Sage Appliances SES880 Barista Touch Test 2023: Espresso-Vollautomat oder Siebträgermaschine?

Ich bin Arne Preuß und kämpfe für mehr hochwertigen Kaffee.

Wollt ihr „echten“ Espresso und keinen Kompromiss-Kurzen aus dem Kaffeevollautomaten? Ja! Wollt ihr euch dafür einen Siebträger plus Mühle zulegen und an jedem Fitzelchen von der Crema bis zum Cappuccino-Schaum selbst herumbasteln? Mmh, jein!? 

Wollt ihr „echten“ Espresso und keinen Kompromiss-Kurzen aus dem Kaffeevollautomaten? Ja! Wollt ihr euch dafür einen Siebträger plus Mühle zulegen und an jedem Fitzelchen von der Crema bis zum Cappuccino-Schaum selbst herumbasteln? Mmh, jein!? 

Wenn ihr Espresso wollt, ohne gleich einen Barista Kurs online zu belegen, dann hat das Kaffee-Universum eine Antwort für euch: die Sage the Barista Touch.

Die Australier setzen auf Crossover-Geräte, denen ich in meinem Espressomaschinen-Test 2023 den Namen halbautomatische Siebträger verpasst habe. Eine erste Vertreterin der Spezies habe ich mit der Sage Oracle Touch bereits für gut befunden. 

Welche Sage Barista die beste ist, hängt von eurem Budget und euren Ansprüchen ab: Die Barista Express (ca. 730 Euro*) ist für Espresso-Fans, die gerne selbst Milch aufschäumen. Die Barista Pro (ca. 830 Euro*) ist die moderne Variante mit LC-Display & manueller Dampflanze. Die Barista Touch (ca. 1.230 Euro*) kommt inkl. Touchscreen-Bedienkonzept & Step-by-Step Anleitung für Milchgetränke.

Unter der Produktnummer SES007 bietet euch Sage einen speziellen Entkalker für die eigenen Produkte an. Selbstverständlich könnt ihr auch andere Entkalker verwenden, solltet jedoch darauf achten, dass sie für Siebträgermaschinen geeignet sind.

Für eure Sage Barista sind verschiedene Schritte und -intervalle zur Reinigung nötig: Nach jeder Nutzung: Milchdüse, Siebträger, heißes Wasser durchlaufen lassen. Täglich: Wassertank, Dampflanze, abnehmbare Komponenten spülen & trocknen. Monatlich: Brühgruppe gründlich reinigen, Reinigungsmittel durchlaufen lassen.

Allerdings hatte die Espressozubereitung 2.0 auch ihren Preis. Die Barista Touch kann vielleicht nicht ganz so viel auf Knopfdruck, kostet aber auch rund 1.000 Euro* weniger. Wie sinnvoll die Halbautomatik dann doch ist, finde ich bald für euch im Test heraus. Heute verschaffe ich mir erstmal einen Überblick über die Kaffeemaschine. 

Funktionen: Espressomaschine mit Mahlwerk & Touch-Display

Normalerweise handele ich die Funktionen einer Espressomaschine ziemlich fix ab: Siebträger, Espressozubereitung, manueller Milchaufschäumer und Feierabend. Die Sage the Barista Touch hat da einiges mehr zu bieten, wie ein Blick auf die Features zeigt:

  • Touchscreen-Display für einfache Bedienung
  • Getränke-Menü mit 5 vorprogrammierten Kaffeespezialitäten
  • Programmierung von 6 individuellen Getränken möglich
  • Integriertes Mahlwerk mit 30 Mahlgrad-Einstellungen
  • Manuelles oder automatisches Milchaufschäumen
  • Thermojet-Heizsystem für schnelleres Aufheizen
Sage the Barista Touch Display

Die Kombi aus Siebträgermaschine und Touchscreen-Bedienung kenne ich bereits von der Sage Oracle Touch. Damals habe ich sie liebevoll als „idiotensicher“ beschrieben – ich bin gespannt, ob die Barista Touch mich in Sachen Benutzerfreundlichkeit genauso überzeugen kann. 

Wer braucht schon Perlweiß? Gebürsteter Edelstahl!

Wenn ich eine Espressomaschine in der Preisklasse von über 1.000 Euro teste, dann wäre ich beleidigt, wenn ein Hersteller mir einen Plastikbomber liefert. Sage geht da zum Glück keine faulen Kompromisse ein und setzt auf Edelstahl, so weit mein Auge reicht. Das ganze gibt’s zusätzlich in drei Farbvarianten:

  • Gebürstetes Edelstahlgrau
  • Trüffelschwarz
  • Schwarzer Edelstahl

Hätte man jetzt auch einfach Silber, Black bzw. Schwarz und Anthrazit nennen können, aber sei’s drum. Alle drei Modelle sehen schick aus und sind hochwertig verarbeitet.

Espresso: Mahlwerk einstellen, Kaffeebohnen rein & Ausgabe abwarten

Kommen wir zur wichtigsten Test-Kategorie: Der Espresso! Die Sage the Barista Touch macht es jedem Kaffeeliebhaber, der keinen Bock auf die x-te Küchenmaschine hat, einfach. Dank des integrierten Mahlwerks könnt ihr euch eine zusätzliche Mühle schonmal sparen – nur tampern müsst ihr noch selbst. 

Die Sage bringt einen magnetischen Tamper mit – wie gut der sich tatsächlich zum Verdichten eignet, werde ich in meinem Test herausfinden. In jedem Fall solltet ihr den optimalen Druck vorher üben, damit ihr den Espresso richtig extrahiert.

Sage Barista Touch Espresso beziehen.

Habt ihr Kaffeebohnen und Wasser eingefüllt, könnt ihr mit einigen Einstellungsmöglichkeiten herumspielen:

  • Mahlgrad
  • Kaffeestärke
  • Temperatur
  • Durchlaufzeit

In vorherigen Tests war ich mit den Voreinstellungen von Sage nicht immer ganz zufrieden. Ob das bei diesem Modell auch der Fall ist, verrate ich euch nach meinem Praxistest.

Milchschaum: Siebträgermaschine mit Milchautomatik?

Will ich mir einen Original Cappuccino oder Latte Macchiato mit einer Siebträgermaschine zubereiten, gleicht das normalerweise einer Bastelstunde. Was mir Spaß bringt, ist vielen von euch jedoch too much. 

Die the Barista Touch bietet mir einen guten Kompromiss an: Ich kann selbst entscheiden, ob meine Milch manuell auf Temperatur bringen oder die automatische Dampflanze der Maschine nutzen will.

Auf dem Papier funktioniert das Ganze so:

  1. Wählt im Kaffeemenü ein Getränk mit Milch & folgt den Screen-Anweisungen 
  2. Eindeutige Steps leiten euch durch alle Stationen 
  3. Für Milchschaum stellt ihr den Milchbehälter unter die Lanze & die Maschine übernimmt die Arbeit

Füße hochlegen und – zack – Milchschaum? Was für jeden Barista verrückt klingt, hat bei anderen Sage-Modellen bereits funktioniert. Ob die Barista Touch meinen Milchschaum genauso perfekt zubereitet, finde ich bald im Praxistest heraus.

Drehen könnt ihr an den Einstellungen trotzdem und verschiedene Temperaturen sowie acht Konsistenzstufen auswählen. Nach der Schaumparty reinigt eine automatische Funktion außerdem Dampfstab und Düse.

Überblick & Preisvergleich: Darf’s ein bisschen mehr oder weniger sein?

Die the Barista Touch ist nicht das einzige Modell, mit der die Australier versuchen, die selbst entdeckte Marktlücke der halbautomatischen Espressomaschinen zu füllen. Ich hab mir die hausinterne Konkurrenz mal im Überblick angeschaut:

SES880 The Barista Touch vs Pro & Barista Express

Die Barista Touch ist das luxuriöseste Modell der Barista-Linie. Wollt ihr es nicht ganz so opulent, könnt ihr mit der Sage Barista Pro 400 Euro* sparen. Dafür bekommt ihr ein LC-Display und manuelles Milchaufschäumen.

Die Barista Express ist mit 730 Euro* das günstigste Modell und für die Puristen unter euch geeignet. Das Mahlwerk ist mit 16 Stufen ausgestattet und ein Display ist nicht dabei.

Sage Barista Pro

Sage Barista Pro

Sage Barista Express

Sage Barista Express

Espressomaschine Touch vs Oracle

Wollt ihr euch das Tampern sparen, dann wird Sage für euch erst ab der Oracle-Serie interessant. Das Modell the Oracle tampert das Kaffeepulver automatisch, bietet euch 45 Mahlgrade und statt Touchscreen ein LC-Display. Dafür kostet das Modell im Vergleich zur Barista Touch rund 800 Euro* mehr.

SES880BBS Touch vs Oracle Touch

Die Sage Oracle Touch vereint die Vorteile der Oracle mit dem Bedienkonzept der Barista Touch. Das Modell ist das Flaggschiff der Sage-Flotte und erinnert mich nicht nur mit stolzen 2.600 Euro mehr an einen Kaffeevollautomaten als an einen Siebträger.

Sage Oracle Touch Uebersicht.

Fazit: Espresso- & Milchschaum-Details bald im Sage Appliances Barista Touch Test

Sage hat mir bereits in meinem Espressomaschinen-Test bewiesen, dass die Kreuzung zwischen Vollautomat und Siebträger aufgehen kann. Allerdings bekomme ich beim Preis der Oracle Touch heute noch Schnappatmung.

Die the Barista Touch könnte im Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis ein sinnvoller Kompromiss sein. Ob die abgespeckte Version sogar Testsieger-Potenzial hat, finde ich bald im Test für euch heraus!

Habt ihr schon eine Hybrid-Kaffeemaschine von Sage getestet? Wie gefällt euch das Touch Display? Erzählt mir mehr in den Kommentaren!

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