Kaffeevollautomat Saeco oder DeLonghi Test 2022: Das Duell der Italiener

Noch vor wenigen Jahren wäre ein Vergleich zwischen den Kaffeevollautomaten von DeLonghi und Kaffeeautomaten von Saeco völlig sinnlos gewesen. Die beiden Marken spielten weder beim Preis noch den Funktionen in derselben Liga:

Noch vor wenigen Jahren wäre ein Vergleich zwischen den Kaffeevollautomaten von DeLonghi und Kaffeeautomaten von Saeco völlig sinnlos gewesen. Die beiden Marken spielten weder beim Preis noch den Funktionen in derselben Liga:

DeLonghi war ausschließlich eine Lieblingsmarke für Einsteiger, Saeco bespielte das High-End-Segment unter dem Dach der Muttermarke Philips. Die beiden trafen sich im Kaffeevollautomaten Test also nie.

Seitdem Saeco jedoch aus seinem jahrelangen Winterschlaf erwacht ist und DeLonghi inzwischen mühelos in der Luxusklasse mitspielt, ergibt das Markenduell Sinn. Es ist zwar nicht so eindeutig und trennscharf wie etwa der Wettkampf von Jura und Nivona. Spannend wird es trotzdem.

Das kann ich nicht pauschal beantworten. Saeco Vollautomaten zielen vor allem auf eine kluge Bedienung mit schönen Ergebnissen in der Tasse. DeLonghi-Geräte stehen für ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis in jeder Klasse.

Wer viel Kaffee auf Knopfdruck und viele Einstellungsmöglichkeiten zu einem angemessenen Gerätepreis sucht, ist bei DeLonghi immer gut beraten.

Um Saeco war es lange Zeit sehr ruhig, bis sich die Hochwertigkeitsitaliener mit klasse Ideen rund um eine einfache Bedienung zurückgemeldet haben. Und das in gewohnt erstklassiger Verarbeitungsqualität. Super innovativ sind sie jedoch trotzdem nicht.

Im Grunde ja. Saeco ist die hochpreisigere Vollautomatenmarke unter dem Dach von Philips. Der Mutterkonzern selbst steht für Einsteigergeräte.

Saeco & DeLonghi im Vergleich: Markenimage, Preis & Kernzielgruppe

Wollen wir Saeco und DeLonghi nebeneinanderstellen, klappt das erst ab einem bestimmten Preis.

Während ihr bei DeLonghi mit dem ewigen Einsteiger-Testsieger DeLonghi Magnifica S ECAM 22.110.B schon ab unter 300 Euro zu Kaffee, Espresso und Milchschaum kommt, geht es bei Saeco derzeit erst mit dem Saeco GranAroma ab rund 700 Euro los.

Damit ist auch klar, wer jeweils als Kunde gemeint ist: Saeco sucht seine Zielgruppe in den Gewässern von Miele, Jura und Co. DeLonghi wildert fröhlich überall herum. Anders als Miele oder Jura wirkt Saeco trotz seiner Qualität nach meinem Geschmack zugänglicher.

Die Parameter für einen Markenvergleich sind nie ganz objektiv. Nach meinen Erfahrungen mit praktisch allen nennenswerten Maschinenserien beider Hersteller sieht meine generelle Bewertung so aus:

 DeLonghiSaeco
Design+++++
Einstellmöglichkeiten+++++
Verarbeitung+++++
Kaffee und Espresso++++++
Milchschaum++++++
Reinigung++++++
Innovationen++++
Preis-Leistungs-Verhältnis+++++

Wenn wir näher an die (aktuellen) Kaffeevollautomaten heranzoomen, können wir beide Hersteller nicht nur optisch, sondern auch funktionell auf Anhieb unterscheiden. Das sieht (unabhängig von Modell und Preis) so aus:

 DeLonghiSaeco
MahlwerkHauptsächlich Kegelmahlwerk aus Edelstahl
Scheibenmahlwerk aus Keramik
Elektronisches MahlwerkGrundsätzlich JaGrundsätzlich Nein
Mahlgradeinstellungen13 bis stufenlos12
Smartphone-AppGrundsätzlich JaGrundsätzlich Nein
KannenfunktionGrundsätzlich JaGrundsätzlich Nein
Anzahl KaffeerezepteBis 40Bis 22
MilchschaumsystemVon Dampflanze bis voll integriertCappuccinatore
Temperatur-EinstellungenKeine bis 5 Stufen3 Stufen
Kaffeestärke-Einstellungen5 Stufen5 Stufen
2-Tassen-FunktionGrundsätzlich ja (nicht immer mit Milch)Ja
KannenfunktionGrundsätzlich JaGrundsätzlich Ja
Herausnehmbare BrühgruppeJaJa

Auch wenn die Gegenüberstellung beider Kaffeevollautomaten-Hersteller aufgrund der begrenzten aktuellen Auswahl bei Saeco ein bisschen Äpfel-Birnen-Charakter hat, lassen sich klare Tendenzen ablesen.

Das gilt nicht zuletzt für die Bedienung der Geräte. Bei Saeco ist ein Touchscreen gern gesehen, aber zur App hatten sie schon immer eine klare Meinung: 

Solange der Benutzer zum Abholen seiner Tasse Kaffee in die Küche gehen und an den Vollautomat treten muss, ist eine App sinnlos. Ein buntes, großes TFT-Farbdisplay reicht. Ob mit oder ohne Touch.

Das wurde uns schon vor Jahren auf der IFA gesagt, als der ursprüngliche Saeco Xelsis als Flaggschiff vorgestellt wurde. 

Auch bei der Neuauflage Saeco Xelsis Suprema hat sich an dieser Einstellung nichts geändert – und deshalb ist der Touchscreen inzwischen auf Giganto-Maße angewachsen.

Dafür stehen Saeco Kaffeevollautomaten

  • Sehr hohe Benutzerfreundlichkeit
  • Viele Einstellmöglichkeiten
  • Klassischer Kaffeegeschmack und Milchschaum-Style
  • Einfache und gründliche Reinigung
  • „Neuheiten“ sind bisher Fortsetzung klassischer Serien
  • Qualität bei Verarbeitung und Design
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Es ist vielleicht noch ein bisschen früh, über die Auferstehung von Saeco zu urteilen. Denn die bisher wenigen Geräte aus der neuen Xelsis- und GranAroma-Reihe sind zwar sehr gut, aber finden aus einem Grund keinen eindeutigen Platz in der Bestenliste:

Sie sind eher eine Zweitverwertung älterer Erfolgsmaschinen. Der Xelsis Suprema ist ein klassischer Xelsis mit riesigem Display, der GranAroma ist ein geschrumpfter Xelsis für die neue Mittelklasse der Marke.

Gegen diese Art der Zweitverwertung habe ich überhaupt nichts, weil die Xelsis-Vorgänger meine Bohnen schon damals in sehr guten Kaffee und Latte Macchiato verwandelt haben.

Zudem müssen wir anerkennen, dass ihr früher keinen Saeco Vollautomat unter 1.000 Euro kaufen konntet. Das war von Philips bewusst so gewählt, weil die Mittel- und Einstiegsklasse ausschließlich von der Hauptmarke bespielt werden sollte.

Inzwischen scheint dem Unternehmen jedoch aufgegangen zu sein, dass ein 700-Euro-Gerät immer noch als hochwertig wahrgenommen wird und damit eine andere Klientel anspricht als eine Plastikbude.

Dafür stehen DeLonghi Kaffeevollautomaten

  • Extreme Maschinenvielfalt in jedem Preissegment
  • Meist überdurchschnittliche Leistung in Sachen Einstellungen
  • Stark schwankende Qualität zwischen den Serien
  • Schwankende Ergebnisse bei Kaffee, Espresso und Milchschaum
  • Intuitive Bedienung
  • Einfache Reinigung
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Im Gegensatz zu Saeco waren Kaffeevollautomaten von DeLonghi nie weg vom Markt. Im Gegenteil. Seit einigen Jahren haben diese Italiener eine krasse Maschinen-Offensive gestartet und bespielen nun nicht mehr nur das Einsteiger- und Mittelsegment.

Von Luxus hielt man hier lange Zeit nichts. Bis der DeLonghi Maestosa die 2.000 Euro-Schallmauer durchbrach und mit seinem doppelten elektronischen Mahlwerk für Furore sorgte.

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, bewies der DeLonghi PrimaDonna Soul, dass die Italiener nicht nur einen Ausreißer auf den Markt gebracht hatten. 

Die neue Liebe zu Hochwertigkeit und elektronischer Funktionalität sollte auch im gehobenen Segment ab 1.000 Euro etabliert werden. Das ist ihnen genauso gut gelungen wie der „Abstieg“ Saecos in die Mittelklasse.

Allerdings bleibt der Markenvergleich nicht ganz fair, weil DeLonghi nicht nur Vollautomaten zu jedem Preis, sondern auch Espressomaschinen, Hybridmaschinen, Latte-Macchiato-Gläser und flankierendes Kaffeezubehör herstellt. Saeco überlässt solche Dinge lieber Mama Philips.

Das können wir als Beliebigkeit oder einfach clevere Positionierung auf Seiten DeLonghis bewerten. 

Doch es zeigt sich dabei eben auch, dass viele Maschinen nicht unbedingt durchweg gute Maschinen bedeuten. 

Während Saeco stabil gute Ergebnisse einfährt, kommt es bei DeLonghi stark darauf an, welche Serie, welches Modell und sogar welche Auflage ihr euch anschaut.

Duell der Testsieger: Die besten Kaffeevollautomaten von Saeco & DeLonghi

Ursprünglich wollte ich in diesem Ratgeber die jeweils besten Geräte der beiden Marken einzeln vorstellen. Das ergibt jedoch nur wenig Sinn – schon deshalb, weil Saeco so wenige Vollautomaten im Angebot hat und erst ab einem bestimmten Preis mitspielt.

Stattdessen schauen wir uns lieber zwei gleichwertige Modelle in der Gegenüberstellung an. Ich gebe eine Empfehlung ab, welcher der beiden Kandidaten für einen bestimmten Anspruch an die Kaffeezubereitung bzw. Kaffee, Espresso und Milchschaum besser geeignet ist.

Kaffeevollautomaten ab 1.000 Euro: Saeco Xelsis Suprema gegen DeLonghi PrimaDonna Soul

Mit einem nahezu identischen Preis von um die 1.200 Euro geben der Saeco Xelsis Suprema und der DeLonghi PrimaDonna Soul ein perfektes Vergleichspaar ab. Zudem spielen beide Varianten hier ihre jeweilige Identität am besten aus:

DeLonghi liebt es innovativ, Saeco liebt es benutzerfreundlich.

Trotz klarer Unterschiede bleibt die Schnittmenge in diesem Duell hoch. Beide Geräte können sehr guten Kaffee, Espresso und Milchschaum auf Knopfdruck. Sie unterscheiden sich hauptsächlich darin, wie ihr an eure Getränke kommt und wie euch die Maschine dabei unterstützt.

Genauso eindeutig lässt sich das jeweils herausragendste Feature beider Kaffeevollautomaten identifizieren. Dieses Ausstattungsmerkmal ist nach meiner Ansicht einer der Hauptgründe, warum jeder Vollautomat eine absolute Daseinsberechtigung hat:

  • Der PrimaDonna Soul verfügt über ein elektronisches Mahlwerk
  • Der Xelsis Suprema besitzt einen gigantischen 7,8-Zoll-Touchscreen

Diese Gegenüberstellung ist ein bisschen witzig, weil ich im Testbericht zum PrimaDonna feststellen musste, dass mir sein Display etwas zu fipsig ist. Der Xelsis liefert in dieser Hinsicht natürlich volle Kanne ab.

Kommt es sonst nicht auf die Größe an, sehe ich bei der Bedienung einer Maschine ein Riesendisplay als genialen Vorteil an. 

Es macht Spaß, Kaffee, Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino einzustellen. Selbst halb verpennt oder ohne Brille findet ihr eure Getränke oder die Einstellung für die Kaffeetemperatur auf Anhieb.

Die Getränke überzeugen bei Kaffeestärke, Temperatur und Milchschaum in jeder Hinsicht. Mit seinem „einfachen Milchaufschäumer“ aus Schlauch und Milchbehälter beweist der Suprema außerdem, dass diese Milchschaum-Technologie derzeit die beste Idee für Milch ist.

Der DeLonghi Vollautomat bringt zwar weniger Displayzoll mit, dafür aber den Barista in mir zum Jubeln. 

Ein elektronisches Mahlwerk ist die perfekte Grundlage, um verschiedene Bohnensorten, Kaffeesorten mit unterschiedlichem Aroma und Experimente mit Milchschaum auszuprobieren.

Und zwar von der Couch aus. Ihr könnt eure Getränke bis in die Grundparameter einstellen – oder dem Gerät die Arbeit überlassen.

Die gehypte Bean Adapt Technology, die den Vollautomat automatisch auf bestimmte Kaffeebohnen einstellen soll, funktioniert in meinen Augen etwas merkwürdig. Aber die könnt ihr ignorieren und euch selbst an euren Cappuccino oder Espresso machen.

Die beiden Leistungsmonster sind jeweils für sich genommen auf jeden Fall eine Empfehlung. Allerdings müsst ihr euch bei zwei Details fragen, was euch bei einer Maschine wichtig ist. Denn der jeweils größte Nachteil fällt ebenso deutlich auf:

  • Der PrimaDonna Soul kann keine zwei Getränke mit Milchschaum gleichzeitig zubereiten
  • Der Xelsis Suprema besitzt keine Kannenfunktion

Für mich persönlich wiegt der PrimaDonna-Nachteil deutlich schwerer als das Xelsis-Manko. Auf der anderen Seite weiß ich, wie viele von euch ihren Kaffeevollautomaten auch mal als schnöde Kaffeemaschine missbrauchen wollen.

Auch wenn ich vom Saeco Xelsis Suprema schwer begeistert bin und das riesige Display als logische und kluge Entwicklung betrachte, geht der Punkt für mich am Ende an DeLonghi.

Ein elektronisches Mahlwerk ist nicht zu toppen – eben weil das Mahlen die erste und wichtigste Stellschraube für exzellenten Kaffee, Espresso oder Latte Macchiato ist. Nach den Kaffeebohnen, versteht sich.

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Kaffeevollautomaten um 700 Euro: Saeco GranAroma gegen DeLonghi Dinamica Plus

In der Preisklasse um 700 Euro stehen sich der Saeco GranAroma und der DeLonghi Dinamica Plus ebenfalls hervorragend gegenüber. Beide Modelle besitzen nämlich dieselbe Kernidentität: Sie sind die Fortführung eines sehr erfolgreichen Modell-Klassikers.

Der Dinamica Plus hat den ehemaligen Mittelklasseking Dinamica abgelöst, während der GranAroma von außen und innen aussieht wie die alte Saeco Xelsis Maschine (also ohne Suprema).

Grundsätzliche Unterschiede wie ein Scheiben- gegen ein Kegelmahlwerk und die mögliche Bedienung über App (oder nicht) fallen hier nicht besonders ins Gewicht.

Denn die beiden Kaffeevollautomaten erfüllen jeweils auf ihre Weise unsere Erwartungshaltung, die durch den Klassikerstatus der Vorgänger geschürt wird. Und sie besitzen dasselbe herausragende Feature:

  • Der DeLonghi Dinamica Plus macht (immer noch) exzellenten Milchschaum mit integriertem Milchbehälter
  • Der Saeco GranAroma macht (jetzt endlich) exzellenten Milchschaum mit Milchschlauch 

Der DeLonghi Cappuccino wird individueller, weil ihr den Schaum in Konsistenz, Menge und Mischung direkt im integrierten Milchschaumsystem bzw. am Milchbehälter regulieren könnt. Den notwendigen Espresso für einen Cappuccino oder Latte könnt ihr natürlich ebenso feinteilig an euren Geschmack anpassen.

Allerdings hat dieser einstellbare Milchbehälter schon aufgrund seiner Position an der Maschine einen entscheidenden Nachteil: Mit dem DeLonghi Dinamica Plus könnt ihr erneut keine zwei Milchgetränke gleichzeitig zubereiten.

Bei Saeco müsst ihr für euren Milchschaum dem Kaffeevollautomaten mit Cappuccinatore vertrauen, werdet aber sicher nicht enttäuscht. 

Zwei Cappuccino oder Latte Macchiato sind für ihn zudem kein Problem. Gehen wir nur nach der Milch, ist das Ergebnis aus dem Saeco Automat definitiv um ein, zwei Längen besser.

Beim größten Nachteil gehen die beiden Duellanten jeweils in eine andere Richtung. Auch hier müsst ihr entscheiden, was euch wichtiger ist:

  • Der DeLonghi Dinamica Plus wird bei Long Coffee etwas wässrig
  • Der Saeco GranAroma ist vergleichsweise laut

Auch der Saeco-Kaffee ist nicht hundertprozentig überragend, zumal er im Vergleich zum DeLonghi-Getränk einen Hauch kälter ist. Das laute(re) Mahlwerk stört mich aber deutlicher.

Vor allem, weil ich sowieso nie super verlängerten Kaffee auf Knopfdruck trinke und stattdessen lieber einen Espresso nach der Zubereitung mit Wasser verlängere. Mit diesem Tipp ist also die Lang-Kaffee-Problematik fast erledigt.

Insgesamt mag ich den Saeco GranAroma dennoch lieber als den Dinamica-Nachfolger. Das Gesamtpaket überzeugt mich im Preis-Leistungs-Verhältnis wesentlich mehr.

Obwohl es bei Bedienung, Reinigung und auch dem Geschmack von Espresso, Kaffee und Co kaum Unterschiede gibt, kommt hier ein bisschen Intuition im Umgang mit Automaten ins Spiel.

Ältere Kaffeevollautomaten von DeLonghi & Saeco: Kaufen, oder nicht?

Sowohl Saeco als auch DeLonghi können auf eine lange Liste altbekannter Vollautomaten zurückblicken. Noch vor wenigen Jahren dominierte Saeco meinen Kaffeevollautomaten Test mit illustren Klassikern wie Incanto, PicoBaristo oder eben der älteren Xelsis-Klasse.

Bei DeLonghi könnten wir bis zum Urschleim zurückgehen und würden Altmodelle en masse finden. Sie hier aufzuzählen, ist sinnlos. Immer wieder stellen wir uns dabei die Frage, ob nicht auch ein supergünstiger Altautomat für die Zubereitung von Kaffee und Cappuccino reicht.

Wie ich schließlich immer wieder sage: Kaffee auf Knopfdruck bleibt Kaffee auf Knopfdruck. 

Flankierende Dinge wie komplexe Reinigungsprogramme, eine Extra-Shot-Funktion oder ein vorprogrammierter Flat White sind nur dazu da, Neuauflagen zu rechtfertigen und bei Kunden das Gefühl zu erwecken, dass sie unbedingt ein Upgrade benötigen.

Folgen wir dieser Überzeugung, habe ich nichts dagegen, wenn ihr irgendwo einen älteren Saeco Automaten zum günstigen Preis findet. Hier stimmt die Qualität – insbesondere bei Varianten mit Edelstahl-Hülle. Ein älterer Saeco Xelsis oder ein PicoBaristo sind deshalb kein Problem.

Bei DeLonghi würde ich hingegen älteren Geräten nicht vertrauen. Hier hat es erst in den letzten Jahren einen deutlichen Qualitätssprung gegeben. 

Die einzige Ausnahme bildet erneut der DeLonghi Magnifica S ECAM 22.110.B. Er macht seit 2011 immer noch das, was er soll: günstigen Kaffee mit erstaunlich guten Ergebnissen.

Allen weiterhin guten Rezensionen zum Trotz solltet ihr euch dennoch zuerst bei neuen Geräten umschauen. Hier gehen die Preise schon nach kurzer Zeit deutlich runter. Und ihr holt euch die neueste Technologie für Kaffee und Milch auf Knopfdruck.

DeLonghi oder Saeco: Welche Marke von Kaffeevollautomaten ist die beste?

Nach dieser genaueren Betrachtung zweier starker Maschinenmarken komme ich einmal mehr zum Schluss, dass es fast egal ist, welcher Name auf einem Kandidaten in meinem Kaffeevollautomaten Test 2022 steht.

Keine der etablierten Marken macht durchgängig tolle oder durchgängig weniger tolle Automaten. Es kommt immer darauf an, was ihr von eurem Kaffee wollt, welche Ansprüche ihr an die individuelle Zubereitung habt und wie viel ihr bereit seid, dafür auszugeben.

Darum meine Frage an euch: Was erwartet ihr von einer Maschine und eurem Kaffeearoma? 

Achtet ihr auf Details wie die Reinigung der Brühgruppe oder doch eher auf den gesamten Brühprozess? Und wie steht ihr grundsätzlich zu meinen Erkenntnissen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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