Die Porlex Tall Handkaffeemühle im Test

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Falls dir der Name Porlex irgendwie bekannt vorkommt, kann das mehrere Gründe haben:

Porlex Tall Handkaffeemühle im Test

Falls dir der Name Porlex irgendwie bekannt vorkommt, kann das mehrere Gründe haben:

  • Du bist schon längst einer der zahllosen Fans der kleinen japanischen Handkaffeemühlen.
  • Du hast irgendeinen Kaffeefan oder Hipster davon schwärmen hören.
  • Du gehörst zu denen, denen ich schon die Ohren davon vollgeredet habe.
  • Du hast meinen Testbericht zur Porlex Mini gelesen.

In diesem Artikel werde ich dir nun den größeren Bruder der Mini vorstellen, der mit dem Titel Porlex Tall zwar ein bisschen mehr verspricht, als er hält, aber dennoch meine absolute Empfehlung für eine kleine Handmühle ist.

Es dürfte dich wenig überraschen, dass mein Fazit dementsprechend positiv ausfällt: Der Preis! Die Handhabung! Der Look! Die Ergebnisse! Aber gehen wir hübsch der Reihe nach vor. Ein Preisvergleich zwischen www.amazon.de  und www.coffeecircle.com lohnt sich auf jeden Fall. Die Mühle kostet aber meistens knapp unter 50€.

Porlex Tall und Porlex Mini: Wo sind die Unterschiede?

Grundsätzlich haben beide manuellen Kaffeemühlen aus dem japanischen Hause dieselben Features:

  • robustes Edelstahlgehäuse.
  • gute Verarbeitung.
  • Keramikmahlwerk.
  • guter Preis.
  • kompakte Maße.

Die Unterschiede zeigen sich – wie die Namen schon andeuten – eher in der Größe und damit der Aufnahmefähigkeit der Kaffeemühlen:

FeaturePorlex Mini
Porlex Tall
Kapazität Bohnen
20 g
30 g
Kapazität Mehl
30 g
40 g
Höherund 13 cmrund 19 cm
BesonderheitenGummimanschette mit Kurbelhalterung
-
Gewicht249 g281 g

Die Porlex Tall besitzt eine größere Kapazität als ihr kleiner Bruder, ist in meinen Augen jedoch noch weit davon entfernt, den Titel „Tall“ zu verdienen. Aber das macht sie zum guten Reisekandidaten, wenn du etwas mehr Platz im Koffer und mehr als einen Kaffeefan in der Reisegruppe hast.

Preislich sind Tall und Mini jedoch fast gleich auf: Die große Version kostet mit aktuell 49 Euro bei Amazon nur schlappe zwei Euro mehr als die Miniausgabe.

Du musst dich also nur entscheiden, ob dir ultrakompakte Maße und eine tolle Kurbelhalterung, oder ein bisschen mehr Kaffee auf einmal wichtig sind. Ich habe meine Wahl jedenfalls getroffen: Ich will mehr Kaffee!

Der erste Eindruck

Alles, was ich dir jetzt über die Porlex Tall erzähle, gilt fast deckungsgleich auch für die Porlex Mini (Hier mein Testbericht zum Vergleich). Sollte dir in diesem Test also ein Aspekt fehlen, habe ich ihn im anderen Test bestimmt erwähnt und schlicht an dieser Stelle vergessen.

Porlex Tall Kaffeebohnen

Das griffige Gehäuse der Porlex Tall besteht komplett aus Edelstahl und bietet damit einen idealen Schutz für das innenliegende Keramikmahlwerk. Die Mühle liegt super in der Hand und auch die Kurbel macht beim ersten Antesten keine Zicken.

Allerdings vermisse ich ein wenig die Gummimanschette der Mini, die noch ein bisschen mehr Grip ins Spiel gebracht hat. Das alte Porlex-Problem, dass sich der Auffangbehälter beim Kurbeln manchmal leicht mitdreht, habe ich zumindest beim Antesten nicht beobachten können.

Das Mahlwerk

Ein Keramikmahlwerk ist recht robust, angenehm leicht und in der Lage, homogene Ergebnisse zu erzielen. Schon darum verbauen viele kleine hochwertige Handkaffeemühlen am liebsten dieses Material.

In der Porlex Tall ist ein konisches bzw. Kegel-Mahlwerk zugange. Diese Mahlwerkform hat einen großen Vorteil: Es kann kompakter als andere Bauarten sein und ist damit auch für sehr kleine Mühlen geeignet.

Porlex Tall Mahlwerk

Außerdem muss jede Kaffeebohne an jeder Stelle zwischen Positiv und Negativ (also dem Kegel und seinem Gegenpart) von oben nach unten vorbei. Dadurch werden die Ergebnisse grundsätzlich homogener.
Falls du gerade nur Bahnhof verstanden hast, hilft dir diese schematische Darstellung eines Kegelmahlwerks vielleicht weiter.

Porlex Tall Fein Einstellen

Wenn du an der Porlex Tall am Flügelrädchen am unteren Mahlwerkende drehst (siehe Foto), verstellst du den Kegel in seiner Negativ-Fassung entweder nach oben oder unten und änderst so den Mahlgrad.

Der ist zwar nicht ganz stufenlos, dafür umso einfacher einstellbar. Das bringen viele andere Kaffeemühlen – ob elektrisch oder manuell, ob teuer oder günstig – so easy peasy nicht immer zustande. Darum: Bravo, Porlex!

Grundsätzlich kannst du alle gängigen Zubereitungsmethoden mit der Porlex Tall bedienen und die erhöhte Kaffeemenge sorgt auch dafür, dass du nicht auf deinen French Press -Kaffee in einer anständigen Kanne verzichten müsstest.

Die Porlex Tall im Einsatz

Mein Urteil über die Porlex Mini gilt auch für die Porlex Tall: Beide Mühlen machen einfach klasse Kaffeemehl. Homogen, ziemlich exakt und damit tiptop.
Der Kurbelaufwand hält sich in Grenzen, und ich habe das Gefühl, dass die etwas größere Höhe der Tall dafür sorgt, dass du noch einfacher kurbeln kannst – Hebelwirkung und so. Vielleicht liest ja ein Physiker mit, der mir das kurz nochmal besser erklären kann.

Porlex Tall Mahlgrad

Den Nachteil anderer Mini-Mühlen, dass gröberes Kaffeemehl meist nicht in guter Qualität funktioniert, hat die Porlex Tall nicht. Zwar gibt es auch hier manchmal Unregelmäßigkeiten, aber die sind mehr als verschmerzbar.

Die Reinigung

Wie schon in meinem Testbericht zum kleinen Porlex-Bruder möchte ich an dieser Stelle dem Produktdesigner der japanischen Firma noch einmal mein Kompliment aussprechen: Gut gemacht, altes Haus!

Denn die Porlex ließe sich wohl auch in ihre atomaren Bestandteile zerlegen, wenn das nicht vollkommen überflüssig wäre. Du kannst jedes einzelne Kaffee-führende Teil problemlos auseinandernehmen und säubern.

Pass aber gut auf die kleinen Teile wie die Flügelmutter auf und merke dir ganz genau, was in welcher Reihenfolge wohin gehört. Das ist besonders wichtig, wenn du die Porlex Tall unterwegs mitnehmen möchtest und in zugigen Rasthofwaschräumen unter Zeitdruck deine Handkaffeemühle säubern willst.

Apropos: Solltest du wirklich mit dem Gedanken spielen, bei deiner nächsten Tour alles für exzellenten Kaffeegenuss mitzunehmen, empfehle ich dir mein Video zum Thema Kaffee-Equipment für Backpacker.

Mein Fazit: Für wen ist die Porlex Tall Handkaffeemühle geeignet?

Während ich bei der Porlex Mini der Meinung war, dass sie eine gute Lösung für alleinreisende Backpacker ist, weite ich meinen Empfehlungskreis für die Porlex Tall Handkaffeemühle definitiv aus:

  • Sie passt zu Reisenden mit mehr Platz im Koffer und reicht für dich und deinen Reisebegleiter.
  • Sie ist auch zuhause eine gute Ersatzmühle und für alle Einsteiger gedacht, die sich ohne Umstände und Strom Kaffeebohnen frisch mahlen wollen.
  • Sie ist zu praktisch allen Zubereitungsmethoden in handelsüblichem Equipment ausgelegt und hat damit einen großen Vorteil gegenüber der Mini-Version.

Kleine Einschränkung: Für Haushalte mit mehr als zwei Personen wird’s dennoch kritisch.

Ich habe die Porlex Tall schon mehrfach verschenkt und werde es sicher auch weiterhin tun, denn diese Handkaffeemühle ist perfekt für alle, die gerade ihre Lust am Kaffee entdecken.

Fassen wir kurz die Vorteile noch einmal zusammen:

  • Hochwertiges Mahlwerk aus Keramik.
  • Robustes Edelstahlgehäuse.
  • Homogenes Mahlergebnis.
  • Einfaches Handling.
  • Perfekte Reinigung möglich.
  • Viele Mahlgrade.
  • Kompakt.

Ein Preisvergleich zwischen www.amazon.de und www.coffeecircle.com lohnt sich auf jeden Fall. Die Mühle kostet aber meistens knapp unter 50€. Hast du schon Erfahrungen mit meiner Top-Empfehlung für kleine Handkaffeemühlen? Dann freue ich mich auf einen Kommentar. Natürlich kannst du mich gern nach weiteren Details zu diesem und anderen Tests fragen.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
29 Kommentare
Newest
Oldest
Inline Feedbacks
View all comments
Inhaltsverzeichnis