Die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS im Test

Die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS im Test Ergebnis

Mich erreichen immer wieder Anfragen dazu, ob es Espressomaschinen gibt, die auch für Anfänger geeignet sind, dabei aber weitestgehend über die Begrenzungen handelsüblicher Kaffeevollautomaten hinweg gehen.

Oder anders gesagt: Viele von euch suchen Maschinen, die wie frisch aus der Kaffeebar gefallen aussehen, aber nicht erst ein Barista-Diplom verlangen. Und ja, die gibt es. Ein ziemlich guter Kandidat für den Titel tolle Anfänger-Espressomaschine ist die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS.

Zwar deutet der Name darauf hin, dass es sich hierbei um ein Profigerät handeln könnte, aber der Praxistest, die Ausstattung und auch der Preis sagen etwas anderes.

Dieser Testbericht steht daher ganz unter dem Motto: Wie kriege ich als Anfänger tollen Espresso (und Latte und Cappuccino) hin und was macht die Maschine anders als Profi-Geräte?

Ich habe sie am 9. April 2017 bei www.amazon.de für 614€ gekauft.

Die Gastroback 42612 im Test

Testüberblick – Kaufempfehlung für Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS?

Der Name Gastroback ist jedem ein Begriff, der in seinem Leben schon einmal irgendetwas mit der professionellen Gastronomie zu tun hatte. Allerdings umweht das Profi-Sortiment eher der Hauch von Imbiss und Großküche.

Andererseits hat sich Gastroback bequem im Consumer-Markt eingerichtet und will Geräte bieten, die professionelle Ansprüche in die heimische Küche holen. Genau in diese Kerbe schlägt die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS.

Auf den ersten Blick wirkt sie tatsächlich hochprofessionell, mit all den Rädchen, Einstellungen und Skalen, die ihr von der Siebträgermaschine aus der Bar um die Ecke kennt. Beim genaueren Hinsehen macht sie allerdings viel mehr von selbst, als es ein echter Siebträger-Vertreter tun würde.

Knöpfe für die Einstellung

Das beginnt schon beim eingebauten Mahlwerk oder dem angeschlossenen Tamper. Wollten wir fies sein, könnten wir sagen, dass die Gastroback 42612 ein Vollautomat ist, der nur so tut, als sei er eine Siebträgermaschine.

Dagegen spricht definitiv nichts, ihr müsst euch nur darüber klar sein, dass die Leistung bei einem solchen Kombigerät am Ende immer irgendwo Abstriche macht und dass es im E-Fall fast unmöglich ist, einzelne Bestandteile kostengünstig auszutauschen. Ist eins kaputt, ist alles kaputt.

Andererseits zeigt euch die Gastroback 42612 sehr gut, welche Handgriffe und Schritte vonnöten sind, um einen brauchbaren Espresso zu ziehen. Das Gerät ist also quasi die perfekte Einstiegshilfe in die Welt der echten Kaffeekunst à la Italiano.

Dabei ist der Preis für das, was ihr bekommt, absolut gerechtfertigt und gerade kleine kluge Details, wie zwei Siebversionen oder ein Milchkännchen mit Temperaturanzeige, machen euch das Leben als angehender Home-Barista sehr viel leichter.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von euch mit dieser Maschine sehr glücklich und sie lange benutzen werden. Ich weiß aber auch, dass ihr mit fortschreitender Erfahrung irgendwann in Richtung „echte“ Siebträger schielen werdet.

Nun wäre natürlich die Frage, ob diese Investition für ein „Schnupper-Gerät“ sein muss. Aber ich gehe stark davon aus, dass niemand von euch diese Maschine für höchstens einen Monat benutzt und sich dann umentscheidet. Wir reden hier eher von Jahren.

Und sollte es dann soweit sein, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Gastroback 42612 ob ihrer hochwertigen Verarbeitung bei guter Pflege einen sehr anständigen Wiederverkaufswert hätte. Und dann steht der echten Kaffeebar zuhause nichts mehr im Weg.

Fassen wir also kurz zusammen:

Die Gastroback 42612 ist ein Kauftipp für Anfänger, die den Übergang zwischen Vollautomat und Siebträgermaschine sehr gut hinkriegt, dabei jedoch in den letzten Stufen zur Professionalität Abstriche macht.

Dazu noch einmal die Vor- und Nachteile im Überblick.

Vorteile Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

  • Sehr einfache Bedienung
  • Sehr schickes Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Viele Lern- und Einstellmöglichkeiten für Espresso
  • Durchdachtes Zubehör/Details
  • Gute Brühergebnisse
  • Guter Milchschaum

Nachteile Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

  • Mühle könnte besser sein
  • Kombigerät mit den üblichen Beschränkungen

Der erste Nachteil ergibt sich aus dem zweiten, denn Kombi heißt stets Kompromiss. Allerdings schafft es die Gastroback 42612, diese Kompromisse möglichst gering zu halten. Und das ist schon einmal eine echte Leistung.

Die Ausstattung der Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

Normalerweise besprechen wir das Zubehör bei Vollautomaten oder Siebträgermaschinen eher in Nebensätzen. Bei der Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS ist es aber ziemlich interessant, weil es genau zeigt, warum Anfänger an der Maschine Freude haben werden. Zum Lieferumfang gehören:

  • Milchkännchen 500 ml mit Temperaturanzeige
  • Tamper mit Magnethalterung direkt an der Maschine
  •  „The Razor“ – ein Kärtchen, um das Kaffeepulver im Siebträger anständig plan zu kriegen.
  • Double-Floor Siebe für Einzel- und Doppelportion und normale Siebe.
  • Abnehmbarer 2 Liter-Tank

Was Double-Floor Siebe sind und warum sie wirklich für Anfänger gedacht sind, besprechen wir später noch einmal ausführlich.

Die 4 Siebe

Siebe Unterseite

Das Razor-Kärtchen ist irgendwie Blödsinn bzw. unnötig, stört aber auch nicht weiter. Ein anständiger Barista würde sich ganz sicher auch nicht mit dem Temperatur-Kännchen erwischen lassen, sondern Milchschaum nach Gefühl oder mit echtem Thermometer machen.

Karte zu Abstreifen

Verpackung zu Karte

Der Tamper als wichtiges Zubehör für die perfekte Extraktion ist erfreulich hochwertig, obwohl er – da er neben der Freihandnutzung auch in der Halterung halten muss – nicht ganz so schwer und kompakt ist, wie ich es für richtig halte. Aber dass er überhaupt am Start ist, ist auf jeden Fall ein dicker Pluspunkt.

Tamper mit Magent

Tamper in der Hand

Ein abnehmbarer Wassertank ist natürlich eines der offensichtlichsten Merkmale für eine Kombi- bzw. Home-Maschine. Zwei Liter sind schon eine Hausnummer, zumal der Tank von hinten entnommen und dort auch wieder eingesetzt werden muss.

Wassertank

Schwapperei ist da mehr als möglich und bei Espressomaschinen, die nicht gerade in einem Vielkaffeetrinker-Haushalt stehen, kann es bei dieser Füllmenge schneller passieren, dass ihr an das wichtige Detail „stets frisches Wasser verwenden“ nicht denkt.

Allerdings verbraucht die Gastroback diese 2 Liter ziemlich fix – zum Spülen, für den Kaffee, für Milchschaum etc. Das bemängeln manche, ich finde es gut, weil es für die Hygiene spricht.

Technische Daten und Überblick über die Bauteile

KategorieEintrag
HerstellerGastroback
Name42612 S Design Espresso Advanced Pro GS
ArtSiebträgermaschine mit eingebautem Kegelmahlwerk
TypEinkreiser mit Thermoblock
Anzahl Mahlstufen18
MaßeB x T x H: 310 x 300 x 405 mm
Wasserfilter
Milchaufschäumdüse
Temperatureinstellung
Vorbrühfunktion
Heißwasserfunktion
Volumen Bohnenbehälter
250 g
Maximaler Pumpendruck
15 Bar
Gewicht10,4 kg
Wassertank2 l

Schaut man sich all diese Daten an, bestätigt die Maschine auch in ihren technischen Werten, dass sie ziemlich anspruchsvoll zwischen Anfänger-Vollautomaten-Anmutung und Profi-Einstellungen schwankt. Werfen wir also einen genauen Blick auf die Komponenten und Funktionen.
Temperaturkontrolle

Erster Hinweis darauf, dass es die Gastroback 42612 S mit dem perfekten Kaffee ernst meint, ist der sogenannte PID-Regler an der aktiv beheizten Brühgruppe.
Im Grunde heißt das nur, dass eine Kontrolleinheit direkt am Brühkopf permanent die Temperatur überwacht, damit der perfekte Espresso aus dem Siebträger laufen kann.

Außerdem habt ihr die Möglichkeit, die Wassertemperatur in 1 bis 2-Grad-Schritten zwischen 86 und 96 Grad Celsius zu verstellen, was euch dem optimalen Espresso nach und nach näherbringen sollte. So eine Feineinstellung gibt es bei blutigen Einsteigergeräten sonst nicht. Die Voreinstellung ist allerdings schon ziemlich gut für den Anfang.

Auch wird der Kaffee vorgebrüht, was heißt, dass das Kaffeemehl zunächst angefeuchtet wird, bevor es an die Extraktion geht. Auch das ist ein Detail, dass wir sonst nicht überall im Einsteigersegment finden.

Das Mahlwerk der Gastroback 42612 S

Dieses Bauteil ist eigentlich der Kern der ganzen Maschine bzw. das wichtigste Argument für den Kauf. Denn mit dem 18-stufigen Kegelmahlwerk, dessen Ausgabe direkt an der Front neben dem Siebträger liegt, spart ihr euch einen Zwischenschritt und natürlich ein extra Gerät.

Das Einstellen der Stufen funktioniert sehr einfach und gut beschriftet über einen Drehschalter und hier sollten Anfänger zunächst mit der feinsten Stufe beginnen und sich langsam in Richtung perfekte Extraktion tasten.

Mahlwerk

Wie immer bei solchen Einsteigergeräten bin ich davon ausgegangen, dass die Maschine mit ultrafeinen Einstellungen ein wenig Probleme hat. Hier zeigt die Gastroback auch eindeutig ihre Grenzen, denn so richtig fein mahlt sie selbst in den kleinsten Einstellungen nicht.

Mahlwerk Rad zum Einstellen

Daran könnt ihr, zumindest mit dem Gerät selbst, nichts ändern. Auf Dauer problematisch bzw. nervig dürfte auch sein, dass sich Mühle und Brühgruppe bzw. Maschine direkt nebeneinander befinden.

Denn obwohl der Kontaktschalter-Ausgabeschacht durchaus präzise arbeitet, geht im Alltag doch gern einmal Pulver daneben und das setzt sich dann in der Mischung mit Wasser gerne überall dort ab, wo ihr es nicht gebrauchen könnt.

Zwar solltet ihr die Auffangschale sowieso täglich reinigen, aber die Chance, dass das jedes Mal eine kleine Sauerei wird, steigen mit dieser Bauweise erheblich.

Schön ist, dass ihr die Möglichkeit habt, komplett manuell die Mahlmenge zu bestimmen oder über ein Rädchen eine Menge voreinzustellen. Auch das zeugt von professionellen Ansprüchen für eine experimentierfreudige Klientel.

Noch ein Wort zum Bohnenbehälter: Der ist mit 250 Gramm Füllmenge auf etwa 30 Shots ausgerichtet, was für einen größeren Haushalt sehr gut ist. Bei kleineren Haushalten solltet ihr diese Füllmenge nie ganz ausreizen, sondern lieber einmal öfter nachfüllen.

Milchschäumdüse und Heißwasser

Bei der Schäumdüse gibt sich die Gastroback 42612 S mehr als Mühe, einen professionellen Eindruck zu machen. Sie kommt ohne Anfängerschnickschnack aus, ist 360 Grad schwenkbar und baut an ihrer Spitze sauberen Wasserdruck auf, sodass der Wirbel im Kännchen gleichmäßig ist.

Die Heißwasserdüse ist extra gelagert (sehr schön!) und kann wie die Schäumdüse über einen Drehschalter an der Maschinenseite angewählt werden. Allerdings sitzt sie ganz schön hoch, weshalb ihr eure Hände immer in Sicherheit bringen solltet, damit ihr keine unvermeidlichen Wasserspritzer abkriegt.

Milchschaum Lanze

Siebträger und Siebe

Kommen wir zu den ominösen Double-Floor-Sieben, die bei der Gastroback 42612 S zum Lieferumfang gehören. Über diese habe ich bereits ausführlich im Test der DeLonghi EC 680 geschrieben.

Siebträger

Auslauf des Siebträgers

Der doppelte Boden dieser Anfänger-Siebe sorgt dafür, dass der Espresso auf der einen Seite durch viele Löcher reinläuft in die Tasse aber nur über ein Loch gelangt. Das hat den Vorteil, dass sich selbst bei fehlerhaften Voreinstellungen immer noch eine anständige Crema bildet.

Oder anders gesagt: Eurer Espresso wird in den meisten Fällen überzeugend schmecken, auch wenn geschulte Gaumen die „Sieb-Schummelei“ tatsächlich bemerken werden.

Sobald ihr euch sicherer fühlt, solltet ihr also zu den einbödigen Sieben wechseln, bei denen ihr mehr Kontrolle über die Feinheiten habt, ohne dass die Maschine „schummelt“.

Der Siebträger ist erfreulich hochwertig und lässt sich auch (nach den ersten Versuchen) recht leicht passgenau in die Halterung setzen.

Jeder Gastro-Mensch weiß, dass dieser Arbeitssschritt am Anfang der Karriere ziemlich häufig für kleine „Kaffee-Explosionen“ sorgen kann, weil der Siebträger nicht richtig sitzt. Das dürfte euch hier nur in wirklichen Ausnahmefällen passieren.

Leider gibt es in dem Siebträge ein Kunstoffinlay. Das muss eigentlich nicht sein!

Leider mit Kunststoff

Wassertank und Wasserfilter

Zum Wassertank mit 2 Liter Inhalt habe ich mich schon ausgelassen, will aber an dieser Stelle erwähnen, dass die Gastroback 42612 S einen sehr guten Wasserfilter mitbringt, den man bei blutigen Anfängergeräten ebenfalls nicht findet.

Das Bedienfeld und die Programmierung

In Sachen Programmierung gibt es eigentlich fast nichts, was ihr an der Gastroback 42612 S nicht verändern könntet. Und das ist sehr professionell. Andererseits kommt ihr auch gut über die Geschmacksrunden, wenn ihr nur den Mahlgrad verstellt, die richtige Kaffeemenge (Single oder Double Shot) auswählt und gut.

Ihr könnt drei individuelle Einstellungen speichern und alles was wichtig ist, wird auf dem Bedienfeld an der Front sehr übersichtlich und eindeutig festgehalten. Nur, wenn ihr Feineinstellungen an einzelnen Komponenten vornehmen wollt, müsst ihr unbedingt in die Betriebsanleitung schauen.

Das geht nämlich nur über ganz bestimmte Tastenkombinationen. Allerdings könnt ihr die optimale Kaffeemenge für Single oder Double Shots zu Beginn wirklich leicht festhalten.

Richtig interessant ist das Druckmanometer an der Front, also die Anzeige, die euch den aktuellen Druck am Brühkopf angibt. Dieses Detail ist eine perfekte visuelle Hilfe auf dem Weg zur Barista-Meisterschaft, denn hier seht ihr sofort, ob eure Voreinstellungen im Zusammenspiel im grünen oder roten Bereich arbeiten.

Ebenfalls erwähnenswert sind die diversen Lämpchen und Felder, mit denen sich die Gastroback bemerkbar macht, wenn sie gereinigt oder leert werden will. Das tut sie erfreulich häufig und erfreulich eindeutig und zeigt euch durch Blinken an, welche Schritte ihr als nächstes unternehmen müsst.

Die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS im Einsatz

Eigentlich haben wir mit dem Überblick über die Komponenten und Funktionen bereits geklärt, dass die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS im Einsatz eine praktisch idiotensichere Figur macht.

Ich empfehle euch auf jeden Fall, erst einmal mit billigen Espressobohnen anzufangen und euch mehrere Durchgänge anhand der Betriebsanleitung zu gönnen.

Die ist nämlich ein ziemlich hervorragendes Lehrbuch in Sachen Barista-Qualitäten und ihr könnt vieles, was ihr hier lernt, später auch fast Eins zu eins für professionelle Siebträgermaschinen anwenden.

Wer damit schon Erfahrung hat, wird sich an der Maschine praktisch sofort zurecht finden – was ebenfalls für sie spricht. Im Einsatz sind mir noch einige Dinge aufgefallen, die ich bisher nicht erwähnt habe.

Lautstärke und Betriebssicherheit

Die Lautstärke bzw. meine Meckerei dazu resultiert eigentlich aus der Rumpelei des Mahlwerks, das ob seiner Kegel-Edelstahl-Bauweise natürlich nicht zu den leisesten Vertretern seiner Zunft gehört.

Dafür ist das 10-Kilo Gerät sehr standfest und selbst bei Arbeitsschritten wie dem Tampen an der Maschine (was ich nur aus Testgründen gemacht habe, normalerweise arbeite ich freihändig mit dem Tamper), ruckelt nichts rum.

Milchschäumen mit der Gastroback 42612 S

Das macht an dieser Düse richtig Spaß! Zwar ist der Druck auch hier eher Home-Barista-Niveau, aber durch die freie Beweglichkeit und das sinnvolle Kännchen könnt ihr sehr schnell Erfolge produzieren und sogar Latte Art-fähigen Schaum hinkriegen.

Pitcher für den Milchschaum mit Temperatur-Anzeige

Durch den Gummigriff verringert ihr die Verbrennungsgefahr erheblich. Dennoch gibt es hier eine Kleinigkeit zu meckern – mal wieder aus Profisicht.

Das abschließende „Flashen“ der Milchdüse, bei dem ihr Milchreste durch erneutes, kurzes Anstellen aus der Lanze spült, kann hier aufgrund des mangelnden Platzes an der Front nur wirklich ordentlich in einen Lappen erfolgen. Bei anderen Maschinen könntet ihr auch gefahrlos in die Auffangrinne flashen.

Milchschaum mit Temperatur-Kontrolle

Immer im grünen Bereich

Und schon habt ihr Milchschaum

Hier lauft ihr Gefahr, entweder euren Kaffee einzusauen oder gleich die ganze Maschine. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

Schöner Milchschaum

Kaffeebezug

Letztendlich kommt es ja wirklich nur darauf an, was die Maschine an schwarzen Koffeinköstlichkeiten produziert. Und hier gibt es durchaus viele Pluspunkte, die jedoch auch ein dickes Aber mitbringen:

  • Sobald ihr die einwandigen Siebe verwendet und sehr genau auf die Details eines guten Espresso achtet, zeigen sich die Grenzen der Gastroback. Denn eine mittelmäßige Mühle macht sehr viele Bemühungen um die Wassertemperatur und Dosierung etc. wieder zunichte.
  • Wer beide Augen zudrückt, kommt auch mit den meisten Werkseinstellungen gut zurecht, aber die Wassermenge sollte, wie immer, unbedingt verringert, die Dosis unbedingt erhöht werden.

Im Grunde ist die Gastroback 42612 S wie eine typische Systemkamera: Wer damit nur im Automatikmodus fotografiert, kriegt auch nur mittelmäßige Bilder wie aus der Kompakt-Knipse. Im Profimodus kann man zwar viele Probleme ausgleichen, aber auch nicht die gleichen Ergebnisse erwarten wie bei einer echten und teuren SLR mit Knaller-Objektiven und Super-Bildsensor.

Kaffeemahlen für den Espresso

Tempern für einen schönen Puck

Espressobezug bewundern

Espresso aus der Gastroback

Reinigung der Gastroback 42612 S

Sagen wir es, wie es ist: Wenn eure Gastroback 42612 S nicht mehr so arbeitet, wie sie soll, weil sie dreckig ist, seid ihr in den meisten Fällen selbst schuld. Denn an Reinigungszubehör, -einstellungsmöglichkeiten und Reinigungsprogrammen mangelt es hier nun wirklich nicht.

Richtig praktisch ist, dass ihr den unvermeidlichen Gummieinsatz für den Siebträger, den Inbusschlüssel und den Pinsel sowie das Popel-Bürstchen für die kleinen Löcher immer griffbereit in einem eigenen Fach an der Maschine verstauen könnt.

Beim Wasserfilter könnt ihr die Wechselintervalle nach unten regeln und solltet das auch immer tun. Auch an das Mahlwerk kommt ihr ziemlich einfach, auch wenn ich persönlich (als erfahrener Maschinenbastler!) hier stets ein bisschen tiefer gehe, als die Betriebsanleitung vorsieht.

Ersatzteile für die Reinigung

Eine Siebträgermaschine, vor allem als Kombigerät, sollte sowieso immer umsichtiger und mit den richtigen Reinigungsmitteln gereinigt werden als mancher Vollautomat. Das liegt einfach in der Natur der vielen verschiedenen Windungen und Funktionen, die hier auf engstem Raum zusammen spielen müssen.

Wichtig ist, dass ihr täglich die Auffangschale nebst Tresterbehälter reinigt. Auch solltet ihr bei der Milchdüse nicht mehr als einen Tag warten, um diese über Nacht einzuweichen.

Denn Milch wird noch schneller schlecht und keimig als Kaffee. Mit dem schon erwähnten Flashen schafft ihr nur das Gröbste.

Das klingt aufwendiger als es ist, sobald ihr darin Routine habt, dauert die Reinigung der Gastroback 42612 S auch nicht länger, als wenn ihr einen Teller abspült (naja, nicht ganz).

Apropos spülen: Je mehr ihr das auch am Brühkopf tut, desto besser. Auch hier wird kurz geflasht, am besten vor und nach jedem Brühvorgang.

Eine Kleinigkeit beim Thema Reinigung sollten wir auch nicht vergessen: Ihr habt euch die Gastroback 42612 S sicher auch gekauft, weil sie so schön Edelstahl-retromäßig aussieht. Und darauf sieht man leider jeden Fingerabdruck. Polieren ist also angesagt!

Und noch ein kleiner Hinweis: Kein einziger Bestandteil dieser Maschine hat in meinen Augen etwas in der Spülmaschine zu suchen, auch wenn sich das etwa beim Siebträger oder den Sieben nicht sofort erschließt. Siebträgermaschinen sind Handarbeitsgeräte!

Leider darf das Milchkännchen wegen der beknackten Temperaturanzeige auch nicht in den Spüler.

Reinigung nicht vergessen, sonst brennt die Milch an.

Fazit zur Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

Kurz gesagt bin ich von der Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS ziemlich begeistert – wenn auch nicht vollständig.

Ich halte sie für ein Top-Gerät für Anfänger in Sachen Espresso und Siebträger, finde aber, dass sie die Grenzen ihrer Kombi-Natur ziemlich bald erreicht, wenn ihr euch intensiver mit den einzelnen Komponenten eines perfekten Espresso auseinandersetzt.

Latte Test durch Barista Arne

Will heißen: Hätte sich der Hersteller das eingebaute Mahlwerk gespart und stattdessen lieber mehr auf die Funktionalität geachtet, hätte diese Maschine durchaus das Zeug, auch professionelle Ansprüche zu erfüllen.

Ich weiß aber auch, dass viele von euch sie gerade deswegen mögen werden, weil sie eben alles auf einmal liefert – und das in nicht unerheblichen Maße. Dafür ist auch der Preis gerechtfertigt. Ich habe sie am 9. April 2017 bei www.amazon.de für 614€ gekauft.

So kompakt wie hier kommt ihr bei der üblichen Kombination aus Siebträgermaschine und extra Kaffeemühle natürlich nicht immer weg. Doch finde ich diese Kombination tatsächlich um Meilen besser – eben weil ihr keine Kompromisse eingeht.

Das geht aber wieder ins Geld, wie wir an meinem Alternativvorschlag sehen: Die überaus schnuckelige Rancilio Silvia ist als kompaktes, ebenso einfach zu bedienendes Gerät für einen Preis in der Gegend von 500 Euro zu haben.

Dazu empfehle ich (fast immer) die Eureka Mignon Kaffeemühle, die leider auch mit rund 350 Euro zu Buche schlägt, dafür aber echte Top-Qualität liefert.

Gemeinsam sind diese beiden Geräte auch nicht wesentlich platzfressender als die Gastroback 42612 S, sehen noch einen Zacken toller aus und konzentrieren sich jeweils ganz darauf, in ihrem Arbeitsfeld perfekte Ergebnisse zu liefern.

Nichtsdestotrotz ist die Gastroback 42612 S ein empfehlenswertes Gerät, wenn sie euch sowieso schon ins Auge gefallen ist. Wer von euch aber jetzt schon weiß, dass seine Ansprüche an Kaffee irgendwann steigen werden, sollte von Anfang an eher in Richtung meiner Alternativen denken.

Denn sonst kauft ihr garantiert doppelt. Es bleibt also dabei, was ich bereits weiter oben sagte: Die Gastroback 42612 S ist die Systemkamera unter den Siebträgermaschinen. Mit allem, was an Vor- und Nachteilen hinter diesem Vergleich steht.

Lasst mich wissen, ob ich euch noch mehr erklären kann oder ob ihr selbst schon Erfahrungen mit der Gastroback 42612 S gesammelt habt – auf in die Kommentarliste!

20 Kommentare
  • Christopher Janko
    7 Juli, 2017

    Danke für den tollen Test
    Die Mahlsteine sind von Jura.
    Ich habe in meiner Gastroback einfach die v5 Mahlsteine eingebaut, auf feinster stufe ist es jetzt zu fein.
    Stufe 9 ist perfekt
    Gruß
    Chris

  • Michael
    7 Juli, 2017

    Vielen Dank für die Bewertung!!
    Ich zähle mich definitiv zur potentiellen Zielgruppe dieser Maschine. Vor ein paar Jahren bekam ich eine gebrauchte saeco odea go geschenkt, mit der ich seitdem meinen Doppio trinke. Mit einem ROK Espresso Maker ” übe ” ich ab und zu mal in puncto Siebträger(chen). Kaffee mahle ich per Hand und bereite ihn in der aeropress oder per hario Filter zu.
    Spricht eigentlich alles für das Zünden der nächsten Stufe… Von der Rancilio silva las ich auch schon, als Siebträger -Einsteiger zögerte ich bisher aber.
    Also: Nochmal Danke für die gute Entscheidungshilfe!

  • Andreas
    27 August, 2017

    Hallo Chris,
    Welche Mahlsteine genau hast du genommen? Hast du mal eine Artikelnummer bzw Bezugsquelle für mich? Danke dir….
    Btw. Es gibt im Kaffee-netz Forum eine klasse Anleitung wie man mit wenig Aufwand die Mahlsteine ‘justiert’ und dadurch feiner mahlen kann 😉
    LG
    Andy

  • Matthias
    31 August, 2017

    Hallo Arne,
    wie sieht es denn mit der Vorbereitungszeit der Maschine aus. Wie lange muss ich warten, bis ich Espresso ziehen kann?
    Gruß Matthias

  • Martin Donhauser
    17 September, 2017

    Hallo,
    Ein wahnsinnig guter Test und Beschreibung.
    Ich werde mir die Maschine holen.

    Eine Frage als blutiger Anfänger hätte ich:
    Kann ich einen Americano auch machen?

    Ich meine vor allem ob die Maschine “alltagstauglich” für “nicht-Esspressojunkies” ist?
    Wenn man mal einfach guten Kaffee möchte?

    Nochmal ich bin Anfänger!
    Danke
    Martin

  • Werner Henssen
    27 September, 2017

    Wirklich ein sehr ausführlicher und ansprechender Test. Dennoch fehlen mir ein paar nicht ganz unwesentliche Informationen:
    1. Wie oben gefragt: wie lange dauert es bis die Maschine aufgeheitzt ist? Oder mit anderen Worten: arbeitet die Maschine mit einem Thermoblock, der recht schnell aufheizt oder hat diie Maschine einen Wasserkessel der erst etwas länger aufgehitzt werden muss?
    2. Im Prinzip gleiches Thema: Wie sieht es aus mit der Dampferzeugung? Kann ich jederzeit sofort Dampf produzieren oder muss ich den Kessel erst hochheizen und iwe lange dauert das dann gegebenenfalls?

    Antwort an Martin:
    Für den Americano bitte erst die Tasse zu zweidrittel mit HEISSEM Wasser füllen und dann den Espresso oben drauf laufen lassen…

    LG Werner

  • Mike
    14 Oktober, 2017

    Hallo Chris, der Bericht ist schon klasse, nur die ganz diffizilen Daten bleiben in meinem Fall aus. Du hast das Mahlwerk modifiziert, und ein V5 Mahlstein verbaut. Jura ist wohl die Firma. Und diese Mahlsteine von Jura sind in der Gastroback verbaut ? Oder meinst Du, die besseren V5 Mahlsteine sollten verbaut werden ?? Dank im voraus, Gruß Mike

  • Yasmin
    19 Oktober, 2017

    Vielen Dank für diesen super Bericht 🙂

    Ich hätte noch eine Frage.
    Man hört dauernd nur Espresso. Kann die Maschine nur Espressi machen? oder kann man die Wassermenge so einstellen das man auch einen Kaffee daraus machen kann?

  • Sebastian
    21 Oktober, 2017

    Hallo,

    vielen Dank für den Beitrag. Mich interessiert ebenfalls wie Yasmin, wie gut diese Maschine auch für den alltäglichen Kaffee ist. Letzten Endes müsste doch ein Kaffee wie beim Vollautomaten ebenso zu erzeugen sein oder? Längere Durchlaufet, mehr Wasser etc. Macht eine Siebträger für normale Kaffeetrinker dann immer noch Sinn, weil bessere Quali etc.? Würde mich über eine Antwort von euch Profis freuen!

    Gruß
    Sebastian

  • Mike
    25 Oktober, 2017

    Nochmals ich, in Sachen Mahlwerk V5 von Jura. Andreas und Chris, ich benötige Hilfe, da ich ebenso ei feineres Mahlwerk verbauen möchte. Danke und Gruß Mike

  • Mattes
    5 November, 2017

    Danke für den ausführlichen Bericht. Habe mir die Maschine letztendlich auch gekauft und nenne sie seit drei Tagen mein Eigen.
    Aufgeheizt ist sie dank Thermoblock in unter drei Minuten, braucht somit nicht länger als mein Jura Vollautomat.
    Die Voreinstellungen liefern einen mittelmäßigen Caffe, also muss dort noch nachjustiert werden.
    Von Latteart bin ich noch Lichtjahre entfernt, aber Milchschaum funktioniert eigentlich schon recht ordentlich.
    Caffe american schmeckt auch ordentlich und kann zügig zubereitet werden.
    Alles in allem bin ich bisher mehr als begeistert!

  • Stefan
    25 November, 2017

    Hi lieber Arne!

    Wir üblich ein wirklich toller, informativer und umfangreicher Test! Vielen, vielen Dank dafür!!

    Ich hab mir aufgrund deiner Empfehlung vor ca. einem halben Jahr eine Graef CM800 geholt und dazu den Delonghi Siebträger, den du auch im Test hattest. Mittlerweile würde ich doch recht gern den nächsten Schritt gehen. Die Gastroback gibt es nämlich auch ohne Mahlwerk zu kaufen.

    Hast du den Siebträger auch mal mit Pulver aus einer ordentlichen Kaffeemühle befeuert? Taugt das was? Oder würdest da eher empfehlen, zur Rancilla zu greifen?

    Lg

    Stefan

  • Claus Kruse
    26 Dezember, 2017

    Hallo,
    ich habe die gleiche Frage wie Andreas.

    Eine Frage als blutiger Anfänger hätte ich:
    Kann ich einen Americano auch machen?

    Ich meine vor allem ob die Maschine “alltagstauglich” für “nicht-Esspressojunkies” ist?
    Wenn man mal einfach guten Kaffee möchte?

    Ich bin auch Anfänger!
    Danke
    Claus

  • Paul
    6 Januar, 2018

    Meine Meinung, ist Chinaschrott auf Profidesign getrimmt. Ein PID Regler für einen Thermoblock zu verbauen entzieht sich meiner Logik. Das ist doch nur bei einem Kessel sinnvoll um die Temperatur möglichst schnell nachzuregeln. Zwingend bei der Maschine ist vor dem eigentlichen Bezug einen Leerbezug zu machen, um Siebträger und Brühkopf auf Temperatur zu bringen.

    Wenn man aus einer Siebträgermaschine, bei korrektem Mahlgrad, einen grossen Kaffee beziehen möchte, bleibt einem nur der Umweg über einen Americano. Espresso verlängert mit der doppelten Menge Wasser, sonst wird das Pulver überextrahiert. Folge wäre verbrannter Geschmack. Vollautomaten umgehen das durch den wesentlich gröberen Mahlgrad.

    Für das selbe Geld bekommt man eine schöne, kleine Lelit mit separater Mühle, eine Silvia oder eine Gaggia Classic. Bei etwas Pflege, ist mit so einer Maschine kein Hexenwerk, halten die bestimmt 15 Jahre und mehr.

    MfG Paul

  • Sven
    16 Januar, 2018

    Hallo,

    was ist denn ganz konkret mit folgender Aussage gemeint:

    „Wer beide Augen zudrückt, kommt auch mit den meisten Werkseinstellungen gut zurecht, aber die Wassermenge sollte, wie immer, unbedingt verringert, die Dosis unbedingt erhöht werden.“

    Werde daraus irgendwie nicht schlau. Meint das, dass man statt der werkseitigen 30ml auf 25ml Wassermenge gehen sollte und somit die Dosis von Kaffee erhöht?

    Danke und Gruß

  • Christoph
    2 Februar, 2018

    Guten Tag!

    Vielen Dank für diesen wirklich ausführlichen und übersichtlichen Test.

    Besitze diese Maschine jetzt selber knapp ein Jahr, und konnte damit gute Erfahrungen sammeln. Da es meine erste Siebträgermaschine ist habe ich jetzt keinen vergleich zu hochwertigeren Mühlen, aber bis jetzt gab es noch keine Bohne, die nicht fein genug gemahlen werden konnte. 🙂

    Mit hochwertigen Bohnen vom lokalen Röster reicht sogar Mahlgrad 11-13.
    Bin vom Geschmack restlos begeistert. 🙂

    Liebe Grüße

    Christoph

  • Michael
    23 März, 2018

    Könnte man nicht einfach das kleinere Modell also die Gastroback 42611 kaufen und dazu eine eigene Mühle?
    Welcher Siebträger ist denn besser: Die Gastroback oder die Rancilio?
    Oftmals liest man auch von der Delongi Dedica. Evtl. könnte man mal die Delongi, die Rancilio und die Gastroback vergleichen?

    Gar nicht so einfach sich für eine Maschine zu entscheiden, wenn das Budget begrenzt ist 😀

    LG

  • Arne
    23 März, 2018

    Hallo Michael, die Rancilio Silvia ist halt ein richtiger massiver Siebträger. Mit einer ordentlich Kaffeemühle ist der schon ein Traum 🙂 Auf jeden fall besser als die Gastroback 42611 plus Mühle. Beste Grüße, Arne

  • Markus
    18 Mai, 2018

    Hallo zusammen,

    ich habe leider mit der Gastroback eher schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte mir das Gerät vor ca. 4 Jahren zugelegt. Kann sein, dass das noch ein Vorgängermodell war, am Design, an den Einstellmöglichkeiten und am Zusatzequipment hat sich aber auf jeden Fall nichts geändert, außer dass es damals noch ein einfaches Edelstahl-Milchkännchen war.
    Zu Beginn war ich auch sehr zufrieden mit dem Gerät. Die Einstellmöglichkeiten haben sich sehr leicht erschlossen und nach einigen Experimenten konnte man wirklich guten Kaffee produzieren.
    Aber nach ca. einem Jahr fingen dann leider schon die Macken an. Als erstes hat das Einstellrädchen für den Mahlgrad den Geist aufgegeben und lief leer durch. Glücklicherweise war die Einstellung auf einem brauchbaren Grad, dass ich die Mühle weiterbenutzen konnte.
    Kurze Zeit später konnte die Maschine den Wasserdruck nicht mehr aufrecht halten und es kam nur noch ein Rinnsal einer schwarzen Brühe heraus. Da habe ich das Gerät eingeschickt. Nach knapp 1,5 Monaten kam es dann zurück und sollte wieder funktionieren. Das tat es auch – für genau zwei Tassen. Dann hatte es wieder das gleiche Problem. Also habe ich es wieder eingeschickt. Nach wiederum etwa 6 Wochen habe ich dann ein Ersatzgerät bekommen und hatte wieder die Hoffnung auf guten Kaffee. Aber auch bei diesem neuen Gerät lief bald wieder das Rädchen für den Mahlgrad leer und auch die Kaffeemenge ließ sich bald nicht mehr regulieren und es kam immer zu viel Pulver, das vom Siebträger in der Menge auch nicht aufgefangen werden konnte. Dann habe ich halt wieder meine alte Mühle ausgegraben und von Hand gemahlen. Der Brühteil funktionierte ja.
    Das Ende vom Lied war dann, dass leider kurz nach Ablauf der Garantiezeit die Elektronik ausgefallen ist und sich das Gerät nicht mehr einschalten ließ. Nachdem der Händler fürs Einschicken dann einen unverschämten Preis verlangt hat, habe ich das Gerät einem befreundeten Elektrobastler gegeben, der aber auch sehr schnell aufgegeben hat, nachdem er festgestellt hat, dass man erstmal die komplette Maschine in fast alle seine Bestandteile zerlegen muss, um innen überhaupt in die Nähe der Schalter zu kommen. Das war dann der Punkt, an dem ich das Gerät aufgegeben habe. In der Summe war in meinem Fall das Preis-Leistungsverhältnis mit Maschinenkosten von über 1€ pro Tasse nicht in Ordnung.
    Schade! Das Konzept und die Möglichkeiten des Geräts sind gut, aber – zumindest in meinem Fall – spielte die Qualität / Verarbeitung nicht mit! Da sollte vielleicht im Artikel der Satz “…und dass es im E-Fall fast unmöglich ist, einzelne Bestandteile kostengünstig auszutauschen. Ist eins kaputt, ist alles kaputt.” noch mehr betont werden!

  • Romina
    26 Mai, 2018

    Hallo,

    Wo könnte ich eine solche Maschine mal testen?

    Viele Grüße

    Romina

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