Handkaffeemühlen im Test 2017

Handkaffeemühlen im Test 2017 Ergebnis

Letztes Update: 05.07.2017: Ich nutze zuhause keine Handkaffeemühle, aber habe sie auf Reisen oder beim jährlichen Camping auf Helgoland im Zelt immer dabei.

Bei uns kommt, auch unterwegs, nur frisch gemahlener Kaffee in die French Press oder den Handfilter.

Es gibt einige Handkaffeemühlen auf dem Markt und ich möchte euch dabei helfen die richtige zu kaufen. Nachdem ich sehr viele Kaffeemühlen in der Hand gehalten und gekurbelt habe, stelle ich euch jetzt meine drei Favoriten vor.

Es gibt in diesem Artikel einen Test von drei der besten Handkaffeemühlen von 2015, die ich gerne empfehle.

Hario Mill Skerton im Test

Hario Mill Skerton Handkaffeemühle im Test.

Gefu Kaffeemühle im Test

Gefu Lorenzo Handkaffeemühle im Test.

 

Zur Handkaffeemühle

Ich werde oft um Empfehlungen für einen guten Kauf einer Kaffeemühle gebeten. Das finde ich meistens schwierig, denn welche die richtige, Elektrische- oder Handkaffeemühle ist, hängt natürlich von vielen Faktoren und Gewohnheiten ab.

Ich fange mal bei den Oldtimern an. Es gibt recht viele alte Handkaffeemühlen. Auf Flohmärkten oder bei den Großeltern auf dem Küchenschrank – sie tauchen immer wieder auf, sie sind unzerstörbar aber wurden auch meistens seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt.

Das wäre nicht das Problem, aber in vielen fällen wurden sie vor dem Ausrangieren nicht mehr sauber gemacht. Und was machen Jahrzehnte alte Kaffeerückstände? Richtig – sie werden ranzig.

Oft sind die Mühlen muffelig und der Muff geht nie mehr raus. Vertraut da einfach eurem Geruchssinn.

Handkaffeemühle alt

Auf keinen Fall in die italienische Handkaffeemühle vom Anfang des 20. Jahrhunderts 30g Kaffee rein und dann trinken – erst reinigen, dann ein wenig Kaffee mahlen und wegschmeißen, erst dann den Selbstversuch wagen.

Ich finde es gibt sehr schöne historische Handkaffeemühlen und ich erwische mich immer wieder bei eBay und beobachte den ein oder anderen Verkäufer.

Für wen ist eine Handkaffeemühle zu empfehlen?

Kaffee mit der Hand zu mahlen ist mit Arbeit und Kraftaufwand verbunden. Dazu muss niemand ein Bodybuilder sein, aber mit Arthrose in den Händen ist es sicher überhaupt kein Spaß. Das Mahlen per Hand ist gerade bei mehreren Portionen anstrengend und kann pro 10g auch gerne 1-2 Minuten und viele Umdrehungen dauern.

Die Zeit muss man einplanen, aber es ist auch schön, ein solches Ritual zu etablieren – sozusagen eine “Slow-Coffee” Kultur, um sich gegen den Kapselscheiß zu positionieren. Für eine Reise oder den Urlaub bieten sich die Handkaffeemühlen besonders gut an. Sie ist etwas für alle, die:

  • Ein paar Minuten für die Kaffeezubereitung investieren wollen.
  • Puristen der alten Schule.
  • Alle mit ausdauernden Armen.
  • Reisende.

Handkaffeemühle mit Keramikmahlwerk / Kegelmahlwerk / Stahlmahlwerk

Viele Handkaffeemühlen sind mit Kegelmahlwerken aus Keramik ausgestattet. Diese haben mehrere Vorteile. Sie sind korrosionsfrei und nutzen nicht oder nur sehr langsam ab.

Allerdings können kleine Steine (die durchaus in Kaffees auftauchen können) ihr Leben vorzeitig beenden. Bei Stahlmahlwerken kommt es immer auf die Güte der Legierung an.

Schlechte Qualitäten können rosten, allerdings sind die ein wenig unempfindlicher gegenüber Steinen. Ein weiter Vorteil des Keramikmahlwerks ist, dass es weniger stark erhitzt, was für die Kaffeequalität zuträglich ist.

Für welche Zubereitung eignen sich Handkaffeemühlen?

Ob für die Espresso Zubereitung (also für den Siebträger), den Handfilter bis hin zur French Press – Handkaffeemühlen eigenen sich generell für jede Form der Kaffeezubereitung, doch gibt es Ausnahmen.

Für French Press Kaffee ist nur die getestete Zassenhaus geeignet. Allerdings solltet ihr bedenken, dass, je feiner der Kaffee gemahlen werden muss, länger gekurbelt werden darf. Es kann für eine Espresso Ladung gerne 5 mal länger dauern, als den Kaffee für eine French Press zu mahlen.

Welche Handkaffeemühle kaufen?

Die drei Kaffeemühlen der Marke Hario und Zassenhaus, die ich in diesem Artikel teste und vorstelle sind alle drei empfehlenswert. Solltet ihr noch Mühlen kennen, die auch sehr gut sind schreibt bitte einen Kommentar und ich werde sie zum Test hinzufügen.

Jede der Mühlen hat ihre Stärken und Schwächen und es kommt darauf an wofür und wie oft ihr sie nutzen wollt.

Hario Skerton – Handkaffeemühle

Ich habe euch schon einige Produkte von Hario vorgestellt. Beispielsweise meinen Handfilter und meinen Woodneck Drip Pot. Bisher habe ich sehr erfreuliche Erfahrungen mit dieser Marke gesammelt.

Hario Skerton – Handkaffeemühle

Die Hario Skerton – Handkaffeemühle ist mittlerweile für günstige 25€ zu erhalten und somit im Vergleich zu der nachfolgenden Zassenhaus günstig. Der Mahlgrad ist nicht stufenlos verstellbar und sie ist mit einem Kegelmahlwerk aus Keramik ausgestattet, dass den Kaffee sehr solide und homogen mahlt.

Der Mahlgrad kann mit einer Verstellschraube fixiert werden. Der Glasbehälter kann verschlossen und zum Transport und Aufbewahrung verwendet werden (von längerer Aufbewahrung rate ich natürlich ab – sonst konterkariert ihr die Idee vom frischen Kaffee Mahlen).

Pluspunkte:

  • Günstiger Preis.
  • Keramikmahlwerk.
  • Glasbehälter (man sieht den Fortschritt) und  Geschmacks- und Geruchsneutral.
  • Anständiges Ergebnis.
  • Geeignet für Espresso und Handfilter (für French Press nicht so gut!).

Minuspunkte:

  • Umständliche Mahlgradeinstellung.
  • Je gröber desto heterogeneres Ergebnis.
  • Glasbehälter (kann auf Reisen kaputt gehen).

WICHTIG:

Kauft nur das neueste Modell (das hat einen Deckel und der ist wichtig).

Insgesamt eine anständige und günstige Mühle die Schwächen bei grober Mahlung zeigt.

Wer den Mahlgrad oft verstellen will, könnte sicher die Geduld verlieren. Die Hario Skerton – Handkaffeemühle ist was fürs kleine Bud­get und sicher besser für Espresso und Hand – und Papierfilter geeigneter als für die French Press. Für den Preis ein überraschend gutes Produkt mit Schwächen. Hier kannst du die Mühle bei Amazon kaufen.

Hario MSS-1B Mini Mill Slim Coffee Grinder

Zu dem vorherigen Modell gibt es drei große Unterschiede. Zum einen die Größe, wie der Name Mini schon sagt, ist der Hario Mill Slim Grinder um einiges kleiner als sein großer Bruder (18,5 x 11,4 x 8,1 cm). Mehr als 20g Kaffee lassen sich nicht auf einen Schlag mahlen.Hario MSS-1B Mini Mill Slim Coffee Grinder

Diese Handkaffeemühle ist außerdem deutlich leichter, da der Auffangbehälter nicht aus Glas, sondern aus Kunstoff besteht – das macht die Mühle wegen des Gewichts aber auch wegen der geringen Bruchgefahr für Reisen, Wanderungen, Camping oder Segelschiffe besonders interessant. Auch die Kurbel lässt sich abnehmen.

Pluspunkte:

  • Günstiger Preis.
  • Keramikmahlwerk.
  • Kunstsoffbehälter (leicht/bruchsicher).
  • Anständiges Ergebnis.
  • Geeignet für Espresso und Handfilter (für French Press nicht so gut!).

Minuspunkte:

  • Umständliche Mahlgradeinstellung.
  • Je gröber desto heterogeneres Ergebnis.
  • Sehr klein.

Die ideale Mühle für Reisende! Sie ist klein und leicht und robust. Für Menschen, die damit großen Kaffeedurst versorgen wollen, ist sie sicher zu klein und für die Küche zuhause würde ich ebenfalls eine der anderen Mühlen empfehlen. Bei Amazon bekommst du diese Mühle für knapp über 25€ (was ja einfach vom Urlaubsbudget bezahlt werden kann).

Zassenhaus Kaffeemühle Brasilia

Das klassische Handkaffeemühlen Design mit dem Apothekerschrank-Schubfach. Ich finde diese Mühlen klasse, und ihre Form hat auch einen funktionalen Vorteil, beim Mahlen bleiben sie besser auf der Tischplatte stehen, was mit den Mühlen von Hario nicht möglich ist. Die klemme ich dann irgendwann zwischen den Beinen ein.

Zassenhaus Kaffeemühle Brasilia

Beim Camping gehört das Kaffeemahlen per Hand zum alltäglichen Ritual, wir kochen den Kaffee dort immer in einer 1L French Press. Allerdings benötigen wir dafür ca. 55g Kaffeepulver und das Schubfach fasst deutlich weniger. Wenn ihr die Mühle randvoll befüllt und dann mahlt, kann nicht die ganze Kaffeemenge aufgefangen werden, was schon häufiger zu einer überlaufenden Schublade geführt hat.

Auch das Befüllen ist wegen der kleinen Klappe nicht so einfach und mir ist hin und wieder kostbarer Kaffee daneben gefallen (was gerade beim Camping und schlechter Nachschubsituation ärgerlich ist).

Mit dem Nordsee-Klima hat die Mühle ein wenig zu kämpfen. Die vier oberen schrauben sind nicht aus Edelstahl und fangen nach einiger Zeit an zu oxidieren – ja, sie rosten (ich habe die Schrauben einfach ausgetauscht). Auch der Lack ist ein wenig empfindlich.

Aber aufs Mahlwerk kommt es natürlich an. Und das ist hervorragend. Das Mahlgut ist homogen und der Mahlgrad lässt sich stufenlos verstellen. Die Mühle wurde, so der Hersteller aus “Spezialstahl gefertigt  und besonders gehärtet, was eine extrem lange Lebensdauer garantiert”.

Pluspunkte:

  • Schönes klassisches Design.
  • Gutes Mahlwerk (homogene Ergebnis).
  • Gute Verarbeitung (bis auf angesprochene Mängel).
  • Für French Press bis Espresso geeignet.
  • 25 Jahre Herstellergarantie auf das Mahlwerk.
  • Guter Stand (Schwerpunkt).

Minuspunkte

  • Witterungsempfindlich.
  • Kleine Öffnung zum Befüllen.
  • Kleiner Auffangbehälter.

Die Hand Kaffeemühle von Zassenhaus ist, mit ihren 12,5 x 12 x 20 cm ein wenig größer als seine vorgestellten Konkurrenten von Hario.

Obwohl ich sie nur im Urlab nutze, würde ich sie eher als Mühle für Zuhause empfehlen. Sie ist für jeden Mahlgrad (von French Press bis Espresso) nutzbar.

Zuhause spielt die Witterung nicht mit und die Größe ist nicht so wichtig. Das Mahlergebnis und Handling ist von den drein getesten Mühlen das beste. Der Mahlgrad ist stufenlos zu verstellen und die Mühle kann durch homogene Ergebnisse überzeugen. Ich kann die Zassenhaus Brasil für ca. 65€ empfehlen. Ich habe sie in dunkel gebeizt und bei Amazon bestellt. Allerdings bekommt ihr sie auch in natur, schwarz und mahagonifarben.

Noch eine Frage:

Hat jemand von euch Erfahrungen mit der “Peugeot Brésil Kaffeemühle” oder der Hario Kaffeemühle “Small Coffee Grinder”? Die wurden mir schon oft empfohlen, aber ich bin an dem Punkt angelangt, an dem ich mir wirklich nicht mehr Kaffeemühlen kaufen sollte.

16 Kommentare
  • Basti
    16 Juni, 2015

    Die Zassenhaus zum Campen mitnehmen? Sportlich sage ich mal 🙂
    Und wenn Du der Mühle keinen Bleisockel verpasst hast, ist es mit dem sicheren Stand auch nicht weit hin.
    Insgesamt kann ich die Meinung zur Brasilia auch voll und ganz unterschreiben.

  • Arne
    16 Juni, 2015

    Hi, Camping ist nicht = Camping. Wir machen schweres Camping mit einigen Kubikmetern: Zelt + Kisten + Küchenkram – die wir dort immer einlagern. Auf dem Fahrrad oder beim Wandern würde ich das sicher anders machen 🙂

  • devata
    23 Juni, 2015

    Ich habe zu Hause eine alte Handkaffeemühle, die ich von meiner Oma geerbt habe und in der mir mein Vater vor Jahren sogar Körner für meinen Körnerbrei mahlte. Es hängt so viel Nostalgie an dieser Mühle, dass der mit ihr frisch gemahlene Kaffee für mich einfach nur gut schmecken kann 🙂 Jedoch gibt es Momente in denen mein rationaler Geist den nostalgischen Nebel verweht und sich die Frage aufdrängt, ob ich sie nicht mal reinigen sollte. Du hast mit deinem Beitrag diesen rationalen Geist soeben wieder geweckt 😉 Doch ich frage mich, wie ich das alte Ding reinigen kann? Wenn ich sie auseinander nehme, fürchte ich, dass sie sich nicht wieder zusammen bauen lässt…

  • Frank Pascher
    30 Juli, 2015

    Das reinigen von Handkaffeemühlen funktioniert, indem man Salz ins Mahlwerk gibt und dann mahlt.Dadurch lösen sich alte Rückstände.

  • Emil
    11 Februar, 2016

    Ungekochter Reis funktioniert auch prima. Und sollten davon wiederum Reste bleiben schmeckt der Kaffee nicht salzig. 😉

  • Drucker
    6 März, 2016

    Einen Bleisockel braucht keine Handmühle, auch eine alte hölzerne nicht. Man macht es wie schon unsere Omas und Uromas: Beim Mahlen hinsetzen, die Mühle zwischen die Knie klemmen und fleißig kurbeln. Dabei muss man nur darauf achten, dass die Schublade nicht herausrutschen kann.

  • Arne
    6 März, 2016

    Hallo Drucker, so mache ich es auch immer. Ich klemme die Schublade mit dem einen Knie ein.

  • Franziska
    27 April, 2016

    Wir haben die Quito von Zassenhaus zu Hause. Das Mahlwerk ist Dank kugellager-Unterstützung so großarig, dass das Kurbeln selbst bei Espresso vergleichsweise (z.B. zur Hario MSS, die ich ab und an bei Freunden gekurbelt hab) easy peasy von der Hand geht. Optisch kann man ehe nichts sagen – Edelstahl, Glas und als Krönung der Eichen-Drehknauf als Erinnerung an die historischen Zassanhaus-Mühlen. Die Benefits sieht man dann am Preis, den sich meiner Erfahrung nach aber im Alltag wieder auszahlt.

    Einziges Manko in meinen Augen: Wenn ich zwischen Bohnen und Zubereitungssorten wechseln möchte, finde ich bei der stufenlosen Einstellung trotz Orientierungspunkte (allerdings identisch aussehend) nie mehr wieder, wo ich schon mal eine gute Einstellung gefunden hatte. Kennst du einen Trick dafür, Arne?

  • Arne
    28 April, 2016

    Hallo Franziska, die Quito von Zassenhaus habe ich noch nicht getestet. Das hole ich aber nach. Die sieht echt sehr schön aus! Leider habe ich gerade keinen Trick auf Lager. Bei meiner Zassenhaus Brasil geht es recht gut, aber auch nur mit viel Erfahrung. Jetzt habe ich gleich Lust bekommen mir die Quito zu bestellen 🙂 Viele Grüße, Arne

  • Andreas
    23 Juni, 2016

    Wir machen den Kaffee aus nostalgischen Gründen auch von Zeit zu Zeit mit einer Handmühle. Dabei liefert uns die Zassenhaus Brasilia gute Dienste.

    Positiv hervorheben möchte ich das sehr gute Kegelmahlwerk und die Einstellung des Mahlgrades. Die Öffnung zum Einfüllen der Bohnen könnte etwas größer sein und trichterförmig und beim Mahlvorgang ist es zum Teil schwierig die Mühle zu fixieren. Da würde ich mir wünschen, dass sich die Mühle fixieren lässt. Alles in allem sind wir mit der Mühle aber sehr zufrieden. 🙂

  • Sylvia
    3 Juli, 2016

    Hi Franziska,
    Danke für Deine Empfehlung. Ich habe mir kurz vor dem Kauf der Brasilia dank Deines Kommentars noch die Quito angesehen und bin nun sehr glücklich mit dieser formschönen Handmühle. Für unseren Kaffeekonsum genau richtig dimensioniert.

  • Heike Fuhrmann
    15 September, 2016

    Hallo, ich habe eine Hario Skerton und mahle damit für ne Siebträgermaschine. Auch habe ich eine elektrische Mühle, die Graef CM 800. Mit der Handmühle kann ich aber feiner mahlen, was bei ner Siebträger natürlich von Vorteil ist. Auch ist sie viel einfacher zu säubern. Ich benutze die Handmühle nur für die Siebträgermaschine, weil der Mahlgrad wirklich schwer einzustellen ist. Für mehr Besuch mache ich eh Filterkaffee, den mahle ich elektrisch mit der Graef

  • Thomas
    17 November, 2016

    Guten Tag!

    Was für ein schönes, lebendiges Gesprächsthema!
    Gerne möchte ich versuchen, dazu beizutragen.
    Nachdem ich kennengelernt habe, was man alles mit Kaffee machen kann, damit er nicht mehr schmeckt und auch nicht mehr gut tut, trinke ich ihn möglichst nur noch, wenn ich ihn geniessen kann. Dadurch mahlen wir zu Hause fast nur noch (Zassenhaus Brasilia, Weihnachtsgeschenk, Nachteil: nicht fixierbare Rändelschraube für die Körnung, Lösung: Klebeband). Die Mühle wird nach überliefertem Tipp beim Mahlen mit der Schublade in Richtung Sitzfläche mit den Oberschenkeln fixiert, damit das Granulat nicht mitsamt Schublade auf dem Fussboden landet. Auch bleibt dadurch eine Hand frei, um sich (überliefert!) die Kinder und den Gatten vom Hals zu halten.
    Zum Campen in unserem 39 Jahre alten LT nehmen wir die Mühle natürlich mit, aber mit dem Fahrrad… und bei der Arbeit im Büro oder an SCHÖNEN Plätzen, wie ein mobiles Labor und Außendienst in aller Welt (vom vorigen Jahr habe ich noch Bohnen von Sulawesi und vom Februar aus Mexico)… da kann ich die Zassenhaus nicht mitnehmen. Zumal ich dann von zu Hause Ärger bekäme.
    Aber es gibt ja diese schönen, kleinen Kaffeemühlen 🙂
    Z.B. Hario und Zassenhaus.
    Angesichts der Kräfte, die ich beim Mahlen für eine 1L Kanne Kaffe bisher aufwende, kann ich mir auch nach dem Herunterrechnen auf einen Becher nicht vorstellen, dass die Hario mit ihrer filigranen Lagerung der Achse besonders lange hält. Die Achse scheint im unteren Bereich nur über das Malwerk und oben über die dünne Plastikhülse und das Blech des Deckels gelagert zu sein, was riesige Belastungen für das Malwerk bedeutet und die Berichte über uneinheitliche Körnung bei grober Einstellung (die Achse pendelt) erklären könnte.
    Die kleinen Zassenhausen (oder Zassenhäusener?) hingegen sind angeblich kugelgelagert, was nach meinem Verständnis absolut angemessen ist, sofern ZWEIFACH kugelgelagert (vgl. Fahrrad Tretlager). Aber die Kurbeln sind nicht so einfach abnehmbar.
    Ich kaufe gerne Sachen, die möglichst wenig Transport erfahren bzw. -fliegen. Und mit etwas Geschick in der Werkstatt bekomme ich auch eine abnehmbare Kurbel hin, unter Erlöschung jeglicher Garantieansprüche. Und ‘ne Patentverletzung wäre das wahrscheinlich auch noch.
    Und hier ist sie endlich, meine Frage: was soll ich mir kaufen?

    Viele Grüße,
    Thomas

  • Thomas
    17 November, 2016

    …übrigens filtern wir durch Papier mit Wasser aus dem Kocher/Topf oder pressen im Thermobecher mit Stempel.

  • hans66
    21 März, 2017

    Nach der Recherche über diese Webseite habe ich mich über die vielen Ansichten und Urteile sehr gefreut und meine Kaufentscheidung danach ausgerichtet. Gepaart mit den Amazonkritiken habe ich mich dann für eine 680 entschieden. Die Mühle ist noch in der Entscheidungsphase. Erstaunlich, wieviel Geld man für einen guten Espresso in die Hand nimmt. Da erinnere ich mich gern an die alten Zeiten, als es nur sonntags Bohnenkaffe gab. Wenn jemand Bohnenkaffe zubereitete, dann roch man diesen lange Zeit im ganzen Haus. Diesen Genuss kennt man heute nur annähernd in der kurzen Zeitspanne, in dem man einen Kaffe in der Verpackung öffnet. Die heutigen gemahlenen Bohnen bringen kaum noch Geruch mit. Was haben die Röster von damals anders gemacht ?? Selbst in einer privaten Rösterei vermisste ich diesen Geruch, aber auch das Aroma. Wahrscheinlich waren die Kindheitserinnerungen zu groß im Erwartungsbild. Das ist auch der Grund, warum ich zum Tee (egal ob grün, weiss, schwarz) gewechselt bin.
    Geblieben ist Freude auf einen Espresso nach dem Essen.
    Danke für all die Tips auf diesen weg dahin!

  • Clara
    20 April, 2017

    Mir hat dein Artikel über Handkaffeemühlen sehr gefallen. Ich habe mich für die Hario Skerton entschieden, da mir die anderen Modelle dann doch etwas zu teuer waren für meinen geringen Kaffeeverbrauch. Jedoch erweist sie sich aus überaus stabil und praktisch beim Reisen, da ich sehr oft mit dem Rucksack unterwegs bin und sie noch immer ganz ist. Das Mahlwerk ist dazu noch top und falls ich mal etwas zuviel mahle kann ich es dank zusätzlichen Deckel am nächsten Tag verwenden.

Ich freue mich über deinen Kommentar

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