Die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS im Test

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Mich erreichen immer wieder Anfragen dazu, ob es Espressomaschinen gibt, die auch für Anfänger geeignet sind, dabei aber weitestgehend über die Begrenzungen handelsüblicher Kaffeevollautomaten hinweg gehen.

Gastroback 42612 im Barista Test

Mich erreichen immer wieder Anfragen dazu, ob es Espressomaschinen gibt, die auch für Anfänger geeignet sind, dabei aber weitestgehend über die Begrenzungen handelsüblicher Kaffeevollautomaten hinweg gehen.

Oder anders gesagt: Viele von euch suchen Maschinen, die wie frisch aus der Kaffeebar gefallen aussehen, aber nicht erst ein Barista-Diplom verlangen. Und ja, die gibt es. Ein ziemlich guter Kandidat für den Titel tolle Anfänger-Espressomaschine ist die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS.

Jetzt neu auf Coffeeness die Sage Oracle Touch im Test.

Zwar deutet der Name darauf hin, dass es sich hierbei um ein Profigerät handeln könnte, aber der Praxistest, die Ausstattung und auch der Preis sagen etwas anderes.

Dieser Testbericht steht daher ganz unter dem Motto: Wie kriege ich als Anfänger tollen Espresso (und Latte und Cappuccino) hin und was macht die Maschine anders als Profi-Geräte?

Ich habe sie am 9. April 2017 bei www.amazon.de für 614€ gekauft.

Die Gastroback 42612 im Test

Testüberblick – Kaufempfehlung für Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS?

Der Name Gastroback ist jedem ein Begriff, der in seinem Leben schon einmal irgendetwas mit der professionellen Gastronomie zu tun hatte. Allerdings umweht das Profi-Sortiment eher der Hauch von Imbiss und Großküche.

Andererseits hat sich Gastroback bequem im Consumer-Markt eingerichtet und will Geräte bieten, die professionelle Ansprüche in die heimische Küche holen. Genau in diese Kerbe schlägt die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS.

Auf den ersten Blick wirkt sie tatsächlich hochprofessionell, mit all den Rädchen, Einstellungen und Skalen, die ihr von der Siebträgermaschine aus der Bar um die Ecke kennt. Beim genaueren Hinsehen macht sie allerdings viel mehr von selbst, als es ein echter Siebträger-Vertreter tun würde.

Knöpfe für die Einstellung

Das beginnt schon beim eingebauten Mahlwerk oder dem angeschlossenen Tamper. Wollten wir fies sein, könnten wir sagen, dass die Gastroback 42612 ein Vollautomat ist, der nur so tut, als sei er eine Siebträgermaschine.

Dagegen spricht definitiv nichts, ihr müsst euch nur darüber klar sein, dass die Leistung bei einem solchen Kombigerät am Ende immer irgendwo Abstriche macht und dass es im E-Fall fast unmöglich ist, einzelne Bestandteile kostengünstig auszutauschen. Ist eins kaputt, ist alles kaputt.

Andererseits zeigt euch die Gastroback 42612 sehr gut, welche Handgriffe und Schritte vonnöten sind, um einen brauchbaren Espresso zu ziehen. Das Gerät ist also quasi die perfekte Einstiegshilfe in die Welt der echten Kaffeekunst à la Italiano.

Dabei ist der Preis für das, was ihr bekommt, absolut gerechtfertigt und gerade kleine kluge Details, wie zwei Siebversionen oder ein Milchkännchen mit Temperaturanzeige, machen euch das Leben als angehender Home-Barista sehr viel leichter.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von euch mit dieser Maschine sehr glücklich und sie lange benutzen werden. Ich weiß aber auch, dass ihr mit fortschreitender Erfahrung irgendwann in Richtung „echte“ Siebträger schielen werdet.

Nun wäre natürlich die Frage, ob diese Investition für ein „Schnupper-Gerät“ sein muss. Aber ich gehe stark davon aus, dass niemand von euch diese Maschine für höchstens einen Monat benutzt und sich dann umentscheidet. Wir reden hier eher von Jahren.

Und sollte es dann soweit sein, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Gastroback 42612 ob ihrer hochwertigen Verarbeitung bei guter Pflege einen sehr anständigen Wiederverkaufswert hätte. Und dann steht der echten Kaffeebar zuhause nichts mehr im Weg.

Fassen wir also kurz zusammen:

Die Gastroback 42612 ist ein Kauftipp für Anfänger, die den Übergang zwischen Vollautomat und Siebträgermaschine sehr gut hinkriegt, dabei jedoch in den letzten Stufen zur Professionalität Abstriche macht.

Dazu noch einmal die Vor- und Nachteile im Überblick.

Vorteile Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

  • Sehr einfache Bedienung
  • Sehr schickes Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Viele Lern- und Einstellmöglichkeiten für Espresso
  • Durchdachtes Zubehör/Details
  • Gute Brühergebnisse
  • Guter Milchschaum

Nachteile Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

  • Mühle könnte besser sein
  • Kombigerät mit den üblichen Beschränkungen

Der erste Nachteil ergibt sich aus dem zweiten, denn Kombi heißt stets Kompromiss. Allerdings schafft es die Gastroback 42612, diese Kompromisse möglichst gering zu halten. Und das ist schon einmal eine echte Leistung.

Die Ausstattung der Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

Normalerweise besprechen wir das Zubehör bei Vollautomaten oder Siebträgermaschinen eher in Nebensätzen. Bei der Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS ist es aber ziemlich interessant, weil es genau zeigt, warum Anfänger an der Maschine Freude haben werden. Zum Lieferumfang gehören:

  • Milchkännchen 500 ml mit Temperaturanzeige
  • Tamper mit Magnethalterung direkt an der Maschine
  •  „The Razor“ – ein Kärtchen, um das Kaffeepulver im Siebträger anständig plan zu kriegen.
  • Double-Floor Siebe für Einzel- und Doppelportion und normale Siebe.
  • Abnehmbarer 2 Liter-Tank

Was Double-Floor Siebe sind und warum sie wirklich für Anfänger gedacht sind, besprechen wir später noch einmal ausführlich.

Die 4 Siebe

Siebe Unterseite

Das Razor-Kärtchen ist irgendwie Blödsinn bzw. unnötig, stört aber auch nicht weiter. Ein anständiger Barista würde sich ganz sicher auch nicht mit dem Temperatur-Kännchen erwischen lassen, sondern Milchschaum nach Gefühl oder mit echtem Thermometer machen.

Karte zu Abstreifen

Verpackung zu Karte

Der Tamper als wichtiges Zubehör für die perfekte Extraktion ist erfreulich hochwertig, obwohl er – da er neben der Freihandnutzung auch in der Halterung halten muss – nicht ganz so schwer und kompakt ist, wie ich es für richtig halte. Aber dass er überhaupt am Start ist, ist auf jeden Fall ein dicker Pluspunkt.

Tamper mit Magent

Tamper in der Hand

Ein abnehmbarer Wassertank ist natürlich eines der offensichtlichsten Merkmale für eine Kombi- bzw. Home-Maschine. Zwei Liter sind schon eine Hausnummer, zumal der Tank von hinten entnommen und dort auch wieder eingesetzt werden muss.

Wassertank

Schwapperei ist da mehr als möglich und bei Espressomaschinen, die nicht gerade in einem Vielkaffeetrinker-Haushalt stehen, kann es bei dieser Füllmenge schneller passieren, dass ihr an das wichtige Detail „stets frisches Wasser verwenden“ nicht denkt.

Allerdings verbraucht die Gastroback diese 2 Liter ziemlich fix – zum Spülen, für den Kaffee, für Milchschaum etc. Das bemängeln manche, ich finde es gut, weil es für die Hygiene spricht.

Technische Daten und Überblick über die Bauteile

KategorieEintrag
HerstellerGastroback
Name42612 S Design Espresso Advanced Pro GS
ArtSiebträgermaschine mit eingebautem Kegelmahlwerk
TypEinkreiser mit Thermoblock
Anzahl Mahlstufen18
MaßeB x T x H: 310 x 300 x 405 mm
Wasserfilter
Milchaufschäumdüse
Temperatureinstellung
Vorbrühfunktion
Heißwasserfunktion
Volumen Bohnenbehälter
250 g
Maximaler Pumpendruck
15 Bar
Gewicht10,4 kg
Wassertank2 l

Schaut man sich all diese Daten an, bestätigt die Maschine auch in ihren technischen Werten, dass sie ziemlich anspruchsvoll zwischen Anfänger-Vollautomaten-Anmutung und Profi-Einstellungen schwankt. Werfen wir also einen genauen Blick auf die Komponenten und Funktionen.
Temperaturkontrolle

Erster Hinweis darauf, dass es die Gastroback 42612 S mit dem perfekten Kaffee ernst meint, ist der sogenannte PID-Regler an der aktiv beheizten Brühgruppe.
Im Grunde heißt das nur, dass eine Kontrolleinheit direkt am Brühkopf permanent die Temperatur überwacht, damit der perfekte Espresso aus dem Siebträger laufen kann.

Außerdem habt ihr die Möglichkeit, die Wassertemperatur in 1 bis 2-Grad-Schritten zwischen 86 und 96 Grad Celsius zu verstellen, was euch dem optimalen Espresso nach und nach näherbringen sollte. So eine Feineinstellung gibt es bei blutigen Einsteigergeräten sonst nicht. Die Voreinstellung ist allerdings schon ziemlich gut für den Anfang.

Auch wird der Kaffee vorgebrüht, was heißt, dass das Kaffeemehl zunächst angefeuchtet wird, bevor es an die Extraktion geht. Auch das ist ein Detail, dass wir sonst nicht überall im Einsteigersegment finden.

Das Mahlwerk der Gastroback 42612 S

Dieses Bauteil ist eigentlich der Kern der ganzen Maschine bzw. das wichtigste Argument für den Kauf. Denn mit dem 18-stufigen Kegelmahlwerk, dessen Ausgabe direkt an der Front neben dem Siebträger liegt, spart ihr euch einen Zwischenschritt und natürlich ein extra Gerät.

Das Einstellen der Stufen funktioniert sehr einfach und gut beschriftet über einen Drehschalter und hier sollten Anfänger zunächst mit der feinsten Stufe beginnen und sich langsam in Richtung perfekte Extraktion tasten.

Mahlwerk

Wie immer bei solchen Einsteigergeräten bin ich davon ausgegangen, dass die Maschine mit ultrafeinen Einstellungen ein wenig Probleme hat. Hier zeigt die Gastroback auch eindeutig ihre Grenzen, denn so richtig fein mahlt sie selbst in den kleinsten Einstellungen nicht.

Mahlwerk Rad zum Einstellen

Daran könnt ihr, zumindest mit dem Gerät selbst, nichts ändern. Auf Dauer problematisch bzw. nervig dürfte auch sein, dass sich Mühle und Brühgruppe bzw. Maschine direkt nebeneinander befinden.

Denn obwohl der Kontaktschalter-Ausgabeschacht durchaus präzise arbeitet, geht im Alltag doch gern einmal Pulver daneben und das setzt sich dann in der Mischung mit Wasser gerne überall dort ab, wo ihr es nicht gebrauchen könnt.

Zwar solltet ihr die Auffangschale sowieso täglich reinigen, aber die Chance, dass das jedes Mal eine kleine Sauerei wird, steigen mit dieser Bauweise erheblich.

Schön ist, dass ihr die Möglichkeit habt, komplett manuell die Mahlmenge zu bestimmen oder über ein Rädchen eine Menge voreinzustellen. Auch das zeugt von professionellen Ansprüchen für eine experimentierfreudige Klientel.

Noch ein Wort zum Bohnenbehälter: Der ist mit 250 Gramm Füllmenge auf etwa 30 Shots ausgerichtet, was für einen größeren Haushalt sehr gut ist. Bei kleineren Haushalten solltet ihr diese Füllmenge nie ganz ausreizen, sondern lieber einmal öfter nachfüllen.

Milchschäumdüse und Heißwasser

Bei der Schäumdüse gibt sich die Gastroback 42612 S mehr als Mühe, einen professionellen Eindruck zu machen. Sie kommt ohne Anfängerschnickschnack aus, ist 360 Grad schwenkbar und baut an ihrer Spitze sauberen Wasserdruck auf, sodass der Wirbel im Kännchen gleichmäßig ist.

Die Heißwasserdüse ist extra gelagert (sehr schön!) und kann wie die Schäumdüse über einen Drehschalter an der Maschinenseite angewählt werden. Allerdings sitzt sie ganz schön hoch, weshalb ihr eure Hände immer in Sicherheit bringen solltet, damit ihr keine unvermeidlichen Wasserspritzer abkriegt.

Milchschaum Lanze

Siebträger und Siebe

Kommen wir zu den ominösen Double-Floor-Sieben, die bei der Gastroback 42612 S zum Lieferumfang gehören. Über diese habe ich bereits ausführlich im Test der DeLonghi EC 685 geschrieben.

Siebträger

Auslauf des Siebträgers

Der doppelte Boden dieser Anfänger-Siebe sorgt dafür, dass der Espresso auf der einen Seite durch viele Löcher reinläuft in die Tasse aber nur über ein Loch gelangt. Das hat den Vorteil, dass sich selbst bei fehlerhaften Voreinstellungen immer noch eine anständige Crema bildet.

Oder anders gesagt: Eurer Espresso wird in den meisten Fällen überzeugend schmecken, auch wenn geschulte Gaumen die „Sieb-Schummelei“ tatsächlich bemerken werden.

Sobald ihr euch sicherer fühlt, solltet ihr also zu den einbödigen Sieben wechseln, bei denen ihr mehr Kontrolle über die Feinheiten habt, ohne dass die Maschine „schummelt“.

Der Siebträger ist erfreulich hochwertig und lässt sich auch (nach den ersten Versuchen) recht leicht passgenau in die Halterung setzen.

Jeder Gastro-Mensch weiß, dass dieser Arbeitssschritt am Anfang der Karriere ziemlich häufig für kleine „Kaffee-Explosionen“ sorgen kann, weil der Siebträger nicht richtig sitzt. Das dürfte euch hier nur in wirklichen Ausnahmefällen passieren.

Leider gibt es in dem Siebträge ein Kunstoffinlay. Das muss eigentlich nicht sein!

Leider mit Kunststoff

Wassertank und Wasserfilter

Zum Wassertank mit 2 Liter Inhalt habe ich mich schon ausgelassen, will aber an dieser Stelle erwähnen, dass die Gastroback 42612 S einen sehr guten Wasserfilter mitbringt, den man bei blutigen Anfängergeräten ebenfalls nicht findet.

Das Bedienfeld und die Programmierung

In Sachen Programmierung gibt es eigentlich fast nichts, was ihr an der Gastroback 42612 S nicht verändern könntet. Und das ist sehr professionell. Andererseits kommt ihr auch gut über die Geschmacksrunden, wenn ihr nur den Mahlgrad verstellt, die richtige Kaffeemenge (Single oder Double Shot) auswählt und gut.

Ihr könnt drei individuelle Einstellungen speichern und alles was wichtig ist, wird auf dem Bedienfeld an der Front sehr übersichtlich und eindeutig festgehalten. Nur, wenn ihr Feineinstellungen an einzelnen Komponenten vornehmen wollt, müsst ihr unbedingt in die Betriebsanleitung schauen.

Das geht nämlich nur über ganz bestimmte Tastenkombinationen. Allerdings könnt ihr die optimale Kaffeemenge für Single oder Double Shots zu Beginn wirklich leicht festhalten.

Richtig interessant ist das Druckmanometer an der Front, also die Anzeige, die euch den aktuellen Druck am Brühkopf angibt. Dieses Detail ist eine perfekte visuelle Hilfe auf dem Weg zur Barista-Meisterschaft, denn hier seht ihr sofort, ob eure Voreinstellungen im Zusammenspiel im grünen oder roten Bereich arbeiten.

Ebenfalls erwähnenswert sind die diversen Lämpchen und Felder, mit denen sich die Gastroback bemerkbar macht, wenn sie gereinigt oder leert werden will. Das tut sie erfreulich häufig und erfreulich eindeutig und zeigt euch durch Blinken an, welche Schritte ihr als nächstes unternehmen müsst.

Die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS im Einsatz

Eigentlich haben wir mit dem Überblick über die Komponenten und Funktionen bereits geklärt, dass die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS im Einsatz eine praktisch idiotensichere Figur macht.

Ich empfehle euch auf jeden Fall, erst einmal mit billigen Espressobohnen anzufangen und euch mehrere Durchgänge anhand der Betriebsanleitung zu gönnen.

Die ist nämlich ein ziemlich hervorragendes Lehrbuch in Sachen Barista-Qualitäten und ihr könnt vieles, was ihr hier lernt, später auch fast Eins zu eins für professionelle Siebträgermaschinen anwenden.

Wer damit schon Erfahrung hat, wird sich an der Maschine praktisch sofort zurecht finden – was ebenfalls für sie spricht. Im Einsatz sind mir noch einige Dinge aufgefallen, die ich bisher nicht erwähnt habe.

Lautstärke und Betriebssicherheit

Die Lautstärke bzw. meine Meckerei dazu resultiert eigentlich aus der Rumpelei des Mahlwerks, das ob seiner Kegel-Edelstahl-Bauweise natürlich nicht zu den leisesten Vertretern seiner Zunft gehört.

Dafür ist das 10-Kilo Gerät sehr standfest und selbst bei Arbeitsschritten wie dem Tampen an der Maschine (was ich nur aus Testgründen gemacht habe, normalerweise arbeite ich freihändig mit dem Tamper), ruckelt nichts rum.

Milchschäumen mit der Gastroback 42612 S

Das macht an dieser Düse richtig Spaß! Zwar ist der Druck auch hier eher Home-Barista-Niveau, aber durch die freie Beweglichkeit und das sinnvolle Kännchen könnt ihr sehr schnell Erfolge produzieren und sogar Latte Art-fähigen Schaum hinkriegen.

Pitcher für den Milchschaum mit Temperatur-Anzeige

Durch den Gummigriff verringert ihr die Verbrennungsgefahr erheblich. Dennoch gibt es hier eine Kleinigkeit zu meckern – mal wieder aus Profisicht.

Das abschließende „Flashen“ der Milchdüse, bei dem ihr Milchreste durch erneutes, kurzes Anstellen aus der Lanze spült, kann hier aufgrund des mangelnden Platzes an der Front nur wirklich ordentlich in einen Lappen erfolgen. Bei anderen Maschinen könntet ihr auch gefahrlos in die Auffangrinne flashen.

Milchschaum mit Temperatur-Kontrolle

Immer im grünen Bereich

Und schon habt ihr Milchschaum

Hier lauft ihr Gefahr, entweder euren Kaffee einzusauen oder gleich die ganze Maschine. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

Schöner Milchschaum

Kaffeebezug

Letztendlich kommt es ja wirklich nur darauf an, was die Maschine an schwarzen Koffeinköstlichkeiten produziert. Und hier gibt es durchaus viele Pluspunkte, die jedoch auch ein dickes Aber mitbringen:

  • Sobald ihr die einwandigen Siebe verwendet und sehr genau auf die Details eines guten Espresso achtet, zeigen sich die Grenzen der Gastroback. Denn eine mittelmäßige Mühle macht sehr viele Bemühungen um die Wassertemperatur und Dosierung etc. wieder zunichte.
  • Wer beide Augen zudrückt, kommt auch mit den meisten Werkseinstellungen gut zurecht, aber die Wassermenge sollte, wie immer, unbedingt verringert, die Dosis unbedingt erhöht werden.

Im Grunde ist die Gastroback 42612 S wie typische Systemkameras: Wer damit nur im Automatikmodus fotografiert, kriegt auch nur mittelmäßige Bilder wie aus der Kompakt-Knipse. Im Profimodus kann man zwar viele Probleme ausgleichen, aber auch nicht die gleichen Ergebnisse erwarten wie bei einer echten und teuren SLR mit Knaller-Objektiven und Super-Bildsensor.

Kaffeemahlen für den Espresso

Tempern für einen schönen Puck

Espressobezug bewundern

Espresso aus der Gastroback

Reinigung der Gastroback 42612 S

Sagen wir es, wie es ist: Wenn eure Gastroback 42612 S nicht mehr so arbeitet, wie sie soll, weil sie dreckig ist, seid ihr in den meisten Fällen selbst schuld. Denn an Reinigungszubehör, -einstellungsmöglichkeiten und Reinigungsprogrammen mangelt es hier nun wirklich nicht.

Richtig praktisch ist, dass ihr den unvermeidlichen Gummieinsatz für den Siebträger, den Inbusschlüssel und den Pinsel sowie das Popel-Bürstchen für die kleinen Löcher immer griffbereit in einem eigenen Fach an der Maschine verstauen könnt.

Beim Wasserfilter könnt ihr die Wechselintervalle nach unten regeln und solltet das auch immer tun. Auch an das Mahlwerk kommt ihr ziemlich einfach, auch wenn ich persönlich (als erfahrener Maschinenbastler!) hier stets ein bisschen tiefer gehe, als die Betriebsanleitung vorsieht.

Ersatzteile für die Reinigung

Eine Siebträgermaschine, vor allem als Kombigerät, sollte sowieso immer umsichtiger und mit den richtigen Reinigungsmitteln gereinigt werden als mancher Vollautomat. Das liegt einfach in der Natur der vielen verschiedenen Windungen und Funktionen, die hier auf engstem Raum zusammen spielen müssen.

Wichtig ist, dass ihr täglich die Auffangschale nebst Tresterbehälter reinigt. Auch solltet ihr bei der Milchdüse nicht mehr als einen Tag warten, um diese über Nacht einzuweichen.

Denn Milch wird noch schneller schlecht und keimig als Kaffee. Mit dem schon erwähnten Flashen schafft ihr nur das Gröbste.

Das klingt aufwendiger als es ist, sobald ihr darin Routine habt, dauert die Reinigung der Gastroback 42612 S auch nicht länger, als wenn ihr einen Teller abspült (naja, nicht ganz).

Apropos spülen: Je mehr ihr das auch am Brühkopf tut, desto besser. Auch hier wird kurz geflasht, am besten vor und nach jedem Brühvorgang.

Eine Kleinigkeit beim Thema Reinigung sollten wir auch nicht vergessen: Ihr habt euch die Gastroback 42612 S sicher auch gekauft, weil sie so schön Edelstahl-retromäßig aussieht. Und darauf sieht man leider jeden Fingerabdruck. Polieren ist also angesagt!

Und noch ein kleiner Hinweis: Kein einziger Bestandteil dieser Maschine hat in meinen Augen etwas in der Spülmaschine zu suchen, auch wenn sich das etwa beim Siebträger oder den Sieben nicht sofort erschließt. Siebträgermaschinen sind Handarbeitsgeräte!

Leider darf das Milchkännchen wegen der beknackten Temperaturanzeige auch nicht in den Spüler.

Reinigung nicht vergessen, sonst brennt die Milch an.

Fazit zur Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS

Kurz gesagt bin ich von der Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS ziemlich begeistert – wenn auch nicht vollständig.

Ich halte sie für ein Top-Gerät für Anfänger in Sachen Espresso und Siebträger, finde aber, dass sie die Grenzen ihrer Kombi-Natur ziemlich bald erreicht, wenn ihr euch intensiver mit den einzelnen Komponenten eines perfekten Espresso auseinandersetzt.

Latte Test durch Barista Arne

Will heißen: Hätte sich der Hersteller das eingebaute Mahlwerk gespart und stattdessen lieber mehr auf die Funktionalität geachtet, hätte diese Maschine durchaus das Zeug, auch professionelle Ansprüche zu erfüllen.

Ich weiß aber auch, dass viele von euch sie gerade deswegen mögen werden, weil sie eben alles auf einmal liefert – und das in nicht unerheblichen Maße. Dafür ist auch der Preis gerechtfertigt. Ich habe sie am 9. April 2017 bei www.amazon.de für 614€ gekauft.

So kompakt wie hier kommt ihr bei der üblichen Kombination aus Siebträgermaschine und extra Kaffeemühle natürlich nicht immer weg. Doch finde ich diese Kombination tatsächlich um Meilen besser – eben weil ihr keine Kompromisse eingeht.

Das geht aber wieder ins Geld, wie wir an meinem Alternativvorschlag sehen: Die überaus schnuckelige Rancilio Silvia ist als kompaktes, ebenso einfach zu bedienendes Gerät für einen Preis in der Gegend von 500 Euro zu haben.

Dazu empfehle ich (fast immer) die Eureka Mignon Kaffeemühle, die leider auch mit rund 350 Euro zu Buche schlägt, dafür aber echte Top-Qualität liefert.

Gemeinsam sind diese beiden Geräte auch nicht wesentlich platzfressender als die Gastroback 42612 S, sehen noch einen Zacken toller aus und konzentrieren sich jeweils ganz darauf, in ihrem Arbeitsfeld perfekte Ergebnisse zu liefern.

Nichtsdestotrotz ist die Gastroback 42612 S ein empfehlenswertes Gerät, wenn sie euch sowieso schon ins Auge gefallen ist. Wer von euch aber jetzt schon weiß, dass seine Ansprüche an Kaffee irgendwann steigen werden, sollte von Anfang an eher in Richtung meiner Alternativen denken.

Denn sonst kauft ihr garantiert doppelt. Es bleibt also dabei, was ich bereits weiter oben sagte: Die Gastroback 42612 S ist die Systemkamera unter den Siebträgermaschinen. Mit allem, was an Vor- und Nachteilen hinter diesem Vergleich steht.

Lasst mich wissen, ob ich euch noch mehr erklären kann oder ob ihr selbst schon Erfahrungen mit der Gastroback 42612 S gesammelt habt – auf in die Kommentarliste!

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Martin Tröger
Martin Tröger
1 Monat zuvor

Hallo Arne,
erstmal Danke für den ausführlichen Test.
Weißt Du, ob in dem Thermoblock der Sage Barista Express die Leitungen aus Edelstahl sind?
Bei anderen Herstellern hab ich zum teil die Angabe gefunden „Aluthermoblock mit Leitungen aus Edelstahl“, bei der Sage habe ich dazu leider noch nix gefunden.
Kommt das Wasser dort irgendwo mit Alu in Kontakt?
Viele Grüße
Martin

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
24 Tage zuvor
Reply to  Martin Tröger

Hallo Martin,
danke für deinen Kommentar. Vielleicht kann dir unsere Community hier deine Frage beantworten, oder du wendest dich an die Experten in unserer Facebook Gruppe: https://web.facebook.com/groups/kaffeevollautomat. Liebe Grüße, Team Coffeeness

Maximilian
Maximilian
4 Monate zuvor

Hallo Arne,

Ich habe nun endlich den Schritt gewagt und meinen Vollautomaten verkauft um mir einen Siebträger anzuschaffen. Geworden ist es die Sage the Barista Express für den Einstieg, die ja baugleich mit der Gastroback ist wie du schriebst.
Ich habe gleich dass Kunstoffinlay aus dem Siebträger (der einzige Störfaktor für mich) entfernt, ändert dass irgendetwas an der Handhabung oder muss ich das zwangsweise verwenden?

Danke und beste Grüße

Maximilian

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
1 Monat zuvor
Reply to  Maximilian

Hallo Maximilian,

danke für deinen Kommentar und Glückwunsch zum Umstieg :). Können wir uns nicht vorstellen, probiere es einfach mal aus. Liebe Grüße Team Coffeeness

Sabine
Sabine
1 Monat zuvor

Hallo Maximilian, ich trage mich gerade mit dem Gedanken, eine Gastroback oder Sage zu kaufen. Mich interessiert die Sache mit dem Kunststoffinlay im Siebträger. Genau das möchte ich auch nicht. Du schreibst, die sage hat das auch. Konntest du es problemlos entnehmen.
VG Sabine

Ralf
Ralf
6 Monate zuvor

Hi Arne, seit einer Woche bin ich auf Siebträger – aber voll. Dein Blog hier war mir dabei eine willkommene und gute Hilfe und hat mich zur baugleichen Sage geführt. Ich kann Deine Einschätzungen zwar fachlich nicht beurteilen, als angehender Baristaautodidakt brauch ich das aber auch nicht, meine Erfahrungen innerhalb der ersten Woche spiegeln sich mir in Deinem Bericht gut wider und das reicht mir erstmal. „Das Gerät ist also quasi die perfekte Einstiegshilfe in die Welt der echten Kaffeekunst à la Italiano.“ Das gilt zumindest für mich.

Ich weiß heute schon und gestehe: Siebträger hat mich süchtig gemacht. Lecker Espresso, Americano oder Cappucino habe ich ihr schon entlockt mit herkömmlichen Supermarktbohnen (Restbestände aus Zeiten des Vollautomaten – meine Güte, hört sich wie Steinzeit an). Mein von hier aus nächster Kaffee entstammt dann einer kleinen regionalen Rösterei (wewewe-suche: Cafésito), sprich: Supermarktcafé adieu, ich brauch da – typisch für Suchtverhalten – Dosissteigerung! Und ja, ein Teil der Wahrheit ist auch: Kaffeekust ist leckeres Lernen. Ich glaube nicht, dass ich je wieder von Siebträger runterkomme und schmecke heute schon, dass man da auch irgendwann bereit ist, den Maschinenpark upzugraden um noch mehr Macht über den Suchstoff zu erlangen.

Gratulation zu Deinem Blog ud liebe Grüße

Ralf

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
6 Monate zuvor
Reply to  Ralf

Hallo Ralf,

herzlichen Dank für deinen tollen Erfahrungsbericht 🙂
Halte uns gerne auf dem Laufenden wie es dir so mit dem Siebträger und dir weiter geht ^^

Viele Grüße von deinem Team Coffeeness

Mey
Mey
6 Monate zuvor

Hallo,ich suche eine Siebträger Kaffeemaschine für einen kleinen Cafe Haus mit max 40 Tassen am Tag. Ist die Gastroback Advanced dafür geeignet.
wenn nicht haben sie eine Empfehlung für mich.

Ich bedanke mich im vorraus.

lg Mey

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
6 Monate zuvor
Reply to  Mey

Hallo Mey,

vielen Dank für deinen Kommentar.
Die Gastroback Advanced sollte 40 Tassen am Tag schaffen. Denk aber daran, dass sie jeden Tag gereinigt wird, denn bei 40 Bezügen geht bestimmt immer mal ein bisschen Kaffeepulver daneben 🙂

Liebe Grüße von deinem Team Coffeeness

Rolf
Rolf
1 Jahr zuvor

Die Gastroback 42612 S Design Espresso Advanced Pro GS ist doch identisch mit der Sage The Barista Express?! Oder irre ich mich?

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
1 Jahr zuvor
Reply to  Rolf

Hallo Rolf,

danke für deinen Kommentar. Ja, das ist korrekt, die beiden Maschinen sind baugleich. Liebe Grüße Team Coffeeness

Klaus Gleitsmann
Klaus Gleitsmann
5 Monate zuvor
Reply to  Rolf

Unsere Saga hat an der rechten Seite eine undichte Stelle, sodass sie immer ewa’s Wasser verliert.
Können Sie mir sagen wie ich das Problem lösen kann.
Wo ich die Maschine gekauft habe sagen sie mir dami muß ich leben, dass kann ja wohl nicht sein.
Hat jemand für mich eine Lösung?
L. G.
Klaus

Ralle
Ralle
1 Jahr zuvor

Ich denke, man muss als Einsteiger gar nicht mal unbedingt mit dem feinsten Mahlgrad anfangen bei der Gastroback. Gestern habe ich mir eine 250 g-Tüte ganze Bohnen (100% Arabica aus Indien) in einer kleinen Rösterei im Nachbarort gekauft und daheim eine kleine Menge in den Bohnenbehälter gegeben. Dann bin ich wie folgt vorgegangen:

1) Siebträger, Siebeinsatz (einwandig, 2 Tassen) und die Espressotasse gut vorwärmen

2) Wassertank bis knapp unter das Maximum mit frischem Leitungswasser befüllen

3) an der Brühgruppe heißes Wasser auslaufen lassen, um auch diese vorzuwärmen (anschließend gut abtrocknen!)

4) mit Mahlgrad 5 so lange Kaffeepulver beziehen, bis 18 g im warmen Siebeinsatz sind (= Dosierempfehlung des Herstellers für 2 Tassen)

5) mit relativ viel Kraft sofort mit dem Tamper andrücken und den Siebträger an der Brühgruppe einspannen

6) eine Tasse unter den Auslauf stellen und auf das 2 Tassen-Symbol drücken

Der Espresso ist langsam und gleichmäßig heraus geflossen, fast wie Honig. Es war traumhaft! Auslaufdauer ca. 25 Sekunden, Druck-Manometer im mittleren Bereich, stabile karamellfarbene Crema, Espresso mit nussig-würzigem Duft in der Nase und Geschmack nach dunkler Schokolade und etwas Holz. Nicht zu heiß, mit ein wenig Zucker vermengt mein Highlight des Tages!

Die aktuell eingestellte Wassertemperatur weiß ich gerade nicht. Die Wassermengen müssten 30 ml und 60 ml sein (für einen einfachen bzw. für einen doppelten Espresso). Wie bei einer guten Pizza gilt in meinen Augen: Frische Zutaten verwenden (Röstdatum war der 13.01.2020), Dosiervorgaben einhalten, Mahlgrad nicht zu fein, Gerätschaften warm halten, zügig arbeiten. Dann erzielt man auch als Anfänger sehr zufriedenstellende Ergebnisse! Und eine separate Mühle braucht es zumindest für mich nicht.

Viele Grüße,
Ralle 🙂

Team Coffeeness
Editor
Team Coffeeness
1 Jahr zuvor
Reply to  Ralle

Hallo Ralle,

vielen Dank für deinen Kommentar! Weiterhin viel und Genuss und liebe Grüße Team Coffeeness

Anja
Anja
2 Monate zuvor
Reply to  Ralle

Hallo. Ich habe die Gastroback 42612 S seit fünf Jahren und bin sehr zufrieden. Aber es gibt sicher eine
Steigerung. Ich habe gelesen, dass die Siebe von IMS und VST die besten sein sollen. Hast du damit Erfahrung? Ich würde sie gerne ausprobieren aber habe keine Ahnung welche ich kaufen soll. Vielleicht kannst du mir da weiter helfen.
Im Voraus vielen Dank

Viele Grüße
Anja

Maximilian Müller
Maximilian Müller
1 Jahr zuvor

Hallo Community,
schon mehrfach angemerkt und immer noch keine Antworten: Mahlsteine … v5 … Jura … wechseln … Bezugsquelle …. Ägypen ??? Hoffentlich kommt hierzu noch einmal ein vernünftiges repeat.

Pati
Pati
1 Monat zuvor

Ebay suche nach

Mahlscheiben Mahlsteine Mahlkegel Mahlring Premiumzu Jura Miele Melitta Mahlwerk

Die sind identisch mit denen aus den aroma+mahlwerken

Ich hoffe der hinweis ist erlaubt:)

Sven
Sven
2 Jahre zuvor

Meine alte Gaggia mit Boiler dauerte mir einfach immer viel zu lange, es musste also eine Maschine mit Thermoblock her. Nach 10 Jahre gibt nun auch meine laute, aber zuverlässige Gräf Es91 kaputt. Was nun? Nachfolger kostet inzwischen das doppelte des ursprünglichen Preises. Außerdem nervte meine Gräf-Mühle mit sich elektrostatisch aufladendem und umherspringenden Kaffeepulver. Ich habe mir also ebenfalls diese Sage-Maschine gekauft und ausprobiert. Alles wirkt erstmal sehr wertig und schick. Und auch der Lieferumfang lässt keine Wünsche offen!
Ich habe ziemlich viele Einstellungen ausprobiert, aber es ist mir nicht gelungen einen Espresso mit Bezugsdauer von ca. 20-25 Sekunden zu produzieren. Die Maschine hat wohl leider nicht genügend Power, das Manometer ist am Anschlag und der Espresso nach 10 Sekunden fertig. Schade, die Creme ist auch nicht überzeugend. Aaaaaber der Geschmack!!! Super, der Espresso und Cappuccino schmeckt deutlich besser (gleiche Bohnensorte) als die der Gräf. Und darauf kommt es ja an….

PS: die Milchdüse ist leider nicht regelbar und hat sehr viel Power, könnte aber heißer sein. Bei kleiner Menge Milch ist man schnell beim Bauschaum, bevor die Milch heiß ist…

Rainer Kaffe
Rainer Kaffe
2 Jahre zuvor

Juten Tach,
Seit einiger Zeit habe ich diese Maschine die hier von Arne besprochen und bei amazon.de unter der Marke Gastroback 42612 S angeboten schon im (Kauf)Visier da ich mich für leckeren und optimalen Kaffe aus einer formschönen Espressomaschine interessiere.
In den Niederlanden (mein Standort) gibt es die Marke Gastroback dort erst mal nicht und werden die baugleichen Maschinen dort unter der Marke Solis (Model 115) angeboten: http://www.solisonline.nl/koffie-thee/espressomachines/solis-grind-infuse-pro
Noch interessanter wurde es als ich die gleiche Maschine bei amazon.de auch unter der Marke Sage (als Model SES875) vorfand. https://www.amazon.de/dp/B07B2X1VXZ/ref=dp_cerb_1
Es würde mich mal interessieren mit welcher Firma oder Hersteller wir nun in Wirklichkeit zu tun haben..? Die Preise sind dabei auch sehr unterschiedlich für ein Model das nicht nur gleichend genau aus sieht und von den Spezifikationen auf eine gleiche Produktions- und Baureihe deutet.
Die firma Solis ist anscheinend eine Schweitzer Firma. Hier in der Übersicht der Niederländischen Produktreihe sieht man das es noch einige Varianten und verbesserungen zu dem alten Model (mit und ohne eingebautem Mahlwerk gibt). http://www.solisonline.nl/koffie-thee/espressomachines
Diese Varianten bekommt man auch bei der Marke Gastroback in Deutschland. https://www.gastroback.de/kaffee-espresso/espressomaschinen/
Interessant dazu finde ich das es die Firma Solis auf ihrer Englisch-Internationalen webseite https://www.solis.com/com_en/consumer/kitchen überhaupt keine Espressomachinen im Angebot hat und dort auch ein total anders Mahlwerk anbietet als ihre Kontrahenten in Deutschland (Gastroback) und den Niederlanden (Solis)
Naja, wer weiss vielleicht werden diese Geräte ja alle von den Amis in China hergestellt..? Ich bin auf jeden fall völlig verwirrt Was da nun für eine Firmen- und Marken-Roulette uns zur Zeit vorgespielt wird
Weiter habe ich bemerkt das die vom Arne im Test beschriebene Gastroback 42612 S Mitlerweile nicht mehr als Neu-Gerät bei Amazon.de und auf der Seite von Gastroback.de angeboten wird. Und ist damit also vermutlich die der Auslaufphase dieses Models begonnen.
Liebe Grüsse, Rainer Kaffe.

Franz-Eric Augustin
Franz-Eric Augustin
2 Jahre zuvor

Hallo,

ich habe die Sage Barista Express zugelegt, die ja baugleich ist mit dieser Gastroback.
Deshalb wollte ich wissen welchen Mahlgrad du eingestellt hast, für die Perfekte Extraktion?

Liebe Grüße
Franz

Dirk
Dirk
1 Jahr zuvor

Ich habe die Sage Barista Express, sie soll mit der Gastroback baugleich sein.

Tatsächlich überlege ich bereits nach 3 Monaten upzugraden, auch wenn mir der Espresso wirklich sehr gut gelingt (am Kegelmahlwerk könnt Ihr dem Mahlgrad separat noch feiner einstellen!)

Was aber komplett nervt, ist die kurze und nicht veränderbare Standby Zeit (ca. 20 min).

Das Plastikinlay kann man übrigens unkompliziert rauspulen, wen es stört.

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