Der Philips Senseo Milk Twister Milchaufschäumer im Test

Der Philips Senseo Milk Twister Milchaufschäumer im Test Ergebnis
Veröffentlichungsdat um: 7. März 2017 von 7

Letztes Update: 07.03.2017: Es wurde höchste Zeit, dass ich meinen Milchaufschäumer Test ausbaue und neue Geräte für euch begutachte. Denn offensichtlich interessiert euch das Thema brennend. Und gegen cremig-weichen-vollmundigen Milchschaum hat keiner etwas – gegen komplizierte Zubereitungsmethoden schon.

Milchschaum auf Knopfdruck versprechen allen automatischen Milchaufschäumer, die mit Induktion ans Werk gehen. Zu dieser Kategorie zählt auch der Philips Senseo Milk Twister, den ich euch hier genauer vorstelle.
Was es mit der Induktion auf sich hat, erfahrt ihr im Überblicksartikel.

Senseo Milchaufschäumer

Super Milchschaum, schön klein und leise im Betrieb.

Für den Milk Twister sowie den Nespresso Aeroccino 3 habe ich eine neue Unterkategorie aufgemacht: automatische Milchaufschäumer aus der Kompaktklasse. Im direkten Vergleich hat der Senseo meilenweit die Nase vorn und der Milchschaum selbst ist ein Musterbeispiel.

Das hätte ich gar nicht erwartet, denn Senseo ist (wie Nespresso) für mich der Inbegriff vom Verlust der Kaffeekultur. Aber das ist ein Thema für ein anderes Mal.

Der erste Eindruck

Wie auch der Aeroccino besteht der Milk Twister aus einem Sockel sowie einem Aufsatz, in den der Milchbehälter gleich integriert ist. Dadurch wird das Gerät sehr kompakt, doch hat der Milk Twister eine glatte Oberfläche.

Das ist beim Aeroccino besser gelöst, der mit seiner geriffelten Oberfläche angenehmer in der Hand liegt. Auch der Sockel ist hier etwas leichter und wirkt ein wenig weniger hochwertig.

Ich habe den Philips CA6500/60 Senseo Milk Twister am 3.Februar 2017 bestellt und dafür 59,99 Euro gezahlt. So viel kostet er aktuell bei Amazon immer noch.

Senseo Milk Twister

Auch das ist für ein Spezialgerät nicht gerade wenig, vor allem, wenn es so klein ist. Aber es ist wesentlich weniger als die rund 90 Euro, die ihr für den Aeroccino hinblättern müsst.

Am Milk Twister stört mich, dass die Rühreinheit nicht wie üblich als Aufsatzrädchen am Boden sitzt, sondern als Rührstab am Deckel hängt. Das ist erstens eine ziemlich wackelige Angelegenheit und droht zweitens aus Versehen mal abzubrechen.

Auch ist der Twister nicht ganz so kompakt wie sein Kollege, obwohl er auch nur magere 120 ml Milch schäumen kann. An dieser Stelle sei durchaus einmal die Frage erlaubt: Wer schäumt denn nur 120 ml? Einzelhaushalte vielleicht. Aber sobald Besuch kommt, wird’s schwierig.

So kommt das Gerät zuhause an

Die Vorbereitung

Auch wenn ich mich wiederhole: Reinigt zunächst immer den Milchaufschäumer einmal durch, damit ihr eventuelle Produktionsrückstände und Staub entfernen könnt. Glaubt mir: Tut ihr das nicht, schmeckt ihr das im Milchschaum sofort!

Schon bei der Vorreinigung ging mir der Rührstab ein wenig auf den Kranz, weil er einfach ein wenig zu instabil wirkt. Allerdings müsst ihr euch so keine Gedanken machen, wo der Aufsatz steckt und wie ihr ihn verwenden müsst. Der Milchbehälter ist jedenfalls rundum beschichtet.

Ich frage mich stark, woher Philips die Idee nimmt, 120 ml Milch wären ausreichend „für zwei Cappuccinos“?! Trauen Sie sich vielleicht nicht zuzugeben, dass ihnen ihr Prachtstück dann doch ein bisschen zu klein geraten ist?

Oder haben sie einfach keine Lust, „Flat White“ zu erklären? Sei’s drum. Zum Thema Cappuccino habe ich mich ja an anderer Stelle schon einmal intensiv ausgelassen.

Die Betriebsanleitung hält sich zunächst mit gut gemeinten (und meist falschen) Ratschlägen zur Milch zurück, weshalb ich wie immer zu meiner gekühlten, vollfetten Frischmilch gegriffen habe.

Nach etwas Suchen auf der Herstellerseite (und später im Fehlerbereich der Betriebsanleitung) habe ich aber den Hinweis gefunden, dass sowohl fettarme, als auch Vollmilch empfohlen wird. Aber Hauptsache Kuh. Naja.

Anderer Aufbau

Nur mit einem Knopf

Die Anwendung

Auch für den Milk Twister braucht ihr kein Ingenieurs-Diplom: Milch bis zur unteren (!) Max-Markierung einfüllen, Deckel drauf, kurz auf den Knopf drücken und sich dann um andere Dinge kümmern.

Der Twister ist ein wenig lauter als der Aeroccino, jedoch auch nicht übermäßig störend. Nach rund zwei Minuten schaltet auch dieses Gerät ab und der Milchschaum ist fertig. Und wie!

So schäumt er vor sich hin

Das Ergebnis

Ich musste ein bisschen lachen, als ich in der Betriebsanleitung auf das Problem „Es wurde nicht die gesamte Milch aufgeschäumt“ folgende Antwort las: „Das ist normal. Das Gerät schäumt nicht die gesamte Milch.“ Und dann kam noch was von wegen ausgeglichenes Verhältnis etc. pp.

Der Witz und der größte Vorteil des Senseo Twister ist nämlich gerade, dass sein Milchschaum komplett durchgeschäumt, vollkommen blasenfrei, cremig, fließfreudig und überhaupt perfekt ist.

Er ist schlichtweg der Hammer und kann sich mühelos mit dem Top-Ergebnis des Bodum Latteo messen.

Die Troubleshooting-Antwort müsste also wahrscheinlich lauten: Nimm anständige Milch, dann klappt das auch! Das Thermometer hat mir rund 70 Grad angezeigt, was ich absolut okay finde, doch persönlich bevorzuge ich ein wenig heißere Milch.

Sehr guter Milchschaum

Der Senseo Schäumer hat nicht überzeugt
Außerhalb der Wertung:

Was kann der Philips Senseo Milk Twister noch?

Wo der Nespresso Aeroccino mit einer ziemlich begrenzten Funktionalität „glänzt“, will der Senseo Milk Twister Boden gut machen: Er kann ebenfalls 240 ml Milch erwärmen, doch müsst ihr dafür den Spiralring vom Rührstab abfummeln. Das steht etwas versteckt in der Betriebsanleitung.

Zusätzlich könnt ihr die Milch kalt aufschäumen. Wofür auch immer. Denn von wirklichem Milchschaum, der seinen Namen verdient, kann bei niedrigen Temperaturen kaum die Rede sein. Ein bisschen Fluff kriegt ihr damit aber problemlos hin.

Auch sollten die Hersteller in ihrem eigenen Interesse ihre Käuferschaft mal langsam darauf hinweisen, dass nicht nur Kuhmilch schäumbar ist, sondern auch viele pflanzliche Alternativen hervorragend funktionieren.

Hafer? Check. Soja? Doppel-Check. Reis? Nee. Dinkel? Okay.

Die Reinigung

Philips erlaubt euch, den Deckel nebst Rührstab in die Spülmaschine zu legen, was natürlich prima ist, um Milchrückstände aus den Windungen zu entfernen. Der Behälter an sich muss aber per Hand gereinigt werden und ihr müsst Acht geben, dass die Bodenkontakte und der Knopf nicht mit Wasser in Berührung kommen.

Das ist ein ganz klarer Nachteil der kompakten automatischen Milchschäumer, obwohl die beiden bisher getesteten Geräte dank einer hervorragenden Beschichtung leicht sauber zu kriegen sind und sowieso keine Rückstände im Gerät kleben bleiben.

Die Reinigung ist einfach

Mein Fazit: Für wen eignet sich der automatische Milchaufschäumer Philips Senseo Milk Twister?

Ich bleibe dabei: Nespresso, Senseo und Co. sind ein Zeichen dafür, was in der Kaffeewelt schiefläuft. Und auch ihre Ergänzungsprodukte zur Kapselmaschine namens Milchaufschäumer sind mit Vorsicht zu genießen.

Der Philips Senseo Milk Twister ist etwas größer als der Nespresso, ein wenig weniger hochwertig und auch lauter. Aber die Vorteilsliste liest sich ähnlich:

  • kompakt
  • leise
  • leicht zu bedienen
  • leicht zu reinigen (von Hand) plus spülmaschinenfeste Teile
  • optisch ansprechend

Hinzu kommen ein weitaus geringerer Preis sowie das kleine Sensatiönchen namens Milchschaum, dass der Milk Twister entgegen der eigentlichen Herstellerangaben (!) produzieren kann.

Senseo Milchaufschäumer

Super Milchschaum, schön klein und leise im Betrieb.

Wir könnten jetzt herzhaft darüber diskutieren, ob es sich überhaupt lohnt, Geld in eine Mini-Portion perfekten Schaums zu investieren, wenn man beim Reinigen auch noch aufpassen muss. Aber das ist nun mal die Crux der Gerätekategorie an sich.

Darum lautet mein Fazit: wenn schon, dann den Milk Twister. Andere Milchschäumer sind aber genauso gut und günstiger. Oder sogar noch besser.

Der neue Testsieger bei den Milchaufschäumern

Wie seht ihr das? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

7 Kommentare
  • Claudia
    6 Juni, 2017

    Hallo, danke für den Test.
    Könnten Sie bitte den:
    Arendo – Milchaufschäumer automatisch | milk frother | Neues Modell 2017 / STRIX Controller | 2-Tasten für Warm- und Kaltaufschäumen | Überhitzungsschutz durch automatische Abschaltfunktion | 365-435W | antihaftbeschichtet | 360° Basisstation | schwarz, bei Amazon im Vergleich zum Philips testen.

    Dann weiss ich welches Modell für mich das richtige ist.

    Bitte um Mitteilung, wenn getestet.
    Danke

  • Claudia
    16 September, 2017

    Danke für den Test. Habe mich dank Euch für den richtigen Aufschäumer von Senseo entschieden. Mehr Schaum kann man nicht erwarten. Einfach Klasse. Danke nochmal.

  • Arne
    16 September, 2017

    Hallo Claudia, das freu uns sehr. Viel Spaß beim Schaumschlagen 😉

  • Marko
    12 November, 2017

    Hallo Arne,

    Kann man damit auch einen Latte Macchiato zubereiten? Also reicht die Füllmenge aus für ein „Normales“ Latte Glas?
    Und wie sieht es mit schichten aus? Setzt sich da unten auch ein wenig Milch ab oder besteht hinterher die komplette Masse aus Schaum?

    Gruß
    Marko

  • Marko
    15 November, 2017

    „Das Thermometer hat mir rund 70 Grad angezeigt, was ich absolut okay finde, doch persönlich bevorzuge ich ein wenig heißere Milch.“

    Und ich dachte du magst es eher NICHT so heiß ? ^^

  • Uta
    5 Dezember, 2017

    Hallo ist der Philips da 6502/65 ein neueres Modell? Ist es auch schon getestet?

  • Sascha
    11 März, 2018

    Jungs, Jungs, Jungs. Im Testvideo erzählt Ihr noch, dass der Sense viel leiser ist als der Nespresso. Okay, ich bin dann mal wieder weg. Bye.

Ich freue mich über deinen Kommentar

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