Spezialratgeber Kaffeevollautomat: Latte Macchiato-Sieger & Tipps für die Zubereitung

Wie der perfekte Latte Macchiato aussieht, müssen wir nicht lange diskutieren: Kaffee und Milchschaum zeigen sich in drei perfekten Schichten, die Milch ist feinporig und cremig, der Espresso dunkel und italienisch.

Wie der perfekte Latte Macchiato aussieht, müssen wir nicht lange diskutieren: Kaffee und Milchschaum zeigen sich in drei perfekten Schichten, die Milch ist feinporig und cremig, der Espresso dunkel und italienisch.

Unter allen Kaffeevarianten, die ein durchschnittlicher Kaffeevollautomat zubereiten kann, ist der Latte Macchiato das Getränk, das mich am häufigsten enttäuscht. Mal fallen die Schichten direkt wieder zusammen, mal ist die Temperatur zu niedrig, mal gibt es keinen Unterschied zwischen Latte und Cappuccino.

Hilft also nur der Kauf einer Siebträgermaschine und eine komplizierte manuelle Zubereitung? Puristen sagen ja. Ich sage nö.

Denn es gibt einige Vollautomaten aus meinem Test, die einen bemerkenswerten Latte Macchiato zubereiten. In diesem Ratgeber-Update klären wir außerdem, wie ihr noch mehr aus Milch, Espresso und Maschine holen könnt und die Schichtarbeit selbst bei ungünstigeren technischen Voraussetzungen gelingt. Hier die Kurzübersicht:

  1. Jura Giga 6: Der hochpreisige Milchschaum-King
  2. Krups Intuition Preference+ EA875E: Der heimliche Gewinner
  3. Melitta Caffeo Barista TS Smart: Der Preis-Leistungs-Sieger
  4. DeLonghi Dinamica & PrimaDonna Soul: Italienische Milchschaum-Kunst
  5. Jura Z6, Z8, Z10: Perfektionierter Latte von der Luxusmarke
  6. Miele CM6360 & Nivona NICR 825: Top-Milchschaum mit Cappuccino-Ambitionen
  7. DeLonghi Magnifica S & Philips EP2220/10: Die Schaum-Schnäppchen
  8. Siemens & Saeco Xelsis: Milchschaum auf Trinktemperatur

Welche Bohnen ihr verwenden solltet, um den perfekten Latte Macchiato zubereiten zu können, muss ich sicher nicht mehr lange erklären…

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Die besten Vollautomaten für Latte Macchiato: Alles hängt am Milchschaum

Juras Z-Serie und der Giga 6 spielen beim Milchschaum in der ersten Liga, sind aber ziemlich hochpreisig. Wenn ihr ein paar Abstriche in anderen Testkategorien akzeptiert, gehört der Krups Intuition Preference+ zu den empfehlenswertesten Kaffeevollautomaten für Latte Macchiato zu einem günstigeren Preis.

Wichtig sind kühlschrankkalte Milch, eine höhere Kaffeestärke und gute Kaffeebohnen, die ein schokoladiges Geschmacksprofil mitbringen. Den Rest muss das Milchsystem erledigen (es sei denn, ihr setzt auf eine manuelle Milchdüse).

Am besten schneiden die DeLonghi Dinamica und die Primadonna Soul ab – auch, weil sie vernünftige Preise haben. Wer sich richtig etwas gönnen will, schaut sich das Flaggschiff DeLonghi Maestosa an.

Damit ein Latte Macchiato seine charakteristischen Schichten präsentieren kann, muss der Milchschaum fest genug werden, um den Espresso in seiner Mitte zu tragen. Gleichzeitig muss er jedoch so weich und cremig sein, dass er die Zuckermoleküle in der Milch optimal aufschlüsselt. Außerdem soll er die Bitterstoffe im Espresso ausgleichen und euch bei jedem Schluck begeistern.

Der perfekte Milchschaum ist selbst für jeden erfahrenen Barista an der Siebträgermaschine eine Herausforderung. Für einen Vollautomaten wird es nochmal komplizierter.

Ein Kaffeevollautomat kann die Schaumproduktion nicht bei jeder Zubereitung individuell an die Umstände anpassen. Wo ein Barista sein Schäumverhalten auf die Art der Milch oder Milchalternative, ihre Temperatur, die Menge und die gewünschte Konsistenz abstimmt, folgt die Maschine jedes Mal demselben Programm.

Dieses Programm muss nicht nur automatisch, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt in der Zubereitung und möglichst schnell ablaufen. Schließlich wollen Kaffeetrinker nicht ewig vor dem Gerät stehen.

Damit also ein Latte Macchiato aus den Düsen und dem Milchschlauch kommt, braucht es viel Technik, die optimal zusammenspielt. Es wundert daher nicht, dass exzellenter Milchschaum – und damit auch exzellenter Latte oder Cappuccino – eher eine Spezialität der oberen Preisklassen im Kaffeevollautomaten Test ist. 

Typische Premium-Marken wie Jura feiern die Schaumparty am besten ab. Das gilt allerdings nur, wenn wir uns auf die automatische Milchschaumproduktion auf Knopfdruck beziehen. Bringt euer (günstiger) Kaffeevollautomat „nur“ eine Milchaufschäumdüse mit, habt ihr selbst die Chance, perfekten Latte-Schaum zu kreieren. 

Der teure Testsieger für Milchschaum: Jura Giga 6

Im Grunde könnte ich mir alle Ausführungen zur Qualität von Milchschaum und Espresso im Zusammenspiel in jedem Testbericht sparen. Ich müsste nur Mauris Gesicht abbilden: 

Mauricio freut sich ueber drei Finger Milchschaum

Im Gegensatz zu mir ist er nämlich riesiger Latte Macchiato-Fan und bewertet eine Maschine am strengsten danach, wie sie sich bei der Zubereitung seines liebsten Getränks schlägt.

Seinem Strahlen im Test nach zu urteilen, geht derzeit nichts über den Jura Giga 6. Das einzige wirkliche Problem: Dieser hochwertige Kaffeevollautomat kostet stramm über 3.000 Euro. Das ist er auf jeden Fall wert, aber wer stellt sich so einen Klopper in die Küche?

Trotzdem müssen sich alle anderen (günstigeren) Vollautomaten an seiner Latte-Qualität messen lassen – das gilt auch für den puren Espresso und Kaffee. Solltet ihr also richtig viel Platz und Geld übrig haben, ist der Giga 6 wirklich gigantisch.

Der heimliche Milchschaum-Könner: Krups Intuition Preference+ EA875E

In meiner Hersteller-Auswahl haben es Kaffeeautomaten von Krups häufig schwer, weil sie im Vergleich zu anderen Marken kaum ein Profil haben, das im Gedächtnis bleibt. Umso bemerkenswerter ist der Krups Intuition Preference+:

Sein Schaum ist ziemlich nah an der Perfektion, vor allem, weil ihr für dieses Ergebnis nichts einstellen müsst. Einfach Cappuccinatore-Schlauch in die Milchpackung hängen, Getränkeauswahl festlegen und los geht’s – und das auch noch mit sehr leisem Bezug.

Der Kaffee bzw. Espresso dazu wird aus meinen Kaffeebohnen sehr nussig, was ihn vom üblichen Schokoladen-Profil in anderen Geräten ebenfalls abhebt. 

Lediglich an der versprochenen Intuition mangelt es ihm an vielen Stellen. Für einen Preis zwischen 800 und 900 Euro bin ich immer noch nicht davon überzeugt, dass eine fest verbaute Brühgruppe eine gute Idee ist.

Aber insgesamt macht der Intuition noch deutlicher, was mir in letzter Zeit immer wieder auffällt:

Für einen Latte auf Knopfdruck sind derzeit Geräte mit Cappuccinatore fast durchweg die bessere Wahl als Versionen mit voll integriertem Milchaufschäumer. Früher war das andersherum.

Der familiäre Testsieger für Milchschaum mit Espresso: Melitta Caffeo Barista TS Smart

Richtige Konsistenz, Schaumkrone mit drei Fingern Breite, super Temperatur und ausreichend Füllmenge für ein großes Latte-Macchiato-Glas: Der Melitta Caffeo Barista TS Smart ist mit knapp 900 Euro und einem großen Funktionsumfang einer unserer (Mauris) liebsten Kaffeevollautomaten für Latte Macchiato in der „Vernunft“-Klasse.

Mit Vernunft meine ich… 

  • dass ihr viel für euer Geld bekommt
  • euch nicht mit einer allzu abenteuerlichen Handhabung rumschlagen müsst 
  • und die ganze kaffeetrinkende Familie abgedeckt wird. 

Das ist sowas wie ein Steckenpferd der „Familienmarke“. Dieser Melitta Kaffeevollautomat steht zwar „schon“ seit 2018 in den Läden, wirkt aber weiterhin modern und zeitgemäß. 

Er ist allerdings wesentlich höher und tiefer als andere Modelle seiner Klasse und packt zumindest im direkten Vergleichstest weniger Einstellmöglichkeiten ins Gehäuse. Doch was er kann, kann er gut – Latte Macchiato zum Beispiel.

Milchschaum bei DeLonghi: Dinamica & PrimaDonna Soul überzeugen

… und alle anderen im Grunde auch. DeLonghi Kaffeevollautomaten haben einen riesigen Qualitätssprung hingelegt, ohne allzu stark an der Preisschraube zu drehen.

Für mich ist der DeLonghi Dinamica in Sachen Latte Macchiato dennoch eine der besten Markenentscheidungen. Denn er hat das Thema Feinjustierung beim Schäumen ins Spiel gebracht und kostet trotz seines riesigen Funktionsumfangs nur etwa 500 Euro.

Bei Konsistenz und Qualität geht es mit dem aktuellen DeLonghi PrimaDonna Soul noch höher in den Latte-Himmel, auch wenn der Schaum fast ein bisschen altbacken (also sehr fest) wird. Dafür ist der Soul als Oberklasse-Modell mit rund 1.300 Euro vergleichsweise günstig und begeistert in allen Facetten der automatischen Kaffeezubereitung.

Milchschaum & Espresso bei Jura: Alles Z-Serie, oder was?

Milchschaumqualität, Espresso-Aroma, Bedienung, Funktionalität – ich bin immer noch erstaunt darüber, dass sich Jura Kaffeevollautomaten für mich an die Spitze in Sachen Kaffeespezialitäten geschwungen haben. 

Wenn ihr als Latte-Fans auf Jura setzen wollt und keine Lust auf Giga-Preise habt, solltet ihr die E-Reihe links liegen lassen und lieber bei der Z-Serie zuschlagen. Vom Klassiker Jura Z6 über den starken Jura Z8 bis zum neuesten Jura Z10 können alle Maschinen dieser Gruppe auch beim Milchschaum weit über Standardniveau überzeugen.

Ohne über die Reinigung an dieser Stelle viele Worte zu verlieren – für mich persönlich bleibt bei Jura zwar immer noch die Frage nach der hygienischen Säuberung der fest verbauten Brühgruppe. 

Aber es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass das, was derzeit aus modernen Jura-Automaten kommt, verdächtig nah an perfekte Ergebnisse aus einer Espressomaschine heranreicht. Auch bei Kaffee und Espresso.

Die eleganten Schaumschläger: Miele CM6360 & Nivona NICR 825 CafeRomatica

Nivona Kaffeevollautomaten und Miele Kaffeevollautomaten schlagen bei Image, Funktionalität und versnobtem Auftreten in eine ähnliche Kerbe – und nehmen sich auch beim Milchschaum nicht viel.

Der Miele CM6360 und der Nivona NICR 825 können beide mit starken Ergebnissen begeistern. Komischerweise schlagen sich beide selbst dann am besten, wenn es um übersichtliche Cappuccino-Schaummengen geht.

In Sachen Konsistenz ist das Nivona-Gerät eine ganze Schippe überzeugender, so elegant und feinporig kommt ein Latte selten aus einem Milchsystem. 

Aber wir müssen eben auch damit leben, dass Miele grundsätzlich teurer als die Konkurrenz und Nivona nur im Fachhandel zu ebenfalls höherem Preisniveau zu haben ist.

Die Sache mit Siemens: Kaffee ja, Milchschaum naja

Normalerweise räumen Siemens Kaffeevollautomaten reihenweise Testsiege ab – zum Beispiel für das leiseste Mahlwerk ever im Siemens EQ.9.

In Sachen Milchschaum und Latte Macchiato gibt es jedoch keine Siemens-Maschine, die mich vom Hocker haut. Nicht, dass die Kaffeevariationen schlecht wären. Im Gegenteil. Doch gerade im Spiegel der wirklich guten Ergebnisse anderer Hersteller bringt Siemens im Test bisher nur etwas altbackenen Schaumstandard auf den Markt.

Das noch größere Problem ist: Sehr vielen von euch ist der Milchschaum schlicht zu kalt. Das macht sich bei der großen Milchmenge eines Latte Macchiato noch stärker bemerkbar und lässt sich in der Zubereitung auch nicht ändern. 

Zum Zeitpunkt dieses Updates (September 2021) stehen wir allerdings kurz vor dem Launch der brandneuen Siemens EQ.700 Modelle, deren Schaumqualität und -temperatur durchaus ein neues Kapitel aufschlagen könnte. Warten wir meinen Test ab.

Auch sollten wir nicht unerwähnt lassen, dass der Siemens EQ. 3 mit seinem einzigartigen In-Cup-Schaumsystem durchaus bessere Ergebnisse liefert als die anderen. Aber damit sind wir wieder weiter vom vollen Automatikversprechen entfernt, als es Siemens sonst bietet.

Siemens EQ.9 mach Milchschaum

Noch nicht abschreiben: Saeco Xelsis

Auch wenn Mutterkonzern Philips auf Saeco keinen Bock mehr hat, ist das ehemals oberpreisige Flaggschiff Saeco Xelsis inzwischen unter die 1.000-Euro-Marke gerutscht. Dort liefert es unbeirrt sehr guten Kaffee und Milchschaum.

Der Latte Macchiato hat eine durchaus feste Struktur und zahlt daher zum älteren Stil, aber Konsistenz und Feinporigkeit überzeugen. Ähnlich wie bei Siemens ist dieser Schaum aber auch eher für Leute wie mich, die Ihren Latte gern auf Trinktemperatur aus dem Gerät beziehen.

Günstige Selbermacher mit Schaumlanze: Vom DeLonghi Magnifica S bis Philips EP2220/10

Arne ist gluecklich mit dem Latte Macchiato aus dem ECAM 22.110.b

Meine Meinung: Wer wirklich Bock hat, seinen Latte-Milchschaum per manueller Dampflanze selbst herzustellen, ist reif für eine echte Espressomaschine nebst Kaffeemühle. Vollautomaten sollen ihren Kram schließlich komplett allein hinkriegen.

Doch schon allein des günstigen Preises wegen sollten wir Einsteigerversionen wie meine ewige Empfehlung DeLonghi Magnifica S 22.110.B mit Kegelmahlwerk oder den Philips EP2220/10 mit Scheibenmahlwerk als moderneren Konkurrenten nicht abschreiben.

Habt ihr den Dreh an der Lanze einmal raus, entdeckt ihr auch, wie unterschiedlich geschäumte Milch sein kann. Ihr könnt ihn so heiß machen, wie ihr wollt, Latte-Art üben oder auch mal einen Kakao oder Matcha Latte direkt aufschäumen. 

Vergleichsweise einfacher zu reinigen und hygienischer sauber zuhalten ist das Ganze auch – vom geringeren Platzbedarf abgesehen. Das sind Vorteile nach meinem Geschmack!

Latte Macchiato selber machen: Zubereitung & Tipps

Wie macht man Latte Macchiato selbst besser, wenn alles an der Maschine hängt? Im One-Touch-Display-Universum scheinen wir kaum Einfluss auf unser Heißgetränk zu haben. Stimmt teilweise, aber nicht ganz.

Denn was ihr in den Milchbehälter kippt und mit welchen Bohnen ihr das Gerät füttert, hat mindestens genauso viel Einfluss auf den Geschmack wie eure Einstellungen für die einzelnen Kaffeevarianten.

Das Rezept sind gute Milch & gute Bohnen. Punkt.

Ob ihr Milch von der Kuh bevorzugt oder lieber pflanzliche Milchalternativen trinkt, ist für den Latte Macchiato und die Funktion des Vollautomaten unerheblich. 

  • Die Milchvariante braucht einen anständigen Eiweißanteil, um anständig zu schäumen. Fett dient hingegen hauptsächlich als Geschmacksträger.
  • Wichtiger ist, der Milch Zeit zu geben, das Schaumgerüst zu bauen – ohne vorzeitig zu denaturieren und zu verbrennen. Das funktioniert am besten mit kalter Milch direkt aus dem Kühlschrank.
  • Bei den Kaffeebohnen gibt es in Sachen Aroma keine Einschränkungen, auch wenn Versionen mit klaren Schoko- und Nussnoten gegen die schiere Menge an Milch am besten bestehen und dem Latte seinen typisch italienischen Stil verleihen.
  • Die Milchmenge ist auch der Grund dafür, warum ihr die Kaffeestärke im jeweiligen Gerät hochstellen solltet. Sonst bleibt die „gefleckte Milch“ nämlich genau das – ein Milchgetränk, das nur entfernt an Kaffee erinnert. Vor allem, wenn ihr euch an den üblichen 250 Milliliter orientiert, die ein Latte Macchiato ins Glas bringt.

Die richtigen Gläser für perfekte Schichtarbeit

Latte-Macchiato-Gläser (sowie Versionen für Cappuccino und Espresso) haben mich jüngst beschäftigt, weil ich mir die Frage gestellt habe, ob das Gefäß mehr als eine optisch-haptische Funktion für Kaffeespezialitäten hat.

Beim Latte ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass wir die Schichten vor allem sehen wollen. Was gleichzeitig zu seinem Sex-Appeal beiträgt und auch eine Form der Qualitätskontrolle ist. Messerscharf gezogene Ränder zwischen Kaffee und Milch sagen genauso viel über das Ergebnis wie eine hellbraune Brühe.

Das typische hohe Glas mit großer Füllmenge hat noch eine andere Funktion: Trinkt ihr euren Kaffee ohne Strohhalm, leitet die Form bei jedem Schluck genau die richtige Mischung aus Kaffee, Schaum und Milch in euren Mund. Das Ergebnis ist das süß-cremige Gesamtereignis, das alle am Latte lieben.

Zeit lassen & Erfahrung sammeln

Es gab eine Zeit, als Barista einen Battle ausfochten, wer die höchste Schaumhaube auf dem Latte hinbekommt – am besten weit über den Rand. Auch wenn der Trend zum festen Badeschaum (endlich) vorbei ist, können wir für einen richtig guten Latte doch noch etwas lernen:

  1. Die Milch muss direkt nach dem Schäumen in kreisenden Bewegungen ins Glas gegeben werden, sollte dann aber kurz etwas ruhen. Dadurch verhindert ihr, dass sich der Schaum direkt absetzt. Also wird das Gerüst insgesamt fester, der Schaum beständiger.
  2. Manche Kaffeevollautomaten lassen sich in der „Latte-Funktion“ mehr Zeit zwischen Milch und Espresso, andere setzen auf Geschwindigkeit. Schaut mal in die Grundeinstellungen eures Geräts, ob ihr Einfluss auf diese Wartezeit nehmen könnt. Mir fällt spontan zwar kein Beispiel ein, aber vielleicht weiß jemand aus der Community eine Möglichkeit?
  3. Generell gilt bei allen Kaffeevarianten, dass ihr euch mit der jeweiligen Funktion eurer Maschine auseinandersetzen und vom Kaffee bis zur Temperatur alle möglichen Einstellungen ausprobieren solltet. Nur so findet ihr die besonderen Macken und Tweaks heraus, die in jedem Gerät möglich sind.

Bei einer Version mit Schaumlanze seid ihr in Sachen Warte-Trick natürlich fein raus. Ich sage ja: Auch wenn ein manuelles Milchsystem aufwendig scheint, hat es in meinen Augen einige klare Vorteile.

Schöne neue Welt dank Kaffeevollautomat: Latte Macchiato auf Knopfdruck

Arne geniesst den Latte Macchiato aus einem Miele Vollautomaten

Ich bin selbst erstaunt, wie viele Geräte aus meinem Kaffeevollautomaten Test bei näherer Betrachtung echte Latte-Könner sind – vor allem in den neueren Generationen.

Die Hersteller haben offensichtlich verstanden, was Leute wie Mauricio schon lange wissen: Automatischer Latte ist fast der beste Grund, sich einen Vollautomaten zu gönnen. Wenn es schon keine Siebträgermaschine sein soll. Sonst reicht schließlich auch eine Kaffeemaschine, oder?

Bester Automat für Latte? Ihr seid gefragt! Teilt eure Erfahrung mit Geschmack, Konsistenz, Preis und Zubereitung eures Lieblingsgeräts in den Kommentaren!

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