Miele CM 7500 Test 2021: Hat ein Luxus-Kaffeevollautomat eine Halbwertszeit?

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Eines musste man Miele Kaffeevollautomaten schon immer lassen: Innovationen um der Innovation willen gibt es hier nicht. Wenn die Gütersloher etwas an einer Maschine updaten, dann nur, weil die jeweilige Funktion wirklich Sinn ergibt.

Miele CM 7500 Kaffeevollautomat Barista

Eines musste man Miele Kaffeevollautomaten schon immer lassen: Innovationen um der Innovation willen gibt es hier nicht. Wenn die Gütersloher etwas an einer Maschine updaten, dann nur, weil die jeweilige Funktion wirklich Sinn ergibt.

Beim Miele CM 7500 könnt ihr das perfekt nachvollziehen. Der Kaffeevollautomat ist inzwischen als Version Miele CM 7550 erhältlich und hat sich dafür ein paar Mini-Upgrades am Milchbehälter, eine Anbindung an die App und nach meinem jetzigen Stand ein bis zwei minimale Optimierungen gegönnt. Außerdem ist er nicht mehr ganz so schwer und klobig.

Die Kern-Features, inklusive automatischer Entkalkung (!), Turbo-Zubereitung und schnuckeliger Oberklasse-Details wie einer automatischen Anpassung des Auslaufs an die Tasse, haben sich seit meinem ersten Test im Jahr 2015 nicht verändert.

Deshalb habe ich diesen Vollautomaten auch nochmal aus meinem Kaffeevollautomaten Test heraus gekramt, ihn noch einmal mit meinen Coffeeness-Kaffeebohnen in Betrieb genommen und den Testbericht aktualisiert.

Denn erstens wollte ich wissen, wie sich das schicke Klopper-Monster in Sachen Geschmack mit seinen neueren Geschwistern und der starken Konkurrenz durch andere Marken schlägt. Mit meinem schokoladigen Kaffee aus fairem Direkthandel können wir jetzt schließlich einen sehr genauen Vergleich starten.

Zweitens wollte ich wissen, ob der nahezu unveränderte Preis von geräumig über 2.000 Euro immer noch angemessen ist. Hier beißt sich das Miele-Image meiner Ansicht nach allerdings ein wenig in den Schwanz. So gut dieser Kaffeevollautomaten-Klassiker auch ist – von einem Gerät dieser Preisklasse erwarten wir heute ein bisschen mehr Innovation. Oder doch nicht?

Der Miele CM 7500 in der Übersicht: Passt der Kaffeevollautomat noch in die Zeit?

Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem CM 7500 und dem jetzt verfügbaren 7550 haben wir bereits geklärt: 

  • Smartphone-App, 
  • kompakteres Gerät, 
  • anderer Milchbehälter. 

Da es sowieso nur noch den 7550 aus seriösen Quellen wie Media Markt gibt, setzen wir diese Version als Standard und tun gleichzeitig so, als wäre sie mit dem Vorgänger praktisch identisch (was sie im Grunde auch ist).

KategorieEintrag
HerstellerMiele
NameCM7500
ArtKaffeevollautomat
Brühgruppe herausnehmbarJa
GehäusematerialEdelstahl
MilchschaumsystemAutomatisch (Cappuccinatore)
DisplayJa
AppJa
BenutzerprofileJa (max. 10)
Wassertank2,2 l
Minimale Auslaufhöhe8 cm
Maximale Auslaufhöhe16 cm
MahlwerkKegelmahlwerk Edelstahl
Bohnenfach500 g
Zwei Bohnenfächer/-kammernNein
Mahlgrade5 Stufen
KaffeepulverfachJa
KannenfunktionJa
Kaffeegetränke auf KnopfdruckAlle Kaffee- und Milchspezialitäten
Temperatur Kaffee einstellbarJa
Temperatur Milch(-schaum) einstellbarNein
2-Tassen-FunktionJa
HeißwasserfunktionJa
Heiße-Milch-FunktionJa
Nur Milchschaum beziehenJa
WasserfiltereinsatzNein
Gewicht13,4 kg
Maße (Höhe x Breite x Tiefe)CupSensor, Tee-und-Kannenfunktion

Wenn wir uns den CM 7 im Spiegel der eigenen Markenkonkurrenz anschauen, sollten wir natürlich fragen, ob die Funktion noch zum Preis passt.

Am nächsten liegt der Miele CM 7350. Er kostet um die 1.900 Euro und bringt im Kern dieselben Funktionen mit. Allerdings fehlt ihm die (faszinierende) automatische Entkalkung. Ist die allerdings einen Aufschlag von rund 300 Euro wert? Das lasse ich euch entscheiden. Ich wäre fast dafür, darauf zu verzichten und den Miele 7350 zu nehmen.

Schauen wir ein paar Stufen darunter, bringt der Miele CM 5500 (der Schnuckel in Roségold) für um die 800 Euro alle zentralen Miele-Features mit. 

Aber wir sehen dort sehr genau, was passiert, wenn ein so hochwertiger Anbieter spart: Wesentlich weniger Profile, kein Milchbehälter, weniger Kaffeespezialitäten, alles ein bisschen fipsig und ein paar Mini-Probleme beim Einstellen.

Bei diesem Test-Update gerade erst erschienen, können wir den Miele CM 6360 getrost als aktuellsten Maßstab für den Vergleich von Preis und Leistung im Hause Miele setzen. Und da muss der 7500 in meinen Augen komplett das Treppchen räumen.

Miele CM7500 Kaffeevollautomat

Der Witz an dieser Bewertung: Auch wenn der CM 6360 ein paar neuere Benutzerideen hat und gleichzeitig auf absoluten Bedienkomfort setzt, wirkt er im Gesamtbild nicht wesentlich neuer als der 7550 – ist aber trotzdem moderner. Man könnte sagen: Typisch Miele!

Unveränderte Spitzenfunktionen

Doch was macht den Miele CM 7500 (CM 7550) auch nach Jahren noch so gut? Kurz gesagt: der wirklich aromatische Espresso, der in einer atemberaubenden Geschwindigkeit aus einem ultrahochwertigen Gerät kommt. Länger gesagt, sind es folgende Features: 

  • Zeitloses Miele-Design mit reichlich Edelstahl in Schwarz oder Weiß
  • Riesige Auswahl an Kaffeespezialitäten inklusive Kannenfunktion und Teefunktion
  • Touch-Display im Mix aus Symbolen und Text (behutsames Farbdisplay)
  • OneTouch for Two-Funktion: 2 Tassen gleichzeitig
  • Ausgeklügeltes AromaticSystem mit Pre-Infusion für perfekt extrahierten Kaffee (bei 7550)
  • CupSensor: Automatische Anpassung des Auslaufs an die Tasse
  • Expertenmodus zum Einstellen der Getränke während der Zubereitung
  • DoubleShot: für mehr Espresso (zwei Mahlungen) pro Getränk
  • AutoDescale: automatische Entkalkung ohne extra Wasserfilter
  • ComfortClean: viele Bauteile dürfen in die Spülmaschine

Die Miele-App lasse ich als Verkaufsargument mal außen vor, weil ich jüngst erst festgestellt habe, dass sie ähnlich buggy und umständlich wie bei Nivona Kaffeevollautomaten ist. Ihr fahrt bei Miele dank der einfachen Bedienung über Touch wesentlich besser, wenn ihr alle Einstellungen am Gerät vornehmt. Die Bedienungsanleitung braucht ihr dafür im Grunde nicht.

Design für die Ewigkeit

Die oben genannten Funktionen, die ich allesamt für schlagende Verkaufsargumente halte, gehen bei Miele aber ganz klar auf Kosten des Gewichts und der Größe. Auch wenn von den ursprünglichen 17 Kilo des 7500 beim 7550 nur noch rund 13 Kilogramm übrig sind, bleibt er eine echte Wuchtbrumme unter den Vollautomaten.

Ich glaube, das ist auch ein wenig dem typisch kantigen Design von Miele geschuldet, das die Geräte jedoch unverwechselbar und zu einem echten Hingucker in der Küche macht. 

Außerdem bleibt Miele wie immer dabei, dass ihnen nur hochwertigste Materialien in praktisch perfekter Verarbeitung in die Vollautomaten kommen. Das macht den Preis an vielen Stellen mühelos wett.

Ein Miele-Gerät will, darf und soll man jahrelang benutzen und anfassen. An der Langlebigkeit und der hochwertigen Hygiene wird sich nach meinen Erfahrungen mit vielen Haushaltsgeräten der Marke praktisch nie etwas ändern.

Schwieriger Preisvergleich

Trotz all dieser unbestreitbaren Vorteile und der Leistungsfähigkeit bei Kaffee, Milchschaum und praktisch jeder anderen Funktion bleibe ich auf dem Standpunkt, dass sich der CM 7500 (und der 7550) preislich etwas überholt hat.

Als Vergleichsmarke taugen hier praktisch ausschließlich Jura Kaffeevollautomaten. Zwar gibt es auch DeLonghi Kaffeevollautomaten in dieser Preisklasse, doch der Maestosa ist ein echtes Ausreißergerät, das innerhalb seiner Marke in einer völlig eigenen Liga spielt.

Jura macht unterdessen mit zahlreichen Innovationen von sich reden, vom: 

  • Elektronisch steuerbaren Mahlwerk bis zur 
  • Wirklich sinnvollen App, vom 
  • „Cold Brew“-Verfahren bis hin zur 
  • Anpassungsfähigkeit von Milchschaum.

Das beste Vergleichsbeispiel ist der Jura Z10 für praktisch den gleichen Preis wie der Miele 7550. Und diesen Vergleich kann nur Jura gewinnen. Außer vielleicht bei der Reinigung. 

Kostete der CM 7500 auch nur 400 oder 500 Euro weniger, würde dieses Urteil sicher ganz anders ausfallen. Denn der Kaffeevollautomat an sich ist und bleibt ein überzeugender Hammer.

Den CM 7500 Kaffeevollautomat einstellen: Der Espresso macht sich praktisch von allein

Ich hatte bisher noch nie Schwierigkeiten, mich an einem Miele Kaffeevollautomaten zurechtzufinden. Spätestens beim CM7 zahlen sich die großen Abmessungen in dieser Hinsicht auch doppelt aus. Die breite Front lässt viel Platz für das Display und damit auch für die Anordnung der Touch-Symbole.

Miele CM7500 Kaffeevollautomat Display

Ich feiere die Gütersloher dafür, dass sie seit Jahr und Tag auf das piefigste Menüdesign der Welt setzen. Symbole, Text, Slider-Skalen, ein Hauch Farbe – mehr nicht. 

Ihr findet alle Einstellungen für Kaffee, Espresso und Latte Macchiato praktisch aus dem Stand und seht auch auf Anhieb, was sich in welcher Hinsicht passend zur Tasse, den Kaffeebohnen und eurem Geschmack verändern lässt.

Maximale Freiheit für die Zubereitung

Solltet ihr eure Meinung während der Zubereitung ändern – und aus perfekten 25 Milliliter pro Espresso vielleicht einen Double-Shot mit 40 Milliliter machen wollen – könnt ihr das über den Expertenmodus direkt im Bezug und für jedes einzelne Getränk tun. 

Die Einstellungen der Kaffeespezialitäten werden nicht als Standard gesetzt, sodass ihr theoretisch jeden neuen Kaffee (oder Tee) immer wieder anders gestalten könntet.

Ist euch das zu aufregend, könnt ihr dem Kaffeevollautomat jedoch auch einfach vertrauen. Die wichtigen Bezugsparameter – Füllmenge, Kaffeestärke, Temperatur – solltet ihr zwar wenigstens kontrollieren. Aber eigentlich kann die Maschine die Getränke auch fast ohne eure Hilfe zubereiten.

Das klappt vor allem auch über solch schöne Ideen wie den DoubleShot, wobei der Kaffeevollautomat für einen stärkeren Espresso nach der Hälfte der Zubereitung einfach noch eine Ladung Bohnen mahlt. Auch das generelle Brühsystem AromaticSystem (neu im 7550) arbeitet auf allerhöchstem Niveau. Wie immer bei einem Gerät von Miele.

Mahlwerk einstellen & Lautstärke-Eindruck

Ebenfalls typisch Miele ist das fünfstufige Kegelmahlwerk aus Edelstahl, dass sich jedoch innerhalb dieser „Stufen“ ohne spürbare Rasterung verstellen lässt. Die Punkte über dem Drehschalter hinter der Serviceklappe für die Brühgruppe sind für den Mahlgrad eher Orientierung als Vorgabe.

Für eine optimale Zubereitung der meisten Bohnen und Kaffeespezialitäten empfehle ich eine Position unter oder direkt um den zweitfeinsten Punkt. Auf der feinsten Stufe bekommt die Brühgruppe ein bisschen Atemnot, der Espresso läuft nicht mehr so gut durch.

Wenn ihr den CM 7 das erste Mal mahlen lasst, dürfte euch genau wie mir die recht angenehme Geräuschkulisse auffallen. Gemessen liegt der Wert bei allen Geräten der Marke immer etwa im 70 Dezibel-Bereich. Doch die pure Hochwertigkeit der Materialien macht sich auch in dieser Hinsicht bemerkbar.

Sie ergeben ein angenehm dumpfes Geräusch, das nicht nervt. Für ein Gerät mit Edelstahl-Mahlwerk ist das auf jeden Fall nicht schlecht.

Ein schlafendes Baby wie auf den Produktfotos des Herstellers würde ich vielleicht nicht direkt neben dem Vollautomaten parken. Es sei denn, ihr steht nicht so auf schlafende Babys. Parkt ihr es aber ein oder zwei Zimmer weiter, dürfte es sich vom Miele-Mahlwerk jedoch überhaupt nicht gestört fühlen.

Kaffeemenge einstellen

Für die Menge an Kaffee pro Bezug könnt ihr einen Wert zwischen 6 und 14 Gramm wählen. Eine Miele Maschine hat naturgemäß einen verhaltenen Appetit pro Mahlvorgang, weshalb ich die Mahlmenge für meine Getränke auch nach oben geregelt habe.

Nicht nur bei den ersten Probebezügen, sondern auch bei der Zubereitung an sich werdet ihr außerdem schnell merken, wie fix das Gerät im Verhältnis zu anderen typischen Automaten der Klasse ist. 

Das hat mich schon beim ersten Test dazu bewogen, den CM 7500 als Kaffeevollautomat für Büro oder Kleingewerbe zu empfehlen – solange die Benutzeranzahl überschaubar bleibt.

Dafür sprechen auch die zehn Benutzerprofile, die Getränke ganz nach Wunsch und ohne langes Suchen am Display bereithalten können.

Espresso & Kaffee: Immer noch so gut?

Als ich mit dem Miele CM7 das erste Mal einen Oberklasse-Luxusschlitten getestet habe, sah die Vollautomaten-Welt noch etwas anders aus. „Damals“ war es eine echte Ausnahme, dass ein Kaffeevollautomat verdächtig nahe an einen Espresso aus dem Siebträger kommt.

Miele CM7500 Kaffeevollautomat Espresso Bezug

Auch wenn sich an dieser grundsätzlichen Bewertung der Getränke aus dem CM 7500 nichts geändert hat, stellt sich dennoch die Frage, ob dieser Geschmack mit meinen Kaffeebohnen und vollen Schokonoten immer noch zum gleichen Endergebnis führt.

Damit meine ich nicht die Qualität der Getränke an sich, sondern das Verhältnis dieser Qualität zum Preis. Einen klassisch-runden Schoko-Espresso und genauso runden Kaffee bekommen inzwischen immer mehr hochwertige Geräte hin – die aber bis zu 1.000 Euro weniger als der CM7 kosten. Bestes Beispiel aus den eigenen Reihen ist der CM 6360.

Das macht zwar nichts am 7er-Kaffee schlechter. Aber alle anderen Testsieger sind in dieser Hinsicht besser. Ich denke, dass ihr versteht, worauf ich hinaus will. 

Bester Kaffee für den Miele CM 7550

Coffeeness Kaffee für Vollautomaten Bester Kaffee für den Miele CM 7550

Wir haben einen Kaffee extra für Kaffeevollautomaten entwickelt – auch für alle Getränke aus dem Miele CM 7550. Wir haben getestet: Espresso, schwarzer Kaffee, Cappuccino und Latte Macchiato erhalten eine megavolle Schoko-Note. Hier geht es zu unserem Shop.

Auf den Kaffee kommt es an: Kippt ihr oben was Gutes rein, kommt unten was Gutes raus!

Kaffee für Vollautomaten by Coffeeness

Kaffee entwickelt für den Vollautomaten

Bester Kaffee für den Miele CM 7550.

Für Latte Macchiato

Espresso, schwarzer Kaffee

Schokoladig-nussig

Frisch geröstet

Zum Coffeeness Shop

Das sind die richtigen Einstellungen für unseren Kaffee mit dem Miele CM 7550: 

  • Stellt das Mahlwerk auf den zweitfeinsten Mahlgrad (etwa 2 von 5)
  • Achtung: Bitte immer nur bei laufendem Mahlwerk verstellen.
  • Bezieht für einen einfachen Espresso 25 ml, für einen Kaffee 120 ml
  • Stellt die Kaffeestärke ruhig höher als vorgegeben

Milchschaum: Genauso (k)ein Grund zur Klage

Im Kern richtet sich meine „Kritik“ gegen den CM-Milchschaum gegen die gleichen Grundsätze wie bei der Kaffeezubereitung. Das Gerät zaubert einen hochwertigen Schaum in einer guten (und einstellbaren) Temperatur, aber die Konsistenz ist eher noch an alten Maßstäben ausgerichtet.

Miele CM7500 Kaffeevollautomat Milch Bezug

Dafür punktet die Maschine jedoch mit einer hohen Geschwindigkeit, die euch die schnelle Zubereitung mehrerer Latte oder Cappuccino per „OneTouch for Two“-Möglichkeit noch leichter macht. 

Wenn es ziemlich zügig gehen soll, stellt der CM 7550 auf jeden Fall weiterhin unter Beweis, dass es sich lohnt, mehr Geld in einen Kaffeevollautomat zu investieren.

Der neuere CM 7550 bringt übrigens den gleichen hochwertigen Glasbehälter für Milch mit, den auch andere neue Miele-Modelle erhalten haben. Dieses Zubehör ist wirklich außergewöhnlich gut gearbeitet, schick und stabil. Solltet ihr Milch lieber direkt aus der Tüte beziehen wollen, könnt ihr einen zweiten Schlauch verwenden.

Reinigung: Das maschinengewordene Klatsch-Emoji!

Ein bisschen wundert es mich schon, dass noch kein anderer Hersteller bei Miele in Sachen Reinigung gespickt hat. Allein die automatische Möglichkeit zum Entkalken wäre ein wirklich guter Grund, alle Bedenken zum Preis über den Haufen zu werfen!

Im ersten Test hatte ich noch stark bemängelt, dass der Miele CM7 keinen Platz für einen Wasserfilter vorgesehen hat. Inzwischen weiß ich, dass die besondere Entkalkungskartusche diesen Job quasi nebenbei mit übernimmt.

Doch klären wir erstmal, wie diese Funktion überhaupt geht. Das ist relativ simpel: Wollt ihr die Maschine entkalken, wählt ihr einfach den entsprechenden Menüpunkt im Display und der Kaffeevollautomat holt sich dann Entkalker aus der Kartusche wie sonst Bohnen aus dem Bohnenfach. Ihr könnt daneben sitzen, abwarten und Tee trinken.

Obwohl das allein schon ein Hit ist, lässt sich Miele auch bei der manuellen Reinigung nicht lumpen und hat schon mit dem alten CM 7500 einen Präzedenzfall für top Hygiene in allen Facetten geschaffen, den ich persönlich fast als Maßstab sehe:

  • Brühgruppe ist supereinfach zu entnehmen und einzusetzen
  • Alle beweglichen Teile (außer Brühgruppe) dürfen größtenteils in die Spülmaschine – selbst der Wassertank!
  • Falls ihr euch unsicher seid, folgt ihr den leicht verständlichen Piktogrammen
  • Das Milchschaumsystem lässt sich weiträumig und einfach auseinanderbauen
  • Wassertank und Bohnenfach sind einfach auszuwischen
  • Die Reinigungsprogramme überzeugen

Das Bohnenfach ist mit 500 Gramm übrigens supergroß, der Wassertank ist auch nicht gerade fipsig. Hält sich euer Tagesbedarf in Grenzen, solltet ihr also unbedingt darauf achten, diese Bauteile nicht zu voll zu machen und zwischendurch einmal öfter zu reinigen.

Miele CM7500 Kaffeevollautomat Wassertank Klappe

Fazit zum Miele CM 7500: Immer weiter wie bisher?

Mit einem Miele Kaffeevollautomat macht ihr weder heute noch morgen etwas falsch. Das ist eine unverrückbare Tatsache. Ihr solltet euch nur fragen, ob der Miele CM7 – in welcher Version auch immer – tatsächlich die Maschine der Wahl ist.

Hätte ich nicht gerade erst den günstigeren Miele CM 6360 getestet, würde ich diese Frage vielleicht gar nicht aufwerfen. 

An sich ist der CM 7500 bzw. Miele CM 7550 vom Wassertank über die Brühgruppe bis zum Display und den Kaffees eine exzellente Maschine, die Verarbeitungsgüte, Design und Hochwertigkeit über alles stellt – außer über den Geschmack.

Doch für praktisch exakt dieselben Voraussetzungen bezahlt ihr beim CM6360 einen ungleich geringeren Preis. Sind euch rund 1.000 Euro Unterschied egal, müssen wir diese Diskussion natürlich nicht führen. Mir sind sie nicht egal. Das beweist mein Kaffeevollautomaten Test immer wieder.

Ich freue mich auf eure weiteren Kommentare!

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