Die Melitta AromaFresh Kaffeemaschine mit Mahlwerk im Test: Geradeaus geht’s immer noch zum besten Kaffee!

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Mich nervt es langsam selbst, dass jeder Test eines Melitta-Geräts bei mir erst einmal mit einer Lobhudelei auf das Unternehmen anfängt. Auch wenn ich die grundsätzliche Idee von Kaffee als Fast-Food-Genussmittel mit Supermarkt-Attitüde rundweg ablehne, so ist das Unternehmen doch in allen Belangen ein echter Experte auf dem Gebiet.

Mich nervt es langsam selbst, dass jeder Test eines Melitta-Geräts bei mir erst einmal mit einer Lobhudelei auf das Unternehmen anfängt. Auch wenn ich die grundsätzliche Idee von Kaffee als Fast-Food-Genussmittel mit Supermarkt-Attitüde rundweg ablehne, so ist das Unternehmen doch in allen Belangen ein echter Experte auf dem Gebiet.

Denn bei Melitta gibt es immer wieder durchdachte, einfache und preiswerte Maschinen, die für einen umweglosen Genuss unter guten Voraussetzungen sorgen. Das gilt für Kaffeevollautomaten, für simple Kaffeemaschinen und nun auch für Kaffeemaschinen mit Mahlwerk.

Denn in dieser Kategorie gibt es seit 2017 die Melitta AromaFresh zu kaufen, die ihre Konkurrenz ganz sicher nicht gnadenlos abhängt, aber auf jeden Fall zeigt, welche Preis-Leistungsstandards ihr erwarten könnt.

Tut mir nur einen Gefallen und füttert die AromaFresh nicht mit Supermarktkaffee. Denn wenn ihr auf kleine Röstereien mit tollen Produkten setzt, löst Melitta sein Versprechen wirklich ein und macht Kaffee zum Genuss.

Die Melitta AromaFresh im Überblick: Solche Einfälle lob ich mir!

Beim ersten Auspacken der AromaFresh fühlte ich mich zunächst eindeutig an das ältere Kaffeemaschinen-Modell Melitta Aroma Elegance erinnert. Das liegt nicht nur am Namen, sondern am grundsätzlichen Spiel von Glas, Edelstahloptik und einer typischen Menge Plastik.

Ansonsten wirkt die Melitta AromaFresh ein wenig aus der Zeit gefallen. Sie ist eckiger, als man es bei Kaffeemaschinen gewohnt ist, hat aber trotzdem fast architektonische Rundungen. Nach einer Weile glotzen kam ich darauf: Dies ist eine Kaffeemaschine im Bauhaus-Stil. Reduziert auf das Wesentliche, funktionell und gerade deswegen so merkwürdig ansprechend.

Wundert euch nicht, falls aus der neuen Maschine Kaffeemehl herausrieselt oder Wasserflecken zu sehen sind – wie es auch hier der Fall war. Dies sind schlecht beseitigte Spuren der abschließenden Qualitätskontrolle, die wirklich jede Maschine durchlaufen muss. Diese Spuren sind auch ein weiterer sichtbarer Beweis dafür, dass ihr eure Maschine vor dem ersten Benutzen immer (!) säubern müsst.

In ihren Grundzügen besinnt sich die AromaFresh mal wieder sehr deutlich auf ihre Zielgruppe und stellt wichtige Aspekte der Maschinenkategorie in den Vordergrund.

Wo etwa die AEG KAM 400 mit ihren neun Mahlgradstufen prahlt, nimmt sich die Melitta AromaFresh mit ihren drei Stufen sehr bescheiden aus. Dafür hat sie aber ebenfalls eine Maximalfüll- bzw. Kaffeemenge von 1,25 Liter pro Durchlauf und kann damit auch ein ganzes Kaffeetafel-Rudel versorgen.

Wie es in dieser Kategorie fast Standard ist, könnt ihr auch hier die Kaffeestärke in zwei Aspekten (Mehlmenge und Wasserdurchlauf) einstellen. Jeweils drei unterschiedliche Stufen plus die drei Mahlgrade ergeben also theoretisch 27 unterschiedliche Kaffees, die aus der Maschine kommen können.

Geradezu genial, auch wenn es viele von euch vielleicht nicht auf dem Schirm haben, sind der abnehmbare Bohnenbehälter und das auseinanderbaubare Mahlwerk. Damit erreicht ihr Stellen beim Putzen, die bei solchen Kaffeemaschinen meist nicht so leicht erreichbar sind. Wer jetzt nicht ordentlich säubert, der ist also selbst schuld.

Blöd ist hingegen, dass ihr den Wassertank nicht abnehmen könnt. Da wird das Bedienen etwas schwerer, auch das Säubern funktioniert nur halb so gut. Doch wenigstens ist der seitlich angebrachte Tank gut zu erreichen.

Hinweis: In der neuen Version ist der Wassertank abnehmbar.

Für viele von euch ist auch noch die Timer-Funktion unerlässlich, damit ihr morgens nicht erst denken müsst, um zum fertigen Kaffee zu kommen. Weil der Dauerfilter bereits an Bord ist, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass ihr vergesst, einen Filter einzusetzen. Nur ans Wasser müsst ihr am Abend vorher noch denken.

Das Display inklusive Bedieneinheiten ist unter dem Wassertank ganz gut aufgehoben und gewohnt einfach gehalten. Unter „Calc“ verbirgt sich ein automatisches Entkalkungsprogramm, das im Grunde nichts anderes ist als ein Spüldurchlauf ohne Kaffee. „Calc“ klingt aber professioneller.

Ich bin zwar immer noch der Meinung, dass eine Maschine, die abenteuerlich viel Plastik verbaut, bei einem Preis von über 100 Euro schon sehr viel guten Willen verlangt. Aber da ich einfach weiß, dass Melitta Qualität abliefert und euch keinen überteuerten Schrott verkauft, halte ich den Preis für berechtigt.

Außerdem sind hier alle notwendigen Einstellmöglichkeiten plus abnehmbares Bohnenfach und Mahlwerk am Start. In dieser Gerätekategorie sind das wichtige Argumente!

Nicht zuletzt sei auch noch festgehalten, dass der Preis erheblich schwankt. In meinen Vorrecherchen habe ich die Maschine auch schon für lächerliche 87,12 Euro bei Amazon gesehen. Der UVP liegt bei 170 Euro.

Das wiederum wäre zu viel. Solltet ihr aber mit der Anschaffung einer Kaffeemaschine mit Mahlwerk liebäugeln und die Melitta für unter 100 Euro sehen, rate ich euch zum Zuschlagen. Warum, sehen wir gleich noch ausführlicher.

Bedienung, Benutzerfreundlichkeit und Mahlgrad: Bekommt jeder hin – wenn er weiß, worauf es ankommt

GerätenameMelitta 1021-01 AromaFresh Filterkaffeemaschine
MahlwerkKegelmahlwerk
Mahlstufen3
KannenmaterialGlas
Maximale Portionsgröße in Tassen (groß/klein)
10/15
Kaffeestärke einstellbar
Ja
Wassertank entnehmbar
Nein
Filterhalter entnehmbar
Ja
WarmhaltefunktionJa
Mahlwerk abstellbar
Ja
Größe Bohnenfach in g
180
ExtrasTimer-Funktion, abnehmbarer Bohnenbehälter, Mahlwerk komplett auseinandernehmbar
Maße in cm
25,8 x 23,4 x 44,3
Gewicht in kg4,21

Einen kleinen Etikettenschwindel habe ich dann doch schon beim ersten Probedurchlauf zum Spülen und Antesten festgestellt: Die angeblichen 10 großen Tassen in der Kanne sind in der Realität nur 8. Keine Ahnung, warum. Das ist mir auch noch nie beim Kaffeemaschinen-Testen untergekommen.

Es gefällt mir aber gut, dass der Tank eine Art Überlaufschutz hat. Allerdings handelt es sich nur um ein Loch im Tank, das man schnell mal übersehen kann. Aber wenigstens seid ihr dann gewarnt.

Trotzdem rächt sich die zu klein kalkulierte Kannengröße. Die Maschine ist noch am Flüssigkeit rausjagen, während die Kanne schon bis zum Anschlag gefüllt ist. Beim Herausnehmen schwappt es dementsprechend kräftig. Hier wurde ganz klar gepennt und es gibt einen Punktabzug fürs Schludern.

Darüber hinaus bekommt ihr die Maschine – wie von Melitta zu erwarten – dennoch fix und eindeutig in Gang. Ich habe bei den meisten Einstellungen erst einmal die goldene Mitte gewählt und die Intensität auf Anschlag gedreht, um einen Ausgangspunkt zu haben. Solltet ihr wirklich einmal nicht weiterkommen, ist die Betriebsanleitung für euch da.

Wie schon in anderen Zusammenhängen muss ich Melitta für seine Mahlwerke loben. Edelstahl ist eigentlich ziemlich gut darin, mit Krach ans Werk zu gehen. Das Mahlen in der Melitta AromaFresh verläuft zwar nicht geräuschlos, ist aber äußerst verträglich und angenehm.

Mit meiner mittleren Einstellung habe ich mich beim Mahlgrad jedoch ein wenig verkalkuliert. Er ist definitiv noch zu grob. Außerdem sieht das Mehl wie Rindenmulch aus – es ist recht unregelmäßig und unansehnlich. Das hat zwar nichts mit der Mahlstufe zu tun, aber in feineren Einstellungen fällt es nicht mehr so auf und die Extraktion wird gleichmäßiger.

Der Kaffee: Der Melitta-Stil in allen Facetten

Nicht nur auf der IFA 2017 oder bei anderen Tests habe ich immer wieder festgestellt, dass Melitta einen ganz typischen Kaffeestil verfolgt. Das hat nicht nur was mit den Bohnen, sondern auch mit den Zubereitungsparametern der Automaten zu tun. Der Melitta-Geschmack ist sehr gefällig, hat aber eine klare Tendenz zur Bitterkeit, die viele Endanwender mit Kaffee assoziieren.

Interessanterweise habe ich diesen Stil im ersten Durchgang mit den „falschen“ Einstellungen fast auf den Punkt getroffen. Allerdings fehlte es definitiv noch an der Balance. Denn die höchste Einstellung auf der Bohnenskala ist zu viel des Guten. Zumindest bei meiner aktuellen Röstung mit etwas kräftigerer Tendenz.

Ich habe also den Durchlauf noch einmal mit der Stufe 2 von 3 und einem feineren Mahlgrad wiederholt. Da kamen wir einem gefällig-samtigen Kaffee mit stilvoller Massennote schon wesentlich näher.

Unter diesen Voraussetzungen bin ich aber auch fast sicher, dass alle hellen Röstungen für die Melitta AromaFresh eher ungeeignet sind. Und darüber bin ich irgendwie froh.

Denn helle Röstungen und Handfilter sind zwei Säulen meiner Kaffeeleidenschaft. Und ich fände es traurig, wenn dieses Handwerk von einer Kaffeebude aus Plastik automatisch erledigt werden könnte. Nennt es Expertenstolz. Oder einfach Liebe zum Detail.

Bei den technischen Parametern Durchlaufzeit und Kaffeetemperatur konnte mich Melitta in Teilen überzeugen:

Durchlaufzeit maximale Tassenanzahl in MinutenTemperatur direkt nach dem Brühen in der Kanne bei vier Tassen in Grad CelsiusTemperatur in der Kanne nach zehn Minuten bei vier Tassen in Grad Celsius
7,5379,5
77,3

79,5 Grad Ausgangstemperatur ist bei Glaskannen und einer kleinen Kaffeemenge leider eine etwas kalte Norm. Hier könnt ihr nur entgegenwirken, wenn ihr etwas mehr Kaffee kocht und die Glaskanne zuvor mit heißem Wasser ausspült. Das Borosilikatglas kann hohe Temperaturen problemlos ab.

Die Durchlaufzeit muss ich relativieren, da wir ja im Endeffekt nur acht, keine zehn großen Tassen wie bei den Vergleichsgeräten hinbekommen. Lange dauert es trotzdem nicht. Die Warmhaltefunktion scheint ihren Job zu machen, auch wenn ich das nur euch zuliebe teste.

Wer Kaffee von der Warmhalteplatte trinkt, kann es auch gleich lassen!

Am Ende des Tages zählt für mich aber in dieser Kategorie, dass der Kaffee selbst dann noch schmeckt bzw. leicht zum Schmecken gebracht werden kann, wenn ihr einfach nur blind irgendwelche Einstellungen nehmt und den Rest der Maschine überlasst. Es gibt halt einfach nichts falsch zu machen.

Die Reinigung: Was ist wichtiger?

Bei einem komplett auseinanderbaubaren Mahlwerk nebst abnehmbarem Bohnenfach gibt’s von mir schon fast aus dem Stand volle Punktzahl. Dagegen spricht bei der Melitta AromaFresh jedoch, dass der Wassertank eben nicht abgebaut werden kann.

Nun müssen wir die Rechnung aufmachen, was wichtiger ist bzw. dreckiger wird. Dabei gilt: Den Wassertank solltet ihr täglich reinigen, auch wenn hier nur Wasser am Start ist. Auswischen reicht meist, aber sonst freut ihr euch bald über Kalkkrusten oder eine schöne Algenschicht.

Das Mahlwerk solltet ihr zwar weniger oft, dafür gründlicher reinigen. Dazu baut ihr den oberen Mahlstein aus und spült ihn unter fließendem Wasser ab. Anschließend lasst ihr ihn gut trocknen. Die Reste aus der Maschine entfernt ihr am besten mit einem Staubsauger. Das mache ich auch bei Kaffeevollautomaten so.

Unter diesen Aspekten sage ich: Ein zerlegbares Mahlwerk ist wichtiger als ein abnehmbarer Tank. Ihr könnt mir da gerne widersprechen – doch wisst ihr sicher, wie ich zur Reinigung von Mahlwerken und den Gefahren durch ranzige Kaffeereste stehe.

Fazit: Kein Volltreffer, aber dennoch eine Punktlandung

Wäre die Melitta AromaFresh Kaffeemaschine mit Mahlwerk nicht unter meinen Fingern, sondern unter den Augen eines interessierten Laien gelandet, hätte es vermutlich fast volle Punktzahl gegeben. Lediglich der Fauxpas mit der maximalen Füllmenge wäre auch ihm aufgefallen.

Ansonsten tut die Maschine aber alles dafür, in jeder Lebenslage, ohne Kenntnisse und ohne große Umstände guten Kaffee abzuliefern. Feinheiten und Vorlieben werden nicht ignoriert, selbst bei einem höheren Kenntnisstand seid ihr bei der Maschine nicht komplett fehl am Platze.

Sie ist wirklich nett zu guten Bohnen und nett zum Anwender. Der Preis ist für die Leistung nicht nur vollkommen okay, sondern auch ein kleiner Maßstab. Solltet ihr demnächst über ein Angebot um die 90 Euro stolpern, dann bedeutet das sogar einen Preis-Leistungssieg in der aktuellen Testrunde.

An die grundsätzliche Klasse des Testsiegers Beem Fresh-Aroma-Perfect Superior reicht zwar auch Melitta nicht heran. Aber der kostet halt auch ein paar Scheine mehr.

Eure Melitta-Stories und Fragen zur aktuellen Maschine könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.

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Daniel
Daniel
11 Tage zuvor

Ich glaube das Problem hinter dem dünnen Kaffees entdeckt zu haben, jedoch noch keine zufriedenstellende Lösung. Die Maschine mahlt definitiv genug Kaffee, das lässt sich ja auswiegen. Die Konstruktion des Wasserzulaufs über dem Filter ist jedoch ungeeignet. Das heiße Wasser wird lediglich am vorderen Rand in die Filterkammer getropft, jedoch nicht hinten. Oberflächlich sieht es aus, als wäre der gesamte Kaffee durchnässt worden, jedoch erkennt man nach Abtragen der obersten Schicht, dass einiges vom Pulver noch immer trocken ist und somit natürlich seinen Zweck nicht erfüllt. Das lässt sich manchmal sogar an der Oberfläche anhand von trockenen Stellen erkennen. Hier muss eindeutig nachgebessert werden!

Heinz Werner
Heinz Werner
17 Tage zuvor

Hallo,ich habe die Melittafresh Therm mit Thermokanne vor vier Wochen gekauft.Wir hatten bislang viel Freude damit, dann kam der Schock.Nachdem wir von Pulverkaffe auf Kaffeemahlwerk umgestellt hatten, wurde zwar gemahlt aber das Wasser lief nicht ein.
Was können wir tun um den Schaden zu beheben oder müssen wir sie wirklich zurückschicken?

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
16 Tage zuvor
Reply to  Heinz Werner

Hallo Heinz,
das klingt nicht ideal – wir würden an deiner Stelle den Kundenservice kontaktieren und nach Rat fragen. Aber vielleicht liest ja hier jemand mit, der ein ähnliches Problem hatte und dir helfen kann. Liebe Grüße, Team Coffeeness

H. E. Walter
H. E. Walter
2 Monate zuvor

Hallo

und erst einmal vielen Dank für das zur Verfügungstellen von soviel Fachwissen, einfach toll.

Wir kommen bedauerlicherweise nicht weiter. Nach vielen Jahren Vollautomat (ohne bspw. die Möglichkeit das Mahlwerk „aktiv“ zu reinigen) möchten wir es gerne einfacher und dennoch gut. Aus den hier aufgeführten Tests und zusätzlichen Recherchen entnahmen wir „unser Wunschmodell“, nur, dass es das nicht gibt, oder wir es nicht finden:

bei der Melitta Aroma fresh thermo ist toll, wie gut man an das Mahlwerk kommt und auch dass der Wasservorratsbehälter abnehmbar ist. Ansonsten würden wir klar die Beem bevorzugen. French macht uns keine Freude mehr und die Hygiene von KVA … ne, erst mal nicht mehr. Dazu: wir sind beide berufstätig und haben damit auch nicht den Raum für alltägliches genußvolles Brühen und Handwerk. Daher: brühen mit Mühle. Soweit der Plan.

Die älteren Modelle (dafür mit anderen Nachtteilen) konnten sowohl von Melitta als auch von Beem die Wassermenge aus einem, wie auch immer gefüllten Behälter, selbstständig beziehen.

Und genau das suchen wir: die Behälter (insbes. Wasser) sind abnehmbar, man kommt auch gut an das Mahlwerk zum Reinigen, am besten zum Zerlegen (wie bei Melitta) und kann bei diversen Einstellungen eben auch eine automatische Wasserbezugsmenge voraussetzen (von uns aus auch fix) . Dazu sollte der Kaffee gut schmecke – das ist natürlich eine Basis.

Gibt es das was wir suchen auf dem Markt? Können Sie uns dabei helfen? Wir würden uns schon arg freuen.

Vielen Dank,

Fam. Walter

Carl
Carl
3 Monate zuvor

Habe viele gute Kommentare zu der Maschine gelesen und sie mir bestellt. Leider ist das Ergebnis sehr enttäuschend.
Das Kaffeepulver ist auch bei der feinsten Einstellung viel, viel zu grob und kommt an den Mahlgrad von fertig gemahlenen Kaffee aus dem Supermarktregal gar nicht ran. Die Folge ist dass der Kaffee sehr dünn und wässrig schmeckt, selbst bei maximaler Erhöhung der Kaffeemenge. Zudem ist der Kaffee nicht sehr warm, eher lauwarm.
Sorry, kann Euer gutes Urteil überhaupt nicht nachvollziehen.

Christian
Christian
3 Monate zuvor

Ich habe die Melitta Aromafresh in der Variante mit der Thermokanne seit der Woche vor dem Black Friday direkt von Melitta und gebe hier meine Eindrücke weiter. Seit über 20 Jahren bin ich Kaffeefreak und habe normalerweise eine Espressomaschine im Einsatz, eine Stempelkanne und natürlich Handfilter (Hario V60) und eine Graef Kaffeemühle. Aufgrund des häuslichen Friedens suchte ich nach einer nicht zu teuren guten Filtermaschine mit Mahlwerk für den Konsumkaffeebedarf die Woche über. Da gibt es jetzt nicht allzu viel zur Auswahl und bin dann bei der Melitta und Beem und Philipps hängen geblieben. Ich habe mich dann für die Melitta entschieden mit Thermokanne.
Wenn ich 3,5 Sterne vergeben könnte würden es 3,5 werden. Warum? Die Maschine hat Licht und Schatten. Auf der einen Seite begeistert sie mich, auf der anderen nervt sie. Aber Schritt für Schritt:
Die Melitta macht für eine Filtermaschine einen erstaunlich guten Kaffee – wenn man sie richtig einstellt und auf ein paar Kleinigkeiten achtet – natürlich abhängig von der Bohnenqualität. Für den Alttagsgebrauch weiß sie zu überzeugen. Der Timer ist simpel zu bedienen, die Handhabung geht leicht.
Um einen guten Kaffee zu bekommen ist es aber nötig sich ein wenig mit den Einstellungen zu beschäftigen. Außerdem muss man das je nach Bohne natürlich nochmal anpassen.
Vorweg: Für einen guten Filterkaffee gilt +/- die Regel 60gr pro Liter oder 6 gr. Pro hundert Milliliter. Die Einteilung in „Tassen“ auch auf dem Wasserbehälter ist wie schon immer weitgehend sinnfrei und die Angabe „Löffel pro Tasse“ natürlich auch, weil da sowohl die Wassermenge in der Tasse als auch die Kaffeepulvermenge auf dem Löffel zu stark variiert um ein gleichbleibendes Ergebnis zu bekommen.
Die Maschine hat 3 „Stellschrauben“ Mahlgrad, Mahlmenge, Tassenanzahl.
Der Mahlgrad: Die Maschine bietet drei Mahlstufen, von denen zwei imho unbrauchbar sind. Mit viel guten Willen kann man den mittleren Mahlgrad noch nutzen, der grobe ist aber eindeutig unnütz. Die Einstellung „Fein“ ist für mich immer noch etwas zu grob aber dafür dass das Mahlwerk in der Preisklasse natürlich eher im Einsteigerbereich angesiedelt ist, akzeptabel.
Mahlmenge: Es gibt eine, zwei und drei Bohnen. Bei einer Bohne – die Mild suggerieren soll – weicht die Mahlmenge ziemlich deutlich nach unten ab von den empfohlenen 60gr. Ich tippe mal auf etwa 50gr auf den Liter. Bei 2 Bohnen kommt man relativ nah an die 60gr. Bei drei liegt man natürlich relativ deutlich drüber – für die, die Hauptsache Stark wollen, egal wie der Kaffee sonst schmeckt.

Tassenzahl bzw Wassermenge. Die Einstellung geht in 2 Tassen Schritten, also 2, 4…bis 10. Ich hab mal nachgemessen. Eine Tasse wird hier mit etwa 110 ml Wasser angesetzt. Damit kann man sagen, dass zwei Tassen einer normal großen Kaffeetasse mit etwa 200 ml Volumen entspricht.
Die Melitta verfügt jedoch über keinen Wasserstop. Das bedeutet, wenn Ihr zum beispiel sechs Tassen einstellt und damit Kaffeepulver für sechs Tassen gemahlen wird, zieht die Maschine dennoch die komplette im Tank befindliche Wassermenge. Also: Nie voll füllen sondern immer nur die Menge, die Ihr tatsächlich beziehen wollt.
Meine Erfahrung:
Je nach Bohnensorte ist es nötig abhängig von der Tassenanzahl, die gemahlene Kaffeemenge zu variieren. Das liegt an der Verteilung und Durchnässung des Kaffeepulvers im Filter. Grob kann man sagen 2 und 4 Tassen gerne drei Bohnen, ab da zwei. Außerdem sollte man mit dem Verhältnis gemahlener Kaffee / Wassermenge experimentieren um das für sich optimale Ergebnis zu erreichen – das aber möglich ist. Wohlgemerkt. Richtig eingestellt macht die Maschine erstaunlich guten Kaffee.
Meine Einstellungen sind:
Mahlgrad Fein, Bohnenmenge bei 2 oder 4 Tassen drei, danach zwei. Wassermenge: Ich habe mir angewöhnt ab 6 Tassen immer etwa 100 ml mehr Wasser als eingestellte Tassenzahl einzufüllen. Also etwa die hälfte zum nächsten zweier Schritt. Das hat für mich bei meiner aktuellen Bohne das beste Ergebnis gebracht (https://shop.el-puente.de/ko2-13-143-rost-canela-bio-kaffee.html) Außerdem habe ich für mich gemerkt dass die 10 Tassen Einstellung to much für den Filter ist. Egal ob Filtertüte oder wie in meinem Fall Dauerfilter bringt die gemahlene Kaffeemenge den Filter an die Kapazitätsgrenze, was zum einen zur Verschmutzung der Mahlöffnung und des Wasserauslaufs führt und zum anderen die optimale Durchfeuchtung und den Durchfluss des Wassers durchs Kaffeemehl negativ beeinflusst (ungleichmäßig verzögernd).
Mein Tipp: Mahgrad Fein, Bohnenzahl zwei Tassenzahl 6-8, ggf eine Tasse mehr Wasser als eingestellte Tassenzahl einfüllen.
Wenn das gemacht wird ist der Kaffee für eine Filtermaschine richtig gut.
Zum Schluss noch ein richtiges Ergernis:
Die Thermokanne. Die ist nämlich nicht gut. Die ist mies, so richtig. Billig, undicht, lieblos. Wer auch immer für diese Kanne verantwortlich ist sollte sich einen anderen Job suchen. Die ist schlicht und einfach Mist. Kein richtiger Deckel, schließt nicht dicht, beim Ausschenken gerade der letzten Tasse kommt durch Tropfeinlass Flüssigkeit heraus. Die Kanne hält bei good will vielleicht eine Stunde relativ heiß. Danach wars das. Also als THERMOkanne komplett unbrauchbar. Ich bin dazu übergegangen, eine richtige Thermokanne zu nutzen und den Kaffee umzufüllen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir den deftigen Mehrpreis (immerhin rund 50) gespart. So ist hier mein Tipp, kauft die Maschine mit der Glaskanne, investiert das gesparte Geld in eine richtig gute Thermokanne und füllt gleich nach dem Durchlauf um. Die Variante mit der Thermokanne macht nur Sinn wenn die Maschine so programmiert ist, dass Ihr erst mehr als 10 Minuten nachdem der Kaffee durchgelaufen ist zur Maschine kommt. Und dann in eine richtige Thermokanne umfüllt.

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
2 Monate zuvor
Reply to  Christian

Hey Christian, vielen Dank für deinen wirklich ausführlichen und echt gut geschriebenen Kommentar! Wir freuen uns auf weitere Kommentare von dir hier auf unserer Seite. Ganz liebe Grüße und bis hoffentlich bald. Dein Team Coffeeness.

Nicole
Nicole
2 Monate zuvor
Reply to  Christian

Hallo Christian,

vielen Dank für Deinen Bericht. Das hat mir sehr geholfen, beim ersten Brühvorgang die richtigen Einstellungen vorzunehmen und vor allen Dingen, die Glaskanne zu bevorzugen. Ich bin mehr als zufrieden mit dem Geschmack und erstaunt wie groß der Geschmacksunterschied zu meiner bisherigen Filterkaffeemaschine ist. Auch ein großes Kompliment an das Team Coffeeness, ohne die ich nicht die für mich richtige Wahl hätte treffen können.

Stephan
Stephan
3 Monate zuvor

Moin, ich habe die Maschine seit 3 Jahren und bin sehr zufrieden was Geschmack und Bedienung angeht. Nun öffnet die Pulverschachtklappe aber nicht mehr ordentlich. Nachdem wir beim ersten Mal die Maschine gründlich gereinigt haben, ist es nach ca. einer Woche erneut passiert. Da wir es nicht gleich bemerkt haben, verteilt sich das komplette Kaffeepulver im Gehäuse der Maschine 🙁 Hast du einen Tipp für mich? Ich würde gerne auch das Mahlwerk ausbauen, habe dazu aber nirgends eine Anleitung gefunden.

Güny
Güny
3 Monate zuvor

Enttäuscht von der hochgelobten Aromafresh von Melitta

Aufgrund von Super Bewertungen, haben wir uns diese Kaffeemaschine mit Mahlwerk zugelegt.
Aber wir sind komplett enttäuscht von dieser Supermaschine.

1. Es ist kaum möglich mit dieser Kaffeekanne Kaffee auszugießen ohne eine Pfützenbildung neben der Tasse zu haben. Die Kanne tropft einfach beim Ausgießen.
2. Der Wasserbehälter hat eine Tassenanzeige (Striche). Diese Striche kann man aber leider nur bei optimaler Beleuchtung erkennen.
3. Die Kaffeekanne hat leider keine Tassenanzeige (Striche), so dass man auch nur so viel Wasser einfüllt, wie man auch später an Kaffeetassen haben möchte. Also nachgießen oder Wasser aus dem Wasserbehälter wieder rausnehmen.
4. Wenn sich das Wasser im Wasserbehälter dem Ende nähert, fängt die Kaffeemaschine an zu gurgeln oder zu fauchen und das auch schön laut. Also fast so laut wie das Mahlwerk. Hier hat Melitta eine Super Einsparung vorgenommen.
5. Melitta versucht mit dieser Kaffeemaschine einen Spagat hinzubekommen, damit die Maschine das Logo Aromafresh erfüllt. Hier wird versucht, das Wasser solange als möglich im Kaffeepulver zuhalten. Dies gelingt auch bei 2 – 6 Tassen Super. Aber wenn man 8 -10 Tassen haben möchte, dann läuft das Wasser über den Melitta-Papierkaffeefilter und reißt dann Pulver mit und verstopft den Kaffeeauslauf und das Ganze führt zu einer kompletten Wasserpfütze um die Kaffeemaschine (oder Sauerei). So was haben wir bei keiner Kaffeemaschine bis heute erlebt.
6. Weiterhin ist die Filteraufnahme zu eng, das führt dazu, dass sich der Kaffeefilter ab 6 Tassen immer nach innen legt und nicht an der Außenwand bleibt. Der Rest ist dann wie bei Punkt 5
7. Die Punkte 1 – 6 erfüllt jede Kaffeemaschine für € 30,- besser als die Super Melita Aromafresh

Nun zum Mahlwerk
8. Das Mahlwerk ist wirklich leise, aber bei der feinsten Mahlwerkseinstellung ist das Mahlgut (Kaffee) immer noch sehr grob und nicht wie beworben entspricht dem Kaffeepulver bei gekauften Kaffee. Unsere Kaffeemühle für € 40,- bekommt das besser hin.

9. Stärkegrat des Kaffee´s. Also wenn man Wasser für z.Bsp. 4 Tassen einfüllt, feinste Mahlstufe, dann erhält man quasi Wasser mit Einfärbung aber keinen Kaffee mit Aroma.
Man bekommt hier nur einen vernünftigen Kaffee hin, wenn man immer eine oder zwei Tassen weniger Wasser einfüllt, wie man an der Maschine an Tassen anwählt.
Bei grob ober mittel gemahlen Kaffee kann man den Kaffee vergessen, man bekommt hier mehr oder weniger braunes Wasser.
Es kann sein, dass wir zu den Punkten 1-6 eine Kaffeemaschine aus der sogenannten „Montagsproduktion“ erhalten haben, aber bei einem normalen Qualitätsmanagement, sollte das in der heutigen Zeit nicht mehr der Fall sein.
Ach so, die Bedingungen, Auswahl der Menüs ist bei der Maschine wirklich gut, aber mehr auch nicht
Zum Kaffee wir verwenden Kaffeebohnen aus einer namhaften privaten Kaffeerösterei, für die Aromafresh ist jede Bohne zu schade

Carl
Carl
3 Monate zuvor
Reply to  Güny

Hallo Güny,
ich kann Deine Kritik bezüglich Mahlgrad der Bohnen und Kaffeequalität nur bestätigen. Habe mir den Kaffee bei allen 3 Mahlstufen angesehen und festgestellt, dass es so gut wie keinen Unterschied gibt. Alles ist so grob wie Rindenmulch und der Kaffee wässrig und ungenießbar. Bei meiner (neuen) Maschine ist der Kaffee auch eher lauwarm wenn er in der Kanne ankommt. Es riecht auch gar nicht nach frisch gebrühten Kaffee, wenn die Maschine den Kaffee zubereitet.
Absolut enttäuschend!!
Was den Punkt Wassermenge / Skala angeht, so ist auf dem Plastikgriff am Rand eine Skala für Tassen aufgeprägt, aber nur sehr schlecht zu erkennen. Das Nachtropfen der Maschine hatte ich auch, lagt aber bei mir an Kaffeemehlresten im Tropfenstop Ventil.
Nach dem Reinigen ging es wieder. Kann die positive Bewertung zu dieser Maschine Null nachvollziehen.

Rosi
Rosi
2 Monate zuvor
Reply to  Güny

Ich hab die Maschine auch , koche immer 10 Tassen bei mir läuft weder Wasser noch Kaffeepulver raus

Tobi
Tobi
3 Monate zuvor

Hallo zusammen, was ist eure Lieblingskaffee und mit welcher Einstellung brüht ihr die Bohne? Gerne auch einen „Supermarkt-Kaffee“ falls man mal wieder vergessen hat zu bestellen. Danke

Gisela Clauß
Gisela Clauß
5 Monate zuvor

Hallo Arne, seit ca. 5 Jahren haben wir unseren täglichen Kaffee mit einer BEEM zubereitet und hatten uns an einen kräftigen Geschmack gewöhnt. Leider ging das Mahlwerk kaputt und es sei unrepararierbar.
Wir erwarben deshalb eine Melitta Aroma fresh 10 Tassen mit fest verbauten Tank und sind mit der Kaffeequalität nicht zufrieden. Um einen einigermaßen geschmackvollen Kaffee zu erhalten,
laboriere ich schon eine Woche lang mit unterschiedlichsten Einstellungen z.B. Mahlgrad fein,
Bohnenstärke 3, Wassermenge 6 Tassen und Einstellung Tassenzahl 10. Trotzdem ist das Ergebnis für uns nicht zufriedenstellend.
Meiner Meinung nach stimmen Wassermenge und Mahlgut nicht überein.
Wir verwenden schon immer Bohnen von Eiles bzw. Mövenpick mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen der oben angegebenen Kaffeemaschinen.
Das Lob für diese Maschine hält sich in Grenzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gisela

Hendrik Pieta
Hendrik Pieta
6 Monate zuvor

Habe gerade beim „Prime Day“ eine Melitta 1021 AromaFresh mit Thermoskanne für 165 EUR (UVP 215 EUR) bestellt. Diese ist außerdem eine neue „Edition“ mit einem herausnehmbaren Wassertank.
: Vielleicht könnt ihr den Hinweis mit dem herausnehmbaren Wassertank zu eurem sehr ausführlichen und guten Test hinzufügen.

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
6 Monate zuvor
Reply to  Hendrik Pieta

Hallo Hendrik,

danke für deinen Kommentar und den Hinweis. Wir haben das ASAP im Test geändert bzw. einen Hinweis eingefügt. Viel Spaß mit deiner Melitta! Liebe Grüße Team Coffeeness

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