Gastronomie und Büro

Normalerweise gebe ich Kaffee-Tipps für Leute vor dem Tresen – also den Endverbraucher. Doch als ehemaliger Barista weiß ich, was hinter dem Tresen wichtig ist. Darum findet ihr hier eine Ratgeber-Serie zu Kaffeevollautomaten für Unternehmen, die Gastronomie und das Gewerbe.

Ich könnte mich irren, doch meine Erfahrung zeigt, dass Endverbraucher besser über Kaffeevollautomaten Bescheid wissen als Gewerbekunden. Ich glaube, das hat mit der Einstellung zu tun, der Kaffeevollautomat habe in Gastro oder Pensionen und Hotellerie nichts zu suchen.

Wer Kaffee gegen Geld serviert, soll sich gefälligst eine Siebträgermaschine anschaffen und einen geschulten Barista einstellen. Ich sehe das anders. Denn in vielen Gastro-Bereichen und noch mehr Unternehmen sind Vollautomaten die einzig vernünftige Wahl. Wir werfen auch mal einen Blick auf die gute alte Filtervariante und ihre Spezialmodelle als Kaffeemaschine fürs Unternehmen

Die wichtigsten Fragen zu Kaffeevollautomaten für Unternehmen

Mit meiner Ratgeber-Serie für Unternehmen will ich euch bei der Auswahl helfen und widme mich Themen, die sonst auf Coffeeness kaum eine Rolle spielen:

  • Was ist besser: Miete, Leasing oder Kauf von Vollautomaten?
  • Welche Kaffeevollautomaten passen in die Gastronomie, in Hotels, in Büros oder zur Tanke?
  • Was müssen professionelle Kaffeevollautomaten können?
  • Welche Marken überzeugen im Profi-Segment?
  • Wie kalkuliere ich den Tassenpreis für die Beschaffungsentscheidung?
  • Welche Faktoren sind für meine Investition wichtig?

Für das Profi-Segment gilt im Allgemeinen: Meine hochwertigen Testsieger wie der Siemens EQ9 oder auch der frisch gekürte Jura Z8 eignen sich nur sehr begrenzt für den gewerblichen Einsatz. Und jeder Tipp zu Profi-Maschinen ist nur ein sehr grob kalkuliertes Beispiel.

Jura Z8 Kaffeevollautomat Espresso Arne

Während sich Consumer-Geräte für eine breite Palette an Anwendern eignen, müsst ihr als Gewerbe sehr genau rechnen und Angebote vergleichen, um nicht unnötig Geld für einen Kaffeevollautomaten auszugeben – oder am Ende mit einem zu schwachen Gerät dazustehen.

Auf dem schnellsten Weg zu individuellen Angeboten

Ich habe mir ausnahmsweise Hilfe geholt und eine Plattform gefunden, die euch individuelle Angebote zum Mieten, Leasen oder Kauf von Vollautomaten für den B2B-Bereich zur Verfügung stellt.

Dazu müsst ihr nur das Formular ausfüllen und Angaben zur Benutzerzahl, eurem Unternehmenstyp und der gewünschten Getränkevielfalt machen. Anschließend erhaltet ihr maßgeschneiderte Angebote zu Kaffeevollautomaten von WMF, Tchibo und anderen Profi-Herstellern.

Ganz wichtig: Ihr müsst nichts kaufen oder unterschreiben, ihr findet so nur eine Abkürzung zu den in Unternehmen geforderten Vergleichsangeboten.

Zugegeben, damit mache ich es mir auch ein wenig einfach, weil ich nicht für jedes Szenario einen eigenen Kaffeevollautomaten testen und empfehlen muss. Das ist (auch) eine wirtschaftliche Entscheidung, weil wir im Profi-Segment von 5.000 Euro aufwärts pro Maschine reden.

Kaffeevollautomaten mieten, kaufen, leasen: Muss es fürs Gewerbe immer ein Profi-Modell sein?

In den Ratgebertexten tauchen meine üblichen Testsieger wie der Melitta Caffeo CI Touch zwar immer wieder auf, aber ich gehe sehr schnell zu Geräten wie den WMF 5000S über. Denn selbst das hochwertigste Consumer-Modell kann ich höchstens für Büros mit bis zu sechs Personen empfehlen.

Melitta CI Touch Kaffeevollautomat Arne mit Latte Macchiato

Die meisten Unternehmen sprengen diese Leistungsobergrenze locker und müssen sich demnach damit anfreunden, dass nur ein Profi-Modell Sinn ergibt. Damit euer Budget nicht gesprengt wird und die Bilanz nicht ins Negative kippt, ist es im Gewerbe ausnehmend sinnvoll, Kaffeevollautomaten zu mieten.

Zahlreiche große Marken haben einen Profi-Verleih-Service etabliert, mit dem sie ihre eigenen Geräte und Maschinen von bekannten Herstellern zu einem monatlichen Betrag an den B2B-Mann bringen.

Kaffeevollautomaten Uebersicht Arne

Dieses Beschaffungsmodell hat mitunter nur einen Haken: Ihr müsst auch ein Kaffee-Abo eingehen. Was ich in Bezug auf Tchibo, Melitta und Co dazu sage, könnt ihr euch vorstellen.

Schon deshalb habe ich mich nach unabhängigen Anbietern von Mietautomaten umgesehen und einen davon über das Formular in meine Gewerbe-Serie eingebunden. Ob ihr euch für ihn entscheidet oder ihn nur als Ausgangspunkt für eure eigene Recherche nehmt, ist euch überlassen. Genauso wie die Entscheidung, ob ihr euren Kaffeevollautomat steuerlich absetzen möchtet.

Diese Serie werde ich nach und nach erweitern und ich freue mich, wenn ihr mir in den Kommentaren schreibt und Wünsche zu B2B-Themen äußert.