Tchibo elektrischer Milchaufschäumer Test 2022: Handlicher Milchschaum auf kleinem Raum

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Würde Tchibo aufhören, Kaffee zu verkaufen, könnte ich die Marke richtig liebhaben. Zwar sind nicht alle ihre Geräte oder Produkte zur Kaffeezubereitung ein Hit – siehe so manche Kaffeevollautomaten oder Cafissimo-Kapselmaten.

Würde Tchibo aufhören, Kaffee zu verkaufen, könnte ich die Marke richtig liebhaben. Zwar sind nicht alle ihre Geräte oder Produkte zur Kaffeezubereitung ein Hit – siehe so manche Kaffeevollautomaten oder Cafissimo-Kapselmaten.

Der elektrische Tchibo Milchaufschäumer aus Edelstahl ist aber eines jener Modelle, für die man gern auf Tchibo setzen kann. Er kann zwar nur wenig Milch aufschäumen, keine Milch erhitzen und darf natürlich nicht in die Spülmaschine.

Dafür gelingt der Schaum mit Milch und Milchalternativen sehr gut, die Temperatur stimmt und der Milchbehälter bleibt trotz Stahl schön kühl. Zusätzlich benötigt er wenig Platz und kostet im Vergleich zu größeren oder funktionelleren Geräte-Kategorien im Milchaufschäumer Test 2022 abenteuerlich wenig.

Das alles lässt sich zwar auch über viele andere Geräte in meiner aktuellen Runde sagen. Der Milchaufschäumer von Tchibo reißt daher nicht unbedingt die Testsieger-Messlatte. Doch ich finde, das hat er auch nicht nötig.

Erster Eindruck, Ausstattung & Preis: Zu wem passt der Milchaufschäumer von Tchibo?

Dem Bohnen-Riesen ist daran gelegen, euch möglichst viele Geräte als System zu verkaufen. Seine eigenen Kaffeevollautomaten baut Tchibo nämlich am liebsten ohne Milchsystem.

KategorieEintrag
ModellTchibo Elektrischer Milchaufschäumer
Maximale Schäummenge350 ml
Maximale Füllmenge700 ml
Schäumdauer-
Milchtemperatur68,2 °C
KaltschäumenJa
Milch erhitzenJa

Etwa der beliebte Esperto Caffè ist superkompakt (und macht nicht unbedingt den besten Kaffee), ein Aufschäumer also eine gute Zusatzinvestition. Dafür bietet Tchibo größere Induktions-Milchaufschäumer unter dem Stichwort „Tchibo Cafissimo“ oder eben die kleine elektrische Version.

Hier ist keine magnetische Kupferspule im Kännchenboden, wir arbeiten nach dem simplen Wasserkocher-mit-Sockel-und-Stecker-Prinzip. Das spart nicht nur Platz, es erleichtert euch auch die Handhabung und sorgt für ein sehr kompaktes Design.

Der elektrische Milchaufschäumer von Tchibo mit schmalem Sockel und vollständigem Edelstahlkännchen sieht schick aus und ist auf die zwei wichtigsten Schäum- und Rühreinsätze reduziert:

  • Mindestfüllmenge für Milchschaum – 100 ml Milch
  • Maximalfüllmenge für Milchschaum – 130 ml Milch

Anders als etwa der ähnliche Grundig MF 5260 kann das Tchibo-Gerät jedoch nur kalten Milchschaum und warmen Milchschaum produzieren. Milch erwärmen kann es nicht. 

Mich stört das nicht, doch wer Kakao o.ä. machen möchte, guckt hier in die Röhre. Dafür eignen sich wiederum die Induktions-Milchaufschäumer.

Tchibo ist wie andere Hersteller von Kompaktschäumern der Meinung, dass 130 Milliliter Milch, die zu etwas mehr Milchschaum verarbeitet werden, für ca. 2 große Cappuccino ausreichen. Nee, tun sie nicht. 

Wie wir schon mehrfach im Milchaufschäumer Test festgehalten haben, ist das die perfekte Füllmenge für einen korrekten Cappuccino. Oder einen kleinen Latte Macchiato.

Darum ist dieser Milchaufschäumer auch kein Familien-Gerät, dafür müsstet ihr schon auf größere Modelle wie den hauseigenen Cafissimo Induktions-Milchaufschäumer oder eine preisintensivere Alternative wie den Severin SM 9684 zurückgreifen.

Wer sich jedoch morgens einen schnellen Milchkaffee zaubern will, einen kleinen Kaffee-Haushalt führt und zudem nur einen wirklich geringen Preis von unter 30 Euro zahlen will, trifft mit diesem Gerät eine gute Wahl in sehr anständiger, schwerer Qualität.

Milch aufschäumen: Preis-Leistungs-Vorteil im schicken Design

Je reduzierter die Funktionen am Gerät, desto einfacher der Gebrauch. Das hat der Tchibo Milchaufschäumer auf jeden Fall verstanden. Er punktet mit einer klaren Ein-Knopf-Bedienung, für die ihr die Anleitung gleich ins Altpapier legen könnt.

Tchibo Milchaufschaeumer in Betrieb

Ein Knopfdruck startet den warmen, einer den kalten Schäumvorgang. Sobald ihr eure Taste gewählt habt, leuchtet sie als Kontrolllampe auf und die Zubereitung geht los. Mehr müsst ihr über die Handhabung kaum wissen. Signaltöne signalisieren, dass er fertig ist.

Die hochwertige Verarbeitung erkennt ihr nicht nur am Gewicht von Kännchen und Sockel sowie dem sicheren Stand. Die stählerne Oberfläche bleibt im Betrieb kalt, ihr könnt den Schäumer nach dem Erwärmen also getrost anfassen. Das ist auch ein Vorteil für Haushalte mit Kindern.

In Sachen Lautstärke und Zubereitungsparameter sammelt das kleine Modell ebenfalls Pluspunkte. Im Einsatz erreicht es eine Maximallautstärke von 43,3 Dezibel und braucht für die Zubereitung der Mindestfüllmenge (100 ml) nur 1:06 Minuten.

Das Geräusch von Quirl und Motor ist auch im Vergleich zu superleisen Vertretern wie dem Grundig-Schäumer nicht weiter auffällig, der Signalton der Abschaltautomatik macht fast den meisten Krach.

Ich finde, dass Tchibo im Schaum-Einsatz durchaus zeigt, warum etwa Stiftung Warentest regelmäßig Preis und Leistung der Marke lobt:

Selbst sehr günstige Geräte überzeugen mit funktionsorientierter Verarbeitungsqualität, die sich auf das konzentriert, was Deutschland im Durchschnitt will. In diesem Fall: einen ordentlichen Aufschäumer, der nicht die Welt kostet.

Milchschaum: Unspektakulär feinporig für eure liebste Kaffeespezialität

Reden Barista über perfekten Milchschaum, meinen sie damit fließfreudige Ergebnisse, die sich super für Flat White, aber weniger für Latte und Co eignen. 

Tchibo Milchaufschaeumer Milchschaum

Reden Schäumer-Hersteller vom idealen Ergebnis, meinen sie damit sehr festen Milchschaum, der wie eine Eins im Latte Macchiato funktioniert.

Es überrascht nicht weiter, dass das Tchibo-Gerät eher zur zweiten Kategorie gehört.

Die Temperatur ist mit 63,4 Grad Celsius für manche von euch vielleicht eher Mittelfeld, für mich gibt es da keinen Punktabzug. Schon beim Ausgießen oder Rauslöffeln sehen wir nämlich, dass der elektrische Milchaufschäumer feinporig arbeitet.

Mein Tipp: Bevor ihr gießt, solltet ihr das Kännchen nochmals horizontal schwenken. So vermischen sich ungeschäumte Milchreste am Kannenboden mit dem fertigen Schaum. Das sorgt im Handumdrehen für noch sämigeren Genuss und gleicht Schwächen im Rühreinsatz aus.

Wie für alle anderen aktuellen Testberichte habe ich auch für den Tchibo-Schäumer nicht nur auf klassische Milch gesetzt, sondern auch Milchalternativen ins Rennen geschickt. 

Meine ungesüßte Mandelmilch ließ sich genauso gut und mit praktisch demselben Ergebnis im Gerät aufschäumen. Die Bedienungsanleitung zum Milch erhitzen ist die gleiche, die Konsistenz ist fast dieselbe, der Geschmack ist gekonnt, das Fazit identisch: schöner Schaum ohne besondere Vorkommnisse.

Reinigung: Ihr habt es in der Hand

Ob Induktion oder elektrisch, ob kompakt oder nicht: Eine Milchkanne mit eigenem Heizelement im Kannenboden darf nach dem Schäum- oder Rühreinsatz leider nicht in die Spülmaschine. Strom und Wasser vertragen sich nun mal nicht.

Das ist nicht weiter schlimm. Denn Tchibo hat bei der Verarbeitung wirklich gute Arbeit geleistet. Die Antihaftbeschichtung funktioniert hervorragend, eventuelle Rückstände auf dem Boden lassen sich mit ein wenig Spülmittel und einem Lappen problemlos entfernen.

Tchibo Milchaufschaeumer Innen

Der Deckel aus Kunststoff ist zwar (sicher) spülmaschinenfest, braucht so viel Aufmerksamkeit aber nicht. Im Normalfall kommt er nicht mit Milch in Berührung, das Aufschäumen funktioniert laufruhig und spritzerfrei. Auch hier reicht ein schneller Wisch zum Reinigen.

Die Vorteile einer erstklassigen Verarbeitung zeigen sich übrigens auch bei eher unspektakulären Details: Fingerabdrücke am Stahl-Kännchen? Nicht so schlimm wie bei anderen.

Tchibo Milchaufschäumer: Für reduziert-sinnvollen Kaffeegenuss

Ist es gut oder schlecht, ein Gerät nach dem Testen fast sofort wieder zu vergessen? Wenn ich mir den Tchibo Milchaufschäumer anschaue, sehe ich darin keine Nachteile. 

Form und Funktion stimmen bei diesem Modell überein, die Bedienung ist selbsterklärend, der Milchschaum erfreulich.

Der Schäumer ist zwar kein Testsieger, gewinnt mit seiner begrenzten Füllmenge keine Preise und kann keine Milch erwärmen. Dafür könnt ihr ihn einfach reinigen, und erhaltet einen Cappuccino oder Latte Macchiato nach eurem Geschmack.

Das macht ihn zur klaren Empfehlung für Preisbewusste, die schickes Design, ausreichend Funktion und guten Milchschaum ohne Firlefanz suchen. 

Im Milchaufschäumer Test sticht das Modell damit nicht heraus, sondern reiht sich nahtlos in die fast durchweg guten Testurteile ein. Hans-Dampf-in-allen-Gassen-Varianten braucht nach meiner Ansicht sowieso keiner.

Trifft dieser Milchaufschäumer eure Ansprüche? Oder braucht ihr eine Warme-Milch-Funktion, mehr Wärme oder eine größere Milchmenge? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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