DeLonghi ECAM 350.55.B Dinamica Test: Der beste Kaffeevollautomat (und Espresso) der Mittelklasse?

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Manchmal wird mir vorgeworfen, dass ich viiiel zu oft viiiel zu sehr auf DeLonghi Kaffeevollautomaten abgehe. Kaum bringen die Italiener eine neue Kaffeemaschine auf den Markt, droht in meinem Kaffeevollautomaten Test schon der nächste Sieg.

Manchmal wird mir vorgeworfen, dass ich viiiel zu oft viiiel zu sehr auf DeLonghi Kaffeevollautomaten abgehe. Kaum bringen die Italiener eine neue Kaffeemaschine auf den Markt, droht in meinem Kaffeevollautomaten Test schon der nächste Sieg.

Kann sein. Ist aber auch vollkommen gerechtfertigt.

Denn in fast jeder Preisklasse hat DeLonghi ein Referenzgerät am Start, gegen das die Konkurrenz nur schwer ankommt. Und manchmal sind die Italiener auch die einzigen, die in einem bestimmten Preissegment überhaupt mit vernünftigen Maschinen vertreten sind.

Das derzeit beste Beispiel ist der DeLonghi ECAM 350.55.B Dinamica Kaffeevollautomat. In der Preisklasse zwischen 500 und 600 Euro tummeln sich zwar auch beliebte Modelle von Siemens, Melitta oder Philips.

Und ich weiß, dass ich an verschiedenen Stellen den Melitta Caffeo CI zum Besten der Mittelklasse ausgerufen habe. Aber… da kannte ich erstens den Dinamica noch nicht und wusste zweitens noch nicht, welcher Funktions- und Leistungsumfang für diesen Preis überhaupt möglich ist.

Darum musste ich dann auch sofort wissen, was der Dinamica aus meinem selbst kreierten Coffeeness-Kaffee zaubert. Nach viel Tüfteln, Verkosten und Tüfteln, habe ich euch die optimalen Geräte-Einstellungen aufgeschrieben.

Seit meinem ersten Test des Dinamica sind fast genau zwei Jahre vergangen, und noch immer hat keiner eine ernsthafte Konkurrenz produziert. Stattdessen hat DeLonghi mit dem Dinamica Plus noch einmal nachgelegt.

Außerdem interessiert euch dieser Kaffeevollautomat offensichtlich brennend. Die zahlreichen Kommentare und Fragen unter dem Test weisen darauf hin.

Darum finde ich, dass ein Update des ursprünglichen Berichts auf jeden Fall angesagt ist. Denn der DeLonghi Dinamica – nach meiner Ansicht ohne Plus – ist und bleibt der beste Kaffeevollautomat (seiner) Mittelklasse.

Dinamica, Dinamica Plus & der Preisvergleich: Ein Modell-Überblick

Wie immer ist DeLonghi King of verschwurbelte Gerätebezeichnungen. Daran haben wir uns schon gewöhnt und erwarten nichts anderes. In der Dinamica-Klasse nervt das jedoch ein bisschen mehr.

Ich weiß, dass ihr wochenlang jeden noch so kleinen Test lest und vergleicht, ohne eine Antwort zu finden, was jetzt eigentlich der Unterschied zwischen 56 und 57 oder 350 und 352 ist.

Mein wichtigster Tipp in dieser Hinsicht:

Generell ist es vollkommen egal, welchen Kaffeevollautomat mit dem „Dinamica“ im Namen ihr wählt! Die Unterschiede machen nach meiner Ansicht keinen Unterschied für den Espresso, den Milchschaum oder die Bedienung.

Zwar gibt es dabei auch klare „Maschinen“-Ausreißer nach oben oder unten, aber diese gehören, wenn wir es genau betrachten, sowieso nicht zur eigentlichen Dinamica-Welt.

Welcher Dinamica Kaffeevollautomat ist im Test gemeint?

Wenn ich Dinamica sage, meine ich das Gerät mit der Nummer ECAM 350.55.B. Die Beliebtheit dieses Modells zeigt sich zum Beispiel auch daran, dass die Stiftung Warentest ebenfalls dieses Modell am Wickel hatte.

Wenn DeLonghi Dinamica sagt, meinen sie damit derzeit fünf Geräte – zumindest nach meiner Zählung:

  1. DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
  2. DeLonghi Dinamica Plus ECAM 370.95.T
  3. DeLonghi Dinamica ECAM 350.75 S
  4. DeLonghi Dinamica ECAM 350.35.SB
  5. DeLonghi Dinamica ECAM 350.15.B

Zu den ursprünglichen vier Varianten hat sich 2018 noch die Plus-Versionen hinzugesellt, die über den Daumen gepeilt rund 200 Euro mehr als der Rest der Bande kostet. In DeLonghi-Maßstäben ist das schon ein abenteuerlicher Preissprung.

Gleichzeitig gibt es abgespeckte Versionen, die noch nicht einmal einen automatischen Milchaufschäumer mitbringen und eher Einsteigerprodukten ähneln, aber im Preisdurchschnitt eines Dinamica zu Hause sind.

Klarer Fall: Auch diese Serie müsste dringend mal einer Reinigung unterzogen werden. Denn wenn wir nackte Fakten und Zahlen nebeneinander stellen, wird schnell offensichtlich, dass all der Budenzauber mit unterschiedlichen Geräten (fast) nicht nötig ist.

Ein Kaffeevollautomat wie der andere?

Damit der Vergleich Sinn ergibt, führe ich in der folgenden Übersicht nur die Dinamicas auf, die sich wirklich voneinander unterscheiden. Farbvarianten (zu erkennen an einem anderen Buchstaben hinter der gleichen Modellnummer) lassen wir außen vor.

Ob eure Kaffeemaschine Schwarz oder Silber ist, ist weder für den Preis noch den Espresso relevant. Auch wenn Silber oft teurer verkauft wird.

KategorieEintrag
Brühgruppe herausnehmbarJa
GehäusematerialKunststoff glänzend
Verfügbare Farben/DesignsSchwarz, Silber
MilchschaumsystemAutomatisch (LatteCrema System)
DisplayJa
AppNein
BenutzerprofileJa (3 Profile)
Wassertank1,8 l
Minimale Auslaufhöhe8,4 cm
Maximale Auslaufhöhe13,5 cm
MahlwerkKegelmahlwerk Edelstahl
Mahlgrade13 Stufen
Bohnenfach300 g
Elektronisches MahlwerkNein
KaffeepulverfachJa
KannenfunktionNein
Kaffeegetränke auf KnopfdruckEspresso, Kaffee, Cappuccino,
Latte Macchiato
Kaffeestärke einstellbarJa (5 Stufen)
Temperatur Kaffee einstellbarJa (4 Stufen)
Temperatur Milchschaum einstellbarNein
2-Tassen-FunktionJa (keine Milchgetränke)
HeißwasserfunktionJa
Heiße-Milch-FunktionJa
Nur Milchschaum beziehenJa (Heiße Milch mit Milchschaum)
WasserfiltereinsatzJa (wird mitgeliefert)
Gewicht9,5 kg
Maße (Höhe x Breite x Tiefe)34,8 x 23,6 x 42,9 cm
Extras/SonstigesLong Coffee und Doppio+

Wir müssen nicht lange suchen, um die wenigen wirklichen  Unterschiede zwischen den Dinamica-Modellen zu finden. Abgesehen vom Plus-Modell geht es um die typischen „Preistreiber“

  • vorprogrammierte Getränke,
  • Nutzerprofile und
  • Komfort beim Milchschäumen.

Genauso eindeutig ist erkennbar, warum die Plus-Maschine so viel mehr kostet: Espresso per App, Touch statt üblichem Sensor-Bedienfeld, noch mehr Auswahl bei der Direktwahl. Auch gibt es mehr Benutzerprofile und angeblich mehr Druck in der Brühgruppe.

Delonghi Dinamica Getraenke

Ob es euch das wert ist, müsst ihr selbst beurteilen. Der höhere Pumpendruck ist zwar ein Argument, aber kein gutes. Cappuccino und Latte Macchiato gelingen hier genauso gut (oder schlecht) wie im 15bar-Modell, weil ein Kaffeevollautomat die Leistung weder braucht noch bis ins kleinste Detail abrufen kann.

In seinen wirklich entscheidenden Faktoren bleibt sich selbst ein teurer Dinamica immer treu: beim feinteilig einstellbaren Mahlwerk mit 13 Stufen, bei der fein regulierbaren Kaffeemenge, bei den Einstellungen für Espresso und bei der gesamten Funktionalität.

Darum sehe ich persönlich auch absoluten keinen Grund darin, das Plus-Modell als „besser“ zu beurteilen.

Allerdings weiß ich auch, dass in den Preisen der gesamten Dinamica-Range mächtig Bewegung ist. Solltet ihr also mal einen Plus-Vollautomat zu einem Preis in der Gegend des 350.55 finden, könnt ihr auf jeden Fall zuschlagen!

Anders sehe ich das jedoch bei den sehr abgespeckten Versionen …

Dinamica oder Magnifica?

Das exzellente, integrierte und einstellbare Milchschaumsystem „LatteCrema“ ist einer der Gründe, warum mein Test so hervorragend ausfällt und warum auch die Stiftung Warentest so gute Noten für seinen Dinamica Kaffeevollautomat vergibt.

Daraus folgt nach meiner Ansicht jedoch auch, dass ihr euch die sehr günstigen Versionen dieser Modellreihe sparen könntet und stattdessen lieber zum Einsteigerkönig DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B greift.

Da gibt’s auch nur eine Dampflanze, die Kernfaktoren (Mahlwerk, Einstellbarkeit, Mahlgrad) sind einmal mehr DeLonghi-typisch gleich. Ein etwas unmoderner Magnifica kostet jedoch um die 100 Euro weniger als der vermeintlich schickere Dinamica.

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Optik, Haptik & Brüheinheit: Schöner Kaffeevollautomat?

Selbst in der zweiten Testrunde weiß ich nicht, warum ich diesen Kaffeevollautomat eher hässlich finde. Das hat nicht unbedingt etwas mit dem standardmäßigen Übermaß an Kunststoff oder dem beuligen Milchsystem an der Front zu tun.

Vielleicht ist es dieses In-Your-Face-Bedienfeld, das mich nervt. Oder die Proportionen? DeLonghi-Vollautomaten sind meiner Ansicht nach sowieso nie echte Schönheitskönige.

Wie man moderne Elemente wirklich schnieke unterbringen kann, seht ihr zum Beispiel beim Melitta CI Touch Kaffeevollautomat. Den guckt man doch gerne an, oder?

Melitta CI Touch Kaffeevollautomat Arne froehlich mit Espresso

Vielleicht ist meine Look-Abneigung auch ein Hinweis auf ein generelles DeLonghi-Problem: Erst in den oberen Preisregionen wird weniger ansprechender Kunststoff zunehmend durch Edelstahl ersetzt. Und dann auch nur sehr zögerlich.

Selbst die Spitzenserie DeLonghi Primadonna hat kaum Bock auf Metall. Während ich da ernsthaft frage, warum an den Oberklasse-Modellen nur wenig Edelmetall blinkt, kann ich das in der Mittelklasse noch recht gut nachvollziehen.

DeLonghi PrimaDonna Soul Uebersicht Arne Design Kaffeevollautomat

Allerdings bleibe ich dabei, dass ich einem Kunststoff-lastigen Kaffeevollautomaten eine allgemein kürzere Lebensdauer zugestehe als einer Edelstahl-Version. Bisher laufen zwar alle meine Kunststoff-Maschinen prächtig. Auch der Dinamica. Aber nach meinem Test sind die Geräte nur selten im Dauereinsatz.

Auch wenn es daher ein wenig an einer hochwertigen Optik und Haptik hapert, fühlen sich alle Bauteile des Dinamica von den Knöpfen über die Brühgruppe bis zum Mahlwerk funktionstüchtig und durchdacht an. Auch mache ich mir von Anfang an keine Sorgen, dass bei der Reinigung irgendwas absplittern könnte. Generell ist der Dinamica ein Arbeitstier.

DeLonghi Dinamica Kaffeevollautomat Abtropfschale

Wenn wir nochmal auf den Preis gucken, dann sehen wir gleichzeitig sehr deutlich, dass die Italiener vor allem auf mehr Leistung geachtet haben, anstatt sich bei rund 500 Euro um Oberflächlichkeiten zu sorgen. Das finde ich sinnvoll, schließlich sind Zubereitung, Geschmack und Espresso auf Knopfdruck am Ende des Tages alles, was zählt.

Kleiner Dämpfer für die Begeisterung

Was ebenfalls zählt, ist ein Kaffeevollautomat (für 500 Euro!), der beim Auspacken nicht müffelt. Das passiert mir sonst höchstens bei einer superbilligen Kaffeemaschine. Das Aroma des Dinamica nach kokelnder Plastikfabrik war jedoch beim ersten Test so „eindrucksvoll“, dass ich diese Beobachtung unbedingt in die Bewertung einfließen lassen musste.

Zwar ist der Geruch längst verflogen und alles funktioniert, wie es funktionieren soll. Aber wenn sonst kein Kaffeevollautomat dermaßen nach Neugerät stinkt, müssen wir uns doch fragen, was bei meinem Testmodell in der Fabrik schief gelaufen ist.

Ihr könnt euch sicher denken, dass ich vor dem ersten Benutzen erst einmal eine extragründliche Reinigung durchgezogen habe. Das solltet ihr natürlich sowieso tun. Der Dinamica führt es jedoch besonders eindrucksvoll vor Augen. Wer will schon Produktionsmief in seinen Tassen?

Kleiner Nachtrag: Viele von euch haben mir berichtet, dass sie meinen Geruchseindruck nicht teilen konnten. Bei ihnen hat der Dinamica nach nichts gerochen. Also vielleicht doch ein Montagsgerät.

Dinamica einstellen: Wenn Espresso einfach einfach ist

Ein Kaffeevollautomat ist zwar auch in der Werkseinstellung bereits komplett funktionstüchtig. Aber meistens ist er so meilenweit von einem gelungenen Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato entfernt.

DeLonghi Dinamica Crema

Hier geht der Dinamica eindrucksvoll andere Wege. Schon in der Grundeinstellung macht er bei der Zubereitung der Getränke fast alles richtig.

Zwar landet ein bisschen wenig Schaum in den Tassen, der Espresso könnte noch eine Spur mehr Crema und Körper haben. Aber dass das Gerät auch ohne Expertise benutzt werden kann, macht schon mal viel aus!

Mahlgrad einstellen

Selbst, wenn ihr sonst nichts verstellen wollt: Regelt zumindest den Mahlgrad herunter! Das geht nicht nur am schnellsten, es hat auch die größten Effekte für den Kaffeegeschmack. Dreht dazu einfach das Stellrad im Bohnenbehälter auf die feinstmögliche Stufe, bei der noch Kaffee aus dem Auslauf kommt. Und zwar nur, während das Mahlwerk arbeitet!

Delonghi Dinamica Mahlgrad einstellen

Feinstmöglich heißt beim Dinamica tatsächlich auch Stufe 1 von 13 – und nicht drei oder vier, wie das bei dieser Marke sonst gern der Fall ist. Gerade in den unteren Preiskategorien.

Mit dem feinsten Mahlgrad schafft ihr es, dass eure Bohnen tatsächlich zu einem Espresso verarbeitet werden, der den Namen (fast) verdient. Von Espresso wie aus dem Siebträger sind wir zwar immer noch entfernt, doch die Dinamica-Ergebnisse in der Tasse überzeugen dennoch.

Getränke, Zubereitung & Wassermenge einstellen

Es gehört zum Selbstverständnis von DeLonghi, dass ihr praktisch alle Parameter der Zubereitung von Espresso und Co auf einfache Weise verstellen könnt. Die Betriebsanleitung ist dafür kaum nötig, das Menü mit den soften Tasten ist ausgesprochen selbsterklärend.

Für optimale Getränke und einen perfekten Geschmack regelt ihr die Kaffeemenge hoch, die Wassermenge runter und belasst die Temperatur beim Dinamica, wie sie ist. Einige bemängeln, dass ihnen der Kaffee selbst dann nicht heiß genug ist, wenn sie die höchstmögliche Temperatur einstellen. Dann helfen euch nur noch vorgewärmte Tassen.

Delonghi Dinamica Kaffeevollautomat Kaffeestärke einstellen

Dieser Zwiespalt zwischen „genau richtig“ und „zu kalt“ ist übrigens meist nicht die Schuld der Maschinen. Filterkaffee etwa wirkt nicht nur heißer, er wird auch bei einer höheren Temperatur gebrüht als Espresso. Viele, die gerade erst auf die Vollautomatik umsteigen, müssen sich daran erst gewöhnen.

Das Milchschaumsystem mit Drehregler braucht eigentlich keine Erklärungen. Außer vielleicht, dass die mittlere Stufe die beste ist. Flat White könnt ihr damit zwar nicht zaubern, für exzellenten Cappuccino und Latte Macchiato reicht es jedoch allemal.

Generell gilt: Solltet ihr schon einmal irgendein Gerät von DeLonghi bedient und eingestellt haben, ist der Dinamica überhaupt keine Herausforderung.

Wie ich schon mehrfach sagte: Das Innenleben und der Kernaufbau des Dinamica entsprechen zum Beispiel exakt dem Einsteigersieger DeLonghi ECAM 22.110.

Die wesentlichen Unterschiede bestehen nur in der Darstellung (Display oder nicht) und der Feinteiligkeit der Parameter. Auch der automatische Variantenreichtum auf Knopfdruck spielt hier hinein.

Espresso aus dem Dinamica: So macht der Test Spaß!

Im Video zum Dinamica Test habe ich den DeLonghi neben den relativ ähnlichen Philips LatteGo gestellt, auch wenn der Vergleich etwas hinkt. Der Kaffeevollautomat von Philips ist zwar ganz schnuckelig, fühlt sich jedoch „teurer“ an als der Dinamica – weil er weniger Funktionen bietet.

Der Vergleich im Video bezieht sich vorrangig auf die Lautstärke, mit der eure Bohnen im Mahlwerk zu Kaffeepulver verarbeitet werden. Schließlich ist die Lautstärke des Geräts für euch einer der wichtigsten Elemente in jedem Test.

Hier zeigt sich, dass es nicht nur um die Quantität in Dezibel, sondern auch die Qualität des Geräuschs geht. Beide Maschinen sind objektiv gesehen fast gleichauf, aber der Philips Kaffeevollautomat klingt etwas „schöner“.

Am Ende können aber beide nicht mit dem Ultraleise-Gerät Siemens EQ9 mithalten. Das kann bisher sowieso praktisch keiner. Zumindest nicht beim Mahlen oder der Zubereitung. Ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl ist nun einmal eine relativ geräuschintensive Combo. Dämpfung hin oder her.

Wohl aber kann der DeLonghi Kaffeevollautomat einen Mini-Sieg in Sachen leiser Milchschaumbezug für sich verbuchen. Da muss auch das schlauchlose Milchsystem von Philips passen.

Der Espresso, der mit Lautstärke X in die Tassen läuft, ist zudem wesentlich besser gelungen als bei Philips (und so manch anderer Marke). Da braucht man auch nicht mehr viel vergleichen. Super Geschmack, schöne Crema, hervorragende Temperatur und absolut lecker – volle Punktzahl!

Bester Kaffee für den DeLonghi Dinamica

Coffeeness Kaffee für Vollautomaten DeLonghi ECAM 350.55.B

Wir haben einen Kaffee extra für Kaffeevollautomaten entwickelt. Er ist hervorragend geeignet für alle Getränke aus dem DeLonghi Dinamica. Das haben wir selbst getestet. So gelingt der Espresso, schwarzer Kaffee und Latte Macchiato. Hier geht es zu unserem Shop für unseren Kaffeevollautomaten Kaffee.

Denn mit altem und schlechtem Kaffee bringen auch die besten Einstellungen nichts. Nur wer oben was Gutes reinkippt, bekommt auch unten was Gutes raus!

Kaffee für Vollautomaten by Coffeeness

Kaffee entwickelt für den Vollautomaten

Bester Kaffee für den DeLonghi Dinamica.

Für Latte Macchiato

Espresso, schwarzer Kaffee

Schokoladig

Frisch geröstet

Zum Coffeeness Shop

Das sind die richtigen Einstellungen für unseren Kaffee mit dem DeLonghi Dinamica:

  • Er lässt sich gut und fein einstellen. Ich habe einen der feinsten Mahlgrade gewählt.
  • Aber bitte immer nur bei laufendem Mahlwerk verstellen!
  • Wenn der Espresso nicht mehr läuft, sondern nur tropft, muss wieder etwas gröber gestellt werden. Ich nutze beim Dinamica einen Mahlgrad zwischen 1 und 3.
  • Es kann aber immer 1-2 Getränke dauern, bis die neuen Einstellung richtig zu schmecken sind.

Direkt vor dem Dinamica habe ich übrigens den Melitta CI Touch Test gemacht – und auch dieser extrem hochwertige Kaffeevollautomat erreicht nicht dasselbe Niveau beim Espresso. Er ist aber ausgesprochen dicht dran.

Long Coffee & Kannenfunktion?

Wenn euch Hersteller einen Kaffeevollautomaten als (ertragreichere) Alternative zur Kaffeemaschine schmackhaft machen wollen, reden sie lang und breit über die Long Coffee- oder Kannenfunktion. Das ist beim Dinamica 352.55 nicht anders als bei einem ESAM 5500.S oder sonst einem Gerät.

Der Plus-Dinamica besitzt zusätzlich eine Kannenfunktion, die mehrere Long Coffee automatisch in einem Rutsch zubereitet. Alle anderen Maschinen haben nur den Long Coffee als Kaffee mit extragroßer Füllmenge um die 175 Milliliter an Bord.

Quark ist beides: Genauso wenig, wie eine Kaffeemaschine auch nur annähernd Espresso kann, kann ein Kaffeevollautomat Getränke, deren Geschmack an die guten Seiten von Filterkaffee erinnert.

„KVA-Kaffee“ ist immer ein wenig zu dünn, zu langweilig, zu Blümchen. Das liegt an den Grenzen bzw. Funktionsvorgaben der Brühgruppe und lässt sich weder in einer teuren Maschine mit 19 bar Druck noch in einem günstigeren Gerät mit 15 bar beheben. Die grundlegenden Prinzipien der Zubereitung liegen einfach zu weit auseinander.

Moccamaster Kaffeemaschine Filterkaffee ist fertig

Darum lautet auch hier der Tipp: Für „echten“ Kaffee aus dem Filter greift ihr zur Kaffeemaschine. Für eine halbwegs trinkbare Automatenversion bereitet ihr einen Espresso zu und verlängert ihn anschließend mit etwas heißem Wasser zu Cafe Americano. Das seid ihr euren Geschmacksknospen und guten Bohnen schuldig.

Milchschaum mit dem Dinamica: Bühne frei für Cappuccino & Latte Macchiato!

Wie schön ein leiser Milchschaumbezug ist, merkt ihr meist erst, wenn ihr danach wieder ein Gerät mit normaler Zubereitungslautstärke benutzt. Bis auf die hauseigene PrimaDonna-Serie ist keine andere Maschine so leise am Schäumen wie der Dinamica.

Das macht sich nicht nur morgens zu Hause, sondern auch tagsüber im Büro oder Verkaufsgeschäft positiv bemerkbar – auch wenn der Dinamica sicher kein „Gewerbe“-Gerät ist.

Seid ihr aber nur zu zweit oder zu dritt im Büro, gäbe es kaum einen Grund, einen teureren Vollautomat in die Teeküche zu stellen. Denn viele (hervorragende) Kaffeevollautomaten fürs Büro müssen in einer Sache passen, die den Dinamica so großartig macht: einstellbare Milchschaumkonsistenz, yeah!

DeLonghi Dinamica Kaffeevollautomat Latte Macchiato Ergebnis

Ihr habt die Wahl zwischen „fest“, „mittel“ und „relativ flüssig“, was auch erstaunlich gut klappt. Der feste Milchschaum ist mir persönlich etwas zu badeschaumig, die ganz flüssige Variante ist wiederum nicht so, wie ich mir fließfreudigen Schaum vorstelle. Aber für Cappuccino und Latte ist die Mittelstufe geradezu perfekt.

Es hält euch niemand davon ab, verschiedene Konsistenzen zu mischen und am Kaffeevollautomat herumzuexperimentieren. Das Gerät lässt all das zu. Es dauert dann halt länger – und am Ende kommt dennoch kein Flat White in die Tassen.

Aber wer Flat White will, soll sich sowieso eine Siebträgermaschine anschaffen und den Umgang mit der Dampflanze üben. Dafür ist ein Kaffeevollautomat nicht gemacht. Für alle Schaum-Abstufungen dazwischen ist der Dinamica auf jeden Fall eine super Wahl!

Auch die Temperatur, an der viele von euch gerne mäkeln, liegt hier über dem Durchschnitt. Der Schaum ist heiß, ohne euch zu verbrühen, aber dennoch sofort trinkbar.

Dinamica entkalken & reinigen: Spart euch die Bedienungsanleitung

Bei einem Kaffeevollautomat für mehr als 500 Euro dürft ihr natürlich auch eine umfangreiche Hilfestellung zur Reinigung erwarten. Das ist gerade wegen des Milchschaumsystems wichtig.

Weil es sehr leicht nachzufüllen ist, verführt es schnell dazu, die Milch einfach nachzukippen, statt zwischendurch mal gründlich zu putzen.

DeLonghi Dinamica Kaffeevollautomat Spuelvorgang durchfuehren

Für ein kurzes Durchspülen stellt ihr den Milchschaumregler auf „Reinigen“ und lasst Wasser durch die Leitungen fließen. Das macht ihr am besten nach jedem Bezug. So kann sich gar nicht erst Milch ansammeln.

Achtet nur darauf, vorher eure Tassen in Sicherheit zu bringen. Ich hatte schon so manchen ungewollten Mix aus Reinigungswasser und Espresso in der Tasse.

DeLonghi Dinamica Kaffeevollautomat Wassertank

Besonders großartig finde ich, wenn ihr den Wassertank, den Milchtank und alles andere Wichtige an einem Kaffeevollautomat nach vorne entnehmen könnt.

Das spart nicht nur Platz, es lädt quasi von selbst zur intensiven Reinigung ein. Einfacher wäre es nur, wenn der Kaffeevollautomat sein Geschirr selbst zur Spülmaschine trägt! Bis es so weit ist, ist das Reinigen rund um den Dinamica dennoch ein Kinderspiel.

Offiziell soll zwar nichts in die Spülmaschine, aber: den Behälter für das Milchschaumsystem, die Abtropfschale oder den Tresterbehälter könnt ihr nach meiner Ansicht trotzdem im Spüler unterbringen. Die Brühgruppe natürlich nicht, die wird per Hand gespült!

Hierzu habe ich noch einen entscheidenden Tipp:

Der Dinamica nimmt die Sache mit der richtigen Parkposition der Brühgruppe besonders ernst. Ihr müsst das Gerät nicht nur am Hauptschalter ausstellen, ihr müsst auch den Stecker ziehen. ERST DANN könnt ihr die Brühgruppe gefahrlos entnehmen und genauso gefahrlos nach dem Abspülen wieder einsetzen.

DeLonghi Dinamica Kaffeevollautomat Hauptschalter ausschalten DeLonghi Dinamica Kaffeevollautomat Bruehgruppe entnehmen

Das steht zwar auch in der Betriebsanleitung. Aber aus irgendeinem Grund wird dieser entscheidende Hinweis stets überlesen. Dann entstehen irgendwelche Systemfehler, die überforderte Nutzer regelmäßig zur Verzweiflung treiben.

Ich glaube sogar, dass viele eurer typischen Probleme, wie Wasser an Stellen, wo keines hingehört, oder Kaffeebrei in irgendwelchen Ritzen auf eine falsch sitzende Brühgruppe zurückzuführen sind. Denn als Herzstück des Geräts muss sie wirklich exakt positioniert sein, um ihren Job zu erledigen.

Ansonsten gibt es keinen Grund, warum euer Dinamica nicht lange hervorragend funktionieren sollte. Guckt einfach aufs Display, das Gerät sagt euch schon, was es zu reinigen, einzusetzen oder zu leeren gibt. Das Entkalken funktioniert genauso einfach.

Auch dazu nochmal ein Hinweis:

Selbst, wenn ihr einen Wasserfilter benutzt, solltet ihr die Entkalk-Intervalle nicht allzu weit auseinander ziehen.

Beim Entkalken werden nicht nur Wasserablagerungen entfernt, die Maschine wird auch intensiv von Kaffeerückständen, Fetten und Ölen befreit. Das lohnt sich wenigstens einmal im Monat – ob nun Dinamica, PrimaDonna, Philips, Saeco oder Melitta auf dem Gerät steht!

Alternativen zum DeLonghi Dinamica: Was bietet die Konkurrenz?

Ein Großteil eurer Kommentare unter all meinen Kaffeevollautomaten Tests dreht sich um die Frage, ob die gerade besprochene Maschine eine gute Wahl ist, oder ob es nicht lieber Alternative XY sein soll.

Zum DeLonghi Dinamica gibt es viele tolle Alternativen, die mal mehr, mal weniger kosten. Allerdings finde ich, dass ihr euch mit allzu langen Vergleichen oft verrückter macht als nötig. Solange ein Vollautomat kein Totalausfall ist, ist er im Kern genauso gut wie mein persönlicher Favorit.

Warum? Weil ein Vollautomat immer dasselbe tut! Die Unterschiede beruhen auf technischen Details, die den Bedienkomfort erhöhen. Und wenn euch ein Gerät besser gefällt als meine Empfehlung – hier meine ich auch das Bauchgefühl! – nehmt einfach das.

DeLonghi PrimaDonna Soul

DeLonghi Primadonna Soul Kaffeevollautomat Uebersicht

Theoretisch dürfte (m)ein Dinamica Kaffeevollautomat gar nicht in der Nähe des neuen DeLonghi PrimaDonna Soul stehen. Beide Klassen und Geräte scheinen funktionell und preislich einfach zu weit voneinander entfernt zu sein.

Ich mache den Kurz-Vergleich trotzdem auf, weil ich vom Soul Kaffeevollautomat genauso überzeugt bin wie vom Dinamica – und weil der Soul ein Paradebeispiel der nächsten „Evolutionsstufe“ bei DeLonghi ist.

Das elektronische, stufenlos verstellbare Mahlwerk dürfte nach und nach von jedem Kaffeevollautomaten und noch mehr Marken übernommen werden. Jura ist ja schon dicke dabei, aber im Vergleich zu DeLonghi eine ganze Ecke teurer.

Dieses Mahlwerk ist extrem ausgereift, also kein erster Gehversuch. Der Funktionsumfang des Soul ist (selbstredend) noch größer als beim Dinamica, gleiches gilt natürlich auch für den Preis.

Wenn es euch darum geht, dass euer Kaffeevollautomat das Neueste vom Neuesten zu einem dennoch wirklich durchdachten Preis liefert, dann sind die rund 700 Euro mehr für den Soul gut investiert. Ansonsten wartet ihr vielleicht noch einige Zeit, bis das elektronische Mahlen in jedem Gerät ankommt und es auch einen vollelektronischen Dinamica gibt.

Siemens EQ.500 integral

Siemens EQ.500 integral Kaffeevollautomat Uebersicht

Der Siemens EQ.500 integral Kaffeevollautomat ist einer eurer Vergleichsfavoriten zum Dinamica und hat mich im Test mit seiner klugen Einfachheit und einer exzellenten Reinigung überzeugt.

Weder funktionell noch beim Espresso erreicht das (teurere) Gerät das Dinamica-Niveau, aber dafür ist es noch um Längen simpler zu bedienen. Außerdem wirkt es in mancher Hinsicht hochwertiger und ist ein wenig hübscher.

Gegen Siemens-Qualität lässt sich nun einmal überhaupt nichts sagen. Außer vielleicht, dass der Kaffee für viele ein bisschen zu kalt aus dem Auslass kommt.

Saeco PicoBaristo

Saeco Picobaristo Kaffeevollautomat Uebersicht

Der Direktvergleich zwischen dem Dinamica und dem Saeco PicoBaristo Kaffeevollautomat zeigt sehr viele Parallelen, auch wenn DeLonghi mal wieder funktionsstärker ist. Während ich aber beim Dinamica nicht ganz sicher bin, wie lange das Gerät bei intensiver Nutzung durchhält, wirkt der PicoBaristo wie ein hochwertiger Dauersprinter.

Aber er wirkt auch ein bisschen vorsintflutlich, was vor allem am Menü und dem Bedienkonzept liegt.

Ich bringe den Saeco auch deswegen ins Spiel, weil es so scheint, als handle es sich dabei um ein „Auslaufprodukt“. Der Mutterkonzern Philips hat bei Saeco lange nichts mehr durchblicken lassen. Das hat aber den Vorteil, dass die durch die Bank weg hochwertigen Saeco-Automaten zu einem sehr guten Preis zu haben sind, der manchmal weit unter der eigentlichen Qualität liegt.

Und wie gesagt: Vollautomat ist Vollautomat – Kaffee immer Kaffee. Ganz gleich, wie neu die Technik unter der Haube ist.

Siemens EQ 3

Siemens EQ.3 Kaffeevollautomat Uebersicht

Wo der Dinamica Kaffeevollautomat mit Funktionen protzen will, zeigt sich der Siemens EQ 3 Kaffeevollautomat einfach nur als hochwertiger, zuverlässiger, leiser(!) und vor allem beliebter Konkurrent. Das Preisniveau ist meist sehr ähnlich, auch wenn dieses Duell mal wieder von DeLonghi gewonnen wird.

Der Siemens ist aber eine zwingende Alternative, wenn ihr wenig Lust auf Einstellen und Ausprobieren habt, sondern einfach guten Espresso und Cappuccino aus hochwertigen Bohnen machen wollt. Nicht mehr, aber definitiv auch nicht weniger!

Melitta Caffeo CI

Ich finde, dass gerade der Melitta Caffeo CI Kaffeevollautomat beweist, dass es in dieser Gerätekategorie nur selten ein Update braucht. Das Ding gehört zu den ersten Geräten, die ich in meinem Blog getestet habe. Dennoch ist es weiterhin praktisch überall verfügbar, immer noch exzellent und immer noch ein zuverlässiges Arbeitstier.

Es ist erstens schöner als der Dinamica, zweitens besitzt der Melitta Caffeo CI zwei Bohnenkammern und drittens kann er mehrere Getränke recht schnell hintereinander zubereiten.

Der Dinamica legt zwar bei der Schnelligkeit eine Schippe drauf, aber Melitta muss sich als ernsthafter Konkurrent mit dem CI nicht einmal ansatzweise verstecken.

DeLonghi ECAM 23.466.B

DeLonghi ECAM 23.466.B Kaffeevollautomat

Der DeLonghi ECAM 23.466.B Kaffeevollautomat rutscht bei mir stets ein bisschen durchs Netz. Das ist gerade in Hinblick auf den Dinamica ziemlich schade.

Für einen wirklich guten Preis erhaltet ihr nämlich einen recht ähnlichen Kandidaten zum Dinamica, auch wenn sowohl bei Espresso als auch Milchschaum noch etwas mehr Qualität zum Sieg fehlt. Außerdem könnten das Menü übersichtlicher und die Bedienung eindeutiger sein.

Bis ihr hier Kaffee auf Knopfdruck im Schlaf beherrscht, wird auf jeden Fall etwas Zeit vergehen. Sollte es diesen Kaffeevollautomat allerdings irgendwo als Super-Sonderangebot geben, könnt ihr beruhigt zuschlagen.

Mein Fazit: Lohnt sich der DeLonghi Dinamica Kaffeevollautomat?

Es dürfte unübersehbar sein, dass der DeLonghi ECAM 350.55.B Dinamica in meinem Kaffeevollautomaten Test einen extragroßen Stein im Brett hat. Er kann viel, kostet dafür angenehm wenig und schließt so manche Angebotslücke auf dem Markt.

Der Dinamica lohnt sich für alle, die bei der Zubereitung von Espresso und Co ein bisschen mehr spielen wollen und Lust auf Experimente mit Bohnen und Konsistenzen haben. Gerade das Milchsystem macht dieses Gerät zu einer vielseitigen Entscheidung und hat sogar die Stiftung Warentest überzeugt.

Wir wissen, was ich von der Stiftung halte. Und für besten Milchschaum seid ihr bis zu einem gewissen Punkt selbst verantwortlich. Trotzdem bin ich ein riesiger Fan dieses Features und genereller der Funktionsvielfalt im Dinamica.

Andersherum gilt aber auch das, was ich für jeden Kaffeevollautomaten sage: Wenn ihr die angebotenen Funktionen nicht nutzen werdet, braucht ihr das Geld auch nicht investieren.

Geht es euch nur um guten Espresso, eine einfache Reinigung (ohne blick in die Bedienungsanleitung), eine entnehmbare Brühgruppe und vielleicht noch eine Möglichkeit zum Schäumen, reicht auch ein Einsteigergerät wie der DeLonghi ECAM 22.110.

Ihr kommentiert unter diesem Test, als gäbe es kein Morgen. Das finde ich großartig und freue mich über jeden weiteren Beitrag!

FAQ DeLonghi Dinamica

Ich weiß nicht, wo mein persönlicher Rekord tatsächlich liegt. Aber zum DeLonghi Dinamica habe ich mehr als 200 Kommentare von euch erhalten. Danke dafür und macht so weiter! Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesen Kommentaren will ich für euch in einem FAQ zusammenfassen, das ich weiter ergänze, wenn es Zeit für ein Update ist.

Das Mahlwerk im Dinamica besteht den Baby-Schlaf-Test leider nicht. Es ist zwar nicht überdurchschnittlich laut, aber auch nicht einmal ansatzweise leise. Vom Milchaufschäumer bekommt euer Nachwuchs allerdings überhaupt nichts mit!

Der DeLonghi Dinamica besetzt die Mittelklasse zwischen 500 und 600 Euro. Magnifica ist die günstige Einsteigerserie, PrimaDonna die Oberklasse und Eletta bietet hochwertige Vollautomaten zwischen Dinamica und PrimaDonna.

Auch wenn es viel zu fummeln gibt, habt ihr dieses Modell in Nullkommanix auf euren Geschmack eingestellt. Wenn ihr darauf so gar keine Lust habt, reicht zwar auch die Werkseinstellung. Aber wenigstens beim Mahlgrad solltet ihr selbst eingreifen.

Bei DeLonghi geht es immer nach dem Prinzip XXX.YYY.ABC. Die erste Zahl weist auf die generelle Maschinenklasse hin – je größer, desto funktioneller. Der zweite Zahlenblock steht meist nur für kleine Funktionsdetails, die einen bestimmten (teureren) Preis rechtfertigen. Der Buchstabe am Ende ist ausschließlich ein Hinweis auf die Farbe des Gehäuses.

Nein, gibt es nicht. Die eine Maschine hat mehr Nutzerprofile, bei der anderen sind vielleicht ein paar Extragetränke vorprogrammiert. Eine ist hier ein bisschen stärker, die andere da. Wenn sich die Geräte preislich kaum unterscheiden, ist es am Ende völlig wurscht, welches ihr nehmt. Lasst euch vom Hersteller und den Händlern mit ihren Versionen bloß nicht irremachen!

Ja, das kann er. Geht dazu einfach ins Menü und wählt den Programmpunkt „Heiße Milch“. Die Konsistenz könnt ihr am Milchbehälter justieren.

Es gibt Ersatzteile für DeLonghi-Vollautomaten, darunter auch die Milchbehälter. Wegen der Anschlüsse sind diese jeweils auf bestimmte Serien ausgelegt. Ich habe jedoch das starke Gefühl, dass diese Teile nicht von DeLonghi selbst kommen. Also Achtung! Völlig andere Behälter (zum Beispiel mit Thermo) gibt es für den Dinamica jedoch nicht. Das ist einer der generellen Nachteile integrierter Milchsysteme. Bei einem Kaffeevollautomaten mit Cappuccinatore könnt ihr an dem Schlauch dranbauen, was ihr wollt.

Siemens ist einfacher, reduzierter und auch bei der Zubereitung leiser. Allerdings lässt die Kaffeetemperatur für viele zu wünschen übrig. Ihr könnt auch nicht so viel einstellen und anpassen wie beim Dinamica. Lohnenswert sind beide, es gibt in dem Sinne kein besser oder schlechter.

Dank der schlauen Community geklärt: Dreht ihr den Knopf am Milchbehälter auf „Insert“, könnt ihr diesen Knopf vollständig rausziehen. Aus Hygienesicht unbedingt zu empfehlen, denn auch darunter kann sich Milch ansammeln!

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