Bialetti Espressokocher im Test

Bialetti Espressokocher im Test Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 11. Mai 2016 von 4

Bialetti Espressokocher – Moka Express Test

In diesem Artikel teste ich den Urtyp vom Bialetti Espressokocher, den Moka Express in der 6 Tassen Variante aus Aluminium. Es handelt sich um den günstigen Klassiker. Der größte Vorteil ist das geringe Gewicht dieses Kochers. Er ist der Leichteste aus dem Hause Bialetti. Er ist gut verarbeitet und solide. Ihr könnt ihn auf jedem Ceranfeld nutzen, für Induktion ist er leider nicht geeignet.

Ihr solltet in jedem Fall darauf achten, dass er nicht in die Spülmaschine gerät. Den Aktuellen Preis findet ihr hier auf Amazon.

Solltet ihr nach allgemeinen Informationen zu Espresokochern suchen, findet ihr diese hier: Espressokocher Test. Möchtet ihr euch lieber ein Modell von Bialetti anschauen, das aus Edelstahl besteht (das ist dann auch für Induktion geeignet) schaut hier: Espressokocher Edelstal. Wenn ihr einen elektrischen Espressokocher sucht: hier habe ich meinen Favoriten getestet: Espressokocher elektisch.

Vorteile Moka Express

  • Günstig in der Anschaffung.
  • Leicht.
  • Es ist einfach DER Klassiker.
  • Es gibt günstige Ersatzteile.

Nachteile Moka Espress

  • Darf nicht in die Spülmaschine.
  • Aluminium hat gerade keinen guten Ruf (gesundheitsschädlich?)

Schon überzeugt? Hier könnt ihr den Klassiker auf Amazon kaufen. Ich würde mir aber erst noch diesen Artikel durchlesen und die Edelstahl-Variante anschauen.

Welche Espressokocher gibt es von Bialetti?

Auf dem Markt gibt es wirklich viele Espressokocher. Selbst die Liste von Bialetti Modellen ist lang. Ich habe hier die wichtigsten aufgelistet. Es gibt diese Modell auch in unterschiedlichen Größen. Ich teste bei Espressokannen immer die 6 Tassen Variante. Die kleiner finde ich zu winzig. Eventuell trinke ich auch einfach zu viel Kaffee.

Die Modelle neben der Moka Express, die in diesem Test ist sind:

Bialetti Venus

Die Bialetti Venus ist ein Espressokocher im modernen Design. Ihr Vorteil ist, dass sie aus Edelstahl besteht. Das hat diese Vorteile:

  • Der Espressokocher darf in die Spülmaschine.
  • Der Espressokocher ist für Induktion geeignet.
  • Die Espressokoanne ist besser für einen Gasherd geeignet.
  • Es gibt viele Menschen die gerne Aluminum vermeiden, das ist hier der Fall.

Insgesamt sicher eine gute Alternative, wie ich finde sogar das bessere Modell. Allerdings werden sicher viele das klassische und originale Design vermissen.  Einen ausführlichen Test findest du hier: Bialetti Venus.

espressokocher_bialetti_edelstahl

Bialetti Elektrisch

Es gibt eine elektrische Bialetti Variante, die Bialetti Elektrika, diese hat aber nur einen Anschluss für das Auto. Es gibt dann noch die elektrische Bialetti Easy Timer, die finde ich aber vom Preis-Leistungs-Verhältnis nicht so gut.

Schaut euch doch statt dessen mal das elektrische Modell von Cloer an. Die finde ich wirklich gut. Von der Funktionalität ist sie sehr nah an dem Klassiker. Meinen Test findet ihr hier: Cloer Espressokcher Test.

espressokocher elektrisch_cloer

Bialetti Brikka

An dem Espressokocher Brikka von Bialetti scheiden sich die Geister. Ich kenne viele Menschen, die auf Brikka schwören. Ich persönlich halte von dieser Espressokanne überhaupt nichts.

Bei der Kaffeezubereitung im Espressokocher kommt das Kaffeepulver schon mit sehr heißem Wasser in Kontakt. Ich persönlich finde das schon bei herkömmlichen Modellen problematisch. Bei der Brikka wird dies aber noch durch ein Überdruckventil, das so genante “Cremaventil” oder “Cremator” verstärkt.

Der baut Druck auf und schäumt einen Teil des Kaffees. Durch den Druck wird aber auch die Wassertemperatur noch höher.

Der Kaffee wird meiner Meinung nach verbrüht. Ich persönlich würde vom Kauf einer Bialetti Brikka abraten.
Damit bekommt ihr verbrannten Kaffee, der Crema vorgaukelt und so tut als sei er ein Espresso.

bialetti_brikka

Bialetti Espressokocher Moka Express im Test

Der Aufbau ist bei allen Modelltypen vergleichbar. Es gibt keine großen Unterschiede zu den elektrischen oder Edelstahl Varianten.

Aufbau

Im Wesentlichen besteht der Espressokocher aus drei Teilen: dem Wasserbehälter mit seinem Ventil. Hier wird das Sieb eingesetzt in dem sich das lose Kaffeepulver befindet.

Anschließend wird die Kanne mit dem Griff angeschraubt. An der Unterseite befindet sich die Gummidichtung.

espressokocher bialetti_reinigung

Hier seht ihr noch mal das Überdruckventil. Dieses solltet ihr gelegentlich hin und her bewegen um ein festsetzen zu verhindern. Auch Kalk kann sich in diesem Ventil anlagern.

espressokocher bialetti_ventil

Bis zum Rand des Siebs wird locker das Kaffeepulver gegeben. Bitte drückt den Kaffee nicht an. Dadurch verstopft der Kocher. Ich wurde sogar schon gefragt, ob es Tamper für Espressokocher gibt. Nein gibt es nicht und die wären auch keine gute Idee.

Außerdem müsst ihr aufpassen, dass ihr nicht zu feines Kaffeepulver nutzt.

espressokocher bialetti_sieb

Espressopulver ist viel zu fein. Der Mahlgrad sollte zwischen French Press und Handfilter liegen. Er geht also in die grobe Richtung.

Ersatzteile

Am häufigsten muss sicher die Gummidichtung ausgetauscht werden. Ersatzteile sind gut erhältlich, die Dichtung als Ersatzteil findest du hier im Amazon Shop für die 6 Tassen Variante. Es gibt aber auch die Dichtungen für alle anderen Größen. Sollte eins der anderen Teile kaputt gehen, würde ich lieber den gesamten Bialetti Espressokocher ersetzten.

bialetti_ersatzteil_dichtung

Eigentlich sind die Bialetti Espressokocher aber robust. Die Dichtung zu wechseln ist einfach und auch ohne jedes Talent möglich. Mit neuem Dichtungsring gibt es auch keine undichten Stellen und keinen ungewollten Wasseraustritt mehr.

Bialetti Espressokocher Anleitung

  • Am besten mit einem Brita Wasserfilter gefiltertes Wasser einfüllen. Dabei auf die Markierungen achten. Filtriertes Wasser schmeck besser und die Herdkanne verkalkt nicht so schnell.
Tip: Achtung das Aluminium transportiert die Hitze sehr schell, deswegen würde ich kein bereits heißes Wasser verwenden.
  • Jetzt den Kaffee frisch mahlen. Es können Espressobohnen oder Kaffeebohnen genutzt werden. Wichtig ist ein relativ grober Mahlgrad. Die Röstung des Kaffees sollte maximal 3 Monate zurück liegen.
  • Jetzt den Trichtereinsatz mit dem Kaffeepulver füllen. Nicht andrücken. Sollte das Pulver höher liegen als der Rand des Trichters, bitte abstreichen.
  • Jetzt das Oberteil raufschrauben. Nun greift auch die Dichtung, passt bitte auf, dass kein Kaffeepulver ins Gewinde kommt. Das kann den Kocher verkanten.
  • Jetzt die Herdplatte anstellen. Aber nicht auf volle Kraft, lieber 50% Leistung. Ein Espressokocher wird schnell zu heiß, das gilt insbesondere für dieses Alu-Modell.
  • Jetzt dem Geräusch zuhören. Wenn es “röchelt”, sollte der Kocher runter genommen werden, damit er nicht zu heiß wird. Lasst die Kanne nicht auf der Herdplatte stehen.

Ich hoffe diese kleine Bedienungsanleitung hilft euch weiter.

Kaffeemenge

Wie viel Pulver ihr nutzt, solltet ihr ausprobieren, die Dosierung variiert je nach Bohnen ein wenig. Wenn euch bei der Anwendung der Kaffee zu stark ist, habt ihr zwei Möglichkeiten: ihr könnt den Kaffee noch gröber mahlen oder weniger Kaffeepulver nutzen. Passt die Füllmenge einfach eurem Geschmack an. Der aufgebaute Druck wird bei gröberem Mahlgut geringer. Wenn ihr noch Illy Espresso verwendet, schaut lieber mal in meine Espresso Tests, dort bekommt ihr Vorschläge für frische und bessere Kaffees.

Reinigung

Die Reinigung eines Espressokochers ist so eine Sache. In diesem Fall handelt es sich um einen Aluminium Kocher. Der darf auf keinen Fall in die Spülmaschine. Nachdem er dort war, könnt ihr ihn nicht wieder erkennen. Er bekommt eine häßliche raue Oberfläche. Ebenfalls würde ich auf Zitronensäure zum Entkalken verzichten, damit kommt das Alu nicht klar.

Ich würde diesen Espressokocher einfach unter fließendem Wasser mit einem weichen Schwamm reinigen. Wenn ihr das regelmäßig macht, gibt es auch keine hässliche braune Patina.

Bialetti Espressokocher Bewertung

Der Moka Express von Bialetti ist die richtige Wahl für alle, die den absoluten Klassiker wollen. Insgesamt sehe ich aber einige Vorteile bei dem Modell aus Edelstahl (Venus) und würde euch empfehlen diesen anzuschauen: Bialetti Venus.

Nichtsdestoweniger ist der Moka Express von Bialetti ein gute Espressokanne, egal ob in der 4, 6 oder 10 Tassen Ausführung.

Von bunten Espressokochern in Farbe würde ich generell abraten. Bei denen platzt der Lack sehr leicht ab. Hier könnt ihr den Moka Express auf Amazon kaufen.

espressokocher bialetti_logo

4 Kommentare
  • Laura
    13 Juli, 2016

    Hallo Arne,
    ich habe vor kurzem angefangen meinen Haushalt kafeetechnisch umzustellen. Dank deines Blogs konnte ich auch für mich dies schrittweise tun – von der klassischen Kaffeemaschine, die nicht mehr existiert, über den Handfilter zur French Press. Auch die Kaffeequalität habe ich verändert und großzügig alles verschenk, was noch an “Supermarktkaffee” rumlag. Danke schonmal für die -nicht bewusste- Begleitung 😉

    Jetzt bin ich auf m Sprung zur nächsten Ebene. Habe über die Anschaffung eines “Espressokochers” nachgedacht, um mal sowas wie “Latte Macchiato” herzustellen. Du schreibst, dass es sich hierbei nicht um richtigen Espresso handelt, wegen des fehlenden Drucks. Das leuchtet ein. Wo liegt denn dann der Mehrwert gegenüber einer French Press? Andersrum gefragt: Worin liegt der Unterschied zwischen einem Kaffee aus der French Press und aus der Espressokanne? Ist es quasi ein Zwischending zwischen Kaffee und Espresso, weil immerhin ein geringer Druck aufgebaut wird?

    Lg Laura

  • Rocco
    31 August, 2016

    Das, was Du hier getestet hast, ist nicht die Moka Express, sondern die Dama (hab ich auch). Macht keinen sooo großen Unterschied, ist aber vielleicht zwecks Richtigkeit wichtig. Ist also nicht direkt der Klassiker, sondern schon ein Update mit – wie ich finde – ergonomischerem Griff.

  • Udo
    6 April, 2017

    Hallo, Arne, Deine Infos sind einfach klasse und wirklich sehr informativ.
    Wir benutzen sowohl in italien als auch in Deutschland vor allem die 3-Tassen-Bialetti-Mokka-Express. Der Café schmeckt daraus hervorragend und wird nur noch vom Grosscaféautomaten der Bars uebertroffen. Aber denkt dran:
    Bitte, bitte, die “Maschine” nur unter klarem Wasser saeubern, und sie dann offen (!)
    trocknen lassen. Und – noch wichtig – das Caffé-Espresso-Mehl (Lavazza/Illy) im Filter
    nicht andruecken und nicht ueberhaeufen!
    Dank des Rates meiner italienischen Lebensgefaehrtin haben mir 76-Jaehrigen die Bialetti und dazu ein guter Mokka-Café das Leben angenehm bereichert.
    Udo am 06.04.2017

  • Heinz Grein
    2 Januar, 2018

    Hallo Arne,

    ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen und finde deine Beitrge sehr informativ.
    Ich habe mir aus Rom eine Biatetti Mocca Express mitgebracht, weiß aber gar nicht, was da für ein Kaffee reinkommt. Nehme ich Moccapulver, Expresso oder normales Kaffeepulver ?
    Vielen Dank für Deine Hilfe.

    Heinz

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