DRIPSTER Cold Drip Coffee Maker im Test

Das Team von Dripster hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich Interesse an einem Test ihres Cold Drip Coffee Makers habe – ich habe nur gesagt, klar – aber schnell, die deutschen Sommer sind kurz.

Jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Dripsters – damit könnt ihr Cold Drip Coffee herstellen. Dabei läuft das kalte Wasser langsam durch einen Trichter mit dem Kaffeepulver und spült alle Aromen und Öle langsam aus. Der Unterschied zum Cold Brew besteht darin, dass nicht über den gesamten Zeitraum direkter Kontakt von Wasser und Kaffeepulver besteht. Die Unterschiede im Detail, mit allen weiteren wichtigen Informationen findet ihr in diesem Artikel: Cold Brew Coffee. Dort gibt es auch viele Rezepte und weitere Tipps für die Zubereitung.

Dripster im Test

Dripster TestZurück zum Dripster. Eigentlich ist Cold Drip Coffee ein wenig umständlich. Entweder muss was gebastelt werden. Oder ihr müsst eine große Apparatur kaufen, die sehr an Chemielabor erinnert und einfach mal 200€ kostet. Wie ihr wisst, habe ich schon viel sehr Kaffee-Equipment – aber das war selbst mir zu teuer.

Jetzt gibt es den Dripster auf www.amazon.de zu kaufen. Einen eigenen Shop gibt es nicht. Das Format ist klasse. Für alle, die im Kühlschrank “drippen” wollen ist er gut geeignet. Ich mache das lieber draußen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich sehr gut.

Dripster Glas für KaffeeDas Auffangglas erinnert an ein French Press Glas.

Es ist deutlich größer als für die Kapazität des Wasserbehälters nötig aber gibt der Konstruktionen das schöne schlanke Aussehen.

Wie auch bei meinen French Press Gläsern würde ich mit dem Geschirrspüler sehr vorsichtig sein.

Darauf kommt der Filterhalter mit dem Edelstahlnetz, das für mich als Filter ausreicht. Ich hatte in dem zubereiteten Cold Drip Coffee keinerlei Partikel. In den Kaffee Zylinder passen bis zu 50g Kaffee. Hier ist es wichtig zu beachten, dass das Kaffeepulver während des Bezugs noch aufquillt und sich somit im Volumen noch vergrößert.

Dripster Kaffee

Dripster Filter

Also lasst ein wenig Platz. Das ist auch schön in dem Video zu sehen.

Darüber befindet sich der Wasserbehälter mit einem Volumen von 500 ml – wobei man sicher auch noch ein wenig mehr reinquetschen könnte. Die Dripster-Empfehlung ist auf 100ml Wasser 10g Kaffeepulver zu nutzen. Das Herzstück der Apparatur ist ein Ventil, mit dem die Durchlaufgeschwindigkeit geregelt werden kann.

Dripster Ventil II

Dripster Ventil

Setzt euch doch mal vor Genuss eines floralen Kaffees vor den Dripster und genießt das hypnotische Tropfen. Nicht umsonst stehen auch Cold Drip Coffee Konstruktionen gut sichtbar in jedem Cafe, das was auf sich hält. Es sieht einfach klasse aus. Auch der Dripster bringt gleich ein wenig dieses “jetzt habe ich auch ein Design Gegenstand in der Wohnung”-Gefühl. Einfach schön!

Dripster Ventil tropfen

Dripster Ventil tropfen zeit

Dripster Tropfen Sekunde

Jetzt donnert also jede Sekunde ein Tropfen Wasser auf den Kaffeesatz. Ich habe einen AeroPress Papierfilter genommen und 5 mm seines Randes entfernt und diesen auf den Kaffeesatz gelegt. Ich hatte die Hoffung, dass sich das Wasser damit besser verteilt. Ich muss noch ein paar mal testen, aber ich glaube das klappt recht gut.

Nach ein paar Versuchen gefällt es mir ohne Filterpapier doch deutlich besser

Ihr habt jetzt (je nach Einstellung des Ventils und Anzahl der Eiswürfel) 2-4 Stunden Zeit euch auf einen wunderbaren Cold Drip Coffee zu freuen. Das Ventil funktioniert gut und kann nach Belieben verstellt werden.

Warum Gefällt mir der Dripster so gut?

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Sieht gut aus.
  • Schön kompakt – Passt in den Kühlschrank.
  • Einfache Bedienung.
  • Lässt sich gut reinigen.
  • Kam bei mir dank Amazon Express schon um 7:30 an…

So früh hat der Postbote noch nie bei mir geklingelt und das an einem Samstag. Wie ihr seht, das Gesamtpaket ist sehr stimmig. Dazu passt auch der schöne und dezente Karton, in dem der Dripster geliefert wird. Das macht ihn auf jeden Fall auch zu einem schönen Geschenk. Wobei sicher noch nicht alle bei Cold Drip “angekommen” sind.

Was würde ich mir für die nächste Dripster Generation wünschen?

Meine Spezialität – meckern auf hohem Niveau: Wenn der Deckel des Wasserbehälters auf den Glasbehälter passen würde, wäre das echt bombig. Außerdem wäre eine kleine Vorrichtung (ein Bügel am Auslauf des Wasserbehälters) gut, der verhindert, dass Eiswürfel den Ausfluss behindern. Ich kann natürlich auch ohne Eiswüfel und nur mit geeistem Wasser arbeiten aber ich finde Eiswürfel einfach Stilechter – jetzt kann es aber passieren, dass sie sich auf das Loch setzten und die Tropfen abwürgen. Das Problem erledigt sich zwar mit der Zeit von selbst, kann aber unter Umständen die Extraktion beeinflussen.

Das war es auch schon  – eventuell könnte ich mir eine Nerdversion vorstellen, bei der alle Kunststoffteile durch Kupfer ersetzt werden. Das würde natürlich den Preis ordentlich nach oben treiben – aber für Kupfer bin ich immer bereit Geld auszugeben. Bei Kupfer werde ich schwach.

Lohnt sich der Dripster

Dripster AnleitungAuf jeden Fall. Für alle, die gerne Cold Brew trinken ist Cold Drip auch die richtige Wahl. Ich kann nicht sagen, dass ich Cold Drip generell Cold Brew vorziehen würde, aber bisher habe ich das Gefühl, dass mit der tropfenden Variante noch etwas gezielter florale und fruchtige Aromen extrahiert werden können. Also gerade für sehr helle Fruchtbomben ist Cold Drip sicher der Königsweg. Gibt Zitrusaromen eine Chance – eigentlich versuche ich mir anzugewöhnen von Bergamotte zu schreiben, das ist viel cooler, klappt bei mir aber nicht nicht so gut.

Der Dripster ist ein solides Produkt. Sieht gut aus, funktioniert gut und ist erschwinglich. Bisher gibt es den Dripster ausschließlich auf amazon . Ich bin gespannt was ihr zu der Neuerscheinung sagt! Habt ihr den Cold Drip Apparat schon getestet oder plant ihr die Anschaffung? Ich freue mich immer über Kommentare.

11 Kommentare
  • Peter Gispert
    25 January, 2017

    Hallo,
    ich trinke oft “cold brew” Kaffe oder mit der Aeropress zubereiteten Kaffee.
    Habe jetzt auch “cold brew” Tee für mich entdeckt, der ebenfalls durch “cold brew” wunderbare Aromen entwickelt. Würde mir jetzt gern den DRIPSTER zulegen, also auch für Tee.
    Du schreibst, in den Filter passen ca. 50g Kaffee.
    Nun meine Frage, würde auch ca 25 – 30g loser Tee (z.B. darjeeling oder ähnlicher) hinein passen? Soviel benötige ich für ca 500ml Teekonzentrat.
    best regards
    Peter

  • Sylvia Entenmann
    26 April, 2017

    Hallo Arne,

    ich war vor Kurzem in Australien und hab dort cold brew und cold drip kennen gelernt. Bin total begeistert und möchte mir nun einen Dripper zulegen, weiß aber noch nicht ob ich den Dripster oder doch lieber den teuren Water Dripper von Hario kaufen soll. Bei der Bewertung des Dripsters haben einige Käufer bemängelt, dass das Ventil sich nicht genau einstellen lässt bzw. nach mehrfacher Nutzung ausleiert da es aus Plastik ist. Stimmt das oder war es evtl.nur ein defektes Gerät?

    Viele Grüße
    Sylvia

  • Arne
    26 April, 2017

    Hallo Sylvia, danke für Deinen Kommentar. Ja, Cold Drip loht sich auf jeden Fall. Ich habe jetzt ca. 30-50 Portionen damit zubereitet und keine Problem gehabt. Mehr kann ich nicht sage. Der Water Dripper von Hario ist halt super schön und super teuer 😉 Irgendwann hole ich den aber auch noch. Ich denke zum testen kann ein Dripster nicht schaden, nachrüsten kannst du immer noch 😉 Viele Grüße, Arne

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