Der Direkthandel von Kaffee: Interview und Gastbeitrag von Jörg Volkmann

In diesem Artikel geht es um den Direkthandel von Kaffee. Für dieses Thema habe ich mir fachkundige Unterstützung geholt, den großartigen Jörg Volkmann. Das ganze haben wir mit einem Interview und einem Gastbeitrag von Jörg aufbereitet.

Ich habe Kommentare von Jörg auf Coffeeness.de aus dem Jahre 2009 gefunden – wir kennen uns also auch schon eine Weile.

Jörg kennt sich übrigens nicht nur gut mit Direkthandel als, er verkauft auch richtig guten Kaffee online. Der Silichio aus Äthiopien ist beispielsweise ein echter Traum! Dazu wird es bald auch noch einen Test geben. Den Kaffee könnt ihr hier online kaufen.

Wer ist eigentlich Jörg Volkmann?

Jörg Volkmann ist Gründer, und Geschäftsführer von Elephant Beans in Freiburg. Von Beruf ursprünglich einer der letzten lebenden echten Feld-, Wald- und Wiesen-Geographen! Kein Wunder, dass seine Begeisterung für Kaffee nicht zuletzt aus seiner Zeit in der Wildkaffee-Forschung in Äthiopien und der langjährigen Beratungstätigkeit im Bereich von Wald- und Landwirtschaft sowie Ökotourismus in Afrika und Asien stammt.

So ist Elephant Beans dann auch eine der ersten und immer noch wenigen Kleinröstereien, die fast alle Spezialitätenkaffees aus direktem Handel mit Kaffeekooperativen beziehen. Elephant Beans ist nicht nur Rösterei, sondern besitzt auch ein kleines Café mit bestens sortiertem Kaffeefachhandel sowie einer kleinen Kaffeeschule. Die Kaffeekompetenz vom Baum bis in die Tasse hat sich inzwischen auch überregional herumgesprochen.

Jörg zum Direkthandel mit Kaffee

Foto: Jörg Volkmann ohne Hut. Foto von Anja Limbrunner. ©Jörg Volkmann 

Interview zu direktgehandeltem Kaffee

Arne: Was hältst du von an den Kauf von Kaffeebohnen gebundene Spendenaktionen? Kann damit wirklich geholfen werden, oder wird so noch das Paradigma der Hilfsbedürftigkeit verstärkt und reproduziert?

Jörg: Da ich jahrelang als Berater und Experte in Entwicklungsländern gearbeitet habe, sehe ich an Bohnen gebundene Spendenaktionen eher kritisch. Klar, wir haben das auch schon gemacht, z.B. für die kleine Vulkaninselgruppe Vanuatu, von der wir über Jahre einen exklusiven Inselkaffee direkt importiert haben. Die Insel wurde von einem Wirbelsturm völlig zerstört, und damit der gesamte Kaffee. Oder für Nepal, nach dem Erdbeben, von wo wir auch immer wieder Kaffee haben. Das waren dann aber Nothilfeaktionen.

Ich denke, als Kaffeeröster ist man in erster Linie Unternehmer und Kaffee-Experte. Ich finde es aber in Ordnung und auch notwendig, wenn wir uns als Kaffeeröster persönlich und/oder finanziell in Bereichen engagieren, die unmittelbar oder mittelbar im Kontext von Kaffeeanbau oder -verarbeitung stehen. Zum Beispiel Maßnahmen zur Verbesserung der Kaffeequalität, denn eine bessere Qualität erzeugt eine Win-Win-Situation, für Kaffeebauern und Röster. Bessere Preise heißt höhere wirtschaftliche Unabhängigkeit:

Die Bauern sollen und wollen doch selbst über die Gestaltung von (sozialer) Infrastruktur entscheiden! Was ich auch wichtig finde, ist die Unterstützung von Maßnahmen zur Verminderung von Klimafolgeerscheinungen, da die Kaffeebauern davon besonders betroffen sind, oder Maßnahmen zur Verminderung ökologischer Nebenwirkungen des Kaffeeanbaus, also zum Beispiel des Wasserverbrauchs zur Herstellung von gewaschenen Kaffees. Und, ganz wichtig, wenn möglich mit den lokalen Organisationen und Gemeinschaften zusammenarbeiten und nicht über Köpfe hinweg agieren!

Arne: Wie erkenne ich als Kunde, ob ein Kaffeeröster wirklich fair und gerecht handelt oder diese Adjektive nur als Marketing-Vehikel nutzt?

Jörg: Das kann man sicher nicht ganz leicht beurteilen. Die einen nutzen natürlich diese Adjektive auch für’s Marketing – ganz legitim, für andere ist das vielleicht eher Understatement. Man kann aber zum Beispiel an Webseiteninhalten erkennen, ob jemand transparent mit Themen wie Einkaufspreisen umgeht und sich in Diskussionen auch kritischen Themen stellt.

Arne: Was ist eigentlich ein Einkaufskollektiv? Und was sind die Roasters United?

Jörg: Roasters United ist eine Gruppe von derzeit 11 Kleinröstereien aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, der Schweiz, Österreich und Italien, die (aus praktischen Gründen) in Frankreich als Association, also einer Art Verein registriert sind. Wir treffen uns zwei Mal im Jahr, um gemeinsame Kaffeeimporte zu koordinieren, uns gegenseitig fachlich auszutauschen und zu schulen, Kaffee zu verkosten und Projekte zu besprechen. In Deutschland gehören derzeit auch Flying Roasters aus Berlin, Carles Kaffee aus Kaast und Loppokaffee aus Kiel dazu.

Wir importieren derzeit gemeinsam Kaffees von etwa 10 Kooperativen oder ähnlichen Bauerngemeinschaften in sieben Ländern. Jeder von uns sollte ein Mal pro Jahr eine unserer Partnerkooperativen besuchen, und dort aktiv an relevanten Themen im Bereich Qualitäts- und Umweltsicherung arbeiten. Ich bin z.B. hauptsächlich für unsere indische Partnerkooperative zuständig, war aber auch schon oft in Äthiopien.

Arne: Du sagst Bioanbau sei nicht gleich Bioanbau. Gibt es nicht für diese Zertifikate feste Regeln und wo genau liegen dann die Unterschiede?

Jörg: Natürlich gibt es im Bioanbau feste Kriterien. Die können aber unterschiedlich anspruchsvoll sein. Die Kriterien für EU-Bioanbau sind etwas aufgeweicht worden über die Jahre, während Demeter- oder Bioland schon recht strikte Anforderungen besitzen. Viele Kleinbauern in Entwicklungsländern haben keine oder wenige Kenntnisse von Bioanbaukriterien, es ei denn, sie arbeiten ohnehin nach alten, traditionellen Methoden, an die sich der moderne Bioanbau vielfach anlehnt. Oft sind durch die Grüne Revolution diese wertvollen Kenntnisse aber verloren gegangen, und wir müssen jetzt bspw. Trainings zu Kompostherstellung durchführen. So etwas erfolgt im Idealfall über lokale Innovationsträger, meist sind das ganz normale, clevere Bauern und nicht etwa studierte Agraringenieure oder vermeintliche Fachleute.

In Entwicklungsländern ist Bioanbau natürlich nicht ganz einfach zu kontrollieren, insbesondere in Kooperativen, die bisweilen Hunderte oder Tausende Mitglieder haben. Da geht das nur stichprobenartig. Die Kooperativen haben aber interne Kontrollsysteme, die meist sehr seriös arbeiten. Schwarze Schafe (auch bei Zertifizierungsorganisationen) gibt es aber immer mal wieder. Wir lassen im Zweifel unsere Importe auf Pestizidrückstände kontrollieren.

Arne: Was ist die Grüne Revolution?

Jörg: Grüne Revolution beschreibt die landwirtschaftliche Entwicklung in sogenannten Entwicklungsländern seit den 60er Jahren, die versucht hat, vermeintliche technische Defizite und damit verbundene geringe Erträge durch Hochleistungssorten und Kunstdüngereinsatz zu kompensieren, letztlich aber viele Bauern in die Arme und Abhängigkeit internationaler Konzerne wie Bayer und Monsanto getrieben hat. Im Zuge dieser Entwicklung ist ein Großteil der lokalen Artenvielfalt und des indigenen (lokalen) landwirtschaftlichen Know-Hows verloren gegangen.

Arne: Was genau ist eigentlich ein Microlot- und Single-Estate-Kaffee?

Jörg: Single Estate Kaffees kommen von einzelnen Kaffeefarmeen. Meist sind das Farmen mit etwas größeren Anbauflächen, z.B. in Brasilien oder Kolumbien, deren Besitzer vielleicht etwas mehr Produktionsmittel besitzen als z.B. ein Kleinbauer mit 2 Hektar Mischkultur in Äthiopien. Viele Kleinbauern haben neben anderen Produkten ja nur sehr geringe Mengen Kaffee und geben diese an ihre Kooperative oder Zwischenhändler ab. Single Estate Kaffees können von einer oder meheren Parzellen eines Bauern mit einer oder mehrerer Sorten Kaffee stammen. Oft sind diese gemischt, aber sehr hochwertig.

Microlots sind dagegen Kaffees von einzelnen Parzellen eines Bauern, also Kleinlagen, wie bei uns im Wein z.B. von Hanglagen an der Mosel. Diese Kaffees stammen meist von einer Bohnensorte, z.B. Yellow Bourbon, Pacamara oder Geisha, sind ganz besonders vom Terroir, also dem Zusammenspiel von Mensch, Boden und anderen Umweltfaktoren, wir Höhenlage, Sonnenexposition und Niederschlag geprägt. Die Kirschen werden sehr sorgfältig selektiert und mit höchstem Aufwand verarbeitet. Die Mengen sind meist sehr gering und die Qualitäten so hoch, dass die Kaffees meist als einzelne Säcke auf Auktionen versteigert werden.

Kaffeefarmer Kerala

Foto: Jörg mit Kaffeefarmer Kerala in Indien. ©Jörg Volkmann

Arne: Du sprichst von Punkten bei der Bewertung von Rohkaffeemischungen. Wie wird das eigentlich bewertet und wer bewertet das?

Jörg: Die Bewertung von Rohkaffees basiert auf einem System, das von der Specialty Coffee Assocication of America entwickelt wurde, dem so genanten (Specialty) coffee grading. Wie du das schon schön für die Röstkaffees erklärt hast, wird bei den Rohbohnen die Zahl der Defekte aus verschiedenen Kategorien ermittelt, also wieviele Bruchbohnen sind drin, wieviel Bohnen mit Insektenfraß, wieviel mit Trocknungsfehlern etc.. Spezialitätenkaffees dürfen nur sehr wenige Fehler je Fehlerkategorie aufweisen.

Dann werden die Kaffees nach einem standardisierten Verfahren geröstet und in der Tasse verkostet und bewertet nach Aroma, Geschmack, Körper, Säure, Komplexität und natürlich nach Vorhandensein von Fehlnoten, die auf Verarbeitungsfehler hindeuten. Spezialitätenkaffees sollten auf mindestens 80 von 100 Punkten kommen. Unsere Spezialitätenkaffees bei Roasters United müssen mit 83 Punkten bewertet werden. Ab 88–90 Punkten werden die Kaffees schon sehr ungewöhnlich – meist nichts für Otto Normalverbraucher.

Auf offizieller Ebene gibt es für die Bewertung Jurys aus zertifizierten Fachleuten so genannte Q(uality)-Grader – das braucht viel Training, Erfahrung und auch etwas Talent. Ein erfahrener Röster, oder eine Gruppe von Röstern kann das aber oft fast genauso gut beurteilen. Es kommt auch immer darauf an, was man aus dem Kaffee machen möchte. Für eine dunkle, süße Espresso-Röstung brauche ich nicht unbedingt einen 85-Punkte-Kaffee.

Gastbeitrag von Jörg zu direktgehandeltem Kaffee

Als ich 2007 im Rahmen eines Forschungsauftrags zu unterschiedlichen Facetten der Wildkaffeebewirtschaftung und –ökologie begann, mich mit dem Thema Kaffee als Kultur- und Luxusgut intensiver zu befassen, hatte ich keinerlei Ambitionen, mit Import, Rösten, Verkauf oder der Zubereitung von Kaffee mein Geld zu verdienen. Meinen Kaffee trank ich aus einem in einem Preisausschreiben gewonnenen Vollautomaten.

Mich faszinierten die einzigartigen Momente, tief unten im Wildkaffeewald aus einer abgeschlagenen Liane köstliches Wasser zu trinken. Oder, schlammverklebt, in der Rundhütte von Kinfe und Alem frische, heiße Milch mit einer dicken Fetthaut aus einem rußverkrusteten Topf zu schlürfen, während Kinder im Licht der Kerosinlampe ihre Hausaufgaben machten und die Kuh die Fliegen in den Milchtopf wedelte.

Zum schwarzen, frisch gerösteten schwarzen Buna (der traditionelle äthiopische Kaffe) aus der Jebena-Tonkanne durfte ich Ensete-Brot essen. Ich hatte großen Hunger und war dankbar für dieses große Maß an Gastfreundchaft, denn die nächste gekühlte Pepsi war dreihundert Höhenmeter und fünf Kilometer Fußmarsch entfernt! Momente, die mich tief berühren, mir aber auch klar machen, wie privilegiert ich bin, diesen Ort fernab jeglicher Infrastruktur jederzeit verlassen zu können; aber auch glücklich, eine dieser Familien getroffen zu haben, die einen dieser großartigen äthiopischen Kaffees produzieren. Und vielleicht war die Familie auch glücklich, dass ich für einen Moment ihr Leben geteilt habe. Augenhöhe herzustellen, heißt auch mal, mit etwas Demut in die Knie zu gehen. Mir wurde klar, dass ich diese authentischen Momente teilen möchte.

Kompostherstellung Fero Coop Sidamo Ethiopia

Foto: Kompostherstellung Fero Cooperative in Sidamo, Ethiopia. ©Jörg Volkmann

Zehn Jahre später habe ich als halbwegs etablierter Röster, Barista und Geschäftsinhaber zahlreiche einzigartige Kaffeebauern getroffen, wie Marcos aus Brasilien, der als Kind in Freiburg lebte; oder Tadesse, Aseffa oder Mohammad in unseren Partner-Kooperativen in Äthiopien, oder unseren Freund Chackochan aus dem indischen Kerala.

Chackochan ist studierter Pharmazeut, Kaffeefarmer und Züchter von mehr als 700 ayurvedischen Heilpflanzen, der uns nach vier Jahren Freundschaft zur Hochzeit seiner Tochter im Januar eingeladen hat. Dabei lernte ich, dass Kaffeebauern nicht nur Kaffeebauern sind, sondern Menschen mit nicht nur unglaublicher praktischer Intelligenz und gewaltigem Innovationspotenzial, das allzu oft nur im Kleinen genutzt wird.

Brauchwasserrecycling

Foto: Brauchwasser-Recycling in Erala, Indien. ©Jörg Volkmann

Zusammen mit unseren inzwischen zehn weiteren Kollegen importieren wir mit unserem internationalen Einkaufskollektiv Roasters United Kaffee von Kooperativen aus etwa zehn verschiedenen Ländern in drei Kontinenten. Unsere eigenen Standards umfassen Rohqualität, einen Mindestpreis weit über Fairtradeniveau, Öko-Standards und aktive Projektarbeit ohne zu großes Charity Chi-Chi.

Ist Direkthandel oder Direct Trade so etwas wie Fairtrade upcycled? Ich weiß es nicht. Dreiundzwanzig EU-normierte und abendländisch-wertebasierte Kriterien können die Realitäten des Dekkan-Plateaus nicht aushebeln! Auch Kleinbauern beschäftigen Wanderarbeiter für die Ernte und andere Feldarbeiten. Mindestlohn? – vielleicht – Fairtrade hin oder her. Und dass Bioanbau nicht gleich Bioanbau ist, ist hinlänglich bekannt. Kritischen Themen, denen wir uns im Direkthandel stellen müssen – ohne so genannte Gutmenschen-Romantik.

Kaffeeverarbeitungsanlage

Foto: Kaffeeverarbeitungsanlage in Kerala, Indien. ©Jörg Volkmann

Wertschöpfung beginnt für uns bei Qualität und deren Wertschätzung. Dabei scheint die Entwicklung von so genannten Microlot- und Single-Estate-Kaffees mit dem adretten Vorzeigefarmer vergleichsweise einfach – ist sie sicher nicht! Denn sie hat auch Vorbildfunktion für andere Bauern. Aber vielleicht ist das Mainstreaming, also der Tassen-, Öko- oder Lebensqualität eine breitere Basis zu geben, die noch größere Herausforderung! Denn Kooperativen umfassen unter Umständen mehrere Tausend Bauern mit allen ihren Stärken und Schwächen. Das erfordert viel Präsenz vor Ort, partnerschaftliche Arbeit und Kommunikation.

Ein Container voll mit einer 84-Punkte bewerteten Rohkaffeemischung von einer 2000-Mitglieder-Kooperative in Sidamo hat für mich mindestens den gleichen Stellenwert wie das 90Plus-Pacamara-Microlot von 60 Kilogramm von Eduardo aus Panama.

Klar – the sexy Story sells – aber wer unter Komplexität des Kaffees mehr als ein aufregendes Tassenprofil verstehen will, der sollte am Supermarkt um die Ecke vorbei laufen zum Direkt Trade Röster mit Ladenverkauf in der 3b-Lage und nachfragen – zu erzählen haben wir viel.

3 Kommentare
  • Nadine
    18 September, 2017

    Vielen Dank für das ausführliche Interview an Arne und Danke an Jörg für das Teilen dieses ganz persönlichen Zugangs.
    Besonders gut zusammengefasst ist die Arbeit und Idee von Roasters United in dem Satz: “Wertschöpfung beginnt für uns bei Qualität und deren Wertschätzung … Aber vielleicht ist das Mainstreaming, also der Tassen-, Öko- oder Lebensqualität eine breitere Basis zu geben, die noch größere Herausforderung!”

  • tobias
    20 September, 2017

    Noch eine Rösterei die ich nicht auf meiner Liste hatte!

    Dank dir bin ich auch auf die Flying Rosters aufmerksam geworden. Ebenfalls eine Rösterei mit 3b Lage. Eher 4f und dann noch im dritten Hinterhof. Aber für den Fire Finch hat sich die Reise durch die halbe Stadt gelohnt!

  • Richard
    29 September, 2017

    Das Interview ist interessant und liest sich auch gut.
    Die Realität sieht leider “etwas” anders aus.
    Alle paar Wochen, treffe ich mich mit meinen Kollegen. Einem davon gebe ich manchmal “ne Runde” 250g Kaffee aus. Er gibt mir dann dafür an diesem Tag zwei russische Wodka.
    Beim nächsten mal frage ich ihn dann, wie hat mein Kaffee geschmeckt. Die Antwort ist meist: “gut”. Der ist dann natürlich längst alle. Daraufhin kommt seine Frage ob ich schon den “Mona” Kaffee kenne. Gibts bei Kaufland kost irgend was von 3 Euro 50, der schmeckt ihm hervorragend. Damit ist das Thema erledigt und wir gehen zur Tagesordnung über.
    Da ist nichts von Wertschöpfungskette oder von Arbeitslohn oder Demut zu spüren.
    Das ist leider deutsche Alltagsrealität in den Köpfen der meisten Menschen.

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