Nivona 690 Test: Kaffeevollautomat-Preview

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Immer wieder dieselbe Leier: Ich schreibe ein umfassendes Ratgeber-Update zum Kaffeevollautomaten Test 2022, prompt kommt irgendein Hersteller mit einer neuen Maschine um die Ecke. Und das Ganze geht wieder von vorne los.

Nivona 690 Uebersicht Arne

Immer wieder dieselbe Leier: Ich schreibe ein umfassendes Ratgeber-Update zum Kaffeevollautomaten Test 2022, prompt kommt irgendein Hersteller mit einer neuen Maschine um die Ecke. Und das Ganze geht wieder von vorne los.

Deshalb bin ich dankbar, dass der Nivona NICR 690 CafeRomatica nichts außergewöhnlich Neues bietet, für das sich eine Umstellung meiner Testsieger lohnen würde. 

Er bietet mattes Schwarz, schönes Silber und schicke Chrom-Details, bleibt sich darüber hinaus jedoch treu. Allerdings hatte ich diese Klasse an Nivona Kaffeevollautomaten bisher nicht im Test. Die Gelegenheit ist also perfekt.

Bevor wir mit unserer Bewertung richtig loslegen und den gehobenen Einsteiger-Kaffeevollautomaten in Text und Video bis ins Detail prüfen, schauen wir uns das kompakte Schwarz-Chrom-Gerät schon mal näher an.

Wir machen einen Preisvergleich mit anderen Nivona-Klassen, fühlen den Features auf den Zahn und bauen Erwartungen auf, die wir im eigentlichen Test genüsslich zerlegen oder mit Genuss feiern werden.

Nivona NICR 690 im Vergleich: Zu wem passt dieser Vollautomat?

Nivona macht es uns leicht, neue (und alte) Vollautomaten nach Preis und Funktionen zu ordnen: 

Je kleiner die Zahl am Anfang, desto einfacher ist die Serie ausgestattet. Die mittlere Zahl verweist auf den Funktionsumfang innerhalb der Reihe, die letzte Zahl verweist auf die Farbe. 

Den Zusatz CafeRomatica verwendet Nivona immer seltener in seiner Marketingkommunikation. Ihnen ist wohl aufgefallen, dass das keine Sau richtig ausspricht.

Dank der Nomenklatur ist sofort klar, dass zwischen dem Nivona NICR 550 und dem Nivona NICR 1040 die größten Unterschiede in Sachen Funktionalität und Zubehör bestehen.

Nicht mehr ganz Einstieg, längst noch nicht Mittelklasse

Die 6er-Reihe ist demnach nicht mehr ganz Einstieg, aber längst noch nicht Mittelklasse. Das scheint bei einem ungefähren Preis von um die 650 Euro zwar etwas übertrieben, ist aber typisches Nürnberger Niveau.

Pünktlich zur IFA 2022 hat Nivona die 6er-Modelle aufgehübscht, sich dabei aber vorrangig auf die Farben bezogen. Auch das Milchsystem ist nun etwas moderner und anwenderfreundlicher.

Auf der Herstellerseite präsentiert sich die 6er-Serie mit dem NICR 690 (Schwarz mit Chrom-Details) und dem NICR 695 (Silber) als „Einstieg in unsere Aroma-Technologie“. 

Damit ist das „Barista in a Box“-Prinzip gemeint, über das ich schon so oft gelästert habe, dass es sich eigentlich nicht mehr lohnt.

Grundsätzlich könnt ihr damit den Pumpendruck einstellen und entscheiden, wie schnell oder langsam das Wasser durch das Kaffeepulver fließt. Das soll unterschiedliche Aromen herauskitzeln. Mag sein, allerdings eher in der Theorie:

Selbst Unternehmensmitarbeiter habe ich bisher noch nie einen Kaffee mit der Variante intense oder dynamic zubereiten sehen. Alle nehmen constant. Also die stinknormale Einstellung. Soviel dazu.

Ansonsten hebt sich der Nivona NICR 690 (mein Testgerät) in folgender Hinsicht von der tieferen 5er-Kategorie und der nächsthöheren 7er-Reihe ab:

 Nivona NICR 550
Nivona NICR 695
Nivona NICR 795
Aroma Balance System
NeinJaJa
Kaffeestärke
355
ProfileNein55
MilchschaumsystemDampfdüse„Manueller Easy-Spumatore“
Cappuccinatore
Heißwasser für Tee
1 Stufe
1 Stufe
3 Stufen
Tassenbeleuchtung
NeinNeinJa
Anbindung an App
NeinNeinJa
Live-ProgrammierungNeinJaJa

Das Mahlwerk mit Edelstahl-Kegel und dreifacher Mahlgradeinstellung, die Brüheinheit, das Display, die 2-Tassen-Funktion, sowie die generelle Technik sind bei allen drei Exemplaren identisch. Reinigung und Entkalken dürften ebenfalls überall gleich funktionieren.

Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Bluetooth-Anbindung und ein paar optionalen Funktionen. Und eben im Milchschaumsystem.

Lohnt sich das?

Ob sich der Kauf und der Kaufpreis generell lohnen, kann ich natürlich erst sagen, wenn wir meine Kaffeebohnen in den 690-Bohnenbehälter gekippt und damit Kaffee und Cappuccino zubereitet haben. 

Ich bin aber schon nach dieser Übersicht sicher, dass der 690-Vollautomat auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung hat:

Hier können wir Milchschaum auf Knopfdruck zubereiten, die markentypische Live-Programmierung nutzen und Profile speichern. Also alles, was wir für um die 650 Euro erwarten. Da bietet der CafeRomatica 795 mit einem Preis von rund 200 Euro mehr eindeutig weniger.

Was wir im Test erwarten

Ich gehe davon aus, dass der Brühvorgang einen für die Marke typischen Geschmack aus meinen Bohnen kitzelt – Schoko mit leicht zitrischer Frische. Auch erwarte ich einen aromatischen Latte und Cappuccino.

Nivona 690 Espressobezug nah.

Genauso gehe ich davon aus, dass Nivona auch bei dieser Maschine immer den Nutzer im Blick hat. Einfache, möglichst individuelle Einstellungen für alle Getränke gehören nach meiner Erfahrung zum Grundkonzept aller Nivona Kaffeevollautomaten.

Mit der Bezeichnung „manueller Easy-Spumatore“ kann ich bisher nicht viel anfangen. Das Milchschaumsystem sieht aus wie ein x-beliebiger Cappuccinatore mit Milchschlauch. Was daran „manuell“ sein soll, werden wir im Test erfahren.

Ansonsten schauen wir uns folgende Faktoren im Kaffeevollautomat Test genauer an:

  • Wie intuitiv lassen sich Mahlgrad, Kaffee, Cappuccino und Co einstellen?
  • Wie einfach findet ihr persönlichere Funktionen?
  • Wie gut lassen sich Wassertank, herausnehmbare Brühgruppe, Milchlanze bzw. Schlauch und Zubehör reinigen?
  • Wie heiß werden Milch und Kaffees?
  • Wie wirkt das CafeRomatica-Update optisch?
  • Ergibt das Aroma Balance System endlich mal Sinn?

Falls ihr noch weitere Details habt, auf die ich im Test achten soll, könnt ihr mir gern einen Kommentar hinterlassen. Für alle anderen Anliegen natürlich auch.

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