Was ist der Unterschied zwischen Arabica- und Robusta-Kaffee?

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Ist Arabica-Kaffee einfach der bessere?

Diese Frage hört man sehr oft. Viele Leute glauben, dass Arabica-Kaffee einfach der bessere Kaffee ist, während Robusta-Kaffee qualitativ deutlich schlechter ist. Kaffeeverkäufer werden sehr oft gefragt, ob es sich bei dem angebotenen Kaffee um Arabica- oder Robusta-Kaffee handelt, denn diesen Unterschied kennen die Leute. Tendenziell ist diese Annahme nicht ganz falsch. Doch es ist wichtig zu verstehen, warum Arabica-Kaffee nicht gleich Arabica- Kaffee und Robusta-Kaffee nicht gleich Robusta-Kaffee sein muss. Im folgenden werde ich versuchen die Unterschiede dieser beiden bedeutenden Kaffeearten zu erklären.

Unterschiede

  1. Bei der Bezeichnung Arabica und Robusta-Kaffee handelt es sich um zwei verschiedene Kaffeearten.
  2. Robusta-Kaffees wachsen in etwa 300-600 m Höhe.
  3. Arabica-Kaffees wachsen in etwa 600 bis über 1000 m Höhe.
  4. Robusta-Kaffees sind unempfindlicher gegenüber klimatischen Bedingungen und Schädlingen.
  5. Robusta-Kaffees liefern einen höheren Ertrag.
  6. Robusta-Kaffees haben einen deutlich höheren Koffeinanteil.
  7. Arabica-Kaffees haben einen deutlich höheren Anteil an aromatischen Ölen.
  8. Robusta-Kaffees haben einen höheren Anteil an Chlorogensäuren.
  9. Arabica-Kaffees haben einen deutlich höheren Weltmarktanteil und werden zu deutlich höheren Preisen verkauft.

Was zum Teufel ist Chlorogensäure?

Die Chlorogensäure ist ein Inhaltsstoff des Kaffees. Dieser hat eine harntreibende Wirkung. Sie kann für das unschöne  Gefühl im Magen verantwortlich sein,  wenn man auf nüchternen Magen zu viel Kaffee getrunken hat. Je stärker ein Kaffee geröstet ist, desto mehr wird die Chlorogensäure reduziert.  Also sind „aromatische“ Kaffees  (starke Kaffees) oft magenschonender als schwach geröstete weniger aromatische Kaffees.


100 % Arabica

Das sind ein paar Informationen. Heutzutage steht auf fast jedem Schild das Kaffee anpreist 100 % Arabica. Aldi und Lidel Kaffees sind 100% Arabica. Ist diese Angabe ein Garant für gute Qualität? Die Antwort ist einfach, ist sie nicht! Es gibt viele minderwertige Arabica-Kaffees und einige hochwertige Robusta-Kaffees. Allerdings sind fast alle Spitzenkaffees reine Arabica-Kaffees. Dies liegt daran, dass sich der Anteil der Öle sowie die weniger vorhandene Chlorogensäuren positiv auf den Geschmack auswirkt. Man kann sagen, je höher ein Kaffee wächst, desto besser ist er in der Regel. In vielen Espressomischungen werden robusta Bohnen beigemischt, da diese eine bessere Crema bilden.

Ich hoffe ich konnte einige Fragen beantworten!

Viele Grüße

Arne

39 Kommentare
  • deniz
    24 April, 2010

    Hallo Arne,

    nun mal angenommen, ich habe qualitativ sehr hochwertigen Arabica, aber habe auch einen sehr guten Robusta wie z.B. einen Parchement. Wieso sollte ich diesen Robusta beimischen? In wie fern, würde dieser meinen Blend beeinflussen (bis auf die crema). Mich interessiert Deine Meinung, weil ich gerade einen Blend zusammenstelle aber nicht genau sicher bin ob ich da 15% Parchement beifügen soll. Der Arabica ist eine mischung aus brasil, kolumbia, guatemala, java und panama.
    lg
    deniz

  • Arne
    14 October, 2010

    Hallo Deniz, sorry wegen der späten Antwort. Ich würde immer mindestens 20% beimischen. Allerdings ist es auch in diesem Fall so, dass du es einfach ausprobieren musst!

    Viele Grüße,
    Arne

  • Dennis
    19 March, 2017

    Hallo Arne,

    und zwar wollte ich fragen, was mit den 300-600m und 600-1000m gemeint ist? Über den Meeresspiegel? Würde mich über eine Antwort freuen! ^^

    lg
    Denns

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