Die Eureka Mignon Kaffeemühle im Test

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Eureka Mignon im Test: Wenn du meinen Einführungstext zum Thema Kaffeemühlen bereits gelesen hast, weißt du ja, dass ich ein Verfechter der Zwei-Kaffeemühlen-pro-Küche-Idee bin. Und dass so ein Gerät – ob nun für Espresso, French Press oder Filterkaffee – durchaus ein wenig mehr kosten sollte.

Espresso Kaffeemühle von Eureka

Eureka Mignon im Test: Wenn du meinen Einführungstext zum Thema Kaffeemühlen bereits gelesen hast, weißt du ja, dass ich ein Verfechter der Zwei-Kaffeemühlen-pro-Küche-Idee bin. Und dass so ein Gerät – ob nun für Espresso, French Press oder Filterkaffee – durchaus ein wenig mehr kosten sollte.

Die Eureka Mignon Espressomühle MCI mit Scheibenmahlwerk könnte dir vielleicht schon einmal über den Weg gelaufen sein, denn das Mittelklassegerät ist bei vielen Kaffeefans überaus beliebt – vor allem in der glänzenden Edelstahlversion. In meinem Testbericht erkläre ich dir, warum das so ist.

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Diese Mühle ist eine Investition wert – wenn du Espresso aus dem Siebträger liebst und es mit der Feineinstellung des Mahlgrads ganz genau nimmst.

Der erste Eindruck

Eureka ist eine italienische Firma, die sich auf Kaffee- bzw. Espressomühlen spezialisiert. Vielleicht ist das ein Grund dafür, warum die chromglänzende Mignon aussieht, als hätten eine Vespa aus den Fünfzigern und eine klassische Siebträgermaschine ein Kind bekommen:

Die kantige und klobige Gestalt ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, vor allem wenn du sie direkt mit der windschnittigen (und potentiell leichter zu reinigenden) Graef Kaffeemühle CM 800 oder ähnlichen Verwandten vergleichst.

Abgesehen davon, dass du sofort jeden Fingerabdruck siehst, wirkt die Eureka Mignon Espressomühle MCI aber überaus robust und steht dank Gummifüßen sicher auf der Oberfläche.

Auch das Gewicht verrät mir insgesamt, dass ich es hier mit einer anständigen Kaffeemühle zu tun haben könnte.

Eureka Mignon Kaffeemuehle Silber

Noch ein paar wichtige Details, die mir schon auf den ersten Blick aufgefallen sind:

  • Der Bohnenbehälter besteht aus Kunststoff und fasst 250 Gramm Bohnen. Das reicht für den Heimgebrauch.
  • Du kannst ihn mit einer Metallschiene verschließen und problemlos abnehmen.
  • Du kannst die Auflagegabel in zwei Positionen anbringen – perfekt für unterschiedlich geformte Siebträger.
  • Keine statische Aufladung, da der Ausgabeschacht aus Metall ist – so kommt die gesamte sorgfältig austarierte Kaffeemenge auch im Siebträger an.

Preislich liegt die Eureka bei Amazon aktuell bei rund 360 Euro. Das klingt natürlich viel und verweist die Eureka in der Bestsellerliste der Scheibenmühlen momentan auf Platz 9. Allerdings wird schon beim ersten Eindruck klar, dass du es hier nicht mit einem typischen Einsteigergerät zu tun hast.

Die gesamte Gestaltung und die vielen technischen Feinheiten, auf die ich gleich komme, machen die Eureka zu einem Gerät für „Heim-Profis“, die es mit der perfekten Kaffeemühle ernst meinen.
Das Mahlwerk

Viel wichtiger als jeder Look sind die inneren Werte. Die Eureka besitzt ein 50 mm Scheibenmahlwerk aus Stahl, was ich persönlich viel besser finde als Keramik. Warum das so ist, erkläre ich dir ausführlich in meinem Einführungsartikel zu Kaffeemühlen.

Den Mahlgrad kannst du über einen stufenlosen Drehknopf regulieren, der mit der üblichen (eher kryptischen) Einteilung von 0 bis 5 versehen ist.

Eureka Mignon Kaffeemuehle Mahlgrad

Falls du gerade erst in das Thema Kaffeemühlen einsteigst: Ein Scheibenmahlwerk zerkleinert die Bohnen zwischen zwei Scheiben, die du über die Einstellknöpfe enger zusammen oder weiter auseinanderrücken kannst.

Drehst du bei der Eureka Mignon Espressomühle MCI den Einstellknopf mit dem Uhrzeigersinn, wird das Mehl feiner, entgegen dem Uhrzeigersinn „schraubst“ du die Scheiben weiter auseinander und das Mehl wird gröber.

Geht es um die benötigte Kaffeemenge, hast du bei der Eureka zwei Möglichkeiten. Du kannst einen auf Profi machen und die optimale Mahl-Zeit (und damit Kaffeemenge) jedes Mal selbst abschätzen. Oder du drückst auf den seitlichen Knopf mit der Uhr und stellst den Timer einmal am Rädchen daneben optimal ein.

Eureka Mignon Kaffeemuehle Timer

Dann stoppt die Eureka automatisch, wenn die vorher eingestellte Zeit abgelaufen ist. Ansonsten stoppt das Mahlwerk erst, wenn du den Siebträger vom Kontaktpunkt am Ausgabeschacht nimmst.

Diese Wahlfreiheit macht die Eureka zumindest grundsätzlich zu einem spannenden Gerät für alle, die es mit den Feinheiten des perfekten Espresso überaus genau nehmen.

Mit dem seitlich angebrachten Timerknopf hat Eureka übrigens auf viele wütende Kundenstimmen reagiert, die beim Vorgängermodell kritisiert haben, dass sich der Knopf praktisch unerreichbar am Boden der Maschine befand. Du siehst also: Meckern hilft!

Noch ein Wort zum Mahlwerk selbst: Das arbeitet mit rund 1.350 Umdrehungen pro Minute, was übersetzt nichts Anderes heißt, als dass sich die Maschine Zeit lässt. Dadurch entsteht weniger Hitze und die flüchtigen Kaffeearomen bleiben, wo sie hingehören: im Kaffee.

Die Geschwindigkeit ist natürlich nichts für die gut besuchte Kaffeebar, aber für zuhause und deine frische Portion Kaffee reicht es allemal.

Die Eureka Mignon Espressomühle MCI im Einsatz

Bei der Eureka ist es wie bei allen Kaffeemühlen: Bevor du überhaupt das erste Mal anständige Ergebnisse erzielst, musst du eine Weile fummeln. Allerdings macht es dir die Eureka MCI auch überaus leicht, denn so eine stufenlose Mahlgradeinstellung ist wirklich etwas Feines.

Eureka Mignon Kaffeemuehle Espresso

Mit 73 Dezibel (laut Betriebsanleitung) gehört diese Maschine eher zu den leisen Vertretern ihrer Zunft und holt dich nicht mit Düsenjet-Geräuschen aus deinem morgendlichen Halbschlaf.

Ich habe mich einmal durch verschiedene Mahlgradeinstellungen und Mahl-Zeiten gearbeitet und kann dir Folgendes berichten:

  • Das Kaffeemehl wird homogen und ist damit vielen anderen Kaffeemühlen (im Einsteigerbereich) um eine Nasenlänge voraus.
  • Lediglich in der feinsten Einstellung sind manchmal kleine Klümpchen zu sehen. Das ist auf jeden Fall ein kleiner Minuspunkt.
  • Das Kaffeemehl landet fast vollständig im Siebträger, was in der Maschine „hängenbleibt“ ist verschwindend gering.
  • Allerdings musst du bei dem hoch angesetzten Auswurfschacht ein wenig darauf achten, dass das Kaffeemehl nicht auf dem Tisch landet.
  • Deine Einstellungen bleiben erhalten, wenn du den Bohnenbehälter abnimmst. Das ist klasse, weil niemand Lust hat, nach der Reinigung noch einmal von vorne zu beginnen.

All die (stufenlosen) Einstellungsmöglichkeiten der Eureka Mignon Espressomühle MCI haben allerdings einen entscheidenden Nachteil: Mal eben zwischen zwei Mahlgraden (etwa für Handfilter und Espressomaschine) wechseln ist nicht.

Eureka Mignon Kaffeemuehle Klumpen

Bis du nämlich deine vorherige Mahlgradeinstellung wiedergefunden hast, ist der Tag vorbei. Du könntest den Umweg über ein Vorher-Foto gehen, doch das patentierte Mahlwerk ist so fein, dass du wahrscheinlich dennoch nicht auf die vorherige Position zurückfinden würdest.

Dieses „Problem“ haben schon viele bemängelt und ein findiger User im Forum von „Kaffee-Netz“ hat sich einmal die Mühe gemacht, eine feinere Skala zum Ausdrucken und an den Drehknopf basteln anzufertigen. Clever!

Die Reinigung der Eureka

Vom einfach abzunehmenden Bohnenbehälter habe ich dir schon berichtet. Den zu säubern, ist also kein Problem. Auch das Innere der Maschine erreichst du leicht: Wenn der Bohnenbehälter abgenommen ist, musst du nur noch drei Schrauben entfernen, um ans Mahlwerk zu kommen.

Eureka Mignon Kaffeemuehle Bohnenbehaelter

Das größte Problem bei der verchromten Ausführung ist eigentlich nur, wie du die Fingerabdrücke von der Oberfläche fernhältst. Dieses Detail dürfte Ästheten in den Wahnsinn treiben, aber ich sehe das eher entspannt.

Fazit: Für wen eignet sich die Eureka Mignon Espressomühle MCI?

Meiner Einschätzung nach ist die Eureka Mignon Espressomühle MCI eine wirklich solide Maschine für alle Siebträgerfans. Denn in dieser Mahleinstellung kann die Mühle am meisten überzeugen. Für Handfilter oder French Press finde ich sie weniger optimal.

Toll für jede Espressomaschine

Eureka Mignon

Tolle Kaffeemühle für Espresso.

Sehr solide Verarbeitung

Kaum statische Aufladung

Homogenes Mahlgut

Schonendes Mahlen

Einfache Reinigung

Relativ teuer

Außerdem ist die Eureka in meinen Augen nicht dafür gedacht, die einzige Kaffeemühle in deiner Küche zu sein. Wenn du nämlich öfter zwischen verschiedenen Zubereitungsmethoden wechselst, macht dich die kleine Kantige irgendwann irre. Ich empfehle sie als Zweitmaschine.

Wenn du jetzt sagst „Fast 400 Euro für eine Zweitmaschine???“, dann kann ich diesen Einwand gut verstehen, doch musst du dir die zahlreichen Vorteile der Eureka vor Augen führen – die ihr einen Vorsprung gegenüber anderen Kaffeemühlen mit Scheibenmahlwerk verschaffen:

Vorteile

  • Sehr solide Verarbeitung
  • Kaum statische Aufladung
  • Homogenes Mahlgut
  • Schonendes Mahlen
  • Einfache Reinigung

Nachteile

  • Relativ teuer

Darum lautet mein Fazit: Die Eureka Mignon Espressomühle MCI ist für alle gedacht, die sich intensiv mit Kaffee zuhause beschäftigen und perfekt gemahlene Kaffeebohnen für ihre Siebträgermaschine suchen – und dafür auch bereit sind, sich entsprechendes Equipment zuzulegen.

Übrigens: Neben der Rancilio Silvia sieht die Eureka absolut klasse aus: Glanz zu Glanz, kantig zu kantig, die beiden wirken wie füreinander gemacht – nicht nur optisch. Die Eureka ist in jedem Fall meine Empfehlung für Mühlen bis 400 Euro. Hier findest du das aktuelle Angebot auf www.amazon.de und hier das von www.coffeecircle.de.

Hast du schon Erfahrungen mit der Eureka Mignon gesammelt oder hast noch Fragen? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar.

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