herstellersicht dafür optimalen Mahlgrad einstellt und die Einstellung im Menü dann quasi kein absoluter Wert ist wie bei einer mechanischen Einstellung, sondern ein „Offset“, also eine Abweichung nach oben oder unten vom von der Maschine automatisch ermittelten Einstellung? Ich würde im Moment eigentlich fast eher zu Letzterem tendieren (was auch ziemlich cool wäre), zum einen, da Du ja selbst sagst, dass man die Standardeinstellung belassen kann, zum anderen, weil die Standardeinstellung im Menü eigentlich eher grob ist (5/7, wobei 1/7 fein und 7/7 grob ist), ich aber festgestellt habe, dass wenn ich hier auf 3 runtergehe (was ja normalerweise gerade mal etwas weniger als Mittelstellung wäre), der Kaffee (der blaue Martermühle) schon nur noch tröpfchenweise austritt.

    Danke!

    Antworten
    Arne

    Hallo Kay,

    danke für deinen tollen Kommentar 😉 und Glückwunsch zum Erwerb des Maestosas! So wie du zuletzt beschrieben hast, haben wir das auch verstanden. Das mit der App ist natürlich besonders schade. Das bekommen aber viele andere Hersteller auch nicht hin. Nicht nur im Bereich KVA. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne,

    klasse Test und – wie immer – gutes Video!

    Was meinst Du, kann die Maestosa beim Espressobezug mit einer Siebträgermaschine mithalten? Mixgetränke finde ich uninteressant, Schümli reicht mir neben Espresso vollkommen!

    In der FAZ hat der Kollege in seinem „Test“ ja schon vor Monaten geschrieben, daß man das Mahlwerk so fein einstellen kann, daß eine Bezugsdauer von über 20 Sekunden erreicht wird. Nach seiner Einschätzung wäre die Maestosa die perfekte Maschine, eine echte „eierlegende Wollmilchsau“.

    Es spielt aber bekanntlich nicht nur der Mahlgrad eine Rolle, sondern neben anderen Parametern auch noch der Druck, mit dem das Wasser durch das Pulver in der Brühgruppe fließt.
    Bisher hieß es immer, daß da ein Vollautomat bauartbedingt immer schlechter ist als eine Siebträgermaschine.

    Was meinst Du?

    Prost
    Chris

    Antworten
    Arne

    Hallo Chris,

    danke für deinen Kommentar und dein Lob! Der Espresso aus dem Maestosa kommt einem Espresso aus einem Siebträger näher als andere KVAs jedoch würden wir sagen, dass der Espresso immer noch nicht auf dem Level eines „richtigen Espressos“ ist. Das würden wir auch weiterhin unterschreiben, dass der KVA bauartbedingt (noch) nicht mit einem Siebträger mithalten kann. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hallo Arne,
    guter Test, aber zumindest das Video ist ein wenig kurz geraten. Der Text dagegen ist ziemlich ausführlich.
    Wir habe uns diesen Automaten zu Weihnachten gegönnt und probieren nun seit 2 Tagen rum, um guten Kaffee zu bekommen. Haben auch extra ein Kaffeeseminar in der Berliner Kaffeerösterei besucht, um ein wenig mehr über guten Kaffee zu lernen.
    Mein Problem zurzeit ist noch, dass der Milchschaum nicht so richtig fluffig wird (Milchschaumbehälter), vielleicht hast du ja schon rausgefunden, wie dieser besser einzustellen ist.
    Und für alle, die planen, sich einen solchen Automaten anzuschaffen: Man kann auch handeln im Handel. Ich habe den Automaten so für 2200 € gekauft.
    Gruß Olaf

    Antworten
    Arne

    Hallo Olaf,

    vielen Dank für deinen Kommentar und dein Lob. Wir wollen noch mehrere Videos zum Maestosa abdrehen :), da dieser so umfangreich ist. Alles zum Thema Milchschaum findest du in unserem Milchschaum-Artikel: https://www.coffeeness.de/milchschaum/. Bericht gerne, wie es dir weiter ergeht und wir experimentieren auch noch ein bisschen mit dem Maestosa :). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Freue mich auf den Test von euch zur Maestosa.
    Wann können wir damit rechnen? 🙂

    Antworten
    Arne

    Hallo Felix,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Sehr bald :). Wird gerade getestet und dann schreiben wir den Artikel. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Moin, Weihnachten ist in zwei Tagen, kommt der Test noch vorher wie angekündigt?
    Wäre super, danke und schöne Weihnachten
    Gruß
    Alexander

    Antworten
    Arne

    Hallo Alexander,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Der geht noch heute online! Wir tauschen den alten Text in dem Artikel durch den Testbericht aus und aktualisieren alles :). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Danke und frohe Weihnachten

    Hallo, Danke für einen super test. Aber mir fehlt direkte Bewertung des Milchschaums, Espresso. Die Mixkaraffe finde ich zu kritisch bewertet. Kenne sogar einige bei denen das sehr wichtig ist . Wenn Familienmitglieder ne Schokoladenmilch wollen. De Longhi denkt als einziger mit. Die Miele ist zwar toll aber mit nur einem Bohnenbehälter ein witz. Hab mir ein High End Gerät gekauft um 2 Sorten kaffe zu Trinken .

    Antworten

    Könnt ihr schon sagen, wann der Test voraussichtlich erfolgen wird?
    Wollte mir die Siemens EQ.9 s700 Connect zulegen, warte aber noch bis dahin.
    Viele Grüße

    Antworten
    Arne

    Hallo Stefan,

    danke für deinen Kommentar. Die Maestosa möchten wir auf jeden Fall noch dieses Jahr testen. Also Daumen drücken ;). Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Hi! Bitte kaufe Dir nicht die EQ.9 wenn du dir Frust ersparen willst. Unsere wartet nach knapp 3 Jahren nun auf die Verschrottung. Sie wurde eingeschickt, hat eine neue Brüheinheit bekommen, wurde gehegt und gepflegt, aber nix zu machen, sie will einfach keinen Kaffee mehr.
    Ich habe jetzt die Maestosa seit ein paar Tagen. Und ich bin mal gespannt, ob sie sich bewährt. Aber allein, dass sie 4 oder sogar 5 (?) Jahre Garantie hat und im Falle einer Reparatur nach 72h zurück ist fand ich schon gut. Bei Siemens war die Maschine ganze 2 Wochen weg.

    Antworten

    Hallo, Danke für einen super test. Aber mir fehlt direkte Bewertung des Milchschaums, Espresso. Die Mixkaraffe finde ich zu kritisch bewertet. Kenne sogar einige bei denen das sehr wichtig ist . Wenn Familienmitglieder ne Schokoladenmilch wollen. De Longhi denkt als einziger mit. Die Miele ist zwar toll aber mit nur einem Bohnenbehälter ein witz. Hab mir ein High End Gerät gekauft um 2 Sorten kaffe zu Trinken .

    Antworten

    Die Maestosa ist nun seit einigen Tagen beim Mediamarkt und beim Saturn erhältlich. Bei Amazon gibt es den nicht.
    Hatte eine kurze Vorführung beim MM bekommen. Eins kann ich sagen, es war der leiseste Vollautomat den ich je hören durfte. Bin auf deinen Test gespannt.

    Antworten

    Anscheinend gibt es die neuen De’Longhi ab Ende März / Anfang April im Handel zu einem stolzen Preis von 2.499.- Euro.

    Antworten
    Arne

    Danke für den Kommentar. Ich versuche gerade eine zu bekommen. 🙂

    Antworten

    Hallo Arne,
    wann testes du den neuen Kaffeautomaten von Delonghi
    endlich ,mich interessiert deine Meinung zu den neuen
    Gerät schon.
    Lg Fg

    Antworten
    Arne

    Hallo Frank,

    wir versuchen den so schnell wie möglich zu testen. Der ist aber noch nicht wirklich auf Amazon erhältlich. Liebe Grüße Team Coffeeness

    Antworten

    Majestätisch – auf Italienisch „maestosa“ – so heißt der jüngste Premiumkaffeevollautomat aus dem Hause De`Longhi. Das neueste Meisterwerk des italienischen Kaffeeexperten, das auf der IFA in Berlin Weltpremiere feierte, begeisterte die Besucher der Messe. Für Oktober war das Gerät angekündigt, im März soll die „Majestätische“ nun im Handel Kunden begeistern.

    Antworten

    Wann kann man die Maestosa endlich kaufen?

    Antworten
    Arne

    Kann ich leider auch nicht sagen. Ich dachte eigentlich der würde vor Weihnachten kommen.

    Antworten

    Hallo, ich warte ebenso gespannt auf diesen Kaffeevollautomat. Weißt du denn schon mehr? Er sollte im Oktober im Handel sein. Ich kann ihn aber nirgends finden.
    Grüße
    Anja

    Antworten
    Arne

    Hallo Anja, ich habe auch noch keine weitern Informationen. Ich war mir sicher der kommt vor Weihnachten.

    Antworten

    Moin Arne,
    als ich im Netz von diesem neuen Vollautomaten erfahren habe, habe ich mich auch voller Vorfreude bei Delonghi für weitere Infos registriert. Ich freue mich sehr, dass du den Automaten testen wirst, denn deine Tests sind immer sehr informativ und aus der Sicht eines „Baristas“ geschrieben. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten. Schon allein wegen des Designs und der verbauten Materialien bin ich sehr gespannt auf den Automaten von Delonghi. Viele Grüße aus dem Norden.

    Antworten

Ich freue mich über deinen Kommentar

Inhaltsverzeichnis