Bodum Kaffeebereiter im Test – mit ultimativer Anleitung

Bodum Kaffeebereiter im Test – mit ultimativer Anleitung Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 3. Mai 2016 von 18

Heute ist der absolute „Bodum Kaffeebereiter Klassiker“ im Test. Weitere Information zur French Press im Allgemeinen findet ihr hier.

Kurzer Überblick: Testberichte Kaffeebereiter von Bodum

Ich finde Bodum schon gut, weil sie so coole Werbung machen!

 

bodum-kaffeebereiter-werbung

Bildquelle:  www.bodum.com

Die Kaffeebereiter von Bodum begleiten mich schon seit 10 Jahren. Sie sind weder aus meiner Küche, noch aus meiner täglichen Routine weg zu denken. Auch wenn ich viel mit dem Handfilter und anderen Methode arbeite, wird die French Press immer eine meiner Lieblingsarten bleiben Kaffee zuzubereiten.

Es gibt viele Varianten des Kaffeebereiters von Bodum. Diese werde ich im weiteren vorstellen und Unterschiede aufzeigen. Mein Favorit ist und bleibt der Bodum Chambord Kaffeebereiter. Er ist schlicht und elegant. Ich finde diese Kanne einfach stylisch. Es lohnt sich auf jeden Fall diese Variante zu kaufen und nicht zu sparen und einen Kaffeebereiter mit mehr Kunststoff zu wählen.

Wichtig ist es, die richtige Größe der French Press zu wählen. Den Klassiker von Bodum gibt es in der 0,35l der o,5l der 1,0l und der großen 1,5l Variante. Wie viel Kaffeepulver ihr für welche Größe braucht erfahrt ihr noch später in diesem Artikel.

Von Isolier-Kannen und ähnlichem rate ich bei der French Press generell ab, aber dazu später mehr.

bodum-kaffeebereiter

Meinen Lieblings-Kaffeebereiter von Bodum könnt ihr hier auf Amazon kaufen kaufen.  Einen Überblick über alle erhältlichen Varianten gibt es hier und auch noch im weiteren in diesem Artikel.

In diesem Artikel findet ihr einen ausführlichen Testbericht und eine Anleitung für die Bedienung.

Bodum Kaffeebereiter Größen

bodum_kaffeebereiter_alle_groessen

GrößeKaffeepulvermengeZeitMahlgradWasser Temperatur
0.35 L20 g3-4 Minutengrob95°C
0.50 L28 g3-4 Minutengrob95°C
1 L55 g3-4 Minutengrob95°C
1.5 L80 g3-4 Minutengrob95°C

In dieser Tabelle habe ich euch die Kaffeepulvermenge aufgelistet,  die ihr für die jeweilen Kaffeebereiter braucht. Die anderen Parameter ändern sich nicht. Die Menge des Kaffeepulvers kann gerne angepasst werden. Je nach verwendetem Kaffee und eigenen Vorlieben. Wichtig ist es, einen groben Mahlgrad beizubehalten, weil es ansonsten zu einer Überextraktion kommt und der Kaffee bitter wird. Der häufigste Fehler mit der French Press ist ein zu feiner Mahlgrad.

Bodum Kaffeebereiter 0,35 l

Hierbei handelt es sich um die kleinste Version eines Bodum Kaffeebereiters. Die Menge reicht gerade für 1 Tasse Kaffee. Ein Teil des Volumens wird auch noch vom Kaffeepulver verbraucht. Deswegen ist die Kaffeemenge etwas geringer als die 0.35 l. Das fällt natürlich besonders bei der kleinsten Größe ins Gewicht.

bodum_kaffeebereiter_0.35l

Eine gute Kombination wäre es sicher diese und eine 1,0l-Version zu haben.

Bodum Kaffeebereiter 0,5 l

Hierbei handelt es sich um eine French Press, die halb so hoch ist wie ihre 1,0l-Variante.

Die Kaffeemenge liegt bei etwas weniger als 0.5 l. Ob das jetzt 2 oder 4 Tassen sind, überlasse ich eurem Konsumverhalten. Bei mir sind es definitiv eher zwei Tassen.

Wenn ihr diese Menge Kaffee wollt, ist es auf jeden Fall besser die halbe Variante zu haben, als eine 1 l Kaffeepresse nur halb voll zu machen. Warum sich das schlecht auf den Geschmack auswirkt, könnt ihr in meinem allgemeinen French Press Artikel nachlesen.

Dieser Kaffeebereiter hat einen tiefen Schwerpunkt und fällt nicht leicht um.

Bodum Kaffeebereiter 1,0 l

Hierbei handelt es sich um die Standardgröße. In vielen Küchen gibt es eine 1 l French Press. Auch wenn sie teilweise ein trauriges Dasein fristen und wenig benutzt werden. Dabei sind immer alle überrascht, wie gut der Kaffee aus einer Kaffeepresse schmeckt. Offiziell ist diese Presse für 12 Tassen geeignet. Ich finde das zu optimistisch, oder ich habe einfach zu große Tassen. Die etwas unter einem Liter Kaffee kommen bei mir meistens in 3-4 große Tassen.

Bodum Kaffeebereiter 1,5 l

Das ist die größte French Press, die bei uns auf den Tisch kommt, wenn für mehr als 3 Gäste Kaffee zubereitet werden soll. Das kommt tatsächlich recht häufig vor. Diese French Press Größe ist in der Anschaffung relativ teuer. Deswegen passe ich auf sie immer besonders gut auf. Einmal ist sie mir runtergefallen, da hatte ich aber viel Glück und nur der Rahmen ist sie ein wenig verbogen. Mit der Tassenanzahl ist es wieder ähnlich – es kommt auf die Tassen an. Einige sagen 12 Tassen; ich sage eher 6-8 Tassen.

Bodum Kaffeebereiter Anleitung

Anleitung am Beispiel des 1 l Kaffeebereites von Bodum. Wie viel Kaffeepulver ihr für die jeweilige Größe braucht, könnt ihr der Tabelle weiter oben entnehmen. Die richtige Dosierung ist natürlich für das Ergebnis wichtig.

  • Grob gemahlenes Kaffeepulver einfüllen (für 1 l 55 g).
  • Das 95°C heiße Wasser zur Hälfte aufgießen und einmal umrühren.
  • Das restliche Wasser nachgießen.
  • 3-4 Minute ziehen lassen.

Diese Bedienungsanleitung kann an einigen Stellen abgewandelt werden. Die Menge das Kaffeepulvers kann verändert werden. Der Mahlgrad sollte grob bleiben und die Ziehzeit könnt ihr ebenfalls anpassen. 55g Kaffee kommen den meisten am Anfang sehr viel vor. Gerade wenn mit einem Löffel abgemessen wird.

Funktionsweise und Anwendung ist eigentlich recht einfach. Eine detaillierte Anleitung findet ihr hier. Hier seht ihr auch noch mal eine Zusammenfassung in meinem YouTube Video.

Welche Ersatzteile gibt es von Bodum

Am meisten werden natürlich Ersatzgläser gesucht. Die gehen schon manchmal kaputt. Die French Press sollte auf jeden Fall nicht runterfallen. In der Spülmaschine kann eine Kaffeepresse auch unglücklich gegen einen Teller schlagen und zerbrechen. Aber es gibt Ersatzteile! 

Das Sieb findet ihr ebenfalls als Ersatzteil. Insgesamt eine gute Ersatzteilversorgung zu recht happigen Preisen.

Bester Kaffee für den Kaffeebereiter

Es ist natürlich wichtig den richtigen Kaffee für die French Press zu finden. Dabei ist es egal von welcher Marke die Kaffeepresse ist, entscheidend ist:

  • Der Kaffee sollte möglichst frisch sein.
  • Der Kaffee sollte selbst und frisch gemahlen werden.

Frische Kaffees sind leider in deutschen Supermärkten nicht zu finden, aber ihr könnt gut geeignete Kaffees online bestellen. Dabei solltet ihr auf kleine Röstereien zurückgreifen, die mit viel Liebe zum Detail arbeiten. In den guten Röstereien wird auch Nachhaltigkeit und direkter Handel groß geschrieben.

Bei Kaffees die als sehr „fruchtig“ beschrieben werden, kann es sein, dass diese aus dem Kaffeebereiter ein wenig überextrahieren und sauer werden. Das solltet ihr einfach testen. Kaffees, die mir sehr gut aus dem Kaffeebereiter gefallen, sind der Kolumbien El Zapote von Sonntagmorgen (hier zum Test) und Limu von Coffee Circle (hier zum Test).

bodum_kaffeebereiter_mahlgrad

Probiert einfach viel aus und ich bin gespannt welchen Kaffee ihr am besten findet.

Geschmack vom Kaffee aus der French Press

Warum schmeckt der Kaffee aus dem Kaffeebereiter eigentlich so gut?

Das Kaffeepulver hat über einen relativ langen Zeitraum direkten Kontakt zum Wasser. Dadurch entsteht ein kräftiger Kaffee mit sehr vollem Körper und ein wenig Partikelgefühl. Das ist ein krasser Kontrast zu einem oft zu dünn zubereiteten Kaffee aus einer konventionellen Kaffeemaschine.

Es hantelt sich also um einen Kaffee mit richtig schön viel Aroma dahinter.

bodum_kaffeebereiter_klein

Und das bekommt ihr ohne große Anschaffungskosten. Eben nur einen Kaffeebereiter, ein Wasserkocher und im Idealfall eine Kaffeemühle.

Wem der Kaffee aus der French Press zu stark ist, kann vorm Drücken des Stempels das Kaffeepulver abschöpfen. Dadurch bekommt ihr ein deutlich milderes Ergebnis. Für alle, die denken, dass sie keinen Kaffee aus dem Kaffeebereiter mögen habe ich zwei Fragen:

  • Habt ihr guten und frischen Kaffee verwendet?
  • War dieser Kaffee frisch und grob gemahlen?

Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, mag ich den Kaffee aus dem Bodum Kaffeebereiter auch nicht.

Ist eine Bodum French Press für Tee geeignet?

Ich sage es mal so: das funktioniert schon. Aber Tee und Kaffee sind zwei sehr intensive Naturprodukte, die Spuren hinterlassen.

Ich würde also einen Kaffeebereiter auf jeden Fall nicht dauerhaft für Tee verwenden. Zumindest nicht, wenn ich plane, diesen Später wieder für die Kaffeezubereitung zu nutzen. Ich finde eine French Press und eine Teekanne sollten in keinem Haushalt fehlen. Aber getrennt voneinander.

Reinigung eines Kaffeebereiters

Das ist ein sehr wichtiger und oft vernachlässigter Punkt. Die Kanne mit ihrer Halterung wird zwar eigentlich immer sauber gemacht aber die Teile des Stempels mit dem Sieb, werden oft und gerne vernachlässigt.

French Press Teile

Hier seht ihr meinen 7 Jahre alten und zerlegten Bodum Kaffeebereiter. Für eine gründliche Reinigung solltet ihr ihn so auseinanderbauen. Alle Teile können in die Spülmaschine. Ich mache immer den Glashalter per Hand sauber um Rost zu vermeiden. Der kann manchmal an den Schweißstellen auftreten (das ist aber selten und kein großes Problem).

Das Sieb habe ich so hingelegt, wie es auch wieder zusammengebaut werden muss. In die Mitte kommt das feine Sieb. Zwischen diesem und den anderen beiden Teilen bleibt gerne Kaffee hängen und kann ranzig werden. Deswegen würde ich es auf jeden Fall gründlich reinigen und die Einzelteile in die Spülmaschine werfen. Der Zusammenbau ist einfach.

Was gibt es noch von Bodum?

Es ist ein wenig unübersichtlich. Bodum macht echt viele verschiedene Kaffeebereiter. Ich will euch hier versuchen einen kleinen Überblick zu geben.

Typen von Kaffeebereitern von Bodum

Es gibt wirklich unzählige. Ich persönlich finde die mit möglichst wenig Kunststoff am besten. Von der Funktionalität und Verarbeitung gibt es bis auf das Material keine großen Unterschiede. Der Stempel besteht immer aus dem gleichen Material.

Der Bodum Eileen Kaffeebereiter fällt unter diese Kategorie. Es ist ein wenig aufwändiger, mir gefällt das Design nicht so gut, es handelt sich auch um eine der etwas teureren Pressen.

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Der Bodum Brazil Kaffeebereiter ist einer der günstigsten Kaffeebereiter von Bodum aber leider mit recht viel Kunstoff verbaut, das finde ich nicht so schön.

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Der Bodum Bistro Nouveau Kaffeebereiter ist ein etwas schlankeres Modell, aber auch mit Kunstoff-Deckel. Hier in der 0.5 l Variante.

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Der Bodum Chambord Kaffeebereiter ist, wie ich schon einige Male in diesem Artikel erwähnt habe, mein Favorit und meine Kaufempfehlung. Ich finde diese French Press ist einfach die schönste auf dem Markt, es gibt sie in allen Größen und sie ist sehr robust. Wobei das Glas natürlich schon recht dünnwandig ist. Aber das ist bei allen Kaffeepressen der Fall.

bodum-kaffeebereiter

Den besagten Kaffeebereiter, der nach meiner Erfahrung der beste ist (mit viel Edelstahl) könnt ihr hier auf Amazon kaufen.

Ich warte immer noch auf eine French Press die komplett (bis auf das Glas) aus Kupfer besteht. Für Unterwegs würde ich euch lieber eine Aeropress empfehlen, die darf auch runterfallen und ist eine meiner weiteren Favoriten.

French Press als Thermoskanne

Da musst ich sagen, von dem Ding halte ich überhaupt nichts.

Ich werde sehr oft nach doppelwandigen, isolierten Kaffeebereitern von Bodum gefragt. Die gibt es auch. Beispielsweise den „Bodum Columbia Kaffeebereiter“ oder der „Bodum Arabica“. Aber das ergibt überhaupt keinen Sinn. Kaffee sollte nach der Zubereitung in der French Press sofort umgefüllt werden. Das Kaffeepulver am Boden der Kanne gibt weitere Aromen ab und mit der Zeit wird der Kaffee bitter und sauer.

bodum_columbia_kaffeebereiter

 

Das einzige, was eventuell sinnvoll wäre, ist eine extra Thermoskanne, in die ihr den Kaffee umfüllt. Ein Kaffeebereiter mit Thermosfunkion ist auch in jedem Fall keine gute Idee. Ich bin generell kein Fan vom Warmhalten von Kaffee aber in diesem Fall ist es besonders schlecht.

Bitte kauft so einen Kaffeebereiter auf keinen Fall!

Vakuum Kaffeebereiter von Bodum

Es gibt mittlerweile auch einen Vakuum-Kaffeebereiter von Bodum. Zu dem kann ich leider noch nichts sagen, aber ich habe den „Bodum Pour Over Kaffeebereiter mit Permanentfilter“ auf die Testliste gesetzt.

Zunächst sind aber noch ein paar French Press anderer Hersteller an der Reihe.

Fazit zum Test Bodum Kaffeebereiter

Meine Bewertung muss diesmal einfach mit den 5 Sternen ausfallen. Allerdings nur für die Version mit möglichst wenig Kunstoff. Die ist einfach wunderbar zeitlos und unzerstörbar. Jedenfalls nutzt sie nicht ab, kaputt geschmissen habe ich leider doch schon einige der Pressen.

Allerdings gibt es auch schon Exemplare, die seit mehr als 8 Jahren im Dauerbetrieb sind und noch gut aussehen.

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Ich habe den Bodum Kaffeebereiter in allen Größen, die auf dem Markt sind und nutze alle. Allerdings unterschiedlich oft. Aber auch als Dekoration im Regal sehen sie echt sehr gut aus. Sie passen auch überall rein. In ein altes Bauernhaus aber auch in eine moderne Wohnung. Ich finde auch eine French Press mit Handkaffeemühle ist ein sehr gelungenes Geschenk.

Unabhängig vom Hersteller ist die Methode einfach ein Traum. Es gibt einen richtig schönen kräftigen und aromatischen Kaffee. So guter schwarzer Kaffee kommt aus keinem Kaffeevollautomat. Das ist auch gerade das tolle an dieser Variante – sie ist einfach unglaublich günstig in den Anschaffungskosten.

Auch zwei Kaffees lassen sich in zwei Kaffeebereitern wunderbar vergleichen. Das mache ich in meinen Kaffee Tests schon seit 2008.

In den nächsten Wochen werde ich noch ein paar Kaffeebereiter anderer Hersteller (Bialetti French PressLe Creuset) testen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Meine aktuellen Favoriten findest du hier auf Amazon.

18 Kommentare
  • Björn
    4 Mai, 2016

    Hallo Arne,
    ich finde Kaffee aus der French Presse klasse.
    Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass wirklich nur Bodum ordentliche Kaffeepressen hat. Alle anderen Produkte, die ich bisher in der Hand hatte, haben irgendwie immer nicht überzeugt.
    Wie du in deinem Artikel oft betont hast: Die Bodum Chambord ist auch für mich, die mit Abstand schönste und beste Variante.

  • Arne
    5 Mai, 2016

    Hallo Björn, jetzt ist auch noch die Bialetti French Press im Test gewesen. Aber der Kaffeebereiter von Bodum gefällt mir ebenfalls ein wenig besser. Beste Grüße aus Berlin.

  • Gesche
    20 Juni, 2016

    Hallo Arne,
    Ich sträube mich auch immer mehr diesen ganzen Verpackungsmüll zu produzieren. Ich finde deinen Artikel prima. Leider kann ich nirgends finden aus welchem Material das Sieb ist. Weißt du da was genaueres?
    Liebe Grüße

  • Arne
    21 Juni, 2016

    Hallo Gesche,

    das Sieb ist eigentlich immer aus 100% Edelstahl. Bisher aber ich es bei noch keiner klassischen French Press anders gesehen. Viele Grüße, Arne

  • friedhelm neubauer
    21 Juli, 2016

    Kann mir mal jemand verraten wie man den „Prütt“ am besten aus der Kanne bekommt. Ich möchte dabei wenig Wasser verbrauchen und meine Abflussrohre nicht mit alten Kaffeemehlablagerungen verstopfen.
    Die Reinigung halte ich für einen Nachteil des Verfahrens.
    Also wie bitte, wie macht I h r das?

    Gruß Friedhelm

  • Martin
    12 Dezember, 2016

    Moin,

    Ich muss hier mal eine Lanze für die Edelstahlkannen brechen:

    Ich habe beide Varianten der „Thermo“-Edelstahl-Pressen im Einsatz. Im Vergleich zueinander neigt die Arabica zum tropfen, daher würde ich die Columbia empfehlen. Die Columbia tut ihren Dienst seit etwa sieben Jahren, die Arabica habe ich vor 6 Jahren geschenkt bekommen. Beide funktionieren noch wunderbar.

    Der Vorteil der Edelstahlvarianten liegt weniger im Warmhalten, obwohl es ganz nett ist wenn man als Einzelkämpfer mit Bildschirm, Kaffepott und Kanne auch die dritte oder vierte Füllung noch warm trinken kann.
    Meiner Meinung nach sieht so eine Edelstahlkanne immer deutlich wertiger aus als die wackelige Blechkonstruktion mit dem (ewig verdrehten oder verkratzten) Glaszylinder. Zudem sammeln sich immer Ablagerungen zwischen Blechgestell und Glaskanne sowie um die Verschraubungen der Griffe. Den Korpus der Edelstahlkannen bekommt man mit einem Lappen in unter 5 Sekunden aus- und Sauber gewischt, die „Glasdinger“ muss man von Zeit zu Zeit mit dem Schraubendreher zerlegen um die Blechstreben auch von innen reinigen zu können. Zu guter Letzt ist mir die Columbia auch schon im vollen Zustand vom Tisch auf den Waschbeton gesegelt, jetzt hat sie eine kleine Beule die die Funktion aber nicht beeinträchtigt. Dank der Reaktionsgeschwindigkeit meines Besuches konnten wir den heruntergefallenen Kaffee sogar noch trinken.

    @ Friedhelm: Ich kippe den Satz immer auf den Kompost oder direkt ins Beet.

  • Sebastian
    20 Februar, 2017

    Ich besitze zweimal die böse, verrufene Columbia in der 1,5L-Variante. Ausschlaggebend dafür war jedoch nicht die „Warmhaltefunktion“ sondern einfach das für mich wesentlich ansprechendere Design.
    Alles wirkt wie aus einem Stück und nicht so zusammengeschraubt wie beispielsweise bei der hier so gelobten Chambord.
    Nun trinke ich zwar sehr gern Kaffee, bin jedoch bei weitem kein wirklicher Kenner und Genießer. Für mich muss Kaffee stark und aromatisch sein und dieses Ergebnis erzielt auch die Columbia wunderbar. Aber auch wenn er mal ne halbe Stunde in der Kanne gestanden hat, ist er für mich immernoch genießbar. Da sehe ich gar kein Problem, erlaubt ist ja schließlich alles was schmeckt 🙂

  • Max
    2 März, 2017

    Hallo Arne,

    hier kommt eine Frage für den wahren Experten. In ener der vielen Amazon-Rezensionen wird heftige Kritik an der 0,5 L-Variante von Bodum geübt. Diese Variante soll den gleichen Abstand zwischen Glasboden und Filter haben (ca. 2,5 cm) wie die 1 L-Variante. Hinzu kommt angeblich noch ein größerer Durchmesser bei der 0,5 L-Variante. Und das alles, obwohl man bei der 0,5er insgesamt ja weniger Kaffeepulver benötigt. Das Ganze soll dazu führen, dass man den Kaffeesatz nicht richtig andrücken kann, wenn man die vorgeschriebene Menge an Kaffeepulver verwendet. Und das hat angeblich negative Folgen für den Geschmack.

    Was meint der Profi dazu?

    Sollte die Kritik berechtigt sein, könnte man das vielleicht noch in Deinen Artikel einarbeiten. Denn der unbedarfte Käufer rechnet natürlich nicht mit „Fehlkonstruktionen“ dieser Art.

    Besten Dank!!!

    Gruß
    Max

  • Christopher
    24 April, 2017

    Hallo Arne, auch ich muss erstmal ein dickes Lob für deine Seite loswerden!
    Echt klasse, so viele Informationen und Tipps… alles für DEN Kaffee.
    Ich bin gerade auf der Suche nach einer French Press und möchte mich der Frage von Max anschließen. Wenn bei zwei verschiedenen Füllmengen die gleichen Siebabstände vorhanden sind, frage ich mich auch, ob das für den Geschmack dann nicht nachteilig ist.

    Für deine Antwort schon mal besten Dank im Voraus!

    Grüße
    Christopher

  • Albin
    12 Mai, 2017

    Geschmäcker sind verschieden, ich benutze seit über 25 Jahren die 1,5 l Edelstahlkanne (ich meine es wäre sogar eine 1,6 l Kanne) und finde sie ganz toll. Also sie reicht nicht für 2 Leute! Am Wochenende wenn wir ausgiebig frühstücken brauchen wir schon 3 Kannen.
    Grüße
    Albin

  • Frank
    11 September, 2017

    Der gute Geschmack ist kein Thema. Was mich bei dieser Art von Zubereitung stört, ist das Kaffeepulver im Boden der Tasse. Gibt es da einen Trick, das wegzubekommen, oder muss man als „Genießer“ damit klarkommen?

  • Evelyn
    8 Oktober, 2017

    Hallo, bin zufällig zu einer French Press gekommen, hatte aber keine Anleitung. Daher war ich dankbar, dass ich auf deine Homepage gekommen bin. Ich hoffe du bist mir nicht böse, wenn ich eine kritische Anmerkung mache. Lies deinen Text nochmals durch, da sind viele Fehler drinnen (fehlende Endungen, „hanteln“ sollte mit „d“ geschrieben werden usf.).
    Liebe Grüße
    Evelyn

  • Lafee Dip
    8 November, 2017

    Hallo Arne,
    Dein Bericht hat mir sehr geholfen. Ich bin Einsteiger und suche schon lange eine isolierte Kaffeepresse. Nun war ich sehr verdutzt, als ich mir in der Bodum Isolierkaffeepresse in Rot den edlen Amaroy zubereitet habe (für einen guten Start in den Tag 😉 ) und der mir auf der Arbeit sehr bitter und fein säuerlich schmeckte. Normalerweise mundet mir dieser Kaffee sehr.

    Hast du Tipps, welchen Kaffee ich in Zukunft nehmen sollte (für weiteres Vergnügen am Morgen 😉 ) oder ob ich was falsch gemacht habe?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Auf guten Kaffee,

    Lafee Dip.
    Peace out!

  • Ulrike Grzesik
    24 November, 2017

    Hallo Arne, deine Erfahrungsseite ist wunderbar. Stamme aus einer Generation, die bereits in den 80igern auf Bodum umstieg. Auf der Jagd nach gutem Kaffeegeschmack (ich liebe den runden, schoko-mandelartigen) und mit der Entwicklung der letzten Jahrzehnte (frisch gerösteter Kaffee aus abenteuerlichen Anbaugebieten mit angepassten Mahlungen allüberall) ist es die einzig gute Zubereitungsweise! Und das bevorzugt mit der Bodum Klassik. Alles andere brachte mit nicht das volle Geschmackserlebnis.
    Jedoch eines beschäftigte mich bei der Reinigung von Anfang an: irgendwie kam Wasser am Deckel zwischen den Kunststoffeinsatz und den Metallhut. Kann man den Deckel irgendwie auch auseinandertrennen? Mir gelang und gelingt es einfach nicht. Und ich möchte nicht wissen, was sich da in dem plätschernde Zwischenraum tut. Hast du eine Idee, was man da tun könnte. Meine Kannen auswechseln und den Deckel nicht in die Spülmaschine legen, wo er manchmal umfällt? Liebe Grüße mit einer Tasse Guaymaral aus Kolumbien. Uli

  • Heike
    18 März, 2018

    Hallo kann ich Lupinen kaffee in der French press maschine zubereiten ?

  • Arne
    18 März, 2018

    Hallo Heike, über Lupinen Kaffee habe ich auch schon was geschrieben. Ich wüsste nicht was dagegenspricht den in der French Press zuzubereiten. Also ja, das geht!

  • Tanja Kellner
    25 August, 2018

    Hallo Arne,
    Mich Interessiert diese Frage von 2017 auch .
    Kannst du dazu etwas sagen ?
    Wir möchten uns auch eine French Press zulegen .
    Und sind uns mit der Größe nicht sicher . ….

    hier kommt eine Frage für den wahren Experten. In ener der vielen Amazon-Rezensionen wird heftige Kritik an der 0,5 L-Variante von Bodum geübt. Diese Variante soll den gleichen Abstand zwischen Glasboden und Filter haben (ca. 2,5 cm) wie die 1 L-Variante. Hinzu kommt angeblich noch ein größerer Durchmesser bei der 0,5 L-Variante. Und das alles, obwohl man bei der 0,5er insgesamt ja weniger Kaffeepulver benötigt. Das Ganze soll dazu führen, dass man den Kaffeesatz nicht richtig andrücken kann, wenn man die vorgeschriebene Menge an Kaffeepulver verwendet. Und das hat angeblich negative Folgen für den Geschmack.

    Was meint der Profi dazu?

    Sollte die Kritik berechtigt sein, könnte man das vielleicht noch in Deinen Artikel einarbeiten. Denn der unbedarfte Käufer rechnet natürlich nicht mit “Fehlkonstruktionen” dieser Art

  • Tanja Kellner
    25 August, 2018

    Sorry hatte keinen Namen unter die Mail geschrieben würde mich p er eine Antwort sehr freuen
    Grüße Tanja

Ich freue mich über deinen Kommentar

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