Irish Coffee – Die 5 besten Rezepte

Lust auf Irish Coffee? Kaffee und Alkohol können sich gutvertragen. Denn mit guten Alkoholika ist es wie mit guten Kaffeebohnen. Ein komplexes Aroma und ein runder Körper sorgen bei beiden für ein überzeugendes Geschmackserlebnis. Daher solltet ihr auch bei „beschwippsten“ Kaffeerezepten auf die Qualität von Kaffee und Alkohol achten. Und natürlich auf die Ausgewogenheit der Mischung. Denn weder der Kaffeegeschmack noch der des Alkohols sollte das Boquet dominieren. Je nachdem zu welchem Alkohol ihr greift, ist das gar nicht immer so einfach. Die Zutaten sollten also eine harmonische Balance kreieren.

Die Kombination Alkohol / Kaffee wird immer beliebter. Vor allem im Winter punkten solche Kaffeekreationen als Leckerei zwischendurch, als Dessert oder zum Aufwärmen. Der bekannteste Vertreter dieser Kaffeegetränke ist wohl der Irish Coffee. Serviert wird er stilecht in einem Glas, das in seiner Form ein bisschen an ein Pilsglas erinnert. Allerdings muss es hitzebeständig sein.

Was ist Irish Coffee eigentlich?

Irish Coffee ist Kaffee mit Whiskey. So weit, so gut. Wie bereits erwähnt, sollte aber das Mischverhältnis und die Menge der beiden Zutaten mit Bedacht gewählt werden. Denn im besten Fall geht die Blume des Whiskeys im Kaffee auf. So, dass der Geschmack des Kaffees den Whiskey trägt. So warm, wie er getrunken wird, sollte auch das Geschmacksgefühl im Mund sein. Das erreicht ihr folgendermaßen:

  • Greift für den Kaffee zu einer hellen Röstung mit rundem Körper.
  • Wählt einen klassischen irischen Whiskey.

Der Irish Whiskey ist lieblicher und süßlicher als schottischer oder gar amerikanischer. Das Malz wurde beim Herstellungsprozess nicht mit Rauch getrocknet. Und er wird typischer Weise dreifach destilliert. So behält Irish Whiskey ein sehr mildes, ursprüngliches Aroma. Dieses trägt im Kaffee nicht auf.

Irish Coffee

Woher stammt der Irish Coffee?

Wie man unschwer am Namen ablesen kann, ist der Ursprungsort des Irish Coffee Irland. Und die ersten 10, 12 Jahre wurde auch nur dort serviert. Genaugenommen in einer Flughafenbar. Der dortige Barista hat ihn erfunden. Anfang der 1940er Jahre war das.

Anfang der 50er schaffte der Irish Coffee dann den Sprung nach Übersee. Ein amerikanischer Reisejournalist erzählte einem befreundeten Barmann in San Francisco von der Kaffeekreation. Dieser wollte mehr darüber herausfinden und flog nach Irland.

Von dort brachte er das Originalrezept nach Kalifornien, von wo aus der Irish Coffee seinen Siegeszug über den gesamten Kontinent antrat. Wann er das erste Mal in Deutschland serviert wurde, ist nicht belegt. Sicher ist nur, dass er Kaffeefreunde auch hierzulande sehr wohl überzeugen konnte.

Wie Irish Coffee gemacht wird

Damit der Geschmack harmonisch bleibt, verwendet etwa 30 bis 40 ml Whiskey pro 90 bis 100 ml Kaffee. Für das Originalrezept braucht ihr außerdem etwa zwei Teelöffel braunen Zucker.

So geht’s

Zunächst müsst ihr den Zucker karamellisieren. Passt dabei auf, dass euer Zucker nicht hart sondern cremig bis flüssig bleibt. In der oder im Pub wird das oft direkt im Irish-Coffee-Glas gemacht. Das müsst ihr aber Zuhause nicht unbedingt auch so machen.

Wenn der Zucker eine Melasse-artige Konsistenz erreicht habt, gebt den Whiskey dazu. Erwärmt die Mischung unter Rühren. Gebt sie ins Glas und füllt sie mit dem frischen, starken, heißen Kaffee auf. Setzt dem Ganzen das Sahnehäubchen auf und garniert nach Belieben.

Alternative Zubereitungsmöglichkeiten für Irish Coffee

Wenn euch das parallele Hantieren mit heißen Flüssigkeiten zu kompliziert ist, könnt ihr auch anders vorgehen.

  • Ihr könnt den Zucker einfach weglassen und nur den erwärmten Whiskey mit Kaffee auffüllen.
  • Ihr könnt den Whiskey vorsichtig erwärmen und den Zucker einrühren, bis er sich darin aufgelöst hat. Danach kommt der Kaffee dazu.
  • Statt karamellisierten Zucker könnt ihr auf Zuckersirup zurückgreifen. Wahlweise selbstgemacht oder gekauften.
  • Wenn euch der Irish Coffee trotz Zucker nicht süß genug ist, könnt ihr zusätzlich mit Malzsirup nachsüßen.

Wie Irish Coffee getrunken wird

Ich weiß, die Sahnehaube auf dem Irish Coffee verführt dazu, sie in den Kaffee einzurühren. Oder zu löffeln. Tatsächlich ist sie aber sozusagen ein Kühlungsfilter für den heißen Irish Coffee.

Wenn man euch einen Irish Coffee im Restaurant serviert, werdet ihr keinen Löffel dazu bekommen. Denn tatsächlich wird Irish Coffee heiß serviert und ebenso heiß getrunken.

Damit ihr euch nicht die Lippen verbrennt, trinkt ihr den Kaffee durch die Sahnehaube hindurch. So kühlt der Irish Coffee auf dem Weg in den Mund auf eine trinkbare Temperatur herunter.

Irish-Coffee-Rezepte

In der Zubereitung eines Irish Coffee habe ich gerade eben schon ein paar Abweichungen vorgestellt. Wobei die Grundzutaten bei allen Zubereitungsarten gleich bleiben. Da ich selbst bekanntermaßen eher zur puristischen Sorte Mensch gehöre, orientiere ich mich eher am Originalrezept.

Die klassische Irish-Coffee-Variation läuft also außer Konkurrenz. Wer von euch ein wenig experimentierfreudiger ist, kann zur Abwechslung aber auch eines der folgenden Rezepte ausprobieren.

Irish Coffee auf Schottisch

Der original Irish Coffee wird getreu seiner Herkunft mit irischem Whiskey zubereitet. Der hat mehr Umdrehungen und einen höheren Reinheitsgehalt, als der schottische. Außerdem schmeckt er sehr viel mehr nach Gerste.

Der schottische Whiskey hingegen wird nur zweifach destilliert. Damit hat er ein paar Promille weniger, als sein irischer Kollege. Das heißt aber nicht, dass ihr das über die Menge ausgleichen solltet.

Denn der Whiskey aus Schottland hat einen sehr viel intensiveren Geschmack. Zur Trocknung der Gerste wird hier nämlich Torffeuer verwendet. Das Getreide wird also sozusagen geräuchert, bevor es zu Whiskey verarbeitet wird.

Entsprechend hat der schottische Whiskey eine herbe, rauchige Note. Diese werdet ihr aus dem Kaffee sehr viel dominanter hervorschmecken. An der Menge Whiskey würde ich also raten, nicht zu schrauben.

Stattdessen empfehle ich, zu einer anderen Kaffeeröstung zu greifen. Vielleicht sogar zu einer Espressoröstung. Mit einem Robustaanteil, der ja bekanntermaßen mit dem Holzhammer um die Ecke kommt.

Wenn ihr es ausprobiert, schreibt mir gern in den Kommentaren, wie euch der „Scottish Coffee“ geschmeckt hat.

Irish Schoko-Coffee

Hierfür nehmt ihr die klassischen Zutaten zur Hand:

  • süße Sahne.
  • 100 ml starker Kaffee oder Moka.
  • 3 – 4 cl Irish Whiskey.
  • etwa 2 TL brauner Zucker.

Zusätzlich braucht ihr aber

  • 2 bis 3 Esslöffel Schokosirup

Schlagt die Sahne vorsichtig auf, bis sie anfängt steif zu werden, aber noch cremig ist. Gebt die Hälfte des Schokosirups dazu und schlagt weiter, bis beides homogen miteinander vermischt ist.

Bereitet nun den Irish Coffee wie im Originalrezept zu. Danach gebt ihr den restlichen Schokosirup in den Kaffee und rührt ihn vorsichtig ein. Jetzt die Schokosahne vorsichtig oben drauf setzen und genießen.

Wenn’s noch mehr sein darf, gebt Schokoraspeln auf die Sahnehaube. Aber macht nicht mich verantwortlich, wenn ihr einen Zuckerschock erleidet!

Statt Schokosirup könnt ihr vielleicht auch auf dunkle (ungesüßte?) Schokoladencreme ausweichen. Die würde ich euch aber empfehlen, vorher anzuwärmen. So wird sie flüssiger und vermischt sich leichter.

Probiert einfach ein bisschen herum.

Irish Coffee mit Ahornsirup

Es wird noch süßer. Aber Ahornsirup hat einen sehr markanten Geschmack. Er passt farblich und geschmacklich aber gut zu Whiskey. Darum ist es das Experiment auf jeden Fall wert.

Damit der Ahornsirup sich gut im Irish Coffee auflöst, könnt ihr ihn am besten schon in den Whiskey geben, während ihr den warm macht. Also, löst erst den Zucker im Whiskey auf und gebt dann etwa dreiviertel des Esslöffels Ahornsirup hinein.

Das restliche Viertel mischt ihr, wie bei der Schokovariante beschrieben, in die Sahne.

In dieser Variante ist der Irish Coffee besonders gut als Dessert vorstellbar. Was meint ihr?

Die erfrischende Irish-Coffee-Variante

Wenn schon experimentell, dann auch richtig. Hier also eine Rezeptvariante mit Frischegarantie.

Hierzu mischt ihr dem Whiskey etwa einen Esslöffel Pfefferminzlikör bei. Auf den Zucker würde ich hier ggf. verzichten. Könnt ihr aber handhaben, wie es euch beliebt.

Und weil sich Minze und Schokolade spätestens seit After Eight bestens kombinieren lassen, nehmt doch für das Topping die Sahnevariante aus der Schokokaffee-Version.

Da ich diese Variante noch nicht ausprobiert habe, kann ich es nicht genau sagen, aber …

Greift bei der Crème de Menthe vielleicht lieber zum farblosen Likör. Ich bezweifle, dass die Mischung aus Türkisgrün und Whiskey-Goldgelb besonders appetitlich aussehen wird.

Irish Cold Brew Coffee

Wenn ihr euch denkt: „Warum sollte ich Irish Coffee nur zum Aufwärmen im Winter trinken?“, dann hab ich hier noch die rettende Rezeptidee für den Sommer. (Natürlich nicht nur.)

Eine Cold-Brew-Variante des Irish Coffee. Das Grundrezept für Cold Brew Coffee gibt es hier.

Die Zubereitung ist die gleiche. Nur, dass ihr für den irischen Kaffee Whiskey statt Wasser nehmt.

Mahlt euren Kaffee, füllt das Pulver mit irischem Whiskey auf. Rührt um und verschließt den Behälter. Die Mischung lasst ihr wie gehabt im Kühlschrank stehen, am besten über Nacht.

Am nächsten Morgen nehmt die gleiche Menge Irish-Cold-Brew und kaltes Wasser. Mischt beides mit einem Teelöffel braunem Zucker. Jetzt könnt ihr entweder Eiswürfel rein ~ oder Sahnehäubchen drauf geben. Oder beides.

Fertig ist der Irish-Cold-Brew-Coffee.

Welches ist euer Favorit?

Jetzt habt ihr eine Idee davon, was mit dem Grundrezept des Irish Coffee alles möglich ist.

Habt ihr vielleicht selbst schon einmal herumexperimentiert?

Nicht so schüchtern. Ich freue mich von dir zu hören.

Ich freue mich über deinen Kommentar

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